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Rezensionen verfasst von
Hemeraner "Hemeraner"
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   

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Richard Hasenfuß - Held in Chucks
Richard Hasenfuß - Held in Chucks
DVD ~ Eddie Marsan
Wird angeboten von Dein Filmshop
Preis: EUR 4,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Typisch britisch..., 15. Juni 2015
Rezension bezieht sich auf: Richard Hasenfuß - Held in Chucks (DVD)
1066 - Wilhelm der Eroberer bezwingt binnen nur vier Monaten alle britischen Volksstämme - bis auf einen. Zwei Armeen warten darauf, sich grausam zu zermetzeln. Die Spannung ist schier spürbar. Plötzlich klingelt ein Smartphone und... Smartphone?

Richard (Eddie Marsan) springt in seiner Wikingerkluft vom Spielschlachtfeld mit seinen vier Zuschauern in den alten Volvo, der partout nicht anspringen will, bis der Wagen eins auf die Glocke mit seinem Helm bekommt. Mit dieser Montur betritt er die Kirche gerade zu spät zur Einäscherung seines Schwiegervaters, der ihn eh nicht leiden konnte. Die Antwort kommt stehenden Fußes. Seine Frau Cath (Jessica Hynes) wirft ihn raus. Er kann keine Verantwortung übernehmen, kommt ständig zu spät und verliert sich in seiner Re-Enactment-Scheinwelt. Der Loser arbeitet in einem miesen Baumarkt, wo ein ehemaliger Schüler nunmehr sein Chef ist.

Richard glaubt natürlich an eine baldige Wiederversöhnung und teilt dies seinem Sohn auch mit, der allerdings anderer Meinung ist. Außerdem hat der seine eigenen Probleme. Aufgrund des Hobbies seines Vaters und dessen Truppe von Honks wird er in der Schule gehänselt. Der Sportlehrer nimmt ihn unter seine Fittiche, was ihm natürlich der Mutter näherbringt und ehe Richard es sich versieht kommt der Typ bei seiner getrennt lebenden Frau unter, obwohl er ständig versucht, wieder bei ihr zu landen.

Stattdessen muss er bei Julian (Ewen Bremner) unterkommen. Der notorische Star Trek Fan und Comicbuchverkäufer wohnt - wie könnte es auch anders sein - bei Mama und hofft auf die Frau seiner Träume.

Doch das ist noch nicht alles: Richards Truppe "Die Breitschwerter" wird von der Gegentruppe unter der Leitung von Alan (Kevin Eldon, spielte schon in "Hyperdrive" einen ähnlichen Charakter) herausgefordert...

Die DVD hatte ich in einen 1-Euro-Shop gefunden. Der silbern schillernde Schuber fiel mir ins Auge und ich dachte mir für den Betrag kann ich nichts falsch machen. In der Tat spielt der Film mit allerlei Klischees. Allerdings sind die Charaktere so liebenswert ausgearbeitet, dass man gerne darüber hinweg sieht.

Insbesondere treffen einige Gags voll ins Schwarze. Wenn Julians Angebetete geil wird und dann was auf Klingonisch hören möchte und er daraufhin "Heute ist ein guter Tag zum Sterben" schmettert, ist das einfach zum Schießen. Hier kannten sich die Macher aus.

Im Übrigen ist der Film ein Novum. Die gesamte Herstellung bis zur Fertigstellung ist über eine Online-Community gelaufen.


Jurassic World (+ 3D-Blu-ray) (+ Blu-ray)
Jurassic World (+ 3D-Blu-ray) (+ Blu-ray)
DVD ~ Chris Pratt
Preis: EUR 28,99

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Der Mangel an Demut vor der Natur, der hier offen gezeigt wird... erschüttert mich!", 14. Juni 2015
Nach über 20 Jahren hat einer der reichsten Männer der Welt, Simon Masrani (Irrfan Khan) ganz im Stile von John Hammond einen riesigen Theme Park mit Dinosauriern im Süden der Insel Isla Nublar nahe Costa Rica eröffnet. Täglich strömen Tausende von Besuchern dorthin, um Dinosaurier weiden oder beim Fressen zuzusehen. Je spektakulärer desto besser. Kleine Minisaurier bekommen einen Sattel aufgeschlungen und wuseln im Streichelzoo zwischen kleineren Kindern herum.

Führender Wissenschaftler in dem Theme Park ist nach wie vor der gleiche Wissenschaftler, der bereits 22 Jahre zuvor die Dinosaurier für den Jurassic Park kreiert hat: Dr. Wu (B. D. Wong). Claire Dearing (Bryce Dallas Howard) ist Leiterin des Parks. Die attraktive Rothaarige geht in dem Job auf. Und obwohl es eine Art Familienwochenende sein sollte, bei dem sie ihre Neffen herumführen soll - was von der bevorstehenden Scheidung ihrer Eltern ablenkt - hat sie überhaupt keine Zeit für die Verwandten und überlässt sie ihrer Assistentin.

Owen Grady (Chris Pratt) hat hingegen ganz andere Probleme. Per allseits beliebten Klickertraining richtet er Raptoren ab. Die Velociraptoren sind nach wie vor wilde und gefährliche Tiere, allerdings gehorchen sie ihm wenn er keine falsche Bewegung macht und sie sich nicht im zufälligen Angriffsmodus befinden und haben ihn als Alphamännchen akzeptiert. Auf so eine lebende tödliche Waffe ist natürlich auch der leitende Mitarbeiter von InGen wieder mal ganz geil und möchte, dass diese Tiere für die Waffenentwicklung zur Verfügung stehen, was Grady nicht gutheißen kann. Doch das ist nicht alles.

Ein Theme Park ist nur so gut, wie seine Attraktionen. Die Menschen erwarten wie in jeder Filmreihe für den nächsten Film etwas größeres, cooleres. Und wer keinen solchen Saurier hat, der nicht schon bekannt und langweilig ist, der schafft sich eben einen neuen. Herausgekommen ist der intelligenteste Saurier, der überhaupt noch nie existiert hat. Die Mischung in dem Tier ist streng geheim, aber er ist gerissen und verschlagen: der Indominus Rex. Grady soll dessen Gehege testen, doch er ist alles andere als begeistert...

Mit kleineren Spoilern - sofern dies in diesem Film überhaupt möglich ist, da bekannt sein dürfte, was in Jurassic Park Filmen wie in jedem Tierhorrorfilm so passiert:
Die Betreffzeile, die ein Zitat aus dem ersten Kinofilm ist, drückt es eigentlich ganz gut aus, was ich beim Betrachten dieses Popcornkinos innerhalb der ersten halben Stunde gedacht habe. Die Tiere sind nicht mehr faszinierend weil es Dinosaurier sind, für die Parkbetreiber verkommen sie als reine Produkte ohne Leben. Da werden Minisaurier geritten, schreiende Kinder oder herumrödelnde Erwachsene fahren querbeet durch Herden und stören die Ruhe der Tiere anstatt sie lediglich zu beobachten, es wird gekreischt vor Begeisterung wenn ein Hai von einem Mosasaurier medienwirksam verschlungen wird und ein T-Rex eine Ziege verspachtelt.

Jurassic World hat Spielbergs absichtlichen Fehler ebenfalls nicht korrigiert. DIe "Velociraptoren", die hier gezeigt werden, sind keine. Ein Velociraptor war 2 Meter lang und 50 cm groß und ganz wahrscheinlich befiedert. Der Saurier geht einem Menschen damit nicht mal zur Hüfte. Die hier gezeigten Dinosaurier sind Deinonychus, die eine Länge von 3,4 Metern erreichen konnten. Ein Paläontologe hat während einer Führung erzählt, dass Spielberg den Namen Raptor einfach cool und martialisch klingender fand als Deinonychus und deshalb die Namensänderung vornahm.

Natürlich ist der Film keine Überraschung. Es kommt wie es kommen muss. Ein Vieh büchst aus, wütet im Park rum. Seine Verfolger sind wie das A-Team, keine Kugel trifft obwohl es sich angeblich um ehemalige Marines aus Afghanistan Einsätzen handelt. Die Menschen laufen vor Flucht durch die Gegend rum, InGen Verschwörung etc. Der Film ist nicht schlecht, gut gemachtes Popcorn-Kino. Allerdings wird gegen Ende mal wieder dick aufgetragen. Hier hätte es doch mal gut getan, die Gefahr vom Menschen kommend ausgehen zu lassen und das Vieh einfach mal selbst zu erledigen. Stattdessen treibt man den Teufel mit dem Belzebub aus um eine Metapher zu verwenden um es größer, cooler und actionreicher aussehen zu lassen und ganz schlimm: vermenschlicht die Dinos gegen Ende noch. Das Ende war mir zu peinlich, daher gibt es bei allen optischen Schauwerten statt fünf Sternen einen Stern Abzug.

Die Einstufung ab 12 Jahren halte ich in einigen Szenen für bedenklich, aber heutige 12jährige sind vielleicht abgestumpfter?

Die Tricktechnik war makellos, auch wenn man natürlich ab und an sah, dass die Tiere aus dem Rechner kamen. Wir haben den Film in 3D gesehen. Die Personen und Tiere waren plastisch, meiner Ansicht nach entschied man sich glücklicherweise aber nicht dazu die Tiere herausschauen zu lassen, sodass sie in den Zuschauerraum hineinlugten.
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Gloria Feinsprüher Design Handsprüher 0,8L, anthrazit
Gloria Feinsprüher Design Handsprüher 0,8L, anthrazit
Preis: EUR 6,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Edles Design, 13. Juni 2015
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Der Gloria Feinsprüher ist in fünf Farben erhältlich, von denen eine beim Bestellvorgang auszuwählen ist. Das Fassungsvermögen beträgt 0,8 Liter.

Bislang habe ich vom Feinsprüher nur die Vorteile gesehen. Ich achte jedoch natürlich auch auf Veränderungen im Produkt. Die Öffnung ist groß genug, um darin problemlos Wasser einzufüllen. Jedenfalls gab es feinen Sprühnebel für die Pflanzen (und bei großer Hitze auch mal für das Gesicht). Dabei kann man ihn in zweifacher Weise nutzen. Entweder als Feinsprüher oder für Blumentöpfe auch mal als Gießeinsatz.

Das Design ist sehr formschön. Damit ist er nicht nur praktisch, sondern der Sprüher wirkt auch als Eyecatcher.


BOSS Hugo Boss Herren Socken Marc RS Uni 10112197 01, Gr. 39/42, Schwarz (Black 1)
BOSS Hugo Boss Herren Socken Marc RS Uni 10112197 01, Gr. 39/42, Schwarz (Black 1)
Preis: EUR 9,50

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Teure aber qualitativ hochwertige Socken, 13. Juni 2015
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Sicherlich ist der Preis nicht ohne. Wer gibt schon gerne je nach Größe für ein Paar Socken zwischen 8,50 € und knapp 11,00 € aus - und dann auch nur für ein Paar! Das kann sich nicht jeder leisten und nicht regelmäßig. Die BOSS Socken sind nunmehr eines der wenigen hochwertigen Sockenpaare bei mir.

Da leiert nichts am Bund, die Farbe bleibt schön kräftig. Die Socken lassen sich angenehm tragen. Ich möchte sie nicht mehr missen.


Florena Reinigungstücher mit Wasserlilie & Provitamin B5, 1er Pack, (1 x 25 Stück)
Florena Reinigungstücher mit Wasserlilie & Provitamin B5, 1er Pack, (1 x 25 Stück)
Preis: EUR 2,29

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wohl nicht für jede(n) geeignet, 13. Juni 2015
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Normalerweise haben wir mit Nivea und Florena immer gute Erfahrungen gemacht. Dieses Mal leider nicht. Als sich ein Familienmitglied damit abschminkte fing das Gesicht an zu brennen. Nach einiger Zeit hat sie es dann doch lieber sein gelassen ohne die Tücher nutzen zu können.

Man müsste also testen, welcher Hauttyp man ist und es ggfs. darauf ankommen lassen, ob es brennt oder nicht. Ich habe die Tücher jetzt für die Hände genommen und es brennt nicht. Bei Menschen mit einer sensiblen Haut kann es dazu kommen, das es brennt. Dann sollte man die Tücher auch nicht mehr für das Gesicht nehmen. Da es auch noch andere Anwendungsmöglichkeiten gibt habe ich das Produkt nicht komplett abgewertet, sondern ihm eine mittelmäßige Bewertung zugestanden..


Höhenkoller
Höhenkoller
DVD ~ Madeline Kahn
Wird angeboten von Celynox
Preis: EUR 9,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Parodistische Verbeugung vor Hitchcock, 13. Juni 2015
Rezension bezieht sich auf: Höhenkoller (DVD)
Dr. Richard Thorndyke (Mel Brooks) übernimmt das Institut für die sehr sehr (unterstrichen) Nervösen nachdem sein Vorgänger durch einen Herzinfarkt dahingerafft wurde. Während alle Mitarbeiter begeistert sind, gibt es zwei dort, die das nicht so gerne sehen: Dr. Charles Montague (Harvey Korman) und Schwester Diesel (Cloris Leachman, spricht im Original der Simpsons übrigens nach wie vor Mrs. Glick).

Der renommierte Psychiater hat nur eine große Schwäche: Er leidet an Höhenangst. Montague und Diesel führen in dem Institut ein straffes Regiment. Da dort Anverwandte von gut Betuchten untergekommen sind, denken sie ja gar nicht daran, die Patienten zu heilen. Schließlich gibt es ja Kohle. Um ihn aus dem Weg zu räumen ermorden sie jemanden auf dem Seminar und lassen es so aussehen, als sei er der Täter...

Höhenkoller zieht gekonnt diverse Hitchcock-Klassiker - dem der Film auch gewidmet ist - durch den Kakaou. Dabei hat sich Brooks an Originalschauplätzen wie z. B. unter die Golden Gate Bridge begeben und schreckt auch nicht davor zurück von tödlichen Vögeln angegriffen zu werden. Es stellt sich heraus, dass Tauben weitaus grausamer sein können als Raben.

Innerhalb der Dusche eines Hotels rächt sich ein genervter Hotelbediensteter an Thorndyke und sticht mit einer Zeitung auf ihn ein usw.

Kameraeinstellungen wurden soweit wie möglich aus den Originalfilmen übernommen. Die Gags sitzen nicht immer treffsicher, besonders nicht, wenn sich der Komödiengeschmack nach fast 30 Jahren ändert. Dafür kann Höhenkoller mit einer Menge von Filmzitaten aus Vertigo - Aus derm Reich der Toten, Ich kämpfe um Dich, Psycho, Der unsichtbare Dritte, Die Vögel, Die 39 Stufen, Das Fenster zum Hof und Bei Anruf Mord aufweisen.

Das Bild der DVD ist nicht besonders gut. Insbesondere das Studiolabel zu Beginn ist schlechter als Betamaxqualität...


Vera Brühne [Director's Cut]
Vera Brühne [Director's Cut]
DVD ~ Corinna Harfouch
Preis: EUR 11,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ausgezeichneter Rekonstruktionsversuch mit grandiosen Darstellern, 13. Juni 2015
Rezension bezieht sich auf: Vera Brühne [Director's Cut] (DVD)
Der Gynäkologe Schwarz (Name des Opfers wurde in dem Film geändert) stellt im Sommer 1957 Frau Vera Brühne als Chauffeuse ein. Hierfür wird ihr ein gebrauchter VW Käfer zur Verfügung gestellt. Außerdem erhält sie monatlich 200,00 DM für ihre Fahrdienste. Sie soll ihn nämlich regelmäßig nach Spanien fahren und regelt dort seine Geschäfte. Er verspricht ihr dafür eine Finca an der Costa Brava. Allerdings ist Schwarz ein recht wankelmütiger Mensch und sehr aufbrausend.

Es stellt sich nach und nach heraus, dass Brühne den Arbeitgeber als ekelig empfindet und er sie als ihm gegenüber als frigide loswerden möchte. Jedenfalls will er auch die Finca loswerden, was ihr natürlich gegen den Strich geht.

Sowohl Arzt als auch Haushälterin werden Tage nach ihrem Tod in dessen Haus aufgefunden. Zunächst wird von Selbstmord ausgegangen. Eine Obduktion erfolgt nicht. Doch dann wird das Testament eröffnet...

Die Box enthält zwei DVDs.

Mit einigen Spoilern:
In dem Film werden mehrere Versionen des Tatherganges geschildert. Die Version der Tochter, die auf der zweiten DVD innerhalb des Gesprächs im Restaurants gezeigt wird, erscheint mir als die plausibelste, wenn man die Charaktere innerhalb des Films sieht.

Harfouch stellt Brühne als manipulative Frau dar, die nicht nur ein erdrückendes Motiv vorweisen kann, die Finca in Spanien, sondern sich auch in diversen Widersprüchen verstrickt. Sie lügt, dass sich die Balken biegen, beeinflusst Zeugen und Angestellte, sodass man den wirklichen Charakter nie kennenlernt - jedenfalls nicht innerhalb des Films. Insofern Frau Brühne tatsächlich zu Unrecht verurteilt worden war, liegt eine große Mitschuld in ihrem Verhalten, dass es überhaupt mit zur Verurteilung kam: Der Zug war voll, nachweislich war der Zug leer, man habe an einem Schalter gehalten, der zu dieser Zeit nicht mehr existierte, man soll eine Hamburger Nummer verschweigen, von der man auf einmal keine Kenntnis mehr hat. Kurzum: DIE FRAU REGT EINEN AUF! Sie als Opfer der Boulevardpresse hinzustellen ist natürlich tragisch, aber wenigstens innerhalb der Ermittlungen zum größten Teil auch auf ihren eigenen Mist gewachsen.

Im Gegensatz zu ihr bleiben die meisten Zeugen, die ihr zu Lasten gehen nämlich bei ihrer Aussage und schwanken nicht wie eine Wetterfahne.

Ihr mutmaßlich, aber verurteilter, angestifteter Haupttäter hingegen hat während der NS Zeit eine ganz besondere "Spezialität" gehabt, die auch an einem der Opfer durchgeführt worden ist. All dies und vieles mehr, ist zu viel Zufall, als dass man Vera Brühne als "unschuldig" bezeichnen kann und das hat nichts mit ihrem Lebensstil zu tun. Sie wird jedenfalls nach meiner Ansicht als absolut unsympathisch dargestellt. Johann Ferbach sei einerseits ein Prolet, dann wiederum ein guter Mensch. Er sei strunzdoof, dann hochintelligent. Er tue für sie angeblich alles, dann wiederum gar nichts. Die Frau war - jedenfalls lauft Film - wie ein Wendehals. Mutter und Tochter belasten sich gegenseitig usw. usf.

Die Tochter ist genauso bekloppt: Einerseits erzählt sie vier Stunden lang den Ermittlern, wie ihre Mutter und der Bekannte die Opfer ermordet haben, kurz darauf unterschreibt sie beim Rechtsanwalt, dass die beiden mit dem Mord nichts zu tun haben. Mit diesem irrsinnigen Verhalten haben weder Presse noch Justizbehörden noch die verklemmte Bevölkerung etwas zu tun. Mitleid kann ich jedenfalls mit so viel Blödsinn nicht haben. Hier zeigt sich wieder die Weisheit im alten Spruch "Wer einmal lügt..." Keine der Beteiligten macht auch nur ansatzweise den Versuch, sich ordnungsgemäß mit der Wahrheit zu verteidigen. Stattdessen gibt es medienwirksame Handküsse etc. Der einzige, der versucht, etwas zu ermitteln und Vernunft hineinzubringen und Frau Brühne ins Gewissen redet, die Wahrheit zu sagen, ist der Vorsitzende Richter. - Jedenfalls zu Beginn des Verfahrens. Wie gesagt jedenfalls immer nach Film. Er will sich auch die Befragung diverser Leute ersparen, daher fragt er einfach nach ob sie mit diversen Männern verkehrt um Geld anzunehmen, was vollkommen straflos ist und dem Richter anscheinend egal. Sie verneint das zwar ständig, aber es taucht immer jemand auf, der irgendwie nachweislich dann doch mit ihr zu tun hatte. Ohne zu arbeiten kommt man nicht an diesen Lebensstil.

Noch einmal: Es ist mir auch vollkommen egal, den verklemmten damals nicht, aber es zeigt auch mal wieder innerhalb der Verhandlung, dass sie ständig hin und her schwankt mit ihren Aussagen. Warum geht es nicht einmal gradlinig heraus? Insbesondere das Hin und Her mit dem Nerz, der nachweislich von ihr gestohlen worden ist... DAS geht mir bei ihr auf den Keks.

Faktum ist aber auch, dass jeder so lange in Deutschland als unschuldig gilt, bis die Schuld nachgewiesen ist und das hat weder Polizei, noch Staatsanwaltschaft noch Gericht in geeigneter Weise getan. Es wurden die obigen Indizien genommen und diese als Fakten dargestellt ohne weiter in diese Richtung zu ermitteln.

Schlimm ist auch die absolut schlampige Behandlung des Tatortes.

Verschwörungstheoretikern wird auch dadurch Nahrung gegeben, dass ein Autor anhand der Aktenlage ohne mit den Personen sprechen zu können, zu dem Schluss kam, dass Vera Brühne unschuldig war. Der Autor sei bedroht worden und sollte nach einem Gespräch mit Strauß die Biographie 15 Jahre lang unter Verschluss halten, dann würde Brühne begnadigt werden. Beide haben Wort gehalten. Der Autor habe noch bis vor wenigen Jahren Morddrohungen erhalten.

Obwohl das Mordopfer zwar Parteimitglied war, hat er während des Krieges diverse Opfer des NS-Regimes geschützt. Nach dem Krieg jedoch sind seine mutmaßlichen Waffengeschäfte und eine eventuelle Verbindung mit der Waffenmafia nicht im Prozess in Verbindung gebracht worden.

Ob man jemals in Erfahrung bringen wird, was TATSÄCHLICH passiert ist, ist fraglich. Die Verurteilung in der Form war jedenfalls ein Witz, weil keinerlei stichhaltige Beweise vorlagen. Es war ein Schauprozess. Die Boulevardpresse hat Öl ins Feuer gegossen. Die absolut verklemmte Gesellschaft kam mit einer attraktiven Lebefrau nicht klar, die jedenfalls nach einhelliger Meinung (und vermutlich war es auch so) eine sexuelle Affäre mit ihrem Arbeitgeber hatte (alles andere wäre lebensfremd).

Der Film lässt mithin offen und überlässt es dem Zuschauer, sich weiter zu informieren. Ein Endergebnis wird es jedoch nicht geben, was einigermaßen frustrierend ist.


Peanuts: Joe Cool
Peanuts: Joe Cool
von Vicki Scott
  Broschiert
Preis: EUR 10,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man freut sich über jeden Band aufs Neue, 13. Juni 2015
Rezension bezieht sich auf: Peanuts: Joe Cool (Broschiert)
Cross Cult ist es rechtzeitig gelungen, die Peanuts mit neuen Geschichten in Deutschland aufzulegen und so für den neuen Peanuts Trickfilm einzustimmen, der Ende des Jahres sicherlich DER Publikumsmagnet werden wird.

Mit Joe Cool werden im vierten Peanutsband Kurzgeschichten erzählt, die sowohl neu als auch vom Meister selbst sind. Spikes anstrengendes Leben in der Wüste, die Kriegsgefangenschaft des mutigen Piloten aus dem ersten Weltkrieg, Linus weggeworfene Schmusedecke und die ständigen Terror-Wegziehnummern von Möchtegernpsychiaterin Lucy... man bekommt eine Menge zu lachen. Charles M. Schulz kommt sogar selbst in einigen Kurzschnipsel-Interviews zu Wort. Charlie Brown verdingt sich bspw. als Friseur und macht sich bei den Mädchen zunächst beliebt - doch aller Ruhm ist spätestens dann vergänglich, wenn das Chaos für diejenige sichtbar wird...

Der Leser lernt spielerisch und nach und nach in jedem der Bände, wie die Charaktere aus Peanuts gezeichnet werden, was typischerweise immer mit den Charakteren in einer für sie typischen Situation erklärt wird. So zeichnet Pig Pen z. B. mit Straßenkreide und schmuddelt vor sich hin.

Gegen Ende des Bandes gibt es wieder eine Cover-Galerie sowie die ersten Auftritte der Figuren (in den USA auch als Cover-Variante) in Panels, bspw. von Woodstock. In diesem Band lässt sich Schulz auch über unseren kleinen gelben gefiederten Freund aus, der eine seltsame Art des Fliegens hat...

Joe Cool habe ich in diesem Band jetzt allerdings nicht gesehen. Auch ist Snoopy hier nicht so überrepräsentativ vertreten wie das Cover glauben lässt.


Kind 44 [Blu-ray]
Kind 44 [Blu-ray]
Preis: EUR 14,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Weiß nicht so recht, was er sein möchte..., 13. Juni 2015
Rezension bezieht sich auf: Kind 44 [Blu-ray] (Blu-ray)
In den frühen 30er Jahren des 20. Jahrhunderts, genauer gesagt 1932/1933, hat in der Ukraine eine Hungersnot ungeahnten Ausmaßes gewütet. Historiker sind bis heute noch darüber uneins, ob die Ursachen von Stalin absichtlich herbeigeführt wurden, um den Willen der Ukraine zu brechen oder ob es sich um eine Folge von Missernten handelte. Jedenfalls war das Ergebnis des sogenannten Hungerdomors katastrophal. Mehrere Millionen Menschen fielen ihm zum Opfer. Darüberhinaus gab es eine Menge von Waisen, die sich irgendwie durchzuschlagen versuchten.

Eines dieser Waisenkinder ist ein Junge, den man fortan Leo Demidow nennt. Mit seinem Ziehvater ist er über eine Dekade später bei der Schlacht um den Reichstag im Mai 1945 in Berlin dabei. Einige Jahre später bekleidet er (dargestellt von Tom Hardy) ein recht hohes Amt als Agent des Ministeriums für Staatssicherheit (MGB). Leo ist mit der hübschen Raisa Demidowa (Noomi Rapace) verheiratet, die er sehr liebt. Dem Zuschauer wird es schnell klar, dass die Liebe extrem einseitig ist. Will er Sex, lässt sie dies ohne jegliche Emotionen zu.

Eines Tages wird ein toter Junger in der Nähe der Bahngleise gefunden. Das Opfer ist entkleidet, hat diverse Schnittverletzungen. Organe wurden ihm entnommen. Als wenn das noch nicht alles wäre, stellt sich das Kind als der Spross eines Kollegen und engen Freundes dar. Der Fall wird schnell ad acta gelegt. Während die Eltern natürlich den Tod des Kindes betrauern und fest davon überzeugt sind, dass es sich um Mord handelt, warnt Generalmajor Kuzmin (Vincent Cassel) Leo davor, seinen Freund in die Schranken zu weisen und ihm einen gefälschten Autopsiebericht unterzujubeln. Denn es gibt keine Mörder im Paradies. Dumm ist nur, das in diesem Paradies die "Unfallrate" von Kindern ansteigt und jeder, wirklich jeder überwacht und verhaftet werden kann und dann verschwindet...

Der Film ist hochkarätig besetzt. Er basiert auf den im Jahre 2008 gleichnamigen Debütroman des englischen Schriftstellers Tom Rob Smith. Kind 44 ist der Auftakt einer Trilogie um Leo. Die Tathandlung selbst ist keine Fiktion. Sie ist lediglich in die stalinistische Zeit verlegt worden. Inspiriert wurde der Autor vom Serienmörder Andrei Tschikatilo, der binnen 12 Jahren mehr als 50 Menschen ermordete.

Während der Film atmosphärisch dicht und charakterlich gut erzählt ist, fehlt natürlich die Action. Das muss meines Erachtens auch nicht sein, er ist dennoch - oder besser - gerade deshalb interessant, weil er geradlinig eine Geschichte über die Charaktere erzählt und eher ein Psychothriller denn Actionfilm oder Krimi ist. Allerdings weiß der Film selbst nicht so recht, was er sein will. Der Aufhänger um den Mordfall tritt nämlich nach und nach immer mehr in den Hintergrund bis die Auflösung recht schnell passiert. Hingegen tritt das Leben in der stalinistischen Sowjetunion um Denunziationen, Überwachungsstaat und verbrecherischer Geheimdienste, wo man sich das Blaue in die Tasche lügt, dass es keine Verbrechen im Paradies gibt mehr in den Vordergrund.

Eben letzteres ist sehr gut dargestellt und man kann sich nur angewidert fragen, was diese Diktatur von der 1945 zerschmetterten Diktatur unterscheidet. Die Menschen leben in einer totalitären Diktatur in Angst und Schrecken vor Geheimdiensten, die allerlei Befugnisse haben. Meinungsfreiheit existiert nicht. Geradezu lächerlich wirkt die Aussage, dass es in einem Paradies wie diesem keine Morde gibt, sondern dass das eine kapitalistische Seuche sei, die auf einige Kranke übergegriffen haben könnte oder dass es sich um faschistische (ganz besonders beliebte Aussage) Subjekte handelt, die sich als Ex-Nazis rächen wollen. Statt Morde gibt es "Unfälle". Unfreiwillig fühlte ich mich an die Komödie Hot Fuzz erinnert, in der der Sergeant verzweifelt versucht beizubringen, dass die Mordrate seit Jahren extrem gesunken, dafür aber die "Unfall"serie extrem angestiegen sei.

Gefällt einem der Nachbar oder gar der eigene Partner nicht, wird der Partei mal so eben eine "Info" gesteckt und sei sie fingiert. Hinrichtungen sind als Exempelstatuierung an der Tagesordnung. Es gibt Millionen von Tote durch den erzwungenen Wechsel vom Agrarstaat zur Industrienation.

Es ist dennoch schwierig diesen Film einzuschätzen, da die besagte Mordserie nur als Aufhänger fungiert und immer mehr in der Nebensächlichkeit verschwindet. Jedoch finde ich es unverdient, dass er an den Kinokassen floppte. Darsteller Tom Hardy hatte seinen ersten internationalen Erfolg mit Star Trek X - Nemesis als Gegenspieler Shinzon. Noomi Rapace ist aus der Millenium-Reihe bekannt, witzigerweise spielte Joel Kinnaman, der hier den Gegenspieler Wassili spielt in der amerikanischen Variante von Millenium eine Rolle. Namhafte und ausgezeichnete Darsteller wie Vincent Cassel, Charles Dance, Gary Oldman sowie Fares Fares runden das Ensemble ab.


Leifheit 23030 Hacker Comfort und Clean
Leifheit 23030 Hacker Comfort und Clean
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Erfüllt seinen Zweck, 13. Juni 2015
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Leifheit produziert relativ preiswerte Artikel zum täglichen Hausgebrauch. Von der guten Qualität von diversen Produkten aus dem Hause konnte ich mich bereits überzeugen.

Der Hacker von Leifheit ist nicht überlebensnotwendig. Er stellt eigentlich einen Luxusartikel dar. Dies vor allem, weil man sich nicht vorstellen darf, dass er einem komplett die Arbeit abnimmt. Denn selbst mit diesem Hacker muss bspw. die Zwiebel noch vorbehandelt werden, indem man sie halbiert und/oer viertelt, je nach Größe.

Das Gerät lässt sich komplett auseinandernehmen und ist relativ gut zu reinigen. Spätestens nach der Reinigung jedoch kann man sich fragen, ob man mit dem ursprünglichen Schneiden ohne Hacker nicht schneller gewesen wäre, da man schließlich die Zwiebel vorher eh zuschneiden musste, dann auf dem Gerät herumdrücken und letztlich reinigen muss.

Allerdings lässt sich das Ergebnis sehen. Die Zwiebelstückchen sind wirklich gleichmäßig geschnitten. Dies bewirken die scharfen Edelstahlmesser.

Der Handknauf ist weich, sodass die Bewegung per Hand nicht schmerzt. Das Gerät würde ich nach den ersten paar Zerkleinerungen unter "kann man haben, muss man aber nicht haben" einstufen. Wer seine Zutaten gleichmäßig geschnitten haben möchte, wird jedenfalls nicht enttäuscht werden.


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