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Rezensionen verfasst von
P-Man "acousticshock.de" (Rodgau)
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   

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Harakiri
Harakiri
Preis: EUR 5,55

27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alles, außer gewöhnlich, 10. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Harakiri (Audio CD)
Die Besonderheit einer bleibenden Rockband ist eng mit der markanten Stimme des charismatischen Frontmannes verknüpft. Es gibt viele Sänger, die wie Chad Kroeger, Brad Arnold oder Pierre Bouvier klingen. Doch wer klingt schon wie Freddie Mercury, Axl Rose oder - Serj Tankian. Als Kopf der Alternative Metal Formation "System Of A Down" gelingt ihm das Kunststück einem scheinbar überspielten Genre neue Impulse zu geben. Der Begriff "Experimental" erhält völlig neue Dimensionen und schreibt mit Alben wie dem alles überstrahlenden "Toxicity" (2001) oder der Doppelveröffentlichung "Mezmerize/Hypnotize" (2005) Musikgeschichte. Dem Doppelschlag folgt jedoch die Trennung auf Zeit. Serj Tankian setzt mit der Veröffentlichung seines Solodebüts "Elect the dead" das erste Ausrufezeichen. Inhaltlich politisch und sozialkritisch motiviert, spürt man dennoch die Nähe zu seinem einstigen Bandprojekt. "Scars On Broadway" die musikalische Antwort der Ex-Kollegen Daron Malakian und John Dolmayan. Der künstlerische Ursprung auch hier nicht zu leugnen, wenn auch in Sachen Erfolg etwas hinter dem Debüt des einstigen Wegbegleiters. Die Veröffentlichungen von "Elect The Dead Symphony" und "Imperfect Harmonies" (2010) belegen zudem seine Vielseitigkeit, die er nicht nur als Sänger, sondern auch als Poet, Songwriter, Aktivist und Komponist auslebt. Als Amerikaner mit libanesischen Wurzeln der Verschmelzung von Kulturen, Ideen und Idealen offen, findet dieses breite Verständnis den Weg in seine Musik.

Und während viele immer noch auf ein neues "System Of A Down" Album hoffen, veröffentlicht Tankian sein drittes Soloalbum. "Harakiri" - so der durch die japanische Samuraikultur geprägte Titel. Dabei bewegt er sich fern von künstlerischem Seppuku, sondern findet die nahezu perfekte Balance zwischen Melodie und Härte. Energie und Bedachtsamkeit. Eine Platte, die sich stilistisch häufig an den Graden und Motiven von "System Of A Down" bedient, jedoch noch intensiver, teilweise poetisch/philosophisch, mit gesellschafts-/sozialkritischen Themen auseinandersetzt. Vom Kapitalismus bis zur Umweltverwüstung stellt er fragwürdige Motive der Menschheit an den Pranger. Parallel zu "Harikiri" bringt er die Schreibarbeiten zu einem Jazz, einem elektronischen und einem rein klassischen Album zu Ende. Ein mögliches Indiz dafür, daß er sich in hier besprochenem Fall fast gänzlich auf die gewohnte Mischung aus Art/Progressive Rock und Metal beschränkt hat. Die Single "Figure it out" könnte in Sachen Stil, Tempo und Wahnsinn durchaus aus alten Bandtagen stammen. Ebenso die gesangsharmonisch vorgetragene Nummer "Occupied Tears". Das orientalisch-asiatisch untermalte "Ching Chime" belegt auf ein Neues die "gesunde Portion Vokalwahnsinn", die nicht zuletzt den Unterschied zu einfacher strukturierten Sängern macht. Und spätestens beim gleichnamigen Titeltrack muß man die Platte einfach lieben. Ohrwurm? Gänsehaut? Sucht es euch aus. "Deafening Silence" rollt seine Stimmung auf einem Teppich aus akustischen und elektronischen Elementen aus. Zauberhaft am Mikrophon von Ange begleitet. Der Kraft eines "Weave on" werden Streicher zur Seite gestellt. Treibender, punkorientierter als sein Vorgänger. Mit Einflüssen von Goth über Elektro bis Heavy Rock. "Harikiri" macht "System Of A Down" sicherlich nicht vergessen, doch es ist weit mehr als Schadensbegrenzung.

Anspieltipps: "Cornucopia", "Harakiri" und "Occupied Tears"
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 8, 2012 12:45 PM MEST


Dirty Bass
Dirty Bass
Wird angeboten von B68 Solutions
Preis: EUR 4,49

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bass in your face, 19. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Dirty Bass (Audio CD)
'Far East Movement' haben sich über die Nähe zu ihren Fans (Videos, wöchentliche Radioshows, tägliche Blog Einträge und regelmäßige Webisodes) und nicht zuletzt den weltweiten Charterfolg 'Like a G6' vom Geheimtipp zur treffsicheren Clubwaffe entwickelt. Bereits 2003 gegründet, erscheint 3 Jahre später ihr Debüt 'Folk Music'. Die Single 'Round round' wird im Film 'The Fast And The Furious: Tokyo Drift' verwendet und Serien wie CSI: Miami, Entourage und Gossip Girl folgen dem Beispiel. Bereits mit 'Animal' (2009) belegt man den Anspruch erlesener Features. So zählen Wiz Khalifa, die Stereotypes und Baby Bash zu den Albumgästen.'Free Wired' der Umbruch im Major Label Stil. Tracks wie 'Rocketeer' (feat. Ryan Tedder), '2gether' (with Roger Sanchez) und 'If I was you (OMG)' (feat. Snoop Dogg) gehen um den Soundglobus und platzieren das kalifornische Quartett im vorderen Drittel der Electro Hop/Pop Rap Szene. 'Like a G6' zudem die erste Top Ten Platzierung einer asiatisch-amerikanischen Formation in den Billboard Top 100. Es folgen Auftritte bzw. Tourneen mit Rihanna, Calvin Harris oder Lady Gaga. Elektro ist allgegenwärtig ' 'Far East Movement' ebenfalls.

Nun melden sich die ehemaligen Highschool Freunde Kev Nish, Prohgress und J-Splif unterstützt von DJ Virman mit dem nächsten Kollektivschlag zurück. Das einseitige (Party)Motto bleibt bestehen, die Bässe werden jedoch noch schmutziger. Und so ist der Name Programm. Der Schlumpfensprache nicht unähnlich, versäumen die Mikrophonprotagonisten nicht darauf hinzuweisen, daß man es dabei auch wirklich mit 'Dirty Bass' zu tun hat. Abgesehen von den Textwiederholungen bietet die Platte jedoch wieder genau das, was man von 'Far East Movement' erwartet: Den nächsten Soundtrack zu einer exzessiven Partynacht. Neben den 'Stereotypes', haben sich namhafte Produzenten wie 'RedOne', Sidney Samson oder Martin Kierszenbaum eingefunden. Somit wird der Sound zur Spielwiese der Dance/Pop/Elektro Schrauber. Die Features erneut namhaft, teilweise überraschend. Neben der bereits Chart erprobten Zusammenarbeit mit Justin Bieber (Live my life), begleitet US Rapper Tyga den Bass wummernden Opener. Pitbull zählt da mehr unter 'Business as usual', doch mit Bill Kaulitz von Tokio Hotel hätten wohl die wenigstens gerechnet. 'If I die tomorrow' ' im Refrain mit etwas Pathos unterspült ' pumpt sich wie seine Songmitstreiter als waschechte Clubnummer durch die Boxmembran. Verschnaufpausen liefern höchstens das R&B beträufelte 'Flossy' (feat. My Name is Kay) oder das entspannte 'Little bird'. 120-128 BPM sind an der Tagesordnung. Mal mit schrägen Saxobeats untermalt (Turn up the love) oder mit einem Gigi D'Agostino Steal (L'Amour Toujours) gefüttert. Das entzieht sich natürlich jedem künstlerischen Anspruch handgemachter Note und besticht nicht gerade durch Abwechslungsreichtum, aber funktioniert als Clubbanger erneut und umfassend. Abgerundet durch die den Party Rock Remix der Single 'Live my life' (feat. Redfoo/LMFAO), sowie die beiden Vorgängertracks 'Like a G6' und 'Rocketeer' liefert 'Dirty Bass' Disco kompatible Strobo Stangenware mit Unterhaltungswert.

Anspieltipps: 'Dirty Bass', 'Turn up the love' und 'Lights go out (Go crazy)'


The Lateness of the Hour
The Lateness of the Hour
Preis: EUR 6,99

26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Magnetisch, 29. April 2012
Rezension bezieht sich auf: The Lateness of the Hour (Audio CD)
Die Wenigsten mögen es, wenn ihre Lieblingsserie oder ein spannender Film zum wiederholten Male von einem Werbeblock unterbrochen wird. Doch neben Spots, die uns durchaus zum Lachen und Lächeln bringen können, übermittelt, neben der optischen Aufmachung, immer wieder Musik die Produktmessage, so daß am Ende nur der Gedanke bleibt: "Von wem ist dieser Song eigentlich?". Auf der Suche nach neuen Klängen für die aktuelle Internet Explorer Kampagne ist Microsoft beim britischen Singer/Songwriter Alex Clare hängen geblieben. "Too close" kursiert seither durch die internationale Radiolandschaft. Dabei wurde das dazugehörige Debütalbum "The Lateness Of The Hour" bereits im Juli 2011 in Großbritannien veröffentlicht.

Der bekennende Freund stilistischer Vielfalt wird sich also keinesfalls über die werbewirksame Vermarktung ärgern, erhält er doch nun mit seinem Mix aus Soul, Dubstep und Drum and Bass die entsprechende Aufmerksamkeit. Kritiker zeigen sich ohnehin seit dem Release im letzten Jahr angetan von der Fusion aus Bass-lastigem, teils düsterem Fundament und der einnehmend charismatischen Stimme des jungen Londoners. Als Produzenten standen ihm keine Geringeren als Switch (Santigold, Beyoncé) und Diplo (M.I.A., Kid Cudi, Amanda Blank) zur Seite. Beide durch das Dancehall Projekt "Major Lazor" liiert, aber jeder für sich auch eine Hausnummer im DJ und Remixbereich. Vielschichtig und abwechslungsreich wildert "The Lateness Of The Hour" durch die emotional-elektronischen Klangwelten. Vom tanzbaren Dancehall Flirt "Up all night" über die wummernde (Halb-)Ballade "Treading water" bis zum episch anmutenden "Relax my beloved" und der Soul/Funk Hommage an musikalische Vorbilder wie Stevie Wonder und Donny Hathaway "Hands are clever". Alex Clare liebt die melancholische gefärbte Sicht der Dinge. So bleiben Up Tempo Nummern eher die Ausnahme. Stattdessen sprenkelt er eine leise Nummer wie "Love you" einfach mal mit Two Step Elementen oder gesellt bei "Sanctuary" Wobblesound und einen Gospel Chor um seine weiche Stimme. Die Break Beat trifft Synthie Neuinterpretation von "When doves cry" (Prince) kann sich ebenfalls hören lassen. Zum Abschluß die reduziert gehaltene Pianoballade, die noch einmal verdeutlicht wie groß die Stimme von Alex Clare einmal werden kann - vielleicht schon ist. Ein Album für Neuentdecker, Experimentierfreudige und Genussmenschen.

Anspieltipps: "Up all night", "Too close" und "I won't let you down"


Gambling Man
Gambling Man
Preis: EUR 12,00

10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Doo-Wops & Gentlemen, 25. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Gambling Man (Audio CD)
Mit Wurzeln im Gospel, Jazz und Barbershop Gesang ebnet sich in den 50ern und frühen 60ern ein Musikstil namens Doo Wop den Weg Richtung Mainstream. Elemente aus Pop und Rhythm & Blues bilden das Fundament für die eingängigen, stimmfokussierten Songs. Einfache Rhythmik, wenig bis keine Instrumentierung und simpel gehaltene Lyrics - meist über das Thema Liebe - bestimmen das Geschehen. Über die Jahre erlebt das Genre durch Coversongs und Neuaufnahmen unterschiedliche Revivals. So wird Billy Joels "The Longest Time" 1984 zum Hit oder versuchen sich "Huey Lewis and the News" ebenso an einem Cover (It's all right, 1993) wie die "Red Hot Chili Peppers" (Teenager in love, 2002). "The Overtones" werden 2010 in London gegründet. Der Geschichte nach wird ein Talentscout beim losen Performen der 4 Bandmitglieder auf die Stimmen aufmerksam. Ergänzt um den aus Sydney, Australien stammenden Lachlan "Lachie" Chapman ist das "handelsübliche" Quintett perfekt.

Dem Plattenvertrag mit Warner Music folgt Ende 2010 das Debüt "Good Ol' Fashioned Love". Großbritannien zeigt sich angetan, während in Deutschland erst der Spot für den Fernsehsender "RTL Nitro" ihre Bekanntheit steigert. "Gambling Man" versprüht den perfekten Geheimagenten Flair. Irgendwo zwischen James Bond und Michael Bublé. Als 20 Song "Rund Um Wohlfühl Paket" wird das mittlerweile gleichnamige Album nun auch hier veröffentlicht. Coverversionen von Klassikern wie "The longest time", "Blue Moon" oder "Why do fools fall in love", sowie Doo Wop Neuinterpretationen von aktuellen Nummern wie "Rolling in the deep" (Adele), "Forget you" (Cee-Lo Green) oder "Only girl" (Rihanna). Ergänzt um vereinzelte Eigenaufnahmen (Gambling Man, Good ol' fashioned love) bringen "The Overtones" die 50er/60er ins Jahr 2012 und klingen dabei keinesfalls eingestaubt. Ein eingängiges Radio Popalbum, das nicht mehr sein möchte und darf. Seine Aufgabe in diesem Bereich aber prächtig erfüllt.

Anspieltipps: "Second last chance", "Gambling Man" und "The longest time"


+
+
Preis: EUR 5,99

15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Next Wunderkind?!, 10. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: + (Audio CD)
Ed Sheeran ist spätestens seit der Veröffentlichung der Folk/Soul Nummer "The A Team" der neue Liebling der britischen Musikszene. Der gefühlvoll vorgetragene Song um ein junges Mädchen, das in den Strudel von Drogensucht und Prostitution gerät, wird zur bestverkauften Debütsingle 2011 und ebnet den Weg zu einer Musikerkarriere ohne Plan B. Bereits in jungen Jahren erlernt er das Gitarrenspiel und schreibt seine ersten Songs. Aufgewachsen mit der Musik von Van Morrison und Damien Rice, bewegt er sich dabei im klassischen Singer/Songwriter Bereich, ergänzt seine Vocals jedoch um Elemente aus Sprechgesang und Beatbox.Verteilt über 5 Jahre veröffentlicht er 4 EPs und zeigt sich als ebenso fleißiger wie ehrgeiziger Bühnenmensch. Nicht zuletzt, um die aufgestellte "200 Auftritte in einem Jahr" Marke von James Morrison zu überbieten, absolviert er 2009 ganze 312 Gigs. Für die weiterhin selbst veröffentlichte EP "No. 5 Collaborations Project" stehen ihm namhafte Grime Künstler wie Wiley, JME und Sway zur Seite. Das Ergebnis: Platz 2 in den iTunes Charts und breite Aufmerksamkeit für den jungen Musiker aus Halifax, West Yorkshire.

"+" ist das erfrischende Debütalbum eines unbekümmerten Newcomers, der sich seinen Weg zum Majordeal förmlich erspielt hat. Als Bindeglied zwischen Kollegen wie Jason Mraz, Craig David und Plan B verkörpert er die gewisse Portion Britishness und kombiniert diese mit leichtfüßigen (Akustik) Folk Melodien. Seine Gitarre bildet, neben der glasklaren Stimme, die Brücke zum Hörer. Songs wie das schunkelige "U.N.I.", die Piano Ballade "Wake me up", "This" oder das angenehm schleppende, Trip Hop liebäugelnde "Kiss me" sorgen live für Feuerzeugmomente und funktionieren zuhause als Soundtrack für verträumte Momente. Mit "Drunk", "Grade 8" oder "You need me, I don't need you" zeigt er sich zudem Tanzflächenkompatibel und zunehmend seine stärken als MC. Im letzten Beispiel auch als annehmbarer Beatboxer. Spätestens wenn das gefühlvolle "Give me love" mit seinen Gospelchören am Ende aus dem Album geleitet und einem der Hidden Track sanft ins Ohr flüstert, stellt sich ein gewisses Gefühl der Zufriedenheit ein. Man blickt auf ein abwechslungsreiches Singer/Songwriter Pop Album zurück, das sicherlich nicht außer Konkurrenz, lyrisch noch ausbaufähig, aber musikalisch durchgehend auf hohem Niveau abgeliefert wird.

Anspieltipps: "Drunk", "Grade 8" und "You need me, I don't need you"


TY.O
TY.O
Preis: EUR 9,98

8 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Trendsurfer, 2. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: TY.O (Audio CD)
Taio Cruz hat sich mit der Veröffentlichung seines Albums "Rokstarr" und den daraus ausgekoppelten Singles "Break Your Heart" (feat. Ludacris), "Higher" (feat. Kylie Minogue) und allen voran "Dynamite" zur unverzichtbaren Clubwaffe entwickelt. Angefangen als Songwriter, agierend aus dem Hintergrund, ist mittlerweile die große Bühne sein eigenes Zuhause. Sein Stil zwischen Electro/Dance Pop und R&B angesiedelt. Dabei schon weit über die eigenen, britischen Landesgrenzen hinaus bekannt und zuletzt mit dem David Guetta Feature "Little Bad Girl" in den Charts. Ganz nebenbei bringt er im September 2009 seine eigene Modemarke für Kleidung und Accessoires an den Start und zählt Künstlerkollegen wie Kanye West, Keri Hilson oder Justin Timberlake zu seinen Trägern. Zudem tritt er immer wieder als Produzent in Erscheinung.

Ein echter Geschäftsmann, der nichts anbrennen bzw. schlecht werden lässt. So wird kurzerhand "Little Bad Girl" und der Soundtrackbeitrag zum Animationsfilm "Rio" (Telling the world) als Füllmaterial mit auf's neue Album gepackt. Bleiben neun effektiv neue bzw. eigene Songs, von denen die Single "Hangover" (feat. Flo Rida) bereits die Tanzflächen im Sturm erobert. Die junge "Generation Komasaufen" freut sich über eine weitere Hymne. Filmriss ahoi und "Wie heißt eigentlich der Typ neben mir?!". Der lyrische Gehalt seiner Songs lag noch nie hoch und orientiert sich eher an clubtauglicher Zweckmäßigkeit. Musikalisch grast "TY.O" jedoch ebenfalls jedes Klischee ab. Zielorientierte DJs und Produzenten wie Dr. Luke, Steve Angello, RedOne oder Sebastian Ingrosso sorgen schon für den nötigen (House-)Beat. 120 bis 130 BPM heißt die Devise, unterlegt mit geradlinigen Synthiemelodien und ebenso einfach wie eingängigen Refrains. Als Szenekenner darf natürlich auch ein kurzes Dubstep-Intermezzo, zu hören beim etwas progressiver angelegten "Shotcaller", nicht fehlen. Außerdem darf man in der gut sortierten Haushaltswarenabteilung anno 2011 auch einen Pitbull Gastauftritt nicht schuldig bleiben: "There she goes" ist aber eben wieder einer dieser Hits, denen man sich einfach nicht entziehen kann. Volltreffer! "Make it last forever" packt die "Oh Oh Oh" Gesänge aus und präsentiert sich als jugendfreundliche Mitspring-/Mitsingnummer. "Tattoo" nähert sich, trotz Robotersoundelementen (ach ja, dazu ein weiterer Dubstep Ausrutscher), etwas mehr den R'n'B Klängen vergangener Tage. "You're beautiful" Richtung Ende dann doch noch etwas wie eine Soul geküsste Quotenballade. Wie bereits auf dem letzten Album - gar nicht mal so verkehrt. "TY.O" ist viel von allem. Electro Hop im Stile der "Black Eyed Peas", House der Marke "Swedish House Mafia", Pop und Dubstep. Absolut zweckdienlich, durchkalkuliert und auf Erfolg programmiert. Ein eigenes Gesicht sucht man jedoch vergebens.

Anspieltipps: "Hangover", "There she goes" und "Tattoo"


Who You Are (Platinum Edt.)
Who You Are (Platinum Edt.)
Preis: EUR 6,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vielversprechende Allrounderin, 23. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Who You Are (Platinum Edt.) (Audio CD)
Es scheint von Vorteil zu sein, wenn man als ambitionierte Songwriterin auch mit einer annehmbaren Stimme ausgestattet ist. Nicht zuletzt, um die eigenen Kompositionen vor entsprechenden Abnehmern präsentieren zu können. Der Plattenvertrag mit Universal - ein logischer Karriereschritt, denn besagtes Gesangstalent wird der Britin bereits in frühen Jahren attestiert.Mit 11 Jahren wirkt sie beim Musical "Whistle down the wind" im Londoner West End mit. Im Alter von 16 beginnt ihre Ausbildung an der BRIT School. Der Veröffentlichung ihres Debüts steht die Insolvenz des kleinen Labels Gut Records im Wege. Selbst gesundheitliche Probleme können sie in ihrem Tatendrang nicht bremsen. In der Folge schreibt Cornish für etablierte Größen, wie Miley Cyrus (Party in the USA), Chris Brown (I need this) oder David Guetta (Repeat).

2011 erklimmt Jessie J das nächste Level. Das ursprünglich für Rihanna geplante "Do it like a dude" mal eben als Debütsingle selbst auf den Markt geworfen. Richtige Entscheidung, denn der pumpende Popbanger landet direkt auf Platz 2 der UK Charts. Der Nachfolger "Price Tag" wartet nicht nur mit einem gelungenen B.o.B. Feature auf, sondern überzeugt mit sommerlichem Groove und eingängiger Melodie. Nummer 1 im Vereinigten Königreich und auch Deutschland zeigt sich verzückt. Ein Beleg für die Vielseitigkeit der Londonerin. Sie singt, sie rappt, zerstört auch mal ne Harmonie und bewegt sich dabei in einem Bermudadreieck zwischen Natasha Bedingfield, Beyoncé und P!nk. Das lässt eine eigene Richtung zwar schwer erkennen, entschädigt aber mit starken Songs der Marke "Nobody's perfect". Rhythmisch, eingängig und mit einer einnehmenden Mikrophonperformance gesegnet. Balladen wie das live aufgezeichnete "Big white room", "Casualty of love" oder "I need this" nimmt man so mit, auch wenn sie ebenfalls ihre Stimmqualitäten belegen. Der Titelsong macht sogar als langsame Nummer eine gute Figur, aber es sind insbesondere die verrückten, experimentellen Klänge (Who's laughing now, Rainbow), Retrosoul wie bei "Mamma knows best" oder das Gospel/Reggae verliebte "Stand up", die überzeugen. Das Ganze wird nun um drei weitere Titel zur Platinum Edition aufgepumpt. Darunter die (Dance) Chart erprobte Radiosingle "Domino", die R&B Pop Nummer "My shadow" und das Housebeat untermalte David Guetta Feature "Laserlight" (ähnlicher Songaufbau wie bei "Titanium" feat. Sia). Das Booklet mit Sleeve Notes und speziellen persönlichen Bildern ist schmückendes Beiwerk, wäre aber nicht nötig gewesen. "Who you are" darf als Standard Edition schon als gelungen bezeichnet werden und baut dieses Urteil lediglich mit 3 Bonus Tracks aus.

Anspieltipps: "Price Tag", "Nobody's perfect" und "Laserlight"


Take Care
Take Care
Preis: EUR 7,99

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Melancholia, 22. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Take Care (Audio CD)
Der Graben, in dem man sich vor mindestens einem Drake Beitrag verstecken konnte, muß wohl erst noch gebuddelt werden. Innerhalb der letzten 24 Monate hat sich der kanadische MC zu einem der gefragtesten Acts im R&B/Hip Hop Geschäft entwickelt. Dabei kommt ihm die Fähigkeit Rapvocals und Gesang gleichermaßen gekonnt vorzutragen, definitiv zu Gute. Namhafte Größen wie Eminem, Kanye West, Jay-Z, Mary J. Blige, Rihanna und natürlich auch Labelkollegen wie Lil Wayne und Nicki Minaj schmücken sich mit seinem Feature und sein Debütalbum "Thank me later" lässt die Hip Hop Gemeinde, neben zahlreichen Kritikerstimmen, Lobeshymnen anstimmen. Neben den 2 Juno Awards, legen mehrfache Grammy Nominierungen Zeugnis dafür ab. Noch während seiner Zeit als Darsteller in einer Teenie Soap veröffentlicht er sein erstes Mixtape "Room for improvement". Mittlerweile Zugpferd der Young Money Familie und Vertreter einer Zunft, die weder Gangsterimage, noch Bling Bling Gehabe widerspiegeln, sondern tiefgründig und gut dosiert den Weg in das Gedächtnis des Hörers finden soll.

1 1/2 Jahre nach seinem ersten Langspieler brennt die Flamme des Kanadiers immer noch ungebrochen. "Take Care" geht also über den bloßen Versuch einen aufstrebenden Künstler weiter zu etablieren hinaus. Sich seiner Stärken bewusst, ändert er bei seinem zweiten Album nicht die Marschrichtung. Gedrosseltes Tempo und atmosphärischer Sound statt fette Beats und Battlerhymes. Ein nachdenklicher Geschichtenerzähler in der Reihe von Kanye West's "808s & Heartbreak" oder "Kid Cudi's "Man on the moon". Melodisch-düstere Synthesizer und Keyboardelemente verströmen den bestimmend melancholischen, sinnlichen Charakter. R&B, Pop und Electronica stecken seine Interpretation von Hip Hop ab. Gedämpfte Strukturen und feinsinnige Akkorde. Instrumente wie Gitarre und Piano arbeiten dieser Stimmung zu. Irgendwo im R&B der 90er verwurzelt und um moderne Bauträger erweitert. Er sucht den leisen Weg, lässt viele Melodien einfach fließen und bedient sich seltener seinen Rapvocals als beim Vorgänger. Die Gastauftritte erneut gut gewählt. Mit The Weeknd (Crew love) und Kendrick Lamar gleich zwei aufstrebende Newcomer am Mic. Dazu gefestigte Größen wie Rihanna (Take Care), Rick Ross, Rihanna, Andre 3000 und natürlich auch wieder Gönner Lil Wayne. Es geht um zerbrochene, verfehlte Beziehungen, den Wert von Familie und Freunden und die Suche nach der richtigen Balance - mit steigendem Ruhm und Anerkennung. Selbstbetrachtung und Aufrichtigkeit. Damit entspricht Drake so gar nicht den gängigen Macho Hip Hop Zügen. Sein eigener Flow birgt immer auch die Gefahr den Hörer runterzuziehen. Mainstream klingt eigentlich anders. Oft streift Drake durch sein Bestreben ein Album als funktionierendes Ganzes zu konzipieren (ohne einzelne Tracks hervorheben zu können) haarscharf an etwas wie Monotonie und "Langeweile" vorbei. Aber vielleicht ist gerade diese Gratwanderung das Besondere an diesem Musiker.

Anspieltipps: "Shot for me", "The Real Her" und "Practice"
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 27, 2012 7:01 PM MEST


My Life II... The Journey Continues (Act 1)
My Life II... The Journey Continues (Act 1)
Preis: EUR 8,41

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hip Hop Soul, 21. November 2011
Mary J. Blige hat sich in ihrer Vielseitigkeit, dem offenherzigen Umgang mit persönlichen Tiefschlägen und der damit verbundenen Nähe zu Freunden und Fans einen Ausnahmestatus in der Musikbranche geschaffen. Gefühl und Stimme im Einklang, dabei mit einer unvergleichlichen Willensstärke ausgestattet. Als Sprachrohr für die Liebenden, aber auch Trostspender der Einsamen und/oder Verlassenen. Gleichermaßen Vorbild und Leitfigur für junge Nachwuchssängerinnen und für ihre besondere Fähigkeit Hip Hop und Soul zu verbinden, mit dem Women's World Artist Award 2006 geehrt. Seit der Veröffentlichung ihres Debüts "What's the 411?" 1992 hat die New Yorkerin sich als Sängerin, Produzentin und Schauspielerin hervorgetan. Sie ist die einzige Künstlerin, die Grammys in den Kategorien Pop, Rap, Gospel und R&B auf ihrem Kaminsims präsentieren kann und in Sachen Produktion und Songwriting immer auf der Höhe der Zeit.

Eine Fortsetzung ist jedoch auch für die R&B Queen etwas Neues. "My life" geht allein in den USA über 2,8 Millionen Mal über den Ladentisch. 17 Jahre später lässt sie "My life II...The Journey Continues (Act 1)" folgen. Ein Album vollgepackt mit Musik für Leib und Seele. 17 Songs, die sich erneut zwischen den Genres bewegen und dabei tanzbare Clubnummern, sowie gefühlvolle Downtempo-Titel gegenüberstellen. Den Einstieg macht das Nas Feature "Feel inside" und es tut immer gut den Vocals des Ausnahmerappers zu lauschen. Mit lockerem Kopfnickerrhythmus untermalt, ergänzen sich beide Stimmen prächtig. Bei "Midnight Drive" gesellt sich Bliges Rap Alter Ego Brook Lynn zum "Boom Boom Taschak", während "Next level" von Busta Rhymes begleitet wird. Das erste Drittel schielt nicht zuletzt wegen dem Beat-lastigen Chaka Khan Cover "Ain't nobody" und dem auf den großen Auftritt einer Soul Diva zugeschnittenen "25/8" Richtung große Bühne bzw. Tanzfläche. Richtig intim/geschmeidig wird das Ganze erst mit "Don't mind", "No condition" und dem (nach 2009) wiederholten Gastauftritt vom kanadischen Rapper Drake (Mr. Wrong). Die Gäste im Allgemeinen ebenso namhaft wie stimmgewaltig gewählt. Ob Rick Ross (Why), Beyoncé (Love a woman) oder zu guter Letzt Diddy und Lil Wayne (Someone to love me (Naked)". Die um möglichst viel Einfluss bedachte Sängerin und ausführende Produzentin überlasst wenig dem Zufall. Auch die Reihe der Co-Produzenten (Darkchild, Swizz Beatz, StarGate, Soundz, usw.) wieder hochkarätig. Auf Grund der Fülle an Material ist es dennoch fast nicht möglich gewesen nur Treffer zu landen. "Empty prayers" langweilt sich in alter R. Kelly Manier ins Schlafzimmer. "The living proof" zwar stimmgewaltig, aber nicht wirklich besser. "Need Someone" ein moderner Langsamer Walzer, den man eher von einer amerikanischen Country Popkünstlerin erwartet hätte. "This love is for you" pumpt sich unter Mithilfe von Tricky Stewart dann doch nochmal aus dem Dramatisch-Anmutenden und übergibt an den Discostomper "One life". "My life II" zeigt alle Stärken und Facetten einer Mary J. Blige auf, kommt aber nicht um etwas Füllmaterial herum. Dennoch, gelungene Fortsetzung einer vor langer Zeit begonnenen Geschichte.

Anspieltipps: "Feel inside", "Mr. Wrong" und "This love is for you"


Pampers Active Fit Windeln Gr.3 Midi 4-9 kg Sparpaket, 42 Stück
Pampers Active Fit Windeln Gr.3 Midi 4-9 kg Sparpaket, 42 Stück
Wird angeboten von G&G Beauty Store
Preis: EUR 14,95

4.0 von 5 Sternen Für kleine Entdecker, 17. November 2011
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Fangen wir bei der Verpackung an: Pampers verwenden im Allgemeinen eine leicht zu öffnende und somit praktische Verpackung, die dafür sorgt, daß die unbenutzten Windeln auch dort bleiben wo sie sollen. Einfach zu entnehmen, ebenso einfach zu verstauen.
Die Pampers Active Fit Windeln bieten durch die schmale Passform die optimale Bewegungsfreiheit, die Babys zum Robben und Krabbeln benötigen. Der DryMax-Saugkern hält was er verspricht - nämlich die Flüssigkeit innen-, ist jedoch (und natürlich) für die Nacht ungeeignet. Die bunten Sesamstraßenmotive sind als schmückendes Beiwerk zu verstehen, aber runden den guten Gesamteindruck zusätzlich ab.

Fazit: Pampers Active Fit erfüllen die selbst gestellten Ansprüche und präsentieren sich als überzeugende Windeln für kleine Entdecker.


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