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Rezensionen verfasst von
Caroline L.

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Ensel und Krete: Ein Märchen aus Zamonien
Ensel und Krete: Ein Märchen aus Zamonien
von Walter Moers
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

5.0 von 5 Sternen Moers Meisterwerk!, 22. Januar 2013
Als grosser Fan von Moers habe ich alle Bücher von ihm gelesen und kann behaupten, dass dieses Buch mein persönlicher Bestseller ist. Neben den 700-seitigen Büchern von Moers sieht es etwas klein aus, seiner Geschichte tut dies aber keinen Abbruch. Moers beschreibt auf rund 250 Seiten eine fantastische Welt, in die der Leser mit Leichtigkeit eintauchen kann. Weder hält der Autor sich zu lange bei Kleinigkeiten auf, noch beschreibt er die sagenhafte Welt Zamoniens zu oberflächlich – eine angenehme Dosierung, die den Leser in Ensels und Kretes Erlebnisse mitnimmt. Dabei erwartet den Leser bei weitem nicht die klassische Erzählung nach Hänsel und Gretel!

Die Illustrierungen unterstützen die fabelhafte Welt auf ihre Weise. Eine unendliche Welt tut sich dem Leser damit auf, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Hinzu kommt eine Spezialität in diesem Buch: Die Mythenmetzschen Abschweifungen. An den unmöglichsten Stellen greift der Autor Mythenmetz ein und unterbricht die Geschichte mit unnötigen Abschweifungen. So kommt es, dass auf gut zwei Seiten plötzlich ohne weitere Erklärung Brummli Brummli Brummli steht. Und dann: „Ich bin’s wieder, Mythenmetz – jetzt möchten Sie sicher wissen, warum ich nur noch „Brummli“ schreibe, statt mit der Handlung fortzusetzen, stimmt’s? Ich sage Ihnen warum: Darum! Künstlerische Freiheit! Schiere Willkür! Avantgarde!“ Diese Abschweifungen sind derart unterhaltsam und tragen gleichzeitig zum Spannungserhalt bei – eine wahre Freude!

Neulinge unter den Moers-Lesern sollten sich von dem Begriff „Märchen“ nicht abschrecken. Mit seinem Inhalt richtet sich das Buch klar an eine erwachsene Leserschaft und ist nicht mit klassischen Märchen zu verwechseln.

Mein Fazit: Moers Meisterwerk! Ein Buch, das mit seinen 250 Seiten und mit spannendem Inhalt schnell gelesen ist, und den Leser in seinen Bann zieht.


Die Zeit, die Zeit
Die Zeit, die Zeit
von Martin Suter
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 21,90

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein interessantes Projekt..., 22. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Zeit, die Zeit (Gebundene Ausgabe)
Talers Frau Laura wurde vor seinem Haus ermordet, der Mörder ist noch nicht gefunden. Taler kommt nicht von seiner Frau los, steht abends lange vor dem Fenster um herauszufinden, was damals an diesem einen Abend anders war als sonst. Später kommt er mit dem seltsam anmutenden Nachbar Knupp in Kontakt.

Die gesamte Handlung der beiden Protagonisten im Buch basiert auf der Annahme, dass die Zeit nicht existiert. Knupp überzeugt Taler mit einer Gegenleistung, sich für sein Projekt zu engagieren: Gemeinsam rekonstruieren sie Knupps Haus und die Umgebung im Umkreis von zwanzig Metern wie am Tag X vor zwanzig Jahren. Damit wollen sie alle Veränderung bis zu diesem Zeitpunkt rückgängig machen. Es beginnt ein Projekt, das zusehends abstrusere Züge annimmt: Nicht nur Möbel müssen bis auf den Millimeter genau dort stehen, wo sie – anhand Knupps Fotos – vor zwanzig Jahren standen, auch Pflanzen und Bäume müssen genauso aussehen! Suter beschreibt diese Details sehr genau und baut bei dem Leser so eine Spannung auf mit der Frage: Wie wird das enden? Das aufwendige Projekt zieht sich in die Länge und mag bei dem Leser Ungeduld hervorrufen, gleichzeitig erzeugt das Buch damit eine Neugier auf den Ausgang der Geschichte. Werden die Protagonisten am Ende als verrückt erklärt oder mag das Projekt auf wundersame Weise doch noch Wirkung zeigen? Die Neugier überwiegt und treibt den Leser voran. Alles scheint auf den grossen Knall hinauszulaufen, auf das Ende des Projektes. So erzeugt Suter eine Spannung, die sich das ganze Buch durch hält.

Mit ihrem Projekt verfolgen sie ein Ziel: Ihre verstorbenen Frauen zurückzubekommen. Taler ist davon nicht ganz überzeugt, will aber nicht auf Knupps Gegenleistung verzichten. Dieser Beweggrund ist für den Leser nachvollziehbar, als es sich im weiteren Verlauf der Geschichte aber um grosse Summen Geld handelt, die Taler für das Projekt investieren muss, wird es für den einen oder anderen Leser nicht mehr ganz so überzeugend sein. Wieso springt Taler, zumal er von dem Projekt zwar in den Bann gezogen wurde, aber doch nicht ganz überzeugt ist, nicht ab? Wer sich daran nicht stört, wird an dem Buch grosse Freude haben.

Ein weiterer interessanter Aspekt an dem Buch ist das Thema Zeit: Suter spielt in seinem Buch mit der Hypothese, dass die Zeit nicht existiert. Stattdessen sind es Veränderungen, die der Mensch als Zeit wahrnimmt. Ohne darauf weiter einzugehen kann ich sagen, dass dieser Gedanke sehr interessant ist!

Mein Fazit: Ein spannendes Buch mit interessanter Handlung, zwar etwas detailliert und in die Länge gezogen, aber dennoch mitreissend. Ich kann das Buch somit weiterempfehlen.


Ich war hier!: Das Travel-Tagebuch
Ich war hier!: Das Travel-Tagebuch
von Kate Pocrass
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,00

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Originelles Reisetagebuch!, 22. Januar 2013
"Ich war hier!" ist eine Reisetagebuch der anderen Art: Es ist ein originelles Buch, das vielseitig gebraucht werden kann. Restaurantbesuche können bewertet werden, man kann eigene Einträge schreiben - das Reisetagebuch enthält aber auch Aufträge wie zum Beispiel Passanten nach ihrem Lieblingsrezept fragen oder ein Hygieneartikel als Souvenir kaufen. Nur schon das Anschauen hat Spass gemacht!
Ich habe das Reisetagebuch mit jeweils einem Dollarschein zwischen den Seiten verschenkt und es kam sehr gut an. Kann es als Geschenk nur empfehlen (auch als Geschenk an sich selbst!).


Bob die Klobürste - die Toilettenbürste mit Persönlichkeit
Bob die Klobürste - die Toilettenbürste mit Persönlichkeit
Wird angeboten von trendaffe - Preise inkl. MwSt.
Preis: EUR 15,45

5.0 von 5 Sternen Bob, super gemacht!, 22. Januar 2013
Die Klobürste sieht genauso aus wie auf dem Foto und scheint aus gutem Material zu sein. Kommt als Geschenk super an! Die Bürste sorgt für Lacher, ich kann sie nur empfehlen.


Aber Mutter weinet sehr: Psychothriller
Aber Mutter weinet sehr: Psychothriller
von Wolfgang Brenner
  Broschiert

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Der Leser weinet sehr, 22. Januar 2013
Ich lese um die fünfzig Bücher im Jahr und wage jetzt schon zu behaupten, dass dieses Buch unter die schlechtesten kommt – das war leider ein Fehlgriff.

Johann verschwindet und seine Mutter Marie setzt alles daran, ihn wiederzufinden. Sie knüpft Kontakt mit dem Entführer und denkt, dass sie Johann im Alleingang retten kann. Gleichzeitig behindert sie so die Arbeit der Polizei, der Entführer entkommt. Bis zu diesem Punkt ist die Handlung Maries noch einigermassen nachzuvollziehen, wenn auch schwer. Doch dann begeht sie die gleichen Fehler noch einmal und es wird einfach unglaubwürdig. Mehr als einmal musste ich während des Lesens den Kopf schütteln! Der Täter hätte schon ab Mitte des Buches geschnappt werden können.

Marie tritt als naive, hysterische Mutter auf, die Rache üben will. Sie ist alles andere als eine sympathische Hauptperson, was es dem Leser schwierig macht mitzufühlen. Auch die übrigen Personen im Buch sind keine Sympathieträger, ihr Mann Robert bleibt eine blasse Person am Rande der Geschichte.

Das Buch bedient sich typischer Klischees: Guter Bulle, böser Bulle, hysterische Mutter und naive Geliebte, die den Entführer aus lauter verblendeter Liebe schützen will. So wird die Handlung flach und sehr einfach vorauszusehen, was die Spannung wegnimmt. Die Sprache ist holprig und nicht angenehm zu lesen, es sind kurze, abgehackte Sätze, die an einen Grundschulaufsatz erinnern. Die vermeintlichen Spannungsmomente im Buch werden hölzern beschrieben.

Der Ost-West-Konflikt, den der Autor einbaut, ist hier absolut fehl am Platz! Er ist nicht mehr zeitgemäss und darüber hinaus ein Element, das nichts zur Handlung und zur Geschichte beiträgt. Mir scheint, Wolfgang Brenner wollte für die Geschichte lediglich ein paar interessante Aspekte mischen: Entführung, ein bisschen Verdacht auf ein Sexualverbrechen, ein bisschen vom Ost-West-Konflikt, schlimme Kindheit des Entführers... Die Elemente wirken willkürlich zusammengewürfelt und nicht gekonnt arrangiert.

Und zum Schluss die Krönung! Das Ende war für mich der Gipfel des Buches, im negativen Sinne. Das Highlight einer flachen Handlung, in der zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise Spannung aufkommt. So scheint die Bezeichnung Psychothriller dem Buch nicht würdig, eher sehe ich darin eine Mischung aus Familiendrama mit Kriminalroman. Von Thriller kann hier keine Rede sein.

Mein Fazit: Ein Buch, dessen Lektüre sich nicht gelohnt hat. Ich rate es jedem Leser ab, sich dieses Buch zu kaufen!


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