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Rezensionen verfasst von
T. Zwingelberg (Hildesheim)
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Flames of Fame (Live Over Berlin)
Flames of Fame (Live Over Berlin)
Preis: EUR 6,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen The Bosshoss Live - die Zweite!, 6. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Flames of Fame (Live Over Berlin) (Audio CD)
Können die Flammen des Erfolges noch höher schlagen als im Moment? Die Berliner Großstadt-Cowboys arbeiten daran, lassen es sich aber nicht nehmen mit ihrem zweiten Live-Album eine Momentaufnahme ihrer Karriere abzuliefern.

5 Jahre nach „Stallion Battalion Live“, welches seinerzeit in Köln aufgenommen wurde, wurde auf der aktuellen Tour in BossHoss City Berlin mitgeschnitten. Nicht nur der Blick auf die Setlist zeigt, dass sich in den letzten Jahren eine Menge getan hat. Auch die Anwesenheit der Tijuana Wonderbrass, die seit der „Low Voltage“ Tour zum Ensemble gehören, zeugt von den „neuen Zeiten“ im Bandlager.

Ich kann es ja gleich vorwegnehmen: Natürlich hat mir die Setlist des ersten Livealbums deutlich besser gefallen, doch die Zeit bleibt bekanntlich nicht stehen. Und so war ich nun vor allem gespannt, wie sich die alten Hits wie „Stallion Batallion“, „Last Day“, „Hey Ya“, „Rodeo Radio“ oder „Mary Marry Me“ mit dem neuen Material vertragen würde. Klar, ein Song wie „My Personal Song“ fügt sich erwartungsgemäß problemlos ins Portfolie der Countryrocker ein. Doch selbst poppige Chartstürmer wie „Don’t Gimme That“ werden im Livearrangement erträglich. Dafür wird mir bei Hits wie „Hey Ya“ zu viel mexikanische Kneipenatmosphäre in die Songs gebläsert. Und natürlich vermisse ich Kracher wie „Yeehaa“ oder „High“ ebenso wie meine bevorzugte Ballade „Goodbye Mary“. Unerwähnt bleiben sollte auch nicht, dass ich mir das traditionelle „Boss Hoss“ (Sonics“) als Intro zurück wünsche. Es gibt Bands, zu denen einfach bestimmte Intros gehören. Ich will jetzt nicht so weit gehen und den Vergleich zu Metallicas „Extasy of Gold“ ziehen, aber irgendwie ist dieses „God Loves Cowboys“ Intro nicht dasselbe.

Während also Fans der Anfangstage weniger auf ihre Kosten kommen, gibt es für die große Zahl neuerer Fans eine ganze Reihe hörenswerter Songs der aktuellen Alben. Zudem sei ein bisschen Entwarnung gegeben. Mein Kollege beschwerte sich nach der letzten Show in Hannover darüber, dass die Cowboys nach wie vor nur Englisch auf der Bühne sprächen, obwohl sie im Fernsehen ja mittlerweile auf Deutsch unterwegs sind. Nun, auf dem vorliegenden Livealbum präsentieren Boss und Hoss eine Mischung aus den verschiedenen Sprachen.

Live-Album Nr.2 präsentiert das „Stallion Battalion“ gereifter und doch spielfreudig wie eh und je. Zwar wünschte ich mir die alten Zeiten zurück, doch kann ich auch unumwunden zugeben, dass ich den Jungs ihren Erfolg gönne. Sie haben schließlich hart genug dafür gearbeitet – jetzt sei ihnen die reiche Ernte auch gegönnt.

Mehr zum Thema Bosshoss gibt es beim Twilight Magazin!


Various Artists - Live at Wacken 2012 [3 DVDs]
Various Artists - Live at Wacken 2012 [3 DVDs]
DVD ~ Hammerfall
Preis: EUR 17,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Phänomen WACKEN lebt weiter, 6. Dezember 2013
Wer weiß schon genau, wie viele der heutigen Metalheads tatsächlich das Ergebnis einer durchzechten Nacht in WACKEN sind, als sich ihre Eltern zu den Klängen ihrer metallischen Heroen leidenschaftlich im Matsch des schleswig-holsteinischen Flachlandes liebten? Immerhin hat das größte Metalfestival der Welt mittlerweile fast ein Vierteljahrhundert auf dem Buckel.

Und mit Sicherheit gehört das Megafestival zu den Festivals mit den meisten Superlativen und Hübner, Jensen & Co hätten sich seinerzeit sicherlich nicht träumen lassen, wohin die Reise sie einmal führen würde. Doch mittlerweile hat wohl so ziemlich jeder Heavy Metal Fan so seine persönlichen Erfahrungen mit und Erinnerungen an mindestens einen WACKEN Besuch. Kann man die Atmosphäre und Stimmung des Festivals auf DVD oder CD einfangen? Sicherlich nicht. Aber man kann mit den Bildern und Songs sicherlich die ein oder andere freudige Erinnerung bei den Besuchern des 23. W:O:A. wachrufen.

Auf drei DVDs präsentieren die Macher insgesamt 24 Bands und 58 Songs (+Bonusmaterial) mit fast 300 Minuten Spielzeit. Die echte Festivalatmosphäre kann die DVD natürlich allein deshalb schon nicht transportieren, da es sich natürlich in erster Linie um Aufnahmen von den verschiedenen Bühnen handelt. Das Leben in der WACKEN Stadt bleibt dabei weitestgehend ausgeblendet, was ich ein wenig schade finde. Vielleicht könnte man in Zukunft eine bessere Mischung aus Musik und Festivalleben (jenseits eines sporadischen „Waoooaaoaokkkkkken“ Schreis) finden. Immerhin ist WACKEN ja mittlerweile viel mehr als „nur“ Musik: Vom Wikinger Dorf, über ein Wrestling Zelt, einen Biergarten, verschiedene Märkte bis hin zu mittelalterlichen Spektakeln wird ja einiges geboten.

Doch zurück zur Musik. Bei weit mehr als 100 Bands ist es ganz klar, dass man für ein DVD Projekt eine Auswahl treffen musste und damit zwangsläufig die Kritiker in den Ring schickt: Der eine vermisst diese Band, der andere jene. Unterm Strich ist es jedoch gelungen, einen guten Querschnitt der musikalischen Vielfalt von WACKEN zusammenzustellen. Neben Festivalveteranen wie OVERKILL, TESTAMENT, SAXON oder HAMMERFALL, finden sich auch Bands wie LEAVES‘ EYES, RIOTGOD oder RED FANG. Vom räudigen Thrash Metal (z.B. HAMMERCULT), über die alternde NWoBHM (SAXON) bis hin zu den Berliner Großstadtcowboys von THE BOSSHOSS, den Lärmphropheten NASUM und den Cadillac-Rockern VOLBEAT findet sich für jeden Geschmack wenigstens eine Band auf der DVD.

Natürlich geht es mir nicht anders als jedem anderen Fan mit subjektiven Vorlieben: So hätte ich mir statt DECAPITATED wohl eher ein paar MASSACRE Songs gewünscht, NASUM durch die LENNINGRAD COWBOYS ersetzt, UNEARTH vergessen und mir stattdessen lieber DIO DECIPLES oder CHANNEL ZERO angesehen und die BROILERS SUFFOCATED vorgezogen. Aber such is life und der Vorteil der DVD ist vor allem, dass man sich nicht mit Regen und Matsch rumschlagen muss und i.d.R. seine eigene Toilette benutzen kann. Ist doch auch super.

Das Phänomen WACKEN lebt weiter und die aktuelle DVD-Box zur 23. Auflage des größten Heavy Metal Spektakels der Welt dürfte für viele Fans nur eine neuerliche Manifestation dessen sein, was sie ohnehin schon wussten: Faster:Harder:Louder – Wir sehen uns beim nächsten WACKEN – Rain or Shine!

Mehr aktuelle Reviews gibt es beim TWILIGHT Magazin!


Crazy World  (Deluxe Edition)
Crazy World (Deluxe Edition)
Preis: EUR 21,99

5.0 von 5 Sternen Die Scorpions pfeifen munter wie eh und je..., 24. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Crazy World (Deluxe Edition) (Audio CD)
Während David Hasselhoffs Halsschlagader eins ums andere Mal zu platzen drohte bevor er die Berliner Mauer endlich umgesungen hatte, brauchte es bei Klaus Meine nicht mehr als ein melodiöses Pfeifen, um gleich den gesamten Ostblock in die Knie zu zwingen. Tja, die niedersächsischen Hardrocker wussten eben schon immer wie es geht.

Noch heute erzählen sich die Alten im Lichte der Energiesparlampe von einer aufstrebenden Rocktruppe, die in den 60gern mit einem alten Bully durch den Landkreis tourte, um alle einschlägigen Musikschuppen zwischen Downtown Sarstedt und Hoheneggelsen kaputt zu rocken. Gute zwanzig Jahre später erblickte dann mit „Crazy World“ ein weiterer Klassiker aus der SCORPIONS Schmiede das Licht der Welt. Nur, dass die Scheibe mittlerweile nicht mehr in Gleidigen und Ahrbergen unterm Ladentisch vertrieben wurde, sondern mal eben weltweit frenetisch abgefeiert wurde. Und das Video zu „Tease Me Please Me“ war dank seiner schnellen Kameraschnitte zwischen Rudolph Schenker und einer halbnackten Schönheit bestens dazu geeignet, um den pubertierenden Hard Rock Fan seinerzeit auf eine hormonelle Reise zwischen Gipfel und Talsohle zu schicken.

23 Jahre später sorgt das besagte Video, welches sich neben anderen Videos auf der Bonus-DVD befindet, zwar nicht mehr für derartige Gefühlsschwankungen, aber die Musik der Scheibe hat nichts von ihrer Faszination verloren. „Tease Me Please Me“, „Kicks after Six“, „Hit between the Eyes“ oder das geniale „Don’t Believe Her“ rocken heute noch ebenso wie 1990. Und vielleicht sollten Meine & Co einfach mal wieder pfeifenderweise durch die Krisengebiete der Welt reisen und diese in blühende Landschaften verwandeln – genug Magie ist jedenfalls noch in den Songs.

Und weil Ilse Werner heute nur noch selten im öffentlich rechtlichen Fernsehen vor sich hin pfeift, gibt es „Wind of Change“ gleich noch als spanische und russische Version mitgeliefert. Und wer dann mal wieder etwas mehr Power braucht, der bekommt dies mit Liveversionen von „Big City Nights“, „Holiday“ und „Hit Between The Eyes“.

Doch bekanntlich sind die Scorpions auch optisch seit jeher eine Augenweide und man fragt sich, warum Rudolph & Co nicht als Mentoren der neuen Pro 7 Fashion Show eingeladen wurden. Aber vielleicht sind sie auf der großen Bühne doch besser aufgehoben, diesen Eindruck vermittelt jedenfalls der Livemitschnitt der Crazy World Tour 1991, der sich auf der Bonus-DVD findet.

Es ist eine verrückte Welt, aber die SCORPIONS können mit ihrer schmuck aufgemachten Deluxe Edition des „Crazy World“ Klassikers auch ein knappes Vierteljahrhundert nach der Erstveröffentlichung noch richtig punkten. Und wie heißt es so schön: „It ain’t over, till Klaus Meine wistels!“ oder so ähnlich. Hoffen wir also mal, dass die Abschiedstour der Skorpione noch etwas andauert und uns vielleicht doch noch ein neues Studioalbum beschert. Aber erstmal steht ja die Unplugged-Scheibe ins Haus…

Und mehr zu den Scorpions und den besten Scheiben der Gegenwart gibt es beim Twilight Magazin!


The Dream Calls for Blood
The Dream Calls for Blood
Preis: EUR 14,59

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Twilight Magazin: Death Angel, 24. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: The Dream Calls for Blood (Audio CD)
In der umtriebigen Bay Area Thrash Szene entstanden, widmeten sich DEATH ANGEL zunächst noch eher dem europäischen Metal der Marke NWoBHM, bevor das zweite Demo „Kill As One“, welches unter der Regie eines gewissen Kirk Hammett entstanden ist, die Tore ins Thrash Metal Reich öffnete. Seit her sind viele Wellen an die Strände der Bay Area gerollt und die Kalifornier haben alle Höhen und Tiefen des Musikgeschäfts durchlebt. Vielleicht eine Voraussetzung, um das stärkste Album der Bandgeschichte zu veröffentlichen?

Zwar war das Familienunternehmen DEATH ANGEL seit Alben wie „Frolic Through The Park“ und „Act III“ irgendwie immer im Gespräch und Sänger Mark ist bei Interviews ein äußerst dankbarer Gesprächspartner, aber so richtig gezündet haben die Songs der Herren bei mir dann doch nie. Entsprechend gleichmütig ging ich auch an das siebte Studioalbum der Kalifornier heran – eigentlich auch nur, weil sonst niemand wollte. Tja, selbst Schuld sag ich da nur. Denn schon mit „Left For Dead“ brettert ein echter Thrash Metal Schwertransport durch die Boxen. Dieser begibt sich mit dem schnellen „Son of the Morning“ rotzfrech auf die linke Spur und die spitzen Schreie von Osegueda sorgen für freie Bahn. An der technischen Ausstattung der Band haben ja ohnehin nie Zweifel bestanden, aber mit dem Titeltrack des Albums zeigen DEATH ANGEL, dass sie diese Fingerfertigkeit auch songdienlich einsetzen können. Das Ergebnis ist einer der wohl besten Songs der Bandgeschichte, der neben Geschwindigkeit und Mörderriffs auch noch Ohrwurmcharakter hat. Dass auch ruhige Töne ihre Berechtigung im Thrash Metal haben, zeigen Songs wie „Execution/Don’t Save Me Now“. Für „Detonate“ hätten die Herren keinen passenderen Namen wählen können, den der Song hat genug Sprengkraft, um sowohl die Konkurrenz der 80ger als auch die Jungspunde des 21. Jahrhunderts aus dem Weg zu sprengen.

Neben den Presslufthammer Riffs der Herren Cavestany und Aguilar und der Planierwalzen Rhythmusarbeit vom Duo Sisson/Carroll, sorgt vor allem die Stimme von Mark Osegueda für Abwechslung in den Songs. Mal schreit er spitz wie Tom Araya zu SLAYERs Anfangszeiten, dann wieder klingt er brutal und trotzig wie ein gewisser Billy Milano (z.B. „Empty“).

Es gibt keinen Zweifel, mit „The Dream Calls For Blood“ zeigen sich DEATH ANGEL kompromissloser denn je, ohne jedoch ihre Variabilität aufzugeben. Das Resultat ist nicht nur das wohl beste DEATH ANGEL Album aller Zeiten, sondern auch eins der stärksten Alben des Genres in diesem Jahr.

14/15 Punkten

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Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 25, 2013 11:40 AM MEST


Gruselkabinett - Folge 70: Schwarze Krallen
Gruselkabinett - Folge 70: Schwarze Krallen
Preis: EUR 5,10

0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wohlige Gänsehaut, 24. Dezember 2012
Das Gruselkabinett öffnet abermals seine Pforten. Dieses Mal steht eine Erzählung des US-amerikanischen Schriftstellers Robert E. Howard, der vor allem durch seine „Conan“-Reihe bekannt geworden ist, auf dem Spielplan.

Wir schreiben das Jahr 1935: in den Südstaaten ruft der junge Wissenschaftler Joel Brill seinen Freund Jim Reynolds, einen Experten für west-afrikanische Volksstämme, an, nur um herauszufinden, dass sich dieser angeblich gerade mit ihm in einem abgelegenen Haus trifft. Gemeinsam mit einem Freund macht er sich in der Dunkelheit auf und findet das Haus in vollkommener Dunkelheit – die Sicherungen sind herausgedreht. Im Schein eines Gasfeuerzeugs erkundet das Duo das Haus und stößt zunächst auf einen blutgetränkten Teppich und schließlich auf einen grausam zugerichteten Reynolds. Obwohl Brill ein wasserdichtes Alibi zu haben scheint, gerät er in den Fokus der Ermittler, denn immerhin bezeugen die afrikanischen Diener Reynolds‘, dass es Brill gewesen sei, der ihren Herren in das Haus bestellt hatte. Schließlich kommt es zum blutigen Showdown, einem Schusswechsel und der Begegnung mit Gefahren, die niemand für existent gehalten hätte.
„Schwarze Krallen“ vermischt gekonnt Elemente des Kriminalromans mit dem Übernatürlichen der der Schauergeschichte und sorgt so für wohlige Gänsehaut und angenehme Spannung. Zwar wirken die sprachlichen Auftritte der drei Diener etwas überzogen und der politisch korrekte Kritiker wird sich auch an den (mindestens latent) rassistischen Untertönen der Geschichte stören, doch muss man die Erzählung natürlich im Kontext ihrer Entstehungszeit sehen. Der 70. Teil des Gruselkabinetts ist kurzweilig und hervorragend inszeniert.

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Gruselkabinett, Folge 69 - Stimme in der Nacht
Gruselkabinett, Folge 69 - Stimme in der Nacht
Preis: EUR 5,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandiose Unterhaltung mit hohem Gruselfaktor., 14. November 2012
Vor über hundert Jahren im November erschien die bekannteste Seefahrergeschichte des britischen Autors und Fotographen im Blue Book Magazine. Bis heute hat „Stimme in der Nacht“ Nichts von seinem hohen Gruselfaktor eingebüßt.

Nachdem Hodgson einige Zeit zur See gefahren war, erkannte der Engländer, dass er das Meer regelrecht verabscheute, was sich schließlich auch in vielen seiner Geschichten widerspiegelte. So auch im vorliegenden Hörspiel, welches mit gerade einmal 4 Sprechern auskommt. Geradezu genial ist Lutz Mackensy in seiner Rolle als John, der aus dem Nebel heraus die Seeleute George und Will anruft. Im Schatten der schier undurchdringbaren Nebelwand scheint sich der seltsame Ruderer sicher zu fühlen. Ein Bild des Schreckens bietet sich den Seeleuten, als sie John versuchen ins Licht zu locken und so einen kurzen Blick erhaschen können. Doch noch kann der Hörer nur spekulieren was George und Will zu sehen bekommen haben. Schließlich überreden sie John dazu, seine Geschichte zu erzählen. Alles beginnt damit, dass John und seine Frau Vivian in ein Schiffsunglück verwickelt sind und schließlich alleine auf offener See zurückbleiben. Ihr rettendes Heil scheinen sie dann in einer sicheren Bucht einer Insel gefunden zu haben. Dort finden sie ein völlig von einer ekeligen Masse überzogenes Schiffsfrack in dem sie sich zunächst gemütlich einrichten. Eine Entscheidung, die sie womöglich das Leben kosten wird…

Ich will hier nicht zu viel über die absolut spannende Geschichte erzählen, nur so viel: sie jagt dem Hörer gruselige Schauer über den Rücken. Hodgsons Geschichte lebt von einer ähnlich trostlosen und grausigen Stimmung wie etwa „The Rime of the Ancient Mariner“ und das Sprecherquartett setzt diese Stimmung hervorragend um. Das Böse schwebt beständig über der Geschichte und der Hörer ist zu jeder Sekunde darauf gefasst, dass noch schrecklichere Dinge geschehen.

Grandiose Unterhaltung mit hohem Gruselfaktor. Genau das richtige für die dunkele Jahreszeit also. Mehr davon!
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Bible of the Beast Ltd.Edition
Bible of the Beast Ltd.Edition

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Panik im Pentagramm, 10. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Bible of the Beast Ltd.Edition (Audio CD)
Da haben die Multikulti-Schockrocker ja mal wieder einen besonderen Leckerbissen vor die Türe gehängt. Er tropft noch etwas vor Pathos, doch das gehört bei den Herren Greywolf & Co ja wohl dazu. Und so brachial wie beim Opener "Raise Your Fist, Evangelist" geht es dann auch nicht weiter, statt dessen wird mit harten Riffs und zeitweise genialen Melodien weitergeheult, was das Zeug hält. "Panic in the Pentagram" gehört für mich nicht nur zu den Highlights dieser Scheibe, sondern sicher auch zu den besten Song der Band überhaupt. "Moscow after Dark" ist ein weiterer Beweis für die stellenweise etwas skurrilen Kompositionen mit osteuröpaischem Einschlag: die Vocals lassen vereinzelt den Schluss zu, dass hier ein verirrter Schwarzmeerflottenveteran mit amtlicher Alkoholfahne das Studio gestürmt hat und den text mal eben als Homage an die Mütterchen Russland eingesungen hat.
"Catholic in the Morning...Satanist at Night" hat sicherlich für viele Metalfans, die ihr Geld im Bankenwesen oder in der Versicherungsbranche verdienen müssen, biographische Momente. Lasst es raus!
Spätestens bei "We take the church by storm" müsste auch dem letzten Hörer klar werden, dass die Vertreter der Kirche sofort exkummuniziert werden, sollten sie sich einer Powerwolf Scheibe auch nur näher. Und wenn der Namensvorschlag zu "Resurrection by Errection" nicht von einem gewissen Metal Blade Promoter mit den Initialen A.R. gekommen ist, fresse ich einen Besen.
Powerwolf zeigen abermals, dass sie sich eigentlich eine eigene Nische geschaffen haben, in der sie unbehelligt schalten und walten können. Bislang haben sie diese Freiheiten bestens genutzt und mit drei starken Alben überzeugt. Zwar wirkt "Bible of the Beast" weniger böse als das Debüt, dafür wirkt es irgendwie unberechenbar und durchgeknallt.
Antesten ist hier zu wenig - kaufen ist angesagt!
Da ich bislang immer die Höchstnote gezückt habe, werde ich das auch hier wieder tun. Zwar ist die Scheibe ein wenig anders als die Vorgänger, aber trotzdem nicht weniger gut!


Coaster
Coaster
Preis: EUR 12,99

4.0 von 5 Sternen Untersetzer mit Ecken und Kanten, 10. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Coaster (Audio CD)
"Wolves in Wolves' clothing" war ein Album mit einen ganzen Hand voll guter Punkrock Nummern. Und in eben dieser Tradition geht es weiter und "Coaster" wird mit einem ultimativen Ohrwurm namens "We called it America" eröffnet (klingt schon fast mehr nach Bad Religion). "Quitter" und vor allem "First Call" erwecken dann schon fast den Eindruck, als wären die Californier als Kinder in einen Topf mit Hitschreibzaubertrank gefallen.
"My Orphan Year" und "Blasphemy" sind genretypische Punkrocker, die auf jeden Fall in ordnung gehen, wenngleich sie nicht mit der Eröffnungsdreifaltigkeit mithalten können. "Creeping Out Sara" lädt dann das erste Mal eher zum weiter skippen ein. Auch "Eddie, Bruce and Paul" oder "The Agony of Victory" sind jetzt wirklich keine Offenbarungen, aber auch keine Totalausfälle. "Best God in Show" hält die SKA Tradition der Herren aufrecht, ebenso wie das wesentlich besser gelungene "I Am An Alcoholic", welches Eindeutig das Highlight der zweiten Spielhälfte ist.
Das Album beginnt überwältigend und hat durchaus eine ganze Reihe mit Hitpotential, braucht in seiner Gesamtheit dann aber doch eine Reihe von Druchläufen, um wirklich zu überzeugen.
Im gegensatz zu so manch älterem Scheibchen der Jungs, ist der Sound der Scheibe sehr gefällig und Stimme und Gitarren sind kraftvoll und gefällig!
Wer also tatsächlich nur auf der Suche nach wasserabweisenden Unterlegern ist, der soltle vielleicht lieber doch auf eine andere Scheibe zurückgreifen. Denn nur weil sich der Silberling sicherlich gut unterm dem gefüllten Glas kühlen Nasses macht, so ist der Unterhaltunsgwert im dafür vorgesehenen Player doch um ein Vielfaches höher!


16.6 Before the Devil Knows You'Re Dead
16.6 Before the Devil Knows You'Re Dead
Preis: EUR 18,64

3 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Feuer frei!, 10. Mai 2009
Das Power Metal Flagschiff um Sirene Ralf Scheepers und Mat Sinner, hat nachgeladen und "16.6" wartet nur darauf, auf die versammelte Metalmannschaft abgefeuert zu werden.
Mit "Riding the Eagle" haben die Herren auch gleich eine tötliche Ladung bereitgestellt: ein druckvoller uptempo Song mit guten Melodien. "Black Rain" sticht durch seine orientalisch anmutenden Melodien heraus und "Under the Radar" darf wohl in der besten Tradition von Hitmachinen wie "Gamma Ray" oder "Judas Priest" gesehen werden.
Das neue Album bietet neben gestandenen Drucktöpfen aber auch ruhigere Kompositionen, in denen dann auch schon mal die Synthies zum Einsatz kommen, z.B. "No Smoke Without Fire" oder "Soar".
Die Stärke der neuen Scheibe liegt für mich auf jedem Fall im Abgang. "Night After Night" ist ein guter, jedoch nicht außergewöhnlicher Song. Mit "Smith and Wesson" hält die Band dann jedoch nochmal einen rauen Song bereit, der den Hinter mindestens so in Bewegung setzt, wie eine Ladung Schrot. Das treibende "The Exorcist" gehört für mich schließlich zu den Highlights des vorliegenden Albums - besser kann ein Power Metal Song kaum klingen: druckvolle Gitarren mit Handmuskelkaterriffs, donnernde Drums und ausgeklügelte Gesangsmelodien, die gute Akzente setzen.
Danach hat man sich dann auch eine Verschnaufpause verdient und diese offeriert die Band in Form einer Ballade: "Hands of Time". Vermutlich wird der Song hartgesottenen Fans zu schmalzig sein, ich finde die Nummer mittlerweile richtig gut. Aber da sie sich am Albumende befinde, braucht man ja auch nicht so weit zu hören, wenn man nur den Dampfhammer haben will. Der schwächste Song der Scheibe ist für mich übrigens ausgerechnet der quasi Titelsong "Six Times Dead": während das Grundriff des Songs noch in Ordnugn geht, finde ich die Melodie des Refrains unheimlich nervtötend. Danke für die Skip Taste!
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 24, 2012 1:03 PM CET


In Distortion We Trust
In Distortion We Trust
Preis: EUR 17,76

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weiblicher Rotzrock aus Stockholm, 14. März 2009
Rezension bezieht sich auf: In Distortion We Trust (Audio CD)
Der Bandname bezieht sich auf eine Dame aus Gummig, die am Kreuze über ein Festivalgelände gezogen wurde. Musikalisch ist das Quartett um Frontfrau Mia eine Kreuzung aus 80iger Sleaze Rock á la Vixen und Lita Ford und dreckigem Rock der Marke Motörhead und Sister Sin.
Die Mädels machen hier nicht nur auf den Bildern eine gute Figur, sie wissen auch, was einen guten Song ausmacht, wie "Losing the Game", "Play Me Hard" oder das geniale "Rock N Roll Bachelor" eindrucksvoll beweisen.
Das Debüt der Stockholmer Rockerinnen kommt mit einer Bonus CD, die neben einem sehr unterhaltsamen Film über die ersten Jahre der Band (Tour, Proberaum usw)auch viele Videos enthält. Besonders sehenswert ist die Coverversion des Motörhead/Girlschool Songs "Please Don't Touch", welche die Mädels mit ihren Freunden von American Dog eingespielt haben.
Und wer nach "In Distortion we trust" das Verlangen nach Mehr hat, der bschafft sich schnell den Nachfolger: "'Til Death Do Us Party".


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