wintersale15_finalsale Hier klicken Reduzierte Hörbücher zum Valentinstag Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More Bauknecht TK EcoStar 8 A+++ Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip WSV
Profil für Doc Tolerance > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Doc Tolerance
Top-Rezensenten Rang: 9.760
Hilfreiche Bewertungen: 350

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Doc Tolerance

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3
pixel
Dog Day
Dog Day
DVD ~ Lee Marvin

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Durch miese Digitalisierung verschandelt, 17. August 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dog Day (DVD)
Ein Bankräuber kommt auf der Flucht mit seiner Beute auf einen abgelegenen Bauernhof in Nordfrankreich, der von einem Haufen halbdebiler Hinterwäldler bewohnt wird. Verfolgt von der Polizei und anderen Gangstern entwickelt sich ein Katz- und Mausspiel um die Beute, das in eine ausweglose Situation ohne echtes Happyend mündet. Eine sehenswerte Krimigroteske, bei der einem die Lacher oft im Halse stecken bleiben. Wer Lee Marvin als knallharten Gangster und Charakterkopf mag, der käme hier voll auf seine Kosten, wenn die miserable Filmqualität nicht wäre. Beim Digitalisieren wurde weder auf das Format geachtet, noch hat man sich bemüht mit moderner Technik die Bild- und Tonqualität einem erträglichen Standard nahe zu bringen. Inhaltlich ein guter Film, der aber wegen der miserablen Qualtität nicht zum Kauf zu empfehlen ist.


Konservativ!: Die Antwort auf den Kampf gegen Rechts" Wider Unfreiheit und Anarchie
Konservativ!: Die Antwort auf den Kampf gegen Rechts" Wider Unfreiheit und Anarchie
von Wolfgang Philipp
  Broschiert
Preis: EUR 14,95

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Plädoyer für konservative und rechte Werte, 20. Juni 2015
Dieses Buch bietet eine Zusammenfassung aller trügerischen Fehlentwicklungen, die flankiert und befördert von gleichgeschalteten linksideologischen Hauptstrommedien, Deutschland seit vielen Jahren und zunehmender Geschwindigkeit einem Zustand entgegentreiben, der von Auflösung des Rechtsstaates, Aushöhlung des Grundgesetzes, Demokratieverlust und EU-Diktatur gekennzeichnet ist. Alle relevanten Themenbereiche des politischen Versagens, von Vertragsbrüchen zwecks Euro-Rettung über verfehlte Familien- und Energiepolitik, steigende Kriminalität, bis hin zu Genderwahn werden prägnant und für jedermann verständlich abgehandelt. Es wird argumentativ überzeugend dargelegt, daß es dringend der als „rechts“ verfemten konservativen Werte bedarf, wenn unser Gemeinwesen nicht zu einer Diktatur mit anarchischen Zügen verkommen soll. Der allgegenwärtige „Kampf gegen Rechts“ ist nur eine Chiffre, ein taktisches Mittel staatlicher Indoktrination. Einerseits zur Unterdrückung der Meinungsfreiheit, um Abweichler mundtot zu machen und andererseits um zu Verschleiern, daß die politische Praxis hierzulande längst in die postdemokratische Phase eingetreten ist, d.h. in einen Zustand, wo das formale Vorhandensein von Normen und Institutionen die meisten darüber hinwegtäuscht, daß sich Rechtstaatlichkeit und Demokratie in Deutschland im Zerfall befinden.
Wem Akif Pirincci’s „Deutschland von Sinnen“ zu vulgär ist, der hat hier die Deutung der gleichen Mißstände in sachlicher und seriöser Wortwahl.


Carga maldita (1977) [Spanien Import]
Carga maldita (1977) [Spanien Import]
Wird angeboten von Besten-Preise
Preis: EUR 21,65

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Remake übertrifft das Original, 8. Juni 2015
Rezension bezieht sich auf: Carga maldita (1977) [Spanien Import] (DVD)
Selten schafft es die Wiederauflage eines Filmklassikers mit dem Original gleich zu ziehen oder dieses sogar zu übertreffen. „Sorcerer“ oder „Atemlos vor Angst“, gehört zu diesen Ausnahmen und bietet gegenüber dem Original „Lohn der Angst“ zumindest zwei Aspekte, die sich positiv abheben.
Den Hauptdarstellern wird ein Schicksal mitgegeben. Indem ihr Scheitern bzw. ihre dunkle Vergangenheit skizziert wird, erscheint ihr hoffnungsloses Dasein plausibel und sie gewinnen als Personen Kontur.
Gleichzeitig werden die Gestrandeten atmosphärisch perfekt eingebettet in die triste Trostlosigkeit einer herunter gekommenen Arbeitersiedlung, irgendwo jenseits der Zivilisation im Tropendschungel einer korrupten Bananenrepublik. Schon die Anfangsszenen des Films schwitzen die Lethargie, die Hitze, den Dreck und das Elend so realistisch aus, dass sich beim Zuschauer Beklommenheit einstellt. Die Bereitschaft wirklich alles zu riskieren, um dieser Hölle auf Erden zu entrinnen, wird so auch für den Zuschauer nachvollziehbar.
Das Arbeiterdorf in „Lohn der Angst“, wo die gestrandeten Existenzen nichtsnutzig den Tag vertrödeln wirkt dagegen künstlich wie ein Studio und eher beschaulich.
Der spätere Handlungsablauf, d.h. die Fahrt unter Todesängsten ist eine gelungene Variation des Originals und wie dieses spannend und dramatisch zugleich. Obwohl Roy Scheider, einer der Sprengstofffahrer überlebt, wird kein Happy End inszeniert, denn sein aschfahles Gesicht, mit den tief liegenden, dunkel umrahmten Augen ist eher das eines lebenden Toten und sein weiteres Schicksal ungewiß.
Meines Erachtens einer der besten Abenteuerfilme aller Zeiten. Dass sich bisher kein Vertrieb gefunden hat, um diesen filmischen Leckerbissen als DVD in Deutsch zu vermarkten ist mir ein Rätsel.


13.000 Kilometer - Die Männer der Emden
13.000 Kilometer - Die Männer der Emden
DVD ~ Ken Duken
Preis: EUR 6,99

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gut gemeint aber nicht überzeugend, 15. Februar 2015
Wie man einen erfolgreichen Kriegsfilm macht, der ohne Liebesschnulze auskommt und trotzdem von der ersten bis zur letzten Minute fesselnd und authentisch ist, das wurde uns mit „DAS BOOT“ schon vor über 3 Jahrzehnten von Wolfgang Petersen und Co. vorgemacht und dort hätte man sich eine dicke Scheibe abschneiden können. Weit gefehlt. Den Machern von diesem Streifen ist es nicht gelungen dieses Abenteuer, welches das Leben schrieb entsprechend umzusetzen. Dabei war die Handlung als Grundlage für ein vernünftiges Drehbuch praktisch schon vorhanden, nämlich in zahlreichen Büchern und den Veröffentlichungen von Einzelschicksalen. Was für eine Fülle von Stoff, um daraus großes Kino zu machen! Eine verschworene Männergemeinschaft in aussichtsloser Situation, ein abenteuerlicher Leidensweg um die halbe Welt, durch Meer und Wüste, unerschütterlicher Durchhaltewille getragen von Kameradschaft und soldatischer Disziplin... Auf wichtige Abschnitte, wie die Fahrt mit zwei Sambuks entlang der Küste des Roten Meeres hat man verzichtet. Stattdessen wurde als Parallelhandlung eine Liebesschnulze eingeflochten, ebenso verzichtbar wie manch kindische, hinzu phantasierte Situation, wie z.B. der Versuch einer Meuterei oder die Desertation eines Offiziers. Schon am Anfang, bei der Besetzung von Direction Island merkt man, daß die maßgeblichen Leute im Filmteam kein Gespür dafür haben wie man die Handlungen von militärischen Personen der Zeit entsprechend authentisch und glaubwürdig darstellt. Da rennt der Kapitänleutnant Mücke rum und fuchtelt mit der Pistole wie ein Drogenfahnder in Miami Vice - nur zum Kopfschütteln. Aber das ist kein Wunder in einem Land, in dem die Zeitzeugen nicht nur alle weggestorben sind, sondern auch alles Militärische seit Jahrzehnten als Teufelszeug abgetan wird, wo Heldentum und Patriotismus nur rechtslastige, umstrittene Eigenschaften sind. In einer Gesellschaft, wo bevorzugt Deserteuren Denkmäler gesetzt werden, da paßt es dann auch in die weichgespülte Handlung, daß einer der Protagonisten - sogar ein Offizier- zum Schluß auf einem Boot nach Dänemark abhaut. So kann man den Helden, der heutzutage ja eigentlich keiner sein darf im letzten Moment doch noch irgendwie mit der pazifistischen Gesinnung des Publikums versöhnen. Gemessen am Budget und den Möglichkeiten eher ein halbherzig wirkender Film, eine „gut gemeint –Darbietung“, gemacht von Leuten denen entweder der Schneid oder die Kompetenz fehlte, um diesen einzigartigen Stoff konsequent und wirkmächtig umzusetzen als das was es hätte sein können: Ein deutsches Heldenepos.


Wir waren Helden (FSK 18) [2 DVDs]
Wir waren Helden (FSK 18) [2 DVDs]
DVD ~ Mel Gibson
Wird angeboten von schnuppie83
Preis: EUR 8,68

1 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Flachsinnige Standardware aus Hollywood, 24. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Wir waren Helden (FSK 18) [2 DVDs] (DVD)
Die Story spielt im Vietnamkrieg und ist schnell erzählt: Ein Bataillon Luftlandetruppen greift in ungeklärter Lage an und wird vom Feind eingekesselt. Nach 2 Tagen erbitterter Kämpfe endet die Schlacht dank massiver Luftunterstützung siegreich für die US-Truppen. Ende einer Geschichte, die inhaltlich so flach ist wie die DVD, auf die sie gebrannt wurde und auch in 45 Minuten erzählt wäre. Die restlichen eineinhalb Stunden sind eine Melange aus heldenhaft verklärtem Trotzverhalten: „Und wir haben doch gesiegt“, wildem Geballer und patriotischen Sprüchen. Solche Schinken gehören seit dem 2. Weltkrieg zur Standardware des Hollywood-Filmrepertoirs und sind mit wechselnder Besetzung der Hauptrolle und Variation des Schauplatzes schon gefühlte 1000mal über die Leinwand geflimmert. Vorzeigeheld und Obergroßmaul ist diesmal Mel Gibson, jeder andere Symphatieträger von John Wayne bis George Clooney, der einen 3-Tagebart vorzeigen und coole Sprüche dahersagen kann hätte es auch getan. Tiefgang – null, Spannung keine, denn Happyend samt Heldenverbrämung sind vorhersehbar. Man könnte den Streifen auch durchschlafen, wäre da nicht der Maximaleinsatz an perfekter Pyrotechnik und den damit verbundenen Explosionen samt Napalm-Inferno. Dafür einen Stern extra – das war’s.


The Hit - Die Profikiller
The Hit - Die Profikiller
DVD ~ Terence Stamp
Preis: EUR 12,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochkarätiger und vielschichtiger Thriller, 10. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Hit - Die Profikiller (DVD)
Dieser hochkarätige Thriller, der über die meiste Zeit in der Machart eines Roadmovies daherkommt, ist vielschichtig und nichts für Leute, die auf rasante Action und viel Blut stehen. Es sind die unterschiedlichen, hervorragend gespielten Charaktere und die daraus erwachsende Gruppendynamik auf engstem Raum, die dem Film eine ungeheure Spannung verleihen. Auf der Täterseite der abgebrühte und schweigsame Dunkelmann Mr. Bradock und sein junger hitzköpfiger Gehilfe, losgeschickt von einer Londoner Verbrecherorganisation. Auf der Opferseite die Zielperson, ein Mann mit fragwürdiger Vergangenheit, der sich scheinbar souverän in sein Schicksal fügt und eine heißblütige Kindfrau, durch unglückliche Umstände als Geisel genommen. Dass ein Film mit diesem Titel nicht ohne Mord und Totschlag auskommt ist klar, aber die entsprechenden Szenen dominieren nicht die Handlung und werden nicht als blutrünstige Schlächterei zelebriert. Stattdessen wird der Tod wie das wiederkehrende Thema eines Musikstücks in vielerlei Erscheinungsformen variiert und oft subtil mit der Handlung verwoben. Als Symbol, als Paukenschlag, als philosophisches Phänomen, als tragische Unausweichlichkeit der menschlichen Existenz, als unerwarteter Wendepunkt der Handlung oder sogar unsichtbar, nur zu deuten im hoffnungslosen Blick des Opfers. Den Machern ist es gelungen eine an sich einfach und leicht zu erzählende Geschichte mit Spannung und Tiefgang aufzuladen wobei dank der tollen Kombination aus Filmmusik und Landschaft ein stimmungsvoller ästhetischer Rahmen geschaffen wurde.


Yorkshire-Killer: 1974 / 1980 / 1983 [3 DVDs]
Yorkshire-Killer: 1974 / 1980 / 1983 [3 DVDs]
DVD ~ Andrew Garfield
Preis: EUR 13,40

5.0 von 5 Sternen Spannend und eindringlich aber keine leichte Kost, 15. November 2014
Liebhaber reißerischer Action mit viel Batsch, Bumm, Peng werden enttäuscht sein, denn diese Filme kommen eher auf leisen Sohlen daher, dafür aber umso eindringlicher. Jeder Film bildet für sich eine eigene Handlung ab und ist in sich abgeschlossen, insgesamt sind sie jedoch miteinander verwoben, so daß man sie in der zeitlichen Reihenfolge anschauen und auch aufmerksam mitdenken sollte, um den roten Faden nicht zu verlieren. Es finden sich kaum Lichtgestalten und schon gar keine strahlenden Helden, stattdessen jede Menge dunkler menschlicher Abgründe, verletzte Seelen, skrupellose Dunkelmänner und ein durch und durch korrupter Polizeiapparat. Verstärkt wird die bedrückende Handlung durch die Örtlichkeiten, in denen sich das Meiste der Handlung abspielt, ein in Agonie liegendes Industriegebiet und herunter gekommene Arbeiterviertel samt ihren deprimierten Bewohnern. Die Hauptdarsteller, unter ihnen etliche namhafte Größen, überzeugen allesamt durch ihre schaustellerische Leistung . Wer düstere, atmosphärische Handlungskrimis mit Tiefgang mag kommt auf hier voll auf seine Kosten.


Kein Titel verfügbar

22 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Keine angenehme, aber eine dringend notwendige Lektüre, 13. Oktober 2014
Man kann einen stinkenden Misthaufen mitten auf dem Eßtisch durchaus sachlich und rein wissenschaftlich hinsichtlich seiner chemischen Bestandteile untersuchen und beschreiben.
Dem Ausmaß der Belästigung und Einbuße an Lebensqualität, die man beim speisen an diesem Tisch ertragen muß wird eine solch nüchterne Betrachtung jedoch nicht gerecht.
Dieses plastische Bild muß vorausgeschickt werden, um das Verdienst des Autors und seine Botschaft zu verstehen und zu würdigen.
Da man sich hierzulande geistig-moralisch in einem hochgradig krankhaften Dauerzustand befindet und der politisch–mediale Betrieb bereits das postsatirische Stadium erreicht hat, ist eine sachliche oder gemäßigt sarkastische literarische Auseinandersetzung mit den obwaltenden Umständen nicht mehr geeignet, um selbige zu beschreiben.
Mit seinem vulgären Stil und schonungslosen Aussagen, die nicht nur wahr, sondern politisch höchst unkorrekt sind, entfaltet Akif Pirincci die verbale Schlagkraft eines Baseballschlägers, wodurch es möglich sein sollte zumindest diejenigen Gutmenschen wachzurütteln, die noch über ein Minimum durchbluteter Hirnzellen und eigener geistiger Urteilsfähigkeit verfügen. Jedem, den schon länger das Gefühl beschleicht, daß in unserer deutschen Heimat zu Vieles im argen ist, sei dieses Buch wärmstens empfohlen. Seine Lektüre ist nicht immer angenehm aber dringend notwendig.
Dem Autor sollte der Nobelpreis und das Bundesverdienstkreuz verliehen werden.
Die Ein-Sterne-Kritiker gehören entweder zu den Nutznießern dieses kaputten Systems oder sie befinden sich im heilungsresistenten Nirwana der pathologischen Wahrnehmungsverweigerung. Ihnen ist nicht mehr zu helfen.
Kommentar Kommentare (21) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 7, 2016 5:10 PM CET


Handschlag mit dem Teufel - General Roméo Dallaire und der Völkermord in Ruanda (OmU)
Handschlag mit dem Teufel - General Roméo Dallaire und der Völkermord in Ruanda (OmU)
DVD ~ Peter Raymont
Preis: EUR 12,99

13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehenswerte Dokumentation über einen vermeidbaren Völkermord, 26. Mai 2014
Romeo Dallaire, der einstige Kommandeur der Uno-Friedensmission in Ruanda kehrt 10 Jahre nach dem Völkermord in Ruanda, in dessen Verlauf ca. 800000 Tutsi und gemäßigte Hutu in nur 100 Tagen von Regierungstruppen und Terrormilizen massakriert wurden zurück, um das Erlebte aufzuarbeiten, Beteiligte zu treffen und über das Scheitern seiner Mission zu berichten. Zusammen mit den Archivaufnahmen und zahlreichen berufenen Kommentatoren erhält der Zuschauer einen Überblick über die schrecklichen Ereignisse, politischen Hintergründe und mit dem Erzähler Romeo Dallaire eine tiefe Einsicht in dessen zerrissene, von Schuldgefühlen geplagte Seele.
Genügend Verantwortliche werden benannt: Die UNO und deren Sicherheitsrat, als eine Institution, die in Ignoranz, Selbstblockade und verkrusteten Strukturen gefangen, die Mission halbherzig und mit unzureichendem Mandat versieht und bei Eskalation der Ereignisse die Missionstruppe im Stich läßt. Die französische Regierung unter Präsident Mitterand, die wegen politischer Beziehungen mittels Bewaffnung und Protegierung im Vorfeld die Milizen unterstütze. Die katholische Kirche und die belgische Kolonialmacht, die in der Vergangenheit das Ihre dazu beitrugen die ethnischen Konflikte zu verschärfen. Die feigen Belgier, welche zu zum entscheidenden Zeitpunkt ihr Truppenkontingent abzogen. Die westliche Welt, die dem Völkermord tatenlos zuschaute und nicht zuletzt der Teufel, als biblische Plage, der über dieses arme Land gekommen ist. So gerechtfertigt diese Schuldzuweisungen rückblickend sein mögen, hier zeigt sich die Dokumentation von ihrer schwachen Seite. Denn die ruandischen Täter selbst, diejenigen die eine Machete, einen Knüppel oder eine AK47 in die Hand nahmen und mit Namenslisten versehen, vorsätzlich ihre Nachbarn und Mitmenschen auf grausamste Weise massakrierten, die Strippenzieher in der ruandischen Regierung, die das von langer Hand organisierten und über Radio mit Hassparolen zum Massenmord aufriefen, sie wären bei der Benennung von Schuld und Verantwortung an erster Stelle zu nennen, werden jedoch ausgespart.
So bietet die Dokumentation leider eine Perspektive, die für die Beschäftigung mit Afrika typisch ist. Denn verantwortlich sind für die vielfältigen Probleme des Schwarzen Kontinents grundsätzlich die Anderen: Die Kolonialmächte, die Kirchen, die multinationalen Konzerne, die Weißen, mangelnde Entwicklungshilfe… usw., während für die Schwarzafrikaner selbst immer nur die Rolle des leidenden Opfers reserviert ist.
Fazit: Ein schockierender, informativer und durchaus sehenswerter Film, mit der tragischen Figur des Ex-Generals Dallaire im Mittelpunkt. Wegen der verengten Perspektive, die wahrscheinlich der „Political Correctness“ geschuldet ist, ein Punkt Abzug.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 18, 2015 7:12 PM MEST


Weltgeschichte der Sklaverei (Beck'sche Reihe)
Weltgeschichte der Sklaverei (Beck'sche Reihe)
von Egon Flaig
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,95

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wahrheitsfindung anstatt Historical Correctness, 21. Mai 2014
Das Buch eignet sich hervorragend, um zu diesem Thema einen Einstieg zu finden und als Ausgangspunkt für weiter gehende umfangreichere Untersuchungen. Seinem Anspruch an weltgeschichtliche Dimensionen wird es gerecht, indem es die zahlreichen Formen skavistischer Systeme von der Antike bis zur Neuzeit behandelt.
Daneben werden viele irrige aber heute weit verbreitete Vorstellungen hinsichtlich der Sklaverei zurechtgerückt. So wurde das größte und am längsten existierende sklavistische Gesellschaftssystem durch die Ausbreitung des Islam geschaffen, welches über 12 Jahrhunderte Bestand hatte und von Westafrika bis Indien reichte. Wesentlich auch die gut herausgearbeitete Unterscheidung zwischen dem Prozess der Versklavung und dem Sklavenhandel. Die gewaltsame und umfangreiche Versklavung auf dem ganzen afrikanischen Kontinent insbesondere in Zentralafrika geschah durch Afrikaner und Araber, nicht durch Europäer. Letztere handelten zwar seit dem 16. Jahrhundert mit Sklaven in großem Umfang bekamen aber die „Ware Mensch“ an der afrikanischen Küsten von Afrikanern zur Verfügung gestellt und mußten sie von diesen teuer kaufen. Dabei kollaborierten die afrikanischen und arabischen Sklavenhändlern nicht mit den Europäern sondern sie betrieben gleichberechtigt Handel.
Trotz der Beteiligung der Europäer am Sklavenhandel vom 16. bis zum 19. Jahrhundert ist es in letzter Konsequenz das Verdienst europäischer, sprich „weißer“ Initiativen, Errungenschaften und moralischer Wertvorstellungen, die eine Eindämmung bzw. Ächtung der Sklaverei bewirkten. So ist es zum Beispiel Vertretern der katholischen Kirche zu verdanken, daß im Diskurs über die Rechtmäßigkeit der Sklaverei der Begriff der Menschrechte schon im 16. Jahrhundert geboren wurde. Man muß der Argumentation des Autor nicht überall und uneingeschränkt folgen, erscheint es doch zweifelhaft, daß der amerikanische Bürgerkrieg ausschließlich von den „Weißen“ des Nordens zwecks Befreiung der „Schwarzen“ im Süden der USA betrieben wurde und ökonomische und politische Motive nicht verfolgt wurden. Durchaus zuzustimmen ist jedoch der These, wonach es den Anstrengungen der europäischen Kolonialmächte zu verdanken ist, daß die Sklaverei auf dem schwarzen Kontinent zu Beginn des 20. Jahrhunderts weitestgehend abgeschafft war. Vor dem Hintergrund der heutzutage dominierenden einseitigen Geschichtsdarstellung, wonach der böse weiße Mann alleiniger Täter und die armen Afrikaner hilflose Opfer waren, setzt dieses Buch einen Kontrapunkt und reiht sich angenehm in jene Bildungsliteratur ein, die zugunsten der Wahrheitsfindung der „Historical Correctness“ linker Leitmedien eine Absage erteilt.


Seite: 1 | 2 | 3