17 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Solide - nicht mehr, aber auch nicht weniger, 9. März 2009
Drei Jahre sind seit Treshold vergangen - jetzt sind HammerFall zurück. No Sacrifice, No Victory mit neuem Gitarristen. Um das Ergebnis vorwegzunehmen. Es ist mal wieder HammerFall drin, wo HammerFall (in immer übertriebener Verpackung) draufsteht. Doch im Einzelnen:
Track One - Any Means Necessary
Poppig fällt mir dazu ein, wenn ich es böse meine - eingängig wenn man es gut meint. Anständiger Opener der da hingeht, wo er hingehört - ins Ohr (da bleibt er auch) 7/10
Track Two - Life Is Now
Der Anfang ist ganz nett und man denkt, gleich geht es in einen anständigen HammerFall Chor-Refrain über aber dann muss man feststellen, dass es offenbar gar keinen Refrain gibt... Und mit Edguy hat das ganze auch nichts zu tun. Für mich der schlechteste Titel des Albums. Ohne Druck, ohne Wiedererkennungswert... 3/10
Track Three - Punish And Enslave
Es wird wieder besser, pumpt am Anfang anständig im Midtempo und ist für mich der erste Song mit den HF-Trademarks, netter Groove, geiler Gesang und der Chor an der richtigen Stelle. Hier singt Joacim im mittleren Teil sogar etwas rauer, was ihm gut zu Gesicht steht! 7,5/10
Track Four - Legion
Mein Favorit. Geiles Intro, alles irgendwo schon mal gehört aber trotzdem schön. Nach dem Intro wird das Tempo nun nach dem Opener mal wieder ordentlich angezogen. Dürfte bei der Tour im Liveset zu finden sein und für ne Menge Pommesgabeln sorgen! Das Gitarrensolo ist doch HammerFall-untypisch, hat man so noch nicht gehört, dürfte dann wohl auf den neuen Gitarrero zurück zu führen sein! Geiler Song, geht ins Bein und den Nacken - 9/10
Track Five - Between Two Worlds
Hm, eine Orgel am Anfang, klingt wie eine Prozession, mir ist das Intro zu lang. Sollte wohl ein "Glory To The Brave" und ein "The Fallen One" werden. Die Akustikgitarre nervt, ich kann dem Song nicht viel abgewöhnen. Nix gegen eine Ballade von HF, aber es will auch nicht beim 10ten Durchlauf zünden... 4/10
Track Six - Hallowed Be My Name
Ja, das stampft anständig. Perfekter Song für nen Becher Bier beim Konzert - nicht zum Werfen sondern zum gemütlichen Trinken und dabei mit dem Fuß Wippen. Schnörkellos, Tempo bleibt konstant, feines Soli 9/10
Track Seven - Something For The Ages
Wieder ein Tritt aufs Gas - Joacim darf sich hier mal ausruhen. Solides Instrumental, das zeigt, was die Musiker draufhaben. Der Song hätte aber mit Gesang 'ne geile Nummer werden können. Abstriche gibt es für den Midpart, wo man mal ordentlich bei Stratovarius abgekupftert hat... Ein bischen Primal Fear am Ende gibt es auch ncoh oben drauf. Es gefällt trotzdem 7/10
Track Eight - No Sacrifice, No Victory
Der Song zum Albumtitel. Vom Tempo wieder im mittleren Bereich, ungefähr wie Track 6. Gesungen wird mal wieder von nem Rainbow, wohl ein kleine Anspielung auf "Legacy Of Kings". Typisch HammerFall. Der Refrain könnte eingängiger sein. 7/10
Track Nine - Bring The Hammer Down
Wieder mal Midtempo. Sauberes Riffing, sehr chorlastig. Trotzdem muss man an "Let The Hammer Fall" denken. Kleines Bass-Solo welches in ein doppeltes Gitarrensolo übergeht. Das weiss zu gefallen, mehr davon! 8/10
Track Ten - One Of A Kind
Der schnellste Song des Albums! Da dürfte sich der Schlagzeuger mal gefreut haben. Aber was macht der Song am Ende des Albums??? Genau - die schnellste Nummer ist auch die längste... Tight, groovt, treibt! Joacim kann hier seine Stärken ausspielen. Der Song wird am Ende ruhig um dann - wie überraschend - nochmal anständig zu explodieren. Geile Gitarren. Ein Song dieser Sorte in einer kurzen Variante hätte dem Album gut getan... 7,5/10
Track Elven - My Sharona
Naja, das ist so überflüssig wie ein Kropf... Masterpieces??? Füller... Toll umgesetzt, trotzdem 3/10
Spiellänge:
Zieht man das Cover "My Sharona" ab, bleiben unter dem Strich 45 Minuten, das geht besser!
Produktion:
Die Drums klingen etwas kraftlos, es dürfte knackiger sein. Habe kurz davor Treshold gehört, die Produktion ist dort dichter und kompakter. No Sacrifice ist stellenweise etwas breiig, die Gitarren jedoch sind prima eingespielt, der Bass ist HammerFall-typisch eher zurückhaltend, ohne als fehlend empfunden zu werden.
Alles in Allem habe ich mir mehr erwartet, ohne zu denjenigen zu gehören, die älteren Alben nachweinen. Einen richtigen Hit vermisse ich. Die Gitarrenarbeit hat Potential. HammerFall können es besser! Solide bleibt es trotzdem.