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Rezensionen verfasst von
P-Man "acousticshock.de" (Rodgau)
(VINE®-PRODUKTTESTER)   

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To Be Loved
To Be Loved
Preis: EUR 5,00

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen He got it easy, 16. April 2013
Rezension bezieht sich auf: To Be Loved (Audio CD)
Töchter haltet Eure Mütter fest - und/oder umgekehrt. Kanadas Prince Charming und Vorzeigemusiker Michael Bublé geht wieder auf Edelmetaljagd. Nachdem sich der Sänger und Entertainer mit Alben wie "It's time" (2005), "Call me irresponsible" (2007) und "Crazy love" (2009) in die Herzen zahlreicher Fans geschmeichelt hat und sein "Christmas" (2011) mit über 7 Millionen verkauften Exemplaren zum erfolgreichsten Weihnachtssoundtrack aller Zeiten avanciert ist, veröffentlicht der smarte Bald-Papa sein mittlerweile achtes Studiowerk.

"To Be Loved" ist durch und durch Bublé. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Wer der Zuverlässigkeit eines Uhrwerks gleich alle 2 Jahre eine Platte auf dem Markt bringt, fühlt sich nicht nur den Fans um Quantität, sondern sicherlich auch um eine bestimmte Qualität verpflichtet. Risikobereitschaft ist in diesem Bereich vielleicht auch Fehl am Platze und so überrascht man maximal mit der gefälligen Auswahl vereinzelter Gastauftritte: Das Duett mit Schauspielerin Reese Witherspoon (Something stupid) gab es von Robbie Williams und Nicole Kidman bereits eine Prise ansprechender. Das Zusammentreffen der beiden kanadischen Künstlerkaliber Michael Bublé und Bryan Adams vermag durch die Gegensätzlichkeit der Stimmen und eine eingängige Hookline zu punkten. "Naturally 7" und die "Puppini Sisters" wurden bereits in der Vergangenheit geladen und auch der Hang zur Wiederaufbereitung zeitloser Evergreens ist geblieben. "To love Somebody" von den "BeeGees", Dean Martins "Nevertheless (I'm In Love With You)", "Who's loving you" von den "Miracles", "You've Got a Friend in Me" aus dem Toy Story Soundtrack oder den Elvis Presley Klassiker "Have I told you lately". Bleiben gerade mal 4 Eigengewächse (darunter die lockere Radionummer "It's a beutiful day", mit Hang zum Bereits-Dagewesenen), was durchaus auf die "Sicherheitsnummer" schließen lässt. "My new record is about love, happiness, fun and yummy things." Bekömmlich ist die Mischung aus Balladen, Swing, Vocal Jazz und Big Band Nummern durchaus (und erneut) - keine Frage. Es bleibt zu hinterfragen wie einfach man es einem Künstler machen darf.

Anspieltipps: "It's a beautiful day", "To love somebody" und "After all"
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 17, 2013 8:46 PM MEST


Transitions
Transitions
Wird angeboten von Side Two
Preis: EUR 11,41

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vom Ausschöpfen des eigenen Potenzials, 23. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Transitions (Audio CD)
Die Umstände in Schweden meinen es gut mit Rockmusikern. Ob es nun an der sauberen Luft, der Verbundenheit zur Natur oder einem skandinavischen Sandmann, der sie (einer Muse gleich) im Schlaf und in ihren Träumen küsst, liegt - sie scheinen ein unbegrenztes Maß an Formaten und Ideen zu generieren. "Abba" haben einst die Popwelt regiert, Songs der "Cardigans", "Shout Out Louds", "Hives" und natürlich "Mando Diao" ziehen ihre weitläufigen Kreise. Dabei nicht nur auf Festivals mit hoher Beachtung versehen. John Engelbert und Oskar "Ossi" Bonde tun es Bands wie den "White Stripes", "Kills" oder "Black Keys" gleich und legen als Duo Hand an Mikrophon, Saiten und Schlagzeug.Seit der Veröffentlichung ihres Debüts "Johnossi" als kreative Unbekannte etabliert, die sich innerhalb der Alternative/Indie Rock Schublade immer wieder neu darstellt. Die volatile Single "Man must dance" bis heute funktionstüchtiger Clubtrack. Die Nachfolgealben "All they ever wanted" (2008) und "Maverick" (2010) weitere Belege für ihren unerschöpflichen Tatendrang, sowie Konsolidierung auf ihrer neuen Major Label Heimat.

Durchatmen. Neue Kraft schöpfen. Ideen sammeln. Im Falle von "Transitions" dürfte die Extraportion Keyboards wohl als einschneidendste Neuerung betrachtet werden. Bereits der Opener "Into the wild" beweist, daß es den Schweden immer noch um Musik als Ausdrucksmittel geht. Mit 6 Minuten Spielzeit weder Radio, noch zwingend Club kompatibel. Ein Track, der sich kontrolliert und langsam aufbaut, immer weiter entfaltet, neue Elemente hinzugewinnt, um ab dem Mittelteil emotional auszubrechen. Fast schon progressiv in seiner Herangehensweise. An Charisma hat es denn Stimmen von John und Ossi ohnehin noch nie gemangelt. "Gone forever" als erste Single im Wechselspiel zwischen ergreifender Melodik und kantigen Alternative Klängen. "E.M." präsentiert sich mit seiner ausgeprägten Rhythmik erstmals als "einfacher", wirklich tanzbarer Song, während "Everywhere (with you man)" wieder eine Spur Stadion Feeling aufkommen lässt. Es gelingt ihnen gleichermaßen Intimität (For a little while) aufzubauen, wie kollektiv mitzureißen (Seventeen) - sperrig (Tell the world) und zerbrechlich (Great Escape) zu sein. Dynamisch, um die harmonische Tragweite des Keyboards erweitert, nehmen "Johnossi" nun endgültig im Kreise der schwedischen (Qualitäts-)Wiederholungstäter Platz.

Anspieltipps: "Gone forever", "E.M." und "Seventeen"


WENKO 2780003100 Wäschesammler LIFETIME M - Wäschekorb, Weboptik, Kunststoff, 31 x 45 x 31 cm, 43 Liter, schwarz
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Preis: EUR 13,80

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ergänzende Haushaltshilfe mit Luft nach oben, 7. März 2013
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Zwischen schlicht und modern gerät bereits der Aufbau zur kleinen Herausforderung. Wenn man sich jedoch durch das Steck, Schieb und Klett Verfahren gearbeitet hat, fällt die doch recht überschaubare Größe auf. Das Fassungsvermögen entspricht in etwa zwei normalen Waschmaschinenfüllungen - ist somit als Aufbewahrungsmittel maximal als Ergänzung zu einem aufnahmefähigeren Wäschesammler zu betrachten. Das in Web-Optik gehaltene Kunststoffmaterial mag strapazierfähig sein, doch bietet das Gerüst eher ein instabiles Fundament.
Alles in allem macht sich dieser Korb ganz nett in jeder Badecke oder neben einem Schrank, erfüllt seinen Zweck soweit er kann, ist aber lediglich als Ergänzung mit ausbaufähigen Elementen zu betrachten.


Hier Ist Godot
Hier Ist Godot
Preis: EUR 13,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Ich studier' nicht mehr, ich werd' jetzt Pirat", 1. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Hier Ist Godot (Audio CD)
"Destination Anywhere" - so lautet nicht nur der Titel des zweiten Soloalbums eines gewissen Jon Bon Jovi, sondern vielmehr firmiert seit 7 Jahren eine 7-köpfige Ska/Pop Punk Formation aus Siegen unter diesem Namen. In dieser Zeit veröffentlicht die Band nicht nur 2 EPs, sowie die Alben "Sobstuff, Tales & Anthems" (2008) und "Party, Love & Tragedy" (2010), sondern "bläst" sich auf die Bühnen der Republik. "PopPunk-Granate mit Bläserzündsatz... tick, tick, tick, BOOOM!!!" Zuletzt erfolgt der Ritterschlag mit einem Auftritt im Rahmen von Rock am Ring. Denn auch wenn diese Musikrichtung vielleicht nicht die Charts erobert, dann mindestens die Herzen eines jeden Festivalgängers.

Dass die Siegerländer aber nicht nur "Ska" können, beweisen sie auf ein Neues mit ihrem Album "Hier ist Godot". Erstmalig in deutscher Sprache bewegen sie sich auf einer Linie zwischen (Pop) Punk, Indie, Rock und Offbeat. Überwiegend gut gelaunt, gespickt mit leicht bekömmlichen Texten, aber auch manch nachdenklichen Tönen. Während die beiden Opener noch an die sonnigen Solotage eines Farin Urlaub erinnern, erhält "Am Ende ist doch niemand gern allein" nicht nur inhaltliche Kanten. Erinnert in Tempo und Rhythmik an ein "Screamager" (Therapy?). "Molekularbiologie" schielt dann schon wieder ein wenig mehr Richtung Berlin, bevor "Warum denn nicht wir sind doch jung" praktisch mit dem Vorhergegangenen bricht. Atmosphärisch gehaltenes Intro, tanzbare (Russendisko) Rhythmik in der Strophe und kontrollierte Explosion im Refrain. Ein musikalisches Statement in Richtung YOLO-Fraktion. "Alles wird wie früher sein" erinnert im Aufbau an Emo Rock Zeiten der Anfang 2000er. "Kegelklub" dann wieder deutlich auf den Pop/Ska Punk Pfaden. Gefolgt vom Partytrack "Kompaktseminar", der live die ein oder andere Meute zum Kochen bringen wird. Den russischen Männerchor gibt es obendrauf. Besonders erwähnenswert vielleicht noch der Seitenhieb Richtung Facebookuser (Facebook). Nach dem Motto "Heute schon den Stuhlgang gepostet?". Fest steht - "Destinantion Anywhere" machen auch (oder erst recht) auf deutsch Spaß. "Hier ist Godot" schenkt schon im März die Sonnenstrahlen, die wir uns draußen alle so sehnlich herbeiwünschen.

Anspieltipps: "Sommerkleid", "Warum denn nicht wir sind doch jung" und "Kompaktseminar"


Opposites (Deluxe Edition inkl. DVD)
Opposites (Deluxe Edition inkl. DVD)
Preis: EUR 14,00

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beständiger Wandel, 7. Februar 2013
Es ist beruhigend zu sehen, daß es in Zeiten von Internet Hypes, schnellem Geld und Werteverlust immer noch Bands gibt, die sich in ihrem Streben nach Schönheit nicht Beirren lassen und denen die nötige Zeit gewährt wird aus sich selbst heraus zu wachsen. Die schottische Indie Rock Formation geht seit 1995 diesen Weg, erobert mit jedem weiteren Album weitere Fanherzen und hat sich über den Verlauf als einer der faszinierendsten Live Acts Großbritanniens etabliert. Wenige Frontmänner gehen auf der Bühne so in ihren Songs auf wie Sänger und Gitarrist Simon Neil - leiden und leben sie und brechen am Ende erschöpft, aber mit einem Lächeln auf den Lippen zusammen. Ein Charakter, der auch die Musik des Trios beschreibt. Vielschichtig, leidenschaftlich - gezeichnet von Höhen und Tiefen, Bombast und emotionaler Reduziertheit. Glück und Unglück, Liebe und Verlust liegen oft nah beieinander und so beinhalten ihre Stücke viele Stilelemente, sind bisweilen progressiv in ihrer Gangart und am Ende doch unglaublich eingängig.

"Never change a winnig team" - und so bleibt bei "Opposites" nicht nur das Band Line Up unverändert, sondern steht zum wiederholten Male Produzent GGGarth Richardson (Red Hot Chili Peppers, Rage Against The Machine) hinter den Reglern. Nachdem "Only Revolutions" bereits den Schritt vom Geheimtipp hin zum Stadion Rock Format vollzogen hat, stellt sich dieses eingespielte Team mit geschwellter Brust dem breiten Publikum. "Unsere Leitlinie bei diesem Album war, vor nichts Angst zu haben.", so Neil. Was zu Beginn noch zart und schüchtern durch die Lautsprecher klingt, bricht nach 2,20 Min. mit einem Riff und genialer Melodie aus dem selbst aufgestellten Gatter heraus. "Different People" erinnert dabei an Songs der Marke "The Captain" und "Mountains", die sich eben diesem Wechselspiel zwischen laut und leise bedient haben. "Black Chandelier" hält sich als erste Singleauskopplung an keine Spielregeln, bricht mit Strukturen und verströmt dennoch pure Euphorie. "Sounds like balloons" wieder kantiger, aber auf's Neue von dieser Dynamik und Hymnenhaftigkeit geprägt, die für "Biffy Clyro" so sehr zum Markenzeichen geworden sind und eindrucksvoll (unter tausenden Fans) auf ihrem Live-Album Revolutions: Live at Wembley" festgehalten wurden. (Halb-)Balladen wie "Opposite" und "Skylight" sorgen für die Ruhemomente und stehen als Ausgleich zu ungezähmten Nummern wie "The joke's on us" oder "Modern Magic Formula". Doch jeder für sich allein fast schon ein Hit. Von den Mariachi trifft Torero Klängen eines "Spanish Radio" über Dudelsack Passagen bei "Stingin' Belle". Trotz (oder gerade deswegen) der teils unkonventionellen, progressiven Herangehensweise stehen die Schotten für das, was bleibt. Großartig!

Anspieltipps: "Different people", "The joke's on us" und "Stingin' Belle"


Mattel Fisher-Price X0057 - Little People Auto-Abenteuerpark
Mattel Fisher-Price X0057 - Little People Auto-Abenteuerpark
Wird angeboten von KDS-Handelsvertrieb (schneller Versand)
Preis: EUR 54,75

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Für den Moment, 6. Februar 2013
= Haltbarkeit:3.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:2.0 von 5 Sternen 
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Es ist nicht leicht ein Spielzeug zu finden, das ein Kind längere Zeit in seinen Bann zieht. Meist sind es die Dinge,
von denen man es am Wenigsten erwartet, die dauerhaft für Begeisterung sorgen. Auch der Little People Auto-Abenteuerpark
wird es schwer haben dauerhaft um die Gunst der Kleinen buhlen zu können, behauptet sich jedoch eine ganze Weile
gegen seine Plastik-/Plüschkonkurrenz.
Die Teile ähneln dem Bausatz eines übergroßen Überraschungseis. Geschickt präsentiert (und im Teamwork), beginnt das Erkunden des Spielzeugs also bereits mit dem Aufbau. Farbenprächtig, mit Aufklebern, Fähnchen und natürlich den Fahrzeugen versehen, erkunden die Kleinen sofort die Möglichkeiten dieser Bahn. Ob mit der Schlangenrutsche oder die "High Speed" Rampe auf Knopfdruck - Spielspaß vorprogrammiert.

Tatsächlich ist das Gerüst relativ instabil und verleitet zur Demontage. Irgendwann verlieren die sich wiederholenden
Abläufe ihren Reiz. Neue Spielimpulse sucht man vergebens.

Der Auto-Abenteuerpark bleibt somit ein Spielzeug für den Moment. Erfüllt aber für eben diesen absolut seinen Zweck.


#3 Deluxe Version
#3 Deluxe Version
Preis: EUR 8,97

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mixed Emotions, 26. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: #3 Deluxe Version (Audio CD)
Auch wenn sie 2008 mit der Single "The man who can't be moved" durchaus ein erstes Ausrufezeichen in den deutschen Singlecharts hinterlassen, erhalten "The Script" hier bis zuletzt nicht die gleiche Aufmerksamkeit wie in Großbritannien und den USA. In ihrer Heimat Irland mit Erscheinen ihres selbst betitelten Debütalbums eine gefeierte Alternative/Pop Rock Größe verhelfen mitunter wiederholte Features in Serien wie "90210", "Ghost Whisperer", "The Hills" oder "The Vampire Diaries" zum Erfolg in Übersee. Auftritte im Vorprogramm von "U2", "Take That" oder "Paul McCartney" lassen in ähnlicher Weise auf breite Anerkennung schließen. Emotional geprägt mit Hang zu pathetischen Melodien stehen sie in der Tradition von Bands wie "OneRepublic", "The Fray" oder "Stanfour".

Eben solche Formationen, die auch ein Til Schweiger gerne mit seinen Kinofilmen protegiert. Nachdem bereits die Single "Breakeven" den Weg auf den Soundtrack zu "Kokowääh" findet, erhält "Hall of Fame" nun die gebündelte Aufmerksamkeit. Noch bevor der zweite Teil in den Lichtspielhäusern anläuft, entert dieser Song die deutschen Charts. Verdient, möchte man meinen, da eingängig, melodisch und zeitgemäß zugleich. Die Kombination aus Sprechgesang und einnehmenden Melodien zieht sich nicht nur durch diese Nummer, sondern durch das ganze, dazugehörige Album. Dieses hört auf den Namen "#3" und bringt einige Argumente dafür mit, daß man es den genannten Vergleichsbands auch hierzulande nachtun könnte. Schon der Einstieg "Good ol' days" packt den geneigten Pop Rock Hörer am Schopf. Den viel diskutierten Sprechgesang von Sänger Danny O'Donoghue gab es bereits in den Anfängen, doch noch nie so ausgeprägt wie heute. Manchmal etwas "Linkin Park" (If you could see me now), dann wieder "Barenaked Ladies" (Give the love around). Aber gerade dieser Umstand - das Wechselspiel zwischen gesungenen und gerapten Passagen - hält die Spannung oben. Und während sich Kollegen auf Albumlänge durchaus mal in ihrem Schwulst verlieren, besitzt "#3" Groove und emotionale Momente. "Six degrees of separation" und "Millionaires" nur zwei Beispiele dafür, daß das Trio noch in der Lage ist zu betören. Die Deluxe Version hält neben drei Bonustracks noch vier Liveaufnahmen eines Auftritts im Aviva Stadium, Dublin bereit. Wer also zwischen "OneRepublic" und "Stanfour" noch einen Platz im CD Regal frei hat, darf diesen gerne mit diesem Album füllen.

Anspieltipps: "Good ol' days", "Hall of Fame" und "No words"


Vicious Lies and Dangerous Rumors
Vicious Lies and Dangerous Rumors
Preis: EUR 15,11

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zusammen in Harmonie, 3. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Vicious Lies and Dangerous Rumors (Audio CD)
Gehen sie nun getrennte Wege oder nicht? Nachdem das letzte "OutKast" Album (Idlewild) mittlerweile 6 Jahre zurückliegt, verlieren viele Fans des extravaganten Hip Hop Zweigespanns den Glauben an eine neue, gemeinsame Platte. Dabei ist eine Wiedervereinigung scheinbar nicht ausgeschlossen - schenkt man den zuletzt geäußerten Worten von Antwan André Patton Glauben. Bevor es dazu kommt, konzentrieren sich beide jedoch noch auf ihre jeweiligen Soloprojekte. Während Big Boi 2010 bereits mit dem hochklassigen "Sir Lucious Left Foot: The Son of Chico Dusty" den Beweis angetreten ist, daß er durchaus auch allein kann, bleibt André 3000 seine musikalische Antwort bisher noch schuldig. Abgesehen von schauspielerischen Seitensprüngen und vereinzelten Gastauftritten (John Legend, Lloyd, T.I.) steht dieser noch etwas abseits. Sein Kollege hingegen auch als Produzent und Entdecker erfolgreich. So leistet er Newcomerin Janelle Monáe Karriere-Starthilfe, die mit The ArchAndroid (Suites II and III)" ihr Labeldebüt auf Bad Boy Records abliefert. Die Single "Tightrope" nicht nur durch Big Bois Einfluß geprägt, sondern mit einem entsprechenden Gastauftritt gewürdigt.

Und der 37-jährige bleibt umtriebig, zeigt sich sämtlichen Stilrichtungen offen und legt mit "Vicious Lies and Dangerous Rumors" eindrucksvoll nach. Singer/Songwriter Sleepy Brown, das Indie Pop/Electronic Rock Duo "Phantogram", Rapper wie A$AP Rocky, T.I., Killer Mike und Ludacris, sowie die kalifornische Surf/Noise Rock Formation "Wavves" stecken den bunten Rahmen für ein unterhaltsames Hip Hop Album ab. Die Futuristic Funk Nummern (Objectum Sexuality, CPU, Mama told me) sind darauf ebenso enthalten wie roughe Kopfnicker (In the A, Killer Mike). "Shoes for Running" erinnert nicht zuletzt im Refrain an einen Song Marke "MGMT" und unterstreicht die Annäherung an vermeintliche Indieklänge. Gleichermaßen gefühlvoll und melodisch wird es bei langsamen Tracks wie "She hates me" und "Tremendous Damage". Dabei die Features von Kid Cudi und Bosko besonders lobens-/erwähnenswert. Etwas "OutKast" Spirit dann bei "Apple of my eye", das mit seinem eingängigem Refrain und tanzbarem Beat besticht. Genrepuristen könnte der Musikmix bisweilen etwas zu experimentell bzw. elektronisch ausgefallen sein. Wer sich jedoch darauf einlassen kann, erhält ein abwechslungsreiches Wohlfühlalbum, das so wohl nur ein Big Boi (oder André 3000) abliefern kann/darf.

Anspieltipps: "She hates me", "Lines" und "Shoes for running"


Birdy
Birdy
Preis: EUR 17,49

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Young Blood, 17. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Birdy (Audio CD)
Während sich nun leider auch "The Voice" (Kids) daran versucht das nächste "Wunderkind" ans Mikrophon zu holen, hat sich eine junge Britin bereits in die Herzen weltweiter Fans gesungen. Schon im letzten Jahr tänzelt die damals 15-jährige Singer/Songwriterin aus Großbritannien ganz leise und leichtfüßig durch die internationalen Charts. Birdy hat mit der Eigeninterpretation der Bon Iver Nummer "Skinny love" nicht nur die heimischen Radiostationen in Verzückung versetzt, sondern Länder übergreifend Erfolge gefeiert. Als Tochter einer Konzertpianistin und mit dem frühen Willen eigene Songs zu schreiben, gewinnt sie im Alter von 12 Jahren den Musikwettbewerb "Open Mic UK 2008". Der Plattenvertrag mit 14th Floor Records (Biffy Clyro, Damien Rice) folgt auf dem Fuße und fortan werden die spartanisch inszenierten und gefühlvollen Lieder der Jasmine van den Bogaerde in die Welt getragen.

Doch so ganz trifft die Zuschreibung auch nicht des Wahrheit's Kern, denn ihr Debütalbum "Birdy" wird, abgesehen von dem selbst geschriebenen "Without a word", von Coverversionen bestimmt. Von Zurückhaltung keine Spur, misst sie sich doch mit Indie Schwergewichten wie "Phoenix" (1901), "The Postal Service" (The district sleeps alone tonight) oder "The xx" (Shelter). Dabei geht sie deutlich reduzierter zu Werke, entkleidet die Titel bis auf ihr emotionales Zentrum und verleiht ihnen eine überwiegend melancholische Grundnote. Ein durch und durch herbst-winterliches Album, das mit vereinzelten Sonnenstrahlen zum Blinzeln verleitet. Das Piano bleibt prägendes Element, wird gelegentlich von Effekten begleitet und rollt der jugendlichen Stimme der Britin den roten Teppich aus.

Dem gängigen Re-Release Schema fällt nun auch ihr Erstling aus dem vergangenen Jahr anheim. Als Special Edition inkl. 3 neuen Bonus Songs (darunter die Coverversionen von "Comforting Sounds" / Mew & "Farewell and Goodnight" / The Smashing Pumpkins), sowie einer DVD, die das Gesamtpaket mit einem 22-minütigen Konzertmitschnitt, exklusiven Live Sessions (ein Highlight dabei sicherlich die Interpretation von Ed Sheeran's "The A-Team") und den bisherigen Musikvideos abrundet, gibt man weitere Gründe sich in die Stimme von Birdy zu verlieben. Normalerweise sollte man einem Debüt, bestehend aus Coversongs, eine berechtige Portion Skepsis erwidern und Kalkül unterstellen. In diesem Fall ist die Auswahl so erfrischend abseits vom gängigen Radiomainstream, daß der zauberhafte Indie Folk Ausflug von Birdy absolut als Hörreise zu empfehlen ist.

Anspieltipps: "People help the people", "Qhite Winter Hymnal" und "Young blood"


American Soul
American Soul
Preis: EUR 5,55

23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Holding back the years, 26. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: American Soul (Audio CD)
"Simply Red" sind nicht mehr. Seit 2010, um genau zu sein. Dennoch möchte/muß (überspitzt gesagt) ein Berufsmusiker natürlich weiterhin Geld verdienen. Ein Trend, der sich bei vielen, einst auffallenden Pop/Rock Frontmännern durchzieht, ist der Wandel hin zu "entspannteren" Klängen. Dabei werden häufig Vorbilder aus der Vergangenheit zitiert. Mick Hucknall macht da keine Ausnahme und präsentiert mit "American Soul" eine Zusammenstellung von Soul, R&B, Gospel, Blues und Jazz Nummern der 50er, 60er und frühen 70er Jahre.Nach der Veröffentlichung seines Solo Debüts "Tribute to Bobby", das, dem Titel entsprechend, eine Ehrerbietung an den amerikanischen Blues Musiker Bobby Bland darstellt, widmet er sich nun einem ganzen Genre- bzw. Künstlerspektrum. "That's how strong my love is" (Otis Redding), "Tell it like it is" (Aaron Neville), "Lonely Avenue" (Ray Charles), "It's impossible" (Perry Como), "I'd rather go blind" (Etta James), "Don't let me be misunderstood" (Nina Simone). Im Falle von "I only have eyes for you" (The Flamingos) erweitert er die Auswahl sogar um Doo-Wop Elemente. Große Klassiker und Liebhaberstücke. Mal gedrosselt, mal mit zusätzlichen Instrumenten (Harfe, Flöte, E-Gitarre, Paino, etc.) ausgeweitet. Die Neuinterpretationen vermögen zu gefallen. Nicht zuletzt - getragen durch die markante, ausdrucksstarke Stimme von Mick Hucknall. Wundervoll der gefühlvolle Abschluß in Form des Anthony & The Johnson Covers "Hope there's someone", welches mit seiner emotionalen Tiefe überzeugt und trotz vergleichsweise später Entstehung (2005) das Motto der Platte trifft. So stellt "American Soul" die gelungene Rückkehr einer Charakterstimme dar, der man aber dennoch für die Zukunft gerne eine "eigenes" Album abverlangen möchte.

Anspieltipps: "That's how strong my love is", "Lonely Avenue" und "The girl that radiates that charm"
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 4, 2012 11:23 PM CET


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