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Spit&Glitter

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PEARL Mini-MP3-Player "DMP-160.mini" mit microSD-Slot
PEARL Mini-MP3-Player "DMP-160.mini" mit microSD-Slot

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Finger weg!, 5. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es hat nur ein paar Tage gedauert, da fing der Mp3-Player schon an Faxen zu machen.
Erst fing er an immer öfter abzustürzen/ sich aufzuhängen, Songs nicht richtig wiederzugeben, dann konnte ich ihn nicht mehr richtig aufladen, bis er irgendwann den Auflademodus beibehielt, nachdem ich ihn vom Strom löste, sodass ich nicht mehr ins Menü kam.
Ich schaffte es zwar irgendwann (wie weiß ich nicht) wieder ins Menü zu gelangen, jedoch musste ich nur einen Gegenstand aus Metall berühren, während ich ihn in der Hand hielt oder irgendetwas elektrisch aufgeladenes (Luftballons -.-...), da wechselte er wieder in den Auflademodus. Keine Ahnung, was da passiert ist.
Ach ja: Anzeigefehler gab es später auch. Kaum hab ich ein Problem gelöst, tauchte ein anderes auf.
Außerdem hat der Player kein Shuffle (!!!) und keine Playlists und wenn man ne große Speicherkarte einsetzt dauert es Ewigkeiten den gewünschten Titel auszuwählen, weil man die gesamten Ordner abklappern muss und das nur langsam voran geht. Schrecklich!
Mich hat der Gedanke so günstig einen so süßen Mp3-Player zu kriegen auch gereizt, aber wer keine Lust hat ständig nen neuen kaufen zu müssen, sich mit Erstattungen oder Reparaturen rumzuschlagen oder wer einfach keine Lust auf unnötige Aggressionen hat, sollte lieber etwas mehr Geld investieren.
Zugegeben: Der Preis war schon ziemlich verdächtig, das hätte ich auch gleich ahnen können...


Eifersucht - ein Schicksalsschlag?
Eifersucht - ein Schicksalsschlag?
von Mathias Jung
  Audio CD

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Und ein bisschen polyamourös!, 10. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Eifersucht - ein Schicksalsschlag? (Audio CD)
Ich bin seit einer Weile auf der Suche nach polyamourösen Ratgebern, da es aber wenig nur für Eifersucht in Poly-Beziehungen gibt, habe ich mir spontan auch diese CD in der Bibliothek ausgeliehen. Meine Erwartungen waren nicht besonders hoch, da ich davon ausging, dass die CD auf eine monogame Hörerschaft zugespitzt sein müsste und die Ratschläge sich in dem normativen Bereich bewegen dürften, nach dem Motto: Vertrauen in der Beziehung festigen, an der Sicherheit arbeiten, etc. Dem war aber nicht so!
Zwar zitiert Mathias Jung Freud, der behauptet jeder Mensch sei eifersüchtig und wenn nicht, dann verdränge dieser es bloß, was einen zunächst deprimiert, allerdings ist der Text von einem schönen Optimismus beseelt: Aus Eifersucht könne man auch positives ziehen (beispielsweise kann sie auf Probleme aufmerksam machen, über die man sich aussprechen sollte), Eifersucht sei heilbar, bedeutet aber Arbeit mit sich selbst, bzw. zu lernen sich selbst zu lieben und Aufarbeitung der Kindheit.
Sie sei eine Mischung aus mehreren Gefühlen wie Angst und Wut (hab vergleichbares sonst nur in "The Ethical Slut" gelesen, Daumen hoch!) und wurde in einer von Privatbestitz geprägten Gesellschaft konstruiert.
Mathias Jung erklärt Beziehung als "fortwährenden Suchprozess" und ihre Erfüllung in der "Spannung aus Nähe und Distanz, Vertrautheit und neuem, Sicherheit und Unsicherheit" - dieser Satz klang wie Musik in meinen Ohren, genau so stelle ich mir eine gesunde Beziehung vor, die Mischung aus Freiheit, Toleranz und Verbundenheit und das gemeinsame Wachsen, was er auch erwähnt.
Mathias Jung hinterfragt auch die Exklusivität in Beziehungen und muntert Paare auf, "Treue" für sich neu zu definieren. Das Ende des Vortrags klingt fast so, als würde Mathias Jung indirekt Polyamory befürworten und empfehlen.
Mich hat es sehr empowert und das große Monster Eifersucht ein bisschen kleiner gemacht.
Die CD liefert viel Anregung, jedoch wenig konkrete Tipps, wer ernsthaft mit seiner Eifersucht zu kämpfen hat, wird tiefgehendere Literatur und Beratung brauchen. Von daher von meiner Seite aus eine Ausleihempfehlung, aber nicht unbedingt eine Kaufempfehlung. ;-)
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Feuchtgebiete
Feuchtgebiete
von Charlotte Roche
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

98 von 118 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Armes, falsch verstandenes Buch!, 3. Oktober 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Feuchtgebiete (Taschenbuch)
Ich habe mich lange geweigert dieses Buch zu lesen, da alle möglichen Bekannten und Freund_innen ungeheuerlich empört darüber waren, dass das Buch so unvorstellbar eklig sei. Es sei Schund, es hätte keine Handlung, es sei schlecht geschrieben, sinnlos, wär nur auf Provokation aus und vor allem würde es Kotzkrämpfe auslösen.
Als ich es dann doch gelesen habe, um mich selbst zu überzeugen, dachte ich nur eins: Armes Buch! Dieses arme, falsch verstandene bzw. eben nicht verstandene Buch!
Ich frage mich wie es so viele Leute geschafft haben über das Wesentliche hinweg zu lesen.
Natürlich ist das Buch eklig, natürlich habe auch ich ein paar Mal das Gesicht verzogen, aber ich hatte in keiner Sekunde das Gefühl, dass das Buch ausschließlich provozieren möchte...
Es möchte u.a den Begriff des Ekels hinterfragen.
Warum ist etwas eklig? Ist dieser Ekel natürlich oder anerzogen? Was ist ekliger daran Sperma auf Pizza zu essen oder unter den Fingernägeln zu sammeln als es beim Sex zu schlucken? Warum ist jemand, die sich gekochte Eier oder Avocadokerne in die Vagina stopft, ekliger als jemand, die dafür nur Sexspielzeug benutzt? Was ist eklig daran Vaginalsekret als Parfüm bzw. Lockstoff zu verwenden, wenn die_der angelockte Liebhaber_in beim Sex sicher kein Problem mit dem Sekret hat? Warum empören sich manche über den Fetisch, jemand Unbekanntes intim zu rasieren mehr als über einen Fußfetisch?
All das sind interessante Fragen, die das Buch aufwirft – durch künstlerische Überspitzung, die für so ein pikantes Thema notwendig war.
Die zentrale Frage dieses Buchs ist meiner Meinung nach: Warum wird die Grenze zwischen einer „normalen“ und einer „perversen“ Sexualität (vor allem bei Frauen) immer nur erweitert, wodurch das „Heilige und Hure“-Schema weiterhin bestehen bleibt, anstatt diese Kategorien gänzlich über Bord zu werfen? Warum lautet die Grenze nicht: Normaler Sex ist konsensuell, Punkt?
Das Schwerpunktthema des Romans ist der Hygienezwang.
Warum ein bestimmtes Verhalten hygienisch ist können die wenigsten noch begründen: Sie verhalten sich, wie sie erzogen wurden. Die Protagonistin Helen Memel untersucht kompromisslos, wo Hygiene überbewertet wird und wo nicht, indem sie genau das Gegenteil von dem tut, was angeblich hygienisch ist. Vor allem protestiert sie damit gegen die Erziehung ihrer Mutter.
Helen Memel ist eine Person, die ausgiebig an ihrem Körper und vor allem Unterleib rumspielt, mit Körperflüssigkeiten experimentiert, für einige Körperausscheidungen neue Wörter erfindet und neugierig ist, wo andere die Nase rümpfen.
Das stellt die Normen infrage, die sich in der heutigen Gesellschaft entwickelt haben:
Übertriebenes Schamgefühl, Angst vor Bakterien als seien sie Monster, Ekel vor den eigenen Schamhaaren als seien sie Fremdkörper, weil die Mainstream-Pornoindustrie vorgibt, wie's untenrum auszusehen hat, der dadurch entstandene Irrglaube, Frauen hätten im Rektalbereich keine Schamhaare, Körperflüssigkeiten, die generell als eklig abgetan werden, Körpergerüche, die mit chemischen Parfüms abgetötet und als lästig befunden werden und die Menstruation, die ein böser Lustkiller ist.
Analysiert man Helen Memel aus einer feministischen Perspektive, findet man eine sehr progressive Figur, die exhibitionistisch und promiskuitiv ist ohne etwas zu bereuen, die nichts auf Sexualmoral gibt und in den Puff geht, obwohl dies nur Männern vorbehalten ist, die Beziehungen nicht romantisiert (es sei denn, es geht um die verflossene Ehe ihrer Eltern), die ungehemmt sexuelle Fantasien auslebt, kein Blatt vor den Mund nimmt und deren Sexualität sich nicht auf einen Typen bezieht. Oft wird weibliche Lust in Abhängigkeit zum Mann konstruiert, wodurch es mehr um die Lust des Typen geht, das ist hier anders: Helen Memels lebt eine selbstbestimmte Sexualität ohne das Ziel männlich-heterosexuelle Fantasien zu befriedigen. Genauso orientiert sich das Buch nicht an dem männlich-heterosexuellen Blick.
Das geniale an dem Roman ist, dass er sich traut aus den alltäglichsten und „primitivsten“ Feststellungen Literatur zu machen, z. B das Problem mit produzierten Geräuschen und Gerüchen auf öffentlichen Toiletten. Wir wissen doch eigentlich alle, wie bescheuert es ist, dass uns das peinlich ist...
Das ist meines Erachtens eine wesentliche Aufgabe von Literatur: Sie soll bewusst machen.
Den Vorwurf, das Buch hätte keine Handlung kann ich nicht verstehen. Die erzählte Zeit beträgt einige Tage, die die Protagonistin im Krankenhaus verbringt, nachdem sie sich bei einer Intimrasur anal verletzt hat. Dort erlebt sie vielerlei Dinge, versucht ihre Eltern wieder zusammen zu bringen, denkt über ihre kaputte Familie nach und die Beziehung zu ihren Eltern, beobachtet die Verhaltensweisen von Krankenschwestern, verliebt sich, verwirrt mit ihrer sexuellen Offenheit die Krankenpfleger, analysiert den Heilungsprozess ihrer Wunde und spielt natürlich viel an sich rum...
Im Zentrum steht Helen Memel, ihre Persönlichkeit, ihre Gedanken, Beobachtungen und Selbstexperimente, alles weitere würde vom Wesentlichen ablenken.
Die Protagonistin macht trotz der kurzen Zeit eine Entwicklung durch, sie ist am Ende des Buches eine andere Person als am Anfang.
Zum Vorwurf, das Buch sei schlecht geschrieben: Die Sprache ist unverblümt, umgangssprachlich und plump, was zur Protagonistin passt. Das Buch ist so geschrieben, wie Helen Memel sprechen würde. Charlotte Roche selbst sagt, dass sie so schreibt wie sie spricht und vor allem für Leute schreibt, die sonst nicht so gerne lesen.
Mein Urteil: Genial, lesenswert und nicht zu Unrecht ein Bestseller!
Lies es, lieber Mensch, der gerade diese Rezension überfliegt. Sei es auch nur, weil du nichts besseres zu tun hast, gerne empört bist oder dich in deinem Bekanntenkreis mit-aufregen möchtest.
Vielleicht verstehst du versehentlich worum es wirklich geht...
Kommentar Kommentare (12) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 20, 2015 7:01 PM MEST


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