Profil für Flowbama > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Flowbama
Top-Rezensenten Rang: 984.017
Hilfreiche Bewertungen: 173

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Flowbama

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2
pixel
The R.E.D. Album
The R.E.D. Album
Preis: EUR 16,64

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Not black, not white, it's R.E.D., 25. August 2011
Rezension bezieht sich auf: The R.E.D. Album (Audio CD)
Statt musikalische Schlagzeilen zu machen, war des Öfteren von Problemen mit dem Label die Rede, gefangen zwischen Aftermath, Interscope und Geffen Records kam auch musikalisch in den letzen beiden Jahren eher mäßige Kost vom ehemaligen Dr. Dre Schützling. Nach gefühlten 100 Album Delays ist es nun so weit: Die Anhänger des ehemaligen G-Unit Westcoast-Statthalters Jayceon Taylor dürfen nun Album Nummer 4 genießen.
Dr. Dre stellt mehrere Interludes bereit, so auch das Intro: recht düster schildert er auf 24 Sekunden den Beginn von Games persönlicher 31-jähriger Odyssey.
Wie bereits beim Vorgänger "LAX" folgt nach dem Intro ein eher souliger L.A.-Feeling versprühender Track. Untersützt wird ein wütender Mr. Taylor hier von Compton-Kollege Kendrick Lamar, einer der großen Westcoast-Hoffnungen. Sehr kraftvoller, durch mächtiges Donnern untermalter Track, eben ein perfekter Auftakt für ein Album.
Ohne Umschweife geht es dann auf "Drug Test" weiter mit Support der Westcoast-Legenden Snoop Dogg und Dr. Dre, der den von DJ Khalil produzierten Track ebenfalls gemixt hat. Schade das Snoop quasi nur zwei Sätze beisteuert, ansonsten geiler, abgedrehter Drogentest.
Ein heiß erwarteter Song war auch "Martians vs. Goblins": Astreiner Nonsense-Rap von Game und seinem hochkarätigen Support: Lil Wayne wie gewohnt als Marsianer und der gehypte Tyler the Creator selbstverständlich als Kobold. Westcoast-Claps und eine Prise Selbstironie würzen das ganze dann noch: Tyler rappt "And that shit was expected like Jayceon whenever he name drops," worauf Game ihn unterbricht: "Fuck you, Tyler.".
Zur Single R.E.D. Nation braucht man nicht mehr viel zu sagen: Cool & Dre auf dem Beat mit Zombie Nation Sample, apokalyptisches Video, Lil Wayne on the hook. Bombe.

Nach einem weiteren Interlude von Vater Abraham aka Dr. Dre, erwartet den Hörer ein Cool & Dre Sample auf "Good Girls Go Bad", das von einem für meinen Geschmack etwas eintönigen Beat übertüncht wird, der in der Hook wenigstens erträglich wird. Immerhin wissen wir nach dieser Aufklärung von Game und Drake was die bösen von den guten Mädels unterscheidet.

Bei "Ricky" leiten die für einen Gangsta-Track obligatorischen Schüsse (Boyz N Tha Hood Intro) am Anfang leiten das Ganze ein. Monumentale Streicher und kräftige Drums, vereinzelt unterstützt vom Saxophon, bilden das Gerüst für einen wahrhaft gelungenen Track, der auch wieder mal zeigt, dass Features nicht unbedingt nötig sind. Game spitted wild um sich, das Weinen am Ende und die melancholischen Streicher bilden einen stimmigen Abschluss für solch einen Song.

Bei "The Good, The Bad, The Ugly"' verändert Game seine Stimme in etwas, was sich eher nach Biggie anhört, hier jedoch recht passend rüberkommt. Sein Storytelling und ein Piano im Beat machen den (sehr kurzen) Song einzigartig.

Für mich persönlich ein absloutes Highlight des Albums: Heavy Artillery. Unterstützt von Ricky Ross, dem Boss aus Miami, und Beanie Sigel aus Philadelphia, braut sich in den gut 4 Minuten ein echter Banger zusammen, der mit seinem schweren Bass und den dunklen Hintergrundmelodien (Sample aus Billy Pauls "I'm just a prisoner")perfekt in das insgesamt eher düstere Gesamtbild des Albums passt. Games Feature-Gäste bemühen sich merklich, mit dem selbsternannten Westcoast-King mitzuhalten. Hierfür vergibt man das Prädikat: "Hammer Track!"

Auf "Paramedics"eilt Young Jeezy zu Hilfe, der sirenenartige Maestro-Beat eignet sich hervorragend für ein Feature des Atlanta-Trappers mit der heiseren Stimme. Der mid-tempo Beat von Mars auf "Speakers going blast" verpricht Einiges, Game, Big Boi und Bay-Area Homie E-40 halten es. Etwas mehr Bass könnte man sich wünschen, damit die Speakers wirklich blasten'...
Lady-like kommt dann Lloyd auf "Hello" daher, ein seichter Track, abseits der üblichen Hood-Banger-Mentalität. Der Track leitet den Beginn der etwas ruhigeren zweiten Albumhälfte ein. Bei "All the Way Gone" steuert Don Cannon einen
"Pot of Gold" mit Chris Brown ist ein radiotauglicher Song, der allerdings durch Games Lyrics zu bestechen weiß.
"All I Know" (prod. Boi-1da) erinnert vom Beat her wiederum eher an einen Rick Ross Song, geht musikalisch auch weniger in Richtung Westcoast. Allerdings macht Game auch hier einen guten Einruck, bissig wie eh und jeh, und die E-Gitarre rundet die Sache klanglich ab.
Härter wird es erst wieder mit "Born in the Trap": Wer sich DJ Premier angelt, weiß was er bekommt: Old School at it's best. Geiler Beat, guter Rap.
"Mama knows" featuring Nelly Furtado, produziert von Pharrell Williams, ist wiederum ein sehr smoother Track, Piano und Drums bilden die Grundlage für einen Track der eher an eine laue Sommernacht erinnert als an einen Orkan wie die ersten Songs des Albums.
"California Dream" ist dann der lange Abschlusssong, wie er bereits bei früheren Alben des Compton MC anzutreffen ist. Ausgestattet mit einem Instrumental Rundet das Album perfekt ab.

Insgesamt ist das Album zwar keine Offenbarung, man bekommt gewohnte Kost von Game, der das "name-dropping" und die Gangsta-Attitüde wieder recht ernst nimmt. Doch wenn man ohnehin ein Fan ist, bzw. seinen Rap sonst auch mochte, ist das Album eine echte Granate. An den Westcoast-Sound von "Doctor's Advocate" kommt "The R.E.D. Album" nicht ran, deswegen auch keine 5 Sterne. Mit Aussagen wie "Classic!" oder "Album of the year!" sollte man bekanntlich sparsam umgehen, aber wer bisher Spaß an The Game hatte (wie ich^^), dem wird auch dieses Album zusagen. Gute Leistung, daher 4 Sterne.


Recovery
Recovery
Preis: EUR 14,49

55 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eminems "Recovery", 14. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Recovery (Audio CD)
Man muss kein Prophet sein um vorherzusagen, dass die Alben eines gewissen Marshall Mathers stets zu den "most anticipated", den heiß erwarteten Alben des Jahres gehören. Das Album stellt in so fern ein Novum in der Discographie von Em dar, als dass er hier erstmals ein Album fast komplett von Leuten produzieren lassen hat, die nichts mit der Shady/Aftermath-Clique zu tun haben. Vielleicht auch eine Reaktion auf das teilweise etwas eintönige, von Dr. Dre produzierte Vorgängeralbum "Relapse". Zu den einzelnen Songs:

"Cold Wind Blows" ist eine hervorragende Einstimmung aufs Album, Slim Shady versprüht ein Feuerwerk von gefühlten 5000 Schimpfwörtern und zeigt auf dem klatschenden Beat sofort, wer raptechnisch den Ton angibt.

"Talkin to Myself" aus der Feder von DJ Khalil ist ein leicht rockig anmutender, mit harten Drums unterlegter Song. Den Refrain singt Kobe, den der ein oder andere wohl auch durch den Clubbanger "Imma do it" von Fabolous kennt. Am Ende des Songs zollt Mr. Mathers Rappern wie Lil' Wayne, T.I. und Kanye West Respekt.

"On Fire" ist dann ein Song, wie er auch auf Relapse hätte sein können, zumindest erinnert die Instrumentalisierung daran. Der etwas lustlose Refrain sowie der eintönige Beat mit dem Chor im Hintergrund führen leider dazu, dass das Lied nicht zu meinen Favoriten gehört.

"Won't back down" (DJ Khalil) mit Rock-Göre Pink ist ein vor Energie strotzender harter Drum-Beat, bei dem Eminem auch wieder extrem gut abgeht. Erinnert sehr an Drop The World mit Lil' Wayne, was auch schon sehr rocklastig war.

"Not Afraid" ist die 1. Single des Albums und stieg als zweiter Rapsong der Geschichte von 0 auf 1 der US-Charts ein (der andere war Puff Daddys "I'll be missing you"). Produzent Boi-1da hat bereits Drake's Hit "Forever" produziert. Mr. Mathers flowt hier über mit Synthesizern im Hintergrund unterlegten minimalistische Drums. Die Synthies geben dem Song eine mystische Note, vor allem wenn man die Lyrics über Eminems Erlebnisse der letzten Jahre beachtet. Der gesungene Refrain gibt dem Song dann noch den nötigen Feinschliff. Eines der Highlights des Albums!

Bei "W.T.P." (White Trash Party) verrät der Titel schon einiges über den Inhalt, der Song ist typisch für Shady. Insgesamt ein schnellerer Song, der wohl auch im Club durch den treibenden Beat gut abgehen würde.

"Going through Changes" beginnt mit einem alten gesampleten gesungenen Refrain von Black Sabbath, ehe der Mid-Tempo Beat einsetzt und später noch von einer Gitarre dezent unterstützt wird. Wie der Titel schon sagt, rappt Em über die im Leben unvermeidlichen Veränderungen und seine teilweise einsamen Stunden in denen er Zeit hatte über sein Leben nachzudenken.

Bei "No Love" sollten sich die Hörer festhalten: Superproducer Just Blaze hat den Klassiker "What is Love" von Haddaway als Sample verwendet und eine wahre Bombe daraus gebastelt! Sehr ruhig beginnend, entfaltet das Sample verbunden mit den düsteren Synthesizern und den energischen Stimmen der Rapstars Lil Wayne und Eminem seine volle Wirkung. Für mich der vielleicht beste Song des Albums, zumal derartige Samples sowieso mein Ding sind.

"Seduction" (ebenfalls Boi-1da) beginnt mit pompösen Synthesizern und einem mid-tempo Beat, während ein Piano dezent im Hintergrund die Melodie unterstützt. Wie üblich singt Em die Hook wieder selber. Eine sehr merkwürdige, geheimnisvolle Stimmung der Track verbreitet. Inhaltlich ist das ganze ein Anti-Liebessong, wenn man genau hinhört.

"Space Bound", produziert von Hitmaker Jim Jonsin, ist ein durch Gitarrenklänge sehr smoother, ruhiger Beat, welcher jedoch Richtung Refrain an Energie gewinnt. Der Refrain ist nicht von Eminem gesungen, sondern von Steve McEwan. Ein sehr gefühlvoller Song, der wirklich super ins Album passt!

"So Bad" ist dann ein echter Dr. Dre-typischer Brecher. Die dumpfen Bläser und der Bass erinnern sehr an "My Mom" von Relapse. Der Song besticht jedoch durch Marshalls Texte, die perfekt mit den Instrumentals harmonieren. Er lässt ein wenig sein Alter-Ego Slim Shady raushängen: "I'm so bad, I'm so good that I'm so bad, I guarantee I'm the greatest thing you ever had'" Guter Track!

"25 to Life" beginnt mit der von einer Frau gesungenen Hook, ehe ein mit Gitarren unterlegter, schneller Beat einsetzt der wiederrum auf den gesungenen Chorus zusteuert, der dann erst nur mit Claps unterlegt wird, um gefolgt von harten Synthesizern Eindruck zu schinden. Die Instrumentalisierung ist durchaus ungewöhnlich bei diesem Lied: Seichte Gitarrenklänge wechseln sich mit heftigen schnellen Synthesizern ab, ehe am Ende sogar ein Piano hinzukommt. Reinhören lohnt sich auf jeden Fall, denn es ist ein Juwel des Albums. Produzent: DJ Khalil

Wer anhand des Titels "Cinderella Man" einen ruhigeren oder kitschigen Song erwartet, hat sich getäuscht: Wuchtige Drums klatschen einem ähnlich wie "Till I Collapse" von der Eminem-Show das Trommelfell weich. Eine E-Gitarre im Hintergrund tut ihr Übriges. Ein Kracher, der die Anlage zum Beben bringt.

Es folgt mit "Almost Famous" ein wirklich toller Song: der unruhige Beat und die verstörende weibliche Stimme im Chorus lässt erahnen wo der Song hinzielt: Eminems gedankliche Reise von den Anfängen bis zu den ersten Momenten in Dre's Studio, als er almost famous war. "You wanna be famous? Be careful what you wish for!"

Ja das ist doch' Rihanna? Tatsächlich! Die Pop-Diva singt die Hook des vorletzten Songs des Albums. "Love the Way you Lie" wurde von Alex the Kid produziert. Sonst eine etwas dünne Stimem, passt Rihannas Gesang hier wirklich und ergänzt sich erstaunlich gut mit Eminems fester , eindringlicher Stimme. Definitiv ein Song der (falls er als Single kommt) in den Charts oben einsteigen wird.

In den ersten Sekunden von "You're never over" wundert man sich erstmal, was dieser merkwürdige Gesang von Marshall da zu suchen hat, denn es klingt ein wenig wie der misslungene Versuch einer Boyband eine ordentliche Hook zu singen. Dann setzen die Synthesizer und die flotten Drums ein und der Song wird deutlich besser. Man gewöhnt sich auch an den Refrain, denn die Parts dazwischen sind wirklich hörenswert. Hier wird übrigens Cry Little Sister von Gerard McMann als Sample verwendet.
Eventuell gibt's noch einen versteckten Track :) Und der ist nicht schlecht!

"Recovery" präsentiert sich als rundum durchdachtes Album, auf dem Em an die Qualität älterer Scheiben anknüpfen kann. Auf vielen Songs explodiert er geradezu, feuert eine Salve nach der andern ab. Sehr angenehm ist auch, dass der nervige Akzent von "Relapse" nun gänzlich verschwunden ist. Auch hat er die (manchmal kindisch anmutenden) Spaß-Singles weggelassen, auch wenn sie ein Markenzeichen Eminems waren ("Real Slim Shady", "Without Me" etc'). Dies ist ebenfalls ein Indiz dafür, dass dieses Album wie ein moderner Neubeginn in seiner Diskographie sein könnte. Lyrisch ist es wieder ein Beweis wie sehr sich seine Inhalte vom üblichen Mainstream-Rap abheben, dafür gebührt Mr. Mathers Respekt. Das Album ist wieder sehr persönlich gehalten, er versucht nicht irgendjemandem nachzueifern oder zwanghaft irgendwelche sinnfreien Hits zu schreiben. Die Selbstironie die ihn oftmals auszeichnet, tritt diesmal nicht so offensichtlich zu Tage wie auf anderen seiner Alben, dennoch kann man sie oft genug hören. Glücklicherweise hat Eminem genau das gemacht, was ich bei dem Vorgängeralbum vermisst habe: er hat andere Produzenten außerhalb von Aftermath ins Boot geholt. So kommt auch der moderne, abwechslungsreiche und frische Sound zustande. Für so ein gelungenes Album sollte man ruhig mal 5 Sterne übrig haben.
Kommentar Kommentare (9) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 17, 2011 12:47 PM MEST


The Blueprint 3
The Blueprint 3
Preis: EUR 18,31

5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen The Blueprint 3: Just "Different", 11. September 2009
Rezension bezieht sich auf: The Blueprint 3 (Audio CD)
Man muss kein Experte sein, um zu wissen dass ein neues Jay-Z-Album von der Rap-Welt stets heiß erwartet wird. Umso erfreulicher, dass es, ursprünglich schon für Anfang des Jahres geplant, nun endlich erscheint. Tracks wie "Jockin' Jay-Z", "History" oder "Brooklyn We Go Hard" machten schon seit letztem Jahr Lust auf mehr. Besonders angenehm, dass Mr. Shawn Carter das Album zur Autotune-freien Zone erklärt hat. Auch wenn das bei Gästen wie Kanye West, Rihanna, Mr. Hudson und Lil' Waynes Ziehsohn Drake schwer zu glauben ist. Auf zum durchhören:

1. What We Are Talkin About (feat. Luke Steele)
Produzent Kanye West und Co-Producer No I.D. liefern zum Einstieg einen guten Mix aus Synthies und flotten Drums, welche den Song zu einem gelungenen Einstieg machen. Shawn Carter performed gewohnt gut, Luke Steel hätte man sich aber wahrscheinlich schenken können.

2. Thank You
Das gleiche Produzentenduo war auch hier am Werk. Ziemlich relaxter, lockerer und unspektakulärer Beat. Jay rappt gut, wenn auch nicht an der Obergrenze des für ihn Möglichen. Ein Track der im Gesamtbild des Albums eher Durchschnitt ist.

3. D.O.A.
Die erste Single, gleichzeitig einer der meist diskutierten Songs des Jahres: Hova's längst überfällige Beerdigung des Autotune-Hypes (die allgegenwärtige roboterartige Stimmverzerrung á la T-Pain und co.). No I.D. liefert mit den Instrumentals zu "Death of Autotune" eine echte Perle ab. Das gesamte Stück wirkt durch die E-Gitarren und die Klarinette ziemlich experimentell, hat insgesamt auch wenig mit dem Rest des Albums gemein. Die Dynamik des Songs ist atemberaubend, Jay gibt ein echtes Statement ab. Auch nach mehrmaligem Hören wird der Song nicht langweilig, sondern eher besser.
"Only Rapper to rewrite History without a pen..."

4. Run This Town (feat. Rihanna & Kanye West)
Nun folgt die 2. Single mit Rihanna und Kanye West. Jiggas übliche Selbstbeweihräucherung wird hier noch von Rihanna im Refrain unterstützt und einem Part von Kanye, der auch das wirklich wunderbare Instrumental mit E-Gitarre im Hintergrund beisteuert. Rihanna's Gesinge wird schnell nervig, doch wenn man den Song nicht allzu oft hört, macht auch er durchaus Laune. Kurzum: Beat Klasse, der Rest Durchschnitt

5. Empire State of Mind (feat. Alicia Keys)
Die Drums zu Beginn stimmen schon gut ein, dann folgt das Piano und Jay legt los. Doch das eigentliche Highlight erwartet uns im Chorus: Ms. Keys grandiose Stimme macht den Song zu einer echten New York Hymne, es entsteht sozusagen eine Rap-Version von Frank Sinatras Klassiker "New York, New York" (Hov: "I'm the new Sinatra"). Jay rappt grandios über all die Dinge die die Metropole am Hudson River ausmachen: "Welcome to the melting pot, corners where we selling rocks, afrika bambaataa shit, home of the hip hop, yellow cap, gypsy cap, dollar cap, holla back". Doch vor allem Alicia Keys verleiht dem Song seine atembreuabende Energie: "New York! I think I'm from where dreams are made of, There's nothing you can't do, Out of New York!!!") Somit wird dieses Lied zweifelsohne zu einem absoluten Höhepunkt des Albums.
Produzent Shux sampelt hier übrigens "Love on a Two Way Street" von The Moments (60er).

6. Real as it gets (feat. Young Jeezy)
Ein pompöser Beat, wie so oft von The Inkredibles, begleitet von einem großartig aufgelegten Young Jeezy lassen Jeden gleich zu Beginn erahnen, dass dieser Track wohl einen der besseren auf dem Album darstellt. Doch würde man einen derartigen Song eher auf einem Jeezy-Album als auf "The Blueprint 3" vermuten. Das tut der Sache allerdings keinen Abbruch, auch Jay macht seine Sache gewohnt gut. Er und Jeezy's raue Stimme verleihen dem Song eine besondere Note.

7. On to the next one (feat. Swizz Beats)
Nun zündet Jay eine Atombombe für die Clubs: Einerseits ein typischer Swizz Beats, andererseits jedoch ein ungewohnt neuer Sound. Zum Party machen bestens geeignet. Man muss allerdings auch experimentierfreudig sein, denn ungewöhnlich ist für das Instrumental noch milde ausgedrückt. Einerseits typische Swizz-Drums, andererseits merkwürdige Hintergrund-Rhythmen. Und für die vielen Fans die den alten Jay-Z vermissen hat er zu Beginn gleich eine Message:
"Hov on that new shit, Niggas like how come?
Niggas want my old shit, Buy my old album"

8. Off That (feat. Drake)
Timbaland bastelt hier für Young Money-Artist Drake und Jigga einen für ihn typischen Up-Tempo-Beat für die Clubs, der leider auch etwas einfallslos wirkt. Glücklicherweise retten Drake und Jay das Lied durch ihre Rapparts. Gut für den Club oder fürs Auto, ansonsten Durchschnitt.

9. A Star is Born (feat. J. Cole)
Jay-Z's Labelmate Jermaine Cole unterstützt den Meister, während Hova sich quer durch die bekannten Künstler der HipHop-Szene rappt. Der Beat von Kanye und No I.D. zeichnet sich besonders durch die relaxten Bläser und schnellen Drums sowie das Piano im Refrain aus.

10. Venus vs. Mars
Bedächtige Drums. Gelegentlich Synthies. Timbaland. So lässt sich der Beat am besten beschreiben. Denn man verpasst garantiert nichts, wenn man den Song noch nicht gehört hat. Die Verse die uns Mr. Carter hier zum Besten gibt hat man auch schon mal besser gehört...

11. Already Home (feat. Kid Cudi)
Richtig locker kommen die Streicher im Hintergrund von Kanye's Beat daher und wenn Kid Cudi (Day n' Night) den Chorus beginnt kommt auch Stimmung auf. Ein sehr dynamischer Song, einer der besseren des Albums, bei dem auch Jigga gut aussieht.
"Can't they see that it's foolish to try and kill me with songs
what the fuck are they doing, they kill me softly"

12. Hate (feat. Kanye West)
Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, doch bei diesem Song bleibt mir nix anderes üblich als den Song als Totalausfall zu bezeichnen! Ein grottenschlecht lahmer Kanye-Beat, der verdammt an sein Autotune-Album erinnert und zwei Rapper, die auch nichts mehr an den Ohrenschmerzen ändern können die man hier bekommt. Zum Glück ist der Song nur zweieinhalb Minuten lang, dadurch bleibt nicht viel Zeit zu skippen!

13. Reminder
Ein letztes Mal "beglückt" uns Timbaland mit seinen Produktionskünsten: Anfangs macht Jay auf dem krachendem Bass zunächst richtig Laune, doch dann trifft den Hörer der ziemlich vekorkste Refrain. Eine schrille Roboter-Stimme die wiederholt "Reminder" krächzt. Wahrscheinlich muss man das öfter hören, um sich daran zu gewöhnen. Also nix besonderes, Timbo ain't poppin no more...

14. So Ambitious (feat. Pharrell)
Die Neptunes konnten ja schon den ein oder andern Song für Hova basteln, auch hier lassen sie sich nicht lumpen. Wie so oft hört man ihren typischen Sound durch, doch anders als bei Timbaland lässt sich das Ganze locker anhören, weil einem nicht dreimal das Selbe serviert wird.

15. Young Forever (feat. Mr. Hudson)
Kanye bedient sich hier bei einem 80er Hit: Forever Young von Alphaville. Wirklich gefühlvoll baut er einen feinen Bass und dezente Drums ein. Mr. Hudson beginnt mit dem Refrain und wenn dann noch Jay-Z richtig nostalgisch wird, ähnlich wie bei "Beach Chair" von "Kingdom Come", ist Gänsehaut garantiert. Dieses Juwel macht einige Ausrutscher des Albums wett. Ein Klasse Abschluss des Albums!

Insgesamt lässt sich sagen, dass der dritte Teil der Blueprint-Trilogie wohl besser ist als Teil 2, doch zum Meisterwerk des ersten Teils fehlt noch einiges. Hervorzuheben bleibt, dass uns gezeigt wird dass Rapper kein Verfallsdatum haben. Seit seinem Comeback 2006 wahren die Rufe nach einem Rückzug aus dem Rapbusiness kaum zu überhören, doch beweist Hova gleich auf mehreren Tracks dass er sich lyrisch immer noch weit über dem Durchschnitt befindet. "Empire State of Mind", "D.O.A." und "Young Forever" sind echte Hymnen.
Jigga sagte Blueprint 3 werde einfach "anders" sein als alles andere zuvor. Nun ja, es ist tatsächlich "anders", nicht bloß das Cover der CD. Doch ist es kein moderner Klassiker, wie sich einige erhofft hatten. Dazu reichen weder die Produktionen, noch erreicht Mr. Carter das Niveau früherer Glanzzeiten. Er scheint nicht "hungrig" genug und rappt einfach zu viel über seinen Status als einem der "Greatest of all Time".
Schade ist zudem, dass Kanye hier teilweise seinen 808 & Heartbreak-Sound durchsetzen wollte. Dass er es immer noch drauf hat echte Juwelen zu schneidern, bewies er Anfang des Jahres mit dem Beat zu "Brooklyn We Go Hard".
Eine herbe Enttäuschung ist Timbaland. Kaum zu glauben dass dies der gleiche Produzent ist, der "Dirt off your Shoulder", "Big Pimpin" und "Hola Hovito" erschuf. Sein von Synthesizern getriebener futuristischer Einheitssound wirkt inzwischen völlig ideenlos, da man seit geraumer Zeit nichts anderes mehr von ihm hört.
Ein Mitwirken von Just Blaze anstelle von Timbo hätte der Platte sicherlich gut getan. Doch sei's drum. Selbst mit diesen Kritikpunkten bleibt "The Blueprint 3" ein "gutes" Album 2009 welches Jay-Z's Status als einem der Größten des Rap ein weiteres mal unterstreicht. Die Zeit wird Zeigen auf welcher Stufe seiner Discographie man Blueprint 3 einordnen wird...
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 30, 2009 1:41 PM CET


Relapse
Relapse
Preis: EUR 5,99

52 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Pretty Fly For A White Guy, 18. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Relapse (Audio CD)
Nicht wenige Leute halten Marshall Bruce Mathers III schlichtweg für einen der größten Rapper aller Zeiten. Und tatsächlich hat er seit seinem Independent-Debut "Infinite" bewiesen, dass er lyrisch in der obersten Liga spielt. Als er sich nach dem eher mittelmäßigem Werk "Encore" für 5 lange Jahre aus dem Rapgeschäft zurückzog und eine Menge persönlicher Probleme überwinden musste, kehrt er nun zurück um etwas frische Luft ins Rapgeschäft zu bringen. Und dies mit dem meisterwarteten Rap-Album 2009: "Relapse".
Wie erwartet hat sein Freund und Mentor Dr. Dre fast die komplette Produktion übernommen. Ebenso typisch sind die Skits, von denen es insgesamt 5 gibt. Doch nun zur Musik.
Gleich der erste Track nach dem herrlichen Intro sorgt für Gänsehaut: "3 AM". Eine Tür öffnet sich quietschend und ein typischer Dre-Beat erschlägt den Hörer buchstäblich. Slim Shady lässt uns an einem Drogentrip teilhaben und erzählt auf dieser 2. Single eine verstörende Geschichte über ihn als Serienmörder [Bridge nach 2. Refrain: "She puts the lotion in the bucket, it puts the lotion on the skin, or else she gets the hose again..." (Das Schweigen der Lämmer)] Hier fällt allerdings auch gleich auf, dass er einen seltsamen Akzent benutzt. Man ist zwar von ihm verschiedene Stimmlagen gewohnt, von kindisch ("my name is") bis wütend ("the way i am"), doch die Sache mit dem Akzent kann man hier getrost als nervig bezeichnen. Dennoch insgesamt ein herrlich düsterer Song und ein guter Einstieg ins Album!
Auf dem folgenden "My Mom" greift Slim Shady wieder mal das Verhältnis zu seiner Mutter auf. Tiefe Bläser bieten im Hintergrund den passenden Rahmen für Em's Rhymes ("My mom love Valium and lots of drugs, That why I am like I am cause I'm like her"). Neben einer 5-Sekunden-Autotune-Peformance baut er noch einen Dialog mit seiner Mutter ein. Grandioser Song, sowohl vom Beat als auch von Em's Lyrics.
"Insane" ist dann wieder eine typisch abgedrehte Gewaltfantasie von Slim Shady, mit einem schnellen mit Streichern á la Hitchcocks Psycho unterlegtem Beat. ("If you could count the skeletons in my closet, under my bed and up under my faucet, then you would know I completely lost it, is he nuts? No, he's insane!") Nervt allerdings schnell.
Im orientalisch angehauchten "Bagpipes from Baghdad" müssen sich Mariah Carey und Nick Cannon wiedermal einiges anhören.
Anschließend stellt sich Alter-Ego Slim Shady in Hello nochmal kurz vor und treibt auf dem harten Beat wieder mal eine Menge Schabernack.
Auf den "Tonya"-Vergewaltigungs-Skit folgt anschließend mit "Same Song and Dance" ein Track der heiter und brutal zur gleichen Zeit wirkt. Er lässt sich schwer einordnen und muss mehrmals gehört werden, entfaltet dann aber seine Wirkung. Tatsächlich ein genialer Song, vor allem wenn man die Lyrics mal genau unter die Lupe nimmt.
"We made you" ist dann die typische 1. Fun-Single: Im Stil von Without Me oder Just Lose it veralbert Slim Shady wieder alles und jeden, allen voran natürlich Prominente. Am Anfang wirkt der Song sehr gewöhnungsbedürftig, doch nach mehrmaligem Hören kann man sich etwas anfreunden damit. Vielleicht hätte er den Chorus selber gestalten sollen, denn der Gesang wirkt bestenfalls sehr eigentümlich.
"Medicine Ball" ist vom Tempo her "Hello" sehr ähnlich und wird klar vom folgenden Track überschattet: "Stay Wide Awake" lässt die Bombe platzen: Der Beat beginnt recht seicht, doch wenn Shadys Hook beginnt, verwandelt sich das ganze in pures Feuer: Die Zeilen "Soon as my flow starts, i compose art like the ghost of mozart" beschreiben exakt die hypnotische Kraft des Songs. Man kann einfach nicht mehr aufhören, ihn zu hören. Durch den interessanten Tempowechsel, der laufend im Lied stattfindet, gerät der Track zu einem der besten des Albums.
"Old Times Sake" lässt dann einen typischen Dre-Beat ertönen, den man vom Stil her getrost an die West Coast einordnen kann. Und wie der Name schon sagt, huldigen Em und Dre bei einem Joint gemeinsam den guten alten Zeiten. Kein schlechter Track, aber auch nix besonderes.
"Must Be The Ganja" ist wiedermal ein gepflegter Drogentrip, bleibt allerdings einer der schwächeren Tracks des Albums, ebenso wie "Déja Vu".
Nun zu "Beautiful", einem Song den man getrost als Highlight des Albums bezeichnen kann. Und um es noch deutlicher zu machen: Es ist der wohl Em's bester Song seit "Lose Yourself". Das ist auch der einzige Song vom Album der von ihm selber produziert wurde. Es handelt sich um eine wunderbare Ballade, die "Reaching Out" von Queen & Paul Rodgers sampelt. Mit einem angenehmen Flow erzählt über seine Drogenzeit. In einem Interview bestätigte Eminem, dass er die ersten Verse tatsächlich während seines Entzuges schrieb, den Rest danach. Erinnert auch ein wenig an "Sing For The Moment" von "The Eminem Show".
Anschließend gibt's mit "Crack A Bottle" einen Track auf die Ohren, der schon mehrere Monate vor Release des Albums im Netz kursierte und einen ersten Vorgeschmack auf das Album gab. Es ist sozusagen die Rückkehr des "3-Headed-Monster" (Em, Dre, 50). Insgesamt ein eher durchschnittlicher Song, umso erstaunlicher ist es, dass er einen neuen digitalen Verkaufs-Rekord im Februar aufstellte. Das zeigt vor allem, wie heiß erwartet Eminems Rückkehr war.
Nach dem Steve Berman Skit folgt dann "Underground" das abschließende Lied des Albums. Und eine Hook die einem gleich am Anfang erschlägt! Wuchtige Drums, eindringliche Streicher und ein Chor lassen das ganze fast wie ein dramatisches Bühnenstück wirken. Am Ende folgt noch ein lustiger Monolog mit Marshall in einer Selbsthilfegruppe. Dieses Stück hinterlässt auf jeden Fall einen bleibenden Eindruck beim Hörer, hier macht Em unmissverständlich klar, dass er zurück ist.

An Relapse scheiden sich die Geister, die Einen verdammen es als Album was lieber nie veröffentlich worden wäre, die Fans wiederrum haben den Status Klassiker schon vorher vergeben. Im Endeffekt sind es hier die selben Zutaten die Mr. Mathers schon auf vorhergehenden Alben zum größten Rap-Star des Planeten gemacht haben: Mord und Totschlag ("3 AM" oder "Insane"), Promi-Verarschende Popsingles ("We Made You"), die Paul Rosenberg/Steve Berman Skits sowie die Abrechnung mit seiner Mutter (z.b. "My Mom"), nun ergänzt durch die Drogensache. Doch gerade da könnte das Problem sein. Seit "The Eminem Show" sind sieben Jahre vergangen und es scheint, als hätte uns Marshall das Meiste schon erzählt, als hätte er nichts Neues mehr zu sagen. Setzt man das jedoch wieder ins Verhältnis zu den Inhalten, welche sonst im Mainstream-Rap eine Rolle spielen, so erscheint das Ganze wieder fast schon brillant durchdacht.
Abgesehen davon und dem merkwürdigen Akzent den er hier benutzt, ist er nach wie vor einer der besten Rapper im Game. Auch nach diesem Album besteht darüber kein Zweifel. Die Art zu rappen, wie er neue Wörter erschafft, oder seinen Flow zu variieren weiß sind schlichtweg außergewöhnlich. Die Qualität der Produktion ist insgesamt hervorragend, doch vielleicht hätte der eine oder andere Produzent von außerhalb der Shady/Aftermath-Clique in Sachen Abwechslung der Scheibe gutgetan. Dre's Produktionen sind teilweise genial, doch an anderer Stelle hat man doch den Eindruck, den Beat ähnlich schon mal gehört zu haben.
Allen Unkenrufen zum Trotz fällt das Fazit zu Relapse überwiegend positiv aus. Einige Tracks (My Mom, Same Song & Dance, Stay Wide Awake, Beautiful z. B.) auf dem Album übertreffen meine Erwartungen bei weitem und machen das weniger gute "Encore" fast vergessen. Fans haben die CD sowieso schon, doch auch alle anderen können hier getrost mal reinhören.
Und es tut einfach gut nach so langer Zeit wieder ein Eminem-Album in den Händen zu halten. Relapse kreiert tatsächlich so etwas wie "a breath of fresh air in the hiphop game".

Y'all better watch out!
Kommentar Kommentare (21) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 30, 2010 5:50 PM MEST


Deeper Than Rap
Deeper Than Rap
Preis: EUR 10,98

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Officer Rickyyyyyyyyyyyy!, 17. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Deeper Than Rap (Audio CD)
Rick Ross aka The Boss ist zurück mit seinem 3. Album: "Deeper Than Rap" liegt ab 21. April in den amerikanischen Läden. Mit "Port Of Miami" und "Trilla" hat er die Latte hoch angesetzt. Doch seit letztes Jahr bekannt wurde, dass er als Gefängniswärter arbeitete, ist seine "Street Credebility" quasi bei null angekommen. Offensichtlich beeinflusst ihn das auch musikalisch, denn "Deeper Than Rap" bietet wesentlich mehr R'n'B orientierten Sound als beide Alben zuvor. Das zeigt auch die Feature Liste: T-Pain, Kanye West, Lil Wayne, John Legend, Magazeen, Nas, Avery Storm, The Dream, Robin Thicke, Foxy Brown, Gunplay, Trina und Ne-Yo. Der Einstieg erfolgt mit dem düsteren 50 Cent Diss "Mafia Music" schon sehr gut. Beide sorgten ja mit ihrem Beef im Vorfeld für ordentlich Publicity für das Album, wodurch Def Jam sicherlich etwas Werbe-Kosten sparen konnte ;). Die Produktionen sind allesamt hochwertig, doch stören mich persönlich an diesem Album die vielen eher langsameren Nummern. Dazu gehört auch die 2. Single "Magnificent" mit John Legend. Vom Miami-Feeling des 1. Albums ist nicht viel übrig geblieben, sehr schade. "Maybach Music 2" und "Yacht Club" gehören ebenfalls in diese Kategorie. Die Qualität der Produktion stimmt, nur sind beide Songs nicht sehr eingängig, was bei Features wie Kanye West oder T-Pain doch sehr selten vorkommt. Ein Highlight des Albums ist zweifellos "Usual Suspects" mit Nas und Kevin Cossom, von The Inkredibles produziert. Herrliches Relax-Instrumental auf dem alle Beteiligten eine gute Figur abgeben. "All I Really Want" feat. The Dream sowie "Rich Off Cocaine" mit Avery Storm bleiben leider weniger im Ohr, die Beschreibung R'n'B Gedudel könnte hier passen. Zum Glück hauen The Runners es mal wieder raus, ihr herrlicher Synthie-Beat sowie Robin Thickes Gesang sind auf "Lay Back" ein echter Ohrenschmaus! "Murder Miami", "Gunplay" und "Bossy Lady" treffen wiederum überhaupt nicht meinen Geschmack, auch diese Tracks sind alles andere als gelungen. Insgesamt fehlt hier einfach die Abwechslung. Die kommt erst mit "Face" rein, denn hier hat Drumma Boy wieder einen echten Banger gebastelt. Der Beat kommt hart und Trina sowie Ricky Ross deuten an wie gut sie harmonieren. DAS ist exakt was man hören möchte, wirklich gelungen. Bei "Valley Of Death" haben DJ Toomp und T.I. (!) ein richtig schönes souliges Sample in den hämmernden Beat eingebaut. Ross weiß es zu nutzen und liefert eine seiner besseren Vorstellungen. "In Cold Blood" bildet den Abschluss des Albums und ist eines der besseren Lieder, nicht umsonst waren The Runners für die Produktion verantwortlich. Auch hier fragt man sich, wieso auf der Platte so viel Stückwerk drauf ist. Denn dass es anders geht, beweist "Officer Ricky" auf mehreren Tracks. Wer Rick Ross mag, wird sich die Platte sicherlich sowieso zulegen. Allen anderen sei jedoch geraten hier reinzuhören. Denn mit seinem nunmehr eher sanfteren Sound werden sich einige bestimmt nicht anfreunden können. Deshalb bekommt das Ganze von mir auch 3 statt 4 Sterne. Bin leider etwas enttäuscht vom Boss.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 7, 2009 7:09 PM MEST


The Last Kiss
The Last Kiss
Wird angeboten von Fulfillment Express
Preis: EUR 20,20

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ------Jadakiss' Last Kiss------, 6. April 2009
Rezension bezieht sich auf: The Last Kiss (Audio CD)
Jadakiss - The Last Kiss

Ganze 5 Jahre ließ The LOX bzw. D-Block-Mitglied Jason Phillips aka Jadakiss mit einem neuen Album auf sich warten. Doch nun ist es soweit. Nach "Kiss tha Game Goodbye" und "Kiss of Death" wird die Kiss-Trilogie nun komplettiert: "The Last Kiss" (ursprünglich als "Kiss My Ass" geplant) erscheint am 07. April in den USA auf Def Jam/Roc-A-Fella Records.
Der Einstiegstrack "Pain & Torture", produziert von Buckwild ist einer von sage und schreibe 2 Tracks des gesamten Albums auf dem Jadakiss ohne Feature auskommt. Hier macht er seine Sache auch gleich hervorragend, tatsächlich wird man von einem starken Beat begrüßt, der auch gut nach New York City passt. Wesentlich seichter und sanfter ist dann der darauffolgende Song und gleichzeitig die 2. Single "Can't Stop me" feat. Ayanna Irish. Ihr Gesang sowie die wirklich gute Neo Da Matrix-Produktion lassen auch diesen Song gut durchgehen. Partystimmung kommt dann beim darauffolgenden "Who's Real" zusammen mit Swizz Beatz und OJ da Juiceman auf: In typischer Swizz Beatz Art pumpen die Boxen einen derben Bass verbunden mit Claps und machen den Track zu einem echten New Yorker Banger.
Anschließend folgt ein weiteres Juwel des Albums: "Grind Hard" mit Mary J. Blige. Eine wunderbare Melodie um den Gesang im Refrain wandelt sich bei Jada's Reimen schnell in einen herrlichen mit Synthies unterlegten Beat der ein wenig an Ja Rules New York erinnert. Produziert wurde das ganze von The Inkredibles, die auch schon für Ace Hood, T-Pain, Nas, DJ Khaled, Young Jeezy, The Game oder Rick Ross arbeiteten. Highlight!
Auf "Something Else" gibt sich Mr. Jenkins aka Young Jeezy die Ehre. Dementsprechend klingt das ganze auch ein wenig "Southig" ;) Aber dennoch ein hervorragender Track, der von Don Cannon's kräftigen Gitarren-Riffs lebt.
D-Block Kumpane Styles P unterstützt Jadakiss dann auf "One More Step". Nun geht leider das skippen der Tracks schon los, denn dies ist ein eher durchschnittlicher Track des Albums. Kaum erwähnenswert. Die Neptunes beehren uns dann auf "Stress Ya" , doch leider klingt der Beat wieder einmal nach einer eher schlechteren Produktion des Duos. Wahrlich kein Track der hängenbleibt. Gott sei dank kommt mit "What If" dann wieder ein guter Track. Produziert von Chophouse und mit Nas als Gast liefert auch Jada hier eine gute Leistung ab, bei der hervorragenden Produktion eines Klasse mid-tempo Beats allerdings auch kein Wunder.
"Things I've Been Through" ist dann der zweite und letzte Track auf dem man Mr. Phillips alleine erlebt. Trotz dem souligen Touch kann man auch diesen Songs nicht unbedingt großartig erwähnen.
"I Tried" mit Sänger Avery Storm und selbst "Rocking With The Best" mit Pharrell als Feature fallen leider auch unter diese Kategorie. Einfach zu viele Tracks die keiner wirklich braucht.
"Smoking Gun" rettet dann den Hörer zum Glück kurz vorm einschlafen: Die 22-jährige Jazmine Sullivan singt eine tolle Hook und der Beat von Denaun Porter kann sich sehen lassen. Einer der besseren Tracks des Albums! Man fragt sich ernsthaft was die 3 Tracks zuvor nur auf dem Album verloren hatten.
Ghostface Killah und Raekwon darf man sich dann auf "Cartel Gathering" reinziehen. Dank ihrer Rhymes wird der Tracks nicht ganz so eintönig wie er wohl mit Jada allein geworden wäre. Das nächste D-Block Member Sheek Louch ist dann mit S.I. zusammen auf Come and get Me zu hören. Düsterer New Yorker Beat, produziert von Neenyo. Guter Track. Dann folgt die 1. Single des Albums, "By My Side" mit Ne-Yo. Produziert von Grammy- Gewinner Eric Hudson. Radio-tauglicher Soung, die man getrost als gut gewählte Single-Auskopplung bezeichnen kann. Einige werden sicherlich das folgende "Letter To B.I.G." kennen, eine Hommage an die New Yorker Legende Biggie. Wirklich toller Song, zusammen mit Faith Evans und dem wunderbaren Instrumental von Needlz ein Highlight des Albums. Danach folgt ein unnötiger Remix von "Something Else" auf dem neben Young Jeezy noch Snype Life, Bully, AP, Boo Rossini & Blood Raw rappen. Man fragt sich nur warum.
Als Bonus Track darf man sich dann das herrlich düstere "Death Wish" mit Lil Wayne geben. The Alchemist hat hier eine echte Bombe gebastelt, passt zu Jadakiss wie die Faust aufs Auge. Das einzige was an dem grandiosen Song eher stört, ist das Weezy-Feature. Unweigerlich fragt man sich: Warum? Da hätte man sich wohl eher einen Styles P oder Sheek Louch gewünscht. Denn hier kommt düsterstes NYC Feeling auf.
Jason Phillips gelingt ein gutes Album welches leider an den zahlreichen Lückenfüllern krankt. Das Zeug eine echte Perle abzuliefern hat er, auf Tracks wie "What If" oder "Death Wish" beweist er es. Doch zu mehr als 3,5 Sternen reicht es wohl auch hier nicht. Dennoch schön ihn nach 5 Jahren wieder zu erleben.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 13, 2009 10:19 PM MEST


Theater of the Mind
Theater of the Mind
Preis: EUR 5,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Still disturbin' tha Peace?, 22. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Theater of the Mind (Audio CD)
Christopher Bridges aka Ludacris hat seit seinem Debüt im Jahre 2008 eine beachtliche Karriere hingelegt: Dreimaliger Grammy-Gewinner, Co-Gründer von Disturbing tha Peace und mit über 15 Millionen weltweit verkauften CDs erfolgreichster Südenstaaten-MC aller Zeiten. Genau wie sein langjähriger Feind T.I. released er diesen Herbst sein mittlerweile 6. Majoralbum. Konzeptionell ist "Theater of the Mind" wie eine Art Kinofilm angelegt, jeder Song als eine Art Szene. Mal sehen ob seine Vorstellung oscarreif ist...
Los geht es mit einer völlig abgedrehten Stimme die einen in Ludacris' Welt einlädt. The Runners zeigen sich für den passenden Beat verantwortlich. Dieser macht aus dem Intro zusammen mit Luda's Reimen ein passenden Anfang für ein gutes Album!
Weiter geht's mit "Undisputed" mit Producer Don Cannon und Co-Star Floyd Mayweather, der ihm hier im Box-Ring beratend zur Seite steht sobald der Gong ertönt! Herrlicher Blues-Beat, erinnert ein wenig an vergangene Tage von Cannons Produktionsleistungen. Runde 1 geht klar an den Ludameister.
Dann beehrt uns DJ Toomp mit einem Burnerbeat vom Derbsten. Mit dieser 2. Single beendeten die langjährigen Kontrahenten T.I. & Ludacris ihren Beef. Gut so! Auch dieser Song weiß zu gefallen. Luda sticht T.I. hier aus, genau wie bei "On Top of the World" von Tip's Paper Trail, bei dem das Trio T.I., Luda & Toomp ebenfalls am Start ist.
Dann schlagen Mr. Bridges & T-Pain etwas seichtere Töne an. T-Pain gehört sonst gar nicht zu meinen Favoriten, doch sein Talent für solche Kuschelnummern ist unbestritten. Dazu legen die Trackmasters (Poke & Tone) einen schönen Clapbeat drunter, was die Sache noch mal steigert.
Danach kommt mit "Call up the Homies" wieder ordentlich "Hood-Mentality" durch, The Game, Luda & Willy Northpole lassen den Hörer direkt nach ATL & Compton entgleiten...
Die nächste "Szene" ist dann "Southern Gangsta", der erste richtig fette South-Banger auf dem Album. Angekündigt durch einen Sprecher zeigen sich noch Playaz Circle & Ricky Ross aka The Boss auf dem dunklen StreetRunners-Beat von ihrer besten Seite. Vor allem Rick Ross' raue Stimme passt perfekt zur Stimmung des Songs. Eine wiedermal gelungene ATL-MIA Kombination! Und das auch noch ohne Refrain.
"Everybody Hates Chris" mit Blödelbarde Chris Rock wieder sehr groovig daher, wahrscheinlich da genau wie bei "Undisputed" wieder Don Cannon für den Beat verantwortlich ist. Eher durchschnittlicher Song.
"What Them Girls Like" ist dann der Clubbanger für zwischendurch, Chris Brown und Sean Garrett sind auch mit von der Partie. Alle drei wissen was die Mädels mögen, und der Darkchild-Beat wird den ein oder anderen DJ im Club die Platte ganz oben hinlegen lassen, durchaus gelungen!
Wieder ein Florida-Feature auf "Nasty Girl": Plies' nervtötende Stimme, ein ebenso wenig überzeugender Ludameister und Synthie-Gedudel von Swizz Beatz (!) machen den Track jedoch zu einem Lowlight. Swizz sollte lieber bei dem bleiben was er kann.
Dass Scott Storch mittlerweile weniger auf Clubbanger, sondern auf eher seichtere Nummern eingeht zeigt er wieder auf "Contagious" mit Jamie Foxx. Allerdings machen alle Beteiligten ihre Sache gut, herrlich chillig macht vor allem Jamie den Song hörenswert.
Mit "Last of a dying Breed" kommt ein richtiger Megabrecher daher, der pompös-imposante Beat passt perfekt zu Luda's krassen Reimen und Lil' Waynes Stimme, der zur Abwechslung mal wieder ordentlich rappt. Der Refrain verrät zu was der Track gut ist: "MC means move the crowd"!
WOW! DJ Premier mit einem richtig dicken New York Beat auf "MVP"! Ungewohnt für Mr. Bridges, aber er macht seine Sache auf diesem Juwel von Premier richtig gut! Der gescratchte Refrain passt hier wie die Faust aufs Auge, sehr geiler Solo-Track von Luda.
"I do it for Hiphop" ist ähnlich gelungen, denn mit Ludacris, Nas & Jay-Z auf einem Track kann man nicht allzu viel falsch machen! Smoother Song.
"Do the right Thing" mit Common & Spike Lee ist abermals ein Highlight, der mit Trompeten & Flöten daherkommende Beat von 9th Wonder überzeugt völlig! Beide Gäste tun ihr Übriges! Use your brain homie, do the right thing!
Luda gelingt hier ein wirklich gelungenes Album. Sicherlich kein Klassiker der in die Annalen der Down South Historie eingehen wird, aber ein gutes Album allemal. Als Anspieltips eignen sich "Southern Gangsta", "Last of a dying breed", "MVP" und "Do the right thing"!
Fans von Luda werden hier sowieso zugreifen, doch auch allen anderen sei dieses Album durchaus empfohlen. 4 Sterne.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 1, 2009 2:38 PM CET


Brass Knuckles
Brass Knuckles
Preis: EUR 5,99

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen BRASS KNUCKLES --- Nelly's Comeback?, 22. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Brass Knuckles (Audio CD)
Nach 4 ganzen Jahren beehrt Cornell Haynes Jr. die Welt nun endlich" mit seinem neuesten Werk: Brass Knuckles. Wie mittlerweile allgemein üblich, wurde das Album gefühlte 100mal verschoben bis es nun endlich nach einem Jahr (!) Wartezeit erscheinen durfte. Zwar gaben sich allerhand Größen des Rap- und Popbusiness diesmal die Ehre, doch alle Singles und vorherigen Streetsingles" verfehlten ihr Ziel Aufmerksamkeit für das Album zu erzeugen. Nun gut, mal sehen was unser Party- bzw. Poprapper noch so drauf hat:
Der Einstieg erfolgt mit U ain't him" featuring Rick Ross. Passenderweise rappt Ricky Ross, von dem ja seit geraumer Zeit behauptet wird selbst Gefängniswärter gewesen zu sein und seine Dealer-Karriere mit ziemlich viel Fantasie ausgeschmückt zu haben, über Fake-Gangster und -Hustler. Der Beat überzeugt durchaus und Nelly bringt auch den Refrain ordentlich rüber. Guter Einstieg.
Weiter geht's zusammen mit T.I. und LL Cool J auf Hold up". Die Instrumentals hören sich wenig originell an, insgesamt hätte man von einem Track auf dem diese 3 Jungs zusammen auftreten sicher mehr erwartet! Durchschnittlicher Song.
Nun versucht Nelly auf L.A. (feat. Snoop & Nate Dogg) anscheinend ein wenig Westcoast-Feeling rüberzubringen, was ihm leider trotz beiden Gästen nicht mal im Ansatz gelingt. Vielleicht sollte er musikalisch doch in St. Louis bleiben...
Nun ein softerer Song zusammen mit Schmusesänger Usher, von Jlack produziert. Auch hier keine Spur eines originellen Tracks, abermals bekommt man einen völlig uninspirierten und langweiligen Song zu hören. Sorry Nelly, so nich. Da waren "N dey say" und "wadsyaname" als Popsong um einiges tauglicher.
Ebenso sanft geht's auf "Lie" weiter. Doch auch Polow Da Don, Keri Hilson und die St. Lunatics können nicht verhindern, dass das Ganze zu einem weiteren Tief auf einem bisher enttäuschenden Album gerät. Wirklich schade.
Nun folgt "Party People", die einzige Single durch die überhaupt jemand auf das Erscheinen des Albums aufmerksam wurde. Polow Da Don's diesmal erwachten Produktionskünsten zum Dank entstand hier ein clubtauglicher Track der an alte Glanzzeiten Nelly's erinnert, wenn auch vor allem durch Fergie's Hook. "Self-esteem" mit Chuck D ist dann ein weiterer durchschnittlicher Track wo auch wirklich gar nichts im Ohr hängen bleibt. Gerade dies war eine der Stärken Nellys.
Mit "Body on me" folgt dann wieder eher ruhiger Song, bei dem dank Akon & Ashanti wenigstens eine halbwegs brauchbare Melodie zu erkennen ist. Doch auch hier bleibt das Album unterdurchschnittlich.
"Stepped on my J's" bringt nun dringend nötige Abwechslung: Ein hämmernder Jermaine Dupri-Beat lässt zumindest den Versuch gelten einen ordentlichen Clubbanger zu bringen. Doch selbst als Partytrack überzeugt er nur bedingt.
Mein Gott, was haben sich die Neptunes bei "Let it Go" bloß gedacht? Der nervigste Beat der seit langer Zeit meine Ohren drangsaliert. Schon nach den ersten paar Sekunden rutscht der Finger unweigerlich zur "Skip"-Taste am MP3-Player!
"One & only" ist der einzige Track auf dem man Nelly ganz allein wiederfindet. Ein sanfterer Song, doch Polow Da Don hätte den Beat sicher besser verwenden können als ihn Nelly zu überlassen. "Chill" mit den St. Lunatics kommt mit einem Clap-Beat daher und wirkt abermals zu einfallslos als dass hier noch ein Stück vom Album gerettet werden könnte. "Who Fucks Wit me" bietet Gitarrenklänge zur Abwechslung, doch weder die noch Avery Storm lassen den Hörer den Kauf dieser CD als gute Investition erscheinen. Abermals nur Durchschnitt.
Wer seine ganzen Hoffnungen auf den letzten Song legt wird nur halbherzig getröstet. Zwar ist "UCUD GEDIT" dank gutem Beat (wieder Polow) und einer ansatzweise überzeugenden Melodie nicht ganz so abstoßend ermüdend wie seine Vorgänger, doch hier von einem "gelungenen Song" zu reden traue ich mich nach diesem Gesamteindruck des Albums nicht mehr.
"Brass Knuckles" gerät leider zu einem einzigen großen Desaster. Das gesamte Album wirkt völlig phantasielos und ausgelutscht. Wirklich nicht ein einziger Track eignet sich zum Partymachen oder als softer Song für Ladys (eigentlich Nelly Paradedisziplinen) oder sonst was. Ich war zwar nie ein großer Fan dieses Mannes, doch selbst ich hätte hier um einiges Mehr erwartet! Besonders weil bereits letztes Jahr Songs erschienen (Cut it out feat. Sean Paul & Pimp C), die auf mehr hoffen ließen.
Wie es scheint ist Nelly's Zeit wohl endgültig abgelaufen. Ich bezweifle, dass selbst die besten Produzenten seiner Karriere noch mal einen Aufschwung verleihen könnten. Leider eine herbe Enttäuschung, wohl auch für viele seiner Fans. Daher nur 2 von 5 Sternen.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 20, 2009 9:29 PM CET


Paper Trail
Paper Trail
Preis: EUR 9,99

14 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen THA KING IS BACK!, 18. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Paper Trail (Audio CD)
Nachdem Clifford Joseph Harris Jr. letztes Jahr aufgrund seiner illegalen Waffenschiebereien Gefahr lief eine langjährige Gefängnisstrafe absitzen zu müssen, fürchteten viele T.I. Fans, der King würde erst mal in der Versenkung verschwinden. Doch es kam anders, bereits unter Hausarrest stehend begann er neue Tracks zu schreiben und arbeitete dank des Internets mit diversen Produzenten zusammen um sein neuestes Werk "Paper Trail" voranzutreiben. Und er kam mit einem Paukenschlag zurück: Die 2. Single Whatever you Like" bescherte T.I. seinen ersten Nr. 1 Hit und brach U.S. Chartrekorde. Nach diversen Fake-Tracklists in den letzten Wochen ist nun auch endlich das mittlerweile 6. Studioalbum fertig. Doch "Urban Legend", das großartige "King" oder zuletzt "T.I. vs. T.I.P." haben die Messlatte hoch angesetzt! Zur Einzelwertung:

1. 56 Barz (Intro)
Dass TIP und DJ Toomp zusammen ein magisches Duo bilden, ist sicherlich kein Geheimnis mehr. Das zeigen sie auch hier. Ein Intro wie man es sich nur wünschen kann! Herrlich zum mitnicken und zuhören... Willkommen auf Paper Trail!

2. I'm Illy
Diesmal hört man einen Chuck Diesel-Track, was hier äußerst erfrischend wirkt! Tatsächlich legt er einen wirklich hörendwerten South-Beat hin auf dem Mr. Harris grandios flowt. Super Fortsetzung des Intros!!! Um mit Tips Worten zu reden: It's tha King, Bitch!

3. Ready for Whatever
Drumma Boy, der bereits am vor wenigen Wochen erschienen Jeezy-Album kräftig mitbastelte, mischt hier wieder ordentlich mit. Definitiv kein Fehler. T.I. kommt auf einem perfekten mid-tempo Beat daher und rappt über all die Herausforderungen die er bereits meistern musste und die noch kommen... Super Track.

4. On Top of the World (feat. B.o.B. & Ludacris)
Nachdem beide Künstler ihren jahrelangen Beef beigelegt haben, zeigen sie uns hier wieso das notwendig war: Nard & B liefern einen sehr geilen Synthi-Beat ab, der Refrain ist richtig gut gesungen und T.I. und Luda sorgen für den Rest! Besonders Luda's Vers ist eine richtige Bombe. Ein Highlight des Albums!
(P.S. auf Luda's kommendem Album befindet sich ebenfalls ein von DJ Toomp produzierter hörenswerter Track der beiden, "Wish you would")

5. Live your Life (feat. Rihanna)
In den ersten Sekunden des Tracks wird sicherlich jeder erst mal schmerzverzerrt das Gesicht verziehen, denn "Dragostea Din Tei" von O-Zone (!) ist keineswegs der Einstieg den man bei einem T.I. Track erwartet. Zwar ist der von Rihanna gesungene Refrain und der Song insgesamt auch sehr kommerziell angelegt, doch wer sich daran nicht stört bekommt einen wahnsinns R'n'B Ohrwurm geliefert. Zur allgemeinen Überraschung saß hier übrigens Just Blaze (!) an den Reglern. Achtung, ansteckender Track!

6. Whatever you like
Gleich zu beginn hört man die Ähnlichkeit zwischen Lil' Waynes "Lollipop" und den Synthesizern und den Drums die einem hier geboten werden. Und das nicht zufällig. Beide Nr. 1 Singles wurden von Jim Jonsin produziert. Er sampelt hier den "Redemption" Song aus Rocky 2. Zu diesem Song brauch nicht mehr allzu viel gesagt werden, ein weiterer Ohrwurm der Mr. Harris an die Spitze der Charts beförderte!

7. No Matter What

Als bereits im April dieses Jahres dieser von Danja produzierte Track auf StreetCred.com erschien, erleichterte allen T.I. Fans das warten auf sein neues Album erheblich. Denn dies ist definitiv einer der stärksten Songs des Albums. Kräftige Drums, unterlegt mit eingängiger Melodie und dazu T.I.'s Talent seine Rhymes perfekt zum Rhythmus zu platzieren machen diesen Song geradezu zu einem Genuss! Er schildert uns hier auch die schwierige Zeit durch die er im vergangenen Jahr gehen musste, doch lässt keinen Zweifel daran dass ihn nichts aus der Bahn wirft! Absolutes Highlight!!!

8. My Life your Entertainment (feat. Usher)
Drumma Boy bastelt uns hier einen weiteren direkt ins Ohr gehenden Song für die Charts zusammen. Usher's Refrain passt allerdings auch hier wie die Faust aufs Auge. Mr. Harris philosophiert über seine Rolle als bloßes Unterhaltungsinstrument fürs Publikum. Auch hier beherrscht er die R'n'B Schiene als hätte er nie etwas anderes gemacht.

9. Porn Star
Lil' C probiert sich hier nun mal an einem recht "sanften" Beat bei dem das ein oder andere nicht so recht passt. Der Song klingt so wie der Name schon ahnen lässt. Da alle vorherigen Tracks jedoch tadellos waren, wage ich mich nicht den Track als "misslungenen" zu bezeichen.. ;-)

10. Swing ya Rag (feat. Swizz Beatz)

Hier nun wieder mal ein Clubbanger von Swizz Beatz und Mr. Harris, die ja mittlerweile auf eine langjährige gemeinsame Produktionserfahrung zurückgreifen können. So überrascht es keineswegs, dass hier ein solider Track für die Clubs zustande gekommen ist, auch wenn Swizz' Produktionsleistungen meiner Meinung nach nicht grade den Kreativitätspreis verdient haben. Dennoch guter Track!

11. What's up, What's Happening
Timbalands Langzeit-Attaché Danja lässt es sich hier nicht nehmen, einen würdigen Nachfolger für "Top Back" von "King" zu kreieren (zumindest von Beat her, weniger vom Inhalt). Gleich zu Beginn wird klar, dass einem hier kein R'n'B-Gesäusel erwartet, sondern T.I. vom feinsten. Er geht hier auf seine Fehde mit ATL's Shawty Lo ein (auch wenn er ihn nicht beim Namen nennt, nur von "Hatern" redet), der immer wieder T.I.'s Herkunft aus Bankhead anzweifelt. Nach diesem Track erscheinen Shawty's Attacken auf TIP geradezu lächerlich, besondern wenn man das dazugehörende Video gesehen hat. Fazit: Super Track, auch um die Anlage im Auto bis aufs Höchsmaß zu strapazieren!

12. Every Chance I Get
Auch geben sich Toomp und Tip keine Blöße, gemeinsam sorgen sie für einen weiteren soliden Track. Allerdings sticht dieser weniger raus, wohl aufgrund der Tracks Nummer 11 und 13 die ihm die Show stehlen...

13. Swagger Like Us (feat. Kanye West, Jay-Z & Lil Wayne)
Wenn man sich allein die Features anschaut, ist das natürlich eine absolute Traumkombination für jeden Liebhaber von Rapmusik. Kanye West legt einen recht relativ einfachen Beat hin, die Drums von schnörkelloser Synthesizermelodie unterlegt. Am Anfang klingt der Refrain recht gewöhnungsbedürftig, doch nach mehrmaligem weiß man den Song durchaus zu schätzen! Alle vier Schwergewichte zeigen auf diesem Song dass sie ihren Status im HipHop Game nicht umsonst genießen. Doch vielleicht hätten Kanye und Weezy lieber auf ihren Vocoder á la T-Pain verzichten sollen. Besondern gefällt mir Jigga's Vers. "It's Hovaaaaa!!!"

14. Slide Show (feat. John Legend)
Die Klavierklänge am Anfang lassen schon auf einen ruhigen Track schließen, doch einen Schwachpunkt des Albums sollte niemand hier erwarten. John Legens Refrain passt wirklich gut in den simpel aus Piano und Drums bestehendem Beat (Elvis 'Blac Elvis' Williams!). Starker Song!

15. You ain't missin' nothing
Auch hier geht es wieder eher langsam zu, Drumma Boy kreiert einen für ihn recht ungewöhnlichen, aufgrund des Saxophons nach Jazz klingendem Beat. T.I. erzählt mehr als dass er rappt. Auch diese 5 Minuten muss man mehrmals hören um sie wirklich zu genießen!

16. Dead and Gone (feat. Justin Timberlake)
Hier lassen sich das Nr. 1 Duo Justin und Timbo mal wieder blicken. Nach "My Love" von Justin Timberlake, auf dem alle drei sich schon mal kennen lernten, haben sie offensichtlich Lust auf mehr bekommen. Egal wie man zu Timbalands Popmusik steht, doch zweifellos gehen Beat und Justins Refrain hier Hand in Hand und enttäuschen keinesfalls. Besonders die Melodie macht schnell süchtig... guter Abschluss des Albums!

Um es kurz zu machen: Grandioses Album! T.I. hat eine wirklich gute Mischung aus Street-Tracks und kommerziell orientierten Songs gefunden! Sein Talent seinen Flow an jeden Beat perfekt anzupassen und oft zu variieren beweisen, dass er zu den Besten im Süden gehört. Viele werden sich vielleicht an den Kommerzfeatures und -songs (Rihanna, Timberlake, Usher usw...) stören und den Poprap kritisieren, doch T.I. beweist auf Tracks wie "What's up What's Happening" und "no matter what" dass er nach wie vor der selbe ist den wir von "KING" und den Vorgängern kannten. Besonders beeidruckend ist, wie er mit seiner Situation aufgrund des Gerichtsverfahrens umgeht und alle Hater die ihn am Boden sehen wollten eines besseren belehrt. Daher steht dieses Album dieses Jahr im Stellenwert bei mir gleichauf mit Carter 3 und LAX, auch wenn sich alle drei schlecht vergleichen lassen. Tolle Arbeit, Clifford Harris.
Für mich daher still da KING OF THE SOUTH
Kommentar Kommentare (11) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 10, 2009 3:46 PM MEST


We Global (Explicit)
We Global (Explicit)
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 18,98

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 3 Sterne fürs 3. Album, 12. September 2008
Rezension bezieht sich auf: We Global (Explicit) (Audio CD)
DJ Khaleds Geschrei vor jedem Track auf dem er mal wieder unzählige Rap-Schwergewichte zusammengebracht hat ist sicherlich nervtötend, allerdings hat der Mann mit seinen letzten Alben "Listennn... the Album" und "We The Best" für jede Menge Aufmerksamkeit gesorgt. Egal wie man zur Khaled/Terrorsquad/Cashmoney Clique und ihren gefühlten 1000 Remixes steht, jedem Dirty South-Liebhaber MUSS bei der Featureliste von Khaleds Alben das Wasser im Mund zusammen laufen. Mal schauen, ob das Album hält was es verspricht:
"Standing on the Mountain top" bildet ein typisches Khaled Intro, über sein nerviges "We the bessst!!!" oder "Thisss' for the hood, thisss' for the ghetto..." muss man hinwegsehen, um nicht gleich hier weiter zu skippen. Denn am Ende legt Khaleds Ziehsohn Ace Hood ordentlich Tempo hin und rappt ein paar Zeilen auf einem so kräftigen und schnellen Beat, dass man Sorge um seine Soundanlage hat. Durchschnittliches Intro halt. Nun folgen 3 Tracks von Khaleds Lieblingsproduzenten The Runners, ihr charakteristisches "aaaahhhh" am Anfang jeden Tracks verfolgt einen das ganze Album. Sie liefern hier mal wieder einen ordentlichen Banger ab, auf dem Kanye abermals mit Autotune singt und dabei Meister T-Pain fasst hinter sich lässt. Runners Beat und Kanye's eingängige Reime machen den Song dennoch durchaus hörbar. "Out here grindin'" bietet mal wieder Khaled wie er leibt und lebt, Akon, Rick Ross, Lil Boosie, Trick Daddy, Ace Hood, Plies & Lil' Wayne versuchen sich auf dem nächsten Synthesizer-Brett von The Runners gegenseitig zu überbieten. Lil' Boosie erweckt hier wie so oft den Eindruck er verwechsele Rap mit einem Buchstabierwettbewerb. Im Endeffekt überzeugt dieser Song wie alle Khaled Tracks hauptsächlich durch die Namen der Featureliste und den energiegeladenen Beat. Banger!
"Go ahead" ist dann der nächste Streich der Runners, hier heizen uns Fabolous, Big Boss Ricky Ross, Fat Joe, Flo Rida & Lloyd ein. Allerings ist der Refrain weit weniger Ohrwurm als Akon's auf dem Track zuvor. Solider Track, mehr jedoch nicht.
"I'm on" ist dann die Stunde des großen Nasir Jones. Ja richtig, Nas auf einem Khaled Track!!! Nas wie immer unschlagbar, selbst auf diesem eher nervigen Beat von Miami's Cool & Dre. Cool singt diesmal den Refrain, nicht wie sonst üblich Dre. Keine gute Entscheidung!
Schade, aus dem Beat hätte mehr werden können, vor allem beim Talent der Produzenten.
Im nächsten Track "Red Light" darf Nas's Kumpel The Game auf einem The Inkredibles-Beat ran. Im Gegensatz zum vorherigen Track sind Instrumentals und Rap diesmal aufeinander abgestimmt, wirklich guter Song von Game, der selbst im Refrain nicht schwächelt. Auf der nächsten Synthesizer-Bombe "We Global" mit Fat Joe, Trey Songz und Ray J dürfen die Runners wieder ran, diesmal überzeugt vor allem der Refrain. Guter Song.
Auf "She's fine" dürfen sich Sean Paul, Missy Elliott & Busta Rhymes mit einem weniger gelungenem Danja Beat anlegen. Vielleicht hätte Sean Paul alleine damit mehr anfangen können. Durchschnittlicher Track.
Wenn "Final Warning" so gut wäre, wie die Featureliste lang ist (Ace Hood, Bun B, Blood Raw, Brisco, Bali, Lil Scrappy, Shawty Lo & Rock City), so bräuchte man sich um die Qualität dieses Tracks nicht streiten. Allerdings ist dem nicht so, weder Beat, noch Refrain, noch die Rapper (bis auf Bun B) überzeugen hier.
"Fuck the Other Side" bietet schon mal fette Drums (Gold Rush), auf denen allerdings Trick Daddy & die Dunk Ryders nicht sonderlich zu begeistern vermögen. Schade um den Beat!
"Bullet" ist dann mit Officer Ricky Ross und Baby Cham an die Jamaikaner gerichtet, doch der Beat (DJ Nasty) erinnert eher an Miami denn an Jamaika. Dafür ist dann Baby Cham zuständig, der zwar dringend nötige Abwechslung reinbringt, allerdings doch ziemlich ungewöhnlich auf einem Khaled-Track daherkommt. Insgesamt auch kein überdurchschnittlich guter Song.
Bei "Blood Money" mit Rick Ross, Brisco, Ace Hood & Birdman ist es sicher nicht weiter schwer zu erraten, worüber die Herren hier rappen. So wenig originell wie das Thema ist dann auch der Song insgesamt.
"Defend Dade" bildet den Abschluss des Albums. Miami's Diaz Brothers haben einen recht düsteren Synthi-beat zusammengeschraubt auf dem sich ihr Liebling Pitbull und Casely aus Fort Lauderdale wiederfinden. Ein kleiner Lichtblick zum Abschluss.

Insgesamt gesehen bietet "We Global" einfach zu wenig Abwechslung. Khaled ist sicherlich für den ein oder anderen Banger gut, allerdings ein ganzes Album voll mit Beats im Runners-Style wird dann doch schnell nervig. Die Namen der Künstler machen Miami zwar alle Ehre, dennoch fehlt für eine wahres Miami Album einfach das Feeling (siehe Rick Ross' "Port of Miami"). Die Beats könnten sich ebenso auf jedem anderen Dirty South Album wieder finden. Allerdings kreiert Mr. We The Best auch hier wieder einige Clubbanger welche die Soundanlage aufs Äußerste strapazieren dürften. Insgesamt daher "noch" 3 Sterne für Miami's Best.


Seite: 1 | 2