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Rezensionen verfasst von
Buchdoktor
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)   

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Venum Erwachsene Zahnschutz Challenger, Red Devil, One Size, EU-0616
Venum Erwachsene Zahnschutz Challenger, Red Devil, One Size, EU-0616
Preis: EUR 14,99

4.0 von 5 Sternen Preis-Leistungsverhältnis ist exzellent - für den deutschen Markt bitte mit deutscher Anleitung, 26. Juni 2016
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
In heißem Wasser angepasste Mouthguards versprechen einen gut sitzenden Schutz ohne teure und mühselige Einzelanfertigung. Doch einige Fallstricke machen diese Mundschutz-Varianten zu einem heiklen Produkt: Hält der Mouthguard vernünftig? Stört er die Atmung? Und schützt er ausreichend? Ein Überblick.

++
• Zügiges Einpassen – notfalls auch direkt vor einem Turnier (zuhause) möglich, beim Test in etwa 10 Minuten machbar.
• Sehr gute Passung, Schutz hält auch ohne Zubeißen, was die Kiefermuskeln schont.
• Geringe Behinderung beim Atmen, was vor allem für Kampfsport ein wahrer Segen ist.
• Auch für größere Kiefer mit weit zurückliegenden Backenzähnen geeignet, ggf. aber für kleinere Kiefer nicht perfekt.
• Praktische Aufbewahrungsbox, insgesamt nicht zu sperrig, einzig der Box-Verschluss wirkt zu billig verarbeitet.

oo
• Speichelfördernd: Beim Test sorgte der Venum Challenger für etwas höheren Speichelfluss als üblich, was ggf. mit dem Material zusammenhängt, sich insgesamt aber nicht wirklich störend erwies.

--
• Dämpfung reicht nicht an andere Produkte heran, was wohl auch dem leichten Aufbau des Zahnschutzes zuzuschreiben ist. Für regelmäßige Vollkontakt-Kämpfe sollte definitiv eine andere Lösung in Betracht gezogen werden. Für die allermeisten Anwendungen aber völlig ausreichend, im Test etwa bei Leichtkontakt-Kämpfen absolut OK.
• Trotz CE Zeichen gibt es die Anleitung nur auf Englisch/Französisch – ein klarer Minuspunkt, ist doch die korrekte Einpassung des Schutz nach Anleitung der wichtigste Teil des Produkts.

Fazit:
Wer nicht gerade vorhat, den Venum Challenger für eine Karriere als Profi-Vollkontaktboxer zu nutzen, liegt mit dem Zahnschutz goldrichtig. Das Preis-Leistungsverhältnis ist exzellent, und einzig die fehlende deutsche Anleitung schlägt wirklich negativ ins Gewicht.


Tt eSPORTS Talon Blu
Tt eSPORTS Talon Blu
Wird angeboten von Kohlmeier Direktvertrieb
Preis: EUR 25,90

4.0 von 5 Sternen Die Maus ist ihren Preis wert, 26. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Tt eSPORTS Talon Blu (Zubehör)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Für einen Laptop erfüllt die Tt eSPORTS Talon Blu den Anspruch als nicht zu große, trotzdem handliche Maus ohne großen Schnickschnack.

Geliefert wird sie in einem Pappkarton ohne weiteres Zubehör. Das Gehäuse der Maus ist relativ kantig, sie hat auch ein paar scharfe Kanten, die man aber beim Arbeiten nicht bemerkt. Die Oberfläche ist aufgeraut und griffig wie man es sich wünscht. Die symmetrische Form der Maus ist für meinen Geschmack etwas zu niedrig und gibt großen Händen wenig Halt für den Handballen. Das Gewicht ist etwas zu niedrig zum längeren Spielen; bei Büroarbeiten macht sie ihre Sache gut.

Das Kabel ist mit ist mit 1,5m für die meisten Fälle lang genug, jedoch sehr steif, ich hätte mir einen weicheren Anschluss gewünscht. Die Klicktasten reagieren leicht und fest genug, um sie nicht aus Versehen auszulösen. Das Mausrad hat keine Möglichkeit zum Skrollen nach rechts oder links. Es sind insgesamt drei Zusatztasten vorhanden:
- 2 Tasten an der linken Seite, zum Vor- und Zurückblättern im Browser
- 1 Taste oben zur Einstellung der 4 möglichen Bewegungsgeschwindigkeiten. Die Umstellung wird mit blauen Leuchtzeichen angezeigt.
Die Bewegungsgeschwindigkeit ist gut abgestuft, selbst auf einem großen Bildschirm war allerdings die schnellste Stufe zu viel des Guten.
Das blaue Blinken im Ruhezustand lenkt etwas ab.

Fazit:
eine brauchbare, einfache Maus mit blauem Lichtschnörkel, die ihren Preis wert ist.
++ hohe Auflösung
++ griffig
++ preisgünstig
++ symmetrisches Design, daher auch für Linkshänder geeignet
-- steifes Kabel
-- Handballenauflage zu niedrig


Die Jupitermonde
Die Jupitermonde
von Alice Munro
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,99

5.0 von 5 Sternen Als es noch alte Jungfern gab ... Neuübersetzung des Erzählbandes von 1986, 23. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Die Jupitermonde (Taschenbuch)
Im neu übersetzten Band (1986 bereits als Klett Cotta Ausgabe erschienen) zeigt Alice Munro pointiert das Frauenbild um 1980, der Entstehungszeit dieser Texte. Im Frauenbild scheint sich seit der Vorkriegszeit wenig verändert zu haben. Frauen erlebten sich damals noch als Besitz ihrer Ehemänner, die sie erst formten und erzogen und sich ihrer Geschöpfe wieder entledigten, wenn diese Erziehung nicht zu ihrer Zufriedenheit ausfiel. Das Motiv des Entledigens von einer alternden oder zu unabhängigen Frau durchzieht den gesamten Band. Der Zusammenhang zum Lebensentwurf der Autorin ist nicht zu übersehen, die selbst anderes im Leben erstrebte, als an Kaffeeeinladungen teilzunehmen.

Der Zwang, sich ein für alle Mal zwischen Ehe und Berufstätigkeit plus Unabhängigkeit entscheiden zu müssen tritt hier zugleich mit dem Bild der unverheirateten Frau als „alte Jungfer“ auf. In „Die Chaddeleys und die Flemings“ bilden unverheiratete Schwestern und Kusinen in beiden Familienzweigen eine starke Hausmacht. Für die Erzählerin sind die Kusinen der Mutter das Fenster zu einer fernen Welt, in der die Tanten auf bewundernswerte Weise zurechtkommen. Die Mutter als einzige verheiratete Frau einer ganzen Generation könnte von der Mehrheit der Tanten durchaus zu bemitleiden sein. Ihre Ehe samt Pflicht zum Gehorsam und zur Arbeitsleistung für den Ehemann kann als Abstieg angesehen werden. In dieser Familie treffen Welten aufeinander, zwischen denen es nur wenig gemeinsame Gesprächsthemen gibt, unterlegt von dezent verborgenem Neid aufeinander. Auch in „Bardon Bus“ geht es um das Thema der alternden unverheirateten Frau.

In „Dulse“ sinniert die ungefähr 45-jährige Lektorin Lydia über ihre abnehmende Attraktivität für andere, verbunden mit Existenzängsten ihres Berufsstands. Ihr Partner fordert Anpassung, zu der sie nicht bereit zu sein scheint. Die Schuld für ihr Beziehungsproblem sucht Lydia in ihrem beruflichen Ehrgeiz. Wäre sie glücklicher, wenn sie nicht studiert und die elterliche Farm nie verlassen hätte? „Die Putensaison“ und „Unfall“ spielen in den 40ern, als bereits viele kanadische Männer im Zweiten Weltkrieg kämpften.

Zwei betagte Freundinnen treten in „Mrs Cross und Mrs Kidd“ auf, die sich kennen, seit sie Kleiderschürzen und dicke Zöpfe trugen. Obwohl gesundheitlich angeschlagen, haben beide noch etwas in petto und zumindest eine geht dabei nicht unbedingt zartfühlend vor. Je oller, je doller.

In der Einleitung (1985) äußert sich Alice Munro über das Erzählen als Teil ihrer selbst, der mit dem Abschluss einer Erzählung von ihr getrennt wird und sie damit befreit. Sie berichtet, dass sie in ihren Kurzgeschichten persönliche Erfahrungen und Beobachtungen mit biografischen Anteilen verknüpft.

Alice Munros Produktivität überrascht mich immer wieder. Ihre feinsinnigen Beobachtungen des Alltags von Mädchen und Frauen drehen sich immer wieder um Liebe, Ehe und den profanen Lebensunterhalt. Auch nachdem ich die biografischen Bezüge zum Leben der Autorin entdeckt habe, werden mir Munros exakte Beschreibungen alltäglicher Ereignisse nie langweilig. Sie schreibt so überzeugend, weil sie die Menschen durchschaut, bevor ihre Figuren das selbst tun.


Die Verwandlung des Schmetterlings: Roman
Die Verwandlung des Schmetterlings: Roman
von Federico Axat
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,00

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der letzte Sommer vor der Pubertät ... ein Roman mit Perspektiv-Problemen, 21. Juni 2016
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Die Person, die in Rückblicken die Geschichte der 12-jährigen Freunde Sam, Billy und Miranda erzählt, ist in der Gegenwart Ende 30 wie der Autor Federico Axat. Im legendären letzten Sommer vor dem Erwachsenwerden der Clique wollen die Freunde das rätselhafte Verschwinden von Sams Mutter aufklären und weitere damit verknüpfte unheimliche Vorkommnisse im Ort. Miranda ist mit ihren Eltern gerade frisch in das Haus ihrer Großeltern gezogen, das jahrelang leer gestanden und die Einwohner zu fantastischen Geschichten angeregt hatte. Sam verliebt sich sofort in Miranda und hinterlegt ihr anonym ein Geschenk.

Mehr als 10 Jahre vorher hatte Sam als Kleinkind mit in dem Auto gesessen, mit dem seine Mutter verunglückte. Eine Leiche wurde nicht gefunden, so dass das Unfallopfer theoretisch noch leben könnte. Da Sams Vater unbekannt war, kam das Kleinkind als eins der 14 Pflege- und Adoptivkinder einer Bauernfamilie auf deren Hof in Carnival Falls, wo Gemüse angebaut wird. Über den Kindern schwebt stets die Drohung, dass es als letzten Schritt nach diesem Hof nur das staatliche Waisenhaus geben wird, falls sie etwas anstellen sollten. In der Pflegefamilie hat Sam einen äußerst aggressiven Gegenspieler, Orson, der mit allen Mitteln versucht, Sam zu drangsalieren und in ein schlechtes Licht zu stellen. Mehr als die bevorstehende Pubertät beschäftigen Sam das unheimliche Haus der Mathesons, seine heimliche Liebe zu Miranda, Orsons Mobbing-Kampagne und das rätselhafte Verschwinden seiner Mutter.

Hätte ich den Prolog des Buches vorher als Leseprobe lesen können, hätte ich das Buch sicher nicht angefordert. In der ersten Hälfte des Romans trifft der erwachsene Erzähler m. A. sprachlich nur selten die Perspektive eines Kindes. Die Wortwahl klingt in den Dialogen übertrieben erwachsen, zu verschnörkelt bis gestelzt für ganz normale Menschen und 12-jährige Kinder. Dass ein Einjähriges (!) seine Erinnerung an seine Mutter mit „sie ist wunderschön“ ausdrückt, finde ich selbst aus der Rückschau des Erwachsenen nicht nur unglaubwürdig, sondern übelst kitschig. Dem erwachsenen Erzähler gelingt es m. M. anfangs nicht, mit der Urteilsfähigkeit der Gegenwart seine Gefühle als 12-Jähriger glaubwürdig zu beschreiben. Die zweite Hälfte, die mit einem Paukenschlag endet, fand ich sprachlich überzeugender. Atmosphäre der USA in den 80ern fand ich im Buch kaum vor, die Geschichte könnte irgendwo spielen. Zum Thema letzter Sommer à la Stand by Me gibt es eine Reihe von überzeugenderen Büchern (Wer hat Angst vor Jasper Jones, Der dreizehnte Monat), an die Die Verwandlung des Schmetterlings atmosphärisch nicht heranreicht.


Das Labyrinth: Roman (Taschenbücher)
Das Labyrinth: Roman (Taschenbücher)
von Sigge Eklund
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Psychologisch spannend, 21. Juni 2016
Als die elfjährige Magda verschwindet, verdächtigt die Polizei zunächst die Eltern des Mädchens. Der geheimnisvolle Unbekannte als Täter wäre in der heimeligen Wohngegend reichlich unwahrscheinlich. Åsa und Martin sind keine einfachen Menschen. Sie geht in ihrer Arbeit als Psychologin in einer Klinik auf, er ist erfolgreicher Programmleiter eines Verlages. In ihrer Beziehung hatte es in letzter Zeit gekriselt und über Magdas Erziehung gab es schon immer Auseinandersetzungen zwischen den Eltern. Solange die Polizei am Vater als Hauptverdächtigem festhält, wird der wahre Täter nicht gefunden, befürchtet die Mutter des Mädchens. Åsa hält es anfangs für denkbar, dass einer ihrer Patienten mit Magdas Verschwinden zu tun haben könnte. Im Zeitalter Sozialer Medien sind die betroffenen Eltern längst zum Besitz der Öffentlichkeit geworden, die jede Regung intensiv diskutiert. Åsa ist in einer Person Zeugin, betroffene Angehörige und als Psychologin Expertin für die Dynamik der Ereignisse. Von beiden Eltern konnte ich mir anfangs vorstellen, dass das Verschwinden Magdas ein Racheakt einer gekränkten Person an einem von ihnen sein könnte, mit der es zuvor einen Konflikt gab.

Im Focus des Romans stehen nun vier erwachsene Personen und deren Beziehungen untereinander. Åsa und Martin als Eltern, an Magdas Schule die Schulkrankenschwester Katja und deren Partner Tom, der für Martin Horn arbeitet. Auch die Beziehung zwischen den beiden Männern ist nicht gerade unkompliziert. Es finden keine polizeilichen Ermittlungen am Tatort statt, keine Suche nach Motiv, Gelegenheit und Tatwaffe. Es geht hier allein darum, wer diese Vier sind, aus welchen Motiven sie handeln und was jeder von ihnen von sich preisgibt. In einem raffiniert verschlungenen Plot und mit einigen Zeitsprüngen erfährt man als Leser aus den Vorgeschichten der Beteiligten wenig beruhigende Details, Details - die der Polizei nicht bekannt sind. Am Ende ist zwar ein Bild der Vorgänge entstanden, das jedoch nicht unbedingt als Lösung des Falls anzusehen ist.

„Das Labyrinth“, bescheiden als Roman bezeichnet, hat durchaus Merkmale eines Psychothrillers. Den Einblick in bisher sorgsam verborgene Züge der Figuren fand ich nicht gerade zum Nägelkauen spannend, jedoch psychologisch interessant genug, um das Buch in einem Zug auszulesen.


Fissler 630-305-12-070/0 Vitavit Edition Design Set mit Einsatzgarnitur gelocht, 2-teilig, 22 cm, 2,5 und 6,0 L
Fissler 630-305-12-070/0 Vitavit Edition Design Set mit Einsatzgarnitur gelocht, 2-teilig, 22 cm, 2,5 und 6,0 L
Preis: EUR 299,05

5.0 von 5 Sternen Solide, durchdacht und mit weiterem Zubehör ausbaufähig, 19. Juni 2016
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Ein Dampdrucktopf
... lohnt sich für Haushalte, in denen regelmäßig vorgekocht wird oder die Garzeit von (Natur-)Reis, Getreide, Hülsenfrüchten verkürzt werden soll. Wer sich in die Routine von Anheizen und Abdampfen erst eingearbeitet hat, wird einen Schnellkochtopf auch bei anderen Gerichten bald nicht mehr missen wollen. Man sollte sich vor dem ersten Einsatz die Zeit nehmen, das Sets auseinanderzubauen und seine Funktionen in Ruhe auszuprobieren (Garen, Entsaften, Einkochen in Gläsern, Frittieren bei geöffnetem Deckel, Babyflaschen sterilisieren).

Anleitung
++ Die vorbildliche, ausführliche Anleitung in 14 Sprachen lässt keine Wünsche offen: ausklappbare Abbildungen, Grundwissen über Dampfgaren an sich, Infos über diese Modellserie, Garzeiten-Tabelle, Abbildung und Auflistung aller Einzelteile und der regelmäßig zu erneuernden Verschleißteile. Noch perfekter wäre die Möglichkeit, die nicht benötigten Teile des Heftchens abtrennen zu können.

Die Töpfe
++ ... stehen absolut plan auf dem Kochfeld und wirken insgesamt sehr gut verarbeitet.
++ ... sind in Deutschland hergestellt. Das Herstellungsjahr ist in den Topfboden graviert: 2017/18 beim niedrigen Schmortopf und 2015/16 beim hohen Topf.
++ ... fallen durch ihre konische Form und den nach innen gerichteten Deckelgriff ins Auge. Der Durchmesser der auf kleinem Raum stapelbaren Töpfe beträgt an der weitesten Stelle von Griff zu Griff 37cm, das gestapelte Set ist ohne Deckel 21cm hoch, mit Deckel 28cm.

Handhabung
++ Auch für Einsteiger sind die Töpfe durch die Aufsetzmarkierung und die Ampelanzeige der Temperatur/ Garstufe leicht zu meistern.
++ Der Dichtungsring sitzt eindeutig und bombenfest, so dass man beim Verschließen des Topfs nichts falsch machen kann. Wenn man sich an die Anleitung hält, ist das Verfahren selbst für absolute Einsteiger sicher.
++ Das Abdampfen ist stufenlos steuerbar; die Abdampföffnungen sind eindeutig zu erkennen, so dass die Finger vor dem heißen Dampf in Sicherheit gebracht werden können. Falls das Öffnen des Topfes mal schnell gehen soll, hat sich bei mir das Abkühlen unter kaltem Wasser bewährt.
++ Überraschend praktisch finde ich den nach innen zeigenden Griff. Der Platzbedarf auf dem Herd und im Schrank ist mit dieser Griff-Form geringer, der gefüllte und verschlossene Topf lässt sich bequemer greifen und transportieren als Modelle mit einem Griff in Form eines langen Hebels.
++ Diese Dampfkochtöpfe unterscheiden sich im Garergebnis nicht von meinem älteren Modell einer anderen Marke. In der Handhabung (neue Griffform, eindeutige Hilfsmarkierungen für das Schließen) und Reinigung (spülmaschinengeeignet) schneiden sie allerdings erheblich besser ab.

Reinigung
++ Die Unterteile der Töpfe und der Dämpfeinsatz sind spülmaschinengeeignet.
-- Die Hochglanzoberflächen sind leider sehr empfindlich gegen Fingerabdrücke.
+- Besonders bei schäumenden oder stärkehaltigen Nahrungsmitteln kann die Reinigung von Deckel und Dichtungen aufwendig sein. Die durch die verkürzte Kochzeit eingesparte Zeit wird dann für die Reinigung investiert. Im Vergleich zu älteren Dampftopf-Modellen hat sich kaum etwas verändert an der reinen Anzahl der Einzelteile, die zu reinigen und regelmäßig zu ersetzen sind.

Ersatzteile und Zubehör
++ Neben Ersatz-Dichtungen und -Griffen (für die 10 Jahre Nachkaufgarantie versprochen wird) gibt es im Fissler Shop als weiteres Zubehör einen Frittierkorb, sowie Standarddeckel in Glas und Metall zu kaufen, mit denen die Topfunterteile wirklich vielseitig zu nutzen sind. Vorhandene Standardeckel passen bei mir nicht auf den Fissler (Innendurchmesser 22cm).
++ Ersatzteile sind u. a. in Haushaltswarenabteilungen erhältlich; die Nachkauffrist von 10 Jahren für Teile dieses Modell darf vom Hersteller gern verlängert werden. Unbenutzte Dichtungsringe halten sich einige Jahre, sodass man sich einen Ersatzring als Vorrat anschaffen kann, kurz bevor diese Frist einmal abgelaufen sein wird. Die Lebensdauer der Töpfe wird hoffentlich länger betragen.
Dichtungsring
Euromatik Ventil

Fazit: solide, durchdacht und ausbaufähig

++ vorbildliche Anleitung
++ platzsparend zu stapeln
++ induktionsgeeignet
++ Topf-Unterteile und Siebeinsatz spülmaschinengeeignet
++ durch Skalierung und eindeutige Hilfsmarkierungen auch für Einsteiger leichte, sichere Bedienung
++ Praktische Griffform am Deckel, große, bequeme Seitengriffe
++ Gummidichtungen u. a. Teile 10 Jahre nachkaufbar
++ Made in Germany


Septembermeer: Roman (insel taschenbuch)
Septembermeer: Roman (insel taschenbuch)
von Gabriela Jaskulla
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Atmosphärisch eindringlich - und ohne Hauptfigur, 17. Juni 2016
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Svea und Daniel haben das getan, von dem viele träumen, ihr Leben in der Stadt aufgegeben, um auf eine kleine Ostseeinsel zu ziehen. Daniel übernimmt eine dort bestehende Buchhandlung und Svea sucht eigene Wege. Das Paar pflegt eine recht eigenwillige Beziehung, in der Svea sich kleiner und unselbstständiger macht als sie ist. Beide Partner halten sich jeweils für einen guten Menschenkenner, wenn nur der andere das endlich anerkennen würde. Die Inselbewohner - wen wundert es - sind überzeugt, dass "Neue" keine Ahnung haben und Jahre brauchen werden, bis sie sich in das Inselleben einfügen. Man braucht sich gegenseitig auf der Insel und hilft sich in der Not, sollte jedoch durch kluge Distanz die Beziehungen langfristig erhalten, damit man sich nicht eines Tages hasst. Auch früher muss die Insel schon Fluchtpunkt für Unangepasste gewesen sein. Die Insel ist noch deutlich durch ihre DDR-Vergangenheit geprägt, eine interessante Kombination aus Systemwechsel und Strukturproblemen, die andere ländliche Gebiete ebenso kennen. Über die Fischer, den Bäcker, die Lebensmittelhändler, den ehemaligen Tierarzt weiß Gabriele Jaskulla sehr einfühlsam zu erzählen. Ein Heimatdichter, dessen Nachlass auf der Insel gepflegt wird, gibt der Geschichte ein kulturelles Fundament. Svea und Daniel sind nur ein Paar unter weiteren handelnden Personen, Paare, Eltern und Kinder, erwachsene (alte) Freundinnen, Kollegen agieren zu zweit und in Gruppen. Schließlich sorgt eine sonderbare Gestalt für Aufruhr im Ort, die ein sehr persönliches Schicksal trägt, das weit in die DDR-Zeit zurückreicht.

Die Leseprobe zu Gabriele Jaskullas zweitem Ostsee-Roman hat mich sofort für das Buch eingenommen. Eine Handlung am Meer, ein Buchhändler-Paar als Aussteiger und der wirtschaftliche Hintergrund einer Region, in der in drei Monaten Touristensaison das Jahreseinkommen erwirtschaftet werden muss - all diese Themen interessieren mich. Bei Lesern der Ostseeliebe wird dieser Band sicher Erfolg haben.

Das Eingangsszenario der peinlichen Havarie mit Sveas und Daniels Boot bleibt ebenso wie die Buchhandlung leider nur Kulisse der Handlung, die sich stark auf die Beziehungsebene konzentriert. Wie schon in Ostseeliebe nimmt die Autorin sehr viele Handlungsfäden auf, die jedoch an der Oberfläche bleiben. Im Gegensatz zur stimmungsvollen Herbst- und Winter-Atmosphäre am Meer und den feinen Tönen des Zwischenmenschlichen hapert es im Buch an präzise formulierten und sachlich korrekten Schilderungen technischer Abläufe, sei es das Funktionieren eines Leuchtturms, das Wechseln eines Kameraobjektivs oder der Alltag in einer Buchhandlung. Ob Daniel gelernter Buchhändler ist oder ein Aussteiger, der sich den Beruf später aneignet, bleibt offen. Die Figur Daniel leidet jedoch unter einer Erzählerstimme, die Daniels Arbeitsalltag nicht glaubwürdig schildert. Neben der Korrektur an Kleinigkeiten wie Svea, die ein Boot bezahlt hat_ , dessen Eigner nach einem Drittel des Buches dann (für mich) überraschend Daniel ist, hätte der Roman ein Lektorat verdient, das konsequent alle Themen kürzt, die weder Autorin noch Lektorin präzise schildern können.


Philips HR2093/08 Standmixer (900 Watt, ProBlend 6, Puls- und Ice-Crush-Funktion) Edelstahl
Philips HR2093/08 Standmixer (900 Watt, ProBlend 6, Puls- und Ice-Crush-Funktion) Edelstahl
Preis: EUR 79,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr guter Mixer - mit kleinen Abstrichen, 14. Juni 2016
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Der Philips HR2093/08 Standmixer kommt sicher und dabei unaufwendig verpackt in reyclebarer Polsterung.

Anleitung
-- Die Gebrauchsanleitung in mehreren Sprachen auf einem dünnen Blättchen ist ein Witz und offenbar nicht dafür gedacht, sie für weniger mixerfahrene Familienmitglieder aufzubewahren.
-- In Bezug auf das Spülen des Messereinsatzes ist die Anleitung nicht eindeutig, er ist in der Tabelle zur Reinigung schlicht nicht abgebildet.

Produktabbildung
-- Der abgebildete Teigschaber ist nicht im Lieferumfang enthalten und offenbar auch nicht nachzukaufen.

Das Gerät
--> Der Messereinsatz (aus einem Stück, es gibt keine separate Dichtung) lässt sich wie bei jeder Küchenmaschine komplett herausschrauben.
++ Der reine Glaskrug wiegt 1850gr und lässt sich sehr angenehm handhaben.
++ Glaskrug ist für Verarbeitung heißer Nahrungsmittel ausgelegt.
-- Die Standfüße und die Kabelaufwicklung wirken billig, oben glänzt Edelstahloptik und unten wird geknausert.

Reinigung
Der Messereinsatz gehört nicht in die Spülmaschine, lässt sich unter fließendem Wasser oder in eingeschraubtem Zustand im Krug jedoch gut reinigen.
Der Glasaufsatz lässt sich problemlos in der Maschine spülen.
Der Deckel ist offiziell zwar spülmaschinengeeignet, ich werde das vorsichtshalber lassen.

Ersatzteile
Messereinsatz, Stopfen-Messbecher und "Kragen" sind beim Hersteller zu vernünftigen Preisen nachkaufbar.

Betrieb
++ Im Einsatz ist der Mixer flott und leistungsfähig.
++ Mit dem separaten Crushed-Eis-Programm kann man auch Knoblauch, Ingwer, evtl. Nüsse zerkleinern.
--> Da Nussmus häufig in vegetarischen Rezepten benötigt wird, wäre hier eine klare Ansage des Herstellers wünschenswert.

Fazit
Ein solider Mixer in asymmetrischem Design für alle Anforderungen (Marmelade, Suppe, Babynahrung, Eiswürfel), schwächlichen Saugnäpfen als Gerätefüße, fummeliger Kabelaufwicklung und nicht sehr kundenfreundlicher Betriebsanleitung.


Augustas Garten: Roman
Augustas Garten: Roman
Preis: EUR 13,99

5.0 von 5 Sternen Wenn Kriegskinder selbst Kinder erziehen - großartiges Porträt einer Fünfjährigen, 12. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Augustas Garten: Roman (Kindle Edition)
Augustas Mutter ist mit ihrer fünfjährigen Tochter zu einem neuen Partner gezogen. Auf Fragen, wann Augusta wieder in ihr vertrautes Zuhause ziehen und wann sie ihren Vater wiedersehen wird, antwortet die Mutter ausweichend 'bald'. Über ihre Beziehung zu Eduard hüllt sie sich in Schweigen, zumindest kommt bei Augusta nichts darüber an. Bei Eduard soll das kleine Mädchen sich anpassen, respektvoll und leise sein. Augusta fühlt sich in seinem Haus nicht wie ein Kind, eher als Besuch. Die Beziehung der Erwachsenen schließt Augusta und ihre Gefühle aus. Eduard wirkt geradezu altmodisch streng. Moralischer Druck - aus Richtung von Augustas Mutter - ist spürbar, dass Augusta doch möglichst Eduard in die Kirche begleiten sollte, selbst wenn die Mutter das nicht tut. Die Kleine sieht nur einen Ausweg, sie erträumt sich einen Fantasiegarten und schafft sich einen imaginären Freund, der in diesem Garten lebt.

Der Focus der Geschichte richtet sich auf Denken und Fühlen einer Fünfjährigen, der nicht erklärt worden ist, warum ihre Eltern sich getrennt haben. Doch bald wird deutlich, dass die Eltern Barbara und Andreas beide während des Zweiten Weltkriegs geboren und Kinder von Kriegsteilnehmern sind. Ihre Väter haben die Kriegserlebnisse in sich verschlossen, kannten vermutlich auch keinen anderen Weg der Verarbeitung. Die folgende Generation lernte in der Nachkriegszeit nur strenge, hart strafende Väter kennen und Mütter, die dazu schwiegen. Sie selbst haben als Kriegskinder den Umgang mit ihren Gefühlen und Enttäuschungen nicht gelernt und erziehen nun eine neue Generation von Kriegsenkeln. Dass Andreas auf der Suche nach seinem im Krieg verschollenen Vater ist, erfährt Barbara nur zufällig, gesprochen wird über ihre Familiengeschichten offenbar nicht. Den Kontakt zu ihren eigenen Empfindungen als Kind hat Barbara verloren; denn auch sie hat sich als Kind ungerecht behandelt gefühlt. Augusta durchbricht die sich abzeichnende Wiederholung des Familienschicksals. Sie fühlt sich bei Eduard und ihrer veränderten Mutter nicht willkommen - und darüber hinaus von Mutter Barbara belogen. Mit kleinem Gepäck macht sie sich auf den Weg zu ihrem Vater und setzt damit eine dramatische Entwicklung in Gang.

In ihrem bewundernswerten Einblick in die Gefühlswelt einer Fünfjährigen lässt Andra Heuser ihre Leser mit Augusta und wie Augusta fühlen. Die zeitlose Geschichte eines aus seiner vertrauten Umgebung herausgerissenen Kindes zeigt beispielhaft, wie Sprachlosigkeit und fehlende Einfühlung in andere über Generationen weitergegeben werden kann. Die Sprache hat mich nicht vollständig überzeugt, sie könnte - harmonierend mit Augustas gradlinigen Gedanken - an einigen Stellen knapper sein. Inhaltlich ein großartiges Porträt einer Fünfjährigen.


Bobby: Roman
Bobby: Roman
von Eddie Joyce
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,99

4.0 von 5 Sternen Sehr emotionaler Familienroman und Denkmal für im Einsatz vermisste Feuerwehrleute, 11. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Bobby: Roman (Gebundene Ausgabe)
Zu Bobby juniors Geburtstag wird die gesamte Familie Amendola zusammentreffen. Sein Vater, Bobby senior, ist als Feuerwehrmann beim Anschlag auf das World Trade Center ums Leben gekommen. Seitdem hat Tina Amendola mit Unterstützung ihrer Schwiegermutter ihre Kinder allein erzogen. Nach langer Trauerphase ist Tina frisch verliebt und will vor dem geplanten Kindergeburtstag Gail endlich diese Nachricht anvertrauen. Schlimmer noch als das Gespräch mit Gail wird das mit Bobbys Bruder Franky für Tina sein. Dass Wade, Tinas Neuer, ein guter Freund von Bobbys Bruder Peter ist, bringt alte Familiengeschichten und alte Schuldgefühle innerhalb des Amendola-Clans zum Vorschein. In Rückblenden in die Kindheit der Brüder Amendola und in die ersten Ehejahre von Gail und Bobby senior entfaltet Eddie Joyce die Geschichte einer irisch-italienischen Einwanderer-Familie. Zugleich erzählt er von New Yorks fünftem Stadtteil Staten Island, der von Manhattan aus gesehen stets leicht hochnäsig als provinziell betrachtet wurde. Gail, die selbst aus einer irischen Familie stammt, hat sich durch die enge Beziehung zu ihrer eigenen Schwiegermutter zu einer klassischen italienischen Mama entwickelt, vermutlich emotionaler und italienischer als eine Italienerin je sein könnte. Die Brüder Amendola verkörpern fast lehrbuchhaft unterschiedliche Typen innerhalb einer Geschwisterreihe: Peter, der immer von der Insel fort wollte und Karriere in einer angesehenen Kanzlei in Manhattan macht, Bobby, der beruflich dem Vater nacheifert und zu Gails Befriedigung auf der Insel bleibt, und schließlich Franky, das ewige Sorgenkind, das unter die Räder geraten ist.

Eddie Joyce wählt hier seinen eigenen Stadtteil als Schauplatz und zoomt in das Leben einer italienischen Familie nach 9/11, wie sie nicht typischer für New York sein könnte. Psychologisch höchst interessant, wie das Familiengefüge durch Bobbys Tod wegbricht und wie erst sein Tod ein Nachdenken ermöglicht, inwieweit die Eltern Amendola Schuld am Schicksal ihrer Söhne tragen könnten. Eine italienische Matriarchin kann nur schwer ohne stereotype Wirkung auftreten - und der Roman kommt nicht ohne typisch amerikanisches Pathos aus. Als Denkmal für im Einsatz vermisste Feuerwehrleute und als Roman Staten Islands ein gelungenes Buch.

Zitat
"Die Farbe der Nacht geht von Schwarz in dunkelstes Blau über. Der Morgen gaut. Der Tag wird erst über Long Island anbrechen und auf dem Weg über die Stadtbezirke zuletzt Staten Island erreichen. Ihr Blick richtet sich auf die Insel, die noch in tiefem, wisperndem Dunkel liegt. Der einzige Fleck, der für sie jemals Zuhause war. Sie wünschte, sie könnte das Morgengrauen aufhalten, das Licht daran hindern, die Verrazano[-Bridge] zu überqueren, den Tag aufhalten und die unvermeidliche Traurigkeit, die er allen bringen würde, die sie liebt." (Seite 70)

°°° kostenloses Rezensionsexemplar °°°


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