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Ally MagicAllyPrincess BookDreams "Ally"

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Valhalla: Thriller
Valhalla: Thriller
von Thomas Thiemeyer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

5.0 von 5 Sternen spannend und erschreckend realistisch!, 12. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Valhalla: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Zitate:

Was dieser Mann zu berichten hatte, konnte einem den Angstschweiß auf die Stirn treiben. Wenn man die stetig schlechter werdende Schrift berücksichtigte, hatte er bis zu seinem Tod weiter geschrieben. (Seite 38)

"Die Chance ist immer so groß, wie man bereit ist, dafür zu kämpfen" sagte Hannah. (Seite 167)

Inhalt:

Hannah Peters befindet sich bei Ausgrabungen in Kambodscha, als sie ein Anruf ihres Chefs und Auftraggebers Milliardär Norman Stromberg erreicht. Dieser beordert die Archäologin für einen wichtigen Auftrag nach Spitzbergen in die Arktis. Satelliten haben Ruinen einer uralten Stadt entdeckt, tief verborgen unter einem dicken Eispanzer. Hannah reist an, um das bereits anwesende Forscherteam tatkräftig zu unterstützen, nicht ahnend in welcher Gefahr sich die Gruppe befindet. Die verschollene Stadt wurde im zweiten Weltkrieg von den Nazis als Versuchslabor für biologische Kampfstoffe benutzt, und ein Tod bringendes Virus hat bis heute überlebt.

Meinung:

Als begeisterte Leserin der "Eden-Trilogie", musste ich natürlich auch Thomas Thiemeyers neuestes Werk "Valhalla" unbedingt haben. Da ich bis dato noch keinen "Hannah Peters Roman" gelesen hatte, wusste ich auch nicht, was auf mich zukommen würde, doch bereits der Rückentext des Buches, machte mich sehr neugierig.

Zu Beginn "entführt" uns der Autor mit seinem Prolog nach Spitzbergen in eine längst vergangene Zeit, genauer gesagt in das Jahr 1944, in der die Geschichte rund um "Valhalla" ihren Anfang nimmt. Ein gigantischer Schneesturm, eine entlegene Wetterstation, ein Forscher in sehr schlechtem Zustand, der etwas schreckliches zu berichten hat und der Tod der allgegenwärtig scheint... mehr brauchte es nicht, um mich mitten hinein in die Geschichte zu katapultieren.

Nach diesem rasanten Einstieg ging es dann zunächst etwas gemächlicher weiter, ich lernte Hannah die Hauptprotagonistin und ihren Lebensgefährten John kennen, und konnte mich so langsam mit den Beiden und ihrer Arbeit vertraut machen. Doch lange blieb mir die friedliche Ruhe und die Wärme Kambodschas nicht erhalten, denn Hannah muss zunächst alleine ohne John, der ebenfalls für ihren Chef Stromberg arbeitet, auf eine geheime Mission nach Spitzbergen in die Arktis aufbrechen.

Kaum in Spitzbergen beim bereits anwesenden Forscherteam, welchem Hannah mit Rat und Tat zur Seite stehen soll, angekommen, ahnte ich bereits schlimmes. Thomas Thiemeyers fantastischer Schreibstil ließen mich die Kälte und das ewige Eis beinahe körperlich fühlen, und so fror und bangte ich gemeinsam mit der Protagonistin den Dingen entgegen, die mir bereits unausweichlich erschienen. Doch was dann geschah, übertraf auch meine Erwartungen. Actionreiche und spannende Abschnitte, gespickt durch liebevolle und freundschaftliche Augenblicke, voller Zuneigung, Zusammenhalt und Durchhaltevermögen, ließen mich nur so an den Seiten des Buches kleben. Gebannt verfolgte ich die Geschehnisse rund um Hannah und ihr Team, zitterte und hoffte, während sich Vergangenheit und Gegenwart miteinander verknüpften. Es begann ein Weltlauf gegen die Zeit, bis die komplette Geschichte schließlich einem finalen Showdown entgegen steuerte.

Thomas Thiemeyer hat ein unglaubliches Gespür für seine Charaktere, man hat beim Lesen stets das Gefühl, dass er sich mit seinen "Helden" verbindet, beinahe eins wird. Das Ergebnis sind wundervolle Protagonisten mit Ecken und Kanten, in die man sich zu einhundert Prozent hinein versetzen kann. Hannah Peters, ihre Denkweise und ihr Handeln waren mir sofort sympathisch, sogar beinahe vertraut. Die Archäologin weiß genau was sie will, sie ist stark, ehrgeizig, dabei aber auch zugleich einfühlsam und absolut ehrlich. John mochte ich ebenfalls von der ersten Minute an, er liebt Hannah über alles, auch er weiß genau was er will, er steht mit beiden Beinen fest im Leben, und konnte durch seine beruhigende Art sehr oft bei mir punkten.

Zwei alte Freunde von Hannah, Roberto und Hiroki, sowie eine alte Freundin von John, Ilka, machen das Team komplett und ergänzen es vortrefflich. Jeder dieser Nebencharaktere kann der Gruppe mit dem eigenen Wissen und den jeweiligen Fähigkeiten enorm helfen. Alle drei wirken sehr authentisch und echt, ganz genau so, wie man es von Herrn Thiemeyers Charakteren gewohnt ist. Natürlich gibt es auch gut ausgearbeitete Antagonisten, die ihre bösen Pläne umsetzten wollen, gegen die es das Team alles andere als leicht hat. Allen voran Victor Primakov und dessen Boss Fradkov, welcher mir als klassischer Bösewicht besonderes Unbehagen bereitete.

Thomas Thimeyer glänzt erneut mit wundervoll ausgearbeiteten Schauplätzen, die man sich als Leser bildhaft vorstellt. Der Autor schafft eine Atmosphäre, welcher man sich einfach nicht entziehen kann. Den Wechsel zwischen der anfänglichen Hitze in Kambodscha und der anschließenden Kälte in Spitzbergen konnte ich so richtig fühlen und mir auch diese Schneemassen perfekt vorstellen. Ich war regelrecht fasziniert von der eisigen Kälte und den Polarlichtern, ich hätte diese gerne live gesehen, auch wenn ich Sommer, Sonne und viel Wärme den kalten Temperaturen um ein vielfaches vorziehe. Und dennoch lässt Herr Thiemeyer auch bei "Valhalla" wieder genügend Raum für die eigene Fantasie und das eigene Vorstellungsvermögen. Sein Schreibstil ist angenehm flüssig und durch die wechselnden Sichten ist man beim Lesen mit jeder Faser komplett in der Geschichte gefangen.

Wie auch bereits in den Eden-Büchern, befindet sich auch in "Valhalla" wieder eine vom Autor liebevoll gestaltete und illustrierte Landkarte. Diese bietet einen besonderen Augenschmaus, sorgt für zusätzliche Informationen und bringt uns die Geschichte und Herrn Thiemeyers Vorstellungen der Umgebung noch einmal näher.

Fazit:

Thomas Thiemeyer konnte mich mit "Valhalla" und seiner erdachten "Welt" unter dem Eis, die so unglaublich echt wirkt, vollkommen überzeugen. Er schürt mit seinem Thriller die Angst vor einem Ereignis, welches jederzeit genauso passieren könnte, und versteht es dabei vortrefflich Realität mit Fiktion zu verschmelzen. Gepaart mit einem gewohnt tollen Schreibstil, hervorragend ausgearbeiteter Schauplätze und authentischen Charakteren, ein absoluter Lesegenuss!


Fragmente: Partials 2
Fragmente: Partials 2
von Dan Wells
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

4.0 von 5 Sternen wegen kleinerer Durststrecken nicht ganz so spannend wie Band 1, aber dennoch großartig!, 30. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Fragmente: Partials 2 (Gebundene Ausgabe)
Zitate:

Manchmal muss die Gegenwart zur Hölle werden, damit die Zukunft so wird, wie sie sein soll. (Seite 250)

Wenn du die Kraft hast zu heulen, dann hast du auch die Kraft, etwas zu ändern. (Seite 326)

Kira schloss die Augen und tat so, als wäre die Welt nicht untergegangen, als wäre dies erst der Anfang und als wäre die ganze Welt am nächsten Morgen wieder dieser Ort: heil und unversehrt, nicht verschandelt durch die Eingriffe der Menschen, die Rebellion der Partials und irgendwelche Anzeichen von Zivilisation. Sie schlief ein und träumte von der Dunkelheit. (Seite 364)

Inhalt:

Während Kira sich auf der Suche nach Antworten für ein Heilmittel gegen RM, das Verfallsdatum und nach ihrer eigenen Vergangenheit auf die Reise nach Manhattan begibt, sucht eine Partialsarmee unter der Führung von Dr. Morgan ihrerseits nach der jungen Frau. Zunächst führt Kira's Weg sie in das Gebäude von ParaGen, doch auch hier wird nur ein kleiner Teil ihrer Fragen beantwortet.

So beginnt Kira's bisher größtes Abenteuer - sie "muss" die Menschen UND die Partials retten, denn keine Spezies kann auf Dauer ohne die andere überleben!

Meinung:

Von "Aufbruch" dem ersten Band der Partials-Triologie war ich so unglaublich begeistert, dass ich Band 2 nicht lange ungelesen in meinem Buchregal stehen lassen konnte. Der Einstieg fiel mir leicht und ich war sofort wieder mitten drin in Kira und Samm's Welt. Im Gegensatz zum ersten Buch, beginnt diese Fortsetzung sehr ruhig, beinahe gemächlich, auch wenn sich an der prekären Situation "das Finden eines Heilmittels gegen RM und auch gegen das Verfallsdatum der Partials" nichts geändert hat.

Kira's Reise führt sie zunächst in das ParaGen Hauptgebäude in Manhattan, doch dort ist ihr jemand zuvorgekommen, hat Computer und eventuell wichtige Dokumente entwendet, und die junge Frau so um ihre dringend benötigten Antworten gebracht. Zur selben Zeit wechselt die Erzählperspektive zu Samm, der den Tod eines Colonel miterleben muss, denn dessen Verfallsdatum ist abgelaufen. Auch politisch hat sich in East Meadow einiges getan, ein neuer Rat wurde gewählt und alte Vergehen werden ordnungsgemäß bestraft. Inmitten des ganzen Szenarios dürfen wir Leser auch Marcus immer wieder begleiten, der durch sein sehr positives, verändertes Verhalten ebenfalls versucht, das drohende Unheil aufzuhalten. Sämtliche Neugeborene, die nach Arwen das Licht der Welt erblickten sind gestorben, denn den Ärzten ist es immer noch nicht gelungen, das Heilmittel erfolgreich zu synthetisieren. Als dann auch noch Heron, eine Partial in der Gemeinde auftaucht, die nach der verschwundenen Nandita sowie Kira sucht, wird Marcus ein für alle mal klar, dass auch er alles tun muss, um Dr. Morgans Armee daran zu hindern, die Menschheit gewaltsam auszulöschen.

"Fragmente" lebt sehr viel von der Suche nach Antworten, welche diese gezwungenermaßen extrem lange, oft auch trostlose Reise, natürlich auch mit sich bringt. Durch diesen endlos scheinenden langen Weg, den Kira und ihre Gefährten zurück legen müssen, entstehen beim Lesen aber hin und wieder kleinere Durststrecken, welche allerdings die Strapazen und Qualen eines solchen Unterfangens nur um so deutlicher machen, was eventuell vom Autor auch genauso gewollt ist. Dennoch wurde dadurch mein Lesefluss immer wieder etwas gestört, da mir ein bisschen die Spannung gefehlt hat. Dan Wells wirft aber auch immer wieder kleine Appetithäppchen ein, die unglaublich neugierig machen. Und so bangt man vor allem mit Kira und Samm, lechzt genauso wie die beiden Hauptprotagonisten nach Antworten und ist froh und dankbar, über jeden noch so kleinen Hinweis, der ein wenig mehr Einblick gewährt. Wie bereits aus Band 1 gewohnt, streut der Autor auch immer wieder medizinische, definitiv interessante Fakten ein, er deckt Dinge auf, die mich überraschten und auch schockierten. So setzten sich einzelne Puzzleteile nach und nach zusammen und ergaben ein Gesamtbild, welches mich fasziniert auf Herrn Wells geschaffene Zukunft blicken lies. Natürlich wurden auch wieder genügend Fragen aufgeworfen, die mich jetzt schon gespannt auf das Ende der Trilogie machen. Dan Wells beschreibt erneut ausführlich und plastisch, sodass ich mir jede einzelne Szene perfekt vorstellen konnte.

Kira ist gewohnt taff, unglaublich authentisch, sehr mitfühlend, aber auch wahnsinnig stark, sie lässt sich von ihrem Ziel nicht abbringen, auch wenn sie immer wieder an ihre Belastungsgrenzen stößt. Sie hat sich definitiv verändert und gibt sich wie bereits zum Ende des ersten Bandes hin, kampfbereit und sicher. Samm's Wandlung hat mir sehr gefallen, von seinen Grundzügen ist er sich treu geblieben, er wird mit Fortschreiten der Geschichte aber immer menschlicher. Sein Verhalten hat mich des Öfteren schmunzeln lassen und gegen Ende, war ich regelrecht stolz auf ihn. Er hat mein Herz genauso berührt, wie bereits in "Aufbruch - Partials1". Bei Kira und Samm stimmt, selbst wenn nur wenige Worte fallen, oder offen gezeigte Gefühle fehlen, einfach die Chemie.

Marcus hat mich sehr positiv überrascht, seine Handlungen aus dem ersten Band konnte ich nicht immer nachvollziehen. In "Fragmente" stellt er sich seinen Ängsten, lässt sich von seinem Weg nicht abbringen und mischt aktiv mit. Auch ihm ist deutlich bewusst, dass die Menschen und die Partials zusammen arbeiten müssen, denn ansonsten ist ihr endgültiges Ende nur noch eine Frage der Zeit. Auch hier hat Dan Wells seine Geschichte vorsichtig, aber stetig vorangetrieben, was mir ebenfalls sehr gefallen hat. Die Nebencharaktere dürfen keineswegs außer acht gelassen werden, denn auch sie tragen sehr zum Gelingen des Ganzen bei, decken auf, verändern, und haben Antworten parat.

"Fragmente" ist wie auch "Aufbruch" dieses mal in 4 Teilbereiche untergliedert, was sehr passend ist, da so die komplette Entwicklung der Geschichte nochmals präziser gesplittet wird. Ein Ereignis zum Schluss hat mich vollkommen begeistert. Andere Erlebnisse wiederum lassen mich Band 3 regelrecht herbei sehnen, denn nun MUSS ich natürlich unbedingt wissen, wie sich alles fügt, wie alles endet.

Fazit:

"Fragmente" ist im Gegensatz zu "Aufbruch" dem ersten Teil der Trilogie weniger fesselnd und spannend. Einige kleinere Längen werden zum Glück meist durch interessante und schockierende Wendungen abgelöst. Wichtige Fragen auf deren Antworten ich so lange gewartet habe, werden endlich zufriedenstellend geklärt, werfen allerdings auch Neue auf, die einen perfekten Grundstein für den finalen Band liefern. Wer von Band 1begeistert war, wird sicher auch die Fortsetzung mögen.


Death
Death
von Melvin Burgess
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen großartige Idee, nicht komplett ausgeschöpft, 9. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Death (Taschenbuch)
Zitate:

Nicht denken - aber du kannst gar nicht anders, als zu denken, denn das ist es, was dein Hirn tut, es denkt die ganze Zeit, es hört nicht damit auf. (Seite 150)

Er kniff die Augen zusammen und versuchte die Tränen wieder in sein Inneres zu pressen, wo sie keine Rolle spielten.
(Seite 153)

Das Leben war ihm damals grauenhaft vorgekommen, aber eigentlich war es so kostbar, so schön, so liebenswert - und er hatte das alles weggeworfen, weil es nicht das war, was er erwartet hatte, wie ein schmollendes Balg, das seinen Teddy aus dem Kinderwagen wirft. (Seite 236)

Inhalt:

"Death" die Kultdroge in der Zukunft, ist im wahrsten Sinne des Wortes lebensgefährlich, wer eine Pille davon schluckt, stirbt in exakt einer Woche. Bevor es zum Tod kommt, fühlt sich der Konsument jedoch hervorragend, sowohl körperlich als auch geistig. Er ist zu ungeahnten Höchstleistungen fähig und erlebt somit die Woche seines Lebens.

Als der Rockstar Jimmy Earle der "Death" genommen hat, öffentlich bei seinem letzten Konzert stirbt, tritt er damit eine Welle los, die kaum noch zu stoppen ist. Viele Menschen sind nach der letzten Rezession sehr arm, ohne Job und glauben nicht mehr an eine schöne, für sie lebenswerte Zukunft. Auch Adam, dessen Leben gehörig aus den Fugen gerät, denkt darüber nach zu "Death" zu greifen. Denn was hat er noch zu verlieren?

Meinung:

Die Idee, die hinter "Death" steckt ist absolut grandios, ein Selbstmord auf Raten - eine unglaubliche Woche, die deinem vielleicht einsamen und wenig erfolgreichen Leben einen letzten Sinn und ein spannendes Abenteuer beschert, doch zu welchem Preis? Diese Frage stellt sich auch Hauptprotagonist Adam immer wieder! Seine Familie ist alles andere als reich, sein Vater ist Frührentner, der nach einem Unfall nicht mehr arbeiten kann. Seine Mutter versucht die Familie mehr schlecht als recht mit Nachtschichten über Wasser zu halten. Wäre sein Bruder Jess, der in einer Fabrik arbeitet nicht, könnte die Familie allerdings kaum überleben, da Adam selbst noch zur Schule geht.

Als nach dem todbringenden Konzert des Rockstars Jimmy Earle massenweise von den teuren Deathpillen, verschenkt werden, bricht in Manchester ein Hype los, der kaum noch aufzuhalten ist. Mittendrin und somit live dabei, Adam und Lizzie seine reiche Freundin. Die beiden sind gleichermaßen geschockt und begeistert von den neuesten Entwicklungen. Denn auch die Zeloten, eine große Gruppe von Wiederständern scheint etwas mit all dem zu tun zu haben.

Als sich in Adams Leben die Ereignisse überschlagen, tut er nach kurzem zögern das für ihn unvermeidliche...
Ab diesem Zeitpunkt nimmt die Geschichte rasant an Fahrt auf, sodass man als Leser natürlich unbedingt wissen will, wie es mit Adam weiter geht, und ob Lizzie wie versprochen, nicht von Adams Seite weicht. Dennoch kam für mich die erwarte Hochspannung und die unsagbare Angst alles zu verlieren, die besonders Adam verspürt, nie so richtig bei mir an. Was zum großen Teil sicher auch daran lag, dass ich mit den beiden Protagonisten nicht so wirklich warm wurde. Natürlich litt ich mit ihnen und versuchte mich auch immer wieder in sie hinein zu versetzen. Sie taten mir auch unglaublich Leid und ich hätte sie an einigen Stellen auch gerne getröstet, trotzdem konnten mich beide emotional nicht erreichen. Auch das Handeln von Bruder Jess, stieß bei mir zum größten Teil auf Unverständnis, erst zum Ende des Romans, verstand ich ihn und seine Beweggründe besser. Was mir sowohl bei Adam als auch bei Lizzie sehr gefallen hat, ist die Tatsache, dass beide zu ihrem Wort stehen und nicht nur an sich und ihr Überleben denken, sondern alles tun, um sich gegenseitig zu helfen, selbst wenn dies bedeutet, dass sie dadurch erst so richtig in Schwierigkeiten geraten.

Der Aufbau der ganzen Geschichte ist dennoch unglaublich interessant. Der Tod und das Leben stehen sich in einer Waagschale gegenüber, man beginnt als Leser nachzudenken und beäugt die Geschehnisse sehr kritisch und doch auf eine Art auch fasziniert. Und so hätte ich mir auch noch mehr Hintergrundinformationen zu den Aufständen, den Zeloten und auch zur Regierung etc. gewünscht.

Melvine Burgess Schreibstil ist eher schlicht, er findet klare Worte, die allerdings zu der doch oft sehr kalten und brutalen Welt in der Adam und Lizzie leben, ausgesprochen gut passt. Dadurch fehlt mir allerdings auch etwas die Tiefe und Echtheit, was sehr schade ist. Denn wie bereits erwähnt, finde ich die Idee an Sich absolut großartig! Drogen, die Verharmlosung ihres Konsums und was ein Missbrauch anrichten kann, selbst wenn man zunächst im siebten Himmel schwebt, sind Themen, die mit Sicherheit immer aktuell bleiben werden. Besonders ein Aspekt der Geschichte konnte mich sehr überraschen, und so lässt mich das Ende absolut zufrieden zurück und auf eine gute Zukunft der Hauptprotagonisten hoffen.

Die Botschaft von "Death" konnte mich ebenfalls vollkommen überzeugen. Wie schön und wertvoll das Leben wirklich ist, wird einem manchmal erst klar, wenn man dabei ist, es zu verlieren oder aufs Spiel zu setzten. Wie oft stören wir uns an Dingen, oder lassen uns von unschönen Erlebnissen nach unten ziehen, ohne darauf zu achten, was das Leben außerdem noch zu bieten hat, und wie schön und reizvoll auch schon die kleinen Dinge sind, man muss sie nur wahrnehmen und sich an ihnen erfreuen.

Fazit:

Wer sich schon immer gefragt hat, was eine Kultdroge die eine Woche voller Abenteuer verspricht, wirklich bereithält, sollte definitiv zu "Death" von Melvin Burgess greifen und sich gemeinsam mit Adam und Lizzie auf eine spannende und zum Teil auch unvorhergesehene "Reise" begeben.


Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat: Roman
Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat: Roman
von Gavin Extence
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

5.0 von 5 Sternen Schicksalhaft, wundervoll, tief bewgend!, 2. März 2014
Zitate:

Wenn ich heute auf das Jahr zurückblicke, dass ich in der Schachtel verbracht hatte, glaube ich, dass es diese Bücher waren, die mich daran hinderten, vor Selbstmitleid zu zerfließen. (Seite 91)

Angst verzerrt die Welt. Angst lässt uns Dämonen sehen, wo es nur Schatten gibt. (Seite 126)

Ich setzte mich auf den Bordstein - in einem sicheren Abstand von 5 Metern von dem Kondom entfernt - starrte auf meine schlammigen, nassen Schuhe und weinte. (Seite 173)

Aber nicht alle Narben sind schlimm, Alex. Manche sind es sogar wert, dass man sie nicht gehen lässt, wenn du verstehst, was ich meine. (Seite 263)

Inhalt:

Alex Woods ist gerade einmal 10 Jahre alt, als sich sein ohnehin schon seltsames Leben schlagartig und für immer verändert. Seine alleinerziehende Mutter ist Hellseherin und so definitiv auch alles andere als "normal". Alex ist ebenfalls anders, seine Denkweise und sein Handeln unterscheiden sich sehr von Gleichaltrigen.

Unwahrscheinliche und außergewöhnliche Dinge können eben doch geschehen, und Alex ist der beste Beweis dafür.

Durch Zufall, oder doch vom Schicksal vorherbestimmt, begegnet er dem zunächst wortkargen und mürrischen Isaac Peterson. Eine ungewöhnliche und gleichermaßen bezaubernde Freundschaft nimmt ihren Lauf.

Meinung:

Durch eine, mich sofort neugierig machende Bloggeraktion, wurde ich auf diese ungewöhnliche, sehr faszinierende Geschichte aufmerksam. Ohne diese Aktion, wäre ich vielleicht nie in den Genuss gekommen, dieses Buch zu lesen, was sehr schade gewesen wäre.

"Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat" gehört nicht unbedingt zu meinen bevorzugten Genres. Dennoch lese ich auch gerne einmal etwas völlig anderes, ein Buch, das mich neugierig macht und dessen Rücken - und/oder Klappentext mich förmlich anlockt. Dennoch konnte ich nur so in etwa erahnen, was mich erwarten würde.

Die Geschichte beginnt schon recht skurril, als der 17-jährige Alex an einer Grenzkontrolle festgehalten wird. Der Einstieg ist verwirrend und dennoch so interessant, dass man sofort wissen möchte, wie es zu dieser "Verhaftung" kam. Alex nimmt uns Leser mit auf eine Reise durch sein noch recht junges, aber um so ereignisreicheres Leben, er lässt uns teilhaben an seinen Gedanken und an den größeren und kleineren Wundern, die ihn geprägt und geformt haben.

Alex ist alles andere als ein normaler Teenager. Nach dem besagtes Ereignis eintritt, ändert sich so vieles im Leben des Kindes, Dinge die ihn erwachsen und so besonders werden lassen. Er ist fasziniert von der Mathematik und von Physik, er stellt Berechnungen an und Theorien auf, mit denen sicher wenige Altersgenossen etwas anfangen können. Er liebt Bücher und Gedanken anregende Gespräche und klassische Musik, kurz um, er ist fast schon ein kleiner Philosoph. Manchmal wirkt er so unglaublich Weise und wissbegierig, dass ich mich selbst immer wieder dabei ertappt habe, wie ich Dinge zu hinterfragen, oder diese zumindest aus einem anderen Blickwinkel heraus zu betrachten begann.

Noch nie sind für mich Autor und Protagonist so sehr miteinander verschmolzen wie in "Das unerhörte Leben des Alex Woods", sodass ich gar nicht wirklich sagen kann, wo Gavin Extence anfängt, oder wo Alex Woods aufhört. Wie bereits erwähnt ist Alex sehr philosophisch, was natürlich einen sehr ausschweifenden und detaillierten Schreibstil seitens des Autors hervorbringt. Und auch wenn diese Art des Schreibens für kleine Längen sorgt, ist sie hier so unglaublich passend, denn das ist es, was den Protagonisten Alex definiert. Alexander Woods ist kein Charakter mit dem man sich sofort identifizieren kann, dafür ist er oft einfach zu sonderbar und wundersam. Aber genau das macht ihn so grandios und speziell, ich konnte gar nicht anders, als ihn tief ins Herz zu schließen. Alex Gedankenwelt ist so breit gefächert, dass ich beim Lesen des Öfteren innehalten musste, um diese komplett in mir aufzunehmen. Dennoch hat er auch einen ganz speziellen Humor, der mich immer wieder schmunzeln lies und die oft auch sehr lehrreichen und wissenschaftlichen Aspekte der Geschichte, niemals trocken oder langweilig haben erscheinen lassen. Alex hat einen sehr stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, dadurch konnte er mich nur noch mehr für sich begeistern. Er wägt ab und analysiert, wie ich es noch nie zu vor bei einem Menschen/ fiktiven Charakter erlebt habe. All dies macht ihn zu einem der mit Abstand faszinierendsten Protagonisten, den ich je kennen lernen durfte.

Als das Schicksal Alex und Issac Peterson zusammen führt, erlebt man den Beginn einer wundervollen und absolut einzigartigen und bezaubernden Freundschaft. Mr. Peterson ein alter Veteran, ist mürrisch, oft schlecht gelaunt,eben ein typischer Eigenbrötler und Einsiedler. Doch auch in ihm steckt so viel mehr als zunächst gedacht. Sein Leben war oft nicht einfach und all dies hat ihn natürlich auch gezeichnet. Zunächst kann er auch nicht so viel mit Alex anfangen, doch schnell wird ihm klar, dass der junge Mann, der so unerwartet in sein Leben geschneit ist, dieses ungemein bereichert. Die Beiden entdecken ihre gleichermaßen große Bücherleidenschaft, sowie die Freude an der klassischen Musik. So entsteht ein untrennbares Band, das weit über eine normale Freundschaft hinausgeht, und dessen Reichtum und Stärke mich buchstäblich und besonders am Ende zu Tränen gerührt hat.

Fazit:

"Das unerhörte Leben des Alex Woods" ist eine Geschichte, die mich berührt und sehr zum Nachdenken angeregt hat. Sie wirft tiefgründige Fragen auf, lässt einen Entscheidungen überdenken, zeigt auf, das wahre Freundschaft keine Frage des Alters ist, und dass das Schicksal einen selbst dann lenkt, wenn man der felsenfesten Überzeugung ist, dass das Universum wirklich keinen Plan hat. Mit viel Weisheit und der richtigen Brise Humor, hat Gavin Extence ein außergewöhnliches Buch geschrieben, welches mich sicher niemals mehr los lassen wird und tief in meinem Herzen verankert bleibt.


Level 6 - Unsterbliche Liebe
Level 6 - Unsterbliche Liebe
von Michelle Rowen
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

4.0 von 5 Sternen kämpfersich, spannend, gut!, 16. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Level 6 - Unsterbliche Liebe (Broschiert)
Inhalt:

Die 16-jährige Kira lebt nach der Ermordung ihrer Eltern und ihrer Schwester bereist seit 2 Jahren auf der Straße. Als Taschendiebin schlägt sie sich nach der "großen Plage" durch. Eines Tages findet sie sich in einem dunklen Raum, an ihren Händen gefesselt wieder, an ihrer Seite der 17-jährige Rogan, ein verurteilter Mörder.

Gemeinsam als Team müssen die beiden an der Gameshow "Countdown" teilnehmen, einer brutalen Realityshow, bei der es um Leben und Tod geht. Die beiden Teenager müssen insgesamt 6 Level überstehen, um zu siegen, und um nicht vor laufender Kamera zu sterben. Um so weiter das Spiel voranschreitet, um so grausamere und überraschendere Wahrheiten kommen ans Licht!

Meinung:

Da mir Michelle Rowens "Gray-Reihe" unglaublich gut gefallen hat, habe ich mich natürlich sehr darüber gefreut, zu ihrem neuesten Werk, dass ja doch etwas Genre untypisch für sie ist, zu greifen. Um es gleich vorweg zu nehmen, sie konnte mich auch Größtenteils wieder von sich bzw. ihrem Buch überzeugen. "Level 6" ist eine gute Mischung aus Dystopie, Thriller und Sinence Fiction Elementen, die in diesem Fall sehr gut kombinierbar sind und hervorragend harmonieren.

Die "große Plage" hat einen sehr großen Teil der Menschheit dahin gerafft, in den Städten lebt nur noch ein Bruchteil der Bevölkerung, einige Überlebende haben sich aufs weite Land zurückgezogen und leben wie die Menschen vor über 100 Jahren. Die etwas reicheren und in der Gesellschaft angeseheneren Menschen wohnen in der neuen Kolonie, die ein besseres Leben ohne Gewalt verspricht. Einige Mädchen, die nach der "großen Plage" geboren wurden, haben unterschiedlich stark ausgeprägte Paranormale Fähigkeiten. Die Mädchen mit besonders starken Kräften, besuchen eine extra für sie eingerichtete Schule in der neuen Kolonie. Kira ist eine Empathin mit zunächst eher schwachen Fähigkeiten, welche sie auch nicht sonderlich gut beherrschen kann, sie hat noch nie von Gleichgesinnten gehört, und weiß auch nichts von dieser Schule, dennoch ist es ihr größter Wunsch eines Tages auch in der Kolonie zu leben.

Verständlicherweise ist sie völlig geschockt, als sie plötzlich in diesem dunklen Raum aufwacht, und erfährt, dass sie bei "Countdown" teilnimmt, ohne dafür ihre Einwilligung gegeben zu haben. Ihr Spielpartner Rogan dagegen nimmt freiwillig an der Gameshow teil, da es für ihn als verurteilten Mörder nur die Alternative, ein Daueraufenthalt in einem der schlimmsten Gefängnisse der Region, gibt. So bleibt Kira nichts anderes übrig, als mit Rogan zusammen zu arbeiten, was sich zunächst als sehr schwierig erweist, denn wie soll sie einem so grausamen Menschen vertrauen? Ein weiteres Detail, welches die Beiden unweigerlich aneinander fesselt, sind die Computerchipimplantate in ihren Köpfen, die ihnen unsägliche Schmerzen bereiten, sobald sie sich weiter als 30 Meter voneinander entfernen. Hier kommen unter anderem die erwähnten Science Fiction Elemente zum Vorschein, welche auch im weiteren Verlauf immer wieder mit einfließen.

Michelle Rowens Idee dieser Realityshow ist mit Sicherheit nicht neu, wurde von ihr aber dennoch großartig umgesetzt. Nur als Team, welches zusammenarbeitet, gelingt es den beiden Hauptprotagonisten überhaupt, sich den schwierigen Aufgaben der einzelnen Level zu stellen. Die Spannung wird ausreichend geschürt, sodass man als Leser natürlich unbedingt wissen muss, wie es weiter geht. Ein paar Geschehnisse konnte ich zwar erahnen, ich wurde aber dennoch auch des Öfteren wirklich überrascht, weil ich mit so manchen Entwicklungen absolut nicht gerechnet habe. Und auch wenn ich jetzt nicht vor nervenaufreibender Spannung beinahe geplatzt bin, zitterte ich dennoch dem weiteren Voranschreiten entgegen. Ich war mir nie so wirklich sicher, wem ich nun trauen konnte, und wer ein komplett falsches Spiel spielt. Die einzelnen Level sind selbstverständlich alles andere als einfach zu bewältigen, und so müssen Kira und Rogan auch wirklich kämpfen. Dennoch und das ist auch mein einziger Kritikpunkt, gelingt es den Beiden immer rechtzeitig die passende Person zu finden, das entsprechende Rätsel zu lösen etc., sodass es mir hin und wieder dann doch etwas zu einfach vorgekommen ist, und ich mir so definitiv noch mehr Komplikationen, die Ängste schüren, gewünscht hätte.

Michelle Rowen hat wie bereits in den "Gray Romanen" auch in "Level 6" Protagonisten geschaffen, mit denen man sich identifizieren kann bzw. die man einfach ins Herz schließen muss. Kira ist eine taffe Persönlichkeit, die bereits eine Menge durchmachen musste, was sie zu einer starken jungen Frau hat heranwachsen lassen. Sie weiß was sie will, sie ist eine absolute Kämpferin, die aber dennoch tief in ihrem Inneren sehr verletzlich ist. Im Laufe der Geschichte kann sie ihre Psi-Gabe immer mehr für sich nutzen, was zu einigen interessanten Wendungen führt. Rogan ist zunächst der typische Bad-Boy und Kotzbrocken, in dem aber so viel mehr steckt. Ich mochte ihn von Anfang an sehr, trotz seiner vermeintlich brutalen Vergangenheit. Auch er entwickelt sich unglaublich gut, je mehr Vertrauen Kira ihm entgegen bringt, umso vielschichtiger und facettenreicher wird er. Je mehr Level der Leser mit Rogan und Kira beschreitet, um so näher kommt er zusammen mit ihr seinem wirklichen Geheimnis. Garreth Ellis der Besitzer des "geheimen" Fernsehsenders, der für die Ausstrahlung von "Countdown" verantwortlich ist, birgt ebenfalls Überraschungen in sich, die der gesamten Handlung noch mehr Würze verleihen.

"Level 6" wird ausschließlich aus der Sicht von Kira erzählt, was ich sehr passend finde. Michelle Rowens großartiger Schreibstil tut ein übriges, so sind tolle Lesestunden auch definitiv garantiert. Besonders gut hat es mir auch gefallen, dass ich so richtig in die Geschichte hinein geworfen wurde, und erst nach und nach immer mehr über die Gameshow und deren Hintergründe erfahren habe. Von dem doch etwas eigenwilligen Cover solltet ihr euch nicht abschrecken lassen. Es ist eben ein typisches Mainstream-Cover, das viele Leser anzieht. Im Fall von "Level 6" hat das Cover bzw. die dort abgebildeten Personen mit dem Inhalt aber rein gar nichts gemeinsam. "Level 6" ist ein Einzelband und somit auch komplett und sehr zufriedenstellend abgeschlossen.

Fazit:

Michelle Rowen hat mit "Level 6" einen gut durchdachten und spannenden Zukunfts-Roman geschrieben, der die erschreckenden und brutalen Auswirkungen einer digitalen Computerwelt, die in die falschen Hände gerät, aufzeigt. Zwei willensstarke Protagonisten kämpfen in der Gameshow "Countdown" ums nackte Überleben, sodass man als Leser regelrecht mitgerissen wird. Interessante Wendungen und Geschehnisse sorgen für ein tolles Lesevergnügen.


Die Luna-Chroniken, Band 1: Wie Monde so silbern - E-Book inklusive
Die Luna-Chroniken, Band 1: Wie Monde so silbern - E-Book inklusive
von Marissa Meyer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,90

4.0 von 5 Sternen Cinderalla meet Future, einfach großartig!!!, 2. Februar 2014
Zitate:

Wieder sah Cinder zum lauernden Mond auf und hatte eine Gänsehaut. Der Mond hatte sie schon immer beunruhigt, als würden seine Bewohner sie von dort aus beobachten. Vielleicht würde sie sie auf sich aufmerksam machen, wenn sie den Mond zu lange anstarrte. Unsinniger Aberglaube, aber andererseits war an Lunariern alles unheimlich und hatte mit Aberglaube zu tun.
(Seite 47)

Obwohl er sie nicht berührte, konnte sie ihn deutlich spüren, übermächtig und voller Wärme. Es wurde heiß, auch wenn ihre Temperaturanzeige keine Änderung vermerkte. (Seite 221)

Inhalt:

Seit über 12 Jahren wütet die blaue Pest auf der Erde und macht auch vor dem Asiatischen Staatenbund, seinen Bewohnern, oder gar vor Kaiser Rikan halt. Dieser befindet sich im dritten Letumose Stadium, um so dringlicher wird auf Hochtouren nach einem Heilmittel geforscht.

Jeden Tag wird ein weiterer Cyborg an Hand seiner ID ermittelt, der für das Land und zum Wohle der Forschung sein Leben opfern "darf". Auch Cinder ist ein Cyborg - und könnte somit jeden Tag einberufen werden.

Eines Tages sucht Prinz Kai Cinders Werkzeugladen auf dem Markt auf, da er bei einer dringlichen Reparatur die Hilfe der besten Mechanikerin benötigt. Nach dieser ersten Begegnung kreuzen sich die Wege der Beiden immer wieder.

Trotz der schlimmen Epidemie soll der Ball zum Freiheitstag stattfinden. Cinders Stiefmutter Adri ist davon natürlich begeistert und staffiert ihre Töchter mit den schönsten Kleidern aus. Nur Cinder verbietet sie auf den Ball zu gehen, was dieser dank ihres Cyborg-Daseins allerdings nicht all zu viel ausmacht.

Als Cinder den einzigen Menschen aus ihrer Familie verliert, den sie aus tiefstem Herzen geliebt hat, gibt Adri ihr die Schuld und verkauft Cinder kurzer Hand an den Staat bzw. an das Forschungslabor. Was dann geschieht, hätte sich die junge Frau allerdings nicht einmal in ihren kühnsten Träumen vorgestellt.

Meinung:

Das Märchen von Cinderella mag ich sehr, vor allem in der Disney-Version, was mich allerdings bei "Wie Monde so silbern" tatsächlich erwarten würde, wusste ich trotz einiger positiver Meinungen nicht wirklich. Alles was mir bekannt war ist, dass es sich bei diesem Buch um eine Märchenadaption handelt.

Schon nach wenigen Seite wurde mir klar, dass es zwar gewisse Parallelen zwischen der Hauptprotagonistin Cinder und der "echten" Cinderella gibt, ich ansonsten aber ein völlig neues und absolut interessantes Buch vor mir hatte, in welches ich nun voller Vorfreude und Begeisterung eintauchen durfte. Die Geschichte spielt 126 Jahre nach dem vierten Weltkrieg und somit unverkennbar in der Zukunft. 6 Staaten und ihre Oberhäupter regieren die Erde, Raumschiffe und das Reisen zum Mond sind längst nichts besonderes mehr. Die mächtige Königin Levana regiert den Mond und ihre Untertanen die Lunarier mit strenger Härte und absoluter Kontrolle.

All dies ist für Cinder jedoch von nicht von allzu großer Bedeutung, da sie in erster Linie dafür Sorgen muss, dass ihr kleiner Laden auf dem Markt gut läuft, damit sie genügend Geld für ihre Halbschwestern und ihre gierige Stiefmutter verdient. Da Cinder ein Cyborg ist, (was genau dies bedeutet, möchte ich euch gar nicht verraten, da ich euch nichts vorweg nehmen möchte) steht sie in der Hierarchie des Staatenbundes an unterster Stelle. Somit befindet sie sich die meiste Zeit nur in Gesellschaft der Androidendame Eko, oder verbringt Zeit mit ihrer Stiefschwester Peony, ihrer einzigen menschlichen Verbündeten. Als Prinz Kai in ihr Leben tritt, verändert sich dieses schlagartig... doch erst als Cinder selbst zum Versuchskaninchen wird, beginnt sie langsam zu erkennen und zu begreifen.

Ich bin absolut begeistert und fasziniert von der vielschichtigen Welt die Marissa Meyer erschaffen hat. Die Verschmelzung von Märchen, Fantasy - und Science Fiktion ist ihr absolut großartig gelungen. Die Idee und alles was dahinter steckt, ist so komplex und einzigartig, sodass ich stark davon aus gehe, dass diese in den Folgebänden der "Luna-Chroniken" noch viel intensiver beschrieben und erklärt wird.

Cinder ist trotz, oder gerade wegen ihrer Andersartigkeit eine absolut liebenswerte und starke Persönlichkeit, ich mochte sie von der ersten Sekunde an sehr. Als Leser kann man sich komplett in sie hinein fühlen, nach und nach setzt man das Puzzle Cinder zusammen und versteht immer mehr, was sie ist. Man lernt ihre unterschiedlichen Fähigkeiten kennen und sieht die Geschehnisse mit dem Voranschreiten der gelesenen Seiten immer klarer und deutlicher mit ihren Augen.

Auch Prinz Kai war mir vom ersten Moment an unglaublich sympathisch, er ist die Art von Protagonist in dessen Gegenwart man sich komplett wohl fühlt, und so sein kann wie man ist, ohne verurteilt zu werden. Kai steht zwar in der Rangliste des Asiatischen Staatenbundes an zweiter Stelle, mit seinen Angestellten und Untergebenen begibt er sich aber stets auf ein Level, er ist niemals überheblich oder nutzt seine Position aus. So ist es auch nur allzu verständlich, was Cinder von Anfang an in ihm sieht.

Königin Levana dagegen steht im krassen Gegenteil zu Cinder und Kai, sie verkörpert all das Böse und Gemeine in sich. Um so zu regieren wie sie es für richtig hält, schreckt sie auch vor dem Töten nicht zurück, wer sich ihr nicht vollkommen unterwirft, lebt nicht lange. Sie ist kalt, streng und absolut unbarmherzig, und weckt somit in wohl jedem Leser Gefühle von Hass und Abscheu.

Auch wenn, wie ja bereits erwähnt, die Gemeinsamkeiten zwischen der original Aschenputtel-Geschichte und Cinders nicht allzu groß sind, hat es Marissa Meyer trotzdem exzellent gemeistert, durch kleine Symbole, wie den Ball, die böse Stiefmutter, die beiden Stiefschwestern und einen ganz besonderen "Schuh" die Verbindung zum Märchen, und dieser ganz eigenen Magie einzufangen und dem Leser nahezubringen. Der Schreibstil ist leicht, sehr angenehm und flüssig. Die Beschreibungen nicht zu übermäßig ausgebaut, eher im Gegenteil, manchmal hätte ich mir davon ein wenig mehr gewünscht.

Mein einziger Wermutstropfen und größter Kritikpunkt ist leider die Vorhersehbarkeit. Auch wenn ich das eine oder andere Mal auch ein wenig überrascht wurde, wusste ich was als nächstes oder zumindest im Großen und Ganzen passieren wird. Mein Lesespaß wurde dadurch dennoch nicht gemindert, und so "blätterte" ich genüsslich durch die Seiten. Und auch wenn mir ein bisschen die Spannung und das Unerwartete gefehlt haben, konnte mich die Autorin durch ihre wundervollen Protagonisten, ihre Art des Erzählens und durch eine herzerwährmende Geschichte dennoch fesseln. Ich hoffe sehr, dass die Folgeromane dieses kleine Manko ausgleichen werden und meine durchaus vorhandenen offenen Fragen zufriedenstellend beantworten werden. Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr auf "Wie Blut so rot".

Besonders erwähnenswert sind die tollen Cover, die dem Leser sogleich zeigen, mit welchem Märchen er es zu tun hat. Außerdem ist "Wie Monde so silbern" jeweils in 4 Bücher unterteilt. Jeder Buchteil wird mit einem Zitat des Original-Märchens eingeleitet, was unglaublich passend und wunderschön ist.

Fazit:

Wer Cinderella liebt, sollte unbedingt zur abgewandelten (Zukunfts-)Version von "Wie Monde so silbern" greifen. Taucht gemeinsam mit Cinder in ihre futuristische Welt ein, lasst euch von dieser faszinieren Atmosphäre anstecken und begeistern. Lernst sympathische und willensstarke Charaktere kennen und lasst euch fallen in ein ganz besonderes und außergewöhnliches Märchen.


Gray Kiss
Gray Kiss
von Michelle Rowen
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

5.0 von 5 Sternen himmlisch, hölische Fortsetzung, 2. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Gray Kiss (Broschiert)
Zitate:

Manchmal verliert man eine Schlacht. Aber das heißt nicht, dass man den den Krieg verliert! Das passiert nur dann, wenn man aufhört zu kämpfen! (Seite 155)

Wir alle trafen unsere eigenen Entscheidungen. Auch die Entscheidung, keine Entscheidung zu treffen, hatte Auswirkungen auf den restlichen Verlauf unseres Lebens. (Seite 195)

Vielleicht ist die Liebe das Gefühl, dass sich am schwersten zerstören lässt, dachte ich. (Seite 246)

Inhalt:

Samantha ist immer noch eine Gray, ihr Hunger wird stetig stärker, sie giert nach Seelen und kann sich kaum mehr zurückhalten. Wenn sie Stephen nicht bald findet, und ihre Seele zurückbekommt, ist es unwiderruflich zu spät.

Bishop und seine Gruppe aus Engeln und Dämonen haben noch einmal Zuwachs für ihr Team in Form von Engel Cassandra erhalten. Gemeinsam versuchen sie die Gray's, welche immer stärker werden zu stoppen. Außerdem häufen sich in Trinity die Selbstmorde unter Jugendlichen enorm. Ausgerechnet Sams Erzfeinding Jordan, will diesem definitiv nicht mehr normalen "Phänomen" auf die Spur kommen.

Meinung:

Nach dem mir Band eins der Dilogie extrem gut gefallen hat, musste ich natürlich gleich im Anschluss nach Band zwei greifen, da ich unbedingt erfahren wollte, wie Samanthas Geschichte endet. Band zwei fügt sich nahtlos an Band eins an. Die Lage wird immer schlimmer, gefährlicher und aussichtsloser, was an Sam und ihrem himmlisch-höllischen Team natürlich auch nicht spurlos vorüber geht. Die gesamte Atmosphäre ist deutlich drückender und nicht mehr so humorvoll wie noch in "dark kiss". Aber genau dies, ist in der ganzen Situation so unglaublich passend. Michelle Rowan versteht es somit gekonnt, ihre Leser in die passende Stimmung zu versetzen.

Die Suche nach Stephen gestaltet sich zunächst schwieriger als gedacht, doch als Sam ihn endlich findet, hat sich der Gray noch mal ein ganzes Stück verändert und die Hoffnung ihre Seele wieder zu bekommen schwindet immer mehr. Auch Bishop und Kravens ohnehin schon schwieriges Verhältnis gerät weiter ins Wanken, als Sam ihren Hunger nicht mehr beherrschen kann und Colin küsst. Nur der seelenlose Kraven, auf den Samanthas Küsse keinerlei Auswirkungen haben, kann die junge Frau noch zur Vernunft bringen. Sein Kuss hat eine heilende bzw. hungerstillende Wirkung auf Sam, sodass sie die Kraft hat, weiter zu machen und ihre Gier fürs erste wieder zu unterdrücken.

Als Samantha erneut das Licht sieht, schöpft sie zunächst Hoffnung, doch dann tritt der Urgöttliche Engel (ein Engel der niemals ein Mensch war) Cassandra in das Leben des Teams, und hat, wie es scheint ein besonderes Interesse an Bishop. Nun muss sich Sam nicht nur der verwirrenden Liebe zu Bishop, die eigentlich keine Zukunft hat und Kravens "helfenden" Küssen stellen, sondern auch noch der Eifersucht auf Cassandra. Als wäre dies nicht schon schlimm genug, gerät die Magie in Trinity immer mehr aus den Fugen, und die Selbstmordrate unter Jugendlichen steigt in ungeahnte Höhen. Sam erfährt durch ihre Fähigkeiten immer mehr von Bishops und Kravens Vergangenheit, was zunächst auch für Zündstoff zwischen dem ungleichen Brüderpaar sorgt, doch auch viel Licht ins Dunkel bringt.

Ich war zunächst fast ein bisschen traurig darüber, dass der sprühende Humor, Sam's Sarkasmus und Kravens Schlagfertigkeit nicht mehr in so großem Maße vorhanden waren, wie noch in "dark kiss". Dennoch gewöhnte ich mich schnell daran, und konnte mich so vollkommen in der Geschichte fallen lassen.

Sam hat sich enorm weiterentwickelt, trotz all der Probleme kämpft sie bis zum Schluss, und wächst dann sogar über sich hinaus. Die Liebe zu Bishop tut ihr übriges, so kompliziert diese Beziehung auch ist, ist sie dennoch etwas besonderes. Auch Kraven mischt wieder gehörig mit, die Tatsache, dass er ein Dämon ist, macht ihn mir kein Stück weniger sympathisch, im Gegenteil. Vor allem nach dem man als Leser weiß, was früher passiert ist, kann man ihn vollkommen verstehen.

Michelle Rowen fügt nach und nach alle Komponenten zusammen, führt die Geschehnisse des ersten Bandes fort, klärt offene Fragen und fesselt den Leser durch spannende Momente und zum Teil unerwartete Wendungen. Ein großartiger und gefühlvoller Showdown, brachten auch den von mir so geliebten Humor zurück, sodass ich "gray kiss" zufrieden-glücklich abschließen konnte.

Sam erzählt auch diesen zweiten Band aus ihrer Sicht, allerdings switcht sie durch ihre stetig weiter wachsenden Kräfte auch immer wieder in den Geist von Bishop hinein, was ihn mir nochmal ein ganzes Stück näher gebracht hat. Was mir ebenfalls gut gefallen hat, war die Zusammenarbeit zwischen Engeln und Dämonen, die zwar im Verlauf der Geschichte immer wieder für Zündstoff sorgt, als es aber darauf ankommt, bilden sie ein unschlagbares Team.

Fazit:

Mit "gray kiss" hat Michelle Rowan ein faszinierendes Buch voller unerwarteter Wendungen, toller Dialoge, himmlisch-höllischer Wesen und Spannung geschrieben, welches fesselt und wunderbar unterhält. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge nehme ich Abschied von Sam, Bishop, Kraven Trinity und Co.


Dark Kiss
Dark Kiss
von Michelle Rowen
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

4.0 von 5 Sternen himmlisch gut, höllisch genial!, 12. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Dark Kiss (Broschiert)
Zitate:

Er sprach sanft in mein Ohr. "Ich sollte dich warnen. Es ist ein sehr gefährlicher Kuss. Er wird dein Leben für immer verändern, also musst du ihn auch wollen." Wenn ich nicht so durcheinander gewesen wäre, hätte ich ihn für arrogant gehalten. Ich meine, bitte! Ein Kuss, der mein Leben für immer verändern könnte?
(Seite 18)

Alles was ich zu diesem Zeitpunk von beiden hatte,waren Worte, die gefährlich werden konnten, falls sie nicht wahr waren. Beide hatten Gründe, nicht vollkommen ehrlich zu mir zu sein.
(Seite 216)

Es sah so aus, als steckte ich immer noch mitten drin - nicht gerade der beste Ort, an dem man sich aufhalten konnte.
(Seite 254)

Ich fühlte mich so zerbrechlich, wie ein Glas an der Tischkante, das jeden Augenblick herunter fallen und zerbrechen konnte. Meine Gefühle waren nur schwer zu kontrollieren, allerdings musste ich genau das tun. Ich konnte mich jetzt nicht gehen lassen.
(Seite 267)

Inhalt:

In einem Club, steht Samantha, kurz Sam genannt, endlich ihrem heimlichen Schwarm Stephen gegenüber. Plötzlich scheint dieser ebenfalls ein ernsthaftes Interesse an ihr zu haben. Als Stephen Sam fragt, ob er sie küssen dürfe, scheinen ihre geheimsten Wünsche wahr zu werden. Trotz eines komischen Gefühls, und einer Warnung bezüglich des Kusses, ist die junge Frau Feuer und Flamme und gibt sich diesem vollkommen hin. Was dann geschieht, hätte sich Samantha allerdings niemals erträumen lassen... sie hat eine Vision von einem alles verschlingenden schwarzen Loch und einem jungen Mann mit kobaltblauen Augen.

Seit dieser Nacht ist Sam nicht mehr die Selbe, sie verspürt einen unbändigen Heißhunger, friert ständig und auch die Jungs in ihrer Schule nehmen sie auf einmal ganz anders wahr. Als sie auf der Straße auf einen verwirrten Mann trifft, erkennt sie seine Augen sofort von ihrer Vision wieder. Nur in seiner Nähe fühlt sich Samantha wohl und beschützt, doch dann muss sie mit ansehen, wie ausgerechnet er, einen anderen tötet.

Meinung:

Der Klappentext zu "dark kiss" hat mich bereits vor einiger Zeit sehr neugierig gemacht. Als ich dann vom Verlag Band 2 erhielt, war klar, Band eins musste her. Nach einem sehr emotionalen, traurigen Buch und einer goldigen Weihnachtsgeschichte, freute ich mich besonders darauf, eine gute Fantasygeschichte zu lesen, und wurde absolut nicht enttäuscht. Schon alleine die Idee "einer Gray/eines Gray" konnte mich begeistern, da Michelle Rowen eine weitere "Art" erschaffen hat, die sich ganz wunderbar und völlig selbstverständlich zu all den anderen Fantasywesen hinzufügen lässt.

Gleich zu Beginn des Buches lernt man die Hauptprotagonistin Samantha und ihre beste Freundin Carly kennen. Sam ist ein eher ruhiger Teenager, sie hat gute Noten und bisher nicht all zu tolle Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht gemacht. Um so sprachloser ist sie, als sie auf einer Party in ihrem Lieblingsclub Stephen ihrem langjährigen Schwarm begegnet. Dieser spricht sie nicht nur an, sondern will Sam auch nach einem kurzen Gespräch küssen. Samantha lässt sich trotz einer verwirrenden Warnung auf ihn ein, somit scheint ihr Schicksal besiegelt.

Dieser Kuss verändert nicht nur Sam's Inneres. Ihre Welt wird vollkommen auf den Kopf gestellt, als sie begreift, was da mit ihr passiert und was sie nun IST. Dennoch ist Sam etwas besonderes, dies wird ihr zum ersten mal so richtig bewusst, als sie auf Engel Bishop und seine Mission trifft. Doch bereits vor dieser Begegnung und noch einige Male danach, fällt dieser Begriff. Warum Samantha so etwas besonderes ist, möchte ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Mir persönlich hat die Idee der Autorin unglaublich gut gefallen, vor allem auch deshalb, weil ich damit absolut nicht gerechnet habe. Samantha ist sehr realistisch, ehrgeizig, liebevoll und vor allem eines sarkastisch-ehrlich. Ihre Art und ihr Humor brachten mich des Öfteren zum Schmunzeln, sodass ich die junge Protagonistin vom Fleck weg sehr gerne mochte. Ihr nun allgegenwärtiges Problem des "Küssen-wollens" schwebt über ihr wie ein Damoklesschwert, welches sie aber dank ihrer Andersartigkeit die meiste Zeit erstaunlich gut im Griff hat. Dennoch habe ich stets mit ihr gebangt und gehofft.

Was wäre eine weibliche Protagonistin ohne ihren männlichen Gegenpart? In "dark kiss" haben wir das Vergnügen, gleich auf zwei Exemplare dieser Gattung zu treffen. Zum einen ist das, wie ja bereist verraten, der himmlisch genialen Engel Bishop, und zum anderen der höllisch heiße Dämon Kraven. Vervollständigt wird unser Trio noch durch einen zusätzlichen Dämon und zwei weitere Engel, die man durchaus als Salz in der Suppe betrachten kann, denn sie bringen noch einmal ein bisschen Schwung in das Team der Auserwählten.

Bishop gefällt mir natürlich ausgesprochen gut, er tut alles um Sam zu helfen, er ist sexy und definitiv sehr reizvoll. Allerdings ist mit ihm etwas passiert, was ihn nicht mehr ganz so perfekt und makellos macht, daher braucht er Sam ebenso, wie sie ihn! Dieser Teil der Geschichte konnte mich ebenfalls überraschen, und die Autorin somit bei mir punkten. Aber auch sein höllischer Gegenpart Kraven hat mich mit seiner schlagfertigen Art und seines Humors absolut begeistert. In "dark kiss" gibt es nicht nur das absolut Gute und das vollkommene Böse, vielmehr sind viele verschiedene Grautöne vorhanden, die alles ein wenig ineinander fließen lassen, was mir ebenfalls extrem gut gefällt. Die Charaktere besitzen den nötigen Tiefgang und die richtige Komplexität, sodass man als Leser sehr gerne ein Teil der Geschichte ist, sich fallen lassen und das Gelesenen genießen kann.

Die komplette Geschichte wird aus der "Ich-Perspektive" von Sam erzählt, sodass man sich wunderbar in sie hinein versetzten kann. Der Schreibstil von Michelle Rowen ist locker und sehr angenehm. Sie versteht es auf ganz hervorragende Weise, ihre Charaktere und vor allem ihre Hauptprotagonisten miteinander agieren zu lassen. Zwischen Sam und Bishop ist die Chemie und gegenseitige Anziehung deutlich greifbar. Im Gegenzug dazu sprühen die Dialoge zwischen Engel und Dämon nur so vor Esprit und Sarkasmus. Und auch zwischen Samantha und Karven "funkt" es das eine oder andere Mal. Genauso muss ein gutes Buch sein, damit ich es nicht mehr aus der Hand legen will. Frau Rowen konnte mich auch des Öfteren absolut überraschen, was bei dieser Art von Geschichten unverzichtbar ist. Einziger Kritikpunkt, ich hätte mir noch ein wenig mehr Spannung gewünscht. Dennoch wurde ich hervorragend unterhalten und freue mich sehr auf Band 2, welchen ich nun auch gleich im Anschluss lesen werde.

"dark kiss" endet mit keinem fiesen Cliffhänger, aber dennoch so, dass ich unglaublich gespannt auf die Fortsetzung bin. Extrem neugierig bin ich vor allem auch auf die Vergangenheit von Bishop und Kraven, die für uns als Leser sicher auch noch die eine oder andere interessante Wendung bereit halten wird. Außerdem freue ich mich natürlich auf einen hoffentlich gigantischen Showdown der Dilogie.

Fazit:

Mit "dark kiss", hat Michelle Rowen einen humorvollen und dennoch tiefgründigen Roman geschrieben, der mit einer neuen Art von "Fantasy-Wesen" punkten und überzeugen kann. Die Charaktere sind erfrischend sarkastisch, was mir des Öfteren ein dickes Grinsen entlocken konnte. Wer tolle Fantasy-Unterhaltung sucht, sollte definitiv zu diesem Buch greifen.


Tanz auf Glas: Roman
Tanz auf Glas: Roman
von Ka Hancock
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Tanz auf Glas" hat mich so tief berührt, wie noch kein anderes Buch jemals zuvor, 6. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Tanz auf Glas: Roman (Gebundene Ausgabe)
Zitate:

Lucy liebte mich - das Ich aus lauter Einzelteilen, von denen manche überzählig und manche kaputt waren. Sie liebte das Gesamtpaket - das müsse sie, hat sie gesagt, denn sonst hätte es gar keinen Sinn, mich überhaupt zu lieben.
(Seite 26)

Jeder Mensch sollte wenigstens einer anderen Person auf diesem verrückten Planeten so wichtig sein, dass sie für ihn zu kämpfen bereit ist. Sogar ich.
(Seite 140)

Warum auch immer uns dieses kleine Wunder beschert wurde, wir werden es einfach vertrauensvoll annehmen.
(Seite 207)

Es ist tatsächlich ein Wunder, wenn wir unsere zweite Hälfte finden - den einen Menschen, mit all seinen Fehlern, der unser Leben erst vollkommen macht.
(Seite 338)

Ich sah ihr in die Augen und konnte mir nicht vorstellen, zu wem ich geworden wäre, wenn ich sie nicht zur Schwester gehabt hätte. Und ich konnte mir nicht vorstellen, wer ich ohne sie sein würde. Lily war die Hüterin meiner Geheimnisse und Träume, schon als wir noch kleine Mädchen gewesen waren.
(Seite 418)

Inhalt:

Lucy und Mickey sind ein außergewöhnliches Liebespaar. Beide tragen ein schweres Schicksal, welches eine Beziehung zwischen ihnen eigentlich fast unmöglich macht. Allen Wiedrichkeiten zum Trotz heiraten Lucy und Mickey und finden einen Weg, ihr alles andere als einfaches Leben auf wundervolle Weise zu meistern. Entgegen aller Vorurteile führt das Paar eine glückliche, von Liebe geprägte Ehe. Die allergrößte Herausforderung steht ihnen allerdings erst noch bevor, als ihr Leben eine weitere unerwartete Wendung nimmt...

Meinung:

Ich habe noch nie ein Buch gelesen, welches mein Herz und meine Seele so derart tief berührt hat wie "Tanz auf Glas". Stellenweise, besonders gegen Ende des Buches, musste ich so heftig weinen, dass die Buchstaben vor meinen Augen verschwammen und mir das Lesen dadurch erschwert wurde. Dieses Buch ist in all seiner Traurigkeit, das wundervollste und bewegenste, was ich jemals gelesen habe. Eine Geschichte, die so voller Wärme, Mitgefühl, Liebe und vor allem auch Leben steckt, ist etwas so besonderes, dass eine normale Rezension absolut und völlig unmöglich ist.

In "Tanz auf Glas" steht neben dem wohl ungewöhnlichsten und schönsten Liebespaar vor allem eines im Fördergrund, bedingungslose Liebe, (nicht nur zwischen den Beiden) unendliches Vertrauen und viel, viel Herz. Entscheidungen die vor allem auf der emotionalen Ebene getroffen werden, die das rationale und den Verstand erst an zweiter Stelle stehen lassen, zeigen dem Leser, wie wichtig es ist, auf seine Gefühle zu hören und diese ernst zu nehmen. Denn wie schwer es uns fällt, das Herz und nicht den Kopf entscheiden zu lassen, hat sicher jeder schon erlebt. Bei den meisten Entscheidungen, wägt man das für und wieder ab, drängt seine Gefühle zurück und handelt danach, was vermeintlich richtig ist. Doch was ist richtig? Sind es nicht die Momente im Leben, die durch Liebe und Glück, aber auch durch Angst und Traurigkeit, die tiefsten Gefühle in uns wecken. Sind es nicht genau diese Augenblicke, die man ein Leben lang nicht mehr vergisst?

Ich wurde beim Lesen von "Tanz auf Glas" in einen "warmen Mantel" eingehüllt, welcher mich den Rest der Welt des Öfteren hat vollkommen vergessen lassen. Und auch wenn diese Geschichte keine allzu großen Überraschungen bereithält, weil man vieles erahnen kann, zittert und bangt man doch bis zum Ende. Überraschungen sind hier aber auch absolut unnötig, denn die facettenreiche Liebe, das Leben und die kleinen Augenblicke tiefsten Glücks bezaubern, wie es kaum ein anderes Buch auch nur annähernd vermag.
Man wird als Leser von einem absolut wundervollen, gefühlvollen Schreibstil regelrecht getragen, sodass es fast unmöglich erscheint, dass dieses Buch der Debütroman der Autorin ist. Ka Hancock hat derart tiefe, authentische, ehrliche, liebreizende, starke und gleichzeitig so zarte und unterschiedliche Charaktere geschaffen, die auf wundervollste Weise miteinander agieren und sich ergänzen. Das Zwischenmenschliche und der Umgang miteinander sind so natürlich und echt, dass man sich jeden einzelnen Charakter bildlich vorstellen kann, als würde er tatsächlich existieren und vor einem stehen.

Lucy und Mickey harmonieren selbst in tiefster Dunkelheit großartig miteinander, ihre Herzen sind in absolutem Gleichklang, was diesem Buch schon zu einem großen Teil seine Einzigartigkeit schenkt. Ich stelle mir die beiden Hauptprotagonisten als Stamm eines gigantischen Baumes vor. Lily und Priss, die beiden Schwestern von Lucy, sowie Ron, Lilys Ehemann sind die Äste, die umringt sind von großen wunderschönen Blüten, welche die Nebencharaktere darstellen.

Der Großteil der Geschichte wird aus Lucys Sicht erzählt. Immer wieder werden aber auch ähnlich, wie bei einem Tagebuch, einzelne Momente von Mickey beschrieben, wodurch uns als Leser die Gefühlswelt der Beiden noch ein großes Stück näher gebracht wird. Lucy ist die wohl bemerkenswerteste Protagonistin die ich je kennenlernen durfte. Sie ist so unglaublich stark, dabei aber so voller Güte und Warmherzigkeit. Lucy ist tief verwurzelt und für jeden in ihrer Familie und ihrem Freundeskreis eine Stütze. Ich mochte sie nicht nur, ich habe sie regelrecht bewundert. Lucy gehört nun definitiv mit zu meinen absolut liebsten Buchcharakteren, da sie regelrechte Spuren in meinem Herzen hinterlassen hat. Lucy ist immer für ihre Lieben da, zeigt ihnen Möglichkeiten auf, ohne zu verurteilen oder jemanden verändern zu wollen. Lucy nimmt die Menschen und ihr Leben so an wie es ist, und macht aus jeder Situation das Beste.

Mickey begegnete ich im ersten Moment ein wenig skeptisch, doch schon nach wenigen Seiten hat er mich durch seine ehrliche, schonungslose und gleichzeitig warmherzige Art für sich gewonnen. Er ist unglaublich charmant und zu so viel Liebe fähig, die ihn selbst oft überrascht. Ich habe selten Protagonisten erlebt, die so sehr füreinander geschaffen sind, wie Lucy und Mickey. Sie ergänzen sich so großartig und passen mehr als perfekt zusammen. Ihr müsst sie kennen lernen um wirklich zu verstehen, was ich meine.

Lily und Priscilla, Lucys Schwestern sind auch absolut umwerfend. Die drei sind so unterschiedlich und gehören doch so untrennbar zusammen. Ich war bzw. bin mehr als nur begeistert von diesem Schwesterngespann.

Das Cover und der Titel sind auch so unglaublich passend und spiegeln die Seele des Buches wieder. Ihr merkt schon, ich komm aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus.

"Tanz auf Glas" hat mich auch sehr nachdenklich gestimmt. Ich bin unendlich dankbar für meine tolle Familie, meine wundervollen Freunde, für all die Menschen, die mich sosehr lieben wie ich sie. Nichts auf dieser Welt ist selbstverständlich, schon gar nicht, geliebt zu werden und gesund zu sein. Nach dem Lesen dieses Buches sieht man die Welt wieder mit anderen Augen und nimmt nichts mehr als einfach so gegeben hin.

Fazit:

"Tanz auf Glas" von Ka Hancock hat mich so tief berührt, wie noch kein anderes Buch jemals zuvor. Lucy und Mickey's Geschichte ist bewegend, unfassbar traurig, jedoch auch von unendlicher Liebe, Tiefe, Wärme und Geborgenheit erfüllt, sodass man beim Lesen von diesen Gefühlen umgeben ist, wie von einer zweiten Haut. Gepaart mit einem wundervollen, sensiblen und sanften Schreibstil, werden all diese Gefühle auf besondere Weise transportiert und getragen, ohne das diese jemals kitschig oder unecht wirken. Man nimmt sie so intensiv in sich auf, dass man als Leser vollkommen in dieses Buch eintaucht, und die Welt um einen herum komplett vergisst. Für mich ganz klar mein Lesehighlight 2013!


Alice im Zombieland
Alice im Zombieland
von Gena Showalter
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zombiemäßig gut, 6. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Alice im Zombieland (Gebundene Ausgabe)
Zitate:

Schmerz spürte man eben nicht nur körperlich, ich war mir nicht sicher, ob er das wusste. Er hatte mir mit seiner Zurückweisung wehgetan, gerade als meine Wunden heilten - ob es nun zu meinem Wohl sein sollte oder nicht.
(Seite 276)

Mir war klar, dass sie mich damit aus dem Fokus der Aufmerksamkeit retten wollte. Jedes Mal, wenn ich glaubte, ich könnte sie gar nicht noch mehr lieben, überraschte sie mich, in dem sie ein weiteres Stück meines Herzens eroberte.
(Seite 329)

"Außerdem ist das Leben viel zu kurz, um sich was vorzumachen und solche Spielchen zu spielen. Ich möchte meine Zeit gerne mit Leuten verbringen, bei denen ich mich wohl fühle, weil ich bei ihnen ich selbst sein kann. Leute die mich glücklich machen".
(Seite 349)

Mein Leben hatte gerade eine weitere fürchterliche Wende genommen. Ich hatte das schreckliche Gefühl, dass nun alles nur noch schlimmer werden konnte. Und wisst ihr was? Dieses Gefühl hatte ich schon einige Male gehabt ... und ich hatte mich kein einziges Mal geirrt.
(Seite 375)

Inhalt:

Als die 16jährige Alice Bell das erste Mal eine weiße Wolke in Form eines Kaninchens am Himmel sieht, ahnt sie nicht annähernd, wie sehr sich ihr Leben verändern wird. Nach einem schrecklichen Zombieangriff auf ihre Familie, ist sie die einzige Überlebende. Ali zieht zu ihren Großeltern nach Birmingham und geht von nun an auf eine neue Schule. Ein geheimnisvoller Typ, seine Gang und eine faszinierende junge Frau, sind Alice neue Weggefährten. Ali hat nur ein Ziel, sie will sich an den Untoten rächen, und das um jeden Preis.

Meinung:

Der Klappentext klang definitiv sehr vielversprechend und dennoch wusste ich nicht so genau, was mich bei "Alice im Zomieland" erwarten würde. Die Ähnlichkeiten zur Originalgeschichte "Alice im Wunderland" sind zum Glück sehr gering. Ich finde die Geschichte toll, dennoch erhoffte ich mir nun natürlich etwas Neues. Lediglich das weiße Kaninchen, allerdings in sehr abgewandelter Form, sowie Alice Neugierde, erinnern an den Ursprungsroman. Ich bin nicht unbedingt ein "Zombie-Buch-Lese-Fan", was sich allerdings nach Gena Showalters Debütauftakt zu ihrer "The White Rabbit Chronicles" Reihe sicher ändern wird.

Schon nach dem Lesen der ersten Seiten hatte ich einen ziemlich guten Eindruck von Alice Leben gewonnen, ich mochte die junge Frau auf Anhieb. Die tiefe Liebe zu ihrer kleinen Schwester, sowie ihre unkomplizierte Art, machten mir Ali sofort unglaublich sympathisch. Um so mehr graute mir vor dem bevorstehenden Verlust ihrer Familie. Spätestens nach dieser "Szene" ist man als Leser in der Geschichte gefangen, man leidet mit Alice, spürt und fühlt ihre Verzweiflung am eigenen Körper. Dennoch gibt es gerade in dieser schlimmen Zeit Menschen, die in Ali's Leben treten, die wie wärmende Sonnenstrahlen nach einem langen und kalten Winter langsam wieder Wärme und Liebe zurückbringen. Gena Showalter versteht es auf ganz wundervolle Weise, all diese Emotionen miteinander in Einklang zu bringen. Trotz der Traurigkeit und oft düsteren Atmosphäre kommt auch der Humor nicht zu kurz. Dieser ist, wenn die Autorin ihn einsetzt, unglaublich passend und lockert die Geschichte immer genau zum richtigen Zeitpunkt auf.

Durch Zahlreiche Zombiekämpfe bleiben auch die etwas brutaleren Szenen nicht aus. Da "Alice im Zombieland" aber ein Jugendbuch ist, sind diese allerdings auch nicht zu eklig, oder zu sehr im Detail beschrieben. Ich möchte gar nicht so viel mehr vom Inhalt verraten, da ich einfach nichts vorweg nehmen will. Nur noch so viel, ich wurde des Öfteren überrascht,was ich unglaublich gerne mag, denn es gibt nichts schlimmeres als Bücher, bei denen man schon genau sagen kann, was als nächstes passiert, oder wie die Geschichte ausgeht.

Alice spricht uns als Leser (siehe Zitate) oft direkt an, sodass man das Gefühl hat, mit einer Freundin zu reden. Trotz all ihrem Leid, gibt Ali nie auf, sie ist eine wahre Kämpfernatur, sensibel, warmherzig und gefühlvoll. Im Laufe des Buches entwickelt sie sich dennoch ein ganzes Stück weiter, was sich vor allem auch durch ihre interessanten Kräfte widerspiegelt. Absolut begeistert war ich auch von Kat, Alice bester Freundin, so einen Menschen wünscht sich wohl jeder an seiner Seite, sie steht Alice bei und zu ihr, egal was auch passiert. Der männliche Hauptprotagonist Cole, lässt sicher nicht nur mein, sondern jedes Frauenherz höher schlagen. Er ist der typische Bad Boy, mit weichem Kern, und doch noch so viel mehr! Da Alice und Cole etwas verbindet, worauf ich jetzt nicht näher eingehen werde, sind sämtliche Szenen mit den beiden etwas besonderes, die Chemie zwischen ihnen sprüht richtige Funken, großartig!!! Auch die restliche "Zombiegang" bestehend aus mehreren Jungs und zwei weiteren Mädels hat es mir definitiv angetan. Tolle Charaktere, von denen wir in den Folge-Büchern sicher noch so einiges erwarten dürfen. Vertrauen und das Verlassen aufeinander sind sehr wichtige Komponente im Kampf gegen die Untoten und somit auch in "Alice im Zombieland". Natürlich sind auch die "Bösen" und damit meine ich jetzt nicht die Zombies zahlreich vertreten, und sorgen so für einige Aufregung.

Gena Showalter's Schreibstil ist sehr angenehm, frisch, locker und mit tollen Humor gespickt. Ich bin unglaublich gespannt darauf, wie es mit Alice, ihren Kräften, Kat, Cole und Co. weiter gehen wird. Und auch wenn dieser erste Band nicht mit einem fiesen Cliffhänger endet, würde ich am Liebsten jetzt sofort weiter lesen, da einfach noch so vieles ungeklärt ist und ich natürlich wissen will, was es damit auf sich hat.

Absolut erwähnenswert ist auch noch das Cover, denn Darkiss hat sich mit der Gestaltung einmal mehr selbst übertroffen, ist es nicht absolut genial und so was von passend!!! Schon alleine Alice in ihrem hellblauen Kleid sieht richtig hübsch aus. Umgeben ist sie außerdem noch von lauter Kartenelementen, kleinen Totenköpfen und Knochen. Der restliche schwarze Hintergrund sowie die kleinen Äste runden das Gesamtbild einfach perfekt ab. Auf der Rückseite ist außerdem noch ein weißes Kaninchen abgebildet, welches sich im selben Wald aufhält, in dem sich auch Alice befindet. Die Schriftfarben passen sich sowohl der äußeren Gestaltung als auch der inneren, giftgrünen Farbe des Buches an.

Fazit:

Wer düstere Zombiegeschichten, gespickt mit Humor, bei der Liebe, Freundschaft und Zusammenhalt aber keineswegs zu kurz kommen mag, sollte sich "Alice im Zombieland" von Gena Showalter auf keinen Fall entgehen lassen. Ein toller Roman, der mich absolut begeistern konnte und mir viele tolle Lesestunden beschert hat.


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