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Rezensionen verfasst von
Stephan M. "Stephan M." (Landkreis Marburg-Biedenkopf)
(TOP 500 REZENSENT)   

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Asus Original Travel Cover für das neue Google Nexus 7 grün
Asus Original Travel Cover für das neue Google Nexus 7 grün
Preis: EUR 19,99

4.0 von 5 Sternen Nicht ganz kompromisslos gut, 10. Dezember 2014
Diese Hülle ist eine von zwei Varianten, die ASUS anbietet. Das Travel Cover hat im Gegensatz zum Premium Cover keine Aufstellfunktion, schützt das Tablet aber rundherum. Auch das Material ist weicher und flexibler, so dass das Tablet hiermit besser geschützt ist. Sowohl Travel Cover, als auch Premium Cover, bieten keinen Magneten für die Displaysperre, dies bietet nur die originale Google Schutzhülle, die wiederum die Rückseite des Nexus 7 nicht bedeckt. Beim Travel Cover ist auf der Rückseite ASUS eingeprägt, beim Premium Cover steht das Logo auf der Silikonapplikation der Deckelinnenseite, welche zum Aufstellen verwendet wird. Das Travel Cover gibt es in deutlich mehr Farben, preislich liegen sie derzeit relativ gesehen auf einer Höhe.

Es ist nicht leicht, eine Empfehlung auszusprechen, zumal jedes Cover seine Vorzüge und Nachteile hat. Für das Travel Cover spricht der Rundumschutz, dafür gibt es keine Aufstellfunktion. Das Cover läuft um das Tablet herum, wodurch der Deckel nicht ganz so exakt passt. Das ist auch schon beim Vorgänger-Cover so gewesen. Wer das Cover für das Nexus 7 (2012) kennt, bekommt hiermit ein etwas anschmiegsameres, gummiartiges Material. Das Grün ist hell und matt, die anderen Farben vermutlich auch. Das ist Geschmackssache, die leuchtenden Lumia-Farben von Microsoft Mobile sprechen mich etwas mehr an. Mit dem Travel Cover bekommt man einen guten Rundum-Schutz ohne Displaysperrfunktion.


Asus Original Premium Cover Weiss für das neue Google Nexus 7
Asus Original Premium Cover Weiss für das neue Google Nexus 7
Preis: EUR 34,39

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht ganz perfektes Cover, aber besser, als erwartet, 10. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ganz ehrlich, den Unmut mancher Nutzer kann ich nicht nachvollziehen. Mit um 20 Euro (nur 6 Euro bei der weißen Version) ist es preislich nicht im Premium-Bereich angesetzt, weshalb man sich an der Artikelbezeichnung nicht festbeißen sollte. Zu dem Preis geht die Qualität absolut in Ordnung. Dass der Preis mal höher war, scheint unwahrscheinlich, denn im ASUS Store ist es auch zu diesem Preis erhältlich.

Das Cover ist aus hartem Kunststoff. Das prädestiniert es nicht sonderlich als Geräteschutz, was Stürze angeht. Kratzer dürfte das Tablet allerdings im Cover nichts anhaben. Das Nexus 7 (2013) wird rund herum gehalten, an den Seiten allerdings ist ein Teil des Nexus sichtbar. Das Cover steht allerdings über, weshalb nur in ungünstigen Situationen eine seitliche Beschädigung des Tablets erfolgen könnte. Eine Lengsseite wird durch das Cover geschützt, aufgestellt ist der vordere Teil des Tablets nicht geschützt. Würde es mit aufgeklapptem Cover auf die Vorderseite fallen, könnte es beschädigt werden. Die Unterseite ist glatt, aber etwas soft und wirkt leicht gummiartig. Die Innenseite ist hart. Das Cover fasst sich schön an und das Nexus liegt gut in der Hand, rutscht allerdings etwas mehr, als es die rückseitige Beschichtung zulassen würde. Vom Prinzip ist es ein SmartCover, wie Apple diese Art von Schutzcovern nennt.

So ist auch die Frontklappe dreigeteilt und nicht strukturiert. Die Dreiteilung ist zum Aufstellen gedacht, wobei auf der Innenseite das äußere Element gummiert ist (nicht Kleber), eine Silikonschicht soll das Verrutschen verhindern. So klappt man es von Innen nach Außen zu einem Dreieck zusammen und stellt es dann auf, die gummierte Seite liegt dann an der Rückseite auf und hält das Tablet in Position. Sehr wichtig dabei ist, dass man das Dreieck auch wirklich zu einem Dreieck formt und quasi das Ende den Anfang berührt. Nur dann steht es auch sicher und fällt nicht um. Selbst wenn man dann mit dem Finger das Element versucht zu verschieben, steht es noch sicher. Allerdings funktioniert die flache Aufstellmöglichkeit nicht, wie sie das originale Google Nexus Cover bietet, darauf sollte man verzichten. Ich verstehe hingegen nicht, warum ASUS keinen Magneten für die Displaysperre eingebaut hat, diese bietet nur das originale Google Cover. Auch das ASUS Travel Cover bietet diese Möglichkeit nicht, so muss man das Tablet seitlich abschalten. Einen Ausschaltmagneten einzubauen und die Taschen dafür nicht zu gestalten, scheint in meinen Augen etwas inkonsequent, zumal ASUS dies für das MeMO Pad so gestaltet. Übrigens passt der Deckel des Premium Cover exakt auf das Tablet, weil kein Rand des Covers übersteht. Bitte bedenken, dass das Nexus 7 (2012) hier nicht rein passt.

Als Alternative gibt es von ASUS Selbst das erwähnte Travel Cover aus einer Art Vollgummi, ohne Dreiteilung im Deckel und in verschiedenen Farben. Diese schützt das Tablet besser, da die Tasche auch vorne über das Display läuft. Es bietet aber keine Aufstellfunktion und auch keinen Magneten für die Displaysperre. Zudem passt der Deckel auch nicht ganz exakt. Des Weiteren hat Google ein eigenes Cover angeboten, das wie ein Rahmen um das Tablet gelegt wird und durch eine haptisch schön strukturierte Vorderseite etwas außergewöhnlich ist. Die Aufstellfunktion erfolgt hierbei magnetisch (auch im flachen Aufstellwinkel), allerdings ist die Rückseite hierbei nicht geschützt. Das Cover dürfte jetzt nicht mehr erhältlich sein. Eine wirkliche Empfehlung kann ich für keines der Cover aussprechen, weil alle ihre Vor- und Nachteile haben: Das ASUS Travel Cover schützt das Tablet rundum, bietet wie das Premium Cover keinen Displaymagneten an, letzteres schützt es nicht vollständig. Das Google Nexus Cover ist nur ein Rahmen und schützt nicht die Rückseite, schaltet aber das Display ab. Und dieses Cover ist eine Mischung aus beiden, jedoch nicht so schön wie das Google Cover. Ich habe alle drei und wechsele je nach Situation. Zuhause ist das Google Cover die beste Wahl, aber auf Reisen wird es wohl das Premium Cover werden, immerhin bleibt mir dann die Aufstellfunktion erhalten. Noch schöner wäre eine kompromisslos gute Lederhülle mit Tastatur, aber die angebotenen Varianten sind auch nicht makellos.


Sony LCJ-RXF Kameratasche für DSC RX100, RX100 II und RX100 III
Sony LCJ-RXF Kameratasche für DSC RX100, RX100 II und RX100 III
Preis: EUR 68,59

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Design followes function wäre wünschenswert, 8. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Diese Bereitschaftstasche für die RX100 ist eine sinnvolle Ergänzung, zumal die Kamera durch di Tasche genial geschützt wird. Sie besteht aus Kunstleder außen und einem weichen Futter innen. Wäre sie im typischen Retro-Braun gehalten, könnte man die Kamera sicherlich nicht von einer aus den 50er und 60er Jahren unterscheiden. Das KUnstleder fühlt sich gut an, ist gut vernäht und wirkt einfach nur Retro. DAs muss nicht jedem gefallen, mich jedenfalls erinnert es an meine alte Kamera-Sammlung, die ich als Kind mal hatte. Dort waren diese Art von Taschen gängig.

Die Kamera wird über das Stativgewinde an der Unterseite mit der Tasche über eine Rendelschraube verbunden. Diese enthält wiederum ein Gewinde für das Stativ, so dass die Kamera mit Tasche aufgeschraubt werden kann. Das Oberteil der Tasche mit einem Scharnier umschließt die Kamera von vorne und von hinten, die Teile werden mit je einem Druckknopf am Unterteil der Tasche fixiert. Gedacht ist das Ganze so, dass man den rechten Druckknopf für die Vorderseite löst und diese nach oben aufklappt. Nun kann man Bilder betrachten und das Objektiv ist geschützt. Will man knipsen, klappt man das ganze Oberteil um, so dass es vor der Kamera baumelt und an dem anderen Druckknopf festhängt. Das ist auch ganz robust, die Tasche stört beim Fotografieren nicht und hält sicher. Der Gurt am unteren Teil der Tasche wird um den Hals gelegt und sorgt dafür, dass das teure Stück nicht herunterfallen kann, wenn sie aus der Hand rutscht. Wer mehr knipst, nimmt einfach das gesamte TaschenOberteil ab und steckt es in die Tasche.

Nun kommen wir zu den nicht nachvollziehbaren Punkten, denn offenbar steht das Design im Vordergrund. Die Tasche ist so konzipiert, dass die optionale Griffbefestigung AGR2 nicht mit der Tasche genutzt werden kann. Verwunderlich, zumal Sony ja eine Nachfolgerin der originalen RX100-Tasche aufgelegt hat und dies ja Grund zur Verbesserung geben könnte. Auch wenn durch die Tasche die Kamera in jedem Fall besser zu halten ist als ohne, hätte ich die Griffbefestigung doch zusätzlich als Stabilisierung gerne verwendet. Es wäre vielleicht möglich, diese statt auf die Kamera auf die Tasche zu kleben, das wäre aber dann wirklich ein Design-Bruch. Alternativ hätte Sony die Tasche vielleicht so konstruieren können, dass sie den fehlenden Griff ersetzt. Da das Objektiv und die stabile Schutzklappe der Tasche ohnehin nach Vorne herausgestellt ist, wäre das nicht mal ein Größenunterschied. Bleiben wir bei der Klappe, denn im Modus zum Bilder betrachten sollte man tunlichst nicht in den Fotomodus umschalten, denn dann fährt der Objektiv-Tubus direkt in die Tasche aus und ob ihm das wirklich gut tut, weiß ich nicht. Da ist also auch etwas Vorsicht geboten. Auch das Aufstellen auf den Tisch gelingt nur im geschlossenen Zustand, offen kippelt sie auf der Rendelschraube.

Alles in Allem ein doch sehr guter und robuster Schutz für die Kamera, der allerdings nicht ganz so durchdacht worden ist.


Sony VCT-R100 Kompaktes Dreibein-Stativ für Cyber-shot oder Handycam
Sony VCT-R100 Kompaktes Dreibein-Stativ für Cyber-shot oder Handycam

4.0 von 5 Sternen Kompakt und niedriges Stativ für die Reise, 8. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es wurde schon viel zu diesem Stativ geschrieben: Robuste Konstruktion, stabiler Transportbeutel und nicht so hoch. Letzteres ist eine Sache, mit der ich mich nicht so ganz anfreunden kann, auch wenn es von der Kompaktheit gut zur DSC-RX100 M3 passt und durch die optionale Fernbedienung auch noch erweitert werden kann.

Beginnen wir oben: Der Kopf ist robust, kann geneigt werden, der Hebel ist gut zur Steuerung der Kamera geeignet, diese sitzt wiederum solide verschraubt oben drauf. Dieser Kopf sitzt auf einer ausziehbaren Stange, die ruhig noch ein weiteres Innenelement haben könnte, um die Höhe noch zu optimieren. Gehalten wird es auf einem Dreibein mit insgesamt drei Elementen, die ausgezogen werden können. Dadurch ist es mit kleinerem Aufstellradius auch auf einer Brüstung oder Tisch aufstellbar und muss nicht zwangsläufig auf der Erde stehen. Große Gummikugeln am Ende jedes Beins sorgen für Standfestigkeit, auch bei unebenem Boden. Gewackelt hat bei mir nichts, allerdings ist es aufgrund der sehr leichten Bauweise natürlich kein solides Gegengewicht. Anstupsen reicht, um es schon mal zu verschieben, aber das ist nun mal der Kompromiss aus Leichtigkeit und Robustheit.

Ich empfinde das Stativ als praktische Erweiterung, auch wenn mir die vergleichsweise Bodennähe nicht ganz so zusagt, ein Höhenelement mehr hätte es vielleicht sein sollen. So habe ich die KAmera auf Bauchhöhe und das ist nicht wirklich praxisnah, zumal ich nicht sonderlich groß bin. Insgesamt erhält man für den Preis schon einen sehr guten Gegenwert.


Plantronics M90 Bluetooth Headset
Plantronics M90 Bluetooth Headset
Preis: EUR 38,85

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen An sich sehr schönes Headset, 27. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Plantronics M90 Bluetooth Headset (Zubehör)
Bevor ich auf die grundsätzlichen Kränkeleien von Bluetooth und den Headsets eingehe, beginne ich mit dem M90 an sich: Schön sauber und solide verarbeitet, schön schlanker Korpus, Tasten mit gutem Druckpunkt und Fühlbar, die vordere Taste ist plan im Gehäuse, was versehentliches Drücken verhindert. Die tonale Abstimmung ist etwas "Badewanne", also bei Musik Höhen und Tiefen betont (Geschmacksache, nicht ganz so mein Fall). Pairing klappt hervorragend, die App von Plantronics unter Android erlaubt auch die Anzeige des Akkustandes und zeigt diesen in der Benachrichtigung an. Die Lautstärkewippe dient auch zur Mediensteuerung, während der Wiedergabe ist Pause durch Drücken beider Lautstärketasten möglich (drücken in der Mitte auf den Spalt geht am Besten), Titelsprung klappt mit längerem Druck auf die Lautstärketasten. Sprachsteuerung Mittels AIVC und Co. ist möglich, die Sprachqualität wurde als schon verständlich und etwas komprimiert beschrieben (am Nexus 5 getestet). Beim Einschalten wird man direkt darüber informiert, wie lange der Akku noch hält, beim Jabra Extreme 2 wurde hingegen nur Voll, Mittel oder Niedrig angegeben. Schade ist, dass beim eingehenden Anruf nicht der Name des Anrufers gesagt wurde, das konnte mein voriges Jabra Extreme 2. Dafür punktet es mit Mediensteuerung, längerer Akkulaufzeit, robusterer Verarbeitung und absolut nichts zu bemängeln in dieser Preislage. Vielleicht, dass es etwas hochfrequent rauscht, weil offenbar die Elektronik in den Signalweg einstreut, aber absolut noch im zufriedenstellenden Rahmen.

Auch der Lieferumfang ist sehr überzeugend und zwar im positiven Sinne deshalb, weil man nicht unnötiges Zubehör gleich mit kauft. Netzteile, Kfz-Ladekabel oder sonstiger Kleinkram, den mir Jabra immer mit in den Karton legt, fehlt. Dafür gibt es ein USB-Ladekabel, das einfach zwischen Handynetzteil (geht natürlich auch im Auto) und Ladekabel gesteckt wird und ein zusätzliches Ladekabel mit micro-USB-Anschluss anbietet. Das Kabel ist so lang, dass man es beim Laden auch noch benutzen könnte. Ich hätte es mir etwas kürzer gewünscht. Nicht mehr oder weniger liegt bei. Ein Ersatzbügel für das Ohr wäre vielleicht noch was, aber da dies so flexibel gearbeitet ist und sich mehr verbiegt, sollte dieses auch nicht brechen. Übrigens hält das Headset bei mir auch ohne Bügel, aber das empfinde ich als zu unsicher.

Nun komme ich zu den generellen Problemen und warum die Headsets oftmals sehr schlecht bewertet werden, denn man sollte einige Punkte beachten. Bluetooth ist mit den Protokollen HSP und HFP analog, daher entsteht Rauschen, was naturgemäß durch die Reduktionen weggerechnet werden. Neuere Bluetooth-Versionen versprechen hier keine Vorteile, außer, dass der Energieverbrauch etwas sinkt. Dies ist aber nur der Fall, wenn beide Geräte auch das gleiche Protokoll verwenden. Warum man nicht endlich einen Standard für digitale Übertragung festlegt, ist mir nicht klar. Zwar wird mit HD geworben, aber keines meiner Smartphones bieten eine alternative Übertragung an. A2DP ist zwar ein digitales Audioprofil für Musik und Sprache, funktioniert allerdings nur einseitig, sprich nur als Lautsprecher. Wird ein Gespräch geführt, schaltet das Headset blitzschnell in eines der analogen Protokolle um. Daher machen teure Bluetooth-Headsets auch keinen Sinn, weil sie klingen nicht oder nur mäßig besser. Das haben die Hersteller offenbar auch erkannt, weshalb die gehobene Klasse in das eher untere Preissegment rutscht. Vor 10 Jahren bekam man für 20-50 Euro nur ein absolutes Einsteigermodell mit mäßiger Verarbeitung, das ist heute vorbei.

Bei den kleinen Headsets kommt noch bauartbedingt hinzu, dass das Mikrofon nicht vor dem Mund, sondern direkt seitlich am Kopf sitzt. Weiter hinten, als ein Smartphone, da kürzer. Das muss kompensiert werden und die Sprache muss von der Raumakustik extrahiert werden, teils mit mehreren Mikrofonen und entsprechender digitaler Signalverarbeitung. Dabei versprechen die Hersteller viel, können aber alleine physikalisch bedingt wenig einhalten. Headsets mit einem Mikrofonarm können hier Vorteile bringen, weil das Mikrofon näher am Mund ist, aber man verspielt so ein Bisschen den Vorteil der kompakten Bauweise. Das ist sicher Geschmackssache, aber Rezensionen zeigen, dass auch diese nicht wirklich ein Qualitätszuwachs bringen.

Fazit: Betrachtet man obige Punkte, ist das M90 schon ein sehr gutes Headset, vor Allem auch für den Preis. Absolutes Plus ist die Mediensteuerung (falls man Musik/Hörbücher damit hören will), dafür allerdings fehlt die Rufnummernansage. Die Verarbeitung ist spitze, auch das USB-Kabel und Weglassen überflüssiger Netzteile ist ein großes Plus. Plantronics hat offenbar die Erfahrungen der Kunden umgesetzt und sich entsprechend angepasst.


Sony DSC-RX100 III Digitalkamera (20 Megapixel Exmor R Sensor, 3-fach opt. Zoom, 7,6 cm (3 Zoll) Display, Full HD, WiFi/NFC) schwarz
Sony DSC-RX100 III Digitalkamera (20 Megapixel Exmor R Sensor, 3-fach opt. Zoom, 7,6 cm (3 Zoll) Display, Full HD, WiFi/NFC) schwarz
Preis: EUR 715,00

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ergänzungen zu den vorhandenen Rezensionen, 24. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eigentlich warte ich schon seit Jahren auf eine Kamera wie diese: Klein und handlich, gute Optik, gute Videofunktion und integrierter Sucher. Da ich hochgradig sehbehindert bin und ich mich seit Jahren über die Abstinenz von elektronischen Suchern auch aufgrund meiner schlechten Filmresultate ärgere, schien mir diese Kamera als die Lösung aller Probleme zu sein und soll die vorhandenen Kameras weitgehend ersetzen. DSLR kommt für mich aus obigem Grund Trotz reiflicher Überlegung nicht in Frage, weil die Automatik sicherlich bessere Resultate erzielt, als meine manuellen Fähigkeiten. Zudem zeigte sich, dass ich meine vorhandene Fuji Finepix S9600 aufgrund des Formats nur wenige Male mitgenommen habe. Trotz vieler guter Rezensionen gab es einige Punkte, auf die ich keine Antwort fand, so dass ich diese in einer eigenen Rezension zusammenfassen möchte.

- Digitalzoom: Die 70mm Tele-Brennweite war für mich ein Grund zu zögern, da mir nicht klar war, ob und wie sich ein Digital-Zoom verhalten würde, dieser ist werkseitig auch deaktiviert. Es gibt zwei Modi, wobei der eine die Bildqualität offenbar beibehält (Klarbild-Zoom) und mit bis zu 2x vergrößert, der Digitalzoom dann bis 4x. Schaltet man hin und her, scheint es, dass tatsächlich der Zoom erst bei Überschreiten des Tele-Maximum aktiv wird, denn wenn man bis 4x vergrößert und schaltet den Digitalzoom ab, befindet man sich auf der optischen 70mm-Einstellung. Inwieweit der Zoom die Qualität negativ beeinflusst, kann ich nicht sagen. Aber Trotz Aktivierung kann man sehr gut erkennen, wenn der Digitalzoom einsetzt, dies wird auch im Display mit einer Lupenanzeige und dem Faktor separat angezeigt. Zusammen mit diesem reicht mir der Zoom vor Allem fürs Filmen absolut aus. Nachteilig ist höchstens, dass die Zoomgeschwindigkeit im Videomodus doch sehr träge ist, damit muss ich umgehen lernen.

- PlayMemories: Hierbei handelt es sich um eine Plattform, auf die über den PC, vom Android- oder iDevice aus zugegriffen werden kann und sich in zwei Bereiche unterteilt. Zum Einen können Apps mit erweiterten Funktionen auf die Kamera kopiert werden, die teils kostenlos sind und zum Teil auch ein paar Euro kosten. Diese erweitern den Funktionsumfang und können in einem separaten Apps-Menü aktiviert werden. Zum Anderen bietet PlayMemories einen Speicher für eine unbegrenzte Anzahl von Fotos und Videos, die nur mir zur Verfügung stehen und sich aber auch teilen lassen. Dabei verhelfen die Apps auf den Smart-Geräten dazu, dieses Feature sinnvoll zu nutzen, zumal in der PlayMemories-App auch die Kamerasteuerung über ein Ad-Hook WLAN-Netz möglich ist. Interessant dabei ist, dass sich auch vorhandene Fotos in PlayMemories hochladen lassen. Die Bilder von der Kamera können via WiFi direkt über PlayMemories kopiert werden, dann sortiert die Anwendung die Bilder und Videos auch schön nach Datum.

- Apps: Auf der Kamera lassen sich eine Vielzahl teils kostenpflichtiger Zusatzfunktionen laden, die Preise liegen dabei zwischen knapp 5 und 10 Euro. Manche sind auch kostenlos, wie ein Upload-Tool, dass das direkte Hochladen auf PlayMemories, Facebook oder Flickr erlaubt. Es reicht eine WLAN-Verbindung zum Internet und wie bei einem Smartphone bietet die eigene Umgebung Zugriff auf die Apps. Die Texteingabe erfolgt über eine virtuelle Tastatur, wobei die Tasten mit Pfeiltasten oder Rad ausgewählt werden. Unten finden sich immer Symbole der Tasten und den jeweils zugewiesenen Funktionen.

- Bedienung und Ergonomie: Die kleinen Tasten wurden ab und an bemängelt, jedoch wären größere Tasten bei dem kleinen Gehäuse fast nicht zu realisieren. Da finde ich es fast gravierender, dass die Kamera teils einen doch recht filigranen Eindruck hinterlässt. So wirken Blitz und EVF relativ fragil. Auch ist es etwas unverständlich, warum das Display beim Hochklappen an der oberen Gehäusekante scharbt und sogar an dieser anliegt. Da hätte man den Klappmechanismus etwas höher anbauen sollen, damit die Anzeige frei über das Gerät ragen kann. Wenn man das aber weiß und vorsichtig ist, sollte aber nichts passieren. Auch etwas befremdlich empfinde ich die Klappen für micro-USB und micro-HDMI-Buchse. Eine Scharnierklappe wäre hier schöner gewesen. Zum Laden wäre vielleicht auch eine Hohlbuchse sinnvoll.

- EVF: Ich finde diesen von der Abbildung im Vergleich zur realen Sicht gelungen und ich komme mit ihm sehr gut zurecht, wohl wissentlich, dass es hochauflösendere gibt. Es wird bemängelt, dass er beim Einschieben die Kamera abschaltet. Ist jemandem auch schon mal aufgefallen, dass er sie genauso auch beim Ausfahren aktiviert? - Finde ich an sich praktisch, denn selbst wenn man ihn nicht braucht, stört er nicht, wenn man den Monitor benutzt.

- Rechts seitlich hinter einer Abdeckung befindet sich der micru-USB-Anschluss, dies ist eine Kombi-Buchse für den Fernauslöser. Es gibt hier verschiedene Modelle, die über einen proprietären Stecker verfügen. Dieser ist dicker und länger, sitzt dafür auch sicherer im Gerät. So einen Ladestecker hätte ich mir gewünscht, wobei man die Kompatibilität zu micro-uSB parallel hätte beibehalten können. Ein Adapter micri-HDMI auf HDMI hätte ich im Karton noch gerne gesehen.

Trotz dieser Kleinigkeiten bleibt aber der stimmige Gesamteindruck und man findet sich sofort zurecht. Das liegt wohl auch daran, dass die Menüstruktur mit den horizontalen Symbolen und der darunter liegenden Menüs sich durch fast das gesamte SONY-Portfolio zieht. Diese Bedienweise hat sich bewährt und wird von anderen Herstellern ja ähnlich angewendet. Bei meiner Nikon Coolpix S6300 findet sich die Symbolleiste beispielsweise senkrecht auf der linken Seite, so dass sie ein artverwandtes Bedienkonzept verfolgt.


Intenso Music Walker  MP3-Player 8 GB (USB 2.0) schwarz
Intenso Music Walker MP3-Player 8 GB (USB 2.0) schwarz
Preis: EUR 19,99

4.0 von 5 Sternen Einfacher MP3-Player mit microSD-Speicherkarte und einer Schwäche, 18. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zugegeben, die vier Sterne orientieren sich am Preis/Leistungsverhältnis. Für 20 Euro kann man wirklich nicht mehr erwarten und der technische Gegenwert ist ganz ordentlich. Auch die Nachhaltigkeit ist Angesichts der wechselbaren Batterie und der microSD-Karte, die als Speicher dient, gegeben. Solange die Buchse und der Mini-Joystick es überleben, dürfte der Player einige Jahre halten. Auch wenn das Gehäuse robust und gummiert ist, sollte man es schon etwas pfleglich behandeln.

Im Karton befinden sich neben dem Player mit integriertem USB-A-Stecker eine kurze Verlängerung, ein Ohrhörer mit Befestigungsschlaufe, so dass man die Buchse schonen kann, die eingelegte microSD-Karte und eine AAA-Batterie. Musik ist keine vorhanden, die Speicherkarte ist mit FAT32 formatiert. Großartig, denn so ist eine Speichererweiterung bzw. Wechseln der Karte möglich. Diese befindet sich seitlich im Gerät und wird, wie das so üblich ist, durch Reindrücken entnommen. Diese Art von MP3-Spielern gibt es schon eine ganze Zeit, den ersten mit 512 Megabyte, den ich hatte, reichte ja nur für ein paar Musiktitel. Dieser hier sollte auf ganze 32 GB erweitert werden können. Größere microSDXC-Karten könnte er vielleicht erkennen, sofern diese mit FAT32 formatiert sind.

Die Inbetriebnahme ist denkbar einfach: Ordner mit Titeln über den USB-Anschluss oder einen Kartenleser auf die Speicherkarte gepackt, Anschalten und Abspielen. Dabei befinden sich seitlich zwei Tasten für Play/Pause (bzw. Ein-/Ausschalter) und Wiederholen. Warum man hier nicht die Lautstärke an diese Stelle gelegt hat, erschließt sich mir nicht so ganz. Auch ist der Joystick selbst nicht das beste Bedienmedium, Tasten wären mir lieber. Zumal der Joystick nicht immer so reagiert, wie man gerne möchte, aber es hält sich noch in Grenzen. Der Hold-Schalter schützt wenigstens vor unbeabsichtigter Fehlbedienung. Im Wiedergabe-Betrieb sind rauf und runter für die Lautstärke zuständig, links und rechts für den Titelsprung. Drückt man ihn, öffnet sich das Menü mit den etwas antiquierten Grafiken. Hier blättert man mit links und rechts durch die Symbole, wobei hier auch die Einstellungen zu finden sind. Dort lässt sich auch der Zufallsmodus aktivieren und über das Folder-Menü die Ordner wechseln. Bei meinen Dateien stellte sich dies jedoch als Problem heraus und offenbart den doch etwas langsamen Prozessor. Ein wirkliches Manko ist allerdings die Zufallswiedergabe. Egal ob sich alle Titel im Stammverzeichnis oder in einem Ordner befinden, bei einer Titelanzahl jenseits der 100 spielt das Gerät willkürlich einige Titel im Zufallsmodus. Einige, aber nicht alle und auch nur eine begrenzte Anzahl. Sind diese Titel durchlaufen, läuft der Zufallsmodus in der exakten Reihenfolge von Neuem. Eine neuere Firmware ist offenbar nicht erhältlich, welche dieses Problem löst. Wer die Zufallswiedergabe dringend braucht, sollte sich vielleicht nochmal umschauen. Ich muss dazu erwähnen, dass ich keine typischen Alben mit ca. 20 Dateien pro Ordner auf das Gerät gepackt habe, sondern ein Archiv mit mehreren hundert Dateien pro Ordner. Das mag für manche Player ein Problem sein.

Der Klang kann durch die EQ-Einstellungen in üblichem Rahmen etwas verändert werden. Wie bei dieser Geräteklasse typisch, darf man hier natürlich keine Wunder erwarten. DAs gilt insbesondere auch für die Ohrhörer. Mittenlastig, etwas dumpf, reicht für den Notfall, mehr aber auch nicht. Hochwertige Kopfhörer entlocken ihm auch keine Klangphänomene, es ist eben kein FiiO X3. Dennoch, für Hörbücher oder um mal schnell ein paar Dateien zum abhören mitzunehmen, ist er absolut ausreichend und ersetzt auch den USB-Stick. Betrachtet man, dass vor über 10 Jahren ähnlich konstruierte Sticks mit einem Sechzehntel der Speicherkapazität bestückt und einem fünffach höheren Preis gekostet haben, darf man sich hier absolut nicht beschweren. Da könnte man schon fast Retro-Player sagen. Es wäre nur schön, wenn das Zufalls-Problem von Intenso irgendwann gelöst werden würde.


MAUL Geldkassette / 37,0 x 29,0 x 12,0 cm / schwarz / 56316
MAUL Geldkassette / 37,0 x 29,0 x 12,0 cm / schwarz / 56316
Wird angeboten von bürowelt-blank
Preis: EUR 46,70

5.0 von 5 Sternen Hält was sie verspricht!, 18. November 2014
Diese Geldkassette hatte ich vor einigen Jahren gekauft und sie hat immer gute Dienste geleistet. Praktisch sind die einzelnen Scheinfächer und der Umstand, dass das Geld im verschlossenen Zustand nicht umher fällt und durch den Schaumstoff auch nicht laut klappert. Die Münzen werden zu je fünf Gruppen zusammengefasst, so dass blind auch Abzählen möglich ist. Das scheint aber bei den besseren Kassetten zum Standard zu gehören. Zwei Schlüssel gehören übrigens auch zum Lieferumfang. Sie ist gut geeignet für größere Veranstaltungen, Messen, oder Märkte, bei denen viel Geldtransfer vorherrscht.


Denon DA-300USB High Definition D/A-Wandler (DAC 32Bit/192kHz, USB-B, Coaxial, Optical) silber
Denon DA-300USB High Definition D/A-Wandler (DAC 32Bit/192kHz, USB-B, Coaxial, Optical) silber
Preis: EUR 390,95

11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Exzellent in allen Belangen, 8. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem der vorhandene DAC mit High res Musik nichts anfangen kann, tauschte ich ihn kurzerhand gegen den DA-300 von Denon aus. Eine Investition, die sich gelohnt hat und langsam den Sinn der guten alten Langspielplatte in Frage stellen dürfte, denn High res Musik ist fast wie analog. Dabei spreche ich nicht von dem MP3-"Matsch", den Amazon und Co. online vermarkten, für speziell hochauflösende Musik gibt es einige spezialisierte Anbieter.

Allerdings ist ein DAC, wie viele meinen, keine Wunderkiste. Unterschiede sind im Vergleich zu den Unterschieden zwischen Lautsprechern und Kopfhörern absolut minimal und hier gaukeln uns auch die Hi-Fi-Magazine anderes vor, aber auch das Auge bzw. Preisgefühl ist ein nicht zu unterschätzender Faktor. Würden Käufer mehr ihrem Gehör als Gefühl vertrauen, müsste der Großteil das Gerät mit dem Hinweis "klingt gleich" wieder zurückgeben, vorausgesetzt, dass analytische Musik und eine hochwertige Wiedergabekette vorhanden ist. Denn seine Stärken liegen nicht im Bereich der CD-Wiedergabe, das können andere vernünftige Player auch, sofern sie nicht aus dem Lager der 30-Euro-DVD-Spieler stammen. Viel problematischer als der eingesetzte Wandler ist nämlich die Art und Weise die Operationsverstärker, mögliche Störquellen oder Brummschleifen und ähnliches, die viel gravierender auftragen können, als es der Wandler an sich kann. Dabei müssen wir uns vor Augen halten, dass wir es mit Digitaltechnik und nicht mit alten Bandlaufwerken zu tun haben. Im direkten Hörvergleich über einen Sennheiser HD 800 ist beispielsweise der Unterschied zu einem Rotel RCD-02 so minimal, dass ihn wohl nur die wenigsten ausmachen würden. Ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass er im Blindtest mit einem wesentlich teureren Wandler klanglich fast gleich aufspielen wird. Ich selbst hatte in der Vergangenheit immer wieder mal DACs im Einsatz, die mich alle nie so wirklich überzeugten, als dass sie eine substanzielle Verbesserung zu einem hochwertigen CD-Spieler hätten sein können, natürlich gemessen an der Investition.

Anders sieht das allerdings aus,wenn man das Gerät mit hochauflösender Musik vom PC aus füttert, dann entfaltet er Kräfte, die ein CD-Spieler physikalisch gar nicht entfalten kann. Ab diesem Punkt wird das Gerät für mich interessant und hier spielt er auch bei FLAC-Dateien in CD-Qualität luftiger und musikalischer auf, als dies der Wandler in einem Lehmannaudio Linear USB Kopfhörerverstärker könnte, trotz dass er aufgrund seines Schaltungskonzeptes im Vorteil ist. Grund dafür scheint zu sein, dass Lehmannaudio den USB-Anschluss wohl eher als gutes Beiwerk gesehen hat, während ein DAC natürlich das Signal direkt und ausschließlich über seine Operationsverstärker an den Verstärker weiterreicht. Somit ist meine Erklärung dafür einfach ein diskreterer Signalweg. Dass selbst ein Ringkerntransformator kein Garant für hochwertige Qualität sein muss, zeigt der extrem minimale Brummanteil des Linear, trotz dass er über eine dedizierte Stromleitung angeschlossen ist. Das externe Steckernetzteil des DA-300 ist hingegen geräuschlos in jedweder Hinsicht. Die Kopfhörerlautstärke wird übrigens über einen Digitalverstärker elektronisch geregelt. Ein Brummen oder Rauschen konnte ich nicht wahrnehmen.

Der DA-300 ist aber kein Kopfhörerverstärker in erster Linie, sondern ein hochpräziser D/A-Wandler, der auch in Denons SACD-Spielern zum Einsatz kommt. Trotzdem hat mich überrascht, wie vergleichsweise gut (aber mit sehr viel Luft nach oben) er den Sennheiser HD 800 antreibt. Man merkt natürlich schon, dass hier weniger Kraft hinter steckt, als es der Linear könnte, trotzdem reicht es aus, um ein musikalisches Ergebnis ans Ohr des Hörers zu befördern, dessen Klangdifferenz nicht linear zum Anschaffungspreis steht. Kopfhörer mit niedrigerer Impedanz sollte das Gerät besser antreiben können.

Die drei Eingänge, 1x coaxial, 2x optisch, machen ihn auch zur Schaltzentrale für digitale Quellen. Es könnte stören, dass er hierfür keine Fernbedienungsoption anbietet, das kann im Gegensatz dazu der Marantz HD-DAC1 aus gleichem Hause. Allerdings ist dies auch ein vollkommen anderes Gerätekonzept: Mit Holzseitenteilen, anderen Wandlern bestückt, kräftigerem Kopfhörerverstärker und doppelt so teuer. Zudem lässt sich der DA-300 sowohl waagerecht, als auch senkrecht aufstellen, das mäßig helle OLED-Display dreht sich automatisch mit. Dass man die Gerätefüße selbst aufkleben muss, ist designtechnisch zwar gut überlegt, vermittelt mir aber so den Eindruck von 10 Euro Festplattengehäusen. Bei dem Preis allerdings ist das Jammern auf hohem Niveau, da bin ich dankbar, dass man die Technik gut umgesetzt und lieber an der Haptik gespart hat. Das Gehäuse ist übrigens aus hartem Kunststoff. Das ist auch sehr gut fühlbar, Metall ist viel temperatursensitiver, als das Gehäuse des DA-300. Wer es nicht glaubt, sollte ihn mal an den flachen Seiten zusammendrücken. Während sich Metall dauerhaft verformen würde, gibt das Kunststoff nur marginal nach und verformt sich nicht. Der Lautstärkeregler ohne Anschlag (er ist ja elektronisch) fühlt sich metallisch an, wackelt aber auf seiner Achse merklich, auch die Kopfhörerbuchse ist nicht hoch solide. Bei normalem Gebrauch sollte dies aber kein Problem darstellen, auch wenn man ihn mit der Gerätefromt sicher hätte verschrauben können. Dies trübt ein Wenig das Gefühl der Langlebigkeit.

Noch was zur Digitaltechnik: Denon nennt sein Upsampling-Verfahren (man nennt es auch Sample Rate Conversion) Advanced AL32 Processing, dieses rechnet quasi das anliegende, geringer auflösende Digitalsignal hoch. Das soll Klangartefakte deutlich vermindern und verschiebt diese nach oben in den unhörbaren Bereich. Theoretisch ist das natürlich nett überlegt, allerdings darf man nicht vergessen, dass die CD mit 16 Bit quantisiert und 44,1 KHz (22,05 KHz pro Kanal) auflöst. Zwar kann man Audiosignale, wie es Blu-Ray-Player mit DVDs machen, hochskalieren. Allerdings birgt dies kein Aha-Effekt, zumal es derzeit noch keine empirischen Untersuchungen gibt, dass Menschen überhaupt hochauflösendes Audio oberhalb der CD als wirklich besser wahrnehmen. Hier verweise ich aber mal auf alte Zeitungsartikel, die beim Erscheinen der HD-Fernseher diesen Trend als Unsinn darstellten, da man auf großem Abstand die Pixel nicht mehr sieht. Dass das in der Theorie, nicht aber in der Praxis stimmt, kann jeder im nächsten Fachmarkt selbst feststellen. Zurück zum DA-300, Denon bewirbt auch die Kompatibilität mit dem so genannten DSD-Format der Super-Audio-CD, kurz SA-CD. Allerdings ist das ein Wenig Augenwischerei und nicht ganz realistisch. Der Wandler kann zwar DSD-Dateien wiedergeben, tut dies aber mit DSD-over-PCM. Das heißt, dass die DSD-Signale in 24 Bit bei 192 KHz umgerechnet werden. Hinzu kommt das Problem, dass SA-CDs über eine zweite optische Schicht für die hochauflösenden Daten (bei Hybrid-Discs) verfügen, die das CD-ROM-Laufwerk im PC nicht abtasten kann, weshalb hier bei Vorhandensein des CD-Signals nur letzteres bei üblicher Auflösung verwendet wird. Der Unterschied liegt übrigens darin, dass bei DSD nur ein Bit (also 0 oder 1 und keine Dynamikstufen) ausgegeben wird, allerdings mit einer sehr hohen Auflösung von 2,8 oder 5,6 MHz (wir erinnern uns: CD = 44,100 KHz). Man hat also ein sehr feingezeichnetes Signal und die digitalen Artefakte, die bei der CD Mittels Digitalfiltern rausgerechnet werden müssen, entstehen in einem fernab aller Möglichkeiten hörbaren Bereich. Sony und Philips haben diesen Standard Ende der 90er Jahre für die SA-CD mit speziellen Delta Sigma Wandlern entwickelt, dann geriet er in Vergessenheit und scheint heute wieder das Mode-Schlagwort schlechthin zu sein. Hält man sich allerdings vor Augen, dass bei 192 KHz Auflösung (96 KHz pro Kanal) man ebenfalls deutlich über dem wahrnehmbaren Bereich liegt, weshalb man sich nicht einig ist, welches Format das bessere sei. Da ich über keine DSD-Testdateien verfüge, konnte ich dies in der Praxis nicht nachhören. Allerdings gibt es einen sehr wohl hörbaren Unterschied zwischen 16 und 24 Bit Wortbreite, man vergleiche dies mit der Farbtiefe bei der Bildwiedergabe. Es gibt doch ein Vielfaches mehr Dynamikabstufungen, die das Klangbild und das Grundrauschen insgesamt positiv beeinflussen, allerdings ist dieser Effekt auch sehr stark von der vorliegenden Musik abhängig. Allerdings nimmt heute jeder gute Audiorecorder mit 24 Bit bei 96 KHz auf, so dass ich diese Unterschiede hier schon bei Aufnahmen im Direktvergleich erkennen konnte. Nebenbei bemerkt verfügt der DA-300 auch über zwei Taktgeber, jeweils für den Umrechnungsfaktor bei 44,1/88,2/176,4 und 48/96/192 KHz. Bei USB-Verbindung verhindert der asynchrone Modus störendes "Jitter", also eine quasi unrunde Signalübertragung, so dass die Daten bitgenau im Wandler hintereinander gestellt werden. Möglicherweise ist dies auch für den glasklaren Digitalklang verantwortlich. Übrigens rauscht er an seinen Ausgängen kein Bisschen, wenn kein Signal anliegt.

Als Fazit erhält man mit dem Denon DA-300 einen sehr hochwertigen D/A-Wandler, dessen Haupteinsatz wohl der Computer ist. Seine zusätzlichen Digitaleingänge machen ihn zur Schaltzentrale für weitere Geräte, wobei die Umschaltung nur über eine Softtaste am Gerät erfolgt. Praktisch wäre, wenn er automatisch auf den Eingang schaltet, an dem ein Signal anliegt. Wer Lust an hochauflösender Musik hat oder einfach eine exzellente Soundkarte für den PC sucht, ist hier absolut an der richtigen Stelle und erhält sogar noch einen recht ordentlichen Kopfhörerverstärker. Wem High res Musik egal ist, könnte vielleicht auch mit einer günstigeren Alternative glücklich werden. Wer einen CD-Spieler sucht, könnte mit diesem Gerät in Verbindung mit einem PC ein CD-Laufwerk bekommen, dass einem sehr hochwertigem CD-Player klanglich in nichts nachsteht.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 8, 2014 8:02 PM CET


Bowers & Wilkins  P5 Serie 2 Kopfhörer inkl. MFI-Anschlusskabel für Apple iPod/iPhone schwarz
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Preis: EUR 243,00

13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein richtig entwachsener P5, 28. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Als der P5 von B&W auf den Markt kam, kaufte ich ihn mir nur aus einem einzigen Grund: Die umstrittenen Bewertungen. Fachzeitschriften lobpreisten ihn regelrecht, während Hifi-Freunde ihn in diversen Foren und Rezensionen die Qualität abgesprochen haben: Viel zu teuer, klingt matschig, keine Bühne, keine Details etc. Dabei testeten ihn viele offenbar im Geschäft an teils kräftigen Kopfhörerverstärkern, was alleine schon technisch zu unbefriedigenden Ergebnissen führen muss, denn als niederohmiger Kopfhörer ist er auch für mobile Geräte gedacht. Mein eigenes Fazit ist hier in einer Rezension zum ersten P5 nachzulesen, zusammengefasst: Ein an sich toller Kopfhörer.

Nun kommt der P5 Serie 2 mit neuen Chassis und versprochenem Klangzuwachs. Natürlich ist Produktpflege immer gut, aber für die kompromisslose Qualität des ersten P5 der Testmagazine spricht dies eher nicht. Immerhin wollte B&W die Erfahrungen mit dem aktuelleren P7 in den neuen P5 einfließen lassen, auch scheinen die Bewertungen des P7 weniger kontrovers zu sein. Als Besitzer eines Sennheiser HD 800 war der P7 für mich kein Thema, so dass der P5 Serie 2 höchstens den alten P5 ablösen könnte. Natürlich aber nur dann, wenn seine Qualität auch mindestens dem P5 ebenbürtig ist. Von der Verpackung kann man das auch behaupten, ebenso von der Verarbeitung. Allerdings hat B&W beim Lieferumfang etwas gespart bzw. ist etwas abgewichen. Die Schutztasche verfügt nicht mehr über eine kleine Innentasche, in die man das Zubehör bzw. auch den FiiO X3 verstauen konnte. Zudem fehlt der Klinkenadapter auf 6,25mm für die heimische Anlage. Dieser wäre an sich nicht nötig, aber verständlich ist das trotzdem nicht. Das widerspricht etwas dem beiliegenden Kabel ohne Fernbedienung. Dafür wirkt er haptisch wie der alte P5, obgleich die Oberfläche der Kappen in schwarz gehalten ist. Die Kabelführung bzw. das Kabel überhaupt ist nun stabiler, hier hat man die Kritik des filigranen Kabels umgesetzt. Da verzichtet man auch gerne auf einen Adapter zu Gunsten der kleinen Details.

Ich habe mir diesmal nicht so viel Mühe gemacht, wie damals noch mit dem P5, denn der Vergleich zwischen altem und neuem P5 war hier für mich essenziell. Daher verglich ich ihn direkt am FiiO X3 und verwendete meine seit 20 Jahren bewährten Testdateien, die ich in- und auswendig kenne. Darunter ist Klassik, Jazz, Instrumental und auch Gesang mit männlichen und weiblichen Stimmen. Ich hätte den Colorfly C4 Pro noch einsetzen können, das schien mir aber nicht wirklich sinnvoll. Beim ersten Aufsetzen hatte ich mich zunächst über die etwas anders gehaltene Abstimmung gewundert. Im Präsenzbereich wurde er etwas auffälliger abgestimmt, so dass Stimmen und akustische Instrumente nun besser in den Vordergrund treten. Im oberen Bassbereich bis hin zum Tiefbass scheint die Abstimmung ähnlich, aber insgesamt wirken die Bässe nun präziser, gleiches gilt für den Klang insgesamt. Ich muss jedoch zugeben, dass mir wohl auch aus Gewohnheit die Abstimmung des alten P5 sympathischer schien, dieser Eindruck sollte sich im Verlauf des Probehörens noch ändern. Unabhängig vom Klangcharakter ist mir aufgefallen, dass ich beim P5 Serie 2 weniger Körperschall wahrnahm, wie noch beim alten P5. Ein Punkt, der mich zugegeben etwas genervt hat, der aber wohl von Mensch zu Mensch verschieden ist (daher hatte ich ihn auch nicht in der alten Rezension erwähnt).

Der eigentliche Wow-Effekt kam, als ich längere Zeit den sehr dicht und exzellent abgemischten Titel "A Question of Honour" von Sarah Brightman hörte. Dieser zeichnet sich dadurch aus, dass viele Instrumente schon bei der Abmischung durch EQ und Effekte versucht wurden, voneinander abzugrenzen, im Keys-Magazin wurde darüber Ende der 90er ausführlich berichtet. Als ich dann umsteckte zum alten P5, habe ich mich richtig erschrocken: Das Klangbild war - und da muss ich so manchem Kritiker Recht geben - einfach vermatscht und dünn. Dies war für mich die Entscheidung hin zum P5 Serie 2. Der FiiO X3 scheint den neuen P5 als größere Last zu empfinden, die Impedanz ist ja auch etwas höher. Bei gleicher Lautstärke wirkt das Klangbild also zunächst leiser. Dies kann mitunter auch für den besseren - oder sagen wir anderen Klangcharakter verantwortlich zeichnen.

Aber, um das noch mal deutlich auszudrücken, es handelt sich hier keinesfalls um Welten, eher um deutliche Nuancen. Wer mit dem alten P5 zufrieden ist, erhält mit dem P5 Serie 2 einen doch ganz anders klingenden Kopfhörer, der nicht unbedingt den eigenen Geschmack treffen muss. Wer ohnehin viel am Smartphone Musik hören möchte und nicht eines der Top-Modelle hat oder gar ältere iPhones oder iPods, fährt vielleicht sogar mit dem älteren Modell besser. Wer generell überlegt, sich einen P5 anzuschaffen, sollte sich über die Materialschlacht im Klaren sein, die B&W hier veranstaltet und die auch das Geld wert ist. Wem der alte P5 nicht zu dumpf erscheint und eher ein Problem mit klareren Höhen hat, sollte nicht zum P5 Serie 2 greifen. Günstigere Alternativen mit sicherlich nicht wesentlich schlechterem Charakter ist der Teufel Aureol oder auch der Koss Porta Pro. Dieser ist zwar klanglich gut abgestimmt, aber vermittelt überhaupt keine Details und ist nicht präzise. Das kann für MP3 sogar ein Vorteil sein, da die Artefakte nicht so stark in den Vordergrund treten, wie es beim P5 der Fall ist. Vergleiche zu In-Ears kann ich Mangels Erfahrung nicht anstellen, mir waren diese stets unangenehm im Ohr, weshalb ich den Gedanken daran verworfen habe.

Fazit: B&W hat gute Hausaufgaben gemacht und präsentiert ein durchweg gelungenes Produkt, das lediglich beim Zubehör etwas Abstriche hinnehmen muss. Aufgrund des etwas anderen Klangcharakters ist ein wirklicher Direktvergleich nicht so ganz möglich, immerhin erhält er Chassis, die dem größeren P7 ähnlich sind. Den hohen Preis rechtfertigt nicht nur der Klang, sondern auch die exzellente Materialauswahl und Verarbeitung, denn hieran wurde nicht gespart.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 28, 2014 9:35 PM CET


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