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Rezensionen verfasst von
upperception "upperception" (Innsbruck, Austria)

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The Day Is My Enemy
The Day Is My Enemy
Preis: EUR 14,99

2.0 von 5 Sternen Bumm Bumm, aus, leer..., 29. Juli 2015
Rezension bezieht sich auf: The Day Is My Enemy (Audio CD)
Ja, es ist leider ein Fluch, wenn einem ein Album für den Rest seines Lebens wie Pech kleben bleibt. The Fat Of The Land war in jeder Hinsicht genial, abwechslungsreich und jeder Song hatte "Mut". Dieses Wort wird nun zum Leitwort für diese Rezension, denn genau das vermisse ich bei diesem Werk: Mut.

Klar, es böllert, es bummst, es kracht, genau so, wie man es von The Prodigy erwarten kann, doch Liam Howlett beweist hier in bester Manier, dass reine Aggressivität nicht immer zielführend ist. Wir haben gerade die Skrillex-Ära hinter uns, wo es einfach um so viel Bumms in so kurzer Zeit wie nur möglich geht. Genau das bewies eben The Fat Of The Land - es muss nicht immer ausschließlich vollgas sein, denn genau so werden die kräftigen Teile umso kräftiger. Bei The Day Is My Enemy weiss man gar nicht, woran man sich festhalten soll, weil alles derart dick anschiebt, dass man nicht zur Ruhe kommt. Und genau diese Nervosität erschwert es mit der Zeit immer mehr, dieses Album überhaupt fertig zu hören. Vor allem geht mir die Liebe zu den Details ab. Keine cleveren Breaks, keine aufwändigen Build-Ups, keine raffinierten Lyrics (oder Voice Samples), keine neuen Synths - das ist sogar das Allerschlimmste. Schon der Opener erinnert irgendwie an Baby's Got A Temper, ein Track, mit dem Liam damals so unzufrieden war, dass er ihn sogar aus dem Back Catalogue löschen wollte. Im Vergleich mit dem ganzen Album ist Baby's Got A Temper aber sogar ein echter Böller.

Während vor allem Music For The Jilted Generation noch mit einer Art Message punkten konnte, die bei Fat Of The Land noch etwas kryptisch war, ist hier jegliche Botschaft irgendwo im Nirvana. Doch was will uns dieses Album sagen? Es ist fast schon eine Art "Gangster-Rap"-Statement für den Elektronikbereich: Wir sind die Größten, wir sind die Fettesten, wir sind die Härtesten, wir rulen! Aber jeder, der sich ein bisschen genauer mit Hip Hop auseinandergesetzt hat, weiss, dass das diese Floskeln zu 99% nur leere Hülle sind. Leider auch hier. Ja, es ist fett, aber es überzeugt einfach nicht. Es fehlen die konkreten Ideen und, wie schon am Anfang erwähnt, der Mut!

The Prodigy waren einst Elektropunks - das hat sie am besten beschrieben! Wenn sie nun Richtung Elektro-Gangster schwenken wollen, gut, aber ohne mich. Vor allem am Alter der Mitglieder gemessen hätte man sich wirklch erwarten können, dass hier ein Schritt gewagt wird, und den gibt es auch, allerdings nach hinten! Sehr schade!


Crystal Method
Crystal Method
Preis: EUR 19,44

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mehr Nachzügler als Speerspitze, 31. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Crystal Method (Audio CD)
Ich denke der definierende Moment war, als der Track "Grace" lief und ich wirklich auf den Player schauen musste, ob ich "im richtigen Film bin". Zum Kontrast meiner sonst eher gepflegten Worte möchte ich hier nun etwas direkter sein. Mir fehlen bei diesem Album irgendwie die Eier.

Vor allem bei den ersten Alben hat man das Gefühl gehabt, dass sich die verrückten Professoren in ihrem Bunker einschließen und dann, Jahre später und komplett wahnsinnig mit ihrem neuem Werk dastanden, das so ziemlich alles andere auf dem Sektor auf vielen Ebenen in den Schatten gestellt hat. Der Sound von "Vegas" war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung durchaus ausserirdisch, so etwas gab es in der Form noch nicht.

Bei dem selbstbetitelten Album, das mir nun vorliegt habe ich das Gefühl, dass die zwei in den vergangenen fünf Jahren in ihrem Keller vor Youtube verbracht haben und sich bei guten Tracks gedacht haben "Das können wir auch" und dann IHRE Version davon gemacht haben. "The Crystal Method" klingt viel mehr nach Aufholjagd, als nach dem Setzen neuer Maßstäbe. Klar, der Sound ist dick, scharf und weit und bis zum heftigst nur erdenklichen Anschlag gemastert (das Album ist wirklich laut), aber es kommt einem mehr vor, als dass dies nur eine clevere Blendung ist, die über die überaus rigorose Ideenlosigkeit dieses Werks hinwegzutäuschen versucht.

Aber es wäre gemein zu behaupten, dass manche Passagen nicht Spass machen. Doch, es gibt sie natürlich, die Momente in denen richtiger Crystal Method Flaire groß wird, doch aus irgendeinem Grund schaffen es Ken und Scott immer wieder den gut eingefädelten Groove mit schlampig programmierten Flächen einzubremsen oder mit deplatziert wirkenden Pop-Gesangseinlagen zu vergewaltigen.

Überhaupt tasten sich die beiden zB mit ihrem Dubstep-Versuch eher peinlich an die aktuellen großen Player dieses Genres heran. Ich kann bei "Over It" nichts hören, was ich nicht schon gehört habe, speziell wird für mich deutlich, wie weit das Duo von ihren Wurzeln abzudriften versucht.

Drei Sterne vor allem deswegen, weil mir hier die Seele fehlt. Auch wenn manche Synthies noch so geschmeidig fett frisiert daherfegen wirkt das Gesamtbild eher lieblos und unfertig. Vor allem auf Tweekend waren extrem komplexe Grooves gepaart mit wunderbar aufeinander abgestimmten Synthiesounds herrlich dynamisch druckvoll in Szene gesetzt. "The Crystal Method" ist an manchen Stellen nur mehr noch eine Sound-Wand, die zwar beeindruckend groß wirkt, am Ende aber leider erschreckend generisch klingt.


The Change
The Change
Preis: EUR 2,67

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kurz, aber gewaltig, 15. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: The Change (MP3-Download)
Die bewegte und bewegende Geschichte rund um die Band sollte mittlerweile bekannt sein.

Hier ist nun das Ergebnis des Deutschlandaufenthaltes von Side Effect, eine 3-Track EP, die sich gewaschen hat. Der Titelsong ist jetzt schon ein Konzertknaller, der zeigt, zu was diese Jungs fähig sind.

Hier endet nun auch die Charity Aktion, diese Band lediglich wegen ihrer Herkunft zu unterstützen, denn was man hier geboten kriegt ist mehr, als nur der Versuch, westlich zu klingen. Nein, Side Effect haben ihren Sound gefunden und schrauben offenbar ganz munter dran. Ist es jetzt Punk, Garage Rock oder Indie? Irgendwo dazwischen trifft man sich und das ist gut so, denn somit öffnet sich die Band selbst neue Türen und wir können gespannt sein, wie die nächsten Ergebnisse klingen!

Den Segen der Ärzte haben sie schon einmal, wer weiss, vielleicht sehen wir sie bald als Opener für Bad Brains und Konsorten und eventuell, und das wünsche ich ihnen sehr, als Headliner. Bis dorthin ist es jedoch noch ein harter Weg, den die Band aber offenbar munter zu bestreiten bereit ist.


Rainy Night Dreams
Rainy Night Dreams
Preis: EUR 5,99

5.0 von 5 Sternen Erfrischend, 15. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Rainy Night Dreams (MP3-Download)
Indie/Punk aus Burma (Myanmar)? Gibts nicht? Doch gibts...

Auch wenn das Album nicht mit internationalen Produktionsstandards mithalten kann muss man glücklich sein, dass es dieses Werk überhaupt gibt, denn Unterstützung erhaltet die Band in ihrer nur von einem überschaubaren Kreis (meistens Freunde). Die zweite "Europa Tour" (5 Termine) haben sie schon absolviert (dank der Doku "Yangon Calling") und so wie aussieht, werden wir bald mit mehr Material beehrt. Auch ein Konzertbesuch lohnt sich, da die Jungs noch quasi Jungfrauen auf größeren Bühnen sind und entsprechend aufgeregt und motiviert sind.

Mit was diese Musik vor allem punktet ist Herz. Auch wenn man die Texte meist nicht verstehen kann braucht es keiner großen Sprachkenntnisse, um zu erkennen, dass hier ehrliche Kunst geboten wird, die in unseren Breitengraden immer rarer wird. Ich wünsche den sympathischen Jungs alles nur erdenklich Gute und freu mich auf weitere Releases.


Gloryfy GLORYFY G3 AIR BLACK
Gloryfy GLORYFY G3 AIR BLACK

5.0 von 5 Sternen Alles schon gesagt..., 11. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Gloryfy GLORYFY G3 AIR BLACK (Textilien)
Über die Qualität der neuen Überfliegermarke Gloryfy braucht man eigentlich nichts mehr sagen, was nicht längst schon gesagt wurde. Man kauft hier einen Panzer (ist schon meine Dritte), der durch normale und heftige Alltagssituation nicht kaputt zu kriegen ist.

Das Modell Air aus der G3 Serie hat nun ein kleines Extra. Wer bei seinen Aktivitäten mit Fahrtwind konfrontiert ist findet hier eine interessante Lösung für Abhilfe. Oberhalb und unterhalb der "Gläser" sind Lufteinlässe, welche den Wind krümmen und somit die Augen verschonen. Und das Beste ist, es funktioniert.

Die Zeiten, als eine Sonnenbrille die nächste bei mir ablöste, sind auf jeden Fall vorbei, denn es entwickelt sich nun eine Sammlung, da die Teile einfach nicht kaputt gehen! Klare Kaufempfehlung!


Ralph reichts [Blu-ray]
Ralph reichts [Blu-ray]
DVD ~ Richard Moore
Preis: EUR 9,99

8 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen nicht gerade die Form von Überraschung, die ich erhoffte..., 22. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Ralph reichts [Blu-ray] (Blu-ray)
...an der BluRay ist nichts auszusetzen, klar, das Bild und Ton (zumindest die die Originaltonspur) sind super und klarerweise ist die Scheibe professionell erstellt.

Der Film selbst allerdings ist für mich weder etwas Neues, noch frage ich mich wer denn die genaue Zielgruppe sein soll. Richtige Überlebende der Spielhallengamer sind für diesen Streifen eindeutig zu alt, da das Thema doch sehr "unkomplex" ist und man zwischen viel Pathos kaum ansprechende Themenauseinandersetzungen findet - und für kleine Kids ist der Film sowieso nichts. Erstens ist das Thema für sie in weiter Ferne, da keiner der Kleinen noch weiss, wie so ein Kasten ausgehen hat und schon gar keinen Character (vllt Bowser und Pacman) aus den Spielen kennt. Des weiteren kommt es gelegentlich zu derart haarsträubend brutalen Szenen, dass ich mich wirklich frage, wen dieser Film ansprechen will.

Ralph ist meiner Meinung nach weder ein komplexer, noch sympathischer, noch tragefähiger Charakter - man spricht so gern von Character Development bei Filmen, doch hier erlebt Ralph alles Mögliche, um dann zu erkennen, dass er doch besser der bleibt, der er ist. Nicht sehr hoffnungsvoll, vor allem für Kinder. Auch schwirren immer diese Matrix-Vibrations mit, da ja doch gern zwischen "Welten" gesprungen wird. Man spürt einfach die Hand Disney's auf der Angelegenheit, daher kann der Film auch so gut wie ausbrechen aus seinen müden Ankern, sondern muss den trägen Dampfer bis zum Ende durchziehen. Und ganz ehrlich, das ist nicht sonderlich schön anzusehen.

Auch wenn Disney sichtbar versucht, sich das eine oder andere Stilmittel von Pixar abzukupfern, es kommt leider hölzern und leer daher, und wo Pixar mitten ins Herz trifft, trifft Wreck-it Ralph leider maximal nur auf die Nostalgiedrüse, aber auch das teilweise schon so gezwungen, dass man sich fast ein wenig genötigt fühlt. Wenn ich an Nemo, Toy Story, Monsters Inc oder Wall-E denke, dann fällt mir als erstes auf, dass diese Welten so unglaublich stimmig sind - alles hat irgendwie einen Sinn oder wird erst gar nicht erwähnt, um lästige Fragen zu vermeiden. Wreck-it Ralph wirft eine Frage nach der anderen auf, vor allem Logik scheint den Machern fremd gewesen zu sein und so fühle ich mich als Zuseher doch oft für dumm verkauft (ich frage mich, wie John Lassetter das durchgehen hat lassen - oder vllt rettet er ohnehin schon was zu retten ist). Der Regisseur ist, was große Kinoflme angeht, ein noch eher unbeschriebenes Blatt und ich befürchte Disney hat genau diese Gelegenheit genutzt um ordentlich reinzureden.

Es ist insofern schade, weil das Thema ja eigentlich recht spannend wäre, zumindest das Grundgerüst. Aber wir müssen uns wieder einmal mit all den lästigen Nebenerscheinungen von Disney Filmen der letzten 20 Jahren herumplagen wo sich einer wie ich (der sowohl vor Spielautomaten gestanden hat wie auch all diese Filme durch hat) fragt, wie oft mir Disney ein und die selbe Formel wieder in neuer Verpackung verkaufen will. Ich erkenne rein filmerisch kaum Innovation, alles verläuft sehr linear und Überraschungen, tja, für die war Disney ohnehin noch nie bekannt.

Es wäre gemein zu behaupten, dass der Film schlecht ist, denn immerhin hat die Traditionsschmiede in den letzten 90 Jahren jede Menge Erfahrung gesammelt. Der Film ist ein solides Stück Unterhaltung und kann getrost und ohne weitere Überlegung das Abendprogramm füllen - wer allerdings auf dieses "Wow-Erlebnis" hofft muss leider enttäuscht werden, denn viel Neues gibt es leider nicht.


The Art of Flight
The Art of Flight
DVD ~ Travis Rice
Preis: EUR 6,91

10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Teuer, aber deswegen nicht besser..., 23. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: The Art of Flight (DVD)
Der Snowboardfilm als solches leidet schon seit seinen Anfängen von einem total redundanten Paradigma. Es sind selten Filme sondern meist Musikclips die aneinander gereiht sind. Wer schon einmal bei einer Snowboardfilmproduktion dabei war weiss auch wie es abläuft. Am Set haben die Rider ihren Lieblingssong im MP3 Player und der wird dann an den Cutter für dessen Part weitergegeben, daraufhin schneidet der die aufgenommenen Sequenzen auf den Takt und weiter gehts, nächster Rider, nächster Track... Snowboardfilme sind also meist keine Filme, sondern reine Flicks oder Actionmusikvideos. Die meisten die dahintersitzen verstehen auch nichts von Filmen, nur von Sequenzen.

The Art Of Flight ist nun nach That's It That's All das nächste ganz große Werk, der bisher teuerste Snowboardfilm aller Zeiten. Über 2 Mio $ hat er verschlungen und das sollte eigentlich viel versprechen. Nach 5 maligem Anschaun konnte ich so vieles erkennen, nur wieder einmal keinen Film. Es gibt keine Story, keine Entwicklung, keine Dramaturgie (ausser im Mikroformat) und daher gibt es auch nicht wirklich ein Ende. Es ist daher schwer, einen Film zu bewerten, der kein Film, sondern ein Sammelsurium toller Sequenzen mit Musik ist.

Jetzt aber doch mal ehrlich: optisch, filmtechnisch und skilltechnisch stellt The Art Of Flight nicht nur alle bisherigen Snowboardfilme in den Schatten sondern auch überhaupt so ziemlich alle Sportfilme. Es ist unglaublich beeindruckend, diese hochauflösenden Bilder (die auch obendrein sehr aufwändig nachbearbeitet sind) vor allem mit den ebenso sehenswerten Inhalten zu betrachten. Das Wow-Erlebnis kommt nicht nur einmal, die Rider legen sich ins Zeug und gelegentlich entsteht so etwas wie ein Ansatz einer Story - leider um sehr bald abgewürgt zu werden. The Art Of Flight ist perfekt für Parties, Snowboardshops, Berggondeln (da gibts sicher auch bald LCD's) oder für Autofahrten/Flüge. Ich stimme manchen Bewertungen hier zu, dass man sich leider dann doch relativ schnell an den Bildern sattgesehen hat, vor allem an der unverschämt oft ausgeschlachteten Super-Slow-Motion, die einen beträchtlichen Teil des Streifens ausmacht, jedoch selten zum Geschehen beiträgt. Es wirkt mehr wie Angeberei, denn sie haben ja diese teure RED Kamera mit Super-High-Frame-Rate.

The Art Of Flight ist ein Musik-Action-Flick der besonderen Sorte, als solches würde er SOFORT 5 Sterne verdienen. Doch Film ist es leider keiner, man ist danach nicht schlauer, man ist kein Stück mitgegangen und man hat so gut wie nie gezittert, auch nicht wirklich wenn sich Scotty Lago verletzt oder ein anderer knapp der Lawine entkommt (dennoch der emotionalste Moment). Man hat ein paar coolen Dudes für eine kurze Zeit mit cooler Musik bei ihrer coolen Arbeit/Leidenschaft/Hobby an coolen Locations zugesehen. Und am Ende kriegen wir dann auch noch ganz schnell für eine Minute Marc McMorris mit dem 1440 Triple Cork serviert (NUR den Sprung) damit auch der neueste Stunt gleich mit drin ist. Das wars dann aber auch schon, nett, danke, next please.

Wer wirkliche Snowboard"filme" sehen will sollte sich Jeremy Jones' Werke ansehen. Zwar nicht so teuer, aber hier passieren tatsächlich Geschichten, wie sie gerade vom Leben geschrieben werden. Von allen Boardflicks ist The Art Of Flight jedoch definitiv der beste und beeindruckenste.

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Etnies Babyschuhe Metal Mulisha Fader Crib black/grey , Größe:20
Etnies Babyschuhe Metal Mulisha Fader Crib black/grey , Größe:20

3.0 von 5 Sternen Ein tolles Showtool, 30. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dies als Produkt zu bewerben, das gut für Babys ist, wäre grotesk. Der Schuh ist nicht dafür gebaut, einen so jungen Menschen bei den ersten Schritten zu unterstützen. Sie sind maximal ein guter Warmhalter für die kleinen Treter wenn das Baby im Buggy oder sonstwo sitzt. Gut ist die einfache Handhabung (Klettverschluss). Am Ende ist es aber dann doch eher nur ein Gimmick, jedoch ein wirklich stylishes!


South Park - Season 8 [3 DVDs]
South Park - Season 8 [3 DVDs]
DVD ~ Trey Parker
Preis: EUR 14,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Ende und ein Beginn, 30. November 2012
Rezension bezieht sich auf: South Park - Season 8 [3 DVDs] (DVD)
Die achte South Park Staffel markiert in der Geschichte der Serie einen eindeutigen Wendepunkt. Nachdem in den bisherigen Staffeln so ziemlich alles abgedeckt wurde, was Matt Stone und Trey Parker auf dem Herzen lag, fing im achten Durchlauf die Serie nun an sich vermehrt auf aktuelle Themen zu konzentrieren. Schon die Eröffnung mit "Good Times With Weapons" (ja, ich rezensiere hier die Originalfassung, ich kanns mir auf Deutsch aufgrund der hunds-üblen Synchronisation und Übersetzung einfach nicht ansehen) signalisiert eine eindeutige Radikalisierung der Themen wie auch der Ausführung. Ein Wandel, von dem es von nun an kein Zurück mehr gab. Der Zuseher wird vermehrt auf eine Geduldsprobe gestellt und auch der Humor wird zunehmend plakativer. Der einst von den Machern zitierte Einfluss von Monty Python ist fast gänzlich verschwunden und der Sadismus erlebt Hochkonjunktur.

Ist das nun schlecht? Es ist eher eine Frage des Geschmacks und vor allem, wen die Serie ab jetzt ansprechen will. Spätestens "Stupid Spoiled Whore Video Playset" macht klar, dass es nicht mehr um eine clever gestrickte metaphorische Aufarbeitung gesellschaftlicher Probleme geht, sondern sich die Macher eher auf die Anprangerung aktueller Phänomene konzentrieren wollen. Wenn ich Kids in 30 jahren "Pink Eye" zeigen sollte, werden sie es wahrscheinlich lustig finden, bei der vorherig erwähnten Folge allerdings werden sie mich fragen "Wer ist bitteschön Paris Hilton?". South Park lebte im Kern immer schon von seiner Überspitzung und Übertreibung, doch ich habe das Gefühl, dass es jetzt mehr um ein Wettrennen geht, die Übertreibung zu übertreiben.

Ein wesentlicher Punkt ist verschwunden, die "Unschuld" der Kids in South Park. Sie agieren nunmehr lediglich als Stellvertreter für ausschließlich erwachsene Themen, was bedeutet, dass auf die einst kindliche Gegenüberstellung verzichtet wird. Dies war jedoch ein wesentlicher Faktor für die Serie bisher. Viele immer wieder auftretenden Nebencharaktere wandern ab jetzt in den Hintergrund und machen die Bühne für ständig wechselnde "Gäste" frei. Dies hat zur Folge, dass kaum Charakterentwicklung mehr stattfindet, denn selbst wenn diese wieder in Erscheinung treten, tun sie dies lediglich um ihr ursprünglich erschaffenes Klischee zu erfüllen. Ein gutes Beispiel ist Officer Barbrady. Wurde seine Figur noch so liebevoll in den ersten Staffeln auf- und ausgebaut, so muss er nun einer wesentlich zeitsparenderen und noch klischeehafteren Polizeitruppe weichen, die auch nicht davor scheut, Kids an die Front eines Drogenkriegs zu schicken. Das Brechen von selbst moralischen Tabus scheint nun gerechtfertigt, zuvor waren es meist "nur" gesellschaftliche.

Ist das ein Bash? Nein, denn Matt und Trey haben ihre Scharfsinnigkeit auf keinen Fall verloren. Sie greifen nach wie vor Themen mit großer Sorgfalt auf und erzeugen auch immer noch diese Gespaltenheit des Zusehers. Ich bin mir nur nicht sicher, ob es nötig war, dafür so extrem zu werden. Auf der anderen Seite hat sich auch die Jugend zu einem gewissen grad extremisiert. Alles ist schneller und vergänglicher geworden und um noch aufzufallen und Quoten zu halten muss man jemandem eben nicht mehr ans Bein pinkeln sondern aufs Hemd kotzen, die großen Brocken mit der Hand heraussortieren, sie in eine Pfanne werfen und anschließend auf einen Kabeljausalat als Croutons streuen, den man danach seiner Großmutter serviert. Es wäre gelogen wenn ich sage, ich hätte nicht gelacht. Aber ich habe nicht mehr herzhaft gelacht...


Opus Eponymous
Opus Eponymous
Preis: EUR 20,87

15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Volltreffer!, 17. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Opus Eponymous (Audio CD)
Heavy Metal ist eines der wenigen Genres, das es trotz dem vielen Ernst und Härte schafft, eine stets erneuerte Schnittstelle für Selbstironie zu pflegen. Egal ob Spinal Tap, Wayne's World, GWAR, JBO oder Steel Panther, der durchschnittliche Metalhead ist nicht selten auch bereit, seine eigene Credobibel für die ultimative Persiflage kurzfristig auf die Seite zu legen. Die Klischees in diesem musikalischen Kleinuniversum sind so zahlreich wie die Subgenres selbst, und was ebenso fasziniert, ist die Tatsache, dass Metal Hörer sich oft der Geschichte ihrer Musik sehr bewusst sind und diese auch in Ehren halten.

Eines der ersten Stereotypen waren, dass Heavy Metal dem Satanismus zugeordnet werden kann; eine Anschuldigung, die Mitte der 1970er Jahre immer noch viel Gewicht hatte. Definitiv wurde diesem Genre der Ball zugespielt, Tabus zu brechen und eine gewisse Gefahr auszustrahlen. Genau diese Prinzipien bewegen noch heute die Anhänger und eröffnen damit dem Fan ein gewisses Freiheitsgefühl. Jede Epoche darin wurde jedoch auch von zeitgenössischen Modeströmungen beeinflusst und so musste man sich mit Glam Metal in den 1980ern oder Pop Punk bzw Rap Metal in den 1990ern zwangsweise anfreunden. Heute blickt man mit Augenzwinkern auf diese Zeit zurück und so ist beispielsweise dieser Tage überhaupt erst eine Band wie Steel Panther möglich, die im Grunde nichts tut, ausser alle Klischees und Stereotypen des Glams auf eine Bühne zu stellen und zu zelebrieren. Beachtenswert ist dennoch mit welchem Talent es die Jungs tun.

Und nun ist es an der Zeit, die Uhr weiter zurück zu drehen. Mit Opus Eponymous liegt mir hier nun ein Album vor, das im Grunde nicht im Geringsten etwas Neues darstellt. Haarsträubend lächerliche Texte, äusserst ohrwurmtaugliche, ja fast schon pop-ähnliche Refrains und ein bisschen ins garage-ige und Doom Metal abrutschende Retrosounds. Nach dem ersten Durchhören war ich zugegebenermaßen nicht besonders beeindruckt. Ich hatte von dem Hype schon im Vorfeld Wind bekommen, daher entschied ich mich für eine zweite Runde. Was mir sofort auffiel war, dass ich viele der Songs wirklich wiedererkannte und teilweise sogar im Kopf schon mitsummen konnte. Im Laufe des Tages kam es mir immer wieder in den Kopf und abends musste ich es beinhart noch einmal anhören. Ja, Ghost haben ein unglaublich charmantes Werk vorgelegt, welches sowohl vor Augenzwinkern wie auch einfach solid gutem Songwriting nur so strotzt. Es wird zwar relativ wenig Risiko eingegangen, aber es ist einfach alles da, was ein gutes Early-Metal Werk ausmacht.

Wer hier glaubt, einen Meilenstein des Schwermetalls bewerten zu müssen ist meines Erachtens nach komplett am falschen Dampfer. Ghost ist eine Hommage an so vieles, das Fans an diese Subkultur bindet und als solches sollte es auch gesehen werden. Auch wenn es auf dem Papier lächerlich erscheinen mag - eine anonyme Band, bestehend aus in Mönchskutten verkleideten und vermummten "Nameless Ghouls" spielen mit einem in einem in antichristlichen Papstgewandt gekleideten Sänger mit deformiertem Gesicht Retrosongs, in welchen es ausschließlich um Satan geht, die obendrein Popappeal haben - wer sich darauf einlässt bekommt einen angenehmen Ritt durch die Metalgeschichte serviert, der obendrein musikalisch wie optisch mit viel Liebe garniert ist.

Was mich auch sehr positiv überrascht hat ist die Produktion, die zwar einerseits auf Retroklänge setzt, aber andererseits eine zeitgemäße Schärfe besitzt ohne dabei mit dem für heute typischen Überkomprimieren zu dick aufzutragen. Alles flutscht fein dahin und zaubert im Vorbeiziehen ein gesundes Lächeln aufs Gesicht. So soll es sein!

Klare Empfehlung!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 20, 2014 5:49 PM MEST


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