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Rezensionen verfasst von
P-Man "acousticshock.de" (Rodgau)
(VINE®-PRODUKTTESTER)   

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My Heart'S Sick Chord
My Heart'S Sick Chord
Preis: EUR 10,99

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zusammen ist man weniger allein, 16. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: My Heart'S Sick Chord (Audio CD)
Was könnte einen besseren Nährboden für Kunst bieten als die Beziehung zweier Eheleute zueinander? Im Normalfall, den Menschen, die am Meisten miteinander teilen. Leben, Zeit, Liebe und Vertrauen. Ursprünglich als Soloprojekt des Musikers Daniel Benjamin gegründet, findet die gemeinsame Arbeit mit seiner Frau Eleni einen neuen Namen: "Sea+Air". Dahinter verbirgt sich die Idee deutsches und griechisches Kulturgut zu verbinden. Als Medium werden dafür Einflüsse aus klassischer Musik (J.S. Bach), der experimentellen, tiefgründigen Phase deutscher Musik aus den 70ern (Popol Vuh), sowie die Soundbreite der "Scorpions" herangezogen. Neben vielschichtiger Instrumentalarrangements bilden insbesondere die Harmonien ihrer Stimme das prägende Element ihrer Stücke. 10 Jahre des Schreibens, über 1200 Konzerte weltweit (mit verschiedenen Projekten), Supportshows für "Sufjan Stevens", "The White Stripes", "José Gonzalez" oder "Sportfreunde Stiller" haben ihre ambivalenten Spuren hinterlassen. Doch erst die Auftritte im Vorprogramm von Whitney Houston - die besondere Wirkung auf ein vermeintliches Mainstream Publikum - geben den Antrieb den nächsten Schritt zu wagen.

"My Heart's Sick Chord" gibt sich als Spiegel eines erfüllten, abwechslungsreichen (Künstler-)Lebens. Zwischen Klassik, Folklore, Indie, Pop und Rock bauen Daniel und Eleni ihr eigenes Klanggerüst - lassen die Menschen teilhaben an den Geschichten über die Liebe, Trauer, Schmerz und Hoffnung. Sie zaubern ein Lächeln in das Gesicht des Hörers, um ihn im nächsten Moment in eine Art Traumwelt zu entführen. Es ist das erste Album in der Geschichte der Popmusik, das auf dem Cembalo (Johann Sebastian Bachs Lieblingsinstrument) geschrieben wurde. Dennoch lässt sich das Album keinem Genre klar zuordnen. Mal gibt man sich einem akustischen, emotional geführten Kammerspiel hin (Safe from harm), entwickelt Soundtrack ähnliche Ausmaße (Take me for a ride), wie sie zuletzt im hervorragenden "Beasts Of The Southern Land" zu hören waren, erinnert an progressive Nummern eines Peter Gabriel (Mercy Street) oder wandelt auf den Spuren von Stadion Rock Formationen wie U2 oder Coldplay (Dirty love, The sea after a storm). Auch wenn man dabei die Indie Pfade nie ganz verlässt. Praktisch kein Song ähnelt dem anderen. Langsam, Schnell. Strukturiert. Gebrochen. Laut und leise. Bombast und Akustik. Vom Rock Musical (Yeah I know) bis zum (Sirenen gleich) hypnotisch wirkenden Titelsong. Wir finden, es ist uns gelungen, das Innenleben eines Menschen darzustellen, wie es ist. Als Achterbahn der Gefühle. Extreme Emotionen wechseln sich da in schnellem Rhythmus ab. Das Geheimnis ist es, von einer Seite zur anderen zu schwanken, ohne aus der Bahn zu fallen." Und tatsächlich, dieses Kunststück ist "Sea+Air" gelungen.

Anspieltipps: "Take me for a ride", "You don't care about me" und "Do animals cry"


Halcyon
Halcyon
Preis: EUR 7,99

17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Organic Electronics, 11. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Halcyon (Audio CD)
Für die englische Musikpresse steht bereits Anfang 2010 fest, daß mit Ellie Goulding ein neuer Popstern am Himmel erstrahlt. Der zunehmende Erfolg in England und in den USA gibt den Vorschusslorbeeren Recht - die besondere Magie und Begeisterungsfähigkeit von "Lights" bewegt über 1 Millionen Menschen zum Kauf ihres Debütalbums. Mit ihren Wurzeln im Folkbereich und bewandert an Piano, Gitarre und Schlagzeug, eifert sie musikalischen Vorbildern wie Pearl Jam, Björk und Beyoncé nach. Doch erst die Erweiterung durch Electro/Synth Pop Elemente definieren ihren Sound. Zuckersüße Melodien und Herzblut als Fundament für schillernde New Wave Zitate. Sie schlägt die Brücke zwischen Florence Welch, Kate Bush und Organic Electronics. Pendelt zwischen Gefühl und Effekt. Auftritte im Rahmen der Hochzeit von William und Kate, sowie für Barack Obama zu Weihnachten, untermauern ihren Ausnahmestatus.

2 Jahre später. Ellie Goulding hat sich weiterentwickelt. Die zarte Gestalt von einst, zeigt sich mit Hipster Allüren, inklusive dazugehörigem Mann an der Seite - Skrillex. Zu ihrem neuen Platte sagt sie selbst: "Dieses Album ist für mich wie eine Reise vom Dunkel ins Licht, von Verwirrung bis hin zu Verständnis." Also, alles und nichts. Doch wem dabei der Engel von einst fehlt, der wird ihn in "Halcyon" wiederfinden. Bereits der Opener "Don't say a word" legt viel Wert auf Ausdruck, Ursache und Wirkung. Ein Soundtrack-ähnliches Gerüst unterlegt ihre Elfen hafte Stimme. Über den Verlauf arbeitet und untermalt man gezielt mit Beat und Percussion Mustern, begleitet mit Synthesizerharmonien und gibt ihren Songs eine emotionale Tragweite. Von den Pianopassagen eines "My blood" über die Gospeleinlagen von "Anything could happen" bis zu den Dubstep Fundamenten (Figure 8, Atlantis), ohne die ein (britischer) Popkünstler wohl nicht mehr kann, und reduziert gehaltenen Balladen "Joy" und "Dead in the water", die in "Cinemascope" ausufern. So wirklich Dancefloor ist da eigentlich nur die Zusammenarbeit mit Calvin Harris (I need your love). Das dafür aber richtig. Goulding bleibt Kern ihrer Musik. Tänzelt mit ihrer hellen Stimme zwischen Stilen und Stilistik. Das kann sich Hören und Sehen lassen. Bleibt dennoch einem alternativer gefärbten "Mainstream" Publikum vorbehalten.

Anspieltipps: "Anything can happen", "Only you" und "I need your love"
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 13, 2013 5:12 PM MEST


The Origin of Love
The Origin of Love
Preis: EUR 7,98

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Glücksmomente, 7. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: The Origin of Love (Audio CD)
Als Peter Pan der Popmusik katapultiert sich Michael Holbrook Penniman Jr. 2007 in den internationalen Radioorbit. Kaum ein Hörer kann sich dem Charme der in Zuckerwatte verpackten Nummer "Grace Kelly" entziehen und Folgesingles wie "Relax, take it easy", "Lollipop" oder "Big Girl (You are beautiful)" machen sein Debüt "Life in Cartoon Motion" weltweit zu einem der erfolgreichsten Alben des Jahres. Mika kombiniert Elemente aus Glam Rock, Brit/Power Pop und Electronica zu einem farbenprächtigen Stilmix, der ihm, nicht allein der CD Cover wegen, die Bezeichnung Comic Pop zuschreibt. Zwei Jahre darauf erscheint der Nachfolger "The Boy Who Knew Too Much". Es zeichnet den fortschreitenden Reifeprozess des britischen Künstlers (mit Wurzeln im Libanon) und gleicht phasenweise einem opulent bis schrill ausgestatten, Generationen verbindenden Musical Bei aller Vielfalt stellt das Piano, neben dem Falsettgesang, eine wiederkehrende Größe in seiner Musik dar.

"The Origin Of Love" stellt die Abkehr von den opernhaft-großen Popgesten und selbst erschaffenen Fantasiewelten dar und rückt gefühlte Wahrheiten in den Vordergrund. Themen wie Liebe, Toleranz und die Freude (am Leben als solches) bestimmen den Inhalt. Dafür standen ihm namhafte Produzenten wie Nick Littlemore (Empire Of The Sun), Klas Åhlund (Robyn), Benny Benassi und ein weiteres Mal Greg Wells (Adele, OneRepublic) zur Seite. Diese hinterlassen, jeder für sich, ihre Spuren auf dem Album. So gleicht "Origin of Love" einer Fusion von "Empire Of The Sun" und "Queen", während "Stardust", "Overrated" und die Single "Celebrate" (feat. Pharrell Williams) durch clubtaugliche Beats untermalt werden. Synthesizer machen sich neben dem Piano breit und lassen wenig Raum für überzeichnete Bubblegum Nummern - auch wenn diese mit "Lola", "Love you when I'm drunk" oder dem Priscilla Renea Feature "Popular Song" durchaus noch vertreten sind. Instrumental "ausgezogen" zeigt sich Mika nur noch bei der Ballade "Heroes". Doch ob nun Synth Pop, Glam Rock oder welche Gestalt auch seine Musik annimmt, "The Origin Of Love" besticht durch hohen Unterhaltungswert und Hitdichte, getragen von einem Kopf, der sich gegen gängige Songstrukturen wehrt.

Anspieltipps: "Origin of Love", "Underwater" und "Popular Song"
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 9, 2012 8:44 PM MEST


Higher
Higher
Preis: EUR 7,99

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bekannte Größe(n), 6. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Higher (Audio CD)
Wenn die neuen (Pop) Gerichte nicht mehr schmecken, greift man gerne auf Altbewährtes zurück. Ein ähnliches Prinzip haben sich "The Overtones" zugrunde gelegt. Ursprünglich in den 50ern und frühen 60ern angesiedelt, bringt das englisch-irisch-australische Vocal Harmony Quintett den Doo Wop Sound in die 2010er. Stimmfokussierte Songs, geprägt von einfacher Rhythmik und simpel gehaltenen Lyrics. Nachdem ihr Debüt "Good Ol' Fashioned Love" bereits Ende 2010 in Großbritannien veröffentlicht wird und zwischenzeitlich Platz 4 der Albumcharts für sich beansprucht, schlägt erst die Verwendung der Single "Gambling Man" in einem Spot für den Fernsehsender "RTL Nitro" die Bekanntheitsbrücke nach Deutschland. Als erweiterte Zusammenstellung von Coverversionen zeitloser Klassiker ("The longest time", "Blue Moon"), Neuinterpretationen aktueller Nummern ("Rolling in the deep", "Forget you"), sowie vereinzelten Eigenaufnahmen (Gambling man, Good ol' fashioned love) wird das Debüt unter dem Namen "Gambling Man" wiederveröffentlicht und Genre verwandten Künstlern wie Michael Bublé adrette Konkurrenz an die Seite gestellt. Der Ritterschlag erfolgt 2012 mit den Live-Auftritten beim Diamantenen Thronjubiläum der Queen und den Olympischen Spielen in London.

Album Nummer 2 erscheint nun im Gleichklang. Fliegen, Krawatten, Jacketts und Stecktücher justiert und los geht's. "Higher" bedient sich dabei bewährter Mittel und kombiniert Oldies, Evergreens und das ein oder andere Eigengewächs zu einem leicht bekömmlichen Ganzen. Dennoch mangelt es der Platte an Frische und Überzeugungskraft. Lebte das Debüt noch von seinem Überraschungseffekt und charmant vorgetragenen Wiederauflagen, macht sich nun der laue Duft der Berechnung bzw. Berechenbarkeit breit. Lauschte man beim Vorgänger noch den "Overtones", sucht man bei Coverversionen von "beswingten" Nummern wie "Perfect" (Fairground Attraction, 1988) und "Reet Petite" (Jackie Wilson, 1957) oder Balladen wie "You've lost that loving feeling" (The Righteous Brothers, 1964) und "Unforgettable" (Nat King Cole, 1951) immer das Original. Vermisst es phasenweise sogar. Die neue Single "Loving the sound", geschrieben von Phil Thornally (Pixie Lott) und Jon Green, ist ordentlich geraten, aber näher an den frühen "Take That" als an der Qualität eines "Gambling Man". "Higher" versucht sich an der Einbindung von neuen, komplexeren Elementen und könnte durchaus auch von Moby geschrieben worden sein. Doch selbst das wirkt zu gewollt. "Higher" ist wahrlich nicht schlecht, bleibt kurzweilig und unterhaltsam - den Überraschungsmoment haben "The Overtones" jedoch nicht mehr inne.

Anspieltipps: "Runaround Sue", "Love Song" und "Keep me hanging on"


Wide Awake
Wide Awake

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bauchgefühl, 28. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Wide Awake (Audio CD)
Am 24. November 2011 ging “The Voice Of Germany“ auf Sendung. Eine Talentsuche, die in der Folge dem ausgelutschten Castingshow Thema frischen Wind verleihen sollte. Ausgezeichnet mit der Goldenen Kamera 2012 (Beste Unterhaltung), in mindestens 30 weiteren Ländern ebenfalls ausgestrahlt. Als ein Schützling des “Team Rea“ (Rea Garvey) konnte sich der junge Flensburger Michael Schulte bis ins Finale durchkämpfen. Begleitet von seiner Akustikgitarre hatte sich der Singer/Songwriter bereits als YouTube Phänomen einen Namen gemacht. Er ist ein Verfechter der leisen Töne. Nachdenklich, gefühlvoll – auf den emotionalen Kern reduziert.Was mit seiner Onlineinterpretation von “Tears In Heaven“ (Eric Clapton) beginnt, findet mit einem Duett mit Ed Sheeran und dem 3. Platz bei “The Voice Of Germany“ seinen vorläufigen Höhepunkt.

Nach der Veröffentlichungen von “All the waves“ und den “Acoustic Cover“ Ausgaben Vol. 1 – 3, feiert Schulte nun mit “Wide Awake“ seinen Labeleinstand bei Very Us Records. Das Chart erprobte “Carry me home“ ist darauf leider nicht zu finden, doch auch Rea Garvey leistet mit “Beautiful Lie“ wieder einen Songwriterbeitrag. Darauf wird der Rotschopf lediglich von einem Piano begleitet. Das Instrument, welches neben Stimme (Matt Bellamys nicht unähnlich) und Gitarre, den Charakter des Albums ausmacht. Ob beim opulent ausgestatteten Opener “Run away“, der für die großen Hallen gemacht zu sein scheint, oder einer Ballade wie “You said you’d grow old with me“. Die erste Singleauskopplung “Jump before we fall“ nimmt mit locker tanzbarem Rhythmus Kurs Richtung Radiostationen. Er zitiert bei seinen Songs gerne New Wave/Synth Pop Bands der 80er oder Stadion Rock Formate wie “U2“ und “Coldplay“ (Army of hope, I’m not gonna find you, Higher) und scheut sich auch nicht vor der Begleitung durch Streicher (Wide awake). “Take me as I am“ ein weiteres, eingängiges Beispiel für die Vielseitigkeit seiner Musik. Mit stampfendem Rhythmus und sonnig gezeichneten Klängen – ein echtes Highlight auf dem Album. Zum Abschluß bleiben nur Schulte und seine Gitarre übrig. Die Akustiknummern “Holding back the fire“ und “You’ll be okay“ ohne Beteiligung Dritter geschrieben und der Erkenntnis: Es hat weder einer Castingshow, noch “Profis“ bedurft, um aus Michael Schulte einen ernstzunehmenden Musiker zu machen.

Anspieltipps: “Run away“, “I’m not gonna find you“ und “Take me as I am“


G.O.O.D. Music : Cruel Summer
G.O.O.D. Music : Cruel Summer
Preis: EUR 21,95

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tag der offenen Tür, 24. September 2012
Rezension bezieht sich auf: G.O.O.D. Music : Cruel Summer (Audio CD)
Als Kanye West 2004 das Plattenlabel "GOOD Music" (Getting Out Our Dreams) gründet, mischt er gerade die Hip Hop Szene mit seinem Debüt "The College Dropout" auf. Es folgen Karrierestufen namens "Late Registration" (2005), "Graduation" (2007), "My Beautiful Dark Twisted Fantasy" (2010), sowie das gemeinsame Album mit Jay-Z "Watch The Throne" (2011). Dabei lässt er sich musikalisch ungern festlegen und verarbeitet über den Verlauf Einflüsse aus 70s R&B, Trip Hop, Folk, Alternative, Electronica oder Klassik. Im Gleichklang springen dem Rapper/Produzenten Acts wie John Legend, Big Sean, Kid Cudi, Mr. Hudson und zuletzt Newcomer 2 Chainz in den Labelköcher.

Nun ruft das Hip Hop Schwergewicht zur firmeneigenen Werk- bzw. Künstlerschau. Die erste Kollabo-Single "Mercy" (Kanye West, Big Sean, Pusha T & 2 Chainz) dabei schon richtungsweisend für den weiteren Verlauf des Albums. Mit gedrosselten Südstaaten Beats, Trap- und Dancehall Elementen - unterbrochen von einem Electronic Dance Intermezzo - bleiben die MCs bei aller Stilvielfalt dennoch stets Herren des Geschehens. Kein Rap Battle, sondern hier wird das Mikrophon an Kollegen gereicht. Diese ergänzen sich in ihrer Summe ganz prächtig und werden durch namhafte Gäste wie Jay-Z, R. Kelly, DJ Khaled oder dem verloren geglaubten Hip Hop Sohn Mase bereichert. Nicht zusammenhängend, aber repräsentativ. Es gelingt ebenso eingängige, melodische (Soul-)Nummern wie "To the world", "Bliss" oder "The One" an die Seite von Clubbangern wie "Clique" und "Cold" zu stellen. Dabei das besondere Feeling eines "808s & Heartbreak" (Higher, Sin City, Creepers) zu zitieren und am Ende zu bekräftigen, daß Kanye West tatsächlich bereits eigene, unverkennbare Spuren im Musiksand hinterlassen hat.

Anspieltipps: "Clique", "Cold" und "Creepers"
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 28, 2012 9:00 AM MEST


FA Sports JumpFIT, schwarz, 15x4,4x4,4 cm
FA Sports JumpFIT, schwarz, 15x4,4x4,4 cm

2.0 von 5 Sternen Freiwillige Selbstkontrolle, 10. September 2012
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Es gibt die Jenigen, die lieber etwas in der Hand halten. Etwas Effektives. Physisches. Die CD bzw. Platte der mp3 vorziehen. Lieber das Buch im Regal anschauen als das Display eines eReaders. Manchmal fehlt allein der Platz.
Sicher ein Grund für die Entwicklung und Idee hinter dem JumpFIT: Platzmangel. Jeder weiß um die Intensität und mögliche Kalorienverbrennung beim Seilspringen. Nur stehen eben leider nicht Jedem die räumlichen Gegebenheiten zur Verfügung, um ein langes Seil zu schwingen. Ein seilloses Springseil soll dem Ganzen Abhilfe verschaffen - ein ähnliches Trainingsgefühl mitbringen. Unterstützt von einem integirerten Trainingscomputer die Übungen auf Dauer und Kalorienverbrauch überwacht werden.
Es scheitert jedoch bereits am Gefühl. Trotz der Gewichte in den Griffen, kann beim Schwingen nicht ansatzweise ein Vergleich zum normalen Springseil gezogen werden. Ob man nun gelangweilt vor sich "hinhüpft" oder tatsächlich versucht ins Schwitzen zu geraten. Dem Schwingzähler des JumpFIT ist es egal. Ausdauer- und Krafttraining obliegen dem Willen des Agierenden die Füße in die Luft zu heben. Dass man sich dabei aber schnell etwas "seltsam" vorkommt, lässt sich nicht vermeiden. Die Verarbeitung geht in Ordnung. Das LCD Display einfach, aber zweckdienlich.
Dem Platzmangel wirkt man zwar entgegen, aber wird selbst auch nicht mehr wirklich geprüft bzw. gefordert.


Mattel Fisher-Price V2758 - Krabbelspaß-Rennflitzer
Mattel Fisher-Price V2758 - Krabbelspaß-Rennflitzer
Wird angeboten von London Tykes
Preis: EUR 33,23

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Shake, rattle & roll, 6. September 2012
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Während in der aktuellen Formel 1 Saison Fernando Alonso versucht Weltmeister Sebastian Vettel auf Distanz zu halten,
übt sich der mögliche Nachwuchs noch im Shake & Crawl Racing. Gemeint ist dabei der Krabbelspaß-Rennflitzer von Fisher Price. Dieser sorgt mit seiner einfachen Bedienung bzw. Handhabung für kurzweiligen Spielspaß.
Die Altersvorgabe "ab 6 Monaten" ist dabei völlig angemessen. Man hat dabei die Wahl zwischen "Fahrt im Kreis" und
"Volle Kraft voraus" - je nachdem wie mobil der oder die Kleine das Ganze verfolgen kann. Die nötigen Kniffe sind schnell gelernt. Es lässt sich über akustische Signale in Gang bringen - ein Klatschen oder das Rütteln mit der Zauberrassel genügt. Zudem befindet sich in der Mitte des Autos eine zweifarbige Drehkugel, die bei entsprechender Betätigung ebenfalls
den Start freigibt.
Kompakt und robust verarbeitet ist es für kleine Kinderhände sehr griffig und hält ohne weiteres einen Sturz aus.
Renngeräusche und wechselnde Melodien gehen ein wenig gegenüber dem Lautstärkepegel des Antriebs bzw. Fahrwerks unter.
Das schmälert jedoch nicht den guten Gesamteindruck. Ein Ergänzungsspielzeug, das für eine ganze Weile begeistert,
aber dem das Abstellgleis-Schicksal seiner Spielzeugkollegen auch nicht erspart bleibt.


Projekt Seerosenteich (Live/Deluxe Edition)
Projekt Seerosenteich (Live/Deluxe Edition)
Preis: EUR 17,99

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Magie des Moments, 20. August 2012
Es hat weder schriller Outfits, noch lauten Klängen bedurft, um Philipp Poisel zum Popstar wider Willen aufsteigen zu lassen. Mit leisen, unaufgeregten Klängen und um Intimität bemüht, hat sich die Zahl seiner Zuhörer ebenso schnell wie einfach vervielfacht. Alle wollen dem scheinbar letzten Barden und Romantiker lauschen. Seinen Geschichten über die Liebe, das Leben - das Loslassen. Songs voll Tiefe und Seele, denen man die Spuren der Vergangenheit deutlich anmerkt und an denen man (An-)teilnimmt. Und scheinbar ohne es gewollt zu haben, füllt der deutsche Singer/Singwriter immer größere Hallen. Seine beiden Alben "Wo fängt der Himmel an?" (2008) und "Bis nach Toulouse" (2010) werden zu Dauergästen in den Albumcharts. Beide mit Gold geadelt.

Philipp Poisel sucht jedoch die Nähe zu seinem Publikum und so geht er mit "Projekt Seerosenteich" auf Clubshowreise. Kleinere Bühnen, ein eigener Kosmos mit liebevoll aufbereiteten Songs im Gepäck. Seine Stimme und warmen Melodien transportieren ein ganzes Gefühlsspektrum - verursachen Schmerz, Sehnsucht und aufkeimende Hoffnung. Ein Mann im Zentrum eines emotionalen Sturms. Arrangements voll funkelnder Details. Beginnend mit dem reduziert gehaltenen "Schweigen ist Silber", bei dem Akustikgitarre und Streicher das leise Fundament für den sanften Gesang Poisels bilden, bis zum Piano bestimmten "Ich will nur", das sich über den Verlauf emotional und instrumental steigert und zum Ende, Gänsehaut erzeugend, das Publikum zum Miteinstimmen einlädt. Laut wird es nur selten. So erhebt der Protagonist mal beim 8-minütigen "Zünde aller Feuer" die Stimme. Der Song (inkl. E-Gitarren und Schlagzeugeinsatz) ohnehin etwas aufbrausender in seiner Gangart. "Als gäb's kein Morgen mehr" die gute Gelegenheit seine Beine zu bewegen. Das Live Album "Projekt Seerosenteich" (zur ausverkauften Tournee) gleicht in seiner Summe aber mehr einer Symphonie. Bricht immer wieder aus, um die Aufmerksamkeit neu einzufangen, wird aber in erster Linie vom warmen, nuscheligen Gesang des Initiators geprägt. Schöne Geschichte.

Anspieltipps: "Eiserner Steg", "Wie soll ein Mensch das ertragen" und "Ich will nur"


Sorry We're Open
Sorry We're Open
Preis: EUR 17,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Your Crazyness, 19. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Sorry We're Open (Audio CD)
"Bonaparte" in ein einfaches Musikgenre zu katalogisieren, kommt einer Untertreibung gleich. Die Berliner Band um den Schweizer Frontmann Tobias Jundt ist gleichermaßen optisches wie akustisches Spektakel. Trash Punk Zirkus mit Hang zum Ungewöhnlichen. Ein Gesamtkonzept, bei dem der Zuschauer/-hörer einen schmalen Grat zwischen Reizüberflutung und stimulierender Berauschtheit eingeht. Den anfangs rauen Sound hat man durch das Einbinden von "künstlichen" Elementen herausgefordert. Phasenweise gezähmt, aber über weite Strecken noch verschrobener gestaltet. Künstler sind häufig Genußmenschen und "Bonaparte" stellen Genußsucht zur Schau. Mit den beiden Alben "Too much" (2008) und "My horse likes you" die Republik beackert. Nebenbei den RadioAward für Neue Musik, Musikexpress Style Award und den LEA-Award als "Bester Clubact" eingesammelt.

"Sorry, We're Open" erscheint als erstes Studio gewachsenes Album. Eingeleitet von digitalen Seemannsklängen rezitiert "When the ship is thinking" den US-amerikanischen Dichter Richard Hovey, um mit der ersten Singleauskopplung "Quarantine" in See zu stechen. Blues-infizierter Elektrorock, der mit verzerrten E-Gitarren und Synthesizern agiert. Der Titeltrack kommt dagegen schon beinah einfach strukturiert daher und präsentiert sich als tanzbare Indie Dance Nummer - wären da nicht immer wieder diese "Aussetzer". "C'est à moi qu'tu parles?" der erste französischsprachige Song aus der Feder des assoziativen Geschichtenerzählers. Pumpende Beats begleiten charmant-humorvoll verpackte Beleidigungen. Der Spagat zwischen Rock, Indie, Blues, Folk, sowie urbanen Richtungen wie Hip-Hop, Dubstep und Elektro gelingt prächtig. In "Deichkind" typischer Manier wird "Alles schon gesehen" zum Besten gegeben. Phlipp Grütering und Tobias Jundt im rap-verbalen Schlagabtausch. Neben den wiederholten Housemeister Auftritten, bekommt auch der Berliner Musikproduzent Siriusmo seine Spielzeit (Point & Shoot). "Sorry, We're Open" liebäugelt gerne mit dem Rave Punk Genre, bleibt aber nicht zuletzt durch die markante Stimme von Jundt und den ohnehin breit aufgestellten "Bonaparte" Wahnsinn ein gelungenes, Band typisches Album.

Anspieltipps: "Quarantine", "C'est à moi qu' tu parles?" und "Alles schon gesehen"


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