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Rezensionen verfasst von
Bernie Ess "BernieEss" (Berlin)

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Brother HL-2130 Mono Laserdrucker (A4 - 2400x600dpi)
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Preis: EUR 79,90

31 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Deutliche Schwächen, 2. November 2012
Ich mache es kurz:
Der Drucker liefert - wenig überraschend - ein scharfes Druckbild, so weit so gut.

Nicht akzeptabel sind jedoch folgende Eigenschaften:
1. Die beiden Längs- Streifen links und rechts von der Andruckrolle sichtbar auf dem Ausdruck.
2. In unregelmäßgen Abständen leichter Längsknick, v.a. bei wenig eingelegtem Papier, ebenfalls entlang der Andruckrolle.
3. Zu stark gewelltes Papier aus dem Drucker.
3. Das komplett nervige Lüftergeräusch, das nach dem Druck mind. 10min ertönt.

Habe den Drucker zurückgeschickt. Der HP 1018, den ich nun als Reste- Verkauf gekauft habe (nicht mehr hergestellt, kannte diesen aber von früher), war ebenso günstig und hat keinen der Mängel.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 6, 2013 8:20 AM CET


Der seltsame Fall des Benjamin Button
Der seltsame Fall des Benjamin Button
DVD ~ Brad Pitt
Preis: EUR 4,97

4.0 von 5 Sternen Kein Meisterwerk, dennoch bewegend, 13. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Der seltsame Fall des Benjamin Button (DVD)
Die Kunst des Films besteht darin, die gewöhnliche, den sattsam bekannten Varianten von Liebesgeschichten eine unerhörte hinzuzufügen. Die gewohnte Dramatik der Leidenschaften wird hier gegen den Strich gebürstet in einer Begegnung zweier Menschen, die das Leben aneinander vorbeidriften lässt, auf unerwartete Art und Weise. Allein durch diesen Kunstgriff gelingt es der Geschichte, Geburt, Kindheit, Altern und Tod so zusammenzubringen, wie man es nie sonst gesehen hat. Das allein verleiht ihm eine Tiefe und emotionale Wirkung, die über die teilweisen Schwächen des Films hinwegtäuschen können.

Es ist immer schwer, in Filmen, die große Zeiträume erzählen, Dichte und Intensität zu erzeugen oder aufrecht zu erhalten. Auch hier entstehen an den Zeitsprüngen Nahtstellen, an denen die vorher erreichte Intensität der Erzählung wieder in sich zusammenzufallen droht. Man könnte meinen, dass Brad Pitt für diese Handlung nicht die glücklichste Besetzung ist - Wie schon bei "Begegnung mit Mister Black" stört mich auch hier seine arg zurückgenommene Spielweise als Benjamin Button. Dadurch kommt zwar seine Grundeinsamkeit und Andersartigkeit zum Ausdruck, führt aber streckenweise zu einer gewissen Blutleere. Man den Eindruck nicht los, Brad Pitt weiß nicht so recht, was er mit der Rolle anfangen soll. Kate Blanchett als die erwachsene Daisy hingegen spielt ihre Rolle hinreißend.

Anstrengend ist auch die Rahmenhandlung, aus der heraus die alte, sterbende Daisy mit brüchiger, klagender Stimme leidend ihrer Tochter (Benjamins Kind) die "seltsame Geschichte" erzählt. Das wäre auch etwas dezenter und weniger sentimental gegangen. Vielleicht ein ängstlicher Griff der Produzenten, um sich wenigstens auf dieser simplen Herz- Schmerz- Schiene beim Massenpublikum anzubiedern, das der Handlung sonst vielleicht nicht so viel abgewinnen kann.
Das hätte der Film nicht gebraucht, seine Geschichte ist großartig, so dass weniger hier mehr gewesen wäre.

Alles in allem ein Film, der vor allem von seiner faszinierenden Geschichte lebt, die jedoch wohl nicht jedermanns Sache ist - das spiegeln auch die Bewertungen hier - Wer empfänglich für die großen Fragen des Lebens ist und wem eine gewisse Bedeutungsschwere zusagt, kann sich von diesem Film bewegen lassen, auch wenn dieser kein filmisches Meisterwerk ist.


Anastasis
Anastasis
Preis: EUR 15,98

36 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein matt gewordener, dunkler Diamant, 10. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Anastasis (Audio CD)
Anastasis klingt nach Dead can Dance, was v.a. der Stimme Brendan Perrys geschuldet ist, man hört jedoch mehr Synthesizer, eine mittelmäßige Produktion mit einem wenig definierten Sound, mehr Instrumentalpassagen, die Stücke klingen kaum je zwingend, austauschbarer.

Am befremdlichsten: Die sonst alles beherrschende Stimme von Lisa Gerrard ist eigenartig wenig zu hören, weniger als Brendan Perry. Dessen Stimme profitiert zwar von ihrem ungewohnten Freiraum, doch nur in wenigen Stücken (v.a. "The return of the She- king") blitzt die soghafte Wirkung von Klassikern wie "Song of the Sibyl" für einige Momente auf. Man möchte fast mutmaßen, dass die Parts der Sängerin ohne persönliche Anwesenheit mit modernen elektronischen Produktionsmethoden "eingeflogen" wurde, dass die Platte nicht wirklich von beiden gewollt war, nur auf Druck der Plattenfirma oder des Sängers entstand. Das ist ein echtes Problem, da "Dead can Dance" ohne Lisa Gerrard ihre Seele verloren hat. Ihr beschwörender Gesang, ihre Mantren des Geheimnisvollen in einer für uns nicht verstehbaren Sprache konnten in ihren besten Momenten einen tiefen Sog, eine dunkel glühende Magie entfalten, der man sich nicht entziehen konnte, nicht wollte. Unvergesslich: "Sanvean", "Song of the Sibyl", auch "Fortune presents Gifts not according to the book" vom uneinholbaren Meisterwerk "Aion".

Was Lisa G. auch auf ihren Soloplatten mit diversen Begleitmusikern immer wieder schaffte: berückende Melodien durch ihre Stimme mit Tiefe und Bedeutung aufzuladen (wie mit Klaus Schulze: "And now we are free" oder "Sacrifice" mit Pieter Bourke) - und zu Momenten purer, einsamer Schönheit zu verschmelzen, das gelingt hier nur noch ein Andeutung, wie ein entferntes Echo vergangener Perfektion.

Auf Anastasis glaubt man nur noch Versatzstücke zu hören, Versuche, sich auf Altbewährtes und im Schlaf Beherrschtes zurückzubesinnen. Irgendwie gute Musik, irgendwie interessant, aber wer will so etwas von Dead Can Dance hören?

Schwer vorstellbar, dass Dead Can Dance noch einmal die kreative Spannung finden, ein weiteres Meisterwerk zu schaffen. Schwer aber auch, sich sagen zu müssen, dass der Diamant erloschen ist....
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 16, 2012 5:59 PM MEST


My God Is Blue
My God Is Blue
Preis: EUR 17,28

13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig!!!, 4. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: My God Is Blue (Audio CD)
Dieses Album läuft in meinem CD- Player seit Wochen rauf und runter. Sebastien Tellier ist Individualist, anders. Bisher ist Tellier nur durch seinen Chillout- Instrumental- Dauerbrenner "la Ritournelle" aufgefallen, der sich auf x Samplern findet, dieses Album ist aber besser, größer.
Den quasi- spirituellen Anspruch der Platte (zu lesen in diversen Artikeln und Interviews) mag man ernst nehmen oder nicht, ist wohl eher "Pop- Spiritualität", Tellier gibt sich hier als Hohepriester des Edel- Pop, aber es verleiht der Musik ein gewisses melodramatisch- emotionales Etwas. Die Platte ist gefühlsgeladen, barock, französisch, Feeling, Sex (auch ohne das Video), Groove, und Tellier hat eine großartige Pop- Stimme! Es klingt wie ein Mix aus 70er sexyness, 80er Synths mit moderner Produktion. Genial, monsieur!

Allein der grandiose, süchtig machende Opener "Pepito bleu" stimmt einen in das pompöse, wundervolle Pathos dieser Musik ein, die nächsten Titel sind grooviger, aber gehen ebenfalls nicht mehr aus dem Kopf.

5 Sterne, völlig mühelos: M. Tellier, cette musique est ravissante!


Remembrance Days
Remembrance Days
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 32,95

5.0 von 5 Sternen vergessenes Juwel, 7. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Remembrance Days (Audio CD)
Ich bin erstaunt darüber, wie gemischt die Plattenbesprechungen der Kritiker waren.
Ich habe die LP bei Erscheinen gekauft und sie Monate lang gehört. Warum das für mich beeindruckendste Stück "Power to believe" andauernd mit "in the Air tonight" verglichen wird, verstehe ich nicht. Das eine ist ein abgenudelter Radiohit, das andere hier ist ein hypnotisches Songjuwel.

Der Sound der Platte hat etwas von Flower Power und Traum. Stimme und Arrangements fließen wunderbar ineinander in eine Atmosphäre der Schwerelosigkeit und Entrücktheit.
Während vieles aus den 80ern heute kaum mehr hörbar ist, klingt diese Platte heute noch genauso frisch wie bei ihrem Erscheinen.

Für mich eine der schönsten Platten der letzten 30 Jahre.


Christmas (Limited Edition inkl. Bonus-Tracks und DVD / exklusiv bei Amazon.de)
Christmas (Limited Edition inkl. Bonus-Tracks und DVD / exklusiv bei Amazon.de)
Preis: EUR 16,17

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Goldrichtig - Geld- richtig, 22. Dezember 2011
Meine Kritik ist ein subjektives Urteil. Musikalisch und gesanglich gibt es im "technischen Sinne" - natürlich - nichts auszusetzen. Michael Bublé als Sänger, das Breitwand- Orchester, das alles in einen teuren, gediegenen Klangteppich einhüllt, die getragenen, sedierten Arrangements sowie der obligatorische Kinderchor (Silent night) machen alles richtig, gold und Geldrichtig.
Die Stimmen sind edel, die Produktion perfekt, das Ganze gediegen bis in die letzte 8-tel Note, edel, teuer, aber Emotion kommt absolut keine auf. Es springt kein Funke über, es kommt weder Begeisterung noch Überraschung auf, weil etwas fehlt... Ein wenigstens kleines Moment der Überraschung, ein paar Ecken und Kanten. Was die Songs und den Sänger betrifft, so könnte man meinen, Michael Bublé möchte der neue Frank Sinatra sein. Er wirkt aber eher wie der perfekte Schwiegersohn.
Perfektion hat oft - so auch hier - den Effekt des Berechneten, Kalkulierten, von Marketingstrategen und Beratern frisch in den CD- Player. Keine Ecken, keine Kanten, stört nicht, tut nicht weh, macht nichts.


Am Weihnachtsbaume: Die 24 tollsten Weihnachtslieder zum gucken, hören und mitsingen
Am Weihnachtsbaume: Die 24 tollsten Weihnachtslieder zum gucken, hören und mitsingen
von Nils Kacirek
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unerhörte Weihnachtsklänge, 17. Dezember 2011
Obwohl das Bilderbuch äußerst originell und reizend gestaltet ist, muss ich gestehen, dass ich hier vor allem die CD rezensieren möchte.

Beim ersten Hören musste ich schon mit den Augen rollen, nicht alle der zu hörenden Sänger/innen sind geschult oder auch nur tonsicher ("Fröhliche Weihnacht"), und die einen oder anderen Geräusche kommen doch etwas arg rumpelnd aus den Lautsprechern. Von meiner Tochter genötigt, musste ich mir die altbekannten Lieder aber jeden Tag anhören, und schnell entdeckte ich in den nun wirklich ungewohnten Arrangements und den beschwingten Rhythmen einen Charme, der diesen doch recht abgenutzten Melodien endlich (!!!) neues Leben einhaucht... Was der eine oder andere junge Sänger an Tonsicherheit vermissen lässt (kommet ihr Kinder), macht er locker durch den schmissigen und unbeirrten Gesang wett.

Weihnachtschöre, die in artigem und dressiertem Anstand unter meterdicker Andacht erstarrt sind, hat man doch schon viel zu viele gehört, das hier klingt - endlich!! - nach frischer Luft und - nach Leben! Ist nicht gerade an Weihnachten sonst alles berechenbarer als ein Schweizer Uhrwerk. Aber das hier ist anders, und das ist gut!

Die Arrangements haben Blues, Soul, viele andere musikalische Einflüsse sind hörbar, die Weihnachtslieder swingen wirklich - ich bin hingerissen! - oft sind es nur ein paar unerwartet gesetzte Klavierakkorde, ein paar gepfiffene Noten, ein paar Takte in französischem Akzent, die einen aufhorchen lassen. Und selbst wenn geschulte Stimmen zu hören sind, zaubern einem auch dort die Arrangements ein Lächeln auf die Lippen. Hier singen einfach alle zusammen, Laien, Könner, Mütter, Väter und ihre Kinder, ungeachet ihrer gesanglichen Fertigkeiten. Das klingt ungeschminkt, ungekünstelt, nicht betulich, aber ungemein frisch und direkt. Und kommt dadurch nach meinem Verständnis von Weihnachten viel näher als die artigen, einstudierten Rituale (same procedure as every year!), die wir kennen.

Es bedarf wohl eines sensiblen und unkonventionellen Musikers wie Nils Kacirek, um einem so abgenutzten Thema wie den bekanntesten Weihnachtsliedern nach gefühlten 1000 Jahren wieder Frische und neues Leben zu verleihen und - JA - sogar Swing. Seine sensiblen und intelligenten Interpretationen der Lieder bringen Jung und Alt im besten Sinn des Wortes zusammen. Für mich die musikalischsten Weihnachten seit ganz langer Zeit!

Anspieltipps: "Alle Jahre wieder", "Alle Jahre wieder", "Gloria", "wenn Weihnachten ist" - Hinreißend, wunderbar!
Wer das nicht mag, hat die Regensburger Domspatzen oder den Windsbacher Knabenchor auch wirklich verdient.


Fly from Here
Fly from Here
Preis: EUR 19,82

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ordentlich, aber was soll man schon sagen...., 6. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Fly from Here (Audio CD)
Als Yes- Fan der großen Jahre dieser Band (also im Prinzip die 70er) kann man dieser Platte mit gutem Willen eine "3+" erteilen, mehr ist aus meiner Sicht nicht drin. Wie viele der andere Gruppen der 70er Jahre (z.B. Genesis, Pink Floyd, Supertramp) begründeten Yes mit einer Reihe von 5, 6 Alben ihren Ruhm und praktisch auch ihr Vermächtnis. Was Yes auf dem "Yes Album", "Close to the edge", "Tales of Topographic Oceans", "Relayer" und etwas später noch "Going for the One - 1978" ablieferten, war - so man für diese Art der Musik offen ist - sowas wie der Himalaya der Rockmusik - Sie schufen Klanglandschaften, die sich tief ins Bewusstsein eingraben konnten. Die Band in ihrer klassischen Besetzung Anderson, Bruford, Wakeman, Squire, Howe waren trotz der solistischen Begabung der exzellenten Musiker eine Einheit, die weit mehr als die Summe ihrer Teile war.

Ich habe Yes leider nur einmal - 2002 gehört, war aber überrascht, wie frisch sie da noch rüberkamen. Wie schon auf "Keys to Ascension" brachten sie einige Titel fast besser als in der Entstehungszeit rüber (auch wenn Steve Howes Finger schon damals etwas müde wirkten). Insbesondere Jon Anderson, der großartige Sänger, wirkte präsent und stimmlich auf einer für sein Alter (damals knapp 60) unglaublichen Höhe.

Von all dem ist - wie von der Band selbst - nicht sehr viel übrig geblieben. Allein Chris Squire verleiht mit seiner Background- Stimme den neuen Songs - die natürlich nicht "schlecht" sind - noch einen Hauch der alten Yes. Der Sänger ist nicht schlecht, aber unter dem Namen Yes muss er sich mit Jon Anderson messen lassen, und das kann nicht gut ausgehen - das Timbre seine Stimme klingt glatter und spannungsloser, auch ist er offenkundig nicht von derselben spirituellen Motivation getragen wie sein Vorgänger.

Es wäre konsequenter gewesen, die Platte unter dem Namen der versammelten Musiker (wegen mir mit einem Auf- Sticker "former Yes members") rausgebracht. Dann wäre es eine angenehme Platte gewesen - Als Yes- Album ist es nur eine mittelprächtige.


The Devil's Walk (Deluxe Edition)
The Devil's Walk (Deluxe Edition)
Preis: EUR 19,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Popmusik 2.0, 2. Oktober 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Devil's Walk (Deluxe Edition) (Audio CD)
So muss moderner Pop des neuen Jahrtausends sein: Elektronische DNA, bisweilen mit echten Instrumenten realisiert, die Unterscheidunug zwischen elektronisch und analog hat hier ihre Gültigkeit verloren, alles fließt nahtlos und scheinbar mühelos in einem faszinierend aufregenden Sound zusammen.
Diese Musik ist intelligent, kennt keine Posen, keine billigen Klischees, weder gesanglich noch musikalisch. Sie bietet vielmehr eine eigene Version von zeitgenössischer Musik, in der Pop und experimentelle Elektronik zu Songs von hypnotischer Schönheit verschmelzen. Die Musik von Apparat verleugnet ihre Einflüsse nicht, auf Schritt und Tritt quillt sie über von Assoziationen, Remineszenzen (wie im nostalgischen Sound des openers "Sweet unrest"), aber dennoch ist die Mixtur doch einzigartig und unerhört.

Hinreißend die Stimme, die locker in Pop- Acts von internationalem Zuschnitt mitsingen könnte. Macht sie aber nicht. Apparat webt lieber an seinem persönlichen musikalischen Kosmos weiter, in dem die Rhythmen vertrackter, das Tempo verschleppter ist, die Texturen komplexer, die Schönheit rätselhafter ("Black Water", Video ansehen!) und die Atmosphäre dunkler als in den Mainstream- Versionen des Pop.

Der Stil, der sich auf dem Vorgänger "Walls" herausschälte, auf der Zusammenarbeit von "Moderat" bereits zu Songperlen wie "Rusty nails" führte, wird hier weitergetrieben: Und so bleibt auch nach dutzenden Malen Hören ein Reibungswiderstand in dieser Musik, die ihr Geheimnis nie ganz preisgeben will und sich so ein undurchschaubares, berückendes Funkeln bewahrt.

"The Devil's walk" ist ein großartiges musikalisches Statement. Eine wahrhafte Platte unserer Zeit !
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 13, 2011 11:32 PM MEST


Nexus
Nexus
Preis: EUR 5,74

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schon lange vorbei..., 28. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Nexus (Audio CD)
Ich habe lange nichts mehr von oder über BJH gehört, diese Platte ist auch schon 12J alt, aber schon damals klang sie so, als hätten es die Softrocker der 70iger verpasst, sich rechtzeitig in Würde zurückzuziehen. Alles an Nexus strömt Trägheit und Uninspiriertheit aus. Alle neuen Songs sind kaum anders als öde oder grauenhaft zu bezeichnen - die Keyboard- Sounds sind abgeschmackt und einfallslos, klingen nach Werks- Preset- Sounds eines Keyboards für Alleinunterhalter. Hymn hat jeder im Original einfach zu oft gehört, als dass der Song noch zieht, das remake ist lahm, uninspiriert einfach nur schlecht. Wann immer die Musiker versuchen, etwas Schwung in die Rentnerveranstaltung zu bringen, wird noch deutlicher, dass hier der Zug seit vielen, vielen Jahren abgefahren ist.

Die Musiker sollten ein Einsehen haben und das Kapitel BJH endgültig beenden.


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