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Hemeraner "freitag1977"
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Der Palast der Borgia: Roman (insel taschenbuch)
Der Palast der Borgia: Roman (insel taschenbuch)
von Sarah Dunant
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend und schön geschrieben, 20. Oktober 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
1492: Rodrigo Borgia, Adliger spanischer Herkunft gewinnt in diesem Jahr die Papstwahl. - Nicht ganz legal... Er wird dem alten Europa bekannt als Papst Alexander VI. Dank ihrer Art haben die Borgias ebenso viele Feinde wie Unterstützer. Alexanders Aufgabe ist es, Pläne zu ranken um sicherzustellen, dass es seiner Familie an nichts mangelt. Er versucht Heiratspläne für seine Kinder zu schmieden um die Loyalität von Freunden und Feinden gleichermaßen zu sichern. Italien ist nämlich in Stadtstaaten unterteilt und Frankreich schielt dorthin. Aber auch in der eigenen Familie brodelt es. Juan und Cesare, Alexanders Söhne können sich nicht ab. Juans amouröse Eskapaden sind Roms Stadtgespräche...

Der Roman spinnt fiktiv das Leben der Borgias nach. Gewalt, Sex, Mord... die Borgias sind die Mafia des Mittelalters. Besonders gefallen hat mir die lebendige Beschreibung von Kunst und Architektur Roms.

Kommentarlos stellt Sarah Dunant die Handlungen der Borgias dar damit der Leser sich selbst ein Urteil darüber bilden kann. Selbstverständlich ist, dass die Autorin nicht in voller Gänze den Figuren das Leben einhauchen kann, dass die Familie gelebt hat. Dafür ist die ganze Geschichte zu komplex und zu verwoben. Dennoch gelingt es der Autorin einen spannenden Roman über eine Familie zu veröffentlichen, die wohl zu den bekanntesten in ganz Europa zählte.


Einhell GH-PC 1535 TC Benzin-Kettensäge, 1,5kW, 35cm Schwertlänge, inkl. Mischflasche, Feile, Schwertschutz, Zündkerzenschlüssel
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Wird angeboten von profibaumaschinen-remscheid
Preis: EUR 89,00

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Genügt MEINEN Ansprüchen voll und ganz, 17. Oktober 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Zunächst einmal bin ich nicht von Einhell gesponsort oder sonst was. Mir ist bewusst, dass zuvor alle Rezensenten durch die Bank die Kettensäge mit nur einem Stern bewertet haben. Wenn jeder angeblich weiß, dass Einhell so schlecht ist, frage ich mich, warum die Kettensäge dann überhaupt erst gekauft wurde anstatt das Geld in ein Markenprodukt" zu stecken. Abgesehen davon: wenn ich weiß, dass eine Markenkettensäge mehrere Hundert Euro kostet während das Zubehör so viel kostet, wie DIESE hier, dann weiß ich doch als Käufer was mich erwartet, oder???

Abgesehen davon, dass mich das Einhell-Gebashe nervt, bin ich mal ganz unbefangen an die Sache rangegangen. Der Aufbau geht für den Kettensägenungeübten nicht so einfach, aber er ist machbar. Schließlich sind ja nicht allzu viele Teile darin und der Laie möchte sich ja nicht hinterher selbst verstümmeln.

Die Anleitung ist verständlich geschrieben. Derer gibt es sogar zwei nebst Sicherheitshinweisheftchen. Die Kurzanleitung ist wohl eher was für den Profi, der nur noch mal das Infoblatt zur Sicherheit benötigt. Die normale Bedienungsanleitung ist da schon etwas dicker, aber auch in mehrere Sprachen abgefasst. Für die Kettensäge habe ich wie in der Anleitung beschrieben bleifreies Normalbenzin genutzt. Einhell ist durch die Bank auf Sicherheit bedacht. Es gibt mehrere Sicherheitsvorrichtungen an der Säge selbst. Und die Bedienungsanleitung weist mehrfach darauf hin, was man tunlichst beachten oder eben nicht tun soll.

Nochmal: Ich bin Laie. Ich werde den Teufel tun um einen Baum runterzuholen und mich dabei selbst oder Nachbarn - vor allem letztere bei einigen nur schon wegen der Versicherung - erschlagen. Das sollen Fachkräfte machen. Ich beabsichtige auch kein (unbeabsichtigtes hehe...) Kettensägenmassaker a la Ash und ich will auch keinen Wald wie bei Avatar niedermähen.

Ich benötige DANN UND WANN eine preiswerte Kettensäge für den Hausgebrauch wenn ich mal ein paar dickere Äste, denen mit einer Astschere nicht beizukommen ist oder eine Wurzel zersägen möchte. Vor zwei Jahren hat bei mir eine Fachfirma einen Baum gefällt. Natürlich haben die ihn während meiner Abwesenheit NICHT zerstückelt, sondern nur grob, und sind von dannen gefahren. DAFÜR benötige ich die Kettensäge. Und dann nehme ich die günstigste Variante. Wie viele STUNDEN seines Lebens benötigt man die denn?

Hierfür ist die Kettensäge von Einhell nicht nur ausreichend sondern mehr als ihren Preis wert. Die Verarbeitung scheint für mich dem Preissediment angemessen gut. Ferner gefällt mir bei Einhell die Uniformität der Geräte. Ich habe bereits einen Akkubohrer, der ebenfalls die gleiche Färbung hat. Dies nur mal am Rande erwähnt.

Wer in seinem Leben Bäume fällen möchte oder Zombies in die Jagdgründe schicken will, der nehme eine Kettensäge von Bosch und wie sie alle heißen. Bosch stellt wirklich ausgezeichnetes Elektrowerkzeug her.

Aber auch Einhell bzw. hier in Deutschland die ISC GmbH stellt gute Werkzeuge her. Aber eben zum kleinen Preis.

Dementsprechend sind die Geräte so hochwertig, wie sie für diesen Preis sein können, also für meine Zwecke ausgezeichnet. Das ist ja auch kein Kleckerladen, sondern ein weltweiter Konzern, der in über 30 Ländern Zweigstellen hat.

Die Bedienungsanleitung ist gut aufgebaut. Hieraus ergibt sich, wo und wie z. B. Zubehörteile nachzubestellen sind, was man bei welchen Fehler zu tun hat. Der Support ist aufgeführt. Man gibt sich kundenorientierter als bei so manchem anderen Giganten.

Sollte mir in der Folgezeit irgendwas negatives auffallen werde ich natürlich die Rezension ergänzen. Auch bei positiven Folgegebrauch werde ich die Rezension ergänzen. Die ersten Kleinmachaktionen hat die Kettensäge jedenfalls mit Bravour bestanden.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 21, 2014 9:15 AM MEST


RTS Damen Reithose Priamos mit 3/4 Besatz
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Preis: EUR 24,99

5.0 von 5 Sternen Schick und bequem, 17. Oktober 2014
Die Damen Reithose ist sehr gut verarbeitet. Meiner Freundin passt sie ausgezeichnet.

Sie ist vom hohen Tragekomfort begeistert. Sie empfindet die Hose als bequem und für das Herbst-Wetter passend, da sie etwas Wärme spendet.

Ferner gefällt uns der Schnitt und die Farbkombination. Wir haben es nicht bereut.


Braun HD 130 Haartrockner Satin Hair 1 Style und Go - Klappbar
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Wird angeboten von okluge
Preis: EUR 18,30

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klein und oho, 17. Oktober 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Der Braun HD 130 ist sehr klein und passt somit auch ins Handgepäck. Schließlich ist er auch zusammenklappbar. Damit ist er auch der perfekte Reisefön. Er arbeitet mit Mehrfachspannung von 110 - 120 V bzw. 220 - 240 V. Der Fön ist also fast auf der ganzen Welt zu nutzen.

Ich habe mir mal die Mühe gemacht, die Ausnahmen mit anderen Netzspannung für interessierte Reisende herauszusuchen. Ob der Fön dort funktioniert, weiß ich nicht, aber die folgenden Länder haben eine andere Netzspannung als auf der Verpackung angegeben. Bitte machen Sie sich darüber hinaus mit den diversen Adaptern vertraut. Der Fön kann also überall genutzt werden mit Ausnahme (?) von Aruba, einen Teil Brasiliens, einen Teil Ecuadors, Regionen von Indonesien, Japan (100 V!), in Teilen Libanons und Libyens, in Teilen Madagaskars und Marokkos, Mexico und in Teilen Monacos, teilweise den niederländischen Antillen, Okinawa, teilweise Saudi-Arabiens, Suriname und in Teilen Vietnams.

Er verfügt über eine Styling-Düse und ein Infrarot Heizsystem zwecks schnellerer Trocknung. Mit 1200 Watt zählt er zwar nicht zu den leistungsstärksten Fönen, doch werden die Haare auch hier schnell trocken.


Neunzehn Minuten: Roman
Neunzehn Minuten: Roman
von Jodi Picoult
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,99

5.0 von 5 Sternen "Wenn ihr uns stecht, bluten wir nicht?..., 16. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Neunzehn Minuten: Roman (Taschenbuch)
"...Wenn ihr uns kitzelt, lachen wir nicht? Wenn ihr uns vergiftet, sterben wir nicht?

Und wenn ihr uns beleidigt, sollen wir uns nicht rächen?"

Der Kaufmann von Venedig - The Merchant of Venice 3. Akt, 1. Szene

Alex ist Richterin und alleinerziehende Mutter einer Teenager Tochter. Als sie mal wieder eines Morgens keine Zeit für ihre Tochter hat und zum Gericht fährt, fährt ihre Tochter Josie mit ihrem Freund Matt wie an jedem stinknormalen anderen Tag zur Schule. In 19 Minuten lassen sich wie an jedem anderen stinknormalen Tag auch stinknormale Dinge tun.

Doch ist kein stinknormaler anderer Tag.

In 19 Minuten lässt sich auch ein blutiges Massaker entfesseln… Peter, einer von Josies Mitschülern läuft Amok und erschießt in der Schule diverse Schüler und einen Lehrer. Insgesamt tötet er 10 Menschen und verletzt 19 teilweise schwer. Die Polizei kann ihn ohne Widerstand festnehmen. Schon bald kommen Fragen auf, die nach einer solchen Tragödie ständig gestellt werden: Warum? Doch die Antwort liegt meistens tiefer und manchmal ist sie recht unbequem, denn hin und wieder züchtet man sich seine eigenen Probleme heran…

Ständig hört man nach solchen Vorfällen die gleichen stumpfen Sätze: „Er war ein ruhiger Junge. /Er war schon immer seltsam./Er lebte immer zurückgezogen./Es sind die verdammten Computerspiele.“ Das ist alles Mist um es ganz deutlich zu sagen. Das ist populistischer Unsinn und es ist blinder Aktionismus Computerspiele zu sperren und Filme – selbst ab 18 Jahren für über Volljährige (!) zu zensieren. Tausende von Jugendlichen sehen Tag für Tag fern, spielen Tag für Tag verbotene Spiele, denn nichts ist interessanter als etwas verbotenes zu tun ohne marodierend durch Schulen etc. zu ziehen.

Bei Amokläufen gibt es mindestens zwei Konstellationen. Es sind Menschen, die sich mit irgendeiner wahnwitzigen Idee profilieren wollen. Und bei der anderen Konstellation sind es die Ruhigen, die Stillen. Bei denen ja jeder schon wusste, dass sie irgendwie seltsam waren. Bei dieser Konstellation werde ich immer hellhörig. Denn es fragt sich niemand: Was ist da genau abgelaufen. Man sieht in erster Linie auf die Opfer und wie schrecklich das Ganze ist. Man hört selten, weshalb der Täter so gehandelt hat. Wer jetzt bereits kopfschüttelnd und angewidert ist und sich fragt, wie kann man nur so denken… und da haben wir sie schon: Den Sündenbockgedanken, die Vorverurteilung, wie sie im Buch erfolgt. Wir haben die Eltern, die nur sehen, dass ihr liebes Kind tot ist. Doch… war es ein liebes Kind? Für die Eltern natürlich, selbst Hitlers Eltern liebten ihren Spross um es mal beim Namen zu nennen, dass nicht immer alles so ist, wie es scheint oder wie man es gerne hätte! Aber ist dieses Kind den Eltern nicht fremd geworden? Wissen sie nicht, wen sie da großgezogen haben und was „ihr Liebling“ da so in der Schule treibt? Und da gehe ich gerne in medias res über.

(Cyber-)Mobbing ist keine Erfindung der letzten fünf bis zehn Jahre. Es gibt Mobbing bereits lange, lange vor dem denglischen Wort. Es gibt diverse Blickrichtungen: Die der Eltern der Täter, also diejenigen die aktiv Schüler durch Worte und Taten tage-, wochen-, monate- ja JAHRElang quälen, die sich entweder nicht dafür interessieren, was ihr Kind so macht oder die Augen davor verschließen, was für einen Satansbraten oder Mitläufer sie da so großgezogen haben. Und dann gibt es die Eltern der Opfer, also des Gemobbten, die sich entweder wundern warum ihr Spross auf einmal so anders wird oder die sich nicht zu helfen wissen, weil niemand hilft. Was, wenn man so ein Elternteil ist? Weil Schule und Eltern unfähig sind gegen die Täter vorzugehen und das Gesetz dort auch nicht weiterweiß, wo Kinder unter 14 Jahren betroffen sind. Dann gibt es die Kinder selbst, um die es ja geht. Es gibt die Täter, die mobben, weil sie sich profilieren wollen oder Mitläufer sind um ja nicht selbst gemobbt zu werden, da es noch nicht in den Köpfen vorherrscht, dass sich Zusammenrotten gegen einen Idioten immer auszahlt und die Opfer, die sich unterbuttern lassen und nicht wissen sollen, wie sie damit umgehen können, wie Peter halt in diesem Roman. Ja, man bekommt ihn bereits so weit, dass er nicht einmal mehr weiß, welche Sexualität er überhaupt hat. Sogar sein Bruder bezeichnet ihn als „Schwuli“. Eines Tages nach Minuten, Stunden, Tagen, Wochen, Monaten und JAHREN der Demütigung, eines Tages nach einer gewaltigen Demütigung über die die ganze Schule über den Jungen lacht, ist dieser arme Junge gestorben und das Maß ist endgültig voll… etwas Neues ist erwacht und dieses Neue lässt sich nicht unterbuttern sondern teilt die ganzen Schläge, die er Tag für Tag bekommen hat, die ganze Trauer, die ganze Wut, die sich aufgestaut hat, in einen gewaltigen Massenvernichtungsschlag aus.

Ab hier werden einige Spoiler erfolgen, aber ich werde nicht das Ende verraten sondern nur einige Beispiele aufführen.
Peter ist ein absolut glaubwürdiger Charakter. Seinen ersten Schultag fiebert er entgegen und freut sich richtig darauf. Er kann nicht verstehen, warum ein paar Minuten nach Antritt der Fahrt irgendwelche geistig minder bemittelten Schüler seine Lunchbox wegwerfen und das nicht nur einmal. Ich kann jetzt schon die Kritiken hören: Es sind nur Kinder. Das sind die Opfer auch. Und ihnen hilft niemand. Während die Täter groß werden und erwachsen und entweder irgendwann mal eine Einsicht haben oder eben jene nicht haben und merken, dass sie mit der Art, die sie haben weiterkommen werden auch die Opfer größer. Es sind genau eben jene Charaktere, die so klischeereich wirken, aber es sind auch eben jene Charaktere, die in der Realität als Opfer viktimisiert werden. Man braucht nur etwas anders zu sein: ruhig, dick, intelligent, Brille, Zahnspange. Irgendein Affe, der beliebt ist sucht sich diese Person raus. Andere laufen mit wie Josie in dem Roman und sind damit nicht besser als die Täter. „Schön“ beschrieben ist, dass ausgerechnet, obwohl diese Schreckenstat gerade vorbei ist, diese stumpfsinnigen Idioten überhaupt nichts lernen. In einer kleinen Szene knallt Drew, der Freund Matts wieder Spuckekugeln auf eine dickliche Schülerin und erzeugt damit den nächsten Fall für ein Trauma. Was für eine Welt…

Der Brüller ist Matt. Ein Schönling, der coolste von der Schule und Josie hat das Privileg mit ihm zusammen zu sein. Er liebt sie zwar, lässt sie aber auch deutlich spüren, wer die Hosen anhat. Da darf es dann auch schon mal die gelegentliche Körperverletzung sein und sexuelle Handlung, die sie gerade nicht will. Einer etwaigen Schwangerschaft sieht er gelassen gegenüber. Josies Ängste schwurbelt er runter und kümmert sich darum nicht viel. Er droht ihr gar, sie töten zu können und tut ihr weh. Er gibt den Anstoß, die letzte Handlung mit seinen Kameraden zusammen und hat Peter die gleiche Gewalt angetan über die Jahre, die jetzt verschwiegen wird. Die von den Eltern nicht gesehen wird. Es ist der liebe Junge, der erschossen wurde. Hat er Peter nicht auch getötet? Über Jahre hinweg? Er ist der einzige, der zwei Kugeln abbekommen hat. Weshalb verrate ich hier nicht, aber die angebliche Vermutung stellte sich dann doch als Finte und als echte Überraschung heraus.

Charakterlich ist Matt ein Obera…loch. Nachdem ich den Roman gelesen hatte, hatte ich mit dem Charakter überhaupt kein Mitleid. Für mich war er Täter, nicht Opfer. Matt hatte so gar keinen sympathischen Zug an sich. Josie im Übrigen auch nicht. Wenn man sich die Rückblenden durchliest wie blendend sich die beiden, Peter und Josie verstanden haben, wie fürsorglich beide füreinander da waren, da hat man bereits den Eindruck, dass da beide den Partner fürs Leben gefunden hätten. Doch Peter hat ein Manko: Er ist zu nett, er ist zu weich und er ist das ewige Opfer und unbeliebt. Ganz anders als Matt, der das gelebte Musterklischeebild eines jungen Mannes ist, dessen Freundin trotzdem an ihn klebt, egal wie er sie behandelt.

Drew und wie sie alle hießen sind ebenfalls nicht sympathische Charaktere. Alle lebten in ihrer Puppenscheinwelt, lebten ihre Rituale. Aber wahre Freundschaft war das nicht. Wenn man gerade nicht ebenfalls auf der Abschussliste des jeweilig anderen stehen wollte, musste man dazu gehören.

Peters Charakter wandelt sich als einziger in dem Roman. Er ist einer der wenigen Charaktere, der von Anfang an sympathisch dargestellt wird. Mit zunehmender Quälerei wandelt sich sein Charakter jedoch immer mehr. Er wird zurückhaltender, gebückter, will verschwinden. Wird zynisch, selbstzerstörerisch und schließlich ein Killer, dem alles egal ist und vor dem man gewaltig Angst haben muss. Oder?

Rechtfertigt das alles die Taten Peters? Lynchjustiz ist verboten. Aber wie sieht es aus, wenn sich niemand um die Opfer von Mobbing kümmert? Reicht es, nichts zu tun? Sollte man nicht sensibilisieren, auch man selbst könnte das Opfer sein? Was den Tätern wohl ziemlich latte sein dürfte.

Es gibt jene, die so handeln wie Peter. Es staut sich auf und auf und auf bis das Ventil einmal sich gewaltig entlädt. Und dann richtet es sich gegen Wehrlose und/oder nur gegen die Täter, die gequält haben oder eben jene Mitläufer. Und das Gejammer ist dann groß. Wie konnte es dazu kommen? Dieses Schwein. Jedes Elternteil kann dies nachvollziehen. Das eigene Kind – erschossen. Ein unglaublich grausamer Gedanke. Das ist die eine Seite.

Dann gibt es da noch die andere Seite. Das soeben erschossene Kind/der soeben erschossene Jugendliche hat wie gesagt tage-/wochen-/monate- und jahrelang mit seinen Kameraden den jetzigen Täter gequält mit Worten und Taten. Der Täter wird schlechter in der Schule, schweigt, er verliert Freunde oder hat gar keine mehr. Er verkümmert innerlich. Er weiß keinen anderen Ausweg. Die Eltern sind verzweifelt, dringen überhaupt nicht mehr zu ihm durch. Teilweise wünschen sie sich gar, sie wären nicht seine Eltern. Die Eltern der Opfer viktimisieren hingegen die Eltern des Täters. Die überhaupt keinen Plan hatten oder sich nicht zu helfen wussten. Ein Kreislauf.

Irgendwann ist das Maß voll. Eine Quälerei ist dann Quälerei genug. Entweder setzt der Gepeinigte seinem eigenen Leben ein Ende ohne dass was passiert und dann heißt es nur, der war ja eh physisch labil – wäre wohl jeder, der von Anfang an bereits in Kindertagen in der Prägephase zum Erwachsenenalter hin gequält wird und alle nur draufhauen – und da ist es dann nicht verwunderlich. Oder er greift zur Knarre, knallt alle wahllos ab, weil ihm ja niemand geholfen hat oder nur diejenigen, die ihm Leid zugefügt haben, sozusagen als extreme Lynchjustiz. Oder wie der Täter behauptet: Es musste aufhören. Eine Notwehr? Ein Notwehrexzess vielleicht? Ist der Vergleich zu vergewaltigten Frauen heranzuziehen? Zu sexuellen Missbrauchsopfern? Die Behandlung sei ähnlich, das Posttrauma fast das gleiche. Der Roman wirft eine Reihe interessanter Fragen auf.

Nun gibt es auch eine Dunkelziffer von Mobbingopfern, die nicht marodierend durch Schulen gezogen sind. Wie die Gerichtsverhandlung zeigt, hatte man viele Opfer, aber Peter war das Lieblingsopfer. Was ist mit den anderen Opfern? Man hat ja immer angeblich Möglichkeiten - was allerdings die meisten sagen, die mit Mobbing noch nie so viel am Hut hatten. Doch auch diese Opfer werden auch mal älter – wenn sie sich nicht gerade aufgrund von Depressionen umgebracht haben. Sie tragen eine jahrelang vernarbte Seele mit sich rum. Derek ist so ein Opfer. Peters einziger richtiger Freund. Er ist nicht mordend durch die Schule gezogen. Aber ein Satz, der die Anklage ganz schön durcheinander brachte, weil es genau der Satz war, auf den ich gewartet hatte, weil er zeigt, wie sehr ein Mensch unter tagtäglichen Quälereien zerbrechen kann, kam von Derek, der äußerst denkwürdig war. Auf die Frage, dass er ja schließlich nicht durch die Schule gezogen sei und geschossen habe, nicht Menschen ermordet habe, verneint er dies. „Aber manchmal wünschte ich, ich hätte es getan!“ Dieser Satz des unschuldigen jungen Dereks zeigt ganz offen, was für Konsequenzen eine solche Quälerei hinterlässt. Es handelt sich um die mildeste Form des geringsten Widerstandes. Die Mobber leben ihr cooles Leben genauso weiter und matern fröhlich dahin und begreifen das auch nicht. Es war ja nur Spaß. Haha. Der Gemobbte hingegen ist innerlich tot.

Er hat einen gewaltigen Minderwertigkeitskomplex, die Opfer können keine vernünftigen Beziehungen führen, haben körperliche und seelische Schäden davongetragen und gehen jedem Streit aus dem Weg, halten sich klein und sind von nichts überzeugt. Anfangs geht Gewalt und Aggression gegen leblose Dinge oder auch gegen die Helfer oder Familienmitglieder. Da sie bereits von Kindesbeinen an nicht richtig sozialisiert sind, haben sie es später auch bei der Berufswahl schwieriger, werden bei Vorstellungsgesprächen übersehen und bekommen zumeist auch nur miese Jobs. Dank ihrer mittelmäßigen Zeugnisse, die daher rühren, dass sie sich nie gemeldet haben aufgrund ständiger Angst aufzufallen haben sie dort auch nicht allzu viel Schnitte unbedingt den Traumjob zu bekommen. Sie fragen im Unterricht nicht nach und schieben sich einfach durch. Machen für andere die Hausaufgaben, dafür sind sie gut. Sie sind depressiv während die Täter recht erfolgreich ihre Bahnen ziehen und keinen Deut mehr an Gedanken daran verschwenden, was sie damals demjenigen angetan haben.

Jeder Mensch geht anders mit Schmerz um. Einige benutzen das Ventil und machen tabula rasa. Andere wiederum machen gar nichts und fressen ihr Leid in sich hinein, was selbstzerstörerisch ist. Sie bleiben bis zu ihrem Lebensende gebrandmarkt und können ein normales Leben nur anversuchen. Die Narben bleiben. Als Elternteil eines solchen Kindes stellen Sie sich die gleichen Fragen wie Lacy: „Was habe ich falsch gemacht?“ „Habe ich etwas übersehen?“ Darauf gibt es keine einfachen Antworten.
Ganz drastisch muss ich sagen, dass ich grundsätzlich Taten wie diese hinterfrage und ganz genau wissen möchte, wie es dazu gekommen ist. Als ehemaliges Mobbingopfer hätte und würde eine mir bekannte Person eine solche Tat nie durchgeführt haben. Er wäre wie Derek allerdings auch aus verständlichen Gründen nicht traurig gewesen, wenn seine schulzeitlangen Peiniger und nur jene und nicht die unschuldigen Opfer, die ihn Tag für Tag malträtiert haben, das Licht ausgeknipst bekommen hätten und ich sage das jetzt knallhart: es wäre ihm vollkommen egal, er würde keine Träne vergießen…

Die Antwort: „Es sind doch nur Kinder, die nicht wissen was sie tun!“ oder ab und an der abtuende Satz „Ja, Kinder können grausam sein!“ Ist zu leicht und für die Täter zu entschuldigend. Das sind die Opfer auch. Oder besser gesagt: Das WAREN die Opfer auch. Denn die Kindheit ist vorbei bevor sie überhaupt erst anfangen konnte. Sie kommt nie mehr zurück…

Der Roman ist so ziemlich einer der ergreifendsten Bände, die ich je gelesen habe. Das Tempo was er anfangs vorgegeben hat wird durch die Rückblenden zu einem großen Ganzen Bild, kann aber gegen Ende nicht mehr ganz gehalten werden. Trotzdem volle fünf Sterne, volle Leseempfehlung, sollte an Schulen Pflichtlektüre sein!


Braun HD 350 Haartrockner Satin Hair 3 Style und Go - Klappbar
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Wird angeboten von AVIDES
Preis: EUR 25,89

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Reisefön schlechthin, 15. Oktober 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Der Braun HD 350 ist relativ klein und passt somit auch ins Handgepäck. Schließlich ist er auch zusammenklappbar. Damit ist er auch der perfekte Reisefön. Er arbeitet mit Mehrfachspannung von 110 - 120 V bzw. 220 - 240 V. Der Fön ist also fast auf der ganzen Welt zu nutzen.

Ich habe mir mal die Mühe gemacht, die Ausnahmen mit anderen Netzspannung für interessierte Reisende herauszusuchen. Ob der Fön dort funktioniert, weiß ich nicht, aber die folgenden Länder haben eine andere Netzspannung als auf der Verpackung angegeben. Bitte machen Sie sich darüber hinaus mit den diversen Adaptern vertraut. Der Fön kann also überall genutzt werden mit Ausnahme (?) von Aruba, einen Teil Brasiliens, einen Teil Ecuadors, Regionen von Indonesien, Japan (100 V!), in Teilen Libanons und Libyens, in Teilen Madagaskars und Marokkos, Mexico und in Teilen Monacos, teilweise den niederländischen Antillen, Okinawa, teilweise Saudi-Arabiens, Suriname und in Teilen Vietnams.

Er verfügt über eine Styling-Düse und ein Infrarot Heizsystem zwecks schnellerer Trocknung. Bei 1600 Watt werden die Haare allerdings auch recht fix trocken. Sahnehäubchen für das Gerät wäre jetzt noch ein Täschchen gewesen, dass aber nicht im Lieferumfang enthalten ist.


Rollei Anti Fog Pad-Set
Rollei Anti Fog Pad-Set
Preis: EUR 16,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erfüllt seinen Zweck, 15. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Rollei Anti Fog Pad-Set (Ausrüstung)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Wenn es draußen kälter wird oder in feuchten Umgebungen schützen Antibeschlagstücher wie der Name bereits sagt vor einem Beschlagen der Kameralinse oder der Gehäuseinnenseite.

Anti Fog Pads bestehen aus natürlichen Pflanzenfasern und schützen zuverlässig vor Feuchtigkeit. Da sie aus Pflanzenfasern bestehen sind sie absolut ungiftig und umweltfreundlich.

Die Anwendung erklärt sich von selbst. Die Anti Fog Pads können rückstandslos aus dem Gehäuse entfernt werden. Verunreinigungen entstehen dabei nicht.

Nach Bestellung erhält man ein 24teiliges Set Antibeschlagstücher. Die Qualität der Tücher ist sehr gut, sie fusseln wirklich nicht.


Remington S6505 Haarglätter Pro Sleek und Curl
Remington S6505 Haarglätter Pro Sleek und Curl
Preis: EUR 49,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Edler Haarglätter, 15. Oktober 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Mit dem Remington Pro-Sleek & Curl hat das Unternehmen einen exzellenten Haarglätter entwickelt. Es fängt bereits mit der Verpackung an. Dort bekommt man per QR-Code die Möglichkeit, sich über sein Handy/Smartphone Stylinganleitungen anzusehen.

Gegenüber bisherigen Standard Remington Glättern hat man die Oberfläche der Keramik-Ultra-Turmalinbeschichtung um 75 % glatter gemacht. Als Neuerung bietet er eine besondere Form an. Man kann mit dem Glätter nicht nur stylen, er selbst ist stylisch. Dank seines abgerundeten und breiteren Designs kann der Remington S6505 Haarglätter dichte Locken, Wellen und gerade Looks zaubern.

Meine Freundin ist von der schnellen Aufwärmphase begeistert. Diese benötigt für 150°C nur 15 Sekunden. Der Glätter kann von 150ºC - 230ºC eingestellt werden. Das relativ große digitale Display ist gut lesbar.

Auch auf Sicherheit ist man bei der Konzipierung des Haarglätters bedacht gewesen. Nach 60 Minuten schaltet er sich automatisch ab. Dazu verfügt er über eine Tastensperre sowie eine Transportverriegelung. Zusätzlich wird eine praktische - und hitzebeständige (!) Aufbewahrungstasche geliefert. Bislang gefällt meiner Freundin dieser Haarglätter am besten. Die Aufmachung ist edel und die Verarbeitung hochwertig.


Nuby All Natural Lanolin Brustwarzensalbe (1 x 30 ml)
Nuby All Natural Lanolin Brustwarzensalbe (1 x 30 ml)
Preis: EUR 6,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geruch ist Geschmackssache, 15. Oktober 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Das Produkt wurde von einer stillenden Mutter getestet. Sie empfand den Geruch nicht als unangenehm, allerdings variiert das von Person zu Person. Sie liebt ohnehin Vanille. Die Salbe lindert Reizungen und lässt sie schneller abheilen. Sie ist sehr fettig und macht die Haut geschmeidiger. Die Brustwarzensalbe kann auch an anderen empfindlichen und gereizten Stellen aufgetragen werden.


Cast Away - Verschollen (2 DVDs) [Special Edition]
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Preis: EUR 11,89

5.0 von 5 Sternen Tragische Robinsonade, 15. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Chuck Noland (Tom Hanks) ist leitender FedEx Angestellter und ständig unter Strom. Es gibt nicht einen Moment ohne seinen Piepser. Heute ist er in seiner Heimatstadt Memphis, Tennessee, morgen bereits in Moskau. Als er in der Vorweihnachtszeit von Moskau nach Memphis zu seiner Freundin Kelly fliegt wird er mal wieder angepiepst. Er soll einen weiteren Flug übernehmen, der sein Weihnachtsfest mit ihr verderben wird, allerdings würde er – versprochen – vor Jahreswende wieder da sein. Für seinen Job schiebt er einen eigentlich schon längst fälligen Zahnarzttermin auf. Chucks Maschine gerät aber über dem Südpazifik in einen schweren Sturm. Sie stürzt ab und wie durch ein Wunder überlebt er die Notwasserung als einziger. Vollkommen erschöpft findet er sich auf einer einsamen Insel wieder. Da das Flugzeug einen Umweg gemacht hat um dem Sturm eigentlich zu entgehen, ist die Absturzstelle derart weit vom Schuss, dass es eigentlich unmöglich ist, ihn dort zu finden. Ihm bleibt dort auch nicht viel Nahrung. Es gibt einige Kokosnüsse, die er mit einiger Not aufbekommt. Mit der Zeit lernt er, Fisch zu jagen und findet Unterschlupf in einer Höhle. Materialien aus angespülten FedEx-Paketen helfen ihm beim Überleben. Seinen einzigen Freund findet der vereinsamte Chuck in einem Volleyball, den er bald auf den Namen „Wilson“ tauft und sich mit ihm unterhält. Als Monate und Jahre vergehen hat Chuck bereits die Hoffnung auf Rettung aufgegeben. Er setzt alles auf eine Karte um der verdammten Insel zu entfliehen…

Die moderne Robinsonade von Robert Zemeckis ist ein tief ergreifendes Drama um einen 08/15 Menschen, der sich von heute auf morgen von seinem stressigen Stadtmenschleben auf einmal plötzlich auf einer Insel wiederfindet, auf der absolut nichts ist. Die einfachsten, alltäglichsten Dinge, die man als normaler Mensch achtlos benutzt, wie Toilette, Feuer, Wasser, Nahrung bleiben ihm dort versagt und er muss durch Trial und Error lernen, wie er das ein oder andere doch hinbekommt.

Um nicht den Wahn zu verfallen und weil jeder Mensch soziale Kontakte benötigt, hält ihn nicht nur das Bildnis seiner geliebten Freundin am Leben sondern auch die „Beziehung“ zu seinem einzigen „Freund“.

Der Film ist fast eine Ein-Mann-Show und wird nie langweilig. Er zeigt auf tragische Weise, was es für Zivilisationsmenschen bedeutet, sich plötzlich in der Wildnis wiederzufinden und wie es für seine Liebsten ist, wenn man für tot gehalten wird. Tom Hanks wird hier einiges abverlangt. Es ist in meinen Augen eine seiner besten, wenn nicht die beste Rolle.


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