Fashion Sale Hier klicken Sport & Outdoor calendarGirl Cloud Drive Photos Philips Multiroom Learn More sommer2016 Bauknecht Kühl-Gefrier-Kombination A+++ Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16
Profil für Daniela Meier > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Daniela Meier
Top-Rezensenten Rang: 15.850
Hilfreiche Bewertungen: 260

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Daniela Meier

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9
pixel
Unser Heim: Das Leben in der spirituellen Welt
Unser Heim: Das Leben in der spirituellen Welt
von EDICEI Europe GmbH
  Taschenbuch

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Buch zum Film "Astral City" - "Reiseführer" in die jenseitige Welt, 15. August 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer sich mit dem Thema "Leben nach dem Tod" näher befassen will, sollte sich unbedingt den Film "Astral City - Nossolar" anschauen. Dieser ist nach dem vorgenannten Buch entstanden, das sozusagen in Kooperation zwischen dem brasilianischen Medium Chico Xavier mit dem Geistwesen, das sich André Luiz nennt, mittels medialer Durchgabe geschrieben wurde, so wie viele zusätzliche Bücher auch. In Brasilien ist sowohl Chico Xavier, als auch dieser Film bzw. ein weiterer Film über dessen Leben sehr populär und weit verbreitet. Bei uns dagegen ist alles weitgehend unbekannt, und nur jene, die gezielt danach suchen, kommen überhaupt darauf. So wurden auch diese Bücher, begonnen mit "Unser Heim", erst ab den 2000ern ins Deutsche übersetzt, während es sie schon seit den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts gibt. Aus diesem Grund herrscht hier auch eine für uns etwas altertümlich anmutende Sprache vor, die nicht jedermanns Sache ist. Mir selbst macht so etwas wenig aus, da ich ohnehin sehr gern Literatur aus dem 19. Jhd. lese.
Der Film "Astral City" gibt einen sehr klaren Eindruck darüber, was einen Menschen nach dessen Tod erwarten kann. Und erst einmal ist es kein angenehmer Ort, an den André Luiz, der in seinem irdischen Leben ein wohlhabender, angesehener Arzt gewesen ist, nach seinem Tod kommt. Er gelangt in die Schattenwelt, "Umbrao" genannt und muss dort eine Zeitlang vieles erdulden. Nichts, was er je auf Erden gelernt hat, kann ihm hier weiterhelfen. Besonders befremdlich mutet es an, dass andere Wesen dieser Schattenwelt ihn als "Selbstmörder" beschimpfen, obwohl man als Zuschauer mitbekommen hat, dass er während der OP an seinem Tumor im Bauchbereich verstorben ist. Doch dies und vieles andere klärt sich nach und nach auf, als er sich endlich dazu überwindet, aus tiefster Seele heraus die Hilfe Gottes zu erflehen. Sein Gebet wird erhört; drei lichte, liebevolle Gestalten bringen ihn auf einer Trage in die Stadt "Astral City", die eine jener Städte auf der Astralebene sei, die es rund um den Erdball gibt. Dies ist noch keineswegs das, was wir unter dem eigentlichen "Himmel" verstehen, aber aus irdischer Sicht heraus bereits eine Art Paradies, in dem sich die verstorbenen Seelen von all ihrem irdischen Leid erholen können, in dem sie aber auch mehr und mehr lernen, um welche Werte es in dieser Welt tatsächlich geht. Überraschend mag sein, dass auch im Jenseits gearbeitet werden muss, wenn man sich diverse Privilegien verdienen möchte, aber Geld bekommt man für seinen Dienst natürlich nicht. Man erfährt, dass der "Dienst kommt, wenn der Diener bereit ist". Auf der faulen Haut sollte sich auch in "Astral City" niemand lange ausruhen.
André Luiz findet nach einiger Suche auch wieder dahin, den leidenden Seelen als Arzt zu helfen, allerdings helfen ihm seine irdischen Diplome nicht viel. Zuerst muss er lernen, auch einfache Arbeiten zu verrichten bzw. sich die Geheimnisse geistiger Heilung anzueignen. Denn für uns Menschen vielleicht merkwürdig, bringen die Seelen noch alle ihre Schmerzen im Geistkörper mit hinüber in diese Welt. Und so resultiert auch sein Tumor aus seinem exzessiven Lebenswandel sowie aus all den negativen Gedanken und Gefühlen, die sein somatischer Körper während seines irdischen Lebens gespeichert hat. Somit hat er in der Tat schleichend, wenngleich unwissentlich Selbstmord begangen, wie unzählige andere Menschen dies auch Tag für Tag tun. Das Gesetz von "Aktion - Reaktion" ist nur eines, dem sich André Luiz in seiner neuen (Zwischen)-Heimat stellen muss.
Da er ein Arzt aus Leidenschaft war, beobachtet er auch alle Vorkommnisse in der geistigen Welt aus diesem Blickwinkel heraus, so dass der Leser in diesem und den folgenden Büchern sehr viele Einzelheiten über medizinische Zusammenhänge erfährt. D.h. Schwerpunkt seiner Beobachtungen liegen auf diesem Gebiet. Es lohnt sich auf jeden Fall, das Buch zu lesen, wenn man den Film gesehen hat, da hier - wie immer bei Buchverfilmungen - vieles noch deutlicher erklärt wird. Zahlreiche Begebenheiten werden auch im Buch etwas anders bzw. ausführlicher dargestellt.
Was zudem noch auffällt: Die Bücher sind sehr christuszentriert, d.h. es wird überdeutlich, dass Jesus Christus der Herr über allem ist, so, wie es alle Durchgaben aus der GUTEN geistigen Welt lehren. Im Film tritt das nicht so deutlich zutage. Chico Xavier war auch der Begründer des christlichen Spiritualismus' in Brasilien (der im Übrigen das Geld für die Veröffentlichung seiner Bücher gespendet hat, da er mit seiner medialen Arbeit nichts verdienen wollte, wie es sich eigentlich für jedes echte gute Medium gehört...) Sein Werk hat somit auch weder etwas mit niedrigem Spiritismus, noch mit dem heute so populären wilden "Channelling" von allen möglichen Wesenheiten aus der geistigen Welt zu tun, ohne dass eine Prüfung durchgeführt wird, aus welchem gesitigen Bereich sie stammen. Denn nur der Geist, "der Jesus Christus, im Fleisch gekommen, bekennt, ist von Gott", so hat Johannes in seinem 1. Brief, Kapitel 4, ab Vers 1 mit der Aufforderung "Prüfet die Geister, ob sie aus Gott sind" gefordert. So waren auch die Propheten des Alten und Neuen Testaments nichts anderes als Medien, durch die Gottes Geist gesprochen oder medial geschrieben hat. Auf diese Weise ist die Bibel entstanden. Es ist äußerst schade, dass die Christen sich diese Quelle der Wahrheit ab einem gewissen Zeitpunkt in der Kirchengeschichte abgeschnitten haben, weil sie meinen, alles, was Gott oder Jesus jemals der Menschheit zu sagen hatten, sei bereits in der Bibel niedergelegt, nicht beachtend, dass Jesus davon gesprochen hat, den "Geist der Wahrheit" zu schicken, der den Menschen weitere Erkenntnisse vermitteln würde (siehe Joh. 16, 13). Von einem Ende ab einem gewissen Zeitpunkt ist da nicht die Rede, sondern jede Menschengeneration sollte wieder weitergehende Erkenntnisse übermittelt bekommen, auch je nach ihrem Kenntnis- und technischem Entwicklungsstand.
Der christliche Spiritualismus, Mitte des 19. Jahrhunderts aufgekommen, sollte die Menschheit geistig wieder mehr nach vorne bringen, wurde aber überlappt vom niedrigen Spiritismus, der natürlich nicht von ungefähr zeitgleich aufgetreten ist. Nur wenige trauen sich zu, die Geister-unterscheidung vorzunehmen, und so haben die wirklich christlich fundierten Durchgaben leider viel zu wenig Beachtung gefunden, während das "Channelling" sehr "in" geworden ist, wo dann angeblich "hohe" Meister wie Metadron, Saint Germain & Co. - die zudem noch größer sein sollen als Christus! - zu Wort kommen.
Das vorliegende Buch hat mit alledem nichts zu tun. Es ist eine jener seltenen Perlen, die uns aus der guten geistigen Welt übermittelt wurden, um den Menschen ein klareres Bild davon zu vermitteln, auf was es im Leben ankommt und was sie nach dem Tod erwartet. Wenn man sich mit dieser Thematik befasst, wird man vielleicht überrascht feststellen, wie mit zahlreichen falschen Vorstellungen über das Jenseits aufgeräumt wird. Es lohnt sich für tiefsinnige Menschen, sich näher damit zu beschäftigen, denn dies ist nun mal ein "Land", in das wir alle eines tages reisen werden. Und normalerweise bereiten wir uns auf unsere Reisen mit Reisenführern vor. Dies ist eines jener Bücher, das dazu dienen kann...


Corel VideoStudio Pro X4 (Mini Box)
Corel VideoStudio Pro X4 (Mini Box)

1.0 von 5 Sternen Nie mehr diese Firma!, 23. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Corel VideoStudio Pro X4 (Mini Box) (CD-ROM)
Hier habe ich leider miserable Erfahrungen gemacht: Zuerst wurde der Betrag ohne Kommentar an mich zurück überwiesen, weil die Briefsendung nicht zugestellt werden konnte (Fehler des DHL-Boten, nicht der falschen Adresse). Ich wartete sehr dringend darauf und bat um neuerliche Zusendung. Leider konnte die gelieferte DVD an zwei verschiedenen Geräten nicht installiert werden und wies nach Überprüfung auch merkwürdige Blasen auf der Oberfläche auf, was darauf hindeutete, dass sie defekt war (evtl. hitzegeschädigt?) Ich schickte sie zurück mit der Bitte um Gutschrift, Eingang 24.12.2014. Zum einen war ich ja zuvor darüber informiert worden, dass nur noch eine einzige Box vorrätig gewesen war (also meine defekte), zum andern benötigte ich wirklich sehr dringend dieses Programm, so dass ich es mir anderweitig in einer anderen Version und zu einem höheren Preis erstehen musste. Der einzige Kommentar darauf war, dass ich keinen normalen Brief hätte schreiben müssen, sondern irgendein anderes Formular ausfüllen (von dem mir absolut nichts bekannt war). Und dann hörte ich nichts mehr - weder auf meine zahlreichen Mails, noch auf meine Telefonate. Erst als ich am 23.3. den Geschäftsführer persönlich sprach, erfuhr ich, dass die DVD beim Test (angeblich) einwandfrei installiert worden sei und er mir somit lediglich die (von mir jetzt nicht mehr benötigte) Ware zuschicken könne - Frage sei nur, wer die Versandkosten übernehme. Ich hätte ja das Softwarepaket geöffnet (muss man zwangsläufig, wenn man versuchen will, sie zu installieren) und somit sei es jetzt unverkäuflich. Im Grunde wurde ich als Lügnerin hingestellt, die eine einwandfrei installierte Ware ohne Not zurückschickt und jetzt noch Geld zurück möchte, obwohl sie wahrscheinlich klammheimlich bereits mit dem Programm arbeitet, was definitiv nicht der Fall ist!
Wenn ich mir den Anspruch dieser Firma auf ihrer Homepage durchlese: "... wobei wir unter Service nicht nur nette Telefonstimmen und kundenfreundliche Geschäftszeiten verstehen, sondern im umfassenden Sinne auch Seriosität, Auftragsabwicklung, Lieferzeiten, Preisgestaltung, Reklamationsabwicklung und Marketing. Diesen hohen Standard erfüllen wir auch in unserem Software Onlineshop," kann ich nur sagen: Dieser ist in keinster Weise hier erfüllt worden, sondern klingt wie Hohn für jemanden, der wirklich äußerst missachtend und auch immer wieder unfreundlich von dieser Firma behandelt wurde. Es stimmt, dass bei diesem Auftrag für beide Seiten alles schief gelaufen ist und für die Rücksendung der Ware konnte auch die Firma nichts, aber zumindest hätte ich hier erwartet, dass man mich zuvor kontaktiert. Und wenn dann auf monatelange Anfragen nach der Reklamation keine Reaktion kommt, dann kann ja von "Service" keine Rede sein. Wenn ich mal die für mich gewonnene "neue Erkenntnis", die der Geschäftsführer ansprach, formulieren darf: Hier bestelle ich sicher nichts mehr!


Rache auf Türkisch
Rache auf Türkisch

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ganz amüsant, aber..., 25. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Rache auf Türkisch (Kindle Edition)
... die Rechtschreibung und Grammatik! Ja, ein gutes Lektorat wäre angebracht... Ich habe jetzt einige Wochen keine E-Books mehr gelesen, um meine Hardcover im Regal mal "aufzuarbeiten" und bin - gelinde gesagt - entsetzt über die geringe Schreibqualität der aktuellen E-Books...

Und in der Tat sollte beim nächsten Mal nicht alles Wesentliche schon im Kladdentext enthalten sein.


Carries ruhmreichen Tage  (Ersten Kapitel)
Carries ruhmreichen Tage (Ersten Kapitel)
Preis: EUR 3,09

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Lohnt sich absolut nicht!, 25. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich hatte mir dieses E-Book (zum Glück kostenlos!) erstanden wegen der ersten, eigentlich recht guten Kritik, der ich allerdings leider überhaupt nicht folgen kann.

Wie in der zweiten Rezension richtig angemerkt, wimmelt der Text von Rechtschreib- und Grammatikfehlern, was es schon mal unschön macht, diesen zu lesen.

Außerdem sind die Figuren, allen voran die Protagonistin Carrie, völlig oberflächlich und richtiggehend surrealistisch dargestellt, so dass man ihr Verhalten nur mit größtem Befremden zur Kenntnis nehmen kann und in höchstem Maße auf Distanz bleibt. Es handelt sich demnach nicht um ein tiefes Auseinandersetzen mit der "dunklen Seite des Lebens", wie die erste Rezension suggeriert. Dieses E-Book oder gar seine Fortsetzung zu erwerben, davon würde ich dringend abraten. Diese Lektüre ist Zeitverschwendung!

Wenn es 0 Sterne geben würde, so hätte ich diese Bewertung abgegeben...


Lindas Modell
Lindas Modell
Preis: EUR 5,94

4.0 von 5 Sternen Zwiespältiges "Modell"..., 19. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lindas Modell (Kindle Edition)
Der erste Teil des Buches handelt - wie im Klappentext beschrieben - von dem eher oberflächlichen Leben einer Single-Frau von Mitte dreißig, die sich bevorzugt lustig macht über die Männer, die ihr Leben kreuzen. Sie lebt mit einer anderen Frau in einer WG, und anfangs überlegen die beiden, sich den "dritten Mann" in die Wohnung zu holen. Doch Lindas sarkastische Art der Befragung gibt jeden potenziellen Kandidaten vom ersten Moment an der Lächerlichkeit preis. Es ist einfach keiner "gut genug" - auch nicht für eine ernst zu nehmende Beziehung, so dass Linda nur sehr cool von einer Affäre in die andere schliddert, sehr zum großen Erstaunen ihrer Mitbewohnerin, die nicht ganz so abgebrüht ist und durchaus noch von der großen Liebe träumt. (Aber ganz ehrlich: die Typen, die Linda so trifft, sind auch meistens schlichtweg unsäglich!)

Linda ist in ihrem Beruf als Zahnärztin - in den sie ebenfalls eher wie zufällig "hineingeschliddert" ist - nicht besonders glücklich, sieht es aber als positiven Nebeneffekt, dass sie gutes Geld verdient und sich somit sogar mit einem nur halbtägigen beruflichen Aufwand all ihre materiellen Wünsche erfüllen kann.

So hängt ihr Herz in der Tat an nichts und niemandem, deshalb kann sie auch emotional unbeteiligt und frei mit sarkastischem Lächeln durchs Leben gehen, bis sich in Teil 2 alles verändert: Linda trifft die Liebe ihres Lebens (wieder...), was sie vollständig verändert und dazu führt, dass ihre gesamte zuvor zur Schau getragene Lässigkeit und Coolness (für immer?) dahin sind, zumal das Timing denkbar schlecht ist und ihr somit kein "Happy End" beschieden ist...

Beim 1. Teil dachte ich mir noch: 'Wieder ein weiteres Buch über diese oberflächliche Mitdreißiger-Generation und deren kleine Problemchen...' Aber der 2. Teil kommt dann wirklich ganz anders daher, denn nun übermannen heftige Gefühle die Protagonistin, die wahrscheinlich jede(r) in seinem Leben mal kennen gelernt hat, und da es ihr nicht - wie ihrer Mitbewohnerin - vergönnt ist, "auf Wolke 7" zu schweben, wird sie ganz von allein auf sich selbst zurückgeworfen und muss sich ein paar tiefsinnigere Gedanken über ihr Leben und dessen Sinn machen.

Ja, der 2. Teil reißt die Geschichte etwas raus, auch sprachlich


Frau Edelweiß und der Nato-Gipfel: Ein Schulkrimi - Der erste Fall von Frau Edelweiß
Frau Edelweiß und der Nato-Gipfel: Ein Schulkrimi - Der erste Fall von Frau Edelweiß
Preis: EUR 0,00

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wer verbirgt sich hinter Frau Edelweiß?, 19. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein Nato-Gipfel in Kehl am Rhein, dazu ein potenzieller Attentäter, der die "perfekte" Location für seinen geplanten Anschlag sucht - und dann ein untreuer Schulleiter mit Kontrollzwang und einigen anderen unsympathischen Allüren, der ermordet aufgefunden wird. Das ist interessanter Stoff für einen kleinen Krimi, der offensichtlich nicht nur dies sein will, sondern sehr viel Kritik am bestehenden Schulsystem übt.

Ja, in der Tat, die Person der äußerst neugierigen "Möchtegern"-Detektivin, ("Ober")-Lehrerin Edelweiß, ist jemand, der nicht nur ihre Mitmenschen, sondern auch den Leser stellenweise nervt. Denn wie kann man sich nur immer so undiplomatisch daneben benehmen? Dennoch erfährt sie das, was ihr am Herzen liegt und löst den Fall eher als die zuständige Polizei - zumindest teilweise...

Insofern ist auch die Perspektive besagter Frau Edelweiß eine ungewöhnliche, ist sie doch wirklich nur aus Sicht des Lesers jemand, der in einem Mordfall ermittelt - dies natürlich umso mehr, als sie selbst unter starken Verdacht gerät!

Merkwürdig ist ja, dass sich die Autorin selbst das Pseudonym "Sandra Edelweiß" gegeben hat und somit (scheinbar) aus der Sicht ihrer Protagonistin schreibt - oder steckt hier eine absichtliche Total-Identifikation dahinter? Das kriegt man anhand der dürftigen Autoreninformationen leider nicht raus.

Denn immerhin muss es sich auch bei der Autorin um jemanden handeln, der in irgendeiner Weise mit dem modernen Schulbetrieb zu tun hat und ihn deshalb in seinen negativen Ausprägungen (einschließlich nervtötender, uneinsichtiger Eltern!) sehr gut kennt. Meinungsäußerungen aus Sicht der Lehrerin Edelweiß hierüber gibt es jedenfalls zur Genüge, wodurch der Krimi fast wie ein Vehikel wirkt, diese Meinung mal unter die Leute zu bringen. Das mag seine Berechtigung haben, ist aber manchmal etwas langatmig und wiederholt sich auch.

Und eine Geschichte, die in einer Schule spielt, sollte wohl auch astrein lektoriert sein, oder?
Ansonsten hat die vorwitzige Detektivin Edelweiß durchaus Potenzial für weitere Ermittlungen...


Gebrochenes Schweigen
Gebrochenes Schweigen
Preis: EUR 3,45

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ganz anders, als erwartet, 15. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gebrochenes Schweigen (Kindle Edition)
Da der Klappentext so gut wie nichts über die eigentliche Geschichte verrät, bin ich unvermutet in die Story über eine Geheimloge gestolpert, die in Kolumbien zu Beginn des Bürgerkriegs - "La Violencia" - spielt und von Venezuela bis nach Berlin führt, mit zahlreichen Zwischenstopps in Katalonien.

Die Protagonistin ist dabei jene Seele, die - erst kurz zuvor verstorben - eine lebensmüde junge Frau, die im Rollstuhl sitzt, besetzt und sie zwingt, ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. Warum die Verstorbene sich ausgerechnet jene Frau für ihre mediale Durchgabe rausgesucht hat, erschließt sich erst im Laufe der Lektüre, soll aber - um die Spannung nicht vorwegzunehmen - hier nicht verraten werden. Der Sinn der Botschaft ist jedoch die notwendige Aufklärung über die Machenschaften des Gründers jener vorerwähnten Loge, die in Katalonien ihren Hauptsitz hat.

Dies ist ein rätselhafter Mann, der schon zur Zeit der Entdeckung Südamerikas zu den "Conquistadores" gehört hatte, doch nun lebt er - zwar inzwischen ein alter Greis - noch immer! Er hält alle Fäden in der Hand und manipuliert die Menschen wie Marionetten für seine Zwecke. Wie alle machtgierigen Männer dieser Art rechtfertigt er dabei sein Tun mit einer angeblichen positiven Motivation "für das große Ganze". Denn er verbirgt ein großes Geheimnis, das der Grund für sein langes Leben ist. Nur - will er dieses wirklich immer noch weiterführen?

Auch die verstorbene Seele hat er dabei für sein großes Ziel ein Leben lang missbraucht, und erst im Tod kann sie sein perfides Spiel durchschauen. Ihr Zorn und ihre Rachegelüste sind stark genug, um sich aus dem Jenseits zu melden, damit ihm endlich das Handwerk gelegt wird. Und im Endeffekt ist es die geballte "Frauenpower" dreier Generationen, der das gelingt - auf außergewöhnliche Weise.

Ich habe keine Probleme mit der Thematik von Seelen, die sich durch lebende Menschen kund tun. Ich war durchaus gespannt, welche Geschichte sich hinter dieser knappen Beschreibung im Klappentext verbirgt. Aber es dauerte dann eine Weile, bis ich in die Handlung rein kam. Denn Südamerika ist wiederum für mich ein Kontinent, dessen jüngere Geschichte mir nur vage bekannt ist, und ich hatte nicht unbedingt ein Buch über einen beginnenden Bürgerkrieg lesen wollen. Detailliert beschriebene Gräueltaten muss man ja nicht alle Tage haben. Auch einen weiteren Roman über eine Geheimloge hätte ich mir nicht geben wollen.

Allerdings blieb ich dann doch an der Story hängen, da sie ja durchaus spannend erzählt ist und ich natürlich im Endeffekt wissen wollte, wie alles zusammenhängt. Ungelöste Geheimnisse lasse ich ja ungern so stehen.

Was mir wirklich gefallen hat, war die Mischung von Fantasy und Historie - wobei ich jetzt nicht allzu viel über den Bürgerkrieg in Kolumbien und dessen Hauptpersonen recherchiert habe, um beurteilen zu können, wie genau es der Autor hier mit der geschichtlichen Realität genommen hat. Da es die Hauptperson jedoch im Laufe ihres Lebens in das Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg verschlägt, gab es hier schon mehr geschichtliche Bezüge, die mir bekannt waren. Sehr witzig fand ich dabei die Beschreibung, wie die unaufgeklärte, jung verheiratete Kolumbianerin in der Straßenbahn ein Heftchen über Sexualität in die Hand gedrückt bekommt von einer, die sich vorstellt mit den Worten: "Ich heiße Beate".... (Uhse). Solche Einschübe fand ich wirklich gelungen, da sie den Plot sehr lebendig machte.

Alles in allem durchaus lesenswert, wenn man mit den vorgenannten Themen etwas anfangen kann.


Lina   Das kurze Leben eines besonderen Mädchens
Lina Das kurze Leben eines besonderen Mädchens
Preis: EUR 4,36

5.0 von 5 Sternen Äußerst berührende Familiengeschichte, 1. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Mädchen Lina als eine von 10 Geschwistern hat das Pech nicht nur in einer sehr armen Familie mit alkoholkranken Eltern aufzuwachsen, sondern auch noch durch eine Gehirnhautentzündung in ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung beeinträchtigt zu sein. Umso verwunderlicher, dass sie so eine Frohnatur ist mit großer Empathie für ihre Mitmenschen - und das bis ganz zum Schluss ihres kurzen, nur 17jährigen Lebens.

Weiteres Pech für sie, dass sie zudem in einer Zeit aufwächst, in der brutale Hartherzigkeit und Gnadenlosigkeit gegen jeglichen, der keine "Leistung" im gewohnten Umfang erbringen kann, nicht nur an der Tagesordnung ist, sondern zum gelebten Politprogramm dazugehört. Ignorante Bürokraten entscheiden somit bereits früh darüber, dass Linas Gene nicht weitervererbt werden dürfen und sie somit bei Erreichen ihres 14. Lebensjahres zwangssterilisiert wird. Als ob Gehirnhautentzündung genetisch bedingt wäre bzw. die daraus folgenden körperlichen und geistigen Behinderungen Linas! All das ist den Bürokraten egal! Die Meinung der Eltern, denen sie die Kinder brutal entrissen haben, gilt eben so wenig; die Briefe des Vaters werden einfach übergangen.

Und schlussendlich wird kurzerhand entschieden, dass die fröhliche, mitfühlende Lina unter die Kategorie "lebensunwert" fällt und vergast werden muss...

Die Geschichte einer Verwandten der Autorin ist gut recherchiert und in einfachen Worten sehr eindrücklich beschrieben. Vor allem erschüttert mitzuerleben, wie die vermeintlich "Debilen" immer mehr mitbekommen, was um sie herum passiert und dass die Fahrten in den grauen Bussen keine angenehmen Ausflüge sind, sondern in den sicheren Tod gehen. Die Todesangst dieser Menschen, die keinen Ausweg sehen und nur darauf warten müssen, wann sie "dran" sind, überträgt sich auf den Leser.

Hier ist das, was man aus den Geschichtsbüchern über das deutsche Euthanasieprogramm kennt, anhand des persönlichen Schicksals Linas sehr anschaulich beschrieben und geht einem deshalb ungeheuer nahe. Die Autorin hat damit ihrer Verwandten ein wunderbares Denkmal gesetzt und aufgezeigt, dass deren Leben keineswegs "unwert" oder "unnütz" gewesen ist.

Aber solche Geschichten sollte man nicht nur unter dem Aspekt "Vergangenheit" lesen, sondern sich immer auch fragen, wo ein möglicher Bezug zu der Gegenwart besteht. Auch, wenn es hierzulande glücklicherweise keine Ermordung von irgendwie gehandicappten Menschen mehr gibt, so leben wir doch nach wie vor in der so genannten "Leistungsgesellschaft", wo nur der etwas "wert" ist und etwas zählt, der auch entsprechende Leistung zu erbringen vermag. D.h. auch aktuell ist es nicht unbedingt selbstverständlich in unserer Gesellschaft, dass JEDEM Menschen - egal, ob gesund oder krank, egal ob alt oder jung, egal, ob arbeitslos oder berufstätig, egal, ob Deutscher oder Ausländer - bedingungslos ein Wert AN SICH zugesprochen und er dementsprechend respektvoll behandelt wird. Dies nur als Hinweis darauf, dass eine solche Story auch dazu beitragen kann, einen wieder mal wachzurütteln. Wenn die einzelnen Gesellschaftsschichten sich zu sehr durch die Medien manipulieren und gegeneinander aufhetzen lassen, ist nicht undenkbar, dass es eines Tages wieder zu einer solchen Entgleißung kommen kann.

In der Tat beinhaltet dieses Büchlein sehr viele Rechtschreib- und Grammatikfehler und könnte nochmals eine Überarbeitung vertragen. Wenngleich diese Bemerkung einem angesichts des aufwühlenden Themas fast banal erscheint... Lesen sollte man es auf jeden Fall!


Chaos Italiano: Der rasante Aufstieg eines kleinen Bürodieners zum honorigen Staatssekretär
Chaos Italiano: Der rasante Aufstieg eines kleinen Bürodieners zum honorigen Staatssekretär
Preis: EUR 2,99

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bitterböse Satire aufs italienische Politkarussell, 22. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Guiseppe Rossi hat bisher im Leben immer nur Pech gehabt: Die Schule musste er abbrechen, um arbeiten zu gehen und seine schwangere Freundin heiraten zu können. Nun fristet er sein Dasein als Bürodiener, der als Letzter in der Hierarchie des Bürgermeisteramtes von allen anderen getreten wird. Er verdient kaum genug, um die Hypothek seines Häuschens abzubezahlen. Nur seine beiden Töchter verbinden ihn noch mit seiner wenig attraktiven Angetrauten, und Guiseppe hat eigentlich nicht mehr besonders viel Gutes vom Leben zu erwarten. Denkt er!

Denn plötzlich treten Ereignisse ein, die seinem Leben eine unerwartete Wende geben: Nach einer der vielen Wahlen verstirbt der gewählte Kandidat namens Dottor Guiseppe Rossi von der Siegerpartei nach seiner letzten, allzu fettigen Mahlzeit. Jetzt ist guter Rat teuer für all seine Parteifreunde, die ihre Felle davonschwimmen und ihre Pfründe in Gefahr sehen. Kurzerhand entschließt man sich, den Namensvetter, eben jenen Bürodiener Guiseppe Rossi als Abgeordneten nach Rom zu schicken. Dem blöden Wahlvolk wird das ohnehin nicht auffallen, zumal Rossi dem Dottor sogar zum Verwechseln ähnlich sieht! Und was muss er dort schon groß tun? Nichts, außer jeden Monat so viel Geld einzustreichen, wie er sich das bisher nicht in den kühnsten Träumen ausmalen konnte! Außerdem, so lockt man ihn, soll dies ja ohnehin nur vorübergehend sein, bis zu einer der nächsten vielen Wahlen und bis ein anderer Kandidat aufgestellt und gewählt ist.

Nach anfänglichem Zögern wird Rossi rasch von den wedelnden Lirescheinen sowie der kostenlosen 1.Klasse-Bahnfahrkarte für sich und seine Familie überzeugt und beginnt ein neues, aufregendes Leben in Italiens Hauptstadt mit einer großen Wohnung, vielen luxuriösen Vergünstigungen - und bald auch einer Geliebten. Zu der keifenden Rosalie zieht es ihn nur noch selten, und so verliert er auch die Entwicklung seiner Töchter stetig aus dem Auge.

Wenn alles mit "rechten Dingen" zuginge, müsste sich diese Farce - denn auch der Doktortitel der Jurisprudenz ist ja nur aus Kolumbien gekauft - schnell als solche erweisen und Guiseppe Rossi als der Depp dastehen, der er ist. Denn er hat in der Tat "von Tuten und Blasen" nicht die leiseste Ahnung und interessiert sich auch nicht im mindesten, seine Bildungslücken zu schließen. Vor der Presse oder den Kollegen im Parlament lässt sich diese Unwissenheit wunderbar mit belanglosen Sprechblasen kaschieren, in die alles mögliche hineininterpretiert werden kann (wie eben im richtigen Politiker-Leben!)

Und doch hilft ihm das "Dummglück" fast auf Schritt und Tritt, weiter an höhere Ämter wie den Fraktionssitz seiner Partei, lukrative Aufsichtsratspöstchen bei diversen Firmen und dann sogar einen gut dotierten Job im Justizministerium zu gelangen. Sein nervöser Magen, der ihm zahlreiche langwierige und im Nachhinein "kriegsentscheidende" Toilettengänge beschert sowie seine übergroße Schusseligkeit, die ihn auf die falsche Beerdigung führt, verhelfen ihm - wer hätte das gedacht! - zu immer größerem Erfolg! Wenn es dann aber doch mal brenzlig wird und ihm irgendwer auf die Schliche kommt? Nun, für solche Fälle hat Rossi - nach über sechs Jahren "im Amt" dann doch bauernschlau gewieft - zarte Bande zu zahlreichen "Freunden" geknüpft, denen er mal eine Gefälligkeit erwiesen hat und die ihm nun etwas schulden. Und wenn die Herren von der Mafia das "Problem" auch auf ihre spezielle Art lösen - Rossi will lieber nichts Genaues darüber wissen, sondern ist nur erleichtert, dass sich alles in Wohlgefallen auflöst...

Allerdings muss er nach einigen Jahren des römischen Wohllebens mit Konkubine feststellen, dass seine Rosalie, die er stets für strohdumm gehalten hat, sich ihrerseits zu einem hinterhältigen, intriganten Biest entwickelt hat, das ihn nach allen Regeln der Kunst ausnimmt - und zwar derart, dass er hier wirklich in den "sauren Apfel beißen" und diese tiefste Niederlage "seiner Karriere" ohne Widerspruch hinnehmen muss. Für alles andere hat er dann wieder die "sizilianische Lösung" parat...

Diese kleine Satire ist in der Tat sehr unterhaltsam geschrieben, mit zahlreichen Seitenhieben auf die italienische Gesellschaft und ihre politischen Auswüchse. Der Autor, selbst über 30 Jahre mit einer Italienerin (und somit natürlich auch mit ihrer Familie...) verheiratet, informiert jedoch ebenso über die rechtliche Lage in unserem Nachbarland, die z.B. noch länger als in Deutschland die Frauen ziemlich rechtlos an ihre Ehemänner gefesselt hat. (Hier wäre nur ein Nachwort zu der aktuellen Situation interessant gewesen, um beispielsweise zu klären, ob die Ehe-Scheidung in Italien inzwischen erlaubt ist.)

Die Geschichte spielt in den 60er und 70er Jahren und wirft bei aller sprachlichen Leichtigkeit ein bitterböses Licht auf die gesellschaftlichen Zustände. Bei all diesen finanziellen Eskapaden der politischen Elite wundert einen der Niedergang Italiens nicht mehr. Und ja - als Leser denkt man unweigerlich an die Person Berlusconis. Es ist ja an sich schon eine "Lachplatte", was man als Deutscher aus den Medien über diesen Menschen erfährt, und wahrscheinlich versteht hierzulande niemand, wieso er immer wieder gewählt wurde. In Italien selbst gibt es gemäß dem Autor noch viel mehr kleine Berlusconis, worüber die Italiener sich nur noch amüsieren, nicht mehr aufregen.

Und doch dürfte vieles von dem, was hier über die italienischen Zustände berichtet wird, von der deutschen Wahrheit auch nicht allzu oft entfernt sein... Rossi ist im übrigen ohnehin als Prototyp zu sehen, der als Mensch überall auf der Welt vorkommen dürfte: Der Arme, Erfolglose, der zu plötzlichem Reichtum kommt und dann klammheimlich zum Arschloch mutiert, was man ihm aber beim Lesen eigentlich nicht übel nimmt, weil er so naiv-gutmütig dargestellt wird.

Eine sehr empfehlenswerte Geschichte fürs vergnügliche Schmunzeln, jedoch mit einem Punktabzug für viele Rechtschreib- und Grammatikfehler. Aber z.B. die Sätze, die allzu oft mit kleinen Buchstaben beginnen, können sicher nochmals überarbeitet werden - was dann verdiente fünf Punkte ergeben würde.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 29, 2013 7:07 PM MEST


Flederzeit - Riss in der Gegenwart (Zeitreise-Roman): 2
Flederzeit - Riss in der Gegenwart (Zeitreise-Roman): 2
Preis: EUR 3,49

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 2. Teil leider nicht mehr so gut..., 18. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Den 1. Teil der "Flederzeit" - die ich noch kostenlos runtergeladen hatte - habe ich sehr begeistert verschlungen, weil ich sowohl die Idee, als auch die Umsetzung sehr spannend fand. Eine Rezension habe ich mir gespart, da es schon so viele gab, die dasselbe ausgesagt haben.

Der 2. Teil, für den ich gerne bezahlt habe, schleppte sich dann allerdings erst einmal ziemlich dahin, so dass ich zwischendurch eher mal etwas anderes las, weil es mich nicht so richtig fesseln konnte. Es gibt einen Rückblick auf die Zeit VOR Matthis' Zeitsprung, und zwar in die Geschichte von Mila und Johann (wie alles begann...) Einmal mehr fällt hier auf, wie genüsslich sich die Autorinnen in die erotischen Beschreibungen der intimen Begegnungen ergehen, und das ufert derart aus, dass ich die -zigste Wiederholung nur noch überblättert habe. Mag sein, dass es genügend Leser gibt, denen gerade das besonders gefällt...

Matthis selbst, der wieder in seiner eigenen Zeit hockt und erst einmal realisieren muss, dass er die Geschichte mit Mila nicht nur fantasiert hat, braucht tatsächlich ungeheuer lange, bis er den zweiten Sprung ins Mittelalter schafft.

Insofern gewinnt die Story erst im zweiten Abschnitt wieder an Fahrt. Allerdings fand ich auch schade, dass die "Sex-Touristin" aus den 70ern, die sich so gerne Johann an den Hals wirft, kommentarlos und urplötzlich wieder verschwindet. Insofern gibt es schon ein paar logische Brüche in der Geschichte.

Was es aber mit Matthis Urahnen auf sich hat, der in seiner eigenen Familiengeschichte seit jeher so eine große Rolle spielt, das wiederum fand ich ganz spannend und witzig dargelegt.

Auch ich weiß nun noch nicht so genau, ob ich mir den 3. Teil kaufen werde, auch, wenn mir selbst schon der Gedanke gekommen ist: Warum nimmt Matthis Mila nicht einfach mit in seine eigene Zeit?
(Wobei sich hierbei natürlich die Frage stellt, ob die einzelnen Zeitreisenden überhaupt von sich aus die Zeit bestimmen können, in die sie "fallen"... ) Aber ich habe schon so den Eindruck, dass der 3. Teil vielleicht noch immer nicht das Ende der Geschichte darstellen wird, und das wäre mir dann wirklich ein bisschen zu langatmig.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9