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Rezensionen verfasst von
M. Puppe "Leseratte und Spielefreak" (aus der Ecke am Schreibtisch)
(REAL NAME)   

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Unbreakable
Unbreakable
Preis: EUR 1,29

5.0 von 5 Sternen Toller Künstler, tolles Lied, 3. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Unbreakable (MP3-Download)
Der Song hat einfach alles, was ein gutes Lied ausmacht. Aufbau top, Text aussagekräftig und toll und die Melodie ist eingängig. Ein echter Ohrwurm. Hätt ich sie, würde ich 10 Sterne vergeben. Seit langem endlich mal wieder ein richtiges Lied, das man sich auch nicht so schnell überhört.


Phantom der Lust
Phantom der Lust
von Colette Gale
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht schlecht, aber zu lang, 3. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Phantom der Lust (Taschenbuch)
Nach den Rezensionen hier hätte ich Schlimmeres erwartet.
In der Tat nichts für eingefleischte und das Ganze zu ernst nehmende Phantomfans, präsentiert sich das Buch dennoch, lässt man sich auf die vollkommen anders entwickelte Geschichte ein, erstaunlich einfalls- und inhaltsreich.
Natürlich könnten Teile der Story überlegter sein und durch die übermäßig vielen Sexszenen verkommen die Figuren zu dauergeilen, sich selbst nicht kontrollieren könnenden, willenlosen Lustzombies, aber in so manchem Roman dieser Art erlebt man das um ein Vielfaches flacher und schlimmer. Zumindest darf der geneigte Leser neben der schönsten Nebensache der Welt, um die es hier hauptsächlich geht, auch ein bisschen, sogar teilweise spannende, Handlung erwarten.
Ich denke, die Schwierigkeit liegt wohl darin ein intellegentes Erotikbuch zu schreiben, das nicht trotz all der Lust und der zu vermittelnden Begierde in die Obszönität eines einfachen Sexheftchens abgleitet. Leider ist die Autorin an dieser Bemühung kläglich gescheitert. Sie hat so ziemlich alles von hart bis zart in dieses Buch gepackt, was einem so landläufig an Praktiken bekannt ist. An vielen Stellen wenig blumige Beschreibungen nennen das Kind ungeschminkt beim Namen.
Der Leser darf hier also keinen Kleinmädchen-Pseudoerotikroman mit leicht anregenden Andeutungen erwarten. Dieses Buch geht zur Sache und erzählt weiter, wo andere längst die Segel streichen und den Mantel des Schweigens darüber breiten würden und neigt dabei dazu es mit dem Guten etwas zu übertreiben.

Mir persönlich hat das Buch nicht schlecht gefallen, wurde mir dann am Ende aber doch zu langatmig. Auf den letzten Seiten kam dann die geballte Unlogik eines gezwungen erotisch geschriebenen Buches zum Tragen. Ich gewann vermehrt den Eindruck, dass die Autorin in die letzten verbleibenden Seiten noch so viele Sexszenen wie möglich packen wollte, wodurch die Handlung, die hätte etwas dezenter erzählt, durchaus Potenzial gehabt, ad absurdum geführt wurde.

Fazit: Wer einen Sexroman sucht, dürfte mit diesem Buch bestens bediehnt sein, denn Inhalt und Handlung sind für dieses Genre absolut okay. Alle, die aber meinen sie würden mehr über das Phantom der Oper erfahren oder der irrigen Vorstellung anheim fallen sollten, dass dieses Buch tatsächlich nach einer wahren Begebenheit geschrieben wurde, denen sei gesagt, es ist in diesem Punkt nicht die Seiten wert, auf die es gedruckt wurde.

Anmerkung: Auch wenn die Autorin gegenteiliges behauptet, so ist dies NICHT die wahre Geschichte von Christine Daaé und Erik, dem Phantom der Oper. Dies wurde nur für den Effekt und zu Verkaufszwecken behauptet.


Das Phantom: Die bisher ungeschriebene Lebensgeschichte des "Phantom der Oper" Roman
Das Phantom: Die bisher ungeschriebene Lebensgeschichte des "Phantom der Oper" Roman
von Susan Kay
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Fulminanter Auftakt mit schwachem und wässrigem Ende, 29. September 2010
Ich habe mir dieses Buch als Ergänzung zum Roman von Gaston Leroux gekauft. Ich wollte mehr über das Phantom erfahren und begab mich vertrauensvoll in Susan Kays Hände. Ich ließ mich durch seine Kindheit führen und teilte seine Leiden der viel zu früh begonneneden Jugend. Ich weinte, als er erwachsen wurde und trauerte um seine so früh verlorene Unschuld. Mich bangte um ihn in Persien und ich zitterte mit ihm in seinem einsamen Nest, dass er sich schließlich in der Oper von Paris geschaffen hatte. Doch in dem Augenblick, als er Christine traf, verlor ich Erik. Ich verlor seinen Charakter an den Wunschtraum der Autorin, an die Mischung, die sich in ihrer Seele aus dem Musical von Webber und dem Roman von Leroux gebildet haben musste. Ich verlor mein Phantom an die Phantasie und das Unvermögen des Verstehens einer einzigen Person. Recherchiert wollte ise haben, die Geschichte von Erik so wiedergeben, wie sie hätte sein können. Da gab es nur ein Problem. Ab einem bestimmten Zeitpunkt gab es diese Geschichte schon. Ab einem bestimmten Moment hätte sie das akzeptieren und ihre eigene künstlerrische Interpretation zurücknehmen müssen, um dem Original keine Gewalt anzutun. Genau das hat sie aber getan. Sie hat die Figuren verkommen und sich selbst verlieren lassen. Sie hat bewusst Ereignisse ignoriert, geändert, ja sogar mit dem vermischt, was wir aus dem Musical kennen. Nichts, was zwischen dem Phantom und Christine in Susan Kays Roman geschieht, kann ich glauben, doch man kommt nicht umhin weiter mitzuleiden, den Pfad mit dem durch die Autorin furchtbar entstellten Charakter weiterzugehen um unweigerlich bis zum unbefriedigenden und für den wirklichen Liebhaber des Originals schmerzhaften Ende zu gelangen.
Ich fühlte mich leer und ausgebrannt, als ich die letzten Worte endlich hinter mich gebracht hatte. Und dann kam die Wut. Die namenlose, entsetzliche Wut auf die Autorin. Wie konnte sie es so enden lassen? Wie konnte sie die Figuren von Leroux, das, was er geschrieben hatte, so vernachlässigen und ignorieren? Wie eitel und selbstverliebt muss man sein, um sich über diese Grenze hinwegzusetzen?
Noch immer könnte ich Gift und Galle speien, wenn ich an die letzten Kapitel denke. An die Zeitverschwendung! An das Fieber, die Begierde endlich das Ende zu kennen und dann doch so bitter enttäuscht zu werden, sobald man merkt, wie die Charaktere mit jeden weiteren Wort immer schneller und schneller abgleiten in die Bedeutungslosigkeit und das Mittelmäßige, wo sie sie doch hat so wunderbar erstehen lassen.

Hat man das Buch erst einmal begonnen zu lesen, zieht Susan Kays Schriebstil einen mit in die Tiefe. Er fesselt den Leser und lässt ihn nicht mehr los, bis das letzte Wort in Gedanken verhallt ist. Es ist, als würde Erik singen und leider ist das Erwachen bei Susan Kay genauso grausam, wie wenn Eriks letzter Ton verklungen ist und er seine Maske abnimmt.

Wäre dieser Roman so konsequent und mit solcher Hingabe weitergeschrieben worden, wie man ihn begonnen hatte, dann hätte dieses Buch fünf Sterne verdiehnt. So kann ich mich nur zu höchstens Dreien mühen.

Fazit: Hervorragend, liebevoll, detailgetreu, fesselnd und tiefgründig begonnen, verliert das Buch ab der Hälfte langsam an Farbe und die Charaktere verblassen allmählich zu einem unscheinbaren Nichts, das nur noch von den Wunschträumen und Phantsien einer Autorin getragen wird, die nicht akzeptieren kann oder will, dass das Ende bereits geschrieben war, bevor sie das Buch begonnen hatte.


Fight for Survival (Primeval)
Fight for Survival (Primeval)
von Alicia Brodersen
  Taschenbuch

1.0 von 5 Sternen Enttäuschend, 13. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Fight for Survival (Primeval) (Taschenbuch)
"Fight for Survival" ist das vierte Taschenbuch zur Fernsehserie Primeval und umfasst die Folgen 2.1-2.3.
Leider bin ich als Fan der Serie und auch der bisherigen Bücher einfach nur maßlos enttäuscht worden.
Während die anderen Taschenbücher die einzelnen Folgen der Serie nahezu 1 zu 1 wiedergeben und sogar noch Zusatzinformationen liefern, ist dieses Buch vollkommen verunglückt. Ganze Szenen aus 2.1 fehlen, 2.2 wird á la "und wieder siegten sie gegen die Urzeittiere" abgehandelt und 2.3 wird ebenfalls um mehrere Handlungsstränge reduziert.
Leider ist das keine Addaption der genannten Folgen, sondern nur eine grobe und schlecht gemachte Zusammenfassung. Nach den ersten drei Taschenbüchern, die wirklich erstklassig geschrieben und für jeden Fan absolut lohnenswert sind, ist dieses Buch lediglich als Verfollständigung der Sammlung gut. Lesen sollte man es allerdings lieber nicht, wenn man sich nicht ärgern möchte.
Man hat beinahe das Gefühl, dass die Autorin keine Lust mehr hatte und alles einfach nur noch schnell dahingeklatscht wurde.
Wirklich schade und enttäuschend. Für diese Unleistung Daumen runter und nur einen Stern.


Auf der Jagd
Auf der Jagd
DVD ~ Tommy Lee Jones
Preis: EUR 5,97

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit einem Wort - toll, 15. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Auf der Jagd (DVD)
Vielleicht liegt es daran, dass ich "Auf der Jagd" vor "Auf der Flucht" gesehen habe, aber ich muss sagen der zweite Teil gefällt mir besser, als der Erste. "Auf der Jagd" ist einfach spritziger, schneller und spannender.
Ich hatte diesen Film das erste Mal nur nebenbei im Fernsehen geschaut, wurde dann aber so davon gefesselt, dass ich alles stehen und liegen ließ und mir gebannt den Rest des Filmes ansah.
Danach musste sofort die DVD her.
Besonders gefällt mir, dass sich alle Rollen weiterentwickelt haben, es aber überweigend die gleichen Schauspieler geblieben sind.
Das Tommy Lee Jones die Rolle des Gerard auch in diesem Teil einfach nur genial verkörpert, ist noch ein zusätzliches Highlight. Dieser Mann ist wirklich ein Garand für tolle Filme.
Wer sagt der Film sei schlecht, der sollte vielleicht noch einmal genauer hinsehen. Das in einem zweiten Teil nicht viel Neues passiert, dürfte jedem klar sein, aber ist es nicht genau das, was wir an einem zweiten Teil sehen wollen? Die uns vertrauten Figuren mit der uns vertrauten Handlung?
Abschließend ist zu sagen, dass "Auf der Jagd" ein Film ist, der auch die begeistert, die "Auf der Flucht" nicht gesehen haben. Ob nun zusammen oder getrennt - beides sind hervorragende Filme, die sich anzuschauen lohnen.


Stormy Monday
Stormy Monday
DVD ~ Melanie Griffith

1 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Scheußlich, 14. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Stormy Monday (DVD)
Da der Name Tommy Lee Jones sonst für qualitativ hochwertige Filme steht, durfte auch Stormy Monday in meiner Sammlung nicht fehlen. Ohne ihn vorher gesehen zu haben, erwarb ich die Scheibe und musste mit Entsetzen feststellen, dass der Film einfach nur scheußlich ist.
Es mag sein, dass er zum Nachdenken anregen soll und die Darsteller machen ihre Sache auch unbestreitbar gut, aber dennoch fehlt dem Film einfach die Handlung und damit meine ich nicht das Bumm Bumm eines Actionfilmes. Ein klein bisschen Plot hätte mir schon gereicht.
Dass, was uns der Film verkaufen will, ist in fünf Minuten erzählt. Ansonsten beherrschen düstere Bilder die Szenerie und eine fürchterliche Jazzmusik lässt einem das Blut in den Adern gefrieren. Hier wird Jazz wörtlich genommen und man ist den ganzen Film über gezwungen die Noten zu hören, die die Musiker NICHT spielen und schon gar nicht zusammen.
Überwiegend regiert die Langeweile und der Blick auf die Uhr wird zum ständigen Begleiter. Man fragt sich allen Ernstes andauernd, wann der Film denn endlich sein Ende hat. Die wenigen wirklich spannenden Sequenzen kann man an einer Hand abzählen und man braucht dafür noch nicht mal alle Finger.
Mit Verlaub, dieser Film ist wirklich nur etwas für Fans, die das Ganze ein bisschen durch die Rosa-Rote Brille sehen und mit dem Film nicht allzu hart ins Gericht gehen.
Ich für meinen Teil werde mich, auch wenn es ein Film mit Tommy Lee Jones ist, definitiv wieder davon trennen, da es genug andere Filme gibt, die es sich anzuschauen lohnt. Da muss man seine Zeit nicht mit diesem einen verschwenden.


Der Herrscher des Central Parks [VHS]
Der Herrscher des Central Parks [VHS]
VHS

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Packend, 13. Oktober 2008
Selten war ein Film so mitreißend und hat zum Nachdenken angeregt wie dieser. Selbst heute noch, 2008, bewegt einen dieses Drama. Tommy Lee Jones spielt den zerrissenen und mit der Welt im Unreinen Vietnam-Veteranen Mitch so überzeugend und genial, dass von der ersten bis zur letzten Minute kein Zweifel daran besteht auf wessen Seite man als Zuschauer steht.
Dieser Film ist auch etwas für diejenigen, die im Gengre Action nicht zuhause sind. Sensibel und doch weite Strecken erstaunlich leise wird auf die Missstände hingewiesen, die in Amerika herrschten.
Die großen Knalleffekte fehlen ebenfalls nicht, halten sich aber eher in Grenzen. Oberste Prämisse der ganzen Geschichte ist "kein Blutvergießen" und so fließt selbiges auch eher spärlich.
Für mich ein absolut großartiger Film mit einem überragenden Hauptdarsteller, der leider leider (noch) nicht auf DVD erhältlich ist.


Hannibal, 6 Audio-CDs
Hannibal, 6 Audio-CDs
von Thomas Harris
  Audio CD

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial geschrieben und tiefgründig, 22. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Hannibal, 6 Audio-CDs (Audio CD)
Der dritte Teil der Bücher um Hannibal Lecter ist genial. Der Schreibstil hat sich im Vergleich zum "Schweigen der Lämmer" sehr viel weiter entwickelt und die stilistischen Mittel, derer sich Harris bediehnt sind treffend und zuweilen mehr als überraschend. Wer auf esthetische Sprache und Interaktion mit dem Leser Wert legt, wird hier seine wahre Freude haben.

Es seien jedoch alle gewarnt, die sich hier das Buch kaufen wollen, da sie den Film ja ach so toll fanden. Vergleichen sie NIEMALS den Hannibal Lecter des Films mit dem des Buches. Zwar ist Anthony Hopkins eine erstklassige Besetzung für die Rolle, verleitet den geneigten Leser jedoch ein wenig die Augen vor der erschütternden und unfassbaren Wahrheit, die hier in diesem Buch über Lecter offenbart wird, zu verschließen. Ich selbst schreibe das aus eigener Erfahrung, da ich ebenfalls zuerst den Film gesehen und dann das Buch gelesen habe. Es hat sehr viele Seiten gedauert, bis ich offen für die Unterschiede zwischen Film und Buch war. Die wirkliche Erkenntnis wie falsch Lecter in den Filmen dargestellt wird und in welch falsche Bahnen die Gefühle der Zuschaeuer Lecter betreffend geleitet werden, kam bei mir erst zum Schluss. Die Unterschiede zwischen Buch und Film sind so gravierend, dass man, finde ich, gesondert darauf hinweisen muss. Film und Buch stimmen maximal zu 40% überein. Vergessen sie also am besten alles, was sie in dem Film "Hannibal" gesehen haben und lassen sie sich vollkommen unbeeinflusst auf das Buch "Hannibal" ein.

Wer bereits die beiden Vorgänger kennt und das ist vor dem Lesen dieses Buches anzuraten, wird hier mit einer noch detaillierteren und ungeschminkten Betrachtung der Psyche von Dr. Lecter überrascht und versteht am Ende, warum er in einem Hochsicherheitstrakt gesessen hat und für psychisch krank erachtet wurde. Man muss während des Lesens erkennen, dass Lecter keinen Deut normaler ist als "Buffalo Bill" oder die "Zahnfee". Er mag genial sein und ein brillianter Kopf, aber zu keiner Zeit darf man aus den Augen verlieren, und wird im Buch auch immer wieder daran erinnert, dass Lecter geisteskrank ist.

Dieser Zwispalt zwischen Genialität und Abgrund, zwischen Sympathie und Abscheu, zwischen Verstehen und Fassungslosigkeit, machen es ungemein reivoll und emotional "Hannibal" zu lesen. Ich konnte das Buch erst aus den Händen legen, als ich die letzte Seite verschlungen hatte und das war nach zwei Tagen.

Der Leser wird von Harris auf eine gefühlsmäßige Achterbahnfahrt geschickt, die mehr als einmal am Abgrund endet. Man wird gezwungen seinen Blickwinkel zu ändern und man wird so ungefilter, aber dabei niemals obzön mit der allgegenwärtigen Wahrheit über alle Charaktere konfrontiert, dass man nicht anders kann, als sich darauf einzulassen.

Dies ist kein Buch, mit dem man durch ist, wenn man es zuklappt. Es beschäftigt einen und regt zum Nachdenken an - kurz wirklich schwerer Stoff, der sich nicht so leicht verdauen lässt.

Ganz am Rande möchte ich aber dennoch ein wenig Kritik loswerden. Mir ist aufgefallen, dass Harris selbst anscheinend ein paar Fehler eingebaut hat. Das finde ich bei der sonstigen Genialität der gesamten Buchreihe sehr bedauerlich. Man sollte doch annehmen, dass man die Vorgänger noch einmal liest, bevor man eine Fortsetzung schreibt und damit jedes Detail übereinstimmt. Leider scheint das hier nicht der Fall zu sein.


Julius Caesar
Julius Caesar
DVD ~ Jeremy Sisto
Wird angeboten von Film_&_Music
Preis: EUR 14,95

7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Für Historiker grausam und unakzeptabel, 30. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Julius Caesar (DVD)
Die Umsetzung dieses sehr spannenden und faszinierenden Stoffes ist so etwas von gründlich in die Hose gegangen, dass diese DVD eigentlich in einen Giftschrank gehört.
Jeder, der auch nur eine Zeile einer Caesar-Biographie gelesen hat, schlägt schreiend die Hände über dem Kopf zusammen. Und dabei rede ich hier nicht von den durchaus streitbaren Theorien, wie der angeblichen Epilepsie. Es geht hier um einfach umsetzbare, geschichtliche Genauigkeit. Es wird doch wohl möglich sein in einem dreistündigen Zweiteiler feststehende Daten und Ereignisse auch korrekt darzustellen. Stattdessen werden mal eben geschichtliche Fakten so hingedreht, dass es den werten Autoren passt. So geht das aber nicht! Wer sich auf die Fahne schreibt eine Biographie über jemanden zu drehen, und das ist dieser Film schon allein wegen des Titels, der muss das Drehbuch von der Geschichte schreiben lassen und nicht umgekehrt. Man kann eben bestimmte Sachen einfach nicht ändern ohne Gefahr zu laufen seine Glaubwürdigkeit zu verlieren.
Sicherlich werden Laien, die sich nicht weiter mit der Materie beschäftigen diesen Film gut finden, denn die Besetzung ist erstklassig und auch die schauspielerische Leistung in Ordnung. Die Szenen sind monumental aufgebaut und die Erzählstruktur sehr gut und spannend nachvollziehbar. Die Leute aber, die sich wirklich schon mit diesem herrausragenden Feldherren beschäftigt haben und über fundiertes Wissen zur römischen Geschichte und Kultur verfügen, werden schon nach den ersten Minuten Bauchschmerzen bekommen.
Wer sich wirklich für das Leben und Wirken von Gaius Julius Caesar interessiert, der ist mit einer geschriebenen Biographie weitaus besser bediehnt. Dieser Film ist allenfalls etwas für jene, denen Fakten egal sind.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 30, 2012 12:23 AM CET


Julius Caesar
Julius Caesar
DVD ~ Jeremy Sisto

10 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Für Historiker grausam und unzumutbar, 30. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Julius Caesar (DVD)
Die Umsetzung dieses sehr spannenden und faszinierenden Stoffes ist so etwas von gründlich in die Hose gegangen, dass diese DVD eigentlich in einen Giftschrank gehört. Die Verantwortlichen sollten sich schämen, das auch noch in einer History Collection erscheinen zu lassen und die Leute glauben zu machen sie würden sich etwas geschichtlich fundiertes kaufen.
Jeder, der auch nur eine Zeile einer Caesar-Biographie gelesen hat, schlägt schreiend die Hände über dem Kopf zusammen. Und dabei rede ich hier nicht von den durchaus streitbaren Theorien, wie der angeblichen Epilepsie. Es geht hier um einfach umsetzbare, geschichtliche Genauigkeit. Es wird doch wohl möglich sein in einem dreistündigen Zweiteiler feststehende Daten und Ereignisse auch korrekt darzustellen. Stattdessen werden mal eben geschichtliche Fakten so hingedreht, dass es den werten Autoren passt. So geht das aber nicht! Wer sich auf die Fahne schreibt eine Biographie über jemanden zu drehen, und das ist dieser Film schon allein wegen des Titels, der muss das Drehbuch von der Geschichte schreiben lassen und nicht umgekehrt. Man kann eben bestimmte Sachen einfach nicht ändern ohne Gefahr zu laufen seine Glaubwürdigkeit zu verlieren.
Sicherlich werden Laien, die sich nicht weiter mit der Materie beschäftigen diesen Film gut finden, denn die Besetzung ist erstklassig und auch die schauspielerische Leistung in Ordnung. Die Szenen sind monumental aufgebaut und die Erzählstruktur sehr gut und spannend nachvollziehbar. Die Leute aber, die sich wirklich schon mit diesem herrausragenden Feldherren beschäftigt haben und über fundiertes Wissen zur römischen Geschichte und Kultur verfügen, werden schon nach den ersten Minuten Bauchschmerzen bekommen.
Wer sich wirklich für das Leben und Wirken von Gaius Julius Caesar interessiert, der ist mit einer geschriebenen Biographie weitaus besser bediehnt. Dieser Film ist allenfalls etwas für jene, denen Fakten egal sind.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 19, 2012 6:03 PM CET


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