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Rezensionen verfasst von
Mathias Tietke (Berlin)
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   

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Ethisch Essen mit Fleisch: Eine Streitschrift über nachhaltige und ethische Ernährung mit Fleisch und die Missverständnisse und Risiken einer streng vegetarischen und veganen Lebensweise
Ethisch Essen mit Fleisch: Eine Streitschrift über nachhaltige und ethische Ernährung mit Fleisch und die Missverständnisse und Risiken einer streng vegetarischen und veganen Lebensweise
von Lierre Keith
  Broschiert

87 von 143 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Anachronistisch und zynisch, 16. Mai 2013
Gleich zu Beginn des erstens Kapitels, in dem die Autorin versucht, ihre Streitschrift zu rechtfertigen, schreibt sie:
"Mein Leben soll ein Schlachtruf sein, ein Kriegsschauplatz,..."
Folgerichtig ist auch dieses Buch ein Schlachtruf und eine Art Kriegsschauplatz. Allerdings sind die verschossenen Pfeile stumpf und die verbalen Geschosse allesamt Rohrkrepierer. Dies trifft auf alle fünf Kapitel zu: 1. Warum dieses Buch? 2. Moralische Vegetarier 3. Politische Vegetarier 4. Gesundheitlich motivierte Vegetarier 5. Die Welt retten.

Im zweiten Kapitel, in dem von moralischen Vegetariern die Rede ist, steht (hervorgehoben und auf grüner Grundierung):
"Wir alle - Apfelbäume und Silberlachse, Regenwürmer und Trauerseeschwalben - sind erst Jäger und dann Opfer. 'Leben oder Tod?' ist nicht die Frage, die uns retten wird."

Lierre Keith schreibt von "krassem Anthropozismus" und bezieht das auf das Argument, einen Apfel zu essen wäre okay. Aus ihrer Sicht ist es das nicht, denn dies wäre 1. Ausbeutung, 2. ein Akt des Tötens 3. gibt es keine Einverständniserklärung seitens des Apfelbaums 4. existieren in der Natur eigentlich gar keine Äpfel, weil sie gezüchtet wurden, und die Vorfahren der domestizierten Früchte waren allesamt ungenießbar...
Ergo ist die Ernte und der Verzehr von Äpfeln gemeiner Massenmord.

Ja, die Autorin meint das ernst. Und so sinnfrei und paranoid, wie die hier zitierten Sätze, so sinnfrei und paranoid ist der Rest des Buches. Hierfür noch ein paar Beispiele:

"Mein Garten wollte Tiere essen, auch wenn ich es nicht wollte." (Seite 27)

"Die Archäologen müssen mit den Pharmakologen sprechen. (...) Affen und Hunde lieben Opiumrauch. Schimpansen überwinden ihre Angst vor dem Feuer, um Zigaretten zu rauchen." (Seite 39)

Aber - was will sie den LeserInnen damit sagen? Und was ist ihr Fazit am Ende des "moralischen" Kapitels? Die Autorin plädiert dort für etwas Fließendes, für einen lebendigen Fluss und - "wir sind die Schiffer, die sich auf ihm niederlassen [sic!] und darauf warten, dass wir von den Fischen gegessen und heimgebracht werden." (Seite 86)
Aha...

Keinen Deut besser ist das Kapitel über die gesundheitlichen Aspekte.
Darin behauptet die Autorin, dass Getreide essen, diverse Probleme verursachen würde. Da ihr bewusst ist, dass sie mit ihren unsinnigen und unwissenschaftlichen Behauptungen einer Minderheit angehört, schreibt sie von der "unbarmherzigen Hetze des medizinischen Establishments". (Seite 154)

Nein, die Autorin ist keine Medizinerin. Und sie ist auch keine Wissenschaftlerin. Der Verlag beschreibt sie als radikale feministische Aktivistin und Kleinbäuerin. Insofern kann man ihr zumindest nachsehen, dass sie mit medizinischen Studien und Veröffentlichungen von renommierten Medizinern wie Prof. Dr. Colin Campell, Dr. John A. McDogall, Dr. Caldwell B. Esselstyn Jr. und Dr. Terry Mason nicht vertraut ist. Wissenschaftliche Studien und fundierte Veröffentlichungen, in denen es um gesunde Ernährung und tierisches Eiweiß geht, sind laut Autorin lediglich "Hetze des medizinischen Establishments."
Angesichts dieser Formulierung wird auch klar, weshalb Lierre Keith so viele gesundheitliche Probleme hat, von denen sie ausführlich im Buch berichtet.

Die Ex-Veganerin Lierre Keith ist derart von Wut und Hass gegen jene getrieben, die weiterhin auf getötete bzw. geschlachtete Tiere als Nahrung verzichten und dafür überzeugende Argumente liefern, dass sie vehement und polemisch gegen Vegetarier zu Felde zieht.
Sie selbst gibt als Grund dafür ihre degenerative und schmerzhafte Gelenkerkrankung an, die nach zwei Jahren veganer Ernährung auftrat. Nach sechs Wochen veganer Ernährung war sie angeblich unterzuckert, nach drei veganen Monaten hörte sie auf zu menstruieren, ihre Haut soll sich geschuppt haben und sie konnte nicht mehr schlafen... Aber - sie gibt zugleich zu, dass sie einer "altehrwürdigen Reihe depressiver Alkoholiker" entstammt. Doch - Schuld an ihrem ganzen Dilemma wäre (angeblich) ihre vegane Ernährung und - alle Vegetarier, die sie kennt, wurden (angeblich) krank.

Nicht nur ungenießbar, sondern voller Gift ist dieses Buch. Es endet mit der grotesken Behauptung, der Vegetarismus würde in eine Sackgasse führen: "Das Leben muss töten und wir sind alle nur durch den toten Körper eines anderen möglich. (...) Die Nahrungsmittel, die uns nach Ansicht der Vegetarier retten werden, zerstören die Welt."

Genug von dieser sinnfreien "Streitschrift" und dem öden "Zündstoff" darin. Dieses Buch gehört in den blauen Recylingcontainer...

Nachtrag
Wer wissen möchte, wofür die Autorin plädiert, sollte sich Dokumentarfilme wie "Earthlings" oder "Tierhaltung und Konsum" oder "Wände aus Glas" anschauen...
Kommentar Kommentare (62) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 26, 2014 12:40 PM CET


vegan genial: aufregend anders kochen
vegan genial: aufregend anders kochen
von Josita Hartanto
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

132 von 136 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 100x besser als die Hausmannskost von Tim Mälzer, 14. Mai 2013
Die gängigen Klischees und Vorurteile gegenüber veganer bzw. vegetarischer Ernährung lösen sich zunehmend auf. In diesem Kontext ist es gut und richtig, dass es auch immer mehr entsprechende Kochbücher gibt.

Das vorliegende, großformatige Kochbuch mit großartigen und ganzseitigen Fotos stammt von der gelernten Köchin Josita Hartanto, die im "Lucky Leek" das Sagen hat, einem veganen Restaurant in Berlin. Ihr Anspruch ist es, eine neue Küche zu schaffen, also keine veganen Varianten von Großmutters Rezepten und auch nicht die x-te Variante von Brokkoliauflauf oder veganer Bolognese.

Das Buch ist in vier Teile gegliedert: 1. Suppen & Vorspeisen 2. Hauptgerichte 3. Snacks & kleine Sattmacher 4. Desserts.
Vorab werden in einem Glossar und in einer kurzen Abhandlung über die notwendige Ausrüstung und nützliche Vorräte die Grundlagen erklärt.

Zum Spektrum der Zutaten gehören neben diversem Gemüse und Obst sowie Gewürzen u. a. Agavendicksaft und Apfelsaft, Kokos- und Sojamilch, Tempeh und Tofu. Die äußerst sparsam eingesetzten exotischen Zutaten sind Agartine, Nori- und Bananenblätter sowie Tamarindenpaste.

Zu jedem Rezept, das stets auf der linken Buchseite abgedruckt ist, gibt es auf der rechten Seite ein großformatiges Foto. Somit hat man die Anleitung mit den separat aufgeführten Zutaten und die Inspiration für das Anrichten stets im Blick.

Die geniale Auswahl reicht von "Rote Beete im Haselnussmantel mit Feldsalat und Himbeerdressing" (Vorspeise) bis zum "Ingwer-Dattel-Panna-Cotta". Von den Hauptgerichten habe ich bereits "Kohlrabischnitzel mit Wasabi-Kartoffelsalat" und "Zucchini-Involtini mit Tomatensugo" ausprobiert (siehe Kunden-Fotos).
Beides war sowohl optisch als auch geschmacklich großartig, wobei ich die Füllung für die gerollten Zucchinischeiben komplett püriert habe, was das Rollen der Zucchinischeiben erleichterte.

Als nächstes sind "Auberginenschnitzel mit Radieschen und Blumenkohlpüree" sowie "Kartoffelplätzchen mit Chicoree und Birne" an der Reihe...
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Zukunftsmenü: Warum wir die Welt nur mit Genuss retten können
Zukunftsmenü: Warum wir die Welt nur mit Genuss retten können
von Sarah Wiener
  Broschiert
Preis: EUR 19,99

26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wege aus dem Dilemma. Analysen, Alternativen und Rezepte, 11. Mai 2013
Sarah Wiener hat sich intensiv mit der Herkunft und Beschaffenheit unserer Lebensmittel befasst.
Und sie fragt - ganz zu Recht: "Hat uns die Nahrungsmittelindustrie mit ihrer die heile Welt versprechenden Werbung den gesunden Menschenverstand vernebelt?"

Ja, das hat sie wohl, zumindest bei sehr vielen Verbrauchern und Anbietern. Als Toscani 1997 schrieb "Die Werbung ist ein lächelndes Aas", so trifft dies in Bezug auf Nahrungsmittel und auf welch verlogene Art sie beworben werden, ganz besonders zu.

In vier Teilen und jeweils aufgelockert durch Tischgespräche, die Sarah Wiener mit relevanten Experten führte (vom Bio-Bauer bis zum Tierarzt und Umweltmediziner), blickt Sarah Wiener über den Tellerrand, auf zunehmende Unverträglichkeiten von Nahrung wie "Milch", die zumeist nur noch eine sterile weiße Brühe ist, auf die Unmengen von Plastik, die verschiedenen Bio-Siegel und - natürlich - auf das Kochen und Genießen lernen.

Leidenschaftlich und überzeugend beschreibt und belegt die Autorin die desolaten Zustände bei der Erzeugung und dem Verkauf von Lebensmitteln, bei denen es sich viel zu oft um "plastikverpackte Fertigprodukte, die uns und die Natur krank machen" handelt.

Ja: "Wir sollten unsere Gier zügeln..."!

Doch Sarah Wiener belässt es nicht bei solchen Appellen, sie gibt auch sehr konkrete Anregungen, wie wir aus dieser Sackgasse heraus kommen können. Ihre persönliche Lösung ist nicht der Verzicht, sondern die Wertschätzung von Qualität und Vielfalt und das Genießen dieser Qualität und Vielfalt.

Wir müssen uns nicht mit ewig gleich schmeckenden Tiefkühlpizzen, chemisch aufgepeppten Kadaversegmenten und drei Apfelsorten abspeisen lassen. Wir können uns auch für gesunde und gehaltvolle Nahrung entscheiden und/oder diese einfordern.

Die verschiedenen Aspekte dieses Themas, beschreibt Sarah Wiener fundiert und kurzweilig, sie liefert interessante Hintergrundinformationen und individuelle Möglichkeiten, etwas zu ändern an dem Dilemma.

Der einzige Part, in dem sie nicht überzeugt, ist die Vorliebe für das angeblich "kostbarste Lebensmittel": Fleisch. Die Massentierhaltung findet sie gruselig und ekelerregend, aber Lebewesen als hochwertiges Schlachtvieh einzustufen, von dem sich vortrefflich Zunge, Lunge, Leber, Füße und der ganze Rest verwenden lassen, ist weder unter gesundheitlicher noch unter ethischer Perspektive nachvollziehbar. In diesem Punkt ist die Gewohnheit und persönliche Vorliebe offensichtlich stärker als die Vernunft und das Mitgefühl.

Trotz dieses Einwandes und dem Übermaß an Rezepten, in denen es um Kutteln, Kalbszunge und Hackfleisch geht, ist die Intention dieses Buches, die Welt, in der wir leben, zu einem besseren Ort zu machen, bedenkens- und unterstützenswert.


The Science of Yoga: Was es verspricht - und was es kann
The Science of Yoga: Was es verspricht - und was es kann
von William J. Broad
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,00

25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Positive Wirkungen & Risiken des Yoga: wissenschaftlich betrachtet, 11. Mai 2013
Als ich vor zwanzig Jahren mehrere Yogastunden im Berliner Sivananda-Vedanta-Zentrum absolvierte, musste ich vor jeder (!) Yogastunde unterschreiben, dass ich alle Risiken des nachfolgenden Yogaunterrichts selbst trage. Über die Risiken selbst wurde nie gesprochen. Aber es wurde häufig beherzt Hand angelegt, um neue Teilnehmer im Schulterstand noch einige Zentimeter höher zu ziehen. Und als jemand fragte, weshalb Zwiebeln, Gewürze und Knoblauch tabu sind, wurde geantwortet: Weil es Swami Sivananda so festgelegt hat... Während der Lektüre des vorliegeneden Buches fielen mir solche Episoden wieder ein.

William J. Broad, ein seit 1970 Yoga praktizierende Bestseller-Autor und Journalist der renommierten Zeitung The New York Times, hebt mehrfach hervor, dass die Vorteile des Praktizierens von Yoga gegenüber den Nachteilen eindeutig überwiegen. Dies wurde bei der erhitzten Debatte nach Erscheinen seines Buches stets übersehen.

Was ihm zum Vorwurf gemacht wird und zu einem „Aufschrei“ in der Yogaszene der USA führte, ist der Umstand, dass William J. Broad BEIDE Aspekte des Yoga darlegt: die positiven Wirkungen u n d die Risiken. Gerade weil Yoga (zu Recht) einen guten Ruf hinsichtlich der Gesundheitsförderung hat, verunsichert die Konfrontation mit gravierenden Verletzungen und dokumentierten Todesfällen durch das Üben von Yoga viele Yogaübende und - mehr noch – YogalehrerInnen.

Mit der wissenschaftliche Erforschung des Yoga und den positiven Effekten der Yogapraxis befassen sich sechs der sieben Kapitel dieses Buches. Von Verletzungen und den Verletzungsrisiken handelt lediglich ein Kapitel.

(...)

Stets die wissenschaftliche Auseinandersetzung und die zahlreichen Studien zum Yoga im Fokus, nimmt der Autor die LeserInnen mit auf eine kurzweilige Reise von den alten Yoga-Archiven in Kalkutta, wo es um die Veröffentlichung „A Treatise on the Yoga Philosophy“ des indischen Arztes N. C. Paul von 1851 ging, bis zu den führenden medizinischen Forschungslabors in Toronto, von sagenumwobenen indischen Ashrams bis zu schweißtreibenden Yoga-Studios mit ihren selbst ernannten Meistern in den Großstädten der USA.

Wenn Broad die alten Mythen entschleiert, so stellt er keine gegenteiligen Behauptungen auf, sondern er belegt, was es mit den spektakulären Lebensaussetzern von Yogis, was es mit dem Stoffwechsel, dem Vitalindex und der Sauerstoffversorgung im Kontext des Yoga auf sich hat. Dabei kristallisiert sich zunehmend der tatsächliche Nutzen von Yogaübungen heraus. Broad führt sehr fundiert aus, was Yoga wirklich kann - und was nicht.
Zu den Vorteilen, von denen in diesem Buch ausführlich die Rede ist, gehören unter anderem der positive und gravierende Einfluss auf die Sexualität und auf die Kreativität. Die wird im sechsten Kapitel („Göttlicher Sex“) und im siebten Kapitel („Muse“) dargelegt.

Zu den Gefahren einzelner Haltungen sowie den Risiken einer forcierten Asana- und Pranayama-Praxis gehören u. a. Hirnschaden, Schlaganfall, Herzversagen, Bandscheibenvorfall, Venenthrombose und Nervenverletzungen. Auf diese Gefahren hinzuweisen, ist letztlich nichts geringeres als ein notwendiger und zudem überfälliger Beitrag zur Risikoprävention. Interessant in diesem Zusammenhang ist der Hinweis, dass inzwischen etliche Yoga-Einrichtungen den Kopfstand aus dem Unterrichtsrepertoire gestrichen haben.

(...)

Wenn William J. Broad in seinem Nachwort von seiner Hoffnung schreibt, dass sowohl die persönlichen Erfahrungsgeschichten als auch dieses Buch und die heftigen Reaktionen darauf, dazu beitragen mögen, eine bessere Risikobegrenzung und eine Vervielfältigung der Belohnungen in Gang zu setzen, so teile ich diese Hoffnung voll und ganz.

In der Flut der Neuerscheinungen von Büchern über Yoga ragt „The Science of Yoga“ wie ein Leuchtturm heraus. Es ist eine der wichtigsten und interessantesten Veröffentlichungen der letzten Jahre und es ist keineswegs einseitig, wie von verschiedenen Seiten behauptet wurde und wird.

PS. Eine umfangreichere Rezension wird in der Zeitschrift "Yoga aktuell" 03/2013 abgedruckt...


WMF 1884309990 Messerblock bestückt 4-teilig Elements Joy
WMF 1884309990 Messerblock bestückt 4-teilig Elements Joy
Preis: EUR 69,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Optisch edel & scharfe Klingen, 8. April 2013
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Die Idee, ein Set mit drei Messern und einem passenden Block anzubieten, ist schon mal gut.
Die Messer stehen stets sofort zur Verfügung und sobald man die Farbe der Griffe zuordnen kann,
ist auch klar, welches Messer gezogen werden sollte, wenn man ein langes Messer mit Wellenschliff
braucht (grau, 15 cm) oder ein kurzes Messer zum Schälen ("Pflaumenrot", 9,5 cm).

Optisch wirken sowohl der Messerblock ( 18 cm hoch und 9 cm breit) als auch die Messer selbst edel und hochwertig.
Die maximale Höhe (Block & Messer) beträgt 30 cm.

Die Griffe liegen gut in der Hand und die bis zu 3 cm breiten Klingen erinnern (mich) an japanische Messer,
die nicht nur einen guten Ruf, sondern sich auch über Jahre bewährt haben.

Die Erfahrung der Haltbarkeit steht in diesem Fall noch aus, allerdings gehe ich bei WMF-Messern davon aus, dass
sie langfristig einsetzbar sind.

Eine eingeätzte Legierungsbezeichnung, auf die in der Produktbeschreibung (siehe oben) verwiesen wird, habe ich auf den Klingen nicht gefunden, dafür den dezenten Schriftzug "WMF Elements joy".

Der Gesamteindruck hinsichtlich Optik, Funktion und Handhabung ist nach mehrtägiger und somit relativ kurzer Nutzung rundum positiv.
Sollte sich mittel- oder langfristig etwas ändern daran, werde ich die Ergänzungen hier eintragen.


Gabel statt Skalpell: Gesund durch Ernährung auf pflanzlicher Grundlage
Gabel statt Skalpell: Gesund durch Ernährung auf pflanzlicher Grundlage
von Gene Stone
  Broschiert
Preis: EUR 17,99

35 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Verzicht auf tierisches Eiweiß: Argumente & Rezepte, 8. April 2013
Das Buch beginnt mit einem Zitat von "HIPPOCRATES", womit Hippokrates, der berühmteste Arzt der Antike gemeint ist:
" Lass deine Drogen im Tiegel, wenn du den Patienten mit Nahrungsmitteln heilen kannst."

Mit diesem Ansatz, der sowohl den Betreibern der Massentierhaltung und - schlachtung sowie den Angestellten der Pharma-Industrie
ein Dorn im Auge sein muss, wurden in diesem Buch Argumente von unabhängigen Wissenschaftler zusammengetragen und zudem deren Werdegang vorgestellt.
Dieser Part macht etwas ein Drittel des Buches aus.

Es geht um ernährungsbedingte Krankheiten, um die katastrophalen Folgen industrieller Tierzucht und es gibt einen Leitfaden zu einer pflanzlichen Ernährung.
Diese Abschnitte sind gut strukturiert und übersichtlich gestaltet, allerdings sind sämtliche Beispiele und statistische Daten aus den USA, was einen Europäer oder Nicht-US-Amerikaner eher peripher tangiert.
Erfreulich ist dennoch, dass die Nation mit dem höchsten Fleischkonsum (dazu passend: die Nation mit dem höchsten Energieverbrauch und dem höchsten Militär-Etat) nun registriert, wie ungesund und schädlich diese Art des Konsumierens ist.

Sämtliche Wissenschaftler, die in diesem Buch zu Wort kommen, plädieren für eine rein pflanzliche Ernährungsweise und dies aus verschiedenen, plausibel dargelegten Gründen.

Die folgenden zwei Drittel des Buches sollen zur konsequenten Umsetzung dieser Umstellung beitragen: Es gibt 125 Rezepte und z. T. zudem Rezept-Varianten; von gefüllten Bratäpfeln und Mexi-Cali-Burritos bis Kirsch-Ananas-Kuchen, der (u. a.) mit Ahornsirup und Mandelmilch zubereitet wird.
Leider gibt es in diesem Rezepteteil kein einziges Foto, was schade ist und dem Anliegen, auf Vollwert-Ernährung ohne tierisches Eiweiß umzustellen, gedient hätte.

Bleibt zu hoffen, dass dieses Buch nicht nur gekauft und partiell gelesen (immerhin war es ein NYTimes-Bestseller), sondern auch beherzigt wird, zum eigenen Wohl und zum Wohl aller Lebewesen.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 30, 2014 10:53 AM MEST


Sony DSC-TF1 Digitalkamera (16,1 Megapixel, 4-fach opt. Zoom, 6,9 cm (2,7 Zoll) LCD-Display, 25mm Weitwinkelobjektiv, Wasserdicht) schwarz
Sony DSC-TF1 Digitalkamera (16,1 Megapixel, 4-fach opt. Zoom, 6,9 cm (2,7 Zoll) LCD-Display, 25mm Weitwinkelobjektiv, Wasserdicht) schwarz

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Relative Resistenz einer ansonsten guten Kamera, 4. April 2013
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Auf Grund der Witterungsverhältnisse steht der tatsächliche Härtetest draußen noch aus,
allerdings könnte die Kamera beim Bootfahren oder bei einer Mountainbiketour gute Dienste
leisten, da sie handlich und per se geschützt ist.

Allerdings reicht ein weiche Kunststoffgestaltung nur an der Schmalseite sicher nicht aus,
um das Gerät vor Stößen und Kratzern zu schützen.

Die Kamera sieht vor allem im Bedienfeld hochwertig aus, aber die Metallteile und das Display
halten ganz sicher keinen harten Einsatz im Gelände aus.

Dennoch ist es rein technisch eine gute Kamera mit relativ hohen 16 MB und soliden Aufnahmen,
insbesondere im Automatikmodus, der vor allem bei Aktionen und Aufnahmen im Gelände sinnvoll ist.

Den notwendigen Einsatz von Mikro-SD-Karten halte ich für keine gute Idee, da dadurch wiederum
eine weitere Speicherkarte notwendig ist, die zudem einen Adapter braucht.


Yoga - Die Kunst des Lebens
Yoga - Die Kunst des Lebens
DVD ~ Solveig Klaßen
Preis: EUR 14,99

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Verklärung statt Aufklärung, 27. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Yoga - Die Kunst des Lebens (DVD)
„Yoga – Die Kunst des Lebens“ konzentriert sich im Grunde auf zwei Protagonisten:

Da ist zum einen der zum Hinduismus konvertierte Swami Sivadasananda, einer der Leiter der Internationalen Sivananda Vedanta Zentren, der sich mit einer Gruppe westlicher Yoga-AnhängerInnen auf eine Yatra, eine Pilgerreise, begibt. Die Reise führt zu den „spirituellen Quellen der Weisheit“, sagt Swami Sivadasananda, aber er räumt auch ein, dass sich die Weisheit eigentlich (!) im Inneren befindet. Doch andererseits, so führt er weiter aus, gibt es diese Orte im Norden Indiens, wo man etwas von der Weisheit mitbekommt, beispielsweise im nordindischen Rishiskesh, einem Pilgerort der Hindus, wo Ende der sechziger Jahre Mia Farrow und die Beatles das Meditieren lernten, bei Maharishi, dessen Ashram inzwischen marode ist und von Westlern nicht betreten werden darf.

Den zweiten Part bildet der in Deutschland lebende Inder R. Sriram, ein Schüler von T. K.V. Desikachar aus Chennai, der wiederum ein Schüler (und Sohn) des legendären Krishnamacharya ist, und dessen deutsche Frau, die sich Anjali nennt.

Zwischen diesen beiden Parts und deren Umfeld pendelt Solveig Klaßens Film hin und her. Er pendelt geographisch zwischen dem Norden und dem Süden des indischen Subkontinents, zwischen dem Golf von Bengalen in Tamil Nadu sowie dem Himalaya und dem dort noch klaren und wilden Ganges im Bundesstaat Uttarkhand.

Wir sehen Swami Sivananda beim Gruppenunterricht und Sriram, wie er den indischen Schauspieler Varun Aiyer im Einzelunterricht unterweist. Dazwischen Momentaufnahmen vom Strand oder vom Bad im Ganges in warmen Farben. Müll und Bettler kommen nicht vor. Jene, die sich über die Motive ihrer Pilgerreise oder Yogapraxis äußern, geben als Grund das „schöne Gefühl“ an oder das „Zurückziehen auf den schönen inneren Himalaya“.
„Die Essenz des Yoga“, sagt Dr. Nicole Zeddies, eine Teilnehmerin der Pilgerreise, „ist es, glücklicher zu leben und vielleicht auch glücklicher zu sterben.“

Srirams Frau Anjali bringt eine ganz ähnliche Haltung zum Ausdruck: „Das Objekt meiner Meditation ist immer etwas, das mich erhebt. Ich meditiere nicht über etwas wie Slums oder Moskitos. Ich meditiere über einen schönen Lotos, der sich nicht stören lässt vom Schlamm oder ich meditiere über die Sonne.“

Das klingt sehr nach einem ausgeprägten Harmoniebedürfnis. Diese Sehnsucht nach einer schönen, heilen (Yoga-)Welt ist an sich nachvollziehbar. Aber sie führt auch dazu, das ein Teil der Realität ausgeblendet wird. Dies trifft auch auf den Film zu, der oft wie ein Werbefilm für "Spirituell Reisen - Indien für Romantiker" wirkt und sich zudem ausschließlich auf den religiös ausgerichteten Yoga bezieht.

Der Film ist nicht schlecht, aber doch eher verklärend, indem alles verdrängt und retuschiert wird, was nicht in das Bild der heilen indischen Yogawelt passt.


Philosophie fürs Leben: ... und für andere gefährliche Situationen
Philosophie fürs Leben: ... und für andere gefährliche Situationen
von Jules Evans
  Broschiert
Preis: EUR 18,99

4 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Antike griechische Philosophie für das US-Militär, 17. Februar 2013
Ausgehend von dem Wandgemälde "Schule von Athen", das sich in der Stanza della Segnatura im Vatikan befindet, fragt sich der Autor, wie es wohl wäre, wenn man sich in die Gespräche der antiken Philosophen einmischen und Teil dieser Schule sein könnte. Es geht nachfolgend demnach um Epiktet, Seneca, Epikur, Heraklit, Pythagoras etc. pp. Dies hätte man auch im Buchtitel oder im Untertitel deutlich machen können.

Die im Buchtitel suggerierte Anwendung "fürs Leben... und für andere gefährlich Situationen" ist ebenso unzutreffend. Die Beispiele, die Jules Evans bevorzugt anführt, beziehen sich auf das US-Militär, auf Green Berets-Kämpfer, Folterexperten oder amerikanische Polizeibeamte.

Was Evans unter "Philosophie" bzw. "Philosophie fürs Leben" versteht, liest sich dann so:

"Einem Promotion-Video für das Programm zufolge besteht das Ziel darin, den amerikanischen Soldatinnen und Soldaten >zu vermitteln, wie ihr eure Emotionen steuern könnt, bevor sie euch steuern<. Mit anderen Worten: Die US-Armee versucht, eine Generation widerstandsfähiger Philosophen-Krieger auszubilden. (Seite 52)

Wie diese US-"Philosophen-Krieger" dann agieren, war z. B. in Abu Ghuraib und in Guantanamo Bay zu beobachten...

Gleich im nächsten Kapitel steht dann Michael, ein Major der US Army Special Forces im Mittelpunkt. Bei den Navy Seals brachte man ihm bei, Folterungen zu überstehen. In diesem Zusammenhang erfuhr er auch von James Stockdales Vietnam-Erfahrungen und wie es diesem "mithilfe der antiken Philosophie" gelungen war, die Kriegsgefangenschaft zu überleben. Evans Fazit: "Verglichen mit anderen zeitgenössischen Stoikern unterzieht sich Michael einem ziemlich harten Training." (Seite 70) Er beschließt das Kapitel mit der Geschichte vom Knaben, der einen Fuchs stahl und ihn unter seinem Umhang versteckte. Damit das Tier keiner entdeckte, nahm er es in Kauf, dass der Fuchs ihm die Innereien aus dem Leib riss. "Das beeindruckte die Stoiker sehr."

Mit US-Militärs und US-Polizisten geht es dann munter weiter. Dazu noch ein letztes Beispiel: "Jarrett sagt: >Soldaten brauchen eine Philosophie, die es ihnen ermöglicht, Leiden auszuhalten und es nicht einmal als Leiden zu sehen, sondern als eine Form der Dienstleistung." (Seite 113) Und wer ist Jarret? Major Thomas Jarrett, ein ehemaliger Green Beret...

Mit der Occupy-Bewegung und der "antikapitalistischen Agitation" sympathisiert der Autor hingegen nicht. Er schreibt von "Anarcho-Primitivisten" und dass diese "auf Strohballen wie Äffchen vor einem Hindutempel" saßen. (S. 250)

Von einem Buch, das "Philosophie fürs Leben" heißt, habe ich deutlich mehr erwartet, als enzyklopädische Daten zu antiken griechischen Philosophen sowie persönliche Vorlieben und Urlaubsimpressionen eines Autors, der für das Wall Street Journal schreibt, die Pfadfinderbewegung sowie reaktionäre Miltärs wie den britischen Kolonial- und Kavallerieoffizier Robert Baden-Powell (im Buch fälschlich als Baden Powell bezeichnet) und Ex-CIA-Direktor-und Ex-Verteidigungsminister Robert Gates großartig findet...

PS. Der Gebrauchswert der angeführten Zitate tendiert leider gegen Null: Es wird weder angegeben aus welcher Ausgabe das Zitat stammt, noch die Seitenzahl. Als Quelle des Zitats steht dann in den Anmerkungen lediglich: "Platon, Phaidon" oder Robert Baden Powell, Life's Snags and How to Meet Them"..


Auf der sicheren Seite (OmU)
Auf der sicheren Seite (OmU)
DVD ~ Ulla Kösterke
Preis: EUR 14,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Informative & ausgewogene Filmkunst über die Enklaven der (vermeintlichen) Sicherheit, 15. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Auf der sicheren Seite (OmU) (DVD)
Praktisch überall auf der Welt entfliehen Menschen, die sich dies leisten können,
der sie umgebenden Realität.
Sie ziehen sich in Schutzzonen zurück, die mit hohen Mauern umgeben sind und
mit Sicherheitstechnik. Die Areale werden bewacht, Zugang in diese Schutzzonen erhält
nur, wer am bewachten Eingang die entsprechende Autorisierung vorweisen kann.

Die Filmemacher Corinna Wichmann und Lukas Schmid zeigen drei Beispiele in Indien,
Südafrika und in den USA.
Am Ende, im Abspann, werden weitere Beispiele aufgelistet, und die Liste ist erschreckend
lang...

Der Film ist sehr gut ausbalanciert, weil nicht nur die Propagandisten und Schwärmer
zu Wort kommen und durchaus plausible Argumente vortragen, es werden auch Zweifler
vorgestellt und jene Menschen, die als Bedienstete in den bewachten Schutzzonen arbeiten
und anschließend ein Dasein in Blechhütten fristen.

Dieser verschiedenen Perspektiven ergeben ein Gesamteindruck, der zum Reflektieren
einlädt. Die Bilder und Gespräche bleiben lange im Gedächtnis. Die Musik ist wohltuend
dezent und nirgendwo manipulativ.

Im Bereich des engagierten und informativen Dokumentarfilms ein Meisterwerk!


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