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ricachu

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Vegan for Fit. Die Attila Hildmann 30-Tage-Challenge (Diät & Gesundheit)
Vegan for Fit. Die Attila Hildmann 30-Tage-Challenge (Diät & Gesundheit)
von Attila Hildmann
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,95

179 von 203 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hat mich nicht sonderlich begeistert, 9. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch habe ich gekauft, da ich schon länger ein paar wenige Kilo verlieren wollte und auch mit dem Low-Carb-Prinzip schon vor dem Kauf dieses Buches begonnen hatte. Ich hatte mir ein paar neue leckere Rezepte erhofft, die meinen Speiseplan bereichern sollten. Vegan lebe ich schon länger und auch die Zutaten wie Nusmus, Tahin, Quinoa, Amaranth etc. sind mir nicht fremd, daher dachte ich, dass das Prinzip was für micht ist.

Positiv fand ich:
+ die Grundprinzipien der Challenge, also keine tierischen Produkte, keine Aroma- oder Zusatzstoffe, keine stark industriell verarbeitete Nahrung, kein Weizen, kein Zucker usw. Kartoffeln sind übrigens auch nicht erlaubt.
+ es gibt zu allen Rezepten Bilder, die sehr ansprechend sind. Auch zu Hause kann man diese schöne Optik problemlos erreichen, das Auge isst ja schließlich mit ;)
+ die Rezepte sind so konzipiert, dass sie massentauglich sind, es gibt z. B. Bologneserezepte, Pizza, Rührei, Torten, Pommes, Sushi
+ die Rezepte sind leicht nachzukochen

Für alle die, die sich vorher nicht sonderlich gesund oder vegan ernährt haben, also durchaus ein Gewinn und der Einstieg in eine neue Lebensweise. Viele haben durch dieses Buch ertmals erfolgreich abgenommen, bei vielen sind Kankheiten oder andere Leiden verschwunden. Das freut mich wirklich sehr, ohne dieses Bucch hätten sie sich vielleicht niemals der veganen Ernährung zugewandt. Viele sind bei der veganen Ernährung geblieben, womit sich das Erscheinen dieses Buches mehr als gelohnt hat, hierauf kann Attila Hildmann wirklich stolz sein.

Für mich persönlich überwiegen allerdings die Negativpunkte:
- die Rezepte waren nicht so kreativ und abwechselungsreich, wie ich es mir erhofft hatte. Gefühlt besteht jedes 2. Rezept aus Zucchini, vor allem aus einer Zucchini-Zomatensoßen-Mandelmus-Kombi. Es gibt Zucchinilasagne, Zucchinispaghetti Bolognese, Zucchini-Pilz-Lasagne, Zucchini mit Amaranth-füllung (natürlich auch mit Tomaten und Mandelmus), eine Tomatensuppe mit Zucchini und Mandelschaum... Kurzum: Viele Gerichte ähneln sich einfach zu sehr, von einem Kochbuch dieser Aufmachung und vor allem zu so einem Preis wünsche ich mir kreativere Rezepte. Sorry, aber gekochter Blumenkohl mit Currysoße ist kein tolles Gericht, vor allem keins, für das ich ein Kochbuch brauche. Für den Preis und das Format erwarte ich vor allem mehr Rezepte oder auch einfach Ideen und Variationsmöglichkeiten.

- Viele Rezepte kamen mir auffällig bekannt vor. Ich besitze unter anderem die veganen Kochbücher von Kris Carr, Chloe Coscarelli (die Bücher sind informativer, enthalten viele Tipps, sind wunderschön aufgemacht und enthalten viel mehr Rezepte) und Going Raw von Judith Wignall. Dort lassen sich eine Vielzahl der von Attila Hildmann verwendeten Rezepte oder Rezeptkomponenten finden. Ja, man muss das Rad nicht immer neu erfinden und es ist schön, wenn einige Rezepte auch für den deutschsprachigen Leser zugänglich gemacht werden, aber von einem solchen Buch von einem bekannten Vegan"koch" erwarte ich einfach mehr eigene Rezepte.

- Der saisonale Aspekt geht völlig verloren. Klar, auf diesem Thema liegt nicht das Hauptaugenmerk, aber ich hätte mir schon ein paar Rezepte mit winterlichem Gemüse gewünscht. Überhaupt werden sehr viele Gemüsesorten völlig vernachlässigt, während andere wie schon erwähnt ohne erkennbaren Vorteil ständig verwendet werden.

- Die Rezepptbeschreibungen sind teilweise mehr als "schlampig". Es sind in der Zutatenliste Zutaten aufgeführt, die in der Zubereitungsanweisung nie wieder auftauchen, Ein Petersilienpesto (so der Titel) kommt gänzlich ohne Petersilie aus und die Zubereitungsanweisungen sind oft sehr unstrukturiert. Ich weiß, dass diese Probleme wohl in der 2. und 3. Auflage behoben wurden, aber so etwas darf auch in einer ersten Auflage nicht in einem solchen Ausmaß passieren, es handelt sich nicht um Ausnahmen.

- Es fehlen einfach Informationen. In der Einleitung wird zwar behauptet, die Challenge fußt auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, aber das war es auch schon. Als Beleg dient eine Kopie von Attilas Vordiplom in Physik, was auch immer das zu sagen hat... Das Buch richtet sich ja stark an diejenigen die sich vorher (übertrieben ausgedrückt) von Pommes und Cola ernährt haben, daher wäre eine kleine Warenkunde zu den verwendeten Lebensmitteln doch sehr informativ. So hätte man die Seiten sicherlich sinnvoller nutzen können als Fotos vom Autor auf jeder Seite zu zeigen. Ich möchte kein wissenschaftliches Sachbuch, aber man kann solche Informationen auch ansprechend aufbereiten. Es reicht ein kleines Informationskästchen auf der jeweiligen Rezeptseite anstelle von Anekdoten aus Attila Hildmanns Leben. Mit mehr Informatinen zum Challengeprinzip könnte man sich auch selbst Gerichte zusammenstellen, aber das ist alles andere als erwünscht.
Ja, ich kann lesen und mich im Netz über alles informieren, ich kann selbst entscheiden, welche Zutaten ich austausche und ob ich mich zu 100% an die Challenge halte, aber wenn ich ein so umfangreiches Buch zu einem ach so "innovativen" Ernährungskonzept kaufe, möchte ich eben genau dort Infos finden.

- Weiter oben habe ich die massentauglichkeit der Rezepte gelobt, aber genau darin sehe ich auch einen negativen Aspekt. Ich habe das Gefühl, dass z. B. unbedingt Tortenrezepte in das Buch mussten. Heraus kommt eine Torte, die zwar keinerlei Getreide enthält aber dafür fast ausschließlich aus Nusmus und Agavendicksaft besteht, oder eine Joghurttorte für die man schwer zu beschaffendes Sojalecithin braucht. Oder eine Pizza, für die ich den Boden endlos im Ofen trocknen muss. Die Frühstücksgerichte enthalten Unmengen an Agavendicksaft (der nicht gerade unumstritten ist), überhaupt gibt es sehr viele süße Gerichte, aber das ist Geschmackssache.

FAZIT: Für mich persönlich war das Buch ein Fehlkauf, die Rezepte sind mir nicht vielfältig und kreativ genug. Für die, die einen Einstieg in eine neue Ernährungsform suchen, aber durchaus empfehlenswert, dafür vergebe ich die 2 Sterne. Ich habe das Buch weitergegeben und hoffe, jemandem damit was Gutes getan zu haben.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 29, 2014 11:59 PM MEST


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