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Günter Nawe "Herodot" (Köln)

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St. Ives: Roman
St. Ives: Roman
von Andreas Nohl
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 27,90

34 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine abenteuerliche Flucht, 4. April 2011
Rezension bezieht sich auf: St. Ives: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der eine und andere Leser wird sich noch erinnern an die faszinierende Lektüre der "Schatzinsel", an die Schauernovelle "Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde" oder an "Die Junker von Ballantrae" - Bücher des schottischen Schriftstellers Robert Louis Stevenson. Historische Romane vor allem, die in der Tradition des großen Walter Scott ("Ivanhoe"), auch des Alexandre Dumas des Älteren, stehen und ein literarisches Genre etabliert haben, das heute fast inflationäre Ausmaße angenommen hat.

Robert Louis Stevenson also, geboren 1850 in Edinburgh und gestorben im Alter von 44 Jahren 1894 auf Samoa. Neben vielen anderen Werken hat er der Nachwelt gleich einem Vermächtnis einen unvollendet gebliebenen Roman hinterlassen, der heute gemeinhin als sein Meisterwerk gilt: "St. Ives". Dieser zwischen Naturalismus und Romantik angesiedelte Abenteuer- und Liebesroman ist, so sieht es der Verfasser des brillanten Nachworts Andreas Nohl, der auch als hervorragender Übersetzer zeichnet, als eine Vorwegnahme postmodernen Erzählens. Über die Enstehung dieses Romans berichtet Stevensons Frau Fanny Van de Grift Stevenson in einem interessanten Erinnerungsbericht, der das Buch abschließt.

Stilistisch lässt sich dieser Roman an der zeitgenössischen Literatur messen. Eine geschliffene Sprache, klangvoll und rhythmisch zeichnen ihn aus. Auch zeigt sich das schriftstellerische Können Robert Louis Stevenson in der feinen Ironie, in der plastischen Charakteristik seiner Personen und in seinem großen erzählerischen Vermögen. "In der Tat gibt es kaum einen Schriftsteller, in dessen Werk die Sätze von solch überbordender Vitalität und schmeckbarer Sinnlichkeit funkeln." - so Andreas Nohl.

Den Leser, mit der Erinnerung an die Stevenson-Lektüre früherer Jahre, interessiert die literaturwissenschaftliche Wertung und Eindordnung vielleicht etwas weniger. Umso mehr aber die Story. - Es ist die Zeit der napoleonischen Kriege, die den historischen Hintergrund zu diesem abenteuerlichen Roman abgeben. Der französische Junker Anne de Kéroual de St. Yves, auf Englisch wird er sich St. Ives nennen, gerät in Gefangenschaft der Engländer und wird ins schottische Edinburgh verbracht. Hier verliebt er sich in das hübsche Mädchen Flora, eine Schottin. Nicht zuletzt wegen ihr flieht er aus der Festungshaft, tötet einen Menschen und wird in der Folge des Romans von der Polizei gejagt.

Seine abenteuerliche Flucht führt ihn durch ein gottverlassenes Schottland - immer in Gefahr aufgegriffen zu werden. Dem entgeht er mit List und manchmal auch Tücke, Er gerät in große Gefahren, muss sich in finsteren Kaschemmen durchschlagen, lebt zeitweise in einem Hühnerstall, erlebt ein aberwitziges Abenteuer mit einem durchgebrannten Liebespaar, kommt zu Geld, dass ihm irgendwie wieder abhanden kommt, wird Besitzer einer weinrote Kalesche und trifft einen "Spaßvogel". Am Ende wird der "gordische Knoten" zerschlagen. St. Ives bekommt seine Flora gegen alle Widerstände und landet wieder in Frankreich.

Dieser Held St.Ives ist eine außergewöhnliche Figur. Witzig, eloquent, wagemutig, fintenreich und selbstverliebt - Attribute, die ihm das Leben schon erleichtern, manchmal aber auch erschweren. Den Leser nimmt dieser Ritter mit Fehl und Tadel sehr schnell für sich ein. Ihm folgt er gern auf der Flucht, mit ihm leidet und liebt er. Und fühlt sich am Ende reichlich belohnt und hervorragend durch dieses Buch unterhalten.

Ein wunderbarere Roman aus einer anderen Zeit, der auch heute noch und immer wieder begeistern kann. Gute, große Literatur eben. Und ein einzigartiges Lesererlebnis.


Ahnenland: oder Die Suche nach der Seele meiner Familie
Ahnenland: oder Die Suche nach der Seele meiner Familie
von Boris Kálnoky
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 13,70

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Auf den Schultern unserer Ahnen, 1. April 2011
"Vielleicht ist es meine Aufgabe, Hugós Geschichte zu erzählen... Hugó, ich verspreche Dir, mein Bestes zu geben... Es müsste, wenn es Dir recht ist, zugleich die Geschichte des Paradieses auf Erden sein... und die Geschichte Deiner Familie, auch jener, die vor Dir waren und nach Dir kamen."

Wer dies sagt und schreibt, ist der Autor eines großartigen Epos' über eine 800-jährige Familiengeschichte; eine europäische Geschichte, die sich im Gebiet des früheren Österreich-Ungarn-Siebenbürgen abgespielt hat und noch abspielt. Boris Kálnoky ist Nachfahre des legendären Urahn Bencenc, der 1252 vom ungarischen König, als Belohnung für den Kampf gegen die Tartaren, ein Stück Land geschenkt bekam. Und damit gehörten die Kálnokys zu den Széklern, den ungarischen Grenzwächtern. Sie spielten - oft auf verschiedenen Seiten - wichtige Rollen in den großen Glaubenskämpfen des Mittelalters, in den politischen Verwicklungen der Zeit. Sie werden irgendwann einmal Grafen. Einer von ihnen wird später, am Ende des 19.Jahrhunderts, k.u.k.-Außenminister der österreich-ungarischen Doppelmonarchie. Eine höchst bewegte Geschichte in immer wieder sehr bewegten Zeiten.
Davon also erzählt Boris Kálnoky, der 1961 in München geboren wurde. Aufgewachsen ist er in Deutschland, in den Niederlanden, in Frankreich. Er lebte in Ungarn und lebt heute in der Türkei, wo er als Nahost-Korrespondent für die "Welt" arbeitet. Weltläufig geschult und mit journalistischem Spürsinn ausgestattet hat er sich nicht nur auf die Suche seiner "Heimat", seiner Familie gemacht, sondern auch nach deren Seele. "Früher war Heimat dort, wo man lebte. Heute in einer globalisierten Welt, in der man nur noch wohnt, aber nicht mehr zu Hause ist, da ist sie vielleicht eher ein innerer Ort: Nicht nur wohin man gehören, sondern wer man sein will. Wem es gegeben ist, an einen Gott zu glauben, der wird die Heimat der Seele finden - eine Heimat, die man auch dann nicht verlässt, wen man durch die Welt zieht wie einst die alten Székler durch die Steppe." So der etwas pathetische Schluss des Buches.

Bis zu dieser Kálnoky-Erkenntnis ist es ein weiter Weg durch dieses abenteuerliche Geschichts- und Geschichtenbuch über Familienereignisse und Weltgeschehen, durch Kriege und Kämpfe und Verluste. Der Leser findet witzige bis aberwitzige Ereignisse, trifft auf Hasadeure und Rebellen, begegnet Literaten und Richtern. Und fühlt sich wohl in diesem Panaroma aufregender Erzählungen. Denn der Autor versteht es auf ausgezeichnete Weise, historische Fakten, private Ereignisse, belegt durch eine Vielzahl sehr interessanter Briefe, essayistische Passagen und persönliche Einschätzungen und Wertungen miteinander zu verbinden. Daraus ergibt sich ein geschlossenes Bild einer bestimmten Epoche in einem definierten geografischen Raum, in der und in dem europäische Geschichte geschrieben wurde - mit Nachwirkungen bis in unsere Zeit.
Das "Salz in der Suppe" dieser historischen Erzählung ist natürlich die Familiengeschichte. Aus ihr resultiert überhaupt erst das Interesse des Autors, der eigentlich eine Biografie seines Großvaters Húgo Kálnoky schreiben wollte. Denn "wir stehen auf den Schultern unserer Ahnen". Dieser Großvater, Journalist wie der Enkel, der ebenfalls auf der Suche nach der Heimat war, war sozusagen ein Seelenverwandter. Ihm folgte Enkel Boris durch das Land seiner Vorfahren. Genius loci und literarischer Topos ist das Dorf Köröspatak am Fuße der Karpaten, wo einst auch Graf Dracula residierte. Dieser Húgo ist eine wahrhaft faszinierende Figur: ein Weltsucher, der bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit einem Flugzeug unterwegs sein wollte. Einer, der eine Romanze erlebte. Dessen Artikel für den Poster Lloyd ihn bei den Nazis in Ungnade fallen ließ. Und so weiter - man lese selbst. Vor allem die wunderbaren Briefe, die Enkel Boris hier veröffentlicht, sind nicht nur Zeitzeugenschaft, sondern geben Zeugnis von persönlichem und familiärem Erleben.
Boris Kálnoky hat seine Heimat gesucht und die Seele seiner Familie gefunden. An der persönlichen Freude darüber lässt er den Leser teilhaben, in dem er von acht Jahrhunderten europäischer Geschichte erzählt, spannend, kompetent und sehr unterhaltsam. "!Húgo, ich verspeche Dir, mein Bestes zu geben..,". Er hat es getan.


La Commedia / Die Göttliche Komödie: II. Purgatorio / Läuterungsberg Italienisch / Deutsch (Reclam Bibliothek)
La Commedia / Die Göttliche Komödie: II. Purgatorio / Läuterungsberg Italienisch / Deutsch (Reclam Bibliothek)
von Hartmut Köhler
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 34,95

20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Über den Läuterungsberg ins Paradies, 1. April 2011
"Um bessere Wasser zu befahren, setzt in meinem Geist das Schiffchen nun die Segel und lässt so grausame See hinter sich....". Die "grausame See", das war das Inferno, war die Hölle, durch die uns Dante im ersten Teil seiner "Göttlichen Komödie" geführt hat. Und zwar in der neuen, man darf ruhig sagen, epochalen Übersetzung durch den Romanisten und Danteforscher Hartmut Köhler.

Aus der "Hölle" nun also ins "Fegefeuer", oder wie Köhler übersetzt hat, auf den "Läuterungsberg". Wieder führt Vergil den Leser über 33 Gesänge und über viele Stufen vom Fuße des Läuterungsberges, auf dem die sieben Sünden: Hochmut, Neid, Zorn, Trägheit, Habsucht, Fressgier und Triebhaftigkeit abgebüsst werden müssen, hin zur Läuterung, die den Eingang ins Paradies verspricht.

Wie schon beim ersten Teil des Weltgedichts des Dante Alighieri (1265-1321) haben wir es hier - wie Köhler überzeugend bewiesen hat - mit einer großartigen Übersetzung zu tun, die vor allem dadurch glänzt, dass es in eine wunderbare, flüssige Prosa übertragen worden ist: klug, phantasievoll, verständlich und äußerst unterhaltend. Was besonders hervorzuheben ist: der brillante Kommentar. Auch hier wurde Großes von Hartmut Köhler geleistet. Nichts bleibt unerklärt oder unkommentiert. Es werden nicht nur Wörter und Bilder erklärt, es werden Zusammenhänge dargestellt. Dies alles hilft natürlich zum Verständnis des Werks, ist aber zugleich ein immenser Zugewinn für den Leser. Der italienische Text kann übrigens - auch das ein Plus - auf der jeweils gegenüberliegenden Seite vergleichend mitgelesen werden.

Wer dann lesend an der Spitze des Läuterungsberges angekommen ist, trifft auf die berühmte Beatrice. Bekannt war sie bereits aus Dantes "Vita Nuova", bevor sie in der "Göttlichen Komödie" als Dantes Führerin durch den Himmel zu weltliterarischem Ruhm gelangt. Im 30. Gesang begegnen wir ihr: "... so sah ich sie... die Frau, die mir zuvor noch vom Blumenregen verhüllt erschienen war.... Zwar ließ der Schleier, der ihr vom Kopf herabwallte, ... sie noch nicht deutlich erkennen, doch sprach sie mit hoheitsvoll königlicher Geste...: 'Schau nur gut her! Ich bin es wirklich, bin wirklich Beatrice...'"

Ihr also werden wir im "Himmel" wieder begegnen, wenn Hartmut Köhlers Übersetzung im nächsten Jahr vorliegen wird.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 4, 2011 10:22 AM MEST


Dylan Thomas
Dylan Thomas
von Elke Heidenreich
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,95

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Riß im Himmel quer..., 9. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Dylan Thomas (Gebundene Ausgabe)
Er ist immer noch der große Unbekannte: Dylan Thomas. Dieser außergewöhnliche walisische Dichter (1914-1953) hat dennoch viele Spuren in der Literaturgeschichte und in der Musik hinterlassen.

Ihm ist der sehr schöne Band gewidmet, den die Kölner Schriftstellerin und Journalistin Elke Heidenreich zusammen mit Fotografen Tom Krausz herausgegeben hat. Sehr einfühlsam geht die Autorin den Spuren des exzessiven Trinkers, des kompromisslosen Dichters nach. Ihre Texte korrespondieren wunderbar mit den Fotos von Tom Krausz, der die schroffe, karge Landschaft, die nicht zuletzt maßgeblich die Dichtung des Dylan Thomas beeinflusst hat, ins Bild gesetzt hat.

Gewaltig die Landschaft, wortgewaltig die Kunst des Dylan Thomas. Sein berühmtestes Werk ist "Unter dem Milchwald". Und einzigartige sind die Gedichte des Mannes, der sich selbst so charakerisiert hat: "Der Erste. Ich bin ein Waliser; / Der Zweite. Ich bin ein Trinker; / Der Dritte. Ich bin ein Menschenfreund, / vor allem liebe ich die Frauen."

In ausgewählten Beispielen (englisch-deutsch) bringt uns Elke Heidenreich einige Gedichte nahe. So das "Mein Handwerk meine trotzige Kunst". Oder "Auf einen Hochzeitstag" mit dem wunderbaren Eingangsvers "Ein Riß im Himmel quer...". Oder das "Du darfst nicht verzweifeln" - ein herrliches Liebesgedicht.

Und ein herrlicher Band, eine Hommage auf den Dichter Dylan Thomas, den immer wieder neu zu entdecken eine große Freude ist.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 10, 2011 10:02 PM CET


Der Zauberer: Thriller
Der Zauberer: Thriller
von Jean-Marc Souvira
  Taschenbuch

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mörderische Tricks, 7. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Zauberer: Thriller (Taschenbuch)
Er ist so ganz anders - der Kommissar Ludovic Mistral, Leitender Kommissar im Pariser Polizeipräsidium am Quai des Orfèvres: kein Kriminalrambo, weder Alkoholiker; noch depressiv. Dafür ein braver Familienvater mit zwei Kindern, intelligent, musikliebend, einfach ein netter Kerl.

So erlebt der Leser ihn in dem jetzt erstmals in Deutschland veröffentlichten in Debüt-Roman "Der Zauberer". Der Autor Jean-Marc Souvira, geboren 1954 in Oran, war 25 Jahre Kriminalkommissar und ist jetzt Leiter der Abteilung Geldwäsche und Terrorismus in Paris. Er hatte bereits mit einer kurzen Geschichte, die Luc Besson unter dem Titel "Go fast" verfilmt hat, erste literarische Aufmerksamkeit gefunden.

Der "Gegenspieler" von Kommissar Mistral in seinem Roman ist der "Zauberer" Arnaud Lécuyer, der vor Jahren Paris in Angst und Schrecken versetzt hat. Mit Zaubertricks, mörderisches Tricks, hat er kleine Jungen angelockt, sie beinahe rituell erdrosselt, erstochen und vergewaltigt - ohne auch nur die geringste Spur zu hinterlassen. Mordwaffe ist ein umfunktionierter Schraubenzieher, mit dem Lécuyer auch andere Morde verübt hat. Nach zwölf Jahren Gefängnisaufenthalt - übrigens wegen eines anderen Delikts - beginnt sein Treiben nun von Neuem. Und weitere Opfer sind zu erwarten.

Damit beginnt auch die Jagd auf den "Zauberer". Ein Kampf gegen die Zeit und ein schwieriges Unterfangen, denn der Mann ist unscheinbar, unauffällig, aber von inneren Dämonen getrieben, mit denen er ständig "im Gespräch" ist, und äußerst raffiniert in der Ausführung seiner schrecklichen Taten. Ein so ganz anderer Tätertyp als wir ihn aus den herkömmlichen Kriminalromanen und Thrillern kennen.

Souvira, der in einem Gespräch bekannte, dass "beaucoup" von ihm selbst in Kommissar steckt, hat mehrere authentische Fälle zu einer Romanhandlung komprimiert. Er kennt natürlich die Ermittlungsarbeit, er weiß aber auch um die unterschiedlichsten Täterprofile. In diesem Fall hat ihn - und letztlich auch den Leser - die Seelenlage des Täters, eines Geisteskranken, interessiert. Souvira beschreibt in einem fast lakonischen Stil, aus wechselnden Perspektiven, die Obsessionen des Täters, seine Wahrnehmungen und Ängste. Das macht diesen Roman so außergewöhnlich, auch aus literarischer Sicht, und so spannend.

Auch von der Dramaturgie her ist der Roman hochinteressant. Obwohl der Leser den Täter von Anfang an kennt, lassen die Spannung und das Interesse nicht nach. Souvira: "Der Roman hat eine Melodie. Der Rhythmus wird dem Ende zu immer schneller" - bis zum schrecklich-großartigen Showdown. Und so verfolgt der Leser das Geschehen atemlos bis zur letzten Seite. Was nicht zuletzt auch an der ausgezeichneten Übersetzung ins Deutsche von Ulrike Werner liegt.

Souvira hat vor allem interessiert, was hinter der Tat steht. So versucht sein Kommissar Mistral, in die Seelenwelt des Täters einzudringen. Und die so gewonnen Erkenntnisse für die Ergreifung des Täters zu nutzen. Und das gelingt ihm auf hervorragende Weise.

Kommissar Ludovic Mistral wird weiter ermitteln. Ein zweiter Fall wird im Roman "Die dunkle Seite des Spiegels" gelöst. Und ein dritter Roman ist in Arbeit. Zur Freude des Lesers, der diesen Autor und seinem Kommissar gern bei seinen Ermittlungen begleiten wird.


Der Kommandant: Monolog
Der Kommandant: Monolog
von Jürg Amann
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,00

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Angesichts der Wirklichkeit ist alles Erfinden obszön, 27. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Kommandant: Monolog (Gebundene Ausgabe)
Die Erinnerungen - oder besser: das Selbstzeugnis des Auschwitz-Kommandanten Rudolf Höß aus dem Jahre 1958 - sind im Gedächtnis geblieben Nicht zuletzt war es die unglaubliche Kälte und die fast perverse Naivität und Selbstgerechtigkeit des Textes und seines Autors, die den Leser auf das Äußerste erschüttert haben.

"Das hat mich geradezu über den Haufen geworfen, dass einer sich hinstellt, einer der Haupttäter des Nazi-Regimes, und schreibt freiwillig Faktum für Faktum, wie das zustande gekommen ist, wie er den Auftrag erhalten hat, wie er den umgesetzt hat, wie er den pflichtdienstlich zur höchsten Effektivität gesteigert hat, als ob er Buchhaltung führen würde über sich selber."

So der Schweizer Autor Jürg Amann in einem Interview über die die Höß'schen Aufzeichnungen und sein literarisches Projekt. Und so hat er sich - anders als seiner Zeit Jonathan Littell in "Die Wohlgesinnten" - den Originaltext vorgenommen und ihn verdichtet. Amann wollte nichts erfinden, die Fakten waren schlimm genug. "Angesichts der Wirklichkeit ist alles Erfinden obszön", so Jürg Amann.

Herausgekommen ist bei dem dramaturgischen Prozess der Verdichtung und Neustrukturierung der Erinnerungen von Rudolf Höß ein Text, der noch dramatischer, noch schrecklicher ist als das Original, obwohl kein Wort hinzugefügt und kaum ein Satz verändert worden ist. Jürg Amann ist ein als "Monolog" bezeichnetes Monodram in sechzehn Stationen gelungen, in dem das gelebte Leben des Rudolf Höß noch einmal eine eigentlich kaum mögliche Zuspitzung erhält.

Es fällt schwer zu lesen, wie der spätere Lagerkommandant zuerst Priester werden wollte, dann als Soldat "eine Heimat, ein Geborgensein, in der Kameradschaft der Kameraden" gefunden hat; wie aus dem einfachen, aber fast fanatischen Soldaten der SS-Mann und später der Lagerkommandatn geworden ist. Von den kalten Schilderungen des Lagerlebens und der Grausamkeiten nicht zu reden. Sätze wie: "So gab es viele erschütternde Einzelszenen, die allen Anwesenden nahegingen." Und "Das Leben und das Sterben der Juden gab mir wahrhaft Rätsel genug auf, die ich nicht zu lösen imstande war." machen den Leser wütend, traurig - und ratlos.

Am Ende der Orignalaufzeichnungen schrieb Rudolf Höß und zitiert Jürg Amann: "Mag die Öffentlichkeit ruhig weiter in mir die blutrünstige Bestie, den grausamen Sadisten, den Millionenmörder sehen... denn anders kann sich die breite Masse den Kommandanten nicht vorstellen. Sie würde doch nie verstehen, dass der auch ein Herz hat, das nicht schlecht war."

Jürg Amann hat versucht - und es ist ihm hervorragend gelungen, mit der literarischen Verdichtung des Höß-Textes, mit dem distanzierten Blick des Autors eine Annäherung an das Böse zu finden, das Unfassbare begreiflich zu machen, zu erkennen, was wohl im Kopf eines Massenmörder vor sich geht. Dabei ließ er sich nicht von Emotionen, von eigenen Vorstellungen und Phantasien, von möglichen Einflüssen auf Denken und Fühlen leiten. Er läßt auf seine Weise nur das Original sprechen - und das ist schrecklich genug. Einmal mehr aber erkennt der Leser gerade dadurch, was ist mit der Formulierung von Hannah Arendt von der "Banalität des Bösen" auf sich hat.

Nein, das ist alles andere als eine angenehme Lektüre, aber eine notwendige.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 19, 2015 12:27 PM MEST


Im Licht der Finsternis: Über Proust
Im Licht der Finsternis: Über Proust
von Anita Albus
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 38,00

15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Dichter im Wald der Symbole, 20. Februar 2011
Das Motiv der Kathedrale durchzieht das gesamte Werk des französischen Schriftstellers Marcel Proust. Mit der Kathedrale hat er sich in der grandiosen Übersetzung von John Ruskins "The Bible of Amiens" auseinandergesetzt. Und seinen epochalen Roman "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" hat er selbst als eine "Kathedrale" bezeichnet.

Dieser Gedanke findet sich auch bei der Künstlerin und Autorin Anita Albus in ihrem sehr engagierten, manchmal allerdings etwas enigmatischen Essay "Im Licht der Finsternis". Da heißt es: "Die Konstruktion einer Kathedrale folgt den gleichen Regeln 'einer Art heiliger Mathematik' wie die Komposition eines großen Werks der Dichtkunst."

Anita Albus untersucht die "Recherch" allerdings nicht nur nach sakral-künstlerischen Gesichtspunkten; sie versucht, Unentdecktes offenzulegen. Sie tut dies manchmal streng akademisch, dann wieder sehr poetisch. Und sie bedient sich dabei Vergleichen aus der Biologie, der Religion und der Kunst. Auf sehr verschlungenen Faden führt sie den Leser durch das Werk. Im Kapitel "Gesetze und Gezeiten" zum Beispiel endeckt sie die Verbindung von Sonne und Meer mit Agostinelli, "der in Albertine verborgen ist" und den "Proust als Stern an den Himmel und als Adler ins Himmelreich versetzt". Alles hat seine Gesetzmäßigkeiten. Und "mit dem 'Faden' dieser geheimnisvollen Gesetze ist das Glück des Dichters verknüpft".

Höllen- und Paradiesflügel wie an den gotischen Kathedralen gibt es für Anita Albus im Werk des Marcel Proust, aber auch unendliche Gärten der Lüste. Aus der Pflanzenwelt wird der Spargel als "irdisches Gemüse ins Überirdische entrückt". Der berühmte Weißdorn findet mehr als Erwähnung. Er und anderes werden, durch wunderbare Illustrationen ergänzt, in einen weit größeren Zusammenhang gestellt. Der Dichter im Wald der Symbole. Proust sah - nach Albus - seine Aufgabe darin, "die Hieroglyphen, die das Leben... eingezeichnet hatte, zu entziffern".

Kenntnisreich, leidenschaftlich und sehr komplex hilft Anita Albus dem Leser bei der "Entzifferung" und damit zu einer differenzierteren Sicht auf das monumentale Werk des Marcel Proust. Manches freilich wird dem Leser noch verschlossen bleiben, und nicht immer ist er bereit, der Autorin zu folgen. Doch gerade diese Auseinandersetzung ist spannend. Ein in jeder Hinsicht bewunderns- und bemerkenswertes Buch.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 19, 2011 4:02 PM MEST


Der Wahrheit auf der Spur: Die öffentlichen Auftritte
Der Wahrheit auf der Spur: Die öffentlichen Auftritte
von Wolfram Bayer
  Gebundene Ausgabe

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Meister des Eklats, 11. Februar 2011
Gibt es einen Unterschied zwischen dem "öffentlichen Bernhard" und den fiktiven Figuren in seinen Romanen und Theaterstücken? Wer war dieser monomanische Schriftsteller, der am 9. Februar 1931 erst auf die Welt und dann in die Literatur gekommen und am 12. Februar 1989 als Autor von Weltrang gestorben ist? Das dürfte ein nie ganz zu lösendes Rätsel bleiben. Es fällt allerdings oft eine eigentümliche Übereinstimmung zwischen den öffentlichen Äußerungen Thomas Bernhards und vielen seiner Romanfiguren auf. Vielleicht sind die Bücher dieser "misanthropische Wortmühle" (Sigrid Löffler) nichts anderes als Selbstbeschreibungen?

Eine Antwort gibt eventuell dieses Buch. In chronologische Reihenfolge sind Zeitungsartikel, Leserbriefe, Interviews und öffentliche Erklärungen gesammelt. Nicht alles ist neu, vieles konnte bereits in "Meine Preise" gelesen werden Dennoch: Alle Beiträge in diesen Band sind interessant, werfen Schlaglichter auf den Autor, vor allem weil sie durchweg "Selbstauskünfte" sind. Beginnend mit einem Vortrag, den der jungen Thomas Bernhard 1954 zu Ehren von Arthur Rimbaud gehalten hat, und einem Artikel in der Gmundener Lokalzeitung, in dem er sich für den Erhalt der Straßenbahn in Gmunden einsetzte.

Viele dieser öffentlichen Äußerungen waren einserseits Selbststilisierungen, ironische Spielchen mit seinem Publikum oder dem Interviewpartner. Andererseits erzeugten Thomas Bernhard damit Skandale und Skandälchen, die er mal lustvoll mal bitterböse kommentierte. Er war ein Meister des Eklats, der wunderbar austeilen, aber selten einstecken konnte. Eberhard Falcke hat ihn einmal einen "Verzweiflungsvirtuosen und Mißmutsmanieristen" genannt. Und so geben viele Beiträge Anlass zu glauben, dass dieser außergewöhnliche Autor am Leben litt. Aber "Sich umzubringen hat genausowenig Sinn wie weiterzuleben."

Immer wieder seine Haßliebe zu Österreich, die ihn umgetrieben hat. Es gab für ihn kein schöneres Land als Österreich, in dem er nicht leben konnte und in dem er doch bis zu seinem Tode blieb. Wut, Zorn und Häme galten diesem Land und seine Menschen. Vor allem die Politiker hatten es ihm angetan. Berühmt der Skandal bei der Verleihung des Österreichischen Staatspreises an Thomas Bernhard am 4. März 1968. Unter dem Titel "Verehrter Herr Minister..." ist die Rede hier noch einmal zu lesen. Es waren wohl die Sätze: "Der Staat ist ein Gebilde, das fortwährend zum Scheitern, das Volk ein solches, das ununterbrochen zur Infamie und Geistesschwäche verurteilt ist... Wir sind Österreicher, wir sind apathisch;...". Polemisch und ein wenig verzweifelt klingt das auch heute noch. Der österreichische Unterrichtsminister verließ jedenfalls unter Protest den Saal. Der Skandal war perfekt. Aber nein: "Ich bin kein Skandalautor", so Thomas Bernhard.

Jeder dieser Texte in diesem Band steht für sich. Mancher könnte als pure Literatur gelesen werden. Denn Literat, Schriftsteller - das war der "Alles-und alle-Beschimpfer" letztendlich. Und als solcher äußert er sich über Politik und Kultur, über Kollegen und das Leben im Allgemeinen und über sein eigenes(?) im Besonderen. Das gilt auch für die Interviews. Sehr eindrucksvoll - vielleicht das ehrlichste und persönlichste - ist das Gespräch, das die Kollegin Asta Scheib am 17. Januar 1987 mit ihm führte ("Von einer Katastrophe ind die andere"). Da heißt es doch wahrlich: "Das Leben ist schön... Doch jetzt hänge ich am Leben..." Worte, die man dem "staatlich geprüften Misanthropen" (Marcel Reich-Ranicki) nicht zugetraut hätte.

Wer war Thomas Bernhard? Mit diesem Buch kann sich der Leser auf die Spur der Wahrheit begeben. Ob er darin die ganze Wahrheit über iden Autor finden wird, bleibt dahingestellt. Lesenswert ist dieses Buch in jedem Falle.


Das Los der Lust: Ein Versuch über Tania Blixen
Das Los der Lust: Ein Versuch über Tania Blixen
von Anita Albus
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 10,00

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Fittich des Todes, 7. Februar 2011
Es ist eigentlich keine Biografie und selbst mit de Bezeichnung als biografischem Essay tut man sich schwer. Und dennoch ist dieser kleine Band mit seinen zwei Kapiteln und den nur 57 Seiten ein wunderbarer "Versuch über Tania Blixen" - so der Untertitel des Buches "Das Los der Lust" von Anita Albus.

Es ist ein "imaginäres" Bild mit unendlich vielen schönen Metaphern, das die Grafikerin und Autorin Anita Albus von der dänischen Kollegin zeichnet. Dabei treibt sie mit dem Leser ein fast rein assoziatives Spiel, in dem nicht nur Vögel - ein beliebtes Sujet der Albus - eine Rolle spielen. Welche?

Vieles spielt - natürlich! - im Sehnsuchtsland der Tania Blixen Afrika. "Was hatte mich nur geheißen, je mein Herz an Afrika zu hängen?" Auch darauf weiß die Blixen ebenso wenig Antwort wie Anita Albus - und wie der Leser. Auch von einer anderen Liebe ist die Rede. Vom jungen Dichter Thorkild Bjørnvig - ihrer späten Liebe. Und von ihrem Tod. Anita Albus: "Als flügellahmer Albatros und stumme Philomela in ihr Bett im ersten Stock hinaufgetragen, entschlief sie im Vertrauen auf den Fittich des Todes... Eine Handvoll Erde aus Afrika, die sich in ihrem Grab mit der Erde im Park von Rungstedlund...".

So lässt sich dieser kleinen Bandes über Tania Blixen schön lesen - wenn uns auch Anita Albus damit eine Reihe von Rätseln aufgegeben hat. Ein Stück weit nähern wir uns allerdings der Blixen. Und unsere Hochachtung vor der Autorin Anita Albus nimmt zu.


Nur der Mann im Mond schaut zu: Kriminalroman
Nur der Mann im Mond schaut zu: Kriminalroman
von Carin Gerhardsen
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Meisterhafter Kriminalroman, 7. Februar 2011
Schweden - du hast es besser. Zumindest, was Zahl und Qualität der Kriminalautoren und ihre Bücher betrifft. Ein paar Namen? Sjöwall & Wahlöö. Björn Larsson und Åsa Larsson, Arne Dahl und Stieg Larsson - und Henning Mankell. Jetzt dürfen wir eine weitere Autorin hinzufügen: Carin Gerhardsen.

Die gelernte Mathematikerin und erfolgreiche IT-Spezialistin hat bereits mit ihrem ersten Roman "Pfefferkuchenhaus" auf sich aufmerksam gemacht. Und mit dem diesem neuen Buch hat sie sich endgültig in die Riege der Top-Autoren dieses Genres geschrieben.

Kommissar Conny Sjöberg und seine Kollegin Petra Westman haben nicht nur eine paar höchsteigene Probleme zu lösen, sie müssen sich auch um zwei Fälle kümmern, die ihre ganze Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen. Die dreijährige Hanna allein zu Haus und später in der Badewanne mit einem fremden Mann. Im Park die Leiche einer jungen Frau in einer Kiste und ein Kind im Kinderwagen. Ein Mädchen wird ermordet. Zwei Männer mit Namen Anderson stehen unter Verdacht. Um Mütter und Töchter geht es und um Väter und Söhne. Alles hat mit allem etwas zu tun. Und um Täter und Opfer - manchmal beide schuldig und unschuldig. So beginnt eine verzweifelte Suche nach dem Kind Hanna und nach dem Mörder von Jennifer. Es ist ein langer Weg, bis die beiden Fälle, durch verschiedene Handlungsstränge miteinander verbunden, gelöst werden können.

Carin Gerhardsen beherrscht ihr Handwerk hervorragend. Sie versteht es, auf der gesamten Klaviatur des Krimi-Genres zu spielen, Spannung aufzubauen und zu halten. So kann der Leser atemlos von der ersten bis zur letzten Seite die Ermittlungen verfolgen. Und es schaut nicht nur "der Mann im Mond" zu, sondern gespannt und gefesselt auch der Leser, wie sich die Puzzleteile zu einander fügen.

Damit wäre alles gesagt, wenn es nur um einen Krimi ginge. Carin Gerhardsen aber will mehr - und sie kann mehr. Sie bietet das Psychogramm einer auf der Schattenseite des Lebens angesiedelten Gesellschaft. Und da liegt bei einigen ihrer Mitglieder einiges im Argen. Verwahrlosung und Alkoholismus, Vereinsamung und Kindesmissbrauch und letztlich Mord. Mit Conny Sjöberg von der Stockholmer Polizeistation Hammerby hat Carin Gerhardsen zudem einen sehr sympathischen, sensiblen Kommissar geschaffen, der mehr auf Verständnis und Psychologie setzt als auf brutale Polizeimethoden. Und: Carin Gerhardsen kann wunderbar erzählen. Meisterlich!


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