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Happy Day

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Sigma 10-20 mm F3,5 EX DC HSM-Objektiv (82 mm Filtergewinde) für Nikon Objektivbajonett
Sigma 10-20 mm F3,5 EX DC HSM-Objektiv (82 mm Filtergewinde) für Nikon Objektivbajonett
Preis: EUR 488,16

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hervorragendes Ultraweitwinkel, 8. April 2015
TITEL: Hervorragendes Ultraweitwinkel

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BEURTEILUNG:
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Optik: ***-****
mechanische Qualität: ****
AF-Funktion: ***
Preis-Leistung: ****
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Gesamturteil: ***-**** (final aufgerundet auf ****)
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ALLGEMEIN:
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Das Sigma 10-20mm/3.5 EX DC HSM ist ein Ultraweitwinkel-Zoom für Systemkameras mit einem APS-C-Sensor, bei Nikon heißt diese Sensorgröße DX. An Kameras mit Kleinbildsensoren - häufig fälschlich als "Vollformat" bezeichnet - funktionieren Objektive für APS-C-/DX-Sensoren nicht oder nicht vollwertig, weil der ausgeleuchtete Bildkreis dafür zu klein ist. Das Sigma 10-20mm/3.5 hat sich bislang in unterschiedlichsten Situationen als ein hervorragendes Ultraweitwinkel-Zoom erwiesen, dessen Fotos nur wenig Nachbearbeitung per Software bedürfen und z. T. auch ganz ohne eine solche auskommen. Es ist also ein Objektiv, bei dem man fast keine Kompromisse eingehen muss.

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POSITIV:
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Positiv fällt zunächst einmal der für ein Ultraweitwinkel sehr ordentliche Brennweitenbereich auf. Er reicht von 10mm (110° Bildwinkel) bis 20mm (56° Bildwinkel).

Material- und Verarbeitungsqualität sind auf sehr hohem Niveau. Zoom- und Fokusring laufen ausreichend gedämpft und ohne großen Widerstand.

Bildschärfe, Auflösung und auch Kontrastwerte im Zentrum sind exzellent, selbst an der anspruchsvollen Nikon D7100. Selbst bei Offenblende gibt es in der Bildmitte schärfentechnisch nichts zu meckern, ein Abblenden auf mindestens 5.6, besser 8 oder 11 bringt sogar eine Steigerung.

Die Tendenz zu Randunschärfen ist selbst bei Offenblende relativ gering, auch wenn "knackscharf" sicherlich nicht das Wort der Wahl ist, das einem zur Bildqualität an den Bildrändern einfällt. Abgeblendet sieht die Sache dann schon anders aus; Blende 5.6 bringt eine sichtbare Steigerung der Schärfe, ab f/8 bzw. f/11 wird's dann wirklich scharf bis in die Ecken.

Auch die Anfälligkeit gegen Blendenflecken (sogen. lens flares) bei direktem Gegen- oder starkem Seitenlicht hält sich trotz der großen gewölbten Frontlinse in Grenzen, was eine angenehme Überraschung ist. Trotzdem wird der Einsatz der Gegenlichtblende dringend angeraten, und dies nicht zuletzt, weil dieses Stück Plastik auch noch einen gewissen Schutz vor mechanischen Beschädigungen der Frontlinse darstellt.

Die Lichtstärke liegt mit durchgängig 3.5 auf einem für Ultraweitwinkelobjektive guten Niveau.

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NEUTRAL:
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Dass es keinen FTM-Fokus gibt - FTM steht für "full-time manual" und bedeutet, dass der Fotograf jederzeit und ohne explizit am Objektiv von Autofokus (AF) auf manuellen Fokus (MF) umschalten zu müssen, selbst in die Scharfstellung eingreifen und die Schärfe von Hand nachführen kann - stört bei einem Objektiv mit einem derartig großen Schärfentiefebereich wie dem Sigma 10-20mm/3.5 nicht sonderlich.

Die Verzeichnung ist - mit Ausnahme des Bereichs zwischen 10-12mm - recht moderat und per Software gut korrigierbar.

Das Sigma 10-20mm/3.5 vignettiert bei Offenblende recht stark, z. T. um mehr als einen Belichtungswert. Allerdings lässt sich die Randabschattung durch Abblenden reduzieren und in der Bildbearbeitung problemlos korrigieren. Abgeblendet auf f/5,6 wird es besser, bei f/8 und f/11 ist es unproblematisch.

Chromatische Aberrationen (CA) sind zwar vorhanden, aber nicht sehr stark ausgeprägt und per Software leicht korrigierbar.

Ein optischer Stabilisator ist nicht vorhanden und in diesem Brennweitenbereich m. E. entbehrlich, zumal ein solcher Stabilisator Preis, Gewicht und Abmessungen nach oben treiben würde.

Der Autofokus ist bei guten Lichtverhältnissen sehr schnell und treffsicher, bei schlechten Lichtverhältnissen dauert es allerdings eine Idee länger, bis er sein Ziel findet.

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NEGATIV:
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Zu bemängeln habe ich eigentlich nur, dass es auch für diese Sigma-Line keinen Wetterschutz gibt, der Frontlinse und Bajonett gegen das Eindringen von Staub und Feuchtigkeit schützt. Bei Regen sollte man also, auch wenn man über ein gegen Staub und Spritzwasser abgedichtetes Kameragehäuse verfügt, auf das Fotografieren mit dem Sigma 10-20mm/3.5 verzichten. Nun bewirbt Sigma dieses Objektiv zwar nicht mit einem Staub- und Wetterschutz, aber dennoch ist es für den Fotografen unter ganz praktischen Gesichtspunkten negativ, dass solch ein Schutz fehlt. In die finale Bewertung lasse ich diesen Aspekt natürlich nicht einfließen, eben weil Sigma für dieses Objektiv keinen Staub- und Wetterschutz verspricht.

Dass die Filtergröße fürs Sigma 10-20mm/3.5 mit 82mm sehr üppig ausfällt und Filter für dieses Ultraweitwinkelobjektiv damit zu einer relativ teuren Angelegenheit werden, stört in der Praxis nur wenig, denn außer eventuell einem ND-Filter (Neutraldichte- oder Grau- bzw. Grauverlaufsfilter) benötigt man für ein Ultraweitwinkel eigentlich keine Filter. Zirkularpolarisationsfilter sind nämlich an Ultraweitwinkellinsen nicht sehr sinnvoll, weil die von ihnen verursachte Verminderung von Spiegelungen auf nicht metallischen Oberflächen wie Wasser oder Glas praktisch nur in der Bildmitte wirksam wird und die Verbesserung der Kontraste leider auch die z. T. deutlich sichtbaren Vignettierungen nur noch mehr betont.

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VERGLEICH:
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Im direkten Vergleich ist das Sigma 10-20mm/3.5 EX DC HSM weniger als 100 € teuerer als das Tamron 10-24mm/3.5-4.5, schneidet aber in allen Belangen deutlich besser ab (siehe auch meine 2-Sterne-Rezension des Ultraweitwinkelobjektivs von Tamron). Dem etwa gleich teuren Tokina AT-X 11-16mm/2.8 Pro DX II gegenüber bietet es einen größeren Brennweitenbereich, aber dafür weist das Tokina die durchgängig höhere Lichtstärke auf. In der Bildqualität nehmen sich beide Linsen nicht viel; das Tokina ist vielleicht noch ein Spur schärfer und kontrastreicher in der Mitte, fällt aber zu den Rändern stärker ab und ist außerdem etwas anfälliger gegen Blendenflecken (lens flares). Nicht berücksichtigen kann ich hier das gerade neu erschienene Tokina AT-X 11-20mm/2.8 Pro DX sowie das Nikon DX Nikkor 10-24mm/3.5-4.5G, welches als einziges Ultraweitwinkel für APS-C-/DX-Sensoren sogar einen Wetterschutz gegen Feuchtigkeit und Staub bietet. Der Grund, warum ich beide Linsen nicht berücksichtige, liegt im Preis begründet, denn mit jeweils ca. 720 € sprengen beide Objektive mein Budget beträchtlich.

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FAZIT:
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Das Sigma 10-20mm/3.5 EX DC HSM ist ein in Punkto Bildqualität sehr gutes Ultraweitwinkel und richtet sich an Hobbyfotografen, die in Punkto optischen Qualitäten, Material und Verarbeitung keine schmerzhaften Kompromisse eingehen möchten und ist daher mit 4 Sternen richtig bewertet. Für das Sigma 10-20mm/3.5 spreche ich ohne Vorbehalte eine Kaufempfehlung aus. Ggü. dem Tamron 10-24mm/3.5-4.5, von dem ich mich nach kurzer Zeit gerne wieder trennte, wird das Sigma 10-20mm/3.5 an meinen Nikon DX-Kameras wohl eine ähnlich "steile Karriere" als "Objektiv erster Klasse" bevorstehen wie auch dem Sigma 17-50mm/2.8 EX DC OS HSM als Standard- und dem AF-S Nikkor 70-300mm/4.5-5.6G IF-ED VR als Telezoom.


Marumi DHG Achromat +3 Nahlinse Makro 58 mm 58mm - Made in Japan
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Wird angeboten von ENJOYYOURCAMERA
Preis: EUR 63,99

4.0 von 5 Sternen Guter Makroobjektiv-Ersatz, 2. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich verwende die Marumi Achromat +3 mit 58 mm Durchmesser auf einem DX Nikkor 55-300mm/4.5-5.6G ED VR und mittels Step-up-Adapter auch auf einem DX Nikkor 35mm/1.8G. Mit beiden Objektiven gelingen scharfe, klare und kontrastreiche Makrofotos, auch wenn man ggü. echten Makroobjektiven in der Abbildungsqualität mit kleineren Abstrichen leben muss (als Referenz dienen mir dabei mein eigenes Micro Nikkor 60mm/2.8G ED und das Sigma 105mm/2.8 EX DG OS HSM Makro meines Schwagers) und natürlich auch im Entfernungsbereich stark eingeschränkt ist.

Wer allerdings nicht gleich 300, 400 oder noch mehr Euro für ein vollwertiges Makroobjektiv ausgeben, sondern erst einmal gemächlich einsteigen möchte, um zu sehen, ob Nahaufnahmen überhaupt "sein/ihr Ding" sind, dem sei auf jeden Fall eine achromatische Nahlinse empfohlen. Und wer, so wie ich, nicht immer mit der kompletten Ausrüstung inkl. Makroobjektiv losziehen möchte, sondern nur mal eben etwas für eine gelegentliche Nahaufnahme "on the go" benötigt, der sollte auch eine achromatische Nahlinse in die Fototasche stecken, denn die ist viel kleiner, handlicher und vor allem leichter als ein weiteres Wechselobjektiv. Ob nun mit +3 oder +5 Dioptrien, das hängt davon ab, an welchem Objektiv (Brennweite!) die Linse verwendet werden soll und wie groß man das Motiv auf den Sensor bannen möchte.

Insgeamt bewerte ich den Marumi Achromat +3 mit 4 Sternen, denn es handelt sich um ein gut verarbeitetes Produkt, mit dem Nah- bzw. Makroaufnahmen von guter Qualität möglich sind. Für 5 Sterne müsste die Abbildungsqualität noch etwas besser und die Handhabung bzgl. der Aufnahmedistanz einfacher sein, denn gerade in diesem Punkt ist man leider sehr eingeschränkt. Trotzdem ist das Produkt in jedem Fall sein Geld wert!


Tamron 10-24mm F/3,5-4,5 SP Di II LD ASL IF Objektiv (77 mm Filtergewinde) für Nikon
Tamron 10-24mm F/3,5-4,5 SP Di II LD ASL IF Objektiv (77 mm Filtergewinde) für Nikon
Preis: EUR 393,02

2.0 von 5 Sternen Ultraweitwinkel mit deutlichen Schwächen, 31. März 2015
TITEL: Ultraweitwinkel mit sehr deutlichen Schwächen

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BEURTEILUNG:
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Optik: **
mechanische Qualität: ***
AF-Funktion: **
Preis-Leistung: **
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Gesamturteil: **
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ALLGEMEIN:
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Das Tamron 10-24mm/3.5-4.5 SP Di II LD Asph. IF ist ein Ultraweitwinkel-Zoom für Systemkameras mit einem APS-C-Sensor, bei Nikon heißt diese Sensorgröße DX. An Kameras mit Kleinbildsensoren - häufig fälschlich als "Vollformat" bezeichnet - funktioniert das Tamron 10-24mm nicht, weil der ausgeleuchtete Bildkreis dafür zu klein ist. Das Tamron 10-24mm/3.5-4.5 hat sich bislang in unterschiedlichsten Situationen als ein ordentliches, aber nicht überragendes Ultraweitwinkel-Zoom erwiesen, dessen Fotos grundsätzlich einer Nachbearbeitung per Software bedürfen. Es ist also ein Objektiv, bei dem man einige Kompromisse eingehen muss. Ob diese Kompromisse derartig schmerzen, dass man vom Kauf des Objektivs Abstand nimmt, hängt sicherlich auch davon ab, in welchen Situationen man damit fotografieren möchte und wie hoch die persönlichen Ansprüche an die Bildqualität sind.

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POSITIV:
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Positiv fällt zunächst einmal der für ein Ultraweitwinkel sehr große Brennweitenbereich auf. Er reicht von 10mm (108° Bildwinkel) bis 24mm (60° Bildwinkel); das ist mehr, als die meisten Konkurrenten bieten. Die fangen entweder ebenfalls bei 10 oder 11mm an, enden aber bei 16 oder 20mm oder sie enden zwar bei 24mm, fangen aber erst bei 12mm an. Einzig Nikons DX Nikkor 10-24mm/3.5-4.5G weist einen Brennweitenbereich wie das Tamron auf, wobei das Tamron aber nur knapp 60 % dessen kostet, was für Nikons Ultraweitwinkel gezahlt werden muss.

Gefallen können auch die Kompaktheit, das relativ niedrige Gewicht des Objektivs und die durchweg ordentliche Material- und Verarbeitungsqualität. Zoom- und Fokusring laufen ausreichend gedämpft und ohne großen Widerstand.

Bildschärfe und Auflösung im Zentrum sind gut, selbst an der anspruchsvollen Nikon D7100. Selbst bei Offenblende gibt es in der Bildmitte schärfentechnisch nicht viel zu bekritteln, ein Abblenden auf mindestens 5.6, besser 8 oder 11 bringt einen zusätzlichen Qualitätsgewinn.

Auch die Anfälligkeit gegen Blendenflecken (sogen. lens flares) bei direktem Gegen- oder starkem Seitenlicht hält sich trotz der großen gewölbten Frontlinse in Grenzen, was eine angenehme Überraschung ist. Trotzdem wird der Einsatz der Gegenlichtblende dringend angeraten, und dies nicht zuletzt, weil dieses Stück Plastik auch noch einen gewissen Schutz vor mechanischen Beschädigungen der Frontlinse darstellt.

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NEUTRAL:
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Dass es keinen FTM-Fokus gibt - FTM steht für "full-time manual" und bedeutet, dass der Fotograf jederzeit und ohne explizit am Objektiv von Autofokus (AF) auf manuellen Fokus (MF) umschalten zu müssen, selbst in die Scharfstellung eingreifen und die Schärfe von Hand nachführen kann - stört bei einem Objektiv mit einem derartig großen Schärfentiefebereich wie dem Tamron 10-24mm nicht sonderlich.

Die Kontrastwiedergabe ist gerade bei schwächerem Licht nicht dergestalt, das man sie als sehr gut bezeichnen könnte, aber insgesamt als durchaus noch akzeptabel anzusehen.

Das Tamron 10-24mm/3.5-4.5 vignettiert besonders bei Offenblende ziemlich heftig, z. T. um mehr als einen Belichtungswert. Allerdings lässt sich die Randabschattung durch Abblenden reduzieren und in der Bildbearbeitung problemlos korrigieren.

Die Lichtstärke liegt mit 3.5 bei 10mm und abnehmend bis 4.5 bei 24mm im Bereich des in dieser Preis- und Leistungsklasse üblichen. Wer diesbezüglich mehr will, muss tiefer in die Tasche greifen und vor allem mit einem größeren und schwereren Objektiv leben.

Ein optischer Stabilisator ist nicht vorhanden und in diesem Brennweitenbereich m. E. entbehrlich, zumal ein solcher Stabilisator Preis, Gewicht und Abmessungen nach oben treiben würde.

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NEGATIV:
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Einige unschöne Details trüben leider den bis dahin ordentlichen Eindruck.

Der Autofokus des Tamron 10-24mm/3.5-4.5 hat bei schwachem Licht deutliche Probleme mit dem präzisen Scharfstellen, selbst über den zentralen Kreuzsensor der D7100. Unter gleichen Lichtbedingungen hatte ich mit einer lichtschwächeren Linse wie dem DX Nikkor 55-300mm/4.5-5.6G VR keinerlei Schwierigkeiten im AF-Modus präzise und in akzeptabler Geschwindigkeit zu fokussieren. Und manuelles Scharfstellen ist gerade bei schwachem Licht nicht gerade die helle Freude, auch nicht über einen ordentlichen LiveView-Modus mit Fokus-Lupenfunktion.

Die Verzeichnung ist selbst für ein Ultraweitwinkelobjektiv sehr hoch. Kreise werden vor allem an den Bildrändern als Ellipsen, Quadrate als verzerrte Rechtecke dargestellt, gerade Linien biegen sich derartig, dass aus Regalböden regelrechte Flitzebögen werden. In einer Bildbearbeitung lassen sich diese Abbildungsfehler zwar korrigieren, aber leider nicht vollständig und immer unter Verlust eines Teil des Bildes. Dies wurde auch in zahlreichen Fachtests bemängelt.

Ebenso verhält es sich mit dem beträchtlichen Auflösungs- und Schärfeverlust zu dem Bildrändern hin. Offenblendig gilt dies für alle Ultraweitwinkel, doch lässt sich dieser Verlust beim Tamron 10-24/3.5-4.5 durch Abblenden nur vermindern, aber selbst bei Blende 8 oder 11 nicht vollständig eliminieren, im Gegensatz zur Konkurrenz. Auch dies bestätigt nur, was auch in zahlreichen Fachtests und Rezensionen zu lesen ist. Abhilfe kann hier eine Bildbearbeitung naturgemäß nicht schaffen. Dieses Problem wird geradezu dramatisch, wenn z. B. bei Aufnahmen vom Stativ ein Neutraldichtefilter (ND-Filter, Graufilter) eingesetzt wird. Trotz der Verwendung hochwertiger Markenfilter (B+W, Rodenstock) nimmt die Randunschärfe noch mehr zu und die Auflösung noch weiter ab.

Überdurchschnittlich hoch ist auch die Tendenz des Tamron 10-24mm/3.5-4.5 zu chromatischen Aberrationen (CA). Eine Bildbearbeitung korrigiert die meisten CA zwar recht gut, aber insgesamt verhindern die aufgeführten Mängel in der Abbildungsqualität, dass man Fotos unbearbeitet "mal eben" an andere Personen weiterreichen kann. Auch CA sind ein Problem, das sicherlich alle Ultraweitwinkel betrifft, aber keines hat damit so sehr zu kämpfen wie das Tamron 10-24mm/3.5-4.5

Zu guter bzw. eigentlich eher zu schlechter Letzt gibt es keinen Wetterschutz, der Frontlinse und Bajonett gegen das Eindringen von Staub und Feuchtigkeit schützt. Bei Regen sollte man also, auch wenn man über ein gegen Staub und Spritzwasser abgedichtetes Kameragehäuse verfügt, auf das Fotografieren mit dem Tamron 10-24mm/3.5-4.5 verzichten. Nun bewirbt Tamron sein Objektiv zwar nicht mit einem Staub- und Wetterschutz, aber dennoch ist es für den Fotografen unter ganz praktischen Gesichtspunkten negativ, dass solch ein Schutz fehlt. In die finale Bewertung lasse ich diesen Aspekt natürlich nicht einfließen, eben weil Tamron für dieses Objektiv keinen Staub- und Wetterschutz verspricht.

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VERGLEICH:
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Realistisch betrachtet muss man bei der Anschaffung eines Tamron 10-24mm/3.5-4.5 auch die Anschaffungskosten einer Software wie Adobe Lightroom oder DxO OpticsPro zumindest anteilig berücksichtigen - und darf sich dann zurecht die Frage stellen, ob man für ein wenig mehr Geld nicht Objektive mit einer besseren Abbildungsqualität erhält.

So ist z. B. das Sigma 10-20mm/3.5 EX DC HSM weniger als 100 € teuerer als das Tamron 10-24mm/3.5-4.5, während das Sigma 10-20mm/4-5.6 EX DC HSM gerade mal etwa 10 € mehr kostet als das Tamron 10-24mm/3.5-4.5. Dafür muss man auf 4mm Brennweite am oberen Ende verzichten, erhält aber in beiden Fällen ein Ultraweitwinkel, das bezüglich Schärfe, Auflösung (besonders in den Randbereichen!), Autofokus, Verzeichnung und chromatische Aberrationen deutlich besser abschneidet.

Das Tokina AT-X 11-16mm/2.8 Pro DX II bietet neben den für die zuvor genannten Sigma-Objektive geltenden Vorzügen zusätzlich eine durchgängig höhere Lichtstärke, ist allerdings im Brennweitenbereich sehr stark eingeschränkt. Bzgl. der Bildqualität halte ich es für das beste Ultraweitwinkel für APS-C-Kameras. Nicht berücksichtigen kann ich hier das gerade neu erschienene Tokina AT-X 11-20mm/2.8 Pro DX, das ggü. dem Tokina AT-X 11-16mm/2.8 über 4mm mehr Brennweite am langen Ende verfügt und preislich etwa auf einem Niveau mit Nikons Ultraweitwinkel liegt.

Besagtes Nikon DX Nikkor 10-24mm/3.5-4.5G übertrifft ebenfalls nach sämtlichen Fachtests und persönlichen Testfotos das Tamron 10-24mm/3.5-4.5 in Auflösung, Schärfe, Kontrastumfang, Verzeichnung und AF-Leistung sehr deutlich, ist aber wohl nicht soviel besser, dass der Preisunterschied ggü. einem Ultraweitwinkel von Sigma oder dem Tokina 11-16mm/2.8 gerechtfertigt wäre. Allerdings bietet es als einziges der hier erwähnten Objektive explizit einen Schutz gegen Spritzwasser und Staub.

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FAZIT:
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Das Tamron 10-24mm/3.5-4.5 SP Di II LD Asph. IF ist ein in Punkto Bildqualität eingeschränktes Ultraweitwinkel und richtet sich an Hobbyfotografen mit einem relativ begrenzten Budget, die mit den aufgeführten optischen Einschränkungen leben können bzw. ihre Bildbearbeitung gut beherrschen und bereit sind, diese auch für jedes Foto mit dem Tamron 10-24mm/3.5-4.5 zu bemühen, um vorzeigbare Ergebnisse zu produzieren. Tamron nimmt hier den Mund mit Werbeaussagen wie "SP steht für Super Performance, also Hochleistungs-Objektive, die sich durch hervorragende optische und mechanische Qualität auszeichnen" reichlich voll und wird diesbezüglich dem eigenen Anspruch nicht gerecht.

Man kann mit dem Tamron 10-24mm/3.5-4.5 zwar beispielsweise ordentliche Landschafts- und auch Architekturaufnahmen erstellen, muss dafür aber mit der Fotobearbeitungssoftware in die Trickkiste greifen und korrigieren. Doch von einem einem "beeindruckenden Meisterwerk der optischen Ingenieurskunst", das "brillante und scharfe Bilder bis zum Rand" produziert ist das hier besprochene Tamron 10-24mm/3.5-4.5 meilenweit entfernt.

Das Tamron 10-24mm/3.5-4.5 ist daher insgesamt mit 2 Sternen genau richtig bewertet. Denn es sind Abbildungsqualität und (Auto)fokus die entscheidenden Kriterien eines Kameraobjektivs. Und in beiden Disziplinen erreicht das Tamron 10-24mm/3.5-4.5 nicht mehr als nur 2 Sterne.

Eine Kaufempfehlung kann ich für das Tamron 10-24mm/3.5-4.5 daher nicht aussprechen.


Cullmann SYDNEY pro Maxima 200
Cullmann SYDNEY pro Maxima 200
Preis: EUR 59,99

5.0 von 5 Sternen Hervorragende "Verpackung" fürs "kleine Besteck", 19. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Cullmann SYDNEY pro Maxima 200 (Zubehör)
Die Cullmann Sydney Pro Maxima 200 ist eine sehr gut verarbeitete Tasche aus hochwertigen Materialien, die den Inhalt zuverlässig vor Staub, Feutchtigkeit und Stößen schützt und dabei auch noch gut aussieht. Der zusätzliche, in die Tasche integrierte Regenschutz hält die Ausrüstung auch bei stärkeren Niederschlägen trocken. Zum Trocknen lässt sich der Regenschutz von der Tasche trennen.

Die Tasche fasst eine DSLR (auch eine mit KB-Sensor und angesetztem Batteriegriff) mit einem kleinen bis normal großen (bis 18 cm Gesamttiefe inkl. Kameragehäuse) Zoomobjektiv und zusätzlich ein mittelgroßes (bis 18 cm Länge) Zoom oder entsprechendes Blitzgerät. Die Kleinfächer nehmen Speicherkarten und Ersatzakkus auf.

Die Tasche ist also ausdrücklich nichts, wenn man mit einer großen Ausrüstung losziehen möchte, sondern eher etwas für einen Fotospaziergang oder eine Städtetour, wenn man mit "kleinem Besteck", also einer Kamera und einem kleinen Zoom sowie einem Wechselobjektiv oder Blitzgerät unterwegs ist. Die Tasche trägt sich dank des bequemen, gut gepolsterten Schultergurts sehr gut auch über einen längeren Zeitraum und bietet ein recht hohes Maß an Sicherheit, weil das Öffnen des Kamerafachs immer vom Körper weg erfolgen muss, d. h., die Reissverschlüsse liegen zum Körper hin und können nur schwerlich von einem Dritten unbemerkt geöffnet werden.

Wer eine etwas größere Tasche wünscht, in der sich neben Kamera mit Objektiv nebst einem Wechselobjektiv noch ein Blitzgerät oder zweites Objektiv bzw. persönliche Gegenstände wie Smartphone u. ä. verstauen lassen, der sollte zur Maxima 300 greifen.

Für kleine Touren und Fotospaziergänge kann ich die Cullmann Sydney Pro Maxima 200 nur empfehlen.


Philips GC4870/02 Dampfbügeleisen Azur (2.600 Watt, 200 gr Dampfstoß und ionisierter Tiefendampf, Calc Clean System)
Philips GC4870/02 Dampfbügeleisen Azur (2.600 Watt, 200 gr Dampfstoß und ionisierter Tiefendampf, Calc Clean System)
Preis: EUR 65,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Wunder-Dampfer"? Eher "viel heiße Luft um nichts"!, 22. November 2014
Das Dampfbügeleisen Philips GC4870/02 verwende ich nun schon seit geraumer Zeit.

Insgesamt ein zwar etwas schweres Gerät, aber doch angenehm zu nutzen aufgrund der glatten Sohle und der leichten Reinigung bzw. Entkalkung. Gute Bügelergebnisse lassen sich relativ schnell und durchweg überzeugend erzielen. Eigentlich wären es damit glatte vier Sterne, aber leider sind mir einige Dinge negativ aufgefallen, die zu einem weiteren Punktabzug führen:

1. Der Schalter für den sogen. "Ionic Deep Steam" ist ungünstig platziert. Man schaltet den "Ionic Deep Steam" sehr häufig aus Versehen aus.

2. Das Einstellrad ist sehr leichtgängig. Man verstellt unbeabsichtigt häufig die Temperatureinstellung. Überdies ist die Markierung für die eingestellte Temperatur praktisch Ton in Ton mit dem Untergrund des Einstellreglers und damit so gut wie nicht ablesbar. Welchen "Ergonomen" hat man sich denn da austoben lassen?

3. Den sogen. "Ionic Deep Steam", der mit angeblich 50 % kleineren Dampfpartikeln viel tiefer als jemals zuvor in der Geschichte des menschlichen Bügelns in die Wäsche eindringen und selbst die letzten kleinen und hartnäckigsten Falten beseitigen soll, kann man getrost in die Kategorie "Voodoo" bzw. "Sind die Falten zu hartnäckig, ist dein Glaube an die Wunderwirkung von Ionic Deep Steam zu schwach" stecken. Ob mit oder ohne diesen Wunder-Dampf, die Bügelwirkung bleibt gleich.

Fazit: ein etwas leichteres Dampfbügeleisen mit besserer Ergonomie, aber ebenso glatter Sohle, jedoch ohne Wunder-Dampf wäre vermutlich mind. 30 € billiger und genau so gut.


kwmobile® Wallet Kunstledertasche mit Magnetverschluss und Ständerfunktion für das Motorola Moto G (2. Gen) in Schwarz
kwmobile® Wallet Kunstledertasche mit Magnetverschluss und Ständerfunktion für das Motorola Moto G (2. Gen) in Schwarz
Wird angeboten von KW-Commerce
Preis: EUR 9,90

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Praktisch, robust, preiswert, 31. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Bei der Tasche für das Moto G 2014 handelt es sich um eine Kunstledertasche mit einer innenliegenden Plastikschale, in die das Smartphone eingelegt wird. Nach einem leichten Druck rastet es ein und wird auf der linken und rechten Geräteseite von den oberen bis zu den unteren Geräteecken sicher festgehalten. Das Entfernen erfordert sogar einen leicht erhöhten Kraftaufwand, aber das halte ich für besser, als wenn das Gerät so locker sitzt, dass man Angst davor haben muss, dass es aus der Tasche rutscht. Dank des recht starken Magneten in der Lasche bleibt die Tasche sogar dann sicher verschlossen, wenn man die Tasche mit dem ca. 150 g schweren Moto G 2014 an der Lasche anhebt. Die Tasche bietet darüber hinaus die Möglichkeit, das Smartphone im Querformat aufzustellen, z. B. um das Gerät auf den Tisch zu stellen und sich (alleine oder gemeinsam mit anderen) ein Video anzuschauen.

Die Tasche ist soweit passgenau, dass die Bedienelemente, Anschlüsse, Kameralinse und Kamera-LED in ihren Funktionen nicht beeinträchtigt werden. Lediglich für die Lautstärkewippe und den Standby-Knopf hätte ich mir einen etwas großzügigeren Ausschnitt in der innenliegenden Kunststoffschale gewünscht. Man braucht schon sehr zierliche Finger, um die genannten Bedienelemente sicher erreichen und verwenden zu können.

Der Kunstlederteil der Tasche ist zwar ordentlich verarbeitet, aber sicherlich nicht "hochwertig", wie vom Anbieter werbewirksam beschrieben. Die Nähte an den Kanten sitzen zumindest auf einen flüchtigen Blick korrekt, das Kunstleder ist zu mindestens 95 % passend zugeschnitten. Die Ausdünstungen hielten sich schon beim Auspacken im Rahmen des Erträglichen und haben sich nach nunmehr zwei Tagen fast vollständig verflüchtigt. Die Aufteilung der Rückseite ist dagegen gar nicht gelungen. Bedingt durch die Ständer-Funktion der Tasche lässt sich die Rückseite in der Mitte umklappen. Zumindest sollte es im Idealfall die Mitte sein. Doch die Falz verläuft deutlich sichtbar einige Millimeter NEBEN der Mitte und dabei auch noch leicht schief. Ganz leicht schief ist auch die Lasche eingenäht, mit der die Tasche verschlossen wird. Bei genauerem Hinsehen sieht das alles aus wie gewollt, aber nicht gekonnt. Die Haptik bestätigt diesen Eindruck: der Kunstlederteil der Tasche fühlt sich auf eine billige Weise glatt, fast schon rutschig an, ebenso wie der Kunststoff der innenliegenden Schale.

Die "Brieftaschen-Funktion" der Vorderseite der Kunstlederhülle, z. B. zur Aufnahme von Kredit- oder Visitenkarten o. ä., benötige ich nicht, sie entspricht jedoch dem, was auch der Produktbeschreibung zu entnehmen ist. Dass man besagte Vorderseite bei Telefonaten mit dem Smartphone am Ohr nach hinten umklappen muss, wird wohl niemanden überraschen; ich erwähne es lediglich, um Kommentaren vorzubeugen, die genau dies bemängeln. ;-)

Insgesamt bietet die Tasche m. E. einen guten und wirksamen Schutz des Moto G 2014 gegen Kratzer, Stöße und mechanische Beschädigungen. Schutz gegen Feuchtigkeit oder gar Nässe bietet die Tasche dagegen nicht, doch wird ein solcher Schutz auch nicht beworben, daher geht das in Ordnung. Wer eine wirklich attraktive und erstklassig verarbeitete Tasche für sein Moto G 2014 sucht, muss sich anderweitig umsehen. Dafür wird dann aber auch ein deutlich höherer Preis fällig.

Alles in allem halte ich trotz der geschilderten kleineren Mängel bei der Verarbeitung und im Hinblick auf den recht günstigen Preis vier Sterne für eine faire Bewertung.


Wenger Offiziersmesser, Modell Evolution 17
Wenger Offiziersmesser, Modell Evolution 17
Preis: EUR 37,67

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Seit 30 Jahren mein täglicher Begleiter!, 15. Februar 2014
Seit 30 Jahren ist das Wenger Offiziersmesser mein täglicher Begleiter und es obwohl die Schale mittlerweile etwas verkratzt ist und abgegriffen aussieht, ist die Funktionalität immer noch so gut wie damals, als es neu war.

Die Verarbeitungsqualität ist makellos, die Klinge leicht zu schärfen und die übrigen Werkzeuge sind noch so gut zu benutzen wie vor 30 Jahren. Lediglich den Zahnstocher musste ich inzwischen zweimal ersetzen.

Sollte mir dieses Messer jemals abhanden kommen, werde ich es ohne Zögern wieder durch ein Wenger Offiziersmesser ersetzen.


Everest - Gipfel ohne Gnade
Everest - Gipfel ohne Gnade
DVD ~ David Breashears
Preis: EUR 11,99

1.0 von 5 Sternen Besser als Schlaftabletten, 27. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Everest - Gipfel ohne Gnade (DVD)
Der Film ist zu kurz, um wirklich informativ zu sein, verbreitet Meinungen über die 1996er-Everest-Katastrophe, wo besser Tatsachen gebracht werden sollten und verpasst die großartige Gelegenheit, wenigstens spektakuläre Landschaftsaufnahmen in der Totalen zu zeigen, sondern konzentriert sich darauf, Bergsteiger zu zeigen, die in der Art ihrer Darstellung so auch an jedem europäischen 2000er im Winter gefilmt werden können statt auf dem höchsten Berg der Welt in der "Todeszone."
Wie schon einige anderen Rezensenten möchte ich statt des Films die beiden wohl besten Darstellungen der Everest-Katastrophe von Mai 1996 empfehlen:
Jon Krakauer: "In eisige Höhen: Das Drama am Mount Everest" (Into Thin Air: A Personal Account of the Mt. Everest Disaster)
sowie das wohl als Gegendarstellung zu Krakauer zu verstehende Buch von
Anatolij Bukrejew: "Der Gipfel: Tragödie am Mount Everest" (The Climb: Tragic Ambitions on Everest)

Den Film möchte ich dagegen eben ausdrücklich NICHT empfehlen, es sei denn als Paradebeispiel dafür, wie man einen langweiligen und nichtssagenden Bergsteigerfilm dreht, der nur einen einzigen Vorteil hat: in der Gewissenheit, nichts sehenswertes zu verpassen kann man beruhigt vor dem Bidlschirm einschlafen, ganz ohne die Risiken und Nebenwirkungen von Schlaftabletten.


Nikon AF-S Zoom-Nikkor 70-300mm 1:4,5-5,6G VR Objektiv (67mm Filtergewinde, bildstabilisiert)
Nikon AF-S Zoom-Nikkor 70-300mm 1:4,5-5,6G VR Objektiv (67mm Filtergewinde, bildstabilisiert)
Wird angeboten von spot sales
Preis: EUR 479,00

15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Optik, Mechanik und Autofokus gut, Lichtstärke verbesserungswürdig, 5. August 2013
TITEL: Optik, Mechanik und Autofokus gut, Lichtstärke verbesserungswürdig

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BEURTEILUNG:
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Optik: *** - ****
mechanische Qualität: *** - ****
Funktionalität: ****
Preis-Leistung: ****
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Gesamturteil: ****
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ALLGEMEINES:
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Das Nikon AF-S Nikkor 70-300mm/4.5-5.6 IF-ED VR (nachfolgend: 70-300mm) ist ein Teleobjektiv mit variabler Brennweite (= Zoom). Es lässt sich sowohl an Nikons DSLR mit DX- als auch FX-Sensoren verwenden. (Der Bildwinkel des 70-300mm an einer DX-DSLR entspricht dabei etwa dem eines 105-450mm-Objektivs an einer Kleinbildkamera. Wohlgemerkt: es ist wirklich nur der Bildwinkel. Die tatsächliche Brennweite verändert sich ebenso wenig wie die Lichtstärke, denn bei beiden Werten handelt es sich um physikalische Größen, die von den Abmessungen des Kamerasensors unabhängig sind.) Das 70-300mm kann uneingeschränkt an DSLR mit Kleinbildformat-Sensoren (bei Nikon FX genannt) eingesetzt werden.

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POSITIV:
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Das 70-300mm ist nicht gerade billig, aber dennoch preiswert für ein Teleobjektiv, das einen so weiten Brennweitenbereich im Kleinbildformat abdeckt. Man "verbrennt" nur wenig Geld, wenn man sich bei Nichtgefallen nach einiger Zeit von dieser Linse trennt und sie auf dem Zweitmarkt anbietet. Zudem ist das 70-300mm relativ leicht und von kompakten Abmessungen, passt also auch gut in Fototaschen, die solche "Monster" wie das Nikkor AF-S 70-200mm/2.8 G ED VR II nicht aufnehmen könnten.

Die optischen Eigenschaften des Objektivs sind von 70 bis ca. 200 mm hervorragend. Vor allem bei der Verwendung an Nikons DX-Kameras bleibt nur wenig Raum für Kritik. Bis 240 mm schlägt sich die Linse immer noch sehr wacker. Erst danach bricht die optische Qualität etwas stärker ein, bleibt aber zumindest bei guten Lichtverhältnissen bis zum langen Ende auf durchaus akzeptablem Niveau unter praktischen Bedingungen, auch wenn es jenseits der 200 mm messtechnisch (= unter Laborbedingungen) sicherlich das eine oder andere Stirnrunzeln geben mag. Im Zentrum sind die Bilder unter guten bis normalen Fotografierbedingungen bis ca. 200 mm knackscharf und von hohem Kontrast, bis 240 mm immer noch gut und bis 300 mm vollkommen akzeptabel. Blendet man mindestens um eine bis anderthalb Stufen ab, verbessert sich auch die Schärfe an den Bildrändern von FX-Kameras sichtbar, was sich vor allem am langen Ende, also jenseits von 200 mm, als sehr vorteilhaft erweist.

Die Qualität der Darstellung des unscharf gestellten Bereichs, des sogen. Bokehs, ist sicher nicht "ultra-cremig", aber angenehm ruhig und ausgewogen. Gerade bei Zoomobjektiven ist das keine Selbstverständlichkeit.

Optische Verzeichnungen wie Tonnen- und Kissenverwölbung treten kaum wahrnehmbar auf und lassen sich softwareseitig leicht korrigieren.

Blendenflecken ("lens flares") bei Gegenlicht und chromatische Aberrationen (CA) haben sich, zumindest bei Verwendung der dankenswerterweise mitgelieferten Gegenlichtblende, als unter praktischen Einsatzbedingungen unproblematisch und gut beherrschbar erwiesen. CA lassen sich überdies mittels Software gut entfernen.

Im Gegensatz zu vielen Low-Budget-Objektiven verfügt das 70-300mm nicht nur über eine Bajonettfassung aus Metall, sondern auch über einen guten Schutz gegen Staub und Feuchtigkeit. Bei Nikon ist dieser sogen. Wetter- und Staubschutz an der schwarzen Gummidichtung rund um die Bajonettfassung zu erkennen.

Der Autofokus ist nicht gerade pfeilschnell, aber deutlich schneller und treffsicherer als z. B. beim 55-300mm. Leise ist er darüber hinaus auch. Und dank der Innenfokussierung verändert sich beim Scharfstellen die Baulänge des Objektivs nicht. Die Frontlinse dreht sich beim Fokussieren nicht mit; der Einsatz zirkularer Polfilter ist damit kein Problem.

Das 70-300mm verfügt über FTM-Fokus (FTM = full-time manual), d. h., man muss die manuelle Scharfstellung nicht explizit am Objektiv mittels Schieber von Position A auf M freischalten, sondern kann sofort manuell in den AF eingreifen.

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NEUTRAL:
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Preislich gehört das 70-300mm, ebenso wie sein "kleinerer Bruder" DX 55-300mm, zu den Nikon-Consumer-Objektiven, die längst nicht mehr im teuren Japan hergestellt werden, sondern massenhaft in Thailand oder China vom Band purzeln. Auch wenn praktisch alles an diesem Objektiv aus Kunststoff ist, so ist die "gefühlte Verarbeitungsqualität", wozu auch die Haptik des Zoommechanismus und des manuellen Fokus gehören, eine Klasse besser als beim 55-300mm. Auch in der Preisklasse eines 70-300mm ist ein großzügiger Einsatz von hochwertigem Messing nicht möglich. Die Verarbeitungsqualität ist aber insgesamt mehr als ordentlich und verspricht eine lange Haltbarkeit unter normalen Einsatzbedingungen.

Nikons Verwacklungsschutz "VR" leistet ordentliche Arbeit, kann aber die Gesetzmäßigkeiten der Physik nicht außer Kraft setzen. Es gelingen zwar bei 300 mm regelmäßig Aufnahmen mit 1/160 Sek. aus der freien Hand ohne jegliche Verwacklung. Wenn man nicht so genau hinschaut und sich mit max. A4 großen Ausdrucken seiner Fotos begnügt, geht auch mal 1/100 Sekunde. Aber noch längere Zeiten sind bei 300 mm defintiv nur noch mit gutem Abstützen (Bohnensack) oder Stativ wirklich verwacklungsfrei zu realisieren, egal wie vollmundig Nikons Marketingabteilung "bis zu vier Belichtungswerte" Kompensation verspricht.

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NEGATIV:
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Leider gibt es einen Aspekt, der am 70-300mm nicht zu gefallen bzw. zu überzeugen vermag, nämlich die geringe Lichtstärke. F/4.5 als größte Blende gilt nur von 70 bis ca. 90 mm. Ab 90 mm geht es mit F/4.8 bis ca. 135 mm weiter, es folgen F/5.0 bis etwa 200 mm, F/5.2 bis knapp 240 mm und am Ende steht F/5.6 bis 300 mm. Zudem muss man berücksichtigen, dass eine wirklich überzeugende Bildqualität eine Abblendung um wenigstens eine Stufe erfordert. Damit ist man de facto bereits bei F/6.3 bis F/8.0, und das ist nun wirklich nur akzeptabel, wenn man überwiegend statische Motive bei gutem Licht oder vom Stativ aus fotografiert.

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FAZIT:
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Das 70-300mm hinterlässt alles in allem einen guten Eindruck. Selbst für ein Reise-Objektiv ist es ausreichend leicht und kompakt, bietet ordentliche bis gute optische Leistungen, einen brauchbaren Verwacklungsschutz, einen guten Autofokus mit jederzeitiger manueller Eingriffsmöglichkeit (FTM-Fokus), Innenfokussierung und feststehender Frontlinse für uneingeschränkten Filtereinsatz. Seine geringe Lichtstärke schränkt die Tauglichkeit dieses Objektivs für die schnelle Fotografie allerdings ein. Ein Ansitzen auf Vögel oder andere schnelle Kleintiere mit großer Fluchtdistanz unter schlechten Lichtbedingungen ist damit schwierig, mit einer entsprechend geringen Ausbeute an "Treffern" ist dabei zu rechnen.

Unter praktischen Aspekten ist das 70-300mm also ein Objektiv, das sich an Tele-Fotografen richtet, die eine gute optische Qualität für DX- und FX-Kameras wünschen, aber nicht bereit sind, für 1,5 Blenden mehr Lichtstärke und einen professionell schnellen Autofokus nicht nur mehr als das Dreifache zu bezahlen, sondern dabei auch noch auf 100 mm Brennweite am langen Ende zu verzichten und mehr als das doppelte Gewicht tragen zu müssen. Mit anderen Worten: ein typisches DX-/FX-Telezoom für die (noch) handliche Reisefototasche.

Insgesamt halte ich daher aufgerundete vier Sterne für eine angemessene Bewertung.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 1, 2015 3:50 PM MEST


Nikon AF-S DX Nikkor 55-300 mm 1:4,5-5,6G ED VR
Nikon AF-S DX Nikkor 55-300 mm 1:4,5-5,6G ED VR
Wird angeboten von spot sales
Preis: EUR 255,99

45 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Optik gut, Mechanik, Lichtstärke, (Auto)fokus verbesserungswürdig, 14. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
TITEL: Optik gut, Mechanik, Lichtstärke, (Auto)fokus verbesserungswürdig

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BEURTEILUNG:
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Optik: *** - ****
mechanische Qualität: ** - ***
Funktionalität: ** - ***
Preis-Leistung: *** - ****
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Gesamturteil: ***
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ALLGEMEINES:
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Das Nikon AF-S DX Nikkor 55-300mm/4.5-5.6 ED VR (nachfolgend: 55-300mm) ist ein Teleobjektiv mit variabler Brennweite (= Zoom). Es lässt sich ausschließlich an Nikons DSLR mit DX-Sensoren verwenden. (Der Bildwinkel des 55-300mm an einer DX-DSLR entspricht dabei etwa dem eines 80-450mm-Objektivs an einer Kleinbildkamera. Wohlgemerkt: es ist wirklich nur der Bildwinkel. Die tatsächliche Brennweite verändert sich ebenso wenig wie die Lichtstärke, denn bei beiden Werten handelt es sich um physikalische Größen, die von den Abmessungen des Kamerasensors unabhängig sind.) Beim Einsatz an DSLR mit Kleinbildformat-Sensoren (bei Nikon FX genannt), treten beim 55-300mm allerdings sehr deutliche Randabschattungen und sogar Beschneidungen des vollen Bildkreises auf.

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POSITIV:
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Das 55-300mm ist sehr preiswert für ein Teleobjektiv, das einen so weiten Brennweitenbereich abdeckt. Man "verbrennt" also praktisch kein Geld, wenn man sich bei Nichtgefallen nach einiger Zeit von dieser Linse trennt und sie auf dem Zweitmarkt anbietet. Zudem ist das 55-300mm leicht und von kompakten Abmessungen, passt also auch gut in kleinere Fototaschen, die solche "Monster" wie das Nikkor AF-S 70-200mm/2.8 G ED VR II nicht aufnehmen könnten und bereits mit einem Nikkor AF-S 70-300mm/4.5-5.6 G ED VR vielleicht schon an ihre Grenzen stießen.

Die optischen Eigenschaften des Objektivs sind von 55 bis ca. 200 mm eingedenk des günstigen Preises überraschend gut. Bis 250 mm schlägt sich die Linse immer noch sehr wacker. Erst danach bricht die optische Qualität etwas stärker ein, bleibt aber zumindest bei guten Lichtverhältnissen bis zum langen Ende auf durchaus akzeptablem Niveau unter praktischen Bedingungen, auch wenn es jenseits der 200 mm messtechnisch (= unter Laborbedingungen) sicherlich das eine oder andere Stirnrunzeln geben mag. Im Zentrum sind die Bilder unter guten bis normalen Fotografierbedingungen bis ca. 200 mm von sehr guter, danach immer noch von ordentlicher Schärfe und befriedigendem Kontrastumfang. Blendet man mindestens um eine bis anderthalb Stufen ab, verbessert sich auch die Schärfe an den Bildrändern sichtbar, was sich vor allem am langen Ende, also jenseits von 200 mm, als sehr vorteilhaft erweist.

Zu gefallen weiß auch die Qualität der Darstellung des unscharf gestellten Bereichs. Auch wenn das sogen. Bokeh nicht die Bezeichnung "ultra-cremig" verdient, so stellt das 55-300mm ab ca. 70 mm den unscharfen Hintergrund angenehm "ruhig" dar. Gerade bei Zoomobjektiven ist das keine Selbstverständlichkeit.

Optische Verzeichnungen wie Tonnen- und Kissenverwölbung treten kaum wahrnehmbar auf und lassen sich softwareseitig leicht korrigieren.

Blendenflecken ("lens flares") bei Gegenlicht und chromatische Aberrationen (CA) haben sich, zumindest bei Verwendung der dankenswerterweise mitgelieferten Gegenlichtblende, als unter praktischen Einsatzbedingungen unproblematisch und gut beherrschbar erwiesen. CA lassen sich überdies mittels Software gut entfernen.

Nikons Verwacklungsschutz "VR" leistet ordentliche Arbeit, kann aber die Gesetzmäßigkeiten der Physik nicht außer Kraft setzen. Es gelingen zwar bei 300 mm regelmäßig Aufnahmen mit 1/160 Sek. aus der freien Hand ohne jegliche Verwacklung. Wenn man nicht so genau hinschaut und sich mit max. A4 großen Ausdrucken seiner Fotos begnügt, geht auch mal 1/100 Sekunde. Aber noch längere Zeiten sind bei 300 mm definitiv nur noch mit gutem Abstützen (Bohnensack) oder Stativ wirklich verwacklungsfrei zu realisieren, egal wie vollmundig Nikons Marketingabteilung "bis zu vier Belichtungswerte" Kompensation verspricht.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Low-Budget-Objektiven verfügt das 55-300mm nicht nur über eine Bajonettfassung aus Metall, sondern auch über einen guten Schutz gegen Staub und Feuchtigkeit. Bei Nikon ist dieser sogen. Wetter- und Staubschutz an der schwarzen Gummidichtung rund um die Bajonettfassung zu erkennen.

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NEUTRAL:
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Preislich gehört das 55-300mm, ebenso wie seine kleineren "Vollplastik-Brüder" 18-55mm II bzw. 18-55mm VR, 18-105mm VR und 55-200mm VR ans untere Endes der Nikon-Consumer-Objektive, die längst nicht mehr im teuren Japan hergestellt werden, sondern massenhaft in Thailand oder China vom Band purzeln. Sobald man es in die Hand nimmt, stellt man fest, dass praktisch alles an diesem Objektiv aus Kunststoff ist. In dieser Preisklasse ist ein großzügiger Einsatz von hochwertigem Messing gar nicht möglich. Die Verarbeitungsqualität ist aber insgesamt ganz ordentlich, auch wenn "grundsolide" sicherlich nicht das erste Wort sein dürfte, das einem beim Befühlen dieses Objektivs in den Sinn kommt. Selbst dem Vergleich mit "Mittelklasse-Objektiven" wie Nikons AF-S 70-300mm/4.5-5.6 G ED hält es in Punkto Materialqualität und Haptik nicht Stand.

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NEGATIV:
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Leider gibt es auch einige Aspekte, die am 55-300mm nicht zu gefallen bzw. zu überzeugen vermögen.

Da wäre zunächst einmal die geringe Lichtstärke. F/4.5 als größte Blende gilt nur von 55 bis ca. 90 mm. Ab 90 mm geht es mit f/4.8 bis ca. 135 mm weiter, es folgen f/5.0 bis etwa 200 mm, f/5.2 bis knapp 240 mm und am Ende steht f/5.6 bis 300 mm. Zudem muss man berücksichtigen, dass eine überzeugende Bildqualität eine Abblendung um wenigstens eine Stufe erfordert. Damit ist man de facto bereits bei f/6.3 bis f/8.0, und das ist nun wirklich nur akzeptabel, wenn man überwiegend statische Motive bei gutem Licht oder vom Stativ aus fotografiert.

Den Autofokus beschreibt man am besten mit dem Eigenschaftswort "behäbig." Diese Behäbigkeit verwundert nicht. Denn statt einer selbst bei dem billigeren Nikkor AF-S DX 55-200mm/4-5.6 G IF-ED VR eingesetzten Innenfokussierung, bei der sich beim Scharfstellen die Baulänge des Objektivs nicht verändert, schiebt bzw. zieht das 55-300mm seinen Innentubus heraus bzw. hinein. Und diese Bewegung kostet Geschwindkeit und verursacht überdies auch mechanische Geräusche, die der Bezeichnung "silent wave autofocus" Hohn sprechen. Zudem braucht der Autofokus selbst am wirklich leistungsfähigen AF-Modul der D7100 ungebührlich lange, bis er sein Ziel präzise gefunden und sich darauf eingestellt hat.

Leider lässt sich auch nicht einfach per Hand in die automatische Scharfstellung eingreifen. Da das 55-300mm nicht über FTM-Fokus (FTM = full-time manual) verfügt, muss die manuelle Scharfstellung explizit am Objektiv mittels Schieber von Position A auf M freigeschaltet werden. Ansonsten drohen mechanische Beschädigungen des AF-Systems der Linse.

Es nervt zudem, dass sich die Frontlinse beim Fokussieren mitdreht. Dies macht den Einsatz von Filtern, vor allem von zirkularen Polfiltern, schwierig bis unmöglich bzw. selbst bei einem Fotografen mit Engelsgeduld zu einer zeitraubenden Angelegenheit.

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FAZIT:
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Eigentlich mag ich teure Linsen wie das Nikkor AF-S 70-200mm/2.8 G ED VR II lieber, denn bei ihnen beschränkt sich das Aufzählen der negativen Punkte zumeist auf zwei, nämlich das hohe Gewicht und den hohen Preis. Und selbst die beiden Aspekte kann man angesichts der Leistungen noch als "angemessen" verteidigen. ;-)

Das 55-300mm hinterlässt dagegen einen zwiespältigen Eindruck. Einerseits ist es recht kompakt und leicht und bietet gute optische Leistungen und einen ordentlichen Verwacklungsschutz. Andererseits disqualifizieren seine geringe Lichtstärke und sein schwacher Autofokus sowie das Fehlen eines FTM-Fokus es gänzlich als Objektiv für die schnelle Fotografie. Ein Ansitzen auf Vögel oder andere schnelle Kleintiere mit großer Fluchtdistanz ist praktisch ausgeschlossen. Sollte man jemandem dieses Objektiv als Arbeitsgerät für die Sport- und Actionfotografie empfehlen, so käme sich dieser Mensch wohl zurecht auf den Arm genommen vor. Denn neben einer hohen Lichtstärke und einem schnellen, präzisen Autofokus mit manuellem Soforteingriff gebricht es dem 55-300mm überdies an mechanischer Solidität.

Man darf also unter praktischen Aspekten sagen, dass das 55-300mm ein Objektiv ist, das sich überwiegend an Budget-orientierte Schönwetterfotografen bzw. Tele-Gelegenheitsfotografen richtet, die überwiegend bei gutem Licht unterwegs sind. "You get what you pay for", diese Regel kann auch Nikons günstigstes DX-Tele bis 300 mm nicht außer Kraft setzen. Eine Empfehlung kann also nur mit der o. g. Einschränkung "Schönwetter-Objektiv" ausgesprochen werden.

Insgesamt halte ich daher drei Sterne für eine angemessene Bewertung.

PS: Inzwischen habe ich das 55-300mm wieder verkauft und statt dessen für wenig mehr Geld ein gebrauchtes Nikon AF-S Nikkor 70-300mm/4.5-5.6 G IF-ED VR erworben. Der AF ist deutlich schneller und präziser, erlaubt die FTM-Steuerung des AF und bietet im Bereich zwischen 200 und 300 mm m. E. sogar eine etwas bessere Bildqualität. Eine ausführliche Rezension folgt später, wenn ich etwas länger mit dem "neuen" Objektiv gearbeitet habe.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 31, 2015 8:53 PM MEST


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