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Rezensionen verfasst von
P-Man "acousticshock.de" (Rodgau)
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   

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Mattel Fisher-Price X0057 - Little People Auto-Abenteuerpark
Mattel Fisher-Price X0057 - Little People Auto-Abenteuerpark
Preis: EUR 39,99

3.0 von 5 Sternen Für den Moment, 6. Februar 2013
= Haltbarkeit:3.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:2.0 von 5 Sternen 
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Es ist nicht leicht ein Spielzeug zu finden, das ein Kind längere Zeit in seinen Bann zieht. Meist sind es die Dinge,
von denen man es am Wenigsten erwartet, die dauerhaft für Begeisterung sorgen. Auch der Little People Auto-Abenteuerpark
wird es schwer haben dauerhaft um die Gunst der Kleinen buhlen zu können, behauptet sich jedoch eine ganze Weile
gegen seine Plastik-/Plüschkonkurrenz.
Die Teile ähneln dem Bausatz eines übergroßen Überraschungseis. Geschickt präsentiert (und im Teamwork), beginnt das Erkunden des Spielzeugs also bereits mit dem Aufbau. Farbenprächtig, mit Aufklebern, Fähnchen und natürlich den Fahrzeugen versehen, erkunden die Kleinen sofort die Möglichkeiten dieser Bahn. Ob mit der Schlangenrutsche oder die "High Speed" Rampe auf Knopfdruck - Spielspaß vorprogrammiert.

Tatsächlich ist das Gerüst relativ instabil und verleitet zur Demontage. Irgendwann verlieren die sich wiederholenden
Abläufe ihren Reiz. Neue Spielimpulse sucht man vergebens.

Der Auto-Abenteuerpark bleibt somit ein Spielzeug für den Moment. Erfüllt aber für eben diesen absolut seinen Zweck.


#3 Deluxe Version
#3 Deluxe Version
Preis: EUR 19,98

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mixed Emotions, 26. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: #3 Deluxe Version (Audio CD)
Auch wenn sie 2008 mit der Single "The man who can't be moved" durchaus ein erstes Ausrufezeichen in den deutschen Singlecharts hinterlassen, erhalten "The Script" hier bis zuletzt nicht die gleiche Aufmerksamkeit wie in Großbritannien und den USA. In ihrer Heimat Irland mit Erscheinen ihres selbst betitelten Debütalbums eine gefeierte Alternative/Pop Rock Größe verhelfen mitunter wiederholte Features in Serien wie "90210", "Ghost Whisperer", "The Hills" oder "The Vampire Diaries" zum Erfolg in Übersee. Auftritte im Vorprogramm von "U2", "Take That" oder "Paul McCartney" lassen in ähnlicher Weise auf breite Anerkennung schließen. Emotional geprägt mit Hang zu pathetischen Melodien stehen sie in der Tradition von Bands wie "OneRepublic", "The Fray" oder "Stanfour".

Eben solche Formationen, die auch ein Til Schweiger gerne mit seinen Kinofilmen protegiert. Nachdem bereits die Single "Breakeven" den Weg auf den Soundtrack zu "Kokowääh" findet, erhält "Hall of Fame" nun die gebündelte Aufmerksamkeit. Noch bevor der zweite Teil in den Lichtspielhäusern anläuft, entert dieser Song die deutschen Charts. Verdient, möchte man meinen, da eingängig, melodisch und zeitgemäß zugleich. Die Kombination aus Sprechgesang und einnehmenden Melodien zieht sich nicht nur durch diese Nummer, sondern durch das ganze, dazugehörige Album. Dieses hört auf den Namen "#3" und bringt einige Argumente dafür mit, daß man es den genannten Vergleichsbands auch hierzulande nachtun könnte. Schon der Einstieg "Good ol' days" packt den geneigten Pop Rock Hörer am Schopf. Den viel diskutierten Sprechgesang von Sänger Danny O'Donoghue gab es bereits in den Anfängen, doch noch nie so ausgeprägt wie heute. Manchmal etwas "Linkin Park" (If you could see me now), dann wieder "Barenaked Ladies" (Give the love around). Aber gerade dieser Umstand - das Wechselspiel zwischen gesungenen und gerapten Passagen - hält die Spannung oben. Und während sich Kollegen auf Albumlänge durchaus mal in ihrem Schwulst verlieren, besitzt "#3" Groove und emotionale Momente. "Six degrees of separation" und "Millionaires" nur zwei Beispiele dafür, daß das Trio noch in der Lage ist zu betören. Die Deluxe Version hält neben drei Bonustracks noch vier Liveaufnahmen eines Auftritts im Aviva Stadium, Dublin bereit. Wer also zwischen "OneRepublic" und "Stanfour" noch einen Platz im CD Regal frei hat, darf diesen gerne mit diesem Album füllen.

Anspieltipps: "Good ol' days", "Hall of Fame" und "No words"


Vicious Lies and Dangerous Rumors
Vicious Lies and Dangerous Rumors
Preis: EUR 11,59

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zusammen in Harmonie, 3. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Vicious Lies and Dangerous Rumors (Audio CD)
Gehen sie nun getrennte Wege oder nicht? Nachdem das letzte "OutKast" Album (Idlewild) mittlerweile 6 Jahre zurückliegt, verlieren viele Fans des extravaganten Hip Hop Zweigespanns den Glauben an eine neue, gemeinsame Platte. Dabei ist eine Wiedervereinigung scheinbar nicht ausgeschlossen - schenkt man den zuletzt geäußerten Worten von Antwan André Patton Glauben. Bevor es dazu kommt, konzentrieren sich beide jedoch noch auf ihre jeweiligen Soloprojekte. Während Big Boi 2010 bereits mit dem hochklassigen "Sir Lucious Left Foot: The Son of Chico Dusty" den Beweis angetreten ist, daß er durchaus auch allein kann, bleibt André 3000 seine musikalische Antwort bisher noch schuldig. Abgesehen von schauspielerischen Seitensprüngen und vereinzelten Gastauftritten (John Legend, Lloyd, T.I.) steht dieser noch etwas abseits. Sein Kollege hingegen auch als Produzent und Entdecker erfolgreich. So leistet er Newcomerin Janelle Monáe Karriere-Starthilfe, die mit The ArchAndroid (Suites II and III)" ihr Labeldebüt auf Bad Boy Records abliefert. Die Single "Tightrope" nicht nur durch Big Bois Einfluß geprägt, sondern mit einem entsprechenden Gastauftritt gewürdigt.

Und der 37-jährige bleibt umtriebig, zeigt sich sämtlichen Stilrichtungen offen und legt mit "Vicious Lies and Dangerous Rumors" eindrucksvoll nach. Singer/Songwriter Sleepy Brown, das Indie Pop/Electronic Rock Duo "Phantogram", Rapper wie A$AP Rocky, T.I., Killer Mike und Ludacris, sowie die kalifornische Surf/Noise Rock Formation "Wavves" stecken den bunten Rahmen für ein unterhaltsames Hip Hop Album ab. Die Futuristic Funk Nummern (Objectum Sexuality, CPU, Mama told me) sind darauf ebenso enthalten wie roughe Kopfnicker (In the A, Killer Mike). "Shoes for Running" erinnert nicht zuletzt im Refrain an einen Song Marke "MGMT" und unterstreicht die Annäherung an vermeintliche Indieklänge. Gleichermaßen gefühlvoll und melodisch wird es bei langsamen Tracks wie "She hates me" und "Tremendous Damage". Dabei die Features von Kid Cudi und Bosko besonders lobens-/erwähnenswert. Etwas "OutKast" Spirit dann bei "Apple of my eye", das mit seinem eingängigem Refrain und tanzbarem Beat besticht. Genrepuristen könnte der Musikmix bisweilen etwas zu experimentell bzw. elektronisch ausgefallen sein. Wer sich jedoch darauf einlassen kann, erhält ein abwechslungsreiches Wohlfühlalbum, das so wohl nur ein Big Boi (oder André 3000) abliefern kann/darf.

Anspieltipps: "She hates me", "Lines" und "Shoes for running"


Birdy
Birdy
Preis: EUR 18,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Young Blood, 17. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Birdy (Audio CD)
Während sich nun leider auch "The Voice" (Kids) daran versucht das nächste "Wunderkind" ans Mikrophon zu holen, hat sich eine junge Britin bereits in die Herzen weltweiter Fans gesungen. Schon im letzten Jahr tänzelt die damals 15-jährige Singer/Songwriterin aus Großbritannien ganz leise und leichtfüßig durch die internationalen Charts. Birdy hat mit der Eigeninterpretation der Bon Iver Nummer "Skinny love" nicht nur die heimischen Radiostationen in Verzückung versetzt, sondern Länder übergreifend Erfolge gefeiert. Als Tochter einer Konzertpianistin und mit dem frühen Willen eigene Songs zu schreiben, gewinnt sie im Alter von 12 Jahren den Musikwettbewerb "Open Mic UK 2008". Der Plattenvertrag mit 14th Floor Records (Biffy Clyro, Damien Rice) folgt auf dem Fuße und fortan werden die spartanisch inszenierten und gefühlvollen Lieder der Jasmine van den Bogaerde in die Welt getragen.

Doch so ganz trifft die Zuschreibung auch nicht des Wahrheit's Kern, denn ihr Debütalbum "Birdy" wird, abgesehen von dem selbst geschriebenen "Without a word", von Coverversionen bestimmt. Von Zurückhaltung keine Spur, misst sie sich doch mit Indie Schwergewichten wie "Phoenix" (1901), "The Postal Service" (The district sleeps alone tonight) oder "The xx" (Shelter). Dabei geht sie deutlich reduzierter zu Werke, entkleidet die Titel bis auf ihr emotionales Zentrum und verleiht ihnen eine überwiegend melancholische Grundnote. Ein durch und durch herbst-winterliches Album, das mit vereinzelten Sonnenstrahlen zum Blinzeln verleitet. Das Piano bleibt prägendes Element, wird gelegentlich von Effekten begleitet und rollt der jugendlichen Stimme der Britin den roten Teppich aus.

Dem gängigen Re-Release Schema fällt nun auch ihr Erstling aus dem vergangenen Jahr anheim. Als Special Edition inkl. 3 neuen Bonus Songs (darunter die Coverversionen von "Comforting Sounds" / Mew & "Farewell and Goodnight" / The Smashing Pumpkins), sowie einer DVD, die das Gesamtpaket mit einem 22-minütigen Konzertmitschnitt, exklusiven Live Sessions (ein Highlight dabei sicherlich die Interpretation von Ed Sheeran's "The A-Team") und den bisherigen Musikvideos abrundet, gibt man weitere Gründe sich in die Stimme von Birdy zu verlieben. Normalerweise sollte man einem Debüt, bestehend aus Coversongs, eine berechtige Portion Skepsis erwidern und Kalkül unterstellen. In diesem Fall ist die Auswahl so erfrischend abseits vom gängigen Radiomainstream, daß der zauberhafte Indie Folk Ausflug von Birdy absolut als Hörreise zu empfehlen ist.

Anspieltipps: "People help the people", "Qhite Winter Hymnal" und "Young blood"


American Soul
American Soul
Preis: EUR 9,98

21 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Holding back the years, 26. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: American Soul (Audio CD)
"Simply Red" sind nicht mehr. Seit 2010, um genau zu sein. Dennoch möchte/muß (überspitzt gesagt) ein Berufsmusiker natürlich weiterhin Geld verdienen. Ein Trend, der sich bei vielen, einst auffallenden Pop/Rock Frontmännern durchzieht, ist der Wandel hin zu "entspannteren" Klängen. Dabei werden häufig Vorbilder aus der Vergangenheit zitiert. Mick Hucknall macht da keine Ausnahme und präsentiert mit "American Soul" eine Zusammenstellung von Soul, R&B, Gospel, Blues und Jazz Nummern der 50er, 60er und frühen 70er Jahre.Nach der Veröffentlichung seines Solo Debüts "Tribute to Bobby", das, dem Titel entsprechend, eine Ehrerbietung an den amerikanischen Blues Musiker Bobby Bland darstellt, widmet er sich nun einem ganzen Genre- bzw. Künstlerspektrum. "That's how strong my love is" (Otis Redding), "Tell it like it is" (Aaron Neville), "Lonely Avenue" (Ray Charles), "It's impossible" (Perry Como), "I'd rather go blind" (Etta James), "Don't let me be misunderstood" (Nina Simone). Im Falle von "I only have eyes for you" (The Flamingos) erweitert er die Auswahl sogar um Doo-Wop Elemente. Große Klassiker und Liebhaberstücke. Mal gedrosselt, mal mit zusätzlichen Instrumenten (Harfe, Flöte, E-Gitarre, Paino, etc.) ausgeweitet. Die Neuinterpretationen vermögen zu gefallen. Nicht zuletzt - getragen durch die markante, ausdrucksstarke Stimme von Mick Hucknall. Wundervoll der gefühlvolle Abschluß in Form des Anthony & The Johnson Covers "Hope there's someone", welches mit seiner emotionalen Tiefe überzeugt und trotz vergleichsweise später Entstehung (2005) das Motto der Platte trifft. So stellt "American Soul" die gelungene Rückkehr einer Charakterstimme dar, der man aber dennoch für die Zukunft gerne eine "eigenes" Album abverlangen möchte.

Anspieltipps: "That's how strong my love is", "Lonely Avenue" und "The girl that radiates that charm"
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 4, 2012 11:23 PM CET


My Heart'S Sick Chord
My Heart'S Sick Chord
Preis: EUR 17,98

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zusammen ist man weniger allein, 16. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: My Heart'S Sick Chord (Audio CD)
Was könnte einen besseren Nährboden für Kunst bieten als die Beziehung zweier Eheleute zueinander? Im Normalfall, den Menschen, die am Meisten miteinander teilen. Leben, Zeit, Liebe und Vertrauen. Ursprünglich als Soloprojekt des Musikers Daniel Benjamin gegründet, findet die gemeinsame Arbeit mit seiner Frau Eleni einen neuen Namen: "Sea+Air". Dahinter verbirgt sich die Idee deutsches und griechisches Kulturgut zu verbinden. Als Medium werden dafür Einflüsse aus klassischer Musik (J.S. Bach), der experimentellen, tiefgründigen Phase deutscher Musik aus den 70ern (Popol Vuh), sowie die Soundbreite der "Scorpions" herangezogen. Neben vielschichtiger Instrumentalarrangements bilden insbesondere die Harmonien ihrer Stimme das prägende Element ihrer Stücke. 10 Jahre des Schreibens, über 1200 Konzerte weltweit (mit verschiedenen Projekten), Supportshows für "Sufjan Stevens", "The White Stripes", "José Gonzalez" oder "Sportfreunde Stiller" haben ihre ambivalenten Spuren hinterlassen. Doch erst die Auftritte im Vorprogramm von Whitney Houston - die besondere Wirkung auf ein vermeintliches Mainstream Publikum - geben den Antrieb den nächsten Schritt zu wagen.

"My Heart's Sick Chord" gibt sich als Spiegel eines erfüllten, abwechslungsreichen (Künstler-)Lebens. Zwischen Klassik, Folklore, Indie, Pop und Rock bauen Daniel und Eleni ihr eigenes Klanggerüst - lassen die Menschen teilhaben an den Geschichten über die Liebe, Trauer, Schmerz und Hoffnung. Sie zaubern ein Lächeln in das Gesicht des Hörers, um ihn im nächsten Moment in eine Art Traumwelt zu entführen. Es ist das erste Album in der Geschichte der Popmusik, das auf dem Cembalo (Johann Sebastian Bachs Lieblingsinstrument) geschrieben wurde. Dennoch lässt sich das Album keinem Genre klar zuordnen. Mal gibt man sich einem akustischen, emotional geführten Kammerspiel hin (Safe from harm), entwickelt Soundtrack ähnliche Ausmaße (Take me for a ride), wie sie zuletzt im hervorragenden "Beasts Of The Southern Land" zu hören waren, erinnert an progressive Nummern eines Peter Gabriel (Mercy Street) oder wandelt auf den Spuren von Stadion Rock Formationen wie U2 oder Coldplay (Dirty love, The sea after a storm). Auch wenn man dabei die Indie Pfade nie ganz verlässt. Praktisch kein Song ähnelt dem anderen. Langsam, Schnell. Strukturiert. Gebrochen. Laut und leise. Bombast und Akustik. Vom Rock Musical (Yeah I know) bis zum (Sirenen gleich) hypnotisch wirkenden Titelsong. Wir finden, es ist uns gelungen, das Innenleben eines Menschen darzustellen, wie es ist. Als Achterbahn der Gefühle. Extreme Emotionen wechseln sich da in schnellem Rhythmus ab. Das Geheimnis ist es, von einer Seite zur anderen zu schwanken, ohne aus der Bahn zu fallen." Und tatsächlich, dieses Kunststück ist "Sea+Air" gelungen.

Anspieltipps: "Take me for a ride", "You don't care about me" und "Do animals cry"


Halcyon
Halcyon
Preis: EUR 6,66

17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Organic Electronics, 11. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Halcyon (Audio CD)
Für die englische Musikpresse steht bereits Anfang 2010 fest, daß mit Ellie Goulding ein neuer Popstern am Himmel erstrahlt. Der zunehmende Erfolg in England und in den USA gibt den Vorschusslorbeeren Recht - die besondere Magie und Begeisterungsfähigkeit von "Lights" bewegt über 1 Millionen Menschen zum Kauf ihres Debütalbums. Mit ihren Wurzeln im Folkbereich und bewandert an Piano, Gitarre und Schlagzeug, eifert sie musikalischen Vorbildern wie Pearl Jam, Björk und Beyoncé nach. Doch erst die Erweiterung durch Electro/Synth Pop Elemente definieren ihren Sound. Zuckersüße Melodien und Herzblut als Fundament für schillernde New Wave Zitate. Sie schlägt die Brücke zwischen Florence Welch, Kate Bush und Organic Electronics. Pendelt zwischen Gefühl und Effekt. Auftritte im Rahmen der Hochzeit von William und Kate, sowie für Barack Obama zu Weihnachten, untermauern ihren Ausnahmestatus.

2 Jahre später. Ellie Goulding hat sich weiterentwickelt. Die zarte Gestalt von einst, zeigt sich mit Hipster Allüren, inklusive dazugehörigem Mann an der Seite - Skrillex. Zu ihrem neuen Platte sagt sie selbst: "Dieses Album ist für mich wie eine Reise vom Dunkel ins Licht, von Verwirrung bis hin zu Verständnis." Also, alles und nichts. Doch wem dabei der Engel von einst fehlt, der wird ihn in "Halcyon" wiederfinden. Bereits der Opener "Don't say a word" legt viel Wert auf Ausdruck, Ursache und Wirkung. Ein Soundtrack-ähnliches Gerüst unterlegt ihre Elfen hafte Stimme. Über den Verlauf arbeitet und untermalt man gezielt mit Beat und Percussion Mustern, begleitet mit Synthesizerharmonien und gibt ihren Songs eine emotionale Tragweite. Von den Pianopassagen eines "My blood" über die Gospeleinlagen von "Anything could happen" bis zu den Dubstep Fundamenten (Figure 8, Atlantis), ohne die ein (britischer) Popkünstler wohl nicht mehr kann, und reduziert gehaltenen Balladen "Joy" und "Dead in the water", die in "Cinemascope" ausufern. So wirklich Dancefloor ist da eigentlich nur die Zusammenarbeit mit Calvin Harris (I need your love). Das dafür aber richtig. Goulding bleibt Kern ihrer Musik. Tänzelt mit ihrer hellen Stimme zwischen Stilen und Stilistik. Das kann sich Hören und Sehen lassen. Bleibt dennoch einem alternativer gefärbten "Mainstream" Publikum vorbehalten.

Anspieltipps: "Anything can happen", "Only you" und "I need your love"
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 13, 2013 5:12 PM MEST


The Origin of Love
The Origin of Love
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 7,47

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Glücksmomente, 7. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: The Origin of Love (Audio CD)
Als Peter Pan der Popmusik katapultiert sich Michael Holbrook Penniman Jr. 2007 in den internationalen Radioorbit. Kaum ein Hörer kann sich dem Charme der in Zuckerwatte verpackten Nummer "Grace Kelly" entziehen und Folgesingles wie "Relax, take it easy", "Lollipop" oder "Big Girl (You are beautiful)" machen sein Debüt "Life in Cartoon Motion" weltweit zu einem der erfolgreichsten Alben des Jahres. Mika kombiniert Elemente aus Glam Rock, Brit/Power Pop und Electronica zu einem farbenprächtigen Stilmix, der ihm, nicht allein der CD Cover wegen, die Bezeichnung Comic Pop zuschreibt. Zwei Jahre darauf erscheint der Nachfolger "The Boy Who Knew Too Much". Es zeichnet den fortschreitenden Reifeprozess des britischen Künstlers (mit Wurzeln im Libanon) und gleicht phasenweise einem opulent bis schrill ausgestatten, Generationen verbindenden Musical Bei aller Vielfalt stellt das Piano, neben dem Falsettgesang, eine wiederkehrende Größe in seiner Musik dar.

"The Origin Of Love" stellt die Abkehr von den opernhaft-großen Popgesten und selbst erschaffenen Fantasiewelten dar und rückt gefühlte Wahrheiten in den Vordergrund. Themen wie Liebe, Toleranz und die Freude (am Leben als solches) bestimmen den Inhalt. Dafür standen ihm namhafte Produzenten wie Nick Littlemore (Empire Of The Sun), Klas Åhlund (Robyn), Benny Benassi und ein weiteres Mal Greg Wells (Adele, OneRepublic) zur Seite. Diese hinterlassen, jeder für sich, ihre Spuren auf dem Album. So gleicht "Origin of Love" einer Fusion von "Empire Of The Sun" und "Queen", während "Stardust", "Overrated" und die Single "Celebrate" (feat. Pharrell Williams) durch clubtaugliche Beats untermalt werden. Synthesizer machen sich neben dem Piano breit und lassen wenig Raum für überzeichnete Bubblegum Nummern - auch wenn diese mit "Lola", "Love you when I'm drunk" oder dem Priscilla Renea Feature "Popular Song" durchaus noch vertreten sind. Instrumental "ausgezogen" zeigt sich Mika nur noch bei der Ballade "Heroes". Doch ob nun Synth Pop, Glam Rock oder welche Gestalt auch seine Musik annimmt, "The Origin Of Love" besticht durch hohen Unterhaltungswert und Hitdichte, getragen von einem Kopf, der sich gegen gängige Songstrukturen wehrt.

Anspieltipps: "Origin of Love", "Underwater" und "Popular Song"
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 9, 2012 8:44 PM MEST


Higher
Higher
Preis: EUR 18,91

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bekannte Größe(n), 6. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Higher (Audio CD)
Wenn die neuen (Pop) Gerichte nicht mehr schmecken, greift man gerne auf Altbewährtes zurück. Ein ähnliches Prinzip haben sich "The Overtones" zugrunde gelegt. Ursprünglich in den 50ern und frühen 60ern angesiedelt, bringt das englisch-irisch-australische Vocal Harmony Quintett den Doo Wop Sound in die 2010er. Stimmfokussierte Songs, geprägt von einfacher Rhythmik und simpel gehaltenen Lyrics. Nachdem ihr Debüt "Good Ol' Fashioned Love" bereits Ende 2010 in Großbritannien veröffentlicht wird und zwischenzeitlich Platz 4 der Albumcharts für sich beansprucht, schlägt erst die Verwendung der Single "Gambling Man" in einem Spot für den Fernsehsender "RTL Nitro" die Bekanntheitsbrücke nach Deutschland. Als erweiterte Zusammenstellung von Coverversionen zeitloser Klassiker ("The longest time", "Blue Moon"), Neuinterpretationen aktueller Nummern ("Rolling in the deep", "Forget you"), sowie vereinzelten Eigenaufnahmen (Gambling man, Good ol' fashioned love) wird das Debüt unter dem Namen "Gambling Man" wiederveröffentlicht und Genre verwandten Künstlern wie Michael Bublé adrette Konkurrenz an die Seite gestellt. Der Ritterschlag erfolgt 2012 mit den Live-Auftritten beim Diamantenen Thronjubiläum der Queen und den Olympischen Spielen in London.

Album Nummer 2 erscheint nun im Gleichklang. Fliegen, Krawatten, Jacketts und Stecktücher justiert und los geht's. "Higher" bedient sich dabei bewährter Mittel und kombiniert Oldies, Evergreens und das ein oder andere Eigengewächs zu einem leicht bekömmlichen Ganzen. Dennoch mangelt es der Platte an Frische und Überzeugungskraft. Lebte das Debüt noch von seinem Überraschungseffekt und charmant vorgetragenen Wiederauflagen, macht sich nun der laue Duft der Berechnung bzw. Berechenbarkeit breit. Lauschte man beim Vorgänger noch den "Overtones", sucht man bei Coverversionen von "beswingten" Nummern wie "Perfect" (Fairground Attraction, 1988) und "Reet Petite" (Jackie Wilson, 1957) oder Balladen wie "You've lost that loving feeling" (The Righteous Brothers, 1964) und "Unforgettable" (Nat King Cole, 1951) immer das Original. Vermisst es phasenweise sogar. Die neue Single "Loving the sound", geschrieben von Phil Thornally (Pixie Lott) und Jon Green, ist ordentlich geraten, aber näher an den frühen "Take That" als an der Qualität eines "Gambling Man". "Higher" versucht sich an der Einbindung von neuen, komplexeren Elementen und könnte durchaus auch von Moby geschrieben worden sein. Doch selbst das wirkt zu gewollt. "Higher" ist wahrlich nicht schlecht, bleibt kurzweilig und unterhaltsam - den Überraschungsmoment haben "The Overtones" jedoch nicht mehr inne.

Anspieltipps: "Runaround Sue", "Love Song" und "Keep me hanging on"


Wide Awake
Wide Awake
Wird angeboten von Bester Kauf
Preis: EUR 12,59

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bauchgefühl, 28. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Wide Awake (Audio CD)
Am 24. November 2011 ging “The Voice Of Germany“ auf Sendung. Eine Talentsuche, die in der Folge dem ausgelutschten Castingshow Thema frischen Wind verleihen sollte. Ausgezeichnet mit der Goldenen Kamera 2012 (Beste Unterhaltung), in mindestens 30 weiteren Ländern ebenfalls ausgestrahlt. Als ein Schützling des “Team Rea“ (Rea Garvey) konnte sich der junge Flensburger Michael Schulte bis ins Finale durchkämpfen. Begleitet von seiner Akustikgitarre hatte sich der Singer/Songwriter bereits als YouTube Phänomen einen Namen gemacht. Er ist ein Verfechter der leisen Töne. Nachdenklich, gefühlvoll – auf den emotionalen Kern reduziert.Was mit seiner Onlineinterpretation von “Tears In Heaven“ (Eric Clapton) beginnt, findet mit einem Duett mit Ed Sheeran und dem 3. Platz bei “The Voice Of Germany“ seinen vorläufigen Höhepunkt.

Nach der Veröffentlichungen von “All the waves“ und den “Acoustic Cover“ Ausgaben Vol. 1 – 3, feiert Schulte nun mit “Wide Awake“ seinen Labeleinstand bei Very Us Records. Das Chart erprobte “Carry me home“ ist darauf leider nicht zu finden, doch auch Rea Garvey leistet mit “Beautiful Lie“ wieder einen Songwriterbeitrag. Darauf wird der Rotschopf lediglich von einem Piano begleitet. Das Instrument, welches neben Stimme (Matt Bellamys nicht unähnlich) und Gitarre, den Charakter des Albums ausmacht. Ob beim opulent ausgestatteten Opener “Run away“, der für die großen Hallen gemacht zu sein scheint, oder einer Ballade wie “You said you’d grow old with me“. Die erste Singleauskopplung “Jump before we fall“ nimmt mit locker tanzbarem Rhythmus Kurs Richtung Radiostationen. Er zitiert bei seinen Songs gerne New Wave/Synth Pop Bands der 80er oder Stadion Rock Formate wie “U2“ und “Coldplay“ (Army of hope, I’m not gonna find you, Higher) und scheut sich auch nicht vor der Begleitung durch Streicher (Wide awake). “Take me as I am“ ein weiteres, eingängiges Beispiel für die Vielseitigkeit seiner Musik. Mit stampfendem Rhythmus und sonnig gezeichneten Klängen – ein echtes Highlight auf dem Album. Zum Abschluß bleiben nur Schulte und seine Gitarre übrig. Die Akustiknummern “Holding back the fire“ und “You’ll be okay“ ohne Beteiligung Dritter geschrieben und der Erkenntnis: Es hat weder einer Castingshow, noch “Profis“ bedurft, um aus Michael Schulte einen ernstzunehmenden Musiker zu machen.

Anspieltipps: “Run away“, “I’m not gonna find you“ und “Take me as I am“


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