Fashion Sale Hier klicken Fußball Fan-Artikel calendarGirl Cloud Drive Photos Sony Learn More Bauknecht Kühl-Gefrier-Kombination A+++ Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego Summer Sale 16
Profil für Jörg Pochert > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Jörg Pochert
Top-Rezensenten Rang: 58.208
Hilfreiche Bewertungen: 107

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Jörg Pochert (Berlin)
(REAL NAME)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4
pixel
Mantras of War
Mantras of War
Preis: EUR 9,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schauderhaftes Vermächtnis, 2. November 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mantras of War (MP3-Download)
Am 30. Oktober 2015 war es so weit: "Mantras of war", das neue Album der rumänischen Metalcore-Kapelle Goodbye to gravity, erschien. Mit einem unheilschwangeren ersten Track "The day we die". Dass dieser Titel am Erscheinungstag (!) für zwei der fünf Musiker zur bitteren Wahrheit werden würde, war während der Produktionsphase noch nicht denkbar , erscheint nun aber wie eine dunkle Vorahnung. Goodbye to gravity, das war die Band, die im Bukarester Club Colektiv ihr neues Album vorstellen wollte, eben an jenem schicksalshaften Veröffentlichungstag, der für die beiden Gitarristen Mihai Alexandru und Vlad Telea sowie 25 Fans zum Todestag wurde. Doch so schwer es auch fällt, kommen wir zur Musik: Ähnlich wie schon auf dem selbstbetitelten Vorgänger wird hier höchst abwechslungsreicher Metalcore geboten. Hart, schnell, aber auch teilweise melodisch und melancholisch. Sänger Andrei Găluț beweist, dass er nicht zu Unrecht 2008 die rumänische Superstar-Castingshow gewann. Seine Gesangsleistung ist unglaublich variabel, dreckig und sauber zugleich, und mit einem sehr hohen Wiedererkennungswert. Den hat im Übrigen die komplette Band, was im Metalcore-Sektor nicht alltäglich ist. Als Referenz möchte ich einfach mal Bullet for my valentine in nie erreichter Bestform in den Ring werfen. Ein Plus gegenüber dem Vorgängeralbum ist zudem die fette Produktion, die einfach nur fett röhrt und keine Wünsche offen lässt. Das alles klingt zum einen sehr eingängig, aber nie poppig oder mainstream-orientiert. Hier ist einfach eine Band am Start, deren echte Emotionen für ihre Musik jederzeit spürbar sind und die verdammt reif für die 1. Liga ist. Beziehungsweise war, denn in dieser Besetzung wird die Combo nie wieder zusammen spielen, und auch die generelle Zukunft von Goodbye to gravity ist momentan offen. Die offizielle Facebook-Seite ist vom Netz genommen, und die drei dem Tod von der Schippe gesprungenen Bandmitglieder haben aktuell und in den nächsten Monaten sicherlich andere Sorgen. Dass das vorerst letzte veröffentliche Lied dann ausgerechnet "Ode to a sacrifice" heißt, wirkt dann wieder genauso passend oder unpassend wie der Titel des Eröffnungstracks. Es ist eine posthume Ode an die Opfer zahlreicher widriger Umstände - an Mihai Alexandru, Vlad Telea, 25 Fans und vermutlich eine grandiose Band, die am Tag der Veröffentlichung des Albums, das ihr zum großen Sprung verhelfen sollte, zur Geschichte wurde. Rest in peace.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 18, 2015 12:30 PM CET


Ich will doch nur Hoppen...: Groundhopping-Berichte
Ich will doch nur Hoppen...: Groundhopping-Berichte
Preis: EUR 2,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Buch über Kilometerstände und Eintrittskarten - aber nicht über Groundhopping, 22. August 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Groundhopping-Bücher sind in den letzten Jahren etliche erschienen. Und auch ich als Autor dieser Rezension habe mich mit "Ayia Napa - Fußballreisen nach Südeuropa" vor zwei Jahren an der Veröffentlichungsflut beteiligt, weswegen ich den Prozess des Entstehens eines solchen Werkes nicht nur als Leser kenne, sondern eben auch jeden Produktionsschritt nachvollziehen kann, der in so einem Projekt steckt. Von daher kann ich Inhalt, Fotos und Aufmachung des Werkes gut beurteilen. Vorweg sei schon gesagt: Meinen Ansprüchen wird das Buch in keinster Weise gerecht. Möglicherweise liegt es daran, dass die meisten vergleichbaren Werke von Schreiberlingen veröffentlicht werden, die jahrelange Erfahrung als Herausgeber von Fanmagazinen haben, was bei Christian Aumüller meines Wissens nach nicht der Fall ist. Als Macher eines "Do it yourself"-Magazins wächst man mit der Zeit und der eigenen Entwicklung, vor allem aber auch an konstruktiven oder gar vernichtenden Rezensionen von Außenstehenden. Aumüller berichtet über seine Spielbesuche zwar auf einer Internetseite, aber diese werden eben in der Regel nicht halb so intensiv gelesen wie Hefte, die man haptisch in den Händen hält, und für die in der Regel auch Geld ausgegeben wurde. Womit man im Gegenzug eben auch das Recht erwirbt, das zu sagen, was einem nicht gefällt, wenn man für seine Euros nicht den erhofften Gegenwert erhalten hat. Genau diese Erfahrungen fehlen Aumüller aus meiner Sicht, zumindest wirkt es auf mich so, dass er nie ein ehrliches Feedback zu seinem Schreibstil erhalten hat, denn dieser ist weit vom Putlitzer-Preis entfernt. Zu oft beschränkt sich der Autor auf sehr kurze Sätze, was den Lesefluss stört und vermutlich nicht nur bei mir nicht das Gefühl aufwirft, dass das Buch von einem (fast) 40Jährigen geschrieben wurde. Wenige Sätze verfügen über mehr als ein Komma, immer wieder werden Kommata zudem ganz vergessen.

Dies alles könnte man möglicherweise noch verschmerzen, denn letztendlich ist das Entscheidende an einem Buch meist der Inhalt. Jener aber wird sehr schnell uninteressant. Was definitiv nicht an den Touren liegt, die der Protagonist unternimmt, denn beispielsweise von einem dreiwöchigen Aufenthalt in Grönland und Island hätte man viele einzigartige Dinge schildern können. Das Problem: Der Autor tut es nicht. Mit einer witzigen Anekdote - er trifft in einem Reykjaviker Imbiss zufällig einen der Protagonisten der Dokumentation "Africa United" - geht das Buch zwar vielversprechend los, dies jedoch bleibt das einzige (!) Highlight. Ansonsten regiert absolute Langeweile. Die einzelnen Kapitel sind im immer gleich aufgebaut: Der Hansa Rostock-Fan beschreibt die Anreise zum Stadion, den Ground an sich und dann das Spielgeschehen. Teilweise geht er darüber hinaus auch auf das Geschehen auf den Rängen ein oder lässt sich über die Größe der Eintrittskarte aus. Erwähnt werden zudem jeweils die genaue Ankunftszeit im Hotel oder der tägliche Kilometerstand des Mietwagens, aber dazwischen passiert meist fast gar nichts. Beispielsweise wird von einem mehrstündigen Aufenthalt in der Innenstadt von Gibraltar einzig und alleine berichtet, dass beim örtlichen Burger King gespeist und das dortige WLAN genutzt wurde. Kulturelle Erlebnisse, Schilderungen von Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten sowie Begegnungen mit Menschen und Kulturen in den unterschiedlichsten Ländern bleiben vollkommen unerwähnt. Das mag für jemanden, der einzig und alleine an Fußball Interesse hat, absolut ausreichend sein. Für die meisten Groundhopper, die ich kenne, ist aber auf Touren eher der Weg das Ziel, und die Erlebnisse auf den Reisen und das Kennenlernen der Länder auch außerhalb der Stadionmauern zählt mindestens genauso viel wie die Spielbesuche an sich. Von dem allen liest man im vorliegenden Buch aber absolut NICHTS. Ebenso sieht es mit den Fotos aus, die teilweise zwar aus schönen Perspektiven geschossen wurden, aber die auf dem dafür nicht geeigneten Papier schwach rüber kommen: Ein einziges der 37 Bilder wurde außerhalb eines Stadions aufgenommen, nämlich eine Abbildung des Kilometerstandes seines Autos am Ende einer Tour. Das kulturell wertvollste Bild im Buch ist somit das Stadionfoto des Vodafonevöllur in Reykjavik, weil im Hintergrund ganz klein die Hallgrimskirche zu erkennen ist. Unterm Strich ist mir vollkommen unklar, welche Zielgruppe der Autor erreichen wollte. Groundhopper können es nicht sein, denn dafür sind die Touren zu unspektakulär, zumal sich ja wie gesagt ein Großteil des Inhaltes auf Schilderungen der Stadionarchitektur und des Spielgeschehens bezieht, was man heutzutage alles im Internet findet. Ebenso wenig wird Aumüller Leute außerhalb der Szene erreichen, denn die Faszination Groundhopping mit all ihren Facetten wird nicht ansatzweise ausreichend beschrieben, eben weil sich das Buch einzig und alleine um die Spielbesuche an sich dreht. Und auch persönlich gibt er nichts von sich preis, so dass es dem Leser nicht möglich ist, sich mit Aumüller zu identifizieren. Unterm Strich platziert sich "Ich will doch nur hoppen..." zwischen allen Stühlen, denn es zeigt einzig und alleine einen Typen, der nahezu emotionslos von Fußballspiel A zu Fußballspiel B reist, und mehr nicht. Aber wer will dafür mehr als zehn Euro ausgeben?

Ein schwaches Layout rundet den unerfreulichen Gesamteindruck ab: Der Blocksatz ist heutzutage in jedem auch nur halbwegs ernstgemeinten Fanzine Standard, hier leider nicht. Ärgerlich ist des Weiteren, dass oftmals nach drei oder vier Zeilen schon ein neuer Absatz beginnt, viele Seiten nicht mal halbwegs voll geschrieben wurden und die Lücken zwischen den eigentlichen Berichten stets sehr groß sind. All das lässt den Eindruck entstehen, dass die ohnehin schon geringe Seitenanzahl (abzüglich Inhaltsverzeichnis und Bildregister gerade mal gut 120) künstlich gestreckt werden sollte, um kein Buch mit weniger als 100 Seiten auf den Markt zu bringen. Wie schon eingangs erwähnt, habe ich selbst ein Buch heraus gegeben, weswegen ich beurteilen kann, dass man für den gleichen Preis ein doppelt so dickes Werk veröffentlichen kann, mit höherwertigerem Papier, und sogar einen professionellen Layouter davon bezahlen kann. Deswegen bin ich auch in dieser Hinsicht enttäuscht.

Warum aber vergebe ich zwei Sterne und nicht nur einen? Nun, zum einen finde ich es gut, dass Aumüller seine Leser an einigen Stellen mit wertvollen Informationen versorgt und auch sehr genau ist, Preise für die unterschiedlichsten Dinge zu nennen. Und zum anderen macht es den Autoren menschlich, dass er nicht davor zurück schreckt, auch vom einen oder anderen Missgeschick zu erzählen, selbst wenn diese auf eigene Fehler zurück gingen. Hier übt er teilweise Selbstkritik. Genau diese wünsche ich Christian Aumüller auch, wenn er sich sein Buch in ein paar Monaten noch einmal zur Hand nimmt. Um dann möglicherweise die Entwicklung durchzumachen, die viele Fanzine-Macher eben schon kennen: Selbst die kritischsten Rezensionen als konstruktiv zu begreifen, daran zu wachsen und mit jeder Veröffentlichung ein Stück besser zu werden. Es muss ja als nächstes nicht gleich wieder ein Buch werden.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 26, 2015 8:01 AM MEST


Ultras in Mönchengladbach - Bildband einer Subkultur
Ultras in Mönchengladbach - Bildband einer Subkultur
von Tim Siebmanns
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,00

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckende Studie einer Subkultur, 12. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Obwohl Mönchengladbach nicht mein Verein ist, sprach mich die Vorstellung des Bildbandes im aktuellen Blickfang Ultra sehr an. Nun ist das Buch da und ich muss sagen, dass sich die 1900 Cent wahrlich gelohnt haben. Auf über 200 Bildern wird hier die Gladbacher Ultraszene portraitiert, hauptsächlich die Gruppe Sottocultura. Und dies absolut in allen Facetten. Auch wenn ich selbst kein Mitglied einer Ultragruppierung bin, bilde ich mir ein, durchaus eine Menge über diese Thematik zu wissen, und daher nehme ich mir die Einschätzung heraus, dass Tim Siebmanns hier ein Portrait gelungen ist, welches sehr nahe an der Realität ist. Es wird nichts ausgelassen. Positive Dinge wie aufwendige Choreografien werden ebenso abgebildet wie zahlreiche Vermummungen, Drogen oder Vorladungen bei der Polizei. Gerade dass letztgenannte Dinge, welche teilweise ja auch in die Grauzone des Strafrechts fallen, nicht geschönt oder weg gelassen werden, macht das Buch authentisch. Hier werden die Bilder auch in keiner bestimmten Reihenfolge gedruckt, um eine Geschichte zu erzählen oder auf eine Meinung abzuzielen. Jedes einzelne Bild steht für sich und dokumentiert das Geschehen innerhalb der Gruppe authentisch und neutral. Auf neutrale Leser, die wenig Affinität zur Ultra-Szene haben, werden einige Bilder verstörend wirken. Aber für die ist das Buch auch nicht gemacht. Jeder, der halbwegs im Thema Ultra drin ist, sollte hier aber unbedingt mal einen Blick riskieren, denn so umfassend, vielseitig und vor allem auf hohem fotografischen Niveau wurde in Deutschland noch keiner Szene ein Buch gewidmet. Als einzigen Kritikpunkt könnte ich erwähnen, dass mir persönlich Bildunterschriften fehlen, da an der einen oder anderen Stelle meine Neugierde hinsichtlich des Ortes des Geschehens nicht befriedigt wurde. Aber das ist eine Nuance und im Gesamtkontext des Buches überhaupt nicht wichtig... Chapeau, Tim Siebmanns!


Mit Fußfesseln bin ich nicht so flott: Geschichten über Unterklassenfußball, Feierabendterrorismus und sonst so ...
Mit Fußfesseln bin ich nicht so flott: Geschichten über Unterklassenfußball, Feierabendterrorismus und sonst so ...
von Florian Ludwig
  Broschiert
Preis: EUR 12,90

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterklassenfußball, Feierabendterrorismus, Berliner Schnauze - und sonst so..., 3. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zugegeben: Da ich den Autoren aus der Fanszene von Tennis Borussia Berlin persönlich kenne, bin ich möglicherweise nicht zu 100% neutral, was diese Rezension angeht. Wer sich daran stört, schreibt bitte selbst seine Eindrücke ;-)

In seinem Erstlingswerk berichtet Florian Ludwig, wie schon auf dem Cover zu lesen, von "Unterklassenfußball, Feierabendterrorismus und sonst so...". Während mir als Fußballfan die Seiten, auf denen es um meinen Lieblingsverein zu kurz kommen, fast ein wenig zu kurz kommen, sind die zentralen Elemente des Buches die Randgeschichten rundum seine politischen Aktivitäten (die aus ihm einen "Feierabendterroristen" machten und ihn sogar hinter Gitter brachten) sowie Erlebnisse aus seinen Ausbildungen und Umschulungen. Florian, aufgewachsen in Rathenow, treibt in seiner Wahlheimat Berlin am Anfang des Buches eher wahl- und ziellos durchs Leben, bis er sein Schicksal mit fortschreitender Lesedauer immer mehr selbst in die Hände nimmt, beruflich beginnt Fuß zu fassen, Familienvater wird und nicht zuletzt das Engagement bei Tennis Borussia zu einer Konstante in seinem Leben wird. Erzählt wird seine Geschichte in überwiegend nur wenige Seiten langen Episoden, die auf den ersten Blick nicht immer logisch miteinander verwoben sind, aber hinten raus immer mehr einen schlüssigen Gesamteindruck ergeben. Das alles wirkt sympathisch und authentisch und auf keinen Fall wie von einem Kriminellen geschrieben, als der Florian aufgrund der erzählten Geschichten aber gilt. Wer hier, wie bei anderen Veröffentlichungen aus dem Trolsen-Verlag, Geschichten über Fußballrandale und Action erwartet, wird vermutlich enttäuscht werden, denn von all dem gibt es hier wenig zu lesen. Was aber stets präsent ist, ist ein selbstbewusster Mann, der nicht auf den Mund gefallen ist, mich oft zum schallenden Lachen gebracht hat, und der nicht nur durch seine Berliner Schnauze überzeugt, sondern auch durch den Blick auf die Absurditäten und Eigenarten, die unsere Stadt so liebens- oder für Außenstehende auch hassenswert machen. Alleine schon einer meckernden alten Dame auf der Kreuzung ein "Omi, ick weeß, wat in Deiner Akte steht" entgegen zu schleudern ist so cool, dass es nicht nur die Betroffene zum schweigen bringt, sondern alle Umstehenden auch zum grübeln. Das bei meinem nächsten Rentnerkontakt auszuprobieren, habe ich mir fest vorgenommen...


Friss!
Friss!
Preis: EUR 9,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ist das noch EBSC?, 12. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Friss! (Audio CD)
Nachdem ich das Ding nun einige Male durchlaufen lassen habe, muss ich sagen, dass ich von der neuen Toxpack leider enttäuscht bin. Warum? Ganz einfach: Der "Dreck" fehlt. Die Songs sind nicht weniger hymnenhaft als auf den Vorgängern, besonders verglichen mit den letzten beiden Alben. Die Melodien sind nach wie vor großartig, aber die Produktion ist mir an vielen Stellen schlichtweg zu glatt. Ebenso driften Toxpack textlich teilweise in Banalitäten ab. Beispiel: "Alles Lüge" - Songs über verblichene Beziehungen haben Toxpack immer mal wieder geschrieben, aber beispielsweise "Für immer in mir" war einfach eine Klasse besser. Auch die zahlreichen "Aaaaahhhhhhs" im Hintergrund verbinde ich irgendwie mit anderen Bands, aber nicht mit Toxpack. Im Vorfeld hatte ich irgendwie gelesen, dass sich Toxpack mit dem neuen Album in Richtung Tote Hosen entwickelt haben - ich habe es nicht für möglich gehalten, aber ganz von der Hand zu weisen ist es nicht. Das alles ist für mich kein Streetcore mehr. Eher eine Mischung zwischen Punk und Stadionrock. Aber eben nicht mehr Toxpack. Ich werde das Album sicherlich in den nächsten Wochen oft anhören, und Ohrwurmpotential haben die meisten Nummer ja definitiv, wie schon beschrieben. "Friss!" ist also unterm Strich ein gutes Album, über welches ich mich sogar richtig gefreut hätte, wenn es beispielsweise von Betontod gekommen wäre, die ja in den letzten Jahren massiv abgebaut haben. Aber Toxpack? Nee Jungs. Das ist keine aggressive Kunst, die Bastarde von morgen in eine Epidemie versetzen wird, und auf der anderen Seite auch kein Stadtgeflüster, welches für einen Cultus Interruptus sorgt. Schade. Ich bin auf die anderen Rezensionen gespannt. Und auf den weiteren Werdegang von Toxpack. Das unheilschwangere "Quo vadis?" erspare ich mir an dieser Stelle aber...


Ich Will Hier Nicht Sein (Digipack)
Ich Will Hier Nicht Sein (Digipack)

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Na bitte, es geht doch!!!, 26. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Kurz vorweg: Ich kaufe alles von den Broilers, seit Jahren. Aber seit der "Anti Archives"-DVD, die immerhin schon knapp fünf Jahre auf dem Buckel hat, ist dies hier die erste Veröffentlichung, mit der ich wieder rundum zufrieden bin. Okay, "Ich will hier nicht sein" ist musikalisch nicht unbedingt mein Lieblingslied auf dem "Noir"-Album, aber das wusste ich ja schon vor dem Kauf. Zudem finde ich die inhaltliche Message wichtig und bin überrascht und stolz zugleich, dass die Band diesen Song als Single veröffentlicht, da die Thematik eine breitere Öffentlichkeit braucht. Weswegen ich Broilers-Singles aber grundsätzlich vorbestelle - neben dem Effekt, dass man sie als Fan ja eh im Regal stehen haben MUSS - ist zum einen die Aufmachung: Das Digipack ist hochwertig, die Texte sind aufgeführt und ein besseres Cover als ein in Flammen stehendes Paradies hätte man wohl kaum finden können. Vor allem aber kaufe ich Singles wegen der unveröffentlichten Tracks, und die sind in diesem Fall einfach nur gelungen. Sowohl "An die Verlorenen" als auch "Ende in Tränen" sind verhältnismäßig schnelle Songs, die "Noir" hervorragend zu Gesicht gestanden hätten. Ich bin mir sicher, dass wenn diese beiden Nummern anstelle von "Ich hol Dich da raus" und "Die Letzten an der Bar" auf dem Album gestanden hätten, hätte es kaum diesen (zum Teil übertriebenen) S***storm gegeben und die Platte hätte hier bei Amazon nicht durchschnittlich 3,2 von 5 Sternen bei den Kundenbewertungen, sondern 4,5. Die Nummern sind zackiger, einfacher und auch ein wenig roher produziert als ihre Geschwister auf Noir und genau das, wonach sich zahlreiche Oldschool-Fans sehnen, auch wenn sie objektiv nicht zu den stärksten Songs der Bandgeschichte gehören, Aber sie haben das Potential, den Die Hards das Gefühl zu geben, dass ihre Helden genau diesen Stil eben noch drauf haben. Und dass sie mit dem nächsten Album wieder die Kurve in die richtige Richtung kriegen. Zurück zum Beton.


In goldenen Ketten (digi)
In goldenen Ketten (digi)
Preis: EUR 14,99

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gutes Album mit kleinen Abstrichen, 1. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: In goldenen Ketten (digi) (Audio CD)
Vorab: Das neue Album ist musikalisch auf jeden Fall wieder ein deutlicher Schritt nach vorn, im Vergleich zu "Zwischen Engeln & Teufeln". Die Produktion ist satter, die Melodien bleiben wieder verstärkt im Ohr. Vom ersten Hören an stellt sich ein wohliges Gefühl ein - Punkrock, der fetzt. Allerdings ist mir das Ganze ein klein wenig zu glatt gebügelt. BRDigung gehen stilistisch damit in etwa den Weg, den Betontod gegangen sind, wenngleich das hier immer noch qualitativ deutlich über den letzten beiden belanglosen Outputs der Rheinberger steht. Dennoch - die Rookie & Kings-Produktionen klingen mir in letzter Zeit zu ähnlich, soundtechnisch zu sehr an den offensichtlichen Erwartungen des Marktes orientiert. Das hier ist schon noch hart, aber letztlich nicht mehr einzigartig wie bis zu "Tot aber lebendig". Was mir allerdings gehörig auf den Sack geht, sind manche Texte. Sänger Julez singt nun einige Male von Geschlechtsverkehr im Sommer, von seinem großen Glied, dass er mit dem Freundeskreis seiner Freundin im Bett aufwacht, es mit ihrer Schwester treibt oder er die Nacht mit der Freundin eines anderen verbringt. Wow Julez, bist Du ein geiler Typ! Ganz ehrlich, das ist Bravo-Niveau. Das mag sehr gut bei der jüngeren Zielgruppe ankommen - und dass die meisten abfeiernden Rezensionen hier nur aus 1-3 Zeilen bestehen, zeigt ja genau, welche Hörerschaft dieses Album gefunden hat. Eben ein party- und spaßorientiertes Publikum, das alles schnell super und geil findet, aber oftmals nicht in der Lage ist, inhaltlich Substanzielles von sich zu geben. Meins ist es nicht, aber vermutlich bin ich mit 37 Jahren einfach auch viel zu alt dafür. Vom zu glatten Sound und den textlichen Peinlichkeiten mal abgesehen, macht die Platte durchaus Spaß und hat mit "Vergessen und verdammt", "Endlose Nacht", "NWO 2020" oder "Trügerischer Frieden" ein paar Highlights, die herausragen. Unterm Strich steht für mich ein Album, dass sicherlich nicht schlecht ist, aber in seiner Gesamtheit nicht das hohe Niveau der letzten Veröffentlichungen der Labelkollegen Serum 114 oder Unantastbar erreicht. Musikalisch ist es im Vergleich zum schwachen Vorgänger auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung. Jetzt nur noch ein wenig mehr Dreck in die Produktion und das wird wieder. Textlich allerdings stehen BRDigung am Scheideweg. Sie sitzen zwischen den Stühlen und müssen mit dem nächsten Album beweisen, in welche Richtung sie abbiegen. Entweder sie positionieren sich als ernsthafte Punkrockband, die durchaus auch Spaß vermitteln kann, aber bei der man sich als Hörer für keinen Text schämen muss. Oder sie werden eine Partyband, die nach kommerziellem Erfolg strebt. Letzteres wäre endgültig nicht mehr meins...


Hama WLAN-Stick, USB 2.0 2, 4GHz (inkl. WPS schwarz)
Hama WLAN-Stick, USB 2.0 2, 4GHz (inkl. WPS schwarz)
Wird angeboten von Multimedia-Handels GmbH - alles Preise inkl. 19% MwST
Preis: EUR 22,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Bedienungsanleitung ist eine echte Wissenschaft, 27. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe diesen Stick gekauft, um meinen TV mit meinem Laptop zu verbinden. Ich halte mich für einen durchschnittlich begabten PC-Nutzer, der in den letzten 15 Jahren alles Benötigte selbst hinbekommen hat, incl. WLAN-Verbindungen. An dieser Bedienungsanleitung bin ich allerdings gescheitert. Sie hantiert mit allerlei Fachbegriffen, lässt meiner Meinung nach aber elementare Schritte aus. Absolut kundenunfreundlich. Offenbar ist Hama nicht in der Lage, sich in die Gedankenwelt von Usern mit Anfängerwissen zu versetzen. Schade, aber nach einer knappen Stunde, in der ich null voran gekommen bin, gebe ich auf und sende dieses Gerät zurück. Und werde von Hama künftig Abstand nehmen.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 5, 2014 7:59 PM CET


Kinder Überraschung Adventskalender, 1er Pack (1 x 480 g)
Kinder Überraschung Adventskalender, 1er Pack (1 x 480 g)

5.0 von 5 Sternen Feine Sache, jedes Jahr wieder!, 18. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Kalender war eine super Sache. Die Kinderschokolade ist super wie immer und 2013 hatten wir zwölf Figuren mit drin. Bei dem Preis kann man nichts falsch machen. Spaß für Groß und Klein ist garantiert!


Kein Titel verfügbar

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schönes Regal mit kleinen Fehlern, 18. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Regal an sich ist ein schönes Stück. Passt farblich gut in mein Wohnzimmer und ist, obwohl nicht alle Teile fest verbohrt sind, stabil und hält einiges an Gewicht aus. Die Montage dauerte alles in allem keine Stunde. Was mich ärgerte, war dass die Montageanleitung unzureichend war. Letztlich sind einige Bretter auf beiden Seiten jeweils unterschiedlich angebohrt, was nicht ersichtlich wurde. Zudem fehlten bei meinem Exemplar die Bohrlöcher für die Füße total. Unterm Strich aber eine Ware, die zu diesem Preis okay ist.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4