Profil für Martin Alexander Michels > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Martin Alexand...
Top-Rezensenten Rang: 3.263.447
Hilfreiche Bewertungen: 63

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Martin Alexander Michels (Oldenburg, Deutschland)

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
Gray Matter
Gray Matter
Wird angeboten von software and more
Preis: EUR 9,99

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was lange währt..., 29. November 2010
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Gray Matter (Computerspiel)
Als großer Fan von Gabriel Knight 1-3 habe ich es schon gar nicht mehr glauben mögen, dass Gray Matter, das seit 2003 angekündigte Spiel von Jane Jensen, nun doch endlich noch das Licht der Welt erblickt. Lange hat es gedauert, was nicht zuletzt daran lag, dass kurz vor Fertigstellung doch noch einmal das Entwicklerteam ausgetauscht wurde, da man gute Qualität liefern wollte. Mit den französischen Wizarbox hat man allerdings die richtige Wahl getroffen, was die Realisierung des Spiels betrifft:

Die Hintergründe und die Charaktere sind wunderschön gezeichnet bzw. modelliert, die düstere Atmosphäre des Spiels ist sehr dicht und unnachahmlich. Toll! Das letzte Mal, wo ich eine solche Begeisterung beim Spielen eines Adventures hatte, liegt schon ewig zurück. Lediglich "Black Mirror" konnte bei mir (nach Gabriel Knight 3) noch einige Sympathiepunkte gewinnen, letztlich krankte dieses Spiel aber an den flach gezeichneten Charakteren. Dass diese bei einem Jane Jensen-Adventure besonders gut ausgearbeitet sein würden, wurde bereits aus der Vorberichterstattung klar, und in Sachen Story hat sich die gute Jane einmal mehr übertroffen.

Auch der Soundtrack aus der Feder von Robert Holmes (und dessen Band The Scarlet Furies, in der auch seine Tochter singt) ist einmal mehr ein absolutes Highlight - ich empfehle den Kauf der Collector's Edition, der eine Soundtrack-CD beiliegt. Wunderschöne Melodien, die uns sehnsüchtig an die gute alte Sierra On-Line Zeit zurückdenken lassen.

Der starke Kontrast der beiden Hauptcharaktere macht einen Teil des unbeschreiblichen Reizes dieses Spiels aus, wie es auch schon bei Gabriel Knight damals der Fall war. Trotzdem würde ich Gray Matter nicht wirklich mit Gabriel Knight vergleichen wollen, denn es ist ein ganz eigenständiges Kunstwerk geworden, welches ganz andere Schwerpunkte setzt.

Als (relativ geübter) Adventure-Spieler habe ich das Spiel in insgesamt 14 Stunden durchspielen können, was durchaus eine ordentliche Spielzeit ist. Trotzdem war ich sehr traurig, als der letzte Vorhang fiel, denn ich hätte mir noch diverse Plot Twists und Nebengeschichten vorstellen können. Das Spiel macht aber keineswegs einen unfertigen Eindruck, es ist vielmehr so, dass man das Gefühl bekommt, Jane Jensen würde sich einige der (offensichtlichen) Fortführungen der Story für einen zweiten Teil aufsparen. Ich hoffe inständig, dass wir nicht weitere 7 Jahre auf einen solchen warten müssen!

Ein paar kleine Kritikpunkte könnte ich noch anbringen, z.B. im Hinblick auf das Design einiger Puzzles, aber das spare ich mir, denn ich bin froh genug, dass ein solch wundervolles Spiel in Zeiten wie diesen, wo Baller- und Strategiespiele den Markt dominieren und kein Raum mehr für Kreativität und Geschichtenerzähler ist, überhaupt noch erscheinen darf.

Bitte kaufen, das muss unterstützt werden! Und bitte, bitte mehr davon! :-)


Systematic Chaos ( CD+DVD)
Systematic Chaos ( CD+DVD)
Wird angeboten von 101Trading
Preis: EUR 10,43

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Album des Jahres!, 2. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Systematic Chaos ( CD+DVD) (Audio CD)
Das Jahr 2007 war für Freunde härterer progressiver Klänge bis jetzt noch etwas enttäuschend. Das lange angekündigte neue Album von Symphony X lässt noch auf sich warten und Porcupine Tree lieferten ein gutes, aber gewöhnungsbedürftiges Konzeptalbum ab, welches (meiner Meinung nach) zudem ziemlich humorlos daherkommt.

Und jetzt: Dream Theater, die einige seit "Six Degrees..." für tot erklärt hatten, finden - nachdem Octavarium schon ein erstes positives Signal war - endlich zu alter Stärke zurück und präsentieren einen echten Knaller. Alte Stärke heisst aber etwa "alter Sound", denn das wäre ja zu einfach. Im Gegenteil: Gekonnt saugt die Prog-Maschine Einflüsse zeitgenössischer Bands auf und verquirlt sie zu einer gelungenen Mixtur, die sich auch in Sachen Härte sehen lassen kann und nie langweilig wird.

Abgesehen davon, dass das Gesangsduell Portnoy <-> LaBrie in "Constant Motion" zunächst etwas seltsam anmutet, erkenne ich keine Schwachpunkte. Nach einer Weile gewöhnt man sich auch daran und erfreut sich am Mut der Band, konsequent über den Tellerrand (und noch weiter) zu blicken. Mit "Forsaken" hat sich Dream Theater wohl ein kleines Denkmal in Sachen Livesongs gesetzt - brillianter Refrain! Das Album hat einfach keine Ausfälle und zeigt, dass die Band die Kurve gekriegt hat. Dadurch, dass der gesplittete Longtrack "In the Presence of Enemies" einen Rahmen bildet, wirkt das Werk zudem ausgesprochen homogen.

Was auch auffällt, ist, dass die Duelle von Petrucci und Rudess inzwischen einen Level der Perfektion erreichen, der noch vor 2 Jahren undenkbar gewesen wäre. Schön, dass man sich auch instrumental nicht auf dem bisher Erreichten ausruht.

Ganz, ganz stark!


Fear of a Blank Planet
Fear of a Blank Planet
Preis: EUR 12,98

7 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr, sehr gut! Aber mich stört etwas..., 15. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Fear of a Blank Planet (Audio CD)
Sicherlich sind 4 Sterne viel zu wenig für dieses Album, trotzdem möchte ich die allgemeine Euphorie durch ein paar kritische Bemerkungen etwas bremsen. Ich halte "Fear Of A Blank Planet" für ein sehr reifes, sehr komplexes und auch wirklich gut komponiertes Werk. Die bisher bei Porcupine Tree in diesem Maße nicht erlebte Homogenität des Materials und die daraus resultierende Dichte kann man jedoch auch als kleines Manko auffassen. Die Vorgängeralben "Deadwing" und "In Absentia" gefielen mir gerade wegen ihrer sehr unterschiedlichen Songs und dieser ganz besonderen "Patchwork-Atmosphäre" ziemlich gut, denn dadurch waren sie sehr abwechslungsreich und vielseitig. Besonders "Deadwing", die in Prog-Kreisen oft verrissen wird, empfand ich als erfrischend anderes Album und höre es nach wie vor sehr gerne. Kein Zweifel: "Fear Of A Blank Planet" ist perfekt. Allerdings ist es vielleicht schon etwas zu perfekt und somit vielleicht auch etwas zu vorhersehbar. Live klangen die Songs auf der letzten Tour etwas wilder, etwas ungestümer... ein Mitschnitt davon würde mir sicherlich besser gefallen. Auf dem Album ist alles sehr glattgebügelt und zeitweilig sogar mal etwas trist. Man bekommt genau, was man erwartet hat, mehr aber nicht - die überraschenden Akzente, die man sonst von Steve Wilson gewohnt war, fehlen diesmal ein wenig. Ich kann nicht sagen, dass ich enttäuscht bin, denn dafür ist "Fear.." viel zu gut. Aber ich habe eben NOCH mehr erwartet.


O3 a Trilogy,Part II
O3 a Trilogy,Part II
Preis: EUR 15,83

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine echte Perle!, 8. April 2007
Rezension bezieht sich auf: O3 a Trilogy,Part II (Audio CD)
Charlie Dominicis "echtes" Comeback-Album (Teil 1 der O3-Trilogie war ja ein Singer-/Songwriter Akustik-Album) ist eine überraschend erfrischende Angelegenheit geworden. Ich hatte zunächst mit einer verstaubten Dream Theater-Kopie gerechnet und Ähnlichkeiten mit seiner ehemaligen Band sind auch mehr als deutlich zu erkennen, trotzdem ist "O3-Part 2" erstaunlich eigenständig und irgendwie anders. Grund dafür ist Charlie's unverwechselbare Stimme, die deutlich mehr (angenehmen) Pathos rüberbringt als die vieler seiner Amtskollegen. Die Qualität seiner Mitmusiker ist übrigens mindestens auf Symphony X-Niveau, wenn nicht sogar darüber - das Songwriting ist irgendwo zwischen den guten alten 80ern, aktuellem Prog und Musiktheater angesiedelt. Tolle Sache! Ich freue mich schon auf Part 3, dieses Album hat mir das bisher recht schwache Prog-Jahr 2007 schon jetzt nachhaltig versüßt! :-)


Scarsick
Scarsick
Preis: EUR 30,04

10 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Naaaaa ja...., 15. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Scarsick (Audio CD)
Um ehrlich zu sein, mag ich von Pain Of Salvation nur die ersten beiden Alben, vor allem Entropia, wirklich gerne. Die neueren Werke, vor allem "Be" und jetzt "Scarsick", finde ich in mancher Hinsicht zu pseudo-elitär und weltfremd. Auf Scarsick sucht Mastermind Gildenlöw (in gewissen Kreisen manchmal auch "Der ewige Student" oder "ASTA-Lümmel" genannt ;-)) bewusst das Profane, das Grobe. Nix mehr mit Ambient, keine Soundscapes, nein - hier denkt man eher, man ist bei Rage Against The Machine angekommen, die in einer 70er Jahre Disco Clawfinger niederhauen. Sein ursprünglich so filigranes Gesangstalent kommt dabei kaum noch zur Geltung, im Gegenteil, er shouted und gröhlt und versucht offenbar, die typischen "New-Metal"-Pseudointellektuellen anzusprechen, die auf Studentenparties in Ahoj-Brause T-Shirts und Cordhosen auf der Tanzfläche zu System Of A Down rummoshen. Der Schritt zu deutschem Depri-Postpunk ist dann sicher auch nicht mehr weit. Schade, schade... Roine Stolt hatte sicher seine Gründe, Gildenlöw nicht mehr bei den Flower Kings haben zu wollen.


Northwind/Ltd.ed./Ausverkauft
Northwind/Ltd.ed./Ausverkauft

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach großartig!, 12. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Northwind/Ltd.ed./Ausverkauft (Audio CD)
Falconer zählten mit ihren ersten beiden Alben und dem Ausnahmesänger Mathias Blad, den ich für den wohl eigenständigsten und angenehmsten (kein Gejaule, sondern ruhiger, würdevoller Gesang) Frontman aller Zeiten halte, zu den hoffnungsvollsten "Newcomern". Als Mathias nach dem zweiten Album seinen Ausstieg bekannt gab, war die Band für mich gestorben, denn der neue Sänger war zwar durchaus fähig, konnte diese riesige Lücke aber einfach nicht schließen und zudem nicht an den gewohnten Falconer-Sound anknüpfen. Nun musste ich mit Freude feststellen, dass Mathias Blad zurückgekehrt ist... und wie!

Northwind braucht sicherlich ein wenig länger, um vollends zu zünden, und viele Leute werden der Band vorwerfen, sie hätten lediglich eine Neuauflage ihrer ersten Alben abgeliefert. Das sehe ich jedoch nicht so. Northwind ist musikalisch reif, es ist majestätisch und souverän. Mathias Blad hat seinen ureigenen Stil nochmals verbessert, das Songwriting ist ausgewogen und ohne Totalausfälle. Ich schließe mich meinen Vorrednern an und bezeichne dieses Album ebenfalls als "Comeback des Jahres" und wahrscheinlich sogar als das beste (Power-)metal Album seit Jahren.

Ganz großes Kino! Anspieltipps: Northwind, Spirit Of The Hawk, Catch the Shadows


Wo Bist Du, Mein Sonnenlicht?
Wo Bist Du, Mein Sonnenlicht?
Wird angeboten von montana--1
Preis: EUR 3,99

18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wirklich traurig..., 9. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Wo Bist Du, Mein Sonnenlicht? (Audio CD)
Anstatt wild klatschend zu einer "mutigen Pionierleistung sympathischer Jugendlicher" zu gratulieren oder gar geniale satirische Elemente in der Musik der Truppe zu erkennen, möchte ich lieber darauf hinweisen, dass es zahlreiche wirklich gute Musiker gibt, die nicht über einen Plattenvertrag verfügen und wohl auch nie einen bekommen werden. Der Grund liegt darin, dass unsere Gesellschaft zu einem großen Teil aus Menschen besteht, die schon lange nichts mehr mit feinen Künsten, subtilen Stilelementen und Klängen ungeahnter Vielfalt und Schönheit anfangen können. Grup Tekkan's Song bringt all jene Eigenschaften von Musik auf einen Nenner, die die Plattenindustrie (vor allem die Rap/Hiphop-Labels) seit einigen Jahren im Hinblick auf die zunehmende Proletarisierung und Verrohung der Jugendlichen vehement in den Einzelhandel drückt. Soziologen könnten sicherlich Romane über dieses Phänomen schreiben, für mich ist es jedoch einer der Gründe dafür, aus einem Land auszuwandern, in dem den Menschen einfach einen Tick zu lange eingeredet wurde, dass jeder Pups von Ihnen ein positiver Beitrag zum Allgemeinwohl ist.


The Puppetmaster (Ltd.ed.)
The Puppetmaster (Ltd.ed.)
Wird angeboten von HURRICANE RECORDS BERLIN
Preis: EUR 13,90

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen King's Meisterwerk, ein moderner Klassiker!, 1. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: The Puppetmaster (Ltd.ed.) (Audio CD)
Ein Jahr nach Abigail 2 schlägt KING DIAMOND zurück mit einem weiteren Album. Da das keine sehr lange Zeit ist, ist man geneigt, seine neue Veröffentlichung für ein Filler-Album mit vielen langweiligen Stücken und miesem artwork zu halten - aber lasst uns diese Vorurteile über Bord werfen! In Wirklichkeit ist das einzige, was schlechter als bei Abigail 2 ist, das Artwork (und das ist nichtmal richtig schlecht). Ehrlich gesagt hat KING DIAMOND uns mit The Puppet Master einen wahren Diamanten klassischen Heavy Metals geliefert, der stark an die alten Mercyful Fate Tage erinnert. Das Album beginnt mit dem brillianten Opener Midnight und startet dann direkt durch mit The Puppet Master, dem Titelsong mit abgedrehten Riffs und faszinierenden (und langen!) Gitarrensoli. Direkt danach werden ihr Magic hören, den wohl eingängigsten und melodischsten, aber dennoch exzellent geschriebenen Song, den King je gemacht hat, und auf dem er (in einer weniger nervigen Weise als üblich) von einer weiblichen Sängerin namens Livia Zita unterstützt wird. Andere gute Songs umfassen Emerencia („Where are you going with that knife?!"), Christmas und natürlich dem Nackenbrecher Blood to Walk. Es gibt KEINEN einzigen Lückenbüßer auf der Scheibe!


The Puppetmaster
The Puppetmaster

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Midniiiiight...., 24. November 2003
Rezension bezieht sich auf: The Puppetmaster (Audio CD)
King Diamond schafft es auch 2003 wieder, seine Fangemeinde mit einem wunderbar gelungenen Album zu beeindrucken. Diesmal wird er zum ersten Mal ergänzt durch (sporadisch eingestreuten) Frauengesang, der aber durchaus hochkarätig ist und sich nicht mit dem gewöhnlichen Gothic-Gejaule, was man sonst so gewohnt ist, vergleichen lässt. Seine eigene Stimme setzt er diesmal in etwas tieferen Regionen ein, aber sehen wir es mal nüchtern: er ist weit über 40, und man kann einfach nicht mehr erwarten, dass er jemals wieder so wild und energisch wie auf "Melissa" oder "Don't break the Oath" zu Werke gehen wird. Freuen wir uns also, dass es ihn ueberhaupt noch gibt, und sein Talent zum Geschichten erzaehlen und Songwriting nach wie vor ungetrübt vorhanden ist. Auf "The Puppetmaster" ist jeder Song ein Kracher, es gibt eingängige Melodien und geniale Soli von Andy LaRocque und Mike Wead. Was will man also mehr? Naja, einen Nachfolger, oder? :-)


Train of Thought
Train of Thought
Preis: EUR 5,99

8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Also mir gefällt es nicht..., 12. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Train of Thought (Audio CD)
Das neue Album der Progressive Metal Veteranen von DREAM THEATER kam auf leisen Sohlen, denn im Vorfeld gab es bis auf wenige Ankündigungen kaum Informationen darüber. Umso gespannter war ich, als ich es dann plötzlich in den Fingern hielt (bis zu diesem Zeitpunkt kannte ich noch nicht einmal den Titel!). Das Cover, sehr geschmackvoll in schwarz und weiß gehalten, verspricht Einiges - ein Auge inmitten eines Waldes, der durch einen Tunnel fotografiert wurde. Impressionismus pur, das weckt Erinnerungen an die guten alten „Images & Words" oder gar „Metropolis II"-Tage, insbesondere kam mir das (nach wie vor brillante, wenn auch völlig unterbewertete) „Awake" Album in den Sinn. Ein silberner Aufkleber auf der CD, der das Gesamtbild komplettiert, gibt unbescheiden zum Ausdruck „The New Progressive Metal Masterpiece from DREAM THEATER" - naja, da kann ja nicht mehr viel schief gehen, oder? - Weit gefehlt! Ich habe mir diese CD bereits ein wenig intensiver angehört, und ich gebe hier sicherlich nur meine subjektive Meinung preis, dennoch fehlt mir daran etwas. Es ist schwer zu beschreiben, was den Unmut in mir weckt, aber wer der Wandlung, die DT nach „Metropolis II" und mit „Six Degrees Of Inner Turbulence" vollzogen haben, schon immer eher skeptisch gegenüberstand, sollte bloß die Finger von „Train of Thought" lassen. Die CD verfügt (wie fast alle DT Alben) über eine stattliche Spielzeit von fast 70 Minuten und über 7 überlange Songs. Damit wären wir aber auch bereits beim ersten Problem angekommen. Rein formal sind es 7 Songs, aber streng genommen sind es ungefähr 500 Versatzstücke, die mehr oder weniger (un-)motiviert aneinandergeklatscht wurden, um den Eindruck zu erwecken, den Olymp der progressiven Musik ein weiteres Mal erklommen zu haben.


Seite: 1