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Rezensionen verfasst von
"ritzmaster"

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Raped in Their Own
Raped in Their Own

0 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Weg ist das Ziel, 12. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Raped in Their Own (Audio CD)
Vomitory führen ihren weg vom letzten Album fort. Nachdem Erik Rundqvist auf ihren dritten Longplayer "Revelation Nausea" erstmals die Rolle des Sängers übernommen hatte, merkt man auf diesem Album beim Gesang seine Verbesserungen. Immerhin hatte er ja auch 2 Jahre Zeit zum Üben ;)
Rundqvist's Bassspiel ist nach wie vor eine Freude. Er spielt überhaupt einen irrsinnigen Speed und versprüht eine Power, die seine 3 Bandkollegen mitreisst. Tobias Gustafsson schlägt seine Drums mit gewohnter Routine und die Gitarristen Urban Gustafsson und Ulf Dalegren rocken, was nur geht. Zudem fällt mir im Gitarrenspiel azf, dass es etwas melodischer ist, wenn auch nur geringfügig. Doch Vomitory geben wie gewohnt Vollgas, hier werden keine Gefangenen gemacht. Power pur!!!


Valdr Galga
Valdr Galga
Wird angeboten von all-my-music-rheingau
Preis: EUR 14,99

0 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Steigerung möglich, 11. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Valdr Galga (Audio CD)
Wieder einmal haben wir es mit einem zeimlich typischen Vertreter des Viking-Metals zu tun, der auch wieder die üblichen Stärken und Schwächen hat. Zu den Stärken zählt etwa eine hervorragende musikalische Leistung im instrumentalen Bereich - was die Musik angeht, brauchen sich Thyrfing hinter niemandem zu verstecken. Angekreidet werden muß ihnen - wie schon treffend bemerkt - der etwas zu starke Keyboardeinsatz. Das ließe sich aber relativ leicht ausmerzen. Der echte Schwachpunkt aber ist, wie beim Großteil allen Viking-Metals, der Gesang. Beziehungsweise das Geröchel. Würde man sich hier auf klare, starke Stimmen und machtvolle Chöre besinnen, wie es sich für echte Wikinger gehört, wäre Thyrfing schlicht genial und durchaus einen Kniefall wert. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass viel Bands mit zunehmendem Alter vernünftiger werden, und mit der Zeit Alben abliefern, bei denen man nur noch mit den Ohren schlackert - vergleiche die Geschichte von Therion. Bleibt zu hoffen, dass sich Thyrfing auch noch entsprechend verändern.


Supercharger
Supercharger
Preis: EUR 13,31

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hart, aber herzlich, 11. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Supercharger (Audio CD)
Die einzige erträgliche Nu Metal-Band der Welt hat wieder was neues auf Lager:
"Prepare yourself for the new definition of heavy... Supercharger." Mit diesem Banner rührte die offizielle Webpage Machine Heads die Werbetrommel für deren aktuelles Album und es war nicht zuviel versprochen, denn das Quartett um Robb Flynn hat mit Supercharger das aggressivste Album in der Bandgeschichte der aus Oakland stammenden Band geschaffen.
Es toppt sogar das energiegeladene Debutalbum Burn My Eyes. Der Kommentar von Gitarrist und Sänger Robb Flynn zum Album Supercharger: "There's a punk feel on this record - that happened for no conscious reason - which reminds me of the punk feel we had on the first record." Abgemischt wurde das Album von Colin Richardson, der auch schon das Erstlingswerk Burn My Eyes abgemischt hat - das hört man auch! Meiner Meinung nach toppt es alle drei zuvor erschienenen MACHINE HEAD-Alben.
In Anbetracht des Zeitaufwandes von Supercharger ist es ja auch kein Wunder: So begannen MACHINE HEAD vor einem Jahr, im September 2000, mit dem Schreiben von neuem Material.
Nun bleiben mir nur noch ein paar Worte, die ich über die einzelnen Titel von Supercharger verlieren möchte:
1. Declaration (Intro): Das Intro ist ein Gitarrenstück, welches sich wie Sirenengehaul anhört. Mich persönlich erinnert es ein wenig an "Real Eyes, Realize, Real Lies" vom Album Burn My Eyes.
2. Bulldozer: Verdammt hart, verdammt schnell, verdammt gut! Ein power-geladenes MACHINE HEAD-Stück in typischer Burn My Eyes-Manie. Dieser Song eignet sich gut als Singleauskopplung.
3. White Knuckle Blackout: Dieser Song ist einfach nur geil und kann schon fast als New Metal bezeichnet werden. Es schwankt zwischen Geschrei und sanftem Gesang mit harten Metal-Riffs und coolen Drums.
4. Crashing Around You: Einfach MACHINE HEAD, wie man sie kennt und liebt, obwohl es recht melodisch ist, einfach gut!
5. Kick You When You're Down: Hierbei handelt es sich um einen Song, der aus Rap-Parts, melodischem Gesang und Geknüppele besteht. Meines Erachtens ein eher schwächerer Song für eine Band wie MACHINE HEAD.
6. Only The Name: Ein richtig geiles Stück mit der Kraft von zwei Gitarren. Dieser Song beweist, dass MACHINE HEAD einen Schritt nach vorn gemacht haben.
7. All In Your Head: Nicht ganz so schnell, dafür tiefer gestimmte Gitarren. Ein eher depressives Stück.
8. American High: Dieser Song ist sozusagen der Punk-Song der Scheibe, in dem autobiographische Züge auftauchen. Recht cooles Stück, das gut ins Ohr geht.
9. Brown Acid: "This is Heavy Metal." Ich höre verzerrte Gitarren und einen EmoCore-ähnlichen Gesang, der dann in Geschrei umschlägt. Nicht schlecht.
10. Nausea Nausea: spiegelt die Weiterentwicklung von The Burning Red wider.
11. Blank Generation: Oh, etwas neues! Ein ruhiges und deprimierendes Stück, zumindest für MACHINE HEAD...kann man gut beim Autofahren hören.
12. Trephination: Aggressiv und verdammt gut! 13. Deafening Silence MACHINE HEAD betreten Neuland, denn Robb Flynn überrascht mit einem komplett gesungenen Stück.
14. Supercharger: Hinter dem Titelsong verbirgt sich das härteste Stück des Silberlings. Superkrasse Gitarren, karftvolles Geschrei und geballte MACHINE HEAD-Härte. Also Leute, kauft euch die Scheibe und erlebt eine verdammt geile "Adrenalin-Attacke"!


Masterplan (lt. 2CD Digibook inkl. Texte & Bonus-CD)
Masterplan (lt. 2CD Digibook inkl. Texte & Bonus-CD)
Preis: EUR 17,66

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pflichtkauf, 11. Juli 2003
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Die im Vorhinein erschienene EP "Enlighten Me" deutete es bereits an. Die Abtrünnigen Helloweens, Roland Grapow und Uli Kusch, würden Großes auf die Beine stellen.
Und das haben sie wirklich getan. Das selbstbetitelte Album ist eine DER Sensationen des noch jungen Jahres 2003.
Die Musik klingt angenehm fern vom Helloween Stil (was zu einem großen Teil an Jorns Stimme liegt, die sich sehr vom genreüblichen Kastratengejodel abhebt) und auch sonst anders als die derzeit angesagten Acts, aber dennoch lässt sich Ulis und Rolands Vergangenheit nicht leugnen, was vor allem in "Heroes" hervortritt, zumal sich dort Ex-Kürbis Michael Kiske zusammen mit Jorn Lande ein Gesangsduell liefert.
Nun aber ein paar (sehr) kurze Worte zu den einzelnen Songs:
Spirit Never Die - Ein würdiger Opener. Power pur
Enlighten Me - Kannte man von der EP. Hat damals nicht zu viel versprochen, definitiv nicht.
Kind Hearted Light - Flott. Eingängig. Toll *g*
Crystal Night - Stark.
Soulburn - DER Song des Albums. Gänsehautfeeling pur.
Heroes - Das sehr Helloween-kompatible Stück, da mit Kiske eingesungen. Erinnert an Songs wie "Eagle Fly Free".
Sail On - Siehe "Kind Hearted Light"
Into The Light - Atmosphäre pur
Crawling From Hell - Sehr düster, fast schon doomig. Aber klasse.
Bleeding Eyes - Keine Längen auszumachen, ich bin begeistert.
When Love Comes Close - Eine tolle (Halb)ballade, die das Album beschliesst.
Produktionstechnisch ist das Album alleroberste Garnitur, nicht ein Ausfall auf der ganzen Platte, ein Debüt, wie es besser nicht laufen kann. Die Messlatte für die alte Band von Uli und Roland wird damit sehr, sehr hoch angelegt, was deren kommende Alben betrifft. Die Herren Weikath und Deris werden sich angesichts dieser Leistung sicher grün ärgern, was den Rauswurf dieser zwei absolut erstklassigen Musiker betrifft.
Alle Musiker spielen allererste Sahne, Jorns Stimme passt perfekt zu den Songs. Kaufen!!!


Hollowed Be Thy Name
Hollowed Be Thy Name
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 7,88

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alt/Neu - Musik, 11. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Hollowed Be Thy Name (Audio CD)
Das Klavier klimpert vor sich hin, die Stimme von Klaus Dirks setzt ein. Seine Stimme verstummt. Dann das Keyboard und die Gitarre. Die Musik sammelt sich und man hört die wunderbaren Worte, gemischt mit genauso wunderbaren Musik: „Why don't you hear my voice? Did you accept my choice? Your hope of life dried out When I realised my ame: Hollowed ne thy name!" Einfach toll! Mir läuft eine Gänsehaut den Rücken hinunter wenn ich nur daran denke. Am Schluss des Liedes wird die Musik leiser und leiser, bis man eine tiefere, ich sag' jetzt mal, eine Dämonen ähnliche stimme hört. Nun,.... nach diesem gelungenen Anfang kommen wir zum zweiten Track: The Speed Of Life. Dieser Song ist ziemlich schnell und hält seine Geschwindigkeit bis zum Ende. Bei Track Nummer 3 ((In The Land Of)Wind And Rain) ist das Intro leichtes Windgesäusel, welches von dem Einsatz des Keyboards unterbrochen wird. Die Gitarren - Riffs sind spitze in diesen Track. (In The Land Of)Wind And Rain wirkt für mich bedrohlicher als die anderen Songs auf dem Album. House on Fire ist, meiner Meinung nach, eher ein Mittelding zwischen langsam und schnell. Aber deswegen rockt es nicht weniger als die restlichen Tracks. Ghost Town geht zügig voran und die Gitarren - Riffs sind wieder einmal klasse. „How The Gypsy Was Born" ist die Ballade des Albums. Es hört sich dunkel, traurig, aber auch hell und warm an. „All Above The Atmosphere" und „Lord Of Madness" gehen eigentlich ziemlich locker über die Bühne und haben Power in sich. „a.d.c.o.e" ist ein 26 sekündiges Intro, welches mit „Way Of The World" zusammen hängt. In dem letzten Track fängt es gleich mit den Gitarren an und der Song verläuft so wie man es gewohnt ist: Schnell mit helle Töne. Doch in der Mitte wird die Stimmung düster und bedrohlich, die Stimme und die Gitarren verstummen und man hört nur noch ein auf und ab von Tönen des Keyboards (Man könnte sich dazu einen alten Horrorfilm gut vorstellen ^^°). Ein wenig später setzt wieder die Stimme ein,... allerdings auf eine Art und Weise hört sie sich gequält an. Doch zum Glück *schweiß von der Stirn wisch* verändert sich die Musik von dunklen Tönen in hell zurück.
Wer auf eher auf den älteren „Stoff" steht, wird seine Freude mit diesem Album haben. „Altneu" Musik könnte man das nennen. Ich hab jedenfalls meine Freude mit dem Album.


Falconer
Falconer
Preis: EUR 7,97

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ROOOARR!, 11. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Falconer (Audio CD)
Hinter diesem Namen versteckt sich eine dreiköpfige Band, die wirklich einmaligen Melodic Power Metal erzeugt. Die Drums (Karsten Larsson) fetzen, der Bass(Stefan Weinerhall) dröhnt und das alles wird noch von wunderbarem Gesang (Mathias Blad) unterstrichen. Das erste Album, das übrigens denselben Namen trägt wie die Band, überzeugt schon bei Track 1 („Up on the Grave Of Guilt"). Gleich hier fängt der Kopf an zu wippen und kurz danach muss man einfach bangen. Dazwischen wird es ruhig, doch kurz darauf erhallen wieder die harten Töne. Der Song mit dem fettesten Intro ist wohl „Mindtraveller". Man merkt, dass dieser Track viel versprechend ist. Der gleich darauf folgende Meisterwerk „Entering Eternity", strotzt nur noch voller Power. Man kann sich ab hier einfach nicht mehr halten und MUSS dieses Album in sich aufsaugen. Bei „Substitutional World" hat's mich dann bei der 32igsten Sekunde vom Stuhl geworfen, weil sich dieser Riff einfach nur geil anhört und auch das Gitarrensolo dazwischen ist ein Hammer!!! Auch hier gibt es das typische laut/leise Schema. Beim letzten Track („Per Tyrssons Döttar I Vänge") kann man über Geschmackssache reden, denn es wird nicht auf Englisch (wie man es gewöhnt ist), sondern auf Schwedisch gesungen.
Im Großen und Ganzen ein gelungenes, 57 minütiges Album, welches man sich nicht nur als Powermetalfan unbedingt besorgen muss. Leider hören sich die Songs ab und zu gleich an.


Vain Glory Opera
Vain Glory Opera
Preis: EUR 20,94

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Opernbesuch...., 11. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Vain Glory Opera (Audio CD)
Vain Glory Opera. Eines der besten Alben der 5 Hessen. Damals noch zu viert, konnten sie 1999 doch schon überzeugen. Mit Gastdrummer Frank Lindenthal und Gastsänger Hansi Kürsch (Bling Guardian) ist wirklich ein Meisterwerk zustande gekommen. Mitproduziert hat übrigens Stratovarius-Mastermind Timo Tolkki, und das will was heissen.
Gleich das Intro "Overture" lässt einen Hauch von Oper und Mystik rüberwehen. Mit Chören untermalt, wirkt es recht anmutend.
"Until We Rise Again" schliesst sich nahtlos ans Intro an. Nettes Lied, nicht besonders viel zu zu sagen. Passt wunderbar zum ganzen Album, aber es ist einer der wenigen Songs, die sich nicht herausheben und bei denen kein Ohrwurm zurück bleibt.
Auf Lied Nr. 3, "How Many Miles", wird man gleich zu Beginn von Tobis einzigartiger Stimme in einem langen "Ooooh Yeeeeeeeeaaaaaaaah" überzeugt.
Tobis Stimme klingt hier verärgert, aber das passt ziemlich gut. Die Instrumente (welche grandios eingesetzt wurden) sind ein bisschen zu laut, Tobis Stimme geht etwas unter. Der Refrain hat Gänsehautfaktor 10, und das nicht nur durch den bebenden Gesang.
"Scarlet Rose" ist eine wunderschöne Ballade, die eine nette Abwechslung zu den doch etwas schnelleren Liedern der Jungs bietet. Der Herzschmerz aus dem Text kommt gelungen rüber, also alles klar
Der Klassiker "Out Of Control", der auf keinem Konzert fehlen darf, knallt richtig rein. Die Atmosphäre ist düster, unheimlich, aber dennoch absolut unverkennbar Edguy. Auf diesem Track wirkt Hansi Kürsch beim Refrain und einem kurzen Solo mit, was den Song noch geheimnisvoller macht. Die Instrumente sind in nahezu perfektem Einklang. Stratovarius-Mastermind Timo Tolkki steuert die zusätzliche Leadgitarre bei.
Ein weiterer Hitauf jedem Edguy-Konzert und Titeltrack des Albums: "Vain Glory Opera". Schon der Anfang, mit Trompeten eingeleitet, lässt auf ein Hammerlied schliessen. Auch hier zeigt Hansi Kürsch in einem kurzen Solo sein Talent. Die Passage "A Soul In Disguise, Not Only Lies", die in typischer Kürsch-Manier geschmettert wird, geht voll unter die Haut.
Weiter zu "Fairytale". Ein fröhlicheres Lied als "How Many Miles" und "Out Of Control", welche zu den düstersten Songs der ganzen Platte gehören. Die Idee, einen Schlumpfchor (Auszug aus dem Booklet: "Choir Of The Damned Smurphs Of Death") mit einzubringen, hat wahrscheinlich nicht jeder. Dafür gibts nochmal einen Extrapunkt.
Lied Nr. 8, "Walk On Fighting" kommt live super rüber. In der Studioversion ist es etwas schwach. Der Gesang ist nur durchschnittlich, die Instrumente dagegen umso besser. Nur 5 von 10 Punkten, da es nicht wirklich was Neues ist. Die Chöre, die auch auf fast allen anderen Liedern enthalten sind, gehen hier leider unter.
"Tomorrow" hat einen etwas eigensinnigen Charakter. Es erzählt mit einer schönen langsamen Melodie von Adlern, deren Weinen wir nicht hören können. ("Cry for Tomorrow, Why don't we hear the Eagles Cry?"). Naja.. eine nette Ballade, sie kommt allerdings nicht an "Scarlet Rose" heran.
Ein eher Edguy-untypischer Song ist "No More Foolin' ". Zu schnell, zu aggressiv gehalten, zu viele Schimpfwörter *g*
Das passt einfach nicht in das fröhliche Image der Jungs.
Abgerundet wird das Ganze schliesslich durch den All-Time-Klassiker "Hymn" von Ultravox, der in dieser Version das Original locker in die Tasche steckt. "Hymn" ist schneller als das Original, die Stimme besser (auch, da sie anders ist), die Instrumente super verteilt. Die Jungs scheinen Spaß am Covern gehabt zu haben.
Alles in Allem ein sehr gutes, klassisches Edguy-Album, wenn nicht sogar DAS Beste. Tobis Stimme, die hervorragende Leistung von Gast-Trommler Frank Lindenthal (dafür, dass er nur hobbymäßig auf dem Kasten rumlärmt, macht er das wirklich gut!) und natürlich die der anderen Edguys machen diesen Silberling zu einem Must-Have im Regal eines Metallers.


Mer de Noms
Mer de Noms
Preis: EUR 20,14

20 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen wow... schwere Kost, 11. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Mer de Noms (Audio CD)
Betrachten wir uns diese CD erst mal wieder von außen, denn das ist hier extrem lohnenswert. Das Artwork ist in schlichtem schwarz und rot gehalten, durchsetzt mit komischen Schriftzeichen, die sich mit ein bisschen Detektivarbeit im booklet schnell entziffern lassen. Ein sehr guter Einfall, wie ich finde.
Neben diesen sonderbaren Schriftzeichen findet man beim Aufschlagen des Faltbooklets bizarre bis konservativ gehaltene Photos und Bilder.
Nun zur Musik: Dieses Album ist eins der typischen „hinlegen alles abdunkeln Augen schließen und in einem Rutsch durchhören" Alben.
Die Texte lassen ein sehr weites Interpretationsfeld offen, deswegen werde ich vorwiegend auf die Musik an sich eingehen. Für die zeigt sich größtenteils Gitarrero Billy Howerdel verantwortlich, der sich mit Maynard James Keenan keine besseren Sänger ins Boot hätte holen können. Die Zusammenarbeit fing auf einer der letzten Tooltouren an. Billy war Roady bei Tool und spielte Maynard ein paar seiner Songs vor. Bald darauf erschien also dann Billys musikalisches Debüt, welches ich nun kommentieren möchte.
The hollow: Zugleich der Opener erweist sich als extrem rockiges Feuerwerk an Ideen.
Besonders die Gitarrenmelodien sind hier sehr schön gewählt und beflügeln sofort die Fantasie. Ein Spaziergang durch eine Nacht in silbernem Regen, so klingt dieses Album.
Die aufregenden Melodielinien die Maynards Stimme hier entfesselt halten sich das ganze Album hinweg und lassen es keine Sekunde langweilig erscheinen. Und Herr Keenan schafft es mehr denn je zu überzeugen, denn die Musik passt Maynards Stimmbändern wie ein maßgeschneidertes Abendkleid von Gucci. Dabei klingt sie manchmal brachial und wütend manchmal...
Magdalena: ...schön ruhig. So lässt sich der Anfang dieses Songs simpel beschreiben. Es dominieren Baß und Schlagzeug. Dann bricht die Sologitarre durch bis zuletzt der hypnotische Gesang die Verzückung des Zuhörers ins Unermässliche steigert. Die Hure Maria Magdalena, die ja bekanntlich Jesus vor dem letzten Abendmahl die Füße wusch, wird hier auf einen hohen goldenen Sockel gestellt und Maynard verliert mit jedem Dollar den er ihr gibt mehr und mehr „self-control". Die Strophen ruhig, der Refrain feuerspeiend ist dieses Lied ein perfektes Zwischenspiel zwischen zwei der drei Elemente, die diese Band ausmachen. Die dritte Element wird in...
Rose: mehr als deutlich vorgestellt. Und zwar unverwechselbare Innovativität was Instrumentalisierung und Harmonie angeht. Auf der einen Seite eine undefinierbare Geräuschkulisse mit ständigen Stimmungs- und Taktschwankungen, auf der anderen Seite nie zu schade für eine schöne Gesangsmelodie.
Judith: Tataaaaa! Viva Zwei Zuschauer werden sich vielleicht noch an diesen Song erinnern. Oder ihr guckt immer Sonntags ab 21.00 Uhr Viva Plus, da kommt das Video auch noch manchmal.
Der wohl härteste Song dieses Albums. Es lässt sich nicht sehr viel hierzu sagen. Wiedereinmal überzeugender Gesang, ein kultverdächtiges Riff jagt das Nächste und Josh Freese tobt sich hinter seinem Schlagzeug aus, als wäre er noch mal auf Welttournee mit Guns'n Roses.
Orestes: Eines meiner absoluten Lieblingsstücke aus dem Meer der Namen. Ein Lied das durch unglaublich fesselnde Melancholie, traumhaften Gesang und geniale Gitarren besticht. Das schöne an diesem fünf Minuten Song ist der sauber gespannte Spannungsbogen. Gut eingesetzte, überzeugende Breaks und Bridges zum Ende hin eine fulminante Steigerung im Refrain. Der Gesang wunderschön eine Oktave höher und Josh Freese ist wieder völlig in seinem Element.
3 Libras: ist eine eher trocken produzierte wunderschöne Ballade in der Maynards Stimme etwas mehr im Vordergrund steht. Hierzu gibt es ebenfalls ein sehr gelungenes Video, welches aber ziemlich selten lief und auch nicht mehr läuft.
Das Lied besticht, im Kontext des Albums gesehen, mit der in der Strophe deutlich zu hörenden akustischen Gitarre.
Sleeping Beauty: Dies ist definitiv eines der Stücke zu denen man nicht sofort einen Zugang findet. Es hat zwischendrin einen komischen Takt, die Gitarren klingen irgendwie komisch und die Gesangslinie ist während der Strophen merkwürdig melodielos aber doch ziemlich kompliziert. Aber nach einiger Weile entwickelt dieses Lied seinen eigenen Charme. Genauso wie der nächste Song...
Thomas: Spätestens jetzt merkt ein jeder, dass fast jeder Songtitel einen Menschennamen trägt. Ein cooles Konzept, dass meine frühere Band auch, nicht absichtlich, verfolgt hat.
Hier ist zu Anfang wieder leise eine akustische Gitarre zu hören, deren wehmütiges Gezupfe aber in einem Inferno ausartet. Ich weiß nicht, was das für ein Takt das ist, aber er hört sich geil an. Die Strophe ist ziemlich eintönig, fast schon hypnotisierend und der Refrain fast wie der von Sleeping Beauty. Von der Mitte bis zum Ende gibt es ein supergeniales Break mit tausend Gesangsstimmen übereinander und einem bissigen Gitarrenriff.
Renholder: Also meine beste Freundin denkt bei dem Lied immer zwangsläufig an Illuminaten, die sie verfolgen. In der Tat ist dieses Lied sehr markant, zumal es das einzige Instrumentallied auf dem Album ist. Hier hat man zum Teil auch fern östliche Melodien und Instrumente eingebracht, was wieder einmal für viel Abwechslung sorgt.
Thinking of you: Hier geht es dann wieder rockiger zur Sache....denkt man. Dann kommt die Strophe und man denkt man ist.....tja wenn ich das mal wüßte. Achtet einfach auf den Text sonst wird's verwirrend. Es sind fast schon Industrial- oder Synthesizereinflusse vorhanden. Aber ein geiler Refrain mit einem Maynard wie wir ihn lieben.
Der Break, bestehend aus einem Akkord und drei sich immer wiederholenden Worten „thinking of you" ist beispielhaft dafür, wieviel Geilheit man aus solch minimaler Grundidee rausholen kann.
Brena: OH GOTT!!! Dieses Lied ist so wunder wunderschön. Bei dem Lied verliebt man sich in jeden Menschen, der einem so über den Weg läuft. Würde mir jemand so ein Lied widmen, ich würde dahin schmelzen. Tja, es gibt einfach kein anderes Wort als „Schön" um dieses Gefühl zu beschreiben. Dieser Song geht durch und durch. Mein ganzer Körper kribbelt jedes mal bei dieser Stimme, dieser Melodie!!!!!!!!!!!!!!! GEIL!!!!!!!!!!!! Und das schönste Solo aller Zeiten!!!
Over: Das wohl minimalistischste Lied in der Geschichte der Musik. Ab und an mal ein Xylophon zu hören und natürlich Maynard, der immer nur einen Satz wiederholt:
„Been over this before".
Naja fast, irgendwann setzt noch ein Klavier ein und dann wird der letzte Ton immer lauter und hört plötzlich abrupt auf.
Fazit: Das Beeindruckendste an diesem Album neben den extrem guten Gitarren ist diese unverwechselbare Atmosphäre. Ich habe es oben schon geschrieben. Es klingt wie ein nächtlicher Spaziergang durch Silberregen. Immer sehr mysteriös, melancholisch und schön zu gleich.


Destroy Erase Improve
Destroy Erase Improve
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 18,95

5 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Trash vom Feinsten, 11. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Destroy Erase Improve (Audio CD)
Dass Schweden weitaus mehr zu bieten hat als das zum Exportschlager avancierte IKEA-Produkt BILLY, dürfte selbst dem eher durchschnittlich auf dem schwedischen Musikmarkt bewanderten Kontinentaleuropäer unlängst bekannt sein. MESHUGGAH jedenfalls haben sich durch ihr 95er Album "Destroy Erase Improve" einige Aufmerksamkeit verdient.
Die fünf Schweden, die hinter diesem Namen formieren, der aus dem Jüdischen übersetzt 'verrückt' bedeutet, benutzen die im Thrashgenre üblichen Themen und Riffs, die sich jedoch im Verlauf der Stücke immer wieder durch irritierende Rhythmus- und Tempiwechsel auflösen und, wäre es keine Studioproduktion, den Eindruck der Improvisationskunst par excellence erwecken. Aufgefallen ist mir im speziellen die Drumsektion, die in mehreren Songs einen prägnanten Gegensatz zur Melodieführung bildet.
In puncto Gitarren erweist es sich als durchaus angenehm, daß selbst in den Solipassagen nie die sonst so obligate Dominanz anderer Produktionen erreicht wird.
Durch diese Zutaten erhält die Musik der "verrückten" Schweden ihre Unverwechselbarkeit, und sie wird einigen Etablierten das Fürchten lehren. Ihre beängstigende Intensität bekommen die Songs vor allem durch Jens Kidmanns Brüllgesang, der locker an den von Robb Flynn oder Phil Anselmo heranreicht. Wie ein Preßlufthammer, der Beton zerschmettert, bearbeiten die gnadenlosen, fast schon maschinell anmutenden Rhythmen das Gehirn und lassen kaum noch Raum für positive Gedanken. Jeder Funken Hoffnung wird von düsteren, durch eiskalte Technik und totale Entfremdung bestimmten Zukunftsversionen, die sich unweigerlich aufdrängen, unbarmherzig ausgelöscht.
Überhaupt entspringt viel Inspiration dieses Werkes anscheinend dem Modernjazz- und Fusionbereich, wofür exemplarisch 'Soul Burn' und 'Sub Levels' stehen, während das Instrumentalstück 'Acrid Placidity' den Adressaten in verklärte - fast mystische - Klangdimensionen der Gitarre gleiten läßt. MESHUGGAH liefern ein überzeugendes, auch nach mehrmaligem Hören nicht langweilendes Album, das zum euphorischen Detailfetischismus verleiten kann und zeigt, daß dieser musikalische Sektor noch Raum für Originalität bietet.


Fuck the System
Fuck the System

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen rohe Gewalt, 11. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Fuck the System (Audio CD)
Es ist schon eine Weile her, seit dem Album „Beat the Bastards". Und ich muss sagen die Pause hat sich wirklich gelohnt. Die Schotten sind um kein Bisschen schlechter geworden und Wattie hört sich genau so angepisst und sauer an, wie auf ihrer letzten Platte. „Fuck the System" ist ein „Voll - eins - in - die - Fresse" Album. Man könnte meinen, the Exploited prügeln mit ihrer Musik auf den Hörer ein. Genug geschwätzt. Kommen wir nun zum neuen Meisterwerk der Punkrock Band.
Als erstes auf der Liste steht das gleichnamige Lied „Fuck the System". Hier geht es sofort los. Man könnte sich vorstellen in einer Achterbahn zu sitzen um eine schnelle Fahrt durch die beschissene Politik der Welt zu machen. Währenddessen fordert Wattie immer wieder „Fuck the System! You can bring it down!". Kurz nach diesem Track glaubt man, the Exploited gönnen dem Zuhörer eine Pause, um das Genick ein wenig zu entlasten. Falsch gedacht! Es geht sofort weiter mit „Fucking Liar" (Mein Favorit auf dem Album ^^). Schnell und hart geht es zur Sache. Anscheinend geht es um jemanden der sehr viel gelogen und betrogen hat. ;-) „Liar! You are just a fucking liar!" Das Solo während dem Lied ist einfach sauber! „Holiday In The Sun" ist in Ordnung, aber nicht weiter erwähnenswert. Bei „You'r A Fucking Bastard" ist der Text nicht gerade kompliziert. Er besteht nur aus „You're A Fucking Liar", „And A Shit Fuck Too" und „And A Shit Cunt Too". Aber, verdammt noch mal,....... es rockt! Die Restlichen Songs sind ebenfalls gut und nicht weiter nötig zu beschreiben. „Never Sell Out" sticht aber genauso heraus wie „Fucking Liar" und ist gut wenn man durch sein ganzes Haus/ Wohnung springen will oder einfach mal seine ganze Wut auslassen will.


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