Fashion Sale Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Fußball Fan-Artikel calendarGirl Prime Photos Sony Learn More sommer2016 Bauknecht Kühl-Gefrier-Kombination A+++ Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego Summer Sale 16
Profil für P-Man > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von P-Man
Top-Rezensenten Rang: 4.807
Hilfreiche Bewertungen: 1940

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
P-Man "acousticshock.de" (Rodgau)
(VINE®-PRODUKTTESTER)   

Anzeigen:  
Seite: 1-10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17
pixel
We Are Born
We Are Born
Preis: EUR 7,49

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wohlfühl Pop, 30. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: We Are Born (Audio CD)
Der Name Sia Kate Isobelle Furler kommt in seiner Vollständigkeit eher einer elterlichen Zurechtweisung gleich. Für ihre Singer/Songwriter Karriere bevorzugt die gebürtige Australierin dann doch eine kürzere und griffigere Variante: Sia. Als Teil der Indie/Acid Jazz Formation "Crisp" sammelt sie erste Bühnenerfahrung. "Only See" der erste Soloausflug, der einen Umzug nach Großbritannien nach sich zieht. Näher am Puls angesagter Musiktrends und bestärkt durch das eigene Können, erhält der Nachfolger "Healing is difficult" nicht nur eine Major Label Plattform, sondern endlich die breite Aufmerksamkeit der Remix/Club Szene. Man spricht von der nächsten Lauryn Hill oder Nelly Furtado und honoriert damit ihren vielseitigen Mix aus R&B und Jazzelementen. "Colour the small one" verlässt diesen musikalischen Pfad und siedelt sich im Downtempo Bereich an. Akustische Instrumente paaren sich mit elektronischem Hintergrund und erzeugen eine tragende, träumerische Ausrichtung. "Lady Croissant" ein Liveintermezzo, daß die Wartezeit auf das dritte Studioalbum verkürzt. "Some people have real problems" das iTunes Top Pop Album des Jahres 2008. Sia wird auch als Songwriterin interessant und so spannt Christina Aguilera die Australierin in die Arbeiten zu "Bionic" ein.

Das hindert sie jedoch keineswegs im gleichen Jahr ebenfalls mit einem weiteren Album nachzulegen. "We are born" kombiniert sämtliche Stärken der außergewöhnlichen Künstlerin. Praktisch jeder Song ein Ohrwurm mit wunderschönen Melodien gespickt. Mit ihrem vielseitigen Gesang gelingt es ihr hier mal wie Nelly Furtado (The fight), dort nach Lily Allen (Hunting me now), mal nach Blondie, aber am Ende doch immer unverwechselbar eigenständig zu klingen. Dance Pop regiert das Konzept, Soul Jazz umrandet das Ganze. Dabei ungemein abwechslungsreich und voller Phantasie. "Be good to me" lockert erstmals die Zügel und wildert in omnipräsenten Neo Soul Gewässer. "I'm in here" schielt Richtung Ballade und lässt sich auf eine kleine Spur Trip Hop ein. Nur selten etwas dunkler, wie im Fall von "Cloud", gezeichnet. Die Single "Clap your hands" nicht nur Radioliebling, sondern eine 4-minütige Gute Laune Infusion. Wer da nicht mitwippt, hat Wahrnehmungsstörungen oder ist motorisch gehemmt. Die Beat und Synthiefraktion sitzt, Gitarren werden effektvoll, aber dosiert zum Einsatz gebracht und unterstreichen ein Album, daß sich vor keinem Vergleich scheuen muß. Zeigt mir eine Person, die aktuell mitreißende Popsongs im Stile von "Bring night" schreiben kann Da können sich einige Didos und Natasha Bedingfields eine Scheibe von abschneiden. Greg Kurstin (Lily Allen, Britney Spears, Kylie Minogue) nahm den Platz des Produzenten ein und dürfte sichtlich zufrieden mit der gemeinsamen Arbeit sein. Das Madonna Cover "Oh father" lediglich Zugabe auf einem durchgehend funktionierenden Wohlfühl-Popalbum mit hoher Haltbarkeit.

Anspieltipps: "Clap your hands", "Bring night" und "Never gonna leave me"


The Boxer
The Boxer
Wird angeboten von la-era
Preis: EUR 8,88

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dance Floor Ästhetik, 22. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: The Boxer (Audio CD)
"I am Kele" heißt es auf dem Weg zur Homepage des umtriebigen "Bloc Party" Sängers und Gitarristen Kele Okereke, der die Auszeit vom gemeinsamen Bandprojekt nutzt, um praktisch im Alleingang neue Soundwege zu beschreiten. Ohne konkretes Ziel mietet er sich in den EMI Recording Studios ein und entdeckt zwischen Synthesizer und Drum Beats ein neues, ganz eigenes Zeichenbrett. Ursprünglich als künstlerische Pause angelegt, hat sich der Mann aus Liverpool in ein elektronisches Labyrinth gewagt, das "Bloc Party", trotz durchaus vorhandener, nicht zuletzt durch die beiden Remixalben von "Silent Alarm" und "Intimacy" belegter Affinität zu künstlichen Klängen, nie beschreiten wollten. Ein gewagtes Unterfangen, denn Okereke und Kollegen zehren gerade von der besonderen Mischung aus Indie Rock und New Wave/Dance Punk. Dabei auf CD immer ein Erlebnis, während live eher enttäuschend. Es ist somit nicht selbstverständlich, daß er eine Prüfung allein im Rampenlicht und ohne Begleitung von Gitarre, Schlagzeug und Bass besteht.

"The Boxer" umfasst 10 Tracks, die in erster Linie eines sind: anders. "Walk tall" leitet mit seinen Claps und den Marching Song Vocals ein angenehm verschrobenes und in vielen Poren experimentelles Album ein, das sich nicht auf ein bereits bewährtes Konzept verlässt, sondern neue Pfade begeht. Schräg und anstrengend werden Pitchregler auf und ab reguliert, die Stimme verzerrt und Disharmonien erzeugt, um am Ende doch wieder schlüssige Melodien zu konstruieren. Zusammen mit dem Produzenten XXXchange (Spank Rock) praktiziert Okereke eine Art Future Dance mit alternativer Färbung. "On the lam" oder die erste Singleauskopplung "Tenderoni" waschechte Clubnummern, die sich mit dem Prädikat Electronica schmücken. "Everything you wanted" vergleichsweise brav und eingängig. Näher an früheren Werken und gefühlvoll von Kele vorgetragen. "New rules" geht eine weitere Melancholiestufe tiefer und berührt mit dem gewissen Björk gesprenkelten "Orinico Flow". "Unholy thoughts" lässt Räume für Gitarren und wandelt auf den Spuren von "A weekend in the city". "Rise" verliert sich wieder in Big Beat Strukturen und wird von Tranceelementen (I could never say) und leichtfüßiger Dancefloor Euphorie (Yesterday's gone) abgelöst. "The song maker says, "It ain't so bad"; the dream maker's gonna make you mad; the spacemansays, "Everybody look down"; it's all in your mind". Mit diesem "The Killes" Zitat sei "The boxer" allen Traum-Tänzern ans Herz gelegt, die sich eine Erfahrung fernab von "Bloc Party" jedoch mit Kele Okereke vorstellen können und wollen.

Anspieltipps: "On the lam", "The new rules" und "Unholy thoughts"


Bionic
Bionic
Preis: EUR 4,71

21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Not herself, 6. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Bionic (Audio CD)
Daß Christina Aguilera eine begnadete Sängerin ist, dazu hat es keiner Einberufung durch den Rolling Stone in die "100 Greatest Singers of All Time" bedurft. Dennoch, als jüngstes Mitglied dieser Liste ein Ausrufezeichen für ihre Stimmqualitäten. Angefangen als "little girl with the big voice" zeichnet sie eine vergleichbare Karriere zu der von Britney Spears und Justin Timberlake nach. Castingshows, die gemeinsame Moderation des "New Mickey Mouse Club" und diverse Gesangsauftritte im Teenageralter. Den Durchbruch bringt die Single "Geenie in a bottle" und das selbst betitelte Debüt. Dabei noch stark im Bubblegum/Teen Pop verwurzelt, verkauft sich das Album weltweit über 17 Millionen Mal. Ein Jahr später nimmt sie ihre erste spanischsprachige Platte "Mi reflejo" auf, das ihr im Jahr darauf den Latin Grammy Award für das "Best Female Pop Vocal Album" einbringt. Unvergessen das Video für das "Lady Marmelade" Cover (aus dem Soundtrack zu Moulin Rouge), bei dem sie von P!nk, Mya und Lil' Kim begleitet wird. "Stripped" manifestiert ihren Rang als etablierte Künstlerin und pendelt zwischen schlüpfriger, selbst bestimmter Attitüde (Dirrrty, Can't hold us down) und gefühlvoller Selbstreflektion (Beautiful, The voice within). Sie verarbeitet dabei auch ihre schwierige Kindheit (I'm ok). "Back to basics" erscheint 2006 und zeigt erneut eine neue Seite an der jungen Diva. Einflüsse aus Soul, Swing, Jazz und Blues halten in ihre Musik Einzug und atmen den Geist der 20er, 30er und 40er Jahre. In der Folge macht die Sängerin mehr durch die Ehe mit dem Musik Marketing Direktor Jordan Bratman und dem gemeinsamen Sohn Max von sich reden. 2008 erscheint die Best Of Compilation "Keeps gettin' better: A decade of hits", jedoch nur mit einer neuen Single ausgeschmückt.

Somit ist "Bionic" erst das vierte englischsprachige Studioalbum nach einer 4-jährigen Pause. Und erneut unterzieht sich die einstige Popprinzessin einem extremen Wandel. Dem Ziel ein möglichst futuristisches Album zu gestalten, kommt sie bereits mit der ersten Hälfte sehr nahe. Eine Mischung aus elektronischen und organischen Elementen. Was den Gesamteindruck jedoch von Beginn an trübt, ist die gewollt aufreizende Haltung, die zur Schau getragene "Sex Sells" Haltung und die Anlehnung an bekannte Künstlermuster. In Sachen Optik nehme man eine Prise Lady Gaga, füge Electronic Dance/Electro Hop der Marke M.I.A., Amanda Blank und Co. hinzu und kombiniere diese mit der Madonna der 90er. War die Queen of Pop mit "Erotica" wohl auf der Suche nach sich selbst, kann sich auch Christina Aguilera nicht so recht entscheiden, was sie anno 2010 darstellen möchte. Vom Break Beat-lastigen Opener "Bionic" über das Frauen Hip Hop gefärbte "Woohoo" (feat. Nicki Mina) über offenkundige Madonna Rip-Offs (Glam) und Möchtegern R.Kelly Schlafzimmerhymnen (Sex for breakfast). Warum sie das Album bei dieser eindeutig, zweideutigen Haltung und fast schlampig für die Single "Not myself tonight" in Szene gesetzt, gerade ihrem Sohn Max widmet, entzieht sich meinem Verständnis. Speziell bei der ersten Single verpufft die Zusammenarbeit mit Polow Da Don völlig. Dicke Beats täuschen nicht über fehlende Qualität hinweg. Den muß er in der Ablage P gefunden haben. Es reihen sich weitere, namhafte Songwriter und Produzenten ein: Tricky Stewart (Rihanna, Katy Perry, Beyoncé), Le Tigre, Ladytron oder Sia. Am Ende muß es u.a. Linda Perry wieder richten. Die Ballade "Lift me up" sorgt nicht nur für den ersten Gänsehauteffekt, sondern lässt endlich auch die Stimme Aguileras glänzen. Ohne Synthesizer, Effekte und den ganzen "Futuresound". Ab diesem Zeitpunkt gewinnt das Album an Struktur und Güte. Natürlich erzählen Balladen wie "All I need", "I am" und "You lost me" nichts Neues, aber "ssssie kann ssssingen!!!". Da machen dann auch die Up Tempo Nummern wie "I hate boys" und "Vanity" wieder Spaß. Interessant auch das Dancepunk Feature mit Peaches (My girls). Ohne das billige Coverartwork, den gewollten Sex und die bisher bescheidene Singleauswahl, hätte man dem Experiment "Bionic" sicher mehr - auf jeden Fall eine ehrliche Absicht abgewinnen können. Da tut die "geschickt" platzierte Parfümwerbung in der CD ihr Übriges. So bekommt man den Eindruck, daß die junge Mutter nun mit der Brechstange wieder in die Köpfe der Menschen zurück (und Geld verdienen) möchte. Dabei haben Singles wie "Beautiful" oder "Hurt" doch gezeigt, daß sie das gar nicht nötig hat. Schade.

Anspieltipps: "Elastic love", "Lift me up" und "I hate boys"
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 29, 2010 3:57 PM MEST


Sex and the City 2
Sex and the City 2
Wird angeboten von Todays Great Deal
Preis: EUR 7,52

7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Frauenpower, 24. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Sex and the City 2 (Audio CD)
Am 06. Juni 1998 wird die erste Folge von "Sex And The City" im amerikanischen Fernsehen ausgestrahlt und wohl keiner kann sich zu diesem Zeitpunkt den Siegeszug ausmalen, den diese Serie um die Welt starten wird. 6 Staffeln, die das (Liebes-)Leben vier New Yorkerinnen in der Blüte ihrer Weiblichkeit beschreiben. Wenn Carrie, Samantha, Charlotte und Miranda rufen, folgt ihnen eine weit reichende Fanschar. "Sex And The City" wird zur neuen Religion, für Großstadtmenschen (oder die, die es gerne wären) die Schuhe (vorzugsweise Manolo Blahniks) anbeten, Cocktailkonsum und Shopping zu neuen Wissenschaften erklären und die Serie als neuen Leitfaden für die Suche nach "Mr. Big" ausschreiben. Frauen reden offen über Sex und geben den Blick durch's Schlüsselloch preis, der so manches Missgeschick offen legt. Die Darstellerinnen werden zu Stil & Modeikonen - zum Sprachrohr einer neuen Generation. Carries Wille geschehe. Mottopartys führen Gleichgesinnte zusammen. Die Nachricht über die Ausstrahlung der letzten Episode löst globale Empörung aus. Doch die Aussicht auf eine Kinoreihe beschwichtigt die zähnefletschende Meute und während sich diese noch sämtliche Wiederholungen reinzieht, erblickt 2008 "Sex And The City - Der Film" das Licht der Welt.

Damals bereits mit einem amtlichen Soundtrack versehen, lässt man für die Fortsetzung keinen Zweifel an der geballten Frauenpower, die dem Streifen inne wohnt. Nicht nur in Deutschland warten zahlreiche Frauen auf den Start von "Sex And The City 2". So liest sich die Liste der beteiligten Künstler wie das Who is Who des Diva-ismus: Alicia Keys, Leona Lewis, Liza Minnelli, Cyndi Lauper oder Dido. Auch Erykah Badu ist mit ihrem entspannten "Window seat", dessen skandalträchtiges Video jüngst die Musikpresse beschäftigte, darauf vertreten. Die neue New York Hymne "Empire state of mind" in der Alicia Keys Fassung - als Pianoballade ohne Beats und Jay-Zs Rapvocals. Sie leitet den Soundtrack auch mit dem flotten Blondie Cover "Rapture" ein, das darüber hinaus Samples vom SATC Theme verarbeitet. "Everything to love" und "Language of love" (hier darf mit Cee Lo u.a. auch mal ein Mann seinen Beitrag abgeben) sexy und pulsierend - eine Huldigung an die Weiblichkeit. Natacha Atlas greift das Thema der Fortsetzung auf (die 4 reisen gemeinsam nach Abu Dhabi) und bringt orientalische Klänge ins Spiel. Ebenso "Euphrates Dream", das von Michael McGregor komponiert wurde. Hobbybauchtänzer dürfen schon mal vorschwingen. Weniger gelungen Liza Minnelli mit ihrer eigenen Version von Beyoncés "Single ladies". Da fehlt es ein wenig an Stimmvolumen, um dem Original gerecht zu werden. Ricki-Lee macht es mit ihrem "Can't touch it" wesentlich besser und sorgt für kollektive Bewegung. Selbst die Hauptdarstellerinnen lassen sich das Mikrophon reichen. Schlußendlich ist "Sex And The City 2" ein gelungener Soundtrack - zwischen Schlafzimmersongs und Tanzflächenfüllern, neuen und alten Titeln -, der die Momente und Situationen des Films sicherlich stimmig untermalen und den Fans viel Freude bereiten wird. Vor, während und danach.

Anspieltipps: "Rapture", "Can't touch it" und "Love is your color"


For Your Entertainment
For Your Entertainment
Preis: EUR 7,49

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pop Perfection, 17. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: For Your Entertainment (Audio CD)
Lügen wir uns nicht in die Tasche. Schätzungsweise jeder Finalist der American Idol Showreihe würde den Gewinner einer DSDS Ausgabe von der Bühne singen. Deswegen bleiben auch dort die Künstler auf den weiteren Plätzen ernstzunehmende Anwärter auf eine internationale Gesangskarriere. Adam Lambert verleiht der achten Staffel des "amerikanischen Idols" einen neuen, ganz besonderen Glanz. Mit Einflüssen von Madonna, Queen, Michael Jackson, Aerosmith bis hin zu David Bowie und offenen Umgang mit seiner Homosexualität ein Paradiesvogel im ertragreichen Mainstreamuniversum. Schlußendlich geschlagen von Mitkonkurrent Kris Allen, hat sich der ehemalige Muscialdarsteller bereits in die Herzen zahlreicher Fans gesungen. Seine besonderen Entertainerqualitäten, die Breite an musikalischen Einflüssen und die auffallend-schrille, androgyne Optik stechen hervor und so kann sich der Mann aus Indianapolis in der Folge behaupten. Im Wettstreit um das erfolgreichere Debütalbum toppt Lambert Allen und kann sich für den verlorenen Titel revanchieren.

"For your entertainment" erscheint am 23. November 2009 in den Vereinigten Staaten und erobert Platz 3 der Albumcharts. Für das Songwriting und die Produktion zeigen sich zahlreiche Größen mit verantwortlich. Die Single "Whataya want from me" (mittlerweile auch in Deutschland veröffentlicht) entsteht unter Beteiligung von P!nk und dem Schweden Max Martin, der bereits für Katy Perry, Britney Spears oder Jason DeRulo gearbeitet hat. Es bleibt aber nicht bei der Popschiene und so wird neben Linda Perry (A loaded smile) und Ryan Tedder (Sleepwalker, Master plan) auch "Muse" Frontmann Matthew Bellamy im Booklet erwähnt. Dieser hinterlässt bei "Soaked" seine unüberhörbaren Spuren und gibt dem Song seine epische Tragweite. Im Gesang ähnlich hoch angesetzt, erinnert es durch Aufbau und Struktur an ein emotional ergreifendes Stück aus einem Rockmusical. Der Opener "Music again" als gelungene Mischung aus Queen meets Mika - Glam Rock aus der Feder von Justin Hawkins (Ex-The Darkness). Bei "Pick u up" verhelfen Rivers Cuomo (Weezer) und Greg Wells (produzierte u.a. Mikas "Life in cartoon motion") zu Gänsehaut erzeugendem Bombast. Natürlich bekommt der Hörer auf dem Album auch astreinen Pop. Der gleichnamige Titeltrack irgendwo zwischen Backstreet Boys (Gesang) und Britney Spears (Musik). Pumpende Beats und klingende Synthesizerelemente führen auf rotem Teppich Richtung Tanzfläche. "If I had you" (die 2. Single) verfolgt ebenfalls diese Linie und präsentiert Pop, der sich ebenso gut im Radio wie im Club macht. Natürlich darf auch ein Beitrag von Lady Gaga - ein weiteres Vorbild von Lambert - nicht fehlen. Sie gibt der Platte "Fever". Die eigentliche Stärke von Adam Lambert liegt in seiner Wandlungsfähigkeit. Rock, Glam, Disco, Electro Pop. Von der Ballade bis zur Up Tempo Nummer. Sämtliche (Co)Writer haben den Songs ihren eigenen Stempel aufgedrückt und Lambert führt sie unter seiner polymorphen Stimme zu einem harmonischen bzw. funktionierenden Ganzen zusammen. Er verzichtet auf die Sicherheit eines Konzeptes und tobt sich opulent in mindestens 40 Jahren Musikgeschichte aus. Eine Hommage an seine musikalischen Helden. Ergebnis ist ein ambitioniertes, beeindruckendes Debüt eines vermeintlichen Castingproduktes, das nun endlich auch in Deutschland erhältlich ist.

Anspieltipps: "Music again", "If I had you" und "Pick u up"


Fever
Fever
Preis: EUR 6,99

26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kinder des Zorns, 21. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Fever (Audio CD)
"Bullet For My Valentine" haben sich innerhalb von 4 Jahren vom walisischen Geheimtipp zur internationalen Chefsache entwickelt. Bereits vor der Veröffentlichung ihres Debütalbums "The poison" rotiert die Single "Hand of blood" in den alternativen Clubs. Der dazugehörige Langspieler erhält Gold im Vereinigten Königreich, den USA, Kanada und Deutschland. Helden einer neuen, heranwachsenden Heavygeneration sind geboren. Bei den Kerrang! Awards regelmäßig mit einer Auszeichnung bedacht, mausert sich das Quartett zur erfolgreichsten britischen Metalband seit "Iron Maiden". Für den Nachfolger "Scream Aim Fire" verlässt man die beschrittenen Metalcorepfade und wendet sich stärker Thrash orientierten Vorbildern wie "Metallica", "Annihilator" oder "Machine Head" zu. Es gelingt ihnen den Erfolg zu mehren, obwohl die Platte praktisch ohne tatsächlichen Hit und somit Aufhänger auskommt. Dabei stört es wenig, daß neben dauerhaftem Handy/Kamera Blitzlichtgewitter auch häufig das Silber einer Zahnspange aus dem Publikum zurückreflektiert. Das Durchschnittspublikum einer zweifellos energetischen Bullet Liveshow ist in der Regel.....jung. Man muß den Jungs zu Gute halten, daß sie sich, trotz des übergreifenden Erfolges von "All these things I hate", nicht grundsätzlich weichspülen lassen. Wenn auch mit weniger Ecken und Kanten versehen.

"Fever" soll und wird die Erfolgsgeschichte von "Bullet For My Valentine" weiterschreiben. Das hat verschiedene Gründe. Zum Einen, die verlässliche und stetig wachsende Fangemeinde der Waliser, sowie die international tragende Logistik ihres Majorlabel Mutterschiffs. Zum Anderen, die ansprechende Entwicklung, die mit Album Nummer 3 vollzogen wurde. Erneut hält man den Balladenanteil mit "A place where you belong" und (mit Abstrichen) "Bittersweet memories" auffallend schmal. Bereits der Opener "Your betrayal", samt seinem martialischen Intro, stellt die herrschenden Verhältnisse klar: Heavy/Thrash Metal bleibt im Fokus. Verspielte, teils ausufernde Gitarrenriffs, heftige Schlagzeugeinlagen, gut gesetzte, wenn auch leider seltenere, Shoutpassagen und ein Matt Tuck, der im cleanen Gesang an Qualität hinzugewonnen hat. Nicht selten wird ein Song von einem ca. 30 bis 40-sekündigen Instrumentalpart eingeleitet, um so den Härtegrad entsprechend zu definieren. Die erste Singleauskopplung "The last fight" endlich wieder ein kleiner, dafür feiner Hit aus der Schmiede des neuen Produzenten Don Gilmore (Linkin Park, Good Charlotte, Hollywood Undead), der damit seinen 2-fach bewährten Kollegen Colin Richardson (As I Lay Dying, Machine Head, Funeral For A Friend) ablöst. Leidenschaftlich, wild und technisch auf hohem Niveau. In Sachen Produktion sowieso wieder absolut auf der Höhe. "Alone" kommt einer Naturgewalt gleich und fährt mit seinen tobenden Riffs und der Double Bass in Mark und Gebein. "Fever" hätte an einigen Stellen gut und gerne etwas rauer und ungeschliffener daherkommen können, aber eine zweite "The poison" wird es nicht mehr geben. Konsolidierung hat stattgefunden, Fans dürfen sich ein weiteres Mal freuen.

Anspieltipps: "The last fight", "Alone" und "Begging for mercy"


Save Me,San Francisco+Bonus Track
Save Me,San Francisco+Bonus Track
Preis: EUR 7,49

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Inspiration und Identität, 8. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Save Me,San Francisco+Bonus Track (Audio CD)
In einer schnelllebigen Zeit, in der das Internet ständig neue Helden kürt, nur um sie kurze Zeit später wieder fallen zu lassen, ist es keine Selbstverständlichkeit, daß sich eine Band über 15 Jahre im Geschäft hält. Die Geduld und Beharrlichkeit sämtlicher Beteiligten wird durch den ständigen Druck Erwartungen und Zahlen zu erfüllen geprüft. Es erleichtert einen Hit aus den Anfängen im Gepäck zu haben. "Drops of Jupiter" aus dem gleichnamigen, zweiten Album der Alternative/Folk Rock Formation "Train" ist eben dieser Türöffner. International erfolgreich, mit viel Radioairplay gewürdigt und ausgezeichnet mit 2 Grammys. Aus den Clubs ihrer Heimatstadt San Francisco auf die Bühnen dieser Welt. 2 Jahre später folgt "My private nation" - ebenfalls in den USA mit Platin veredelt und durch die Single "Calling all angels" in vielerlei Munde. Album Nummer 4 zeichnet eine musikalische Veränderung ab, die von Kritikern gewürdigt, aber von den Fans nicht nachvollzogen wird. Straighter im Rock verwurzelt und weniger durch die typischen Country/Folk/Blues Elemente gezeichnet. Dem ausbleibenden Erfolg folgt die 3-jährige Bandpause.

Die Zeit mit der Familie, den Freunden und dem zwanglosen Miteinander der einzelnen Mitglieder hat die Band fester zusammengeschweißt. "Save me, San Francisco" zeigt sich als Rückbesinnung zu den musikalischen Wurzeln und stellt gleichzeitig eine stille Liebeserklärung, Anerkennung und Dank an ihrer Heimatstadt San Francisco dar - Inspiration für die Gründung und Identität von "Train". "Wir verdanken San Francisco alles, denn die Stadt nahm uns wieder auf, als wir an einem Punkt waren, wo wir nirgendwo anders hätten bleiben können." 2006 eroberten die "Plain White T's" mit dem akustisch gehaltenen Track "Hey There Delilah" die Charts. 2010 heißt es "Hey, Soul Sister", nur diesmal von "Train". Ein ähnlich konstruierter Song, der dem Trio in den Staaten seinen nächsten Top 20 Hit bescherte und auf YouTube bereits viele Nachahmer findet. Auch Deutschlands Radiostationen sind mit dem "Soul Sister" Virus bereits infiziert. Darüber hinaus bewegen sich ihre Stücke in einer Schnittmenge aus Blues (Save me, San Francisco), Folk (Marry me), Piano (This ain't goodbye, Brick by brick) und Stadion Rock (Parachute). "I got you" schielt Richtung Dixieland und verursacht beim Hören einfach gute Laune. "You already know" Gitarren verliebt, ungemein eingängig und rhythmisch tanzbar. Ein weiteres großes, kleines Highlight auf dem Album. Man hat sich auf die eigenen Stärken zurückbesonnen und dabei viele Facetten der Rockmusik eingebunden. "Breakfast in bed" verträumt, fast schon psychedelisch anmutend. "Ich glaube, dass die Auszeit, die wir uns genommen haben, dazu führte, dass unser Zusammenhalt gewachsen ist." Das spiegelt sich in der Qualität der Platte wider.

Anspieltipps: "Hey, Soul Sister", "Parachute" und "You already know"


Everybody Wants to Be on TV (inkl. This Ain't A Love Song & Famous)
Everybody Wants to Be on TV (inkl. This Ain't A Love Song & Famous)
Wird angeboten von Bridge_RecordsDE
Preis: EUR 7,16

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Peter Pan wird langsam erwachsen, 6. April 2010
Neben dem stetigen Drang ihren Fans mit jedem Liveauftritt ein gutes Gefühl zu vermitteln, werden "Scouting For Girls" vom Impuls getrieben den perfekten Popsong zu schreiben. Ein Album voll potentieller Singleauskopplungen, das Ende 2007 mit dem selbst betitelten Debüt seiner ersten Bewährungsprobe ausgesetzt wird - und besteht. "Heartbeat", "She's so lovely" oder "Elvis ain't dead" schallt es aus den britischen Radios und zieht über 850.000 verkaufte Einheiten nach sich. Damit eine der erfolgreichsten Veröffentlichungen des Folgejahrs. Die Bühnen werden größer, die Fannähe bleibt. Nicht zuletzt durch den eigens gegründeten Wolf Cubs Club, dessen Mitgliedern besondere Vorzüge zu Teil werden. Mit etwas Verzögerung schwappt das 10 Song schwere Indie Pop Bonbon nach Deutschland und wird mit Auftritten im Rahmen von Rock Am Ring und Rock Im Park promotet. Der Erfolg durchaus auch von kritischen Stimmen begleitet, denen die bunten und eingängigen Kompositionen zu glatt erscheinen. Doch es ist eben das besondere Talent von Sänger Roy Stride und seinen beiden Kollegen funktionierende Popperlen in ein Gitarren/Piano Gewand zu kleiden.

Nun melden sich die 3 Jugendfreunde mit ihrem Nachfolger "Everybody wants to be on TV" zurück. Und man spürt den Musikern bereits mit der ersten Single "This ain't a love song" den vollzogenen Reifeprozess an. Unterlegt von Streichern und geprägt von melodischem Gesang erhält dieser Song beinahe Stadionformat. Diese Entwicklung wird im Vereinigten Königreich mit Platz 1 belohnt. "Little Miss Naughty", "Good Time Girl" oder "Silly Song" unterstreichen diesen Eindruck. Weniger Upbeat, dafür geschickter Einsatz von Synthesizer-Keyboardelementen und tragenden Harmonien. Emotional und einfühlsam. Weg vom Peter Pan Image, rein ins Leben. Doch sie haben ihr Gespür für griffige Hits nicht verloren. Songs wie "On the radio", "Posh girls" und "1+1" versprühen Glückshormone und reißen mit tanzbarem Rhythmus und Ohrwurmqualitäten im Refrain mit. Da ist es wieder - das "Ah ah ah" und das "Oh oh oh". Letztgenannter erinnert in Tempo und Gangart durchaus an eine "Fall Out Boy" Nummer. Den entsprechenden Abschluß findet man mit der Piano/Streicher-Ballade "Take a chance". Mit 10 Songs ist die Tracklist erneut ein wenig kurz ausgefallen, aber sie verstehen es diesen Umstand mit Qualität zu füllen. "Everybody wants to be on TV" benötigt ein paar Durchläufe mehr bis es zündet, kann aber das Niveau des Vorgängers halten und dabei eine Entwicklung vorzeigen.

Anspieltipps: "Famous", "Posh girls" und "1+1"


Vom Vintage verweht - (Limited Special Edition)
Vom Vintage verweht - (Limited Special Edition)
Wird angeboten von goodtasterecords
Preis: EUR 27,99

13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dende rockt, 5. April 2010
Während die Frage über das Ableben der deutschen Hip Hop Kultur lediglich von wiederkehrenden Aggro Berlin, ersguterjunge oder ähnlich gelagerten Gangsta Rap Auswürfen gestört wird, zeigt sich Dendemann über Trends und Kritik erhaben. Der gebürtige Nordrhein-Westfale mit Hamburger Seele hat sich insbesondere durch die Zusammenarbeit mit DJ Rabauke (Eins Zwo) und die beiden Alben "Gefährliches Halbwissen" (1999) und "Zwei" (2001) fest in der Hall Of Fame dieses Genre verankert. Seit 2003 gehen beide getrennte Wege und während sich Thomas Jensen (Rabauke) als House DJ versucht, ist Daniel Ebel (Dende) den Beats, Cuts und Rhymes treu geblieben. Unverkennbar seine Reibeisenstimme, die er wortgewandt in alltägliche Geschichten kleidet. In Sachen Wortwitz und Ideenreichtum kaum erreicht. Der EP "DasSchweigenDilemma" folgt das Solodebüt "Die Pfütze vom Eisberg". Mixtapes und ein Livealbum (Abersowasvonlive) überbrücken die Wartezeit zum Nachfolger bis Ende 2009 die ersten Gerüchte über eine neue Platte durch's Netz kreisen.

Mit "Vom Vintage verweht" meldet sich Dendemeier nicht nur endlich, sondern überraschend anders zurück. Er hat die handgespielte Musik, den Rock und die Liveband für sich entdeckt. Die gemeinsame Tour mit den "Beatsteaks" hat ihre Spuren hinterlassen. Bestes Beispiel dafür die erste Single "Strumpf ist Trumpf". Schlagzeug und Gitarre ersetzen dicke Beats und Soundsamples. Vintage Look die Lausbuben Optik. Dabei nicht minder eingängig und mindestens genauso zum Kopfnicken geeignet. Ganz famos gelingt ihm dieser Soundclash bei "O Robota", das einerseits durchaus kernig zur Sache gehr, aber trotz (oder gerade wegen) der abgehakten Rhythmik ungemein viel Groove hat. Doch egal, welchen Stil er bevorzugt, die Stimme und seine Texte bleiben federführend. Dendemann hat sich von alten Regeln verabschiedet, ist musikalisch gereift, hat aber seine Wurzeln keinesfalls vergessen. Und so heißt es im Schlagzeug geführten Opener "Nesthocker": "...der Rahmen war zu klein und leider viel zu eng, ich pass partout nicht rein und neige ihn zu sprengen..." Und eine Bombe hat Volker Racho auf jeden Fall gezündet.

Anspieltipps: "Stumpf ist Trumpf", "0 Robota" und "Papierkrieg"
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 7, 2010 10:05 PM MEST


Lautonom
Lautonom
Preis: EUR 16,98

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Drei, 21. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Lautonom (Audio CD)
Nach dem "Angriff der Killertomaten" also die "Invasion der Killerpilze". Spaß beiseite, aber eben dieser musikalisch-kulinarische Albumübergriff markiert 2006 den Durchbruch dreier Teenager, die mit "Tokio Hotel" in Verbindung gebracht werden, aber vielmehr auf den Spuren von Bands wie den "Ärzten" oder "Die Toten Hosen" wandeln. Mittlerweile über 140.000 Exemplare verkauft und somit ein kommerziell ernstzunehmendes Unterfangen. Bravo, Viva und Co. behalten die Brüder Johannes und Fabian Halbig, sowie Gitarrist/Studiobassist Maximilian Schlichter fortan im Auge. Nicht nur in ihrer schwäbischen Heimat Dillingen an der Donau, sondern auch im Rest von Deutschland hat sich eine treue Fangemeinde samt entsprechendem Support geformt. Die Schweizer und Österreicher Jugend zeigt sich ebenfalls verzückt. Letztgenannte Nachbarn stehen stellvertretend für den Gewinn des "Rock Act Of The Year Award" des Magazins Xpress. Auftritte im Vorprogramm von Avril Lavigne und Pink schmücken die Bandbiografie. "Mit Pauken und Raketen" das 2. Studioalbum, welches ebenfalls die Top 20 entert, aber insgesamt hinter dem Erfolg des Vorgängers zurücksteht. Darauf bereits eine musikalische Veränderung spürbar, etwas weg vom Gitarren orientierten Sound mit Räumen für Instrumente wie Trompete und Klavier.

Diesen Reifeprozess verfolgen die "Killerpilze" mit ihrem dritten Streich "Lautonom" konsequent weiter. Mit Energie und Leidenschaft, Tempo und Wortwitz keinesfalls brav, aber erdiger und durchzogen von den gesammelten Erfahrungen. "Plastik" lässt sich z.B. über Castingprodukte, Uniformität und falsche Werte im Musikgeschäft aus. "F*** Dich, liebe Castingsendung. Was ihr da macht ist reine Zeitverschwendung." Der Gruß geht schon mal an den nächsten DSDS Sieger, von dem man in 1 Jahr schon wieder nichts mehr hören wird. Streicher, Chor und Frauengesang begleiten die 3 werdenden Männer. So ufert ein Song wie "Es geht auch um Dich" nach treibendem Punk Rock Motto in ein gefühlvolles, mehrstimmiges Intermezzo aus, um am Ende wieder mit satten Riffs und treibendem Schlagzeug zu explodieren. Balladen liegen ihnen weniger. "Lieblingssong" und "Grauer Vorhang" lädt zum kollektiven Handyschwenken, kann sich aber dem gewissen Kitschfaktor nicht entziehen. Dann lieber eine laute, kurze Nummer wie "Bankband". Die Single "Drei" ein gelungener Einstieg für Album und die gesamte Veränderung der Band. Zudem auch für jede kommende Liveshow als Einheizer geeignet. Nicht nur von mir in den Anfängen belächelt, haben sich die "Killerpilze" glaubwürdig im nationalen Pop/Punk Rock Business behaupten können und spätestens nach diesem Album sollten die Vergleiche mit den glatt gebügelten Kollegen aus Magdeburg verstimmen. Hier gibt es tatsächlich Ecken und Kanten.

Anspieltipps: "Drei", "Es geht auch um Dich" und "Bankband"


Seite: 1-10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17