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Beiträge von Marabu
Top-Rezensenten Rang: 5.750
Hilfreiche Bewertungen: 898
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Rezensionen verfasst von Marabu "Marabu" (Berlin)
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Die 9 Sinfonien
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| Wird angeboten von ansos.shop ( Versandkosten bitte hier anklicken ) |
| Preis: EUR 14,95 |
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Interpretatorisch durchweg überzeugend, 13. Februar 2013
Erst einmal: Diese Aufnahme stammt mitnichten aus dem Jahr 1996. Janos Ferencsik starb bereits 1984 - womit sich auch die (in meinen Ohren nur leicht unterdurchschnittliche) Tonqualität dieses allgemein sehr unterschätzten Beethoven-Zyklus erklärt. Interpretatorisch ist die Box ganz überwiegend hervorragend und gehört für mich zu den besten Beethoven-Einspielungen am Markt. Sicher ist Ferencsik (der zu Lebzeiten noch bei Toscanini in die Lehre ging) kein Vertreter der historischen Aufführungspraxis, aber wer würde das auch ernsthaft erwarten? Vergleiche mit Gardiner und co. verbieten sich daher sowieso. Vielmehr sollte man Ferencsik in eine Reihe mit den konservativen Beethoven-Interpretationen der Äras Bernstein/Karajan stellen - und in dieser Ecke macht sein Zyklus eine ganz hervorragende Figur. Sein ungarisches Orchester geht gleichermaßen qualitätvoll wie feurig zu Werke. Bemerkenswert ist es, wie federleicht Ferencsik manche Sinfonien (z. B. die vierte) klingen lässt. Im Gegensatz zu vielen anderen Interpreten (nicht zuletzt Furtwängler oder Zinman) hält sich Ferencsik an den Notentext und legt ihn überzeugend aus. Leider hat der ungarische Chor in der Neunten einen vernehmbaren osteuropäischen Akzent. Ansonsten gehört diese Box mit zu meinen liebsten Beethoven-Gesamteinspielungen, weswegen ich sie hier empfehlen kann. Sieht man vom etwas dünnen Klangbild ab (das ich jedoch nicht für dramatisch schwach halte), kann sich diese Aufnahme auch in einem starken Konkurrenzumfeld jederzeit gut behaupten. Für "Einsteiger" in die sinfonische Welt Beethovens ist sie meines Erachtens sogar eine geradezu ideale Wahl, da sie ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis aufweist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Die ideale Bruch Sinfonien-Box muss erst noch gemacht werden..., 3. Februar 2013
...diese hier ist es jedenfalls nicht. Masur dirigiert die an sich kraftstrotzenden Bruch-Sinfonien sehr zurückhaltend und das nicht nur im Tempo. James Conlon ist mit dem Gürzenich-Orchester deutlich vitaler, wenngleich die technische Leistung des Gewandhausorchesters überzeugender ausfällt. Klanglich sind beide Einspielungen (Conlon auf EMI) nicht optimal. Während bei der Masur-Einspielung die Brillanz in den Höhen fehlt und die tiefen Mitten (man beachte beispielsweise die Celli) etwas "breeig" aus den Boxen kommen, fehlt es der Conlon-Einspielung an Transparenz. Am besten finde ich persönlich die Marriner-Einspielung der ersten Sinfonie auf hänssler classics, die auch klanglich eine recht gute Figur macht. Allerdings gibt es von ihm und seiner Academy of St. Martin-in-the-Fields nur diese eine Bruch-Sinfonie. Schade! Das hätte eine tolle Gesamtaufnahme werden können... Fazit: Die ideale Gesamtaufnahme der tollen Bruch-Sinfonien muss erst noch gemacht werden. Bis dahin kann man leider weder Masur noch Conlon wirklich empfehlen. Im direkten Vergleich trägt Masur einen - denkbar knappen - Punktsieg davon.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Gute Songauswahl, jedoch miserables Remastering, 18. September 2012
Diese CD, die man im "stationären" Handel oft noch deutlich günstiger findet, als hier bei amazon (habe dieses 3CD-Set schon für 6,99 € in der CD-Abteilung einer großen Kaufhauskette gesehen) lockt zunächst durch seine gute Songauswahl. Leider weist es die weitaus schlechteste Remasteringqualität auf, die ich bei den zahllosen Hank Williams-Best Of-Samplern bislang gehört habe. Die Remasterings sind offenbar auf Grundlage der alten Schellack-Schallplatten entstanden, wobei bei diesem CD-Set zur Rausch- und Geräuschunterdrückung unglücklicherweise die "Methode Holzhammer" angewendet wurde: Sämtliche Höhen raus! Damit sind zwar Plattenknistern und -Kratzer weg, aber auch jegliche Atmosphäre und jeglicher auch nur halbwegs dynamischer Klangeindruck. Es gibt - wie gesagt - zahllose Hank Williams-compilations. Daher: Lieber eine andere kaufen!
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3.0 von 5 Sternen
Gutes Buch mit zu viel Inhalt, 30. August 2012
Also, zunächst einmal: Die Idee, ein Buch über die Schallplatte als historisches Tondokument zu schreiben, halte ich für grandios und wichtig. Das Buch füllte bei seinem Erscheinen ein Desiderat auf dem Markt und ist - nach meinem Kenntnisstand - bis heute das einzige Buch deutscher Sprache, das die Bedeutung von Schallplatten und CDs als Tondokumente für nachfolgende Generationen thematisiert und - das ist besonders löblich - kritisch diskutiert. Allerdings erhält der Leser bereits im ersten Buchdrittel alle wichtigen Informationen, die es zum Thema zu wissen gibt. Die weiteren etwa zwei Buchdrittel bestehen aus mal mehr, mal weniger aufschlussreichen Interviews mit Persönlichkeiten aus der Klassik-Szene, wie etwa Dietrich Fischer-Dieskau, und anderen namhaften Interpreten und Szene-Insidern. Wie schon gesagt: Diese Interviews sind mal mehr, mal weniger interessant, tragen im Großen und Ganzen aber kaum zum weiteren Erkenntnisgewinn bei. Besonders störend finde ich, dass der Autor (der einst wohl Programmdirektor des deutschen EMI-Klassik-Ablegers Electrola war) anhand von einer Unzahl von Fußnoten nicht nur den Inhalt zusätzlich (und zu 80% völlig unnötig) aufbläht und zudem bestimmte Interviewstellen gewissermaßen nachträglich kritisch konnotiert. Speziell gegen Letztgenanntes wäre perse nichts Kritisches zu sagen, doch der Autor begibt sich dabei auf eine Ebene, bei der man ein ums andere Mal den Eindruck hat, dass er gewisse kritische Anmerkungen während des Interviews nicht anbringen konnte oder wollte, also tritt er in Form einer Fußnote nach. Das zeugt nicht gerade von Souveränität und auch nicht von literarischer Klasse. Das Buch ist trotzdem im ersten Drittel eine hoch interessante Publikation, an der Szene-Insider, Plattensammler und Musikstudenten bzw. Studierende in Medienberufen ihre Freude haben dürften. Leider zahlt man die eher unnötigen Interview- und Fußnoteninhalte des Buches mit. Hätte es der Autor vermieden, diese überwiegend ganz unnötigen Buchbestandteile zu veröffentlichen, wäre das Buch sicherlich etwa um die Hälfte billiger und hätte auch vielleicht eine größere Verbreitung gefunden. Schade!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Vergesst Logitech!, 23. August 2012
Ich besaß bereits eine Logitech Squeezebox und hatte damit immer Probleme. Ständig stürzte der Internetradioserver ab, und bis das Gerät meine Musiksammlung via WLAN gefunden hatte, konnten schon mal 15 Minuten und mehr vergehen. Und was den Sound angeht... Naja... All das ist nun vorbei. Dieses Blaupunkt-Gerät ist fast schon lächerlich günstig für die hohe Qualität, die man hier bekommt. Alles hat vom ersten Moment an funktioniert, das Display ist das beste, was ich bei einem Internetradio je gesehen habe, sehr gut ablesbar, doch gleichzeitig dezent, und nicht so ein Lila Leuchtgespenst wie bei Logitech. Insgesamt passt sich das Gerät hervorragend ins HiFi-Rack ein, wirkt sehr wertig und dezent. Das Design ist in der Tat exzellent gelungen. Aber auch in Sachen Sound gibt es nur Gutes zu berichten. Über die digitalen Schnittstellen ist der Klang top: Hervorragende Auflösung, sehr natürlich, kann es mir kaum besser denken, obwohl ich sonst ein notorischer HiFi-Mäkler bin. Vor gewissen Herausforderungen steht man, wenn man dem Gerät Sender aus dem www beibringen will, die sein Server eigentlich nicht enthält. Positiv zu erwähnen ist immerhin, dass man das überhaupt machen kann. Können längst nicht alle WLAN-Radios, auch und gerade nicht im höheren Preissektor. Dieses hier kann's, aber es ist recht umständlich. Einmal kapiert, klappt's aber problemlos. Sehr empfohlen sei die Bedienung via Gratis-App vom IPhone oder IPad aus. Dann ist vor allem die Sendersuche besonders einfach und komfortabel. Auch da können sich die Schweizer von Logitech noch eine Scheibe abschneiden. Fazit: Meine Erwartungen wurden übererfüllt! Dieses Gerät ist hervorragend und aus meiner Sicht absolut die erste Wahl! Bin wirklich begeistert!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Nicht schlecht, aber auch alles Andere als gut, 13. August 2012
Beginnen wir mit dem Positivsten: Über HDMI ist das Bild ziemlich gut, das Upscaling auf 1080p funktioniert bestens. Die Audioqualitäten des Players sind ebenfalls im noch grünen Bereich (was man in der Preisklasse eben so erwarten kann...). Wäre eigentlich so weit prima, doch die negativen Faktoren sind nicht unbeträchtlich. Die Fernbedienung funktioniert nur in einem äußert engen Winkel zum Gerät, was zu Aerobic auf dem Sofa führt, wenn man zum Beispiel die Lautstärke verändern will. Etwa jeder dritte Versuch, mit der Fernbedienung auch etwas "zu erreichen" klappt. Das nervt schnell. Des Weiteren ist das Laufwerksgeräusch sehr laut, fast so laut, wie bei Festplattenrecordern mit eingebautem Lüfter. Das stört, vor allem bei eher ruhigen, stillen Filmen. Am Schlimmsten ist aber die Verarbeitung. Das Gerät sieht billig aus (ist es ja auch) und ist ein Klappergestell sondergleichen. Die DVD-Schublade fährt nur zu etwa 2/3 aus dem Gerät, das restliche Drittel muss man die DVD irgendwie "hinein operieren". Bedienerfreundlich ist anders. Blaupunkt ist zwar eine Marke, deren Leitung noch in deutscher Hand ist (Zentrale in Hildesheim), produziert wird allerdings auch dort in Malaysia, China, etc. Es gibt hervorragende China-Player, keine Frage. Dieses Blaupunkt-Gerät gehört allerdings eher zu denen, die Billiggeräte in Veruf bringen. Noch einmal kaufen würde ich ihn mir wohl nicht. Übrigens: Im Supermarkt meines Vertrauens gab es dieses Gerät deutlich unter dem amazon-Preis. Es lohnt sich doch noch der Weg zum stationären Handel...
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18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Miserable Übersetzung!, 29. September 2011
Das Buch von de Quincey ist sicherlich Geschmackssache und in seiner Grundanlage etwas weitschweifig. Es soll hier aber nicht Gegenstand der Kritik sein. Hanebüchen ist die dieser Kindle-Übersetzung zugrunde liegende Übersetzung, deren Urheber nicht nur sprachlich bisweilen arg daneben liegt, selbst wenn es um offensichtliche Grundlagen der englischen Sprache geht. So übersetzt er zum Beispiel "I will never sleep again" mit "Ich will nie wieder schlafen". Bei den komplexen Kettensatzkonstruktionen de Quinceys führen solche Ausfälle der Übersetzung leider zu vielen, nur noch unverständlich zu nennenden Stellen, bei denen man nur hoffen kann, dass deren Leser weise genug sind, dies der Übersetzung anzukreiden und nicht dem Autor der Geschichte. Der Gipfel ist aber, dass der Übersetzer an zwei Stellen wertende Anmerkungen im Text angebracht hat und auch auf ein Nachwort nicht verzichten wollte, in welchem er den moralischen Zeigefinger genau so für angebracht hält als die Tatsache, dass er sich dazu bekennt, de Quinceys Text um einige "zu weitschweifige" Passagen sowie um das Nachwort "das der Mühe nicht wert gewesen wäre" gekürzt zu haben. Fazit: Es ist der Mühe nicht wert, sich dieser Übersetzung auszuliefern. Dann schon lieber das englische Original...
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1.0 von 5 Sternen
Tolle Story, mies (für den Kindle) umgesetzt, 7. Juni 2011
Zunächst etwas zur Klärung: Das Cover, das hier angezeigt wird, passt nicht zum Buch, das hier verkauft wird. Auf dem Cover zum Buch ist von einer "collection" von Stories die Rede, hier wird jedoch nur eine Geschichte verkauft, nämlich die Novelle "The White Powder". Die Story ist toll, keine Frage. Die Umsetzung ist aber wirklich mies. Die Absätze sind so breit, dass man einen Hut durchwerfen kann, die Kursivierungen bei den Dialogen scheinen immer dann gesetzt worden zu sein, wann es dem Setzer gerade in den Sinn kam (ich würde sagen, etwa 30% der Dialoge sind kursiv gesetzt, 70% nicht) und das E-Book wimmelt - vor allem ab der Hälfte von Sonderzeichen, die sich offenbar als Satzfehler oder Reste einer schlechten OCR-Texterkennung "eingeschmuggelt" haben. Zudem sind unabsichtlich doppelte Nebensätze keine Seltenheit. Fazit: Lieber nach einer anderen Ausgabe sehen, für diese hier sind selbst 0,99 cent noch zu viel. Wenn der Betrag nicht so lächerlich gering wäre, müsste man eigentlich Regress verlangen!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Ein Buch, so stark wie ein Bär!, 27. August 2010
Etwas aus der Reihe der "Haustier und Mensch"-Bände der WBG fällt dieses Buch. Den Bären kann man ja nun nicht gerade als Haustier bezeichnen. Aber es gehört sicherlich zu den Tieren, die Menschen zu allen Zeiten fasziniert und damit beeinflusst haben. Während wir heutzutage Bären am ehesten als knuddelige Kuschelwesen ("Knut", Teddybär, usw.) wahrnehmen oder als Bedrohung (z. B. "Bruno", der anno 2006 nach Bayern eingewanderte Braunbär aus Südtirol, der Edmund Stoiber zu dem Wort "Problembär" inspirierte), war das Verhältnis unserer Vorfahren zu diesen Tieren weitaus respektvoller und vielschichtiger. Brunner beschreibt anschaulich den Facettenreichtum der "Beziehung" zwischen Mensch und Bär, die schon immer eine Art Hass-Liebe war. Schon die Indianer schmückten sich mit Bärenfellen, wodurch sie hofften, dass die Kraft und die Eindrücklichkeit des Bären auf sie übergingen. Viel später dann, in den 1920er Jahren und heute kaum noch bekannt, war es in den USA offenbar Mode, junge Bären wie Hündchen an der Leine zu halten und durch die Straßen Chicagos Gassi zu führen. Der Autor wartet mit enormem Faktenreichtum und anekdotischem Spezialwissen auf, wodurch sicher keine "Bärenfrage" unbeantwortet bleibt. Zudem liest sich der Text nicht wie ein Sach- schon gar nicht wie ein Fachbuch, sondern erinnert eher an Belletristik. Bestimmt um die 100 Abbildungen, meist alte Kupferstiche und historische Fotos, lassen den Text noch lebendiger wirken. Ich war von dem Buch sehr angetan und werde es bestimmt auch an Freunde verschenken. Es ist eine echte Empfehlung. Mir ist aufgefallen, dass bei amazon auch ein Buch namens "Eine kurze Geschichte der Bären" von Bernd Brunner angeboten wird. Ich gehe aber nicht davon aus, dass die Inhalte beider Bücher deckungsgleich sind, denn das WBG-Impressum deutet klar auf eine Originalausgabe hin. Vielmehr schreibt der Autor, dass "Bär und Mensch" auf einem englischsprachigen Werk beruht, das er offenbar ebenfalls geschrieben hat.
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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Besser als je zuvor!, 24. Dezember 2007
Wer die Vorauflage von Meyers Großem Weltatlas kannte, wird von der Neuauflage erst recht begeistert sein. Der Atlas wurde zu großen Teilen neu konzipiert und bedeutend erweitert. Der exzellente Kartenteil ist natürlich immer noch das Herzstück des Buches und ist offenbar ebenfalls aktualisiert und auf den neuesten Stand gebracht worden, wie man z.B. am Eintrag der neuen Hauptstädte Südafrikas und Palaus oder an der korrekten Ausweisung von Montenegro als eigenständigem Staat bemerkt. Die zugrundeliegende Kartografie ist nicht nur optisch ein Genuss, sondern bietet auch eine Relief-Darstellung die ihresgleichen sucht. Aber der Atlas enthält nun auch ein 160-seitiges (!) Modul mit thematischen Karten, ein rund 80-seitiges Länderlexikon, eine vollständige und detaillierte Auflistung der UNESCO-Welterbestätten (sogar das immaterielle Kulturerbe und das Weltdokumentenerbe wurden berücksichtigt!), Kontinentseiten und einen nochmals erweiterten Satellitenbildteil. Vom Preis-Leistungsverhältnis her betrachtet dürfte Meyers Großer Weltatlas der thematisch wohl umfassendste Atlas am Deutschen Markt sein. Seine Konkurrenz lässt er ziemlich alt aussehen. Übrigens gilt dies auch für die Äußerlichkeiten: Stabile Bindung, hervorragendes Qualitätspapier (übrigens: printed in Germany...), zwei Lesebändchen, hochglanzbedruckter Schuber und ein edler, silbern gehaltener Leineneinband machen Meyers Großen Weltatlas zum Schmuckstück eines jeden Buchregals.
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