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Mechatronik HS Reutlingen

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Making Things See: 3D vision with Kinect, Processing, Arduino, and MakerBot (Make: Books)
Making Things See: 3D vision with Kinect, Processing, Arduino, and MakerBot (Make: Books)
von Greg Borenstein
  Taschenbuch
Preis: EUR 24,95

5.0 von 5 Sternen Sehr gelungenes Buch rund um einen faszinierenden Sensor, 23. August 2013
Die Ähnlichkeit zum Buch „Making Things Talk“ aus der gleichen Reihe ist zwar vorhanden aber nicht so groß wie man auf dem ersten Blick vermutet.
Hier bei „Making Things See“ nimmt das „Physical Computing“ einen viel kleineren Raum ein.
Dieses Buch befasst sich im Wesentlichen mit der 3D Stereoskopie Kamera Kinect und wie man mit der Open Source Software Processing inkl. der (kostenlosen) Treiber/Bibliotheken von OpenNI deren Aufnahmen auslesen und weiterverarbeiten kann.

Die Kinect ist ein Zubehörteil zur Spielekonsole xBox von Microsoft und kann für ca. 140 € getrennt erworben werden. Alleine das ist schon eine Sensation, denn bisher waren 3D Kameras mit ähnlichen Leistungsdaten mehr als 10 Mal so teuer.
Diese Buch benutzt die Processing Bibliothek „SimpleOpenNI“, die im Gegensatz zur Bibliothek „OpenKinect“ nicht auf Apple PCs beschränkt ist. Somit wird hier sowohl eine Programmierumgebung (Processing) als auch Treiber (OpenNI) verwendet, die unter allen gängigen Platformen Windows, Linux und Appel PC funktionieren.

Im Buch wird sehr gut beschrieben, welche Software (Freeware) benötigt wird und wie man diese installiert, so dass man schon in kurzer Zeit sich 3D-Bilder auf dem Bildschirm anschauen kann. Auch die Kinect Kamera an sich wird in dem Buch ausreichend gut erklärt, so dass man deren Vor- und Nachteile schnell verstehen kann.
Dass es mit der Aufnahme und Darstellung von 3D-Bildern noch lange nicht getan ist, zeigt das Buch dadurch, indem diese Thematik nur etwa das erste Drittel einnimmt.

Fast genau so wichtig ist die Weiterverarbeitung der Bilder auf dem Computer, um die gewünschten Informationen aus den Bildern zu extrahieren. Konkret heißt dies z.B.: Bei der Aufnahme einer Person wird die Position deren rechten Hand ermitteln, um damit (ähnlich wie bei einer Spielekonsole) im Processing-Programm einen Button anklicken zu können. Die OpenNI „Treiber“ beinhalten für die Erkennung der Hand Bibliotheken, welche dann aus Processing heraus mit wenigen Codezeilen angesprochen werden.

Letztendlich kann man durch dieses Buch am Ende eine Bildschirmanimation programmieren, die durch Körperbewegungen gesteuert wird – also eigentlich ein einfaches Spiel ähnlich den Kinectspielen auf einer xBox.
Revolutionär hierbei ist, dass man dafür praktisch keine Informatik-Vorkenntnisse braucht. Das Buch beschreibt nicht nur Schritt für Schritt, was die einzelnen Codezeilen bedeuten sondern erklärt auch die theoretischen Hintergründe, z.B. wie man aus Punktwolken 3D Flächen erzeugt.

Ich bin begeistert, wie gut und leicht verständlich hier die wesentlichen Themenbereiche rund um Kernthema 3D-Bilderfassung dargestellt werden.
Darüber hinaus hat das Buch viele neue Informationen selbst für Fachleute auf dem Gebiet der optischen Messtechnik.

Ein weiteres Thema des Buchs ist die Erstellung von 3D-Modellen, die auf aufgenommenen Bildern basieren und dann über einen 3D-Drucker „ausgedruckt“ werden können. Der Abschnitt über die 3D-Drucker gehört aber nicht unbedingt zu den Highlights dieses Buchs...

Im letzten Viertel befasst sich der Autor dann mit dem „Physical Computing“, sprich wie das Ergebnis der Bildverarbeitung über einen Arduino Mikrocontroller z.B. in eine Bewegung eines Roboterarms (do-it-yourself aus zwei Modellbauservos gebaut) umgesetzt wird. Konkret heißt das beispielsweise: Man stellt sich vor die Kinect und steuert durch Bewegung des Kopfs die Position des Roboterarms, und dieser zeichnet diese Bewegungsspur mit einem Stift auf einem Papier nach.
Auch hierbei vermittelt der Autor das nötige Hintergrundwissen (z.B. Roboterkinematik). Für die Funktion der Soft- und Hardware ist dieses Verständnis jedoch nicht Voraussetzung. D.h. man kann dieses Buch auch so nutzen, dass man die Beispielprogramme abtippt/herunterlädt und diese dann als Ausgangsversion für ein eigenes Projekt nutzt.

Insgesamt ist dieses Buch sehr gut gelungen und ist von sehr hoher inhaltlicher wie didaktischer Qualität. Es ist auch sehr gut als Einstieg in dieses Thema geeignet, wenn man anschließend z.B. über Matlab oder C-Programmierung tiefer einsteigen will (was man auch muss, wenn man wirklich leistungsfähige Programme erstellen will). Selbst hierzu gibt der Autor am Ende noch einige wertvolle Tipps.

Wir verwenden dieses Buch an der Hochschule Reutlingen im Bereich Mechatronik u.a. für Studentenprojekte.


Getting Started with Processing
Getting Started with Processing
von Casey Reas
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Optimales Buch für Programmiereinsteiger - auch zum Lernen von Basiswissen, 18. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Getting Started with Processing (Taschenbuch)
Außerhalb der DIY („Do It Yourself“) oder Künstlerszene ist die „Programmiersprache“ Processing recht unbekannt. Ich selbst bin erst über Arduino-Projekte darauf gestoßen.
Grob gesagt, ist Processing eine weitgehend vereinfachte Programmiersprache (ähnlich C oder Java, aber ohne die komplizierten Dinge wie Pointer, Objekte usw.), um auf dem Bildschirm interaktive Grafikdarstellungen zu erstellen. Dies können z.B. Animationen für Computerspiele oder auch grafische Darstellungen von Messwerten sein.
Der große Vorteil von Processing ist für meine Arbeit als Dozent im Hochschulbereich Mechatronik dessen Nähe zur Arduino-Entwicklungsumgebung: Dadurch spielt sich die Interaktion mit den Grafikdarstellungen nicht nur über die Computermaus sondern auch über Sensoren/Aktuatoren ab, welche mit der Arduino Mikrocontrollerplatine verbunden sind.

Diese Buch ist von den Processing-Vätern verfasst worden. Das alleine ist schon ein Qualitätsmerkmal. Darüber hinaus ist es aber absolut verständlich geschrieben: Es eignet sich sogar für Neulinge ohne jegliche Grundkenntnisse in einer Programmiersprache. Es ist didaktisch sehr gut aufgebaut mit vielen Beispielen, die aufeinander aufbauen und Stück für Stück komplexer werden.
Die wichtigsten Basiskonzepte der Programmierung wie Schleifen, Bedingungen, Funktionen usw. sind hier sehr gut im Kontext von Grafikdarstellungen erklärt. (Beispiel: Eine Funktion wird geschrieben, um ein bestimmtes Muster zu zeichnen. Danach wird eine Schleife verwendet, um dieses Muster rasterartig auf dem Bildschirm zu wiederholen.)

Das Buch ist also nicht nur ein sehr gutes Processing-Nachschlagewerk, sondern auch ein Basis-Programmierkurs für Einsteiger.
Für einen halbwegs erfahrenen Programmierer ist das Buch zwar auf einem zu tiefen Level. Jedoch ich selbst benutze es trotzdem als Nachschlagewerk, da ich das Nachschauen in einem Buch angenehmer finde als auf einer Internetseite (deren Inhalte jedoch inzwischen wesentlich aktueller sind).

Die Aktualität ist vielleicht das größte Manko dieses Buchs: Seit dem Erscheinungsjahr 2010 hat sich Processing wesentlich weiter entwickelt: Im Buch noch völlig unerwähnt ist leider der Android-Modus: Damit kann man (ebenfalls ohne großes Vorwissen) einfache Android-Apps über Processing erstellen.
Was mich dabei sehr begeistert hat: Praktisch alle Beispiel in diesem Buch lassen sich 1:1 auch im Android-Modus kompilieren und dann auf einem Smartphone ausführen. Das Berühren des Bildschirms ersetzt in diesem Fall nur den Mausklick. Großes Lob an die Processing Entwickler für diese Abwärtskompatibilität.
Daher (und weil es auf dem Büchermarkt keine Alternative gibt) verwenden wir an der Hochschule Reutlingen dieses Lehrbuch für Schüler- und Studentenprojekte auf dem Gebiet des „Physical Computing“ mit Android Smartphones.

Der Grund wieso ich nur 4 Sterne vergebe ist einerseits die o.g. mangelnde Aktualität aber andererseits auch der Schwarzweißdruck des Buchs – heutzutage sollte für ein Buch über Grafikprogrammierung doch der Farbdruck nicht etwa an den Druckkosten scheitern... ;-)


Rapid Android Development: Build Rich, Sensor-Based Applications with Processing
Rapid Android Development: Build Rich, Sensor-Based Applications with Processing
von Daniel Sauter
  Taschenbuch
Preis: EUR 22,95

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Android Apps erstellen ohne den üblichen Anfängerfrust, 13. Juli 2013
In Studiengang Mechatronik an der Hochschule Reutlingen verwende ich zunehmend Android Smartphones in der Lehre. Die Gründe dafür sind folgende:
- Androidgeräte sind preiswert (als Multimediaplayer ohne Telefonfunktion ca. 130 €),
- sie haben einen Bildschirm mit „Touch“ Funktion,
- sie haben viele integrierte Sensoren sowie eine Kamera,
- sie können mit anderen Geräten oder mit dem Internet über WiFi, Bluetooth usw. kommunizieren,
- ihre Rechenleistung ist der eines fünf Jahre alten PCs ebenbürtig,
- die nötige Entwicklungsumgebung ist kostenlose und quelloffen.

Der große Nachteil der Androidprogrammierung ist die hohe Komplexität der dafür nötigen Entwicklungsumgebung „Eclipse“ zusammen mit der sogenannten „Android SDK“ und diversen anderen noch nötigen Tools. Wenn man zusätzlich nicht sattelfest in der objektorientierten Programmierung ist, dann führt leider ein recht langer und steiniger Weg zur ersten App :-(

Da unsere Mechatronik-Studenten keine Informatikstudenten sind, kommt dieser übliche Weg zur Android App alleine schon aus Zeitgründen nicht in Frage.

Genau hier setzt aber dieses Buch an:
Das Kernthema dieses Buchs - die Entwicklungsumgebung „Processing“ - ist der vollwertige Ersatz für Eclipse, um die wesentlichen Lernziele in Sachen App Programmierung zu erreichen:
- wie die Benutzerinteraktion über einen Bildschirm funktioniert.
- wie man einfache Animation erstellt.
- wie man interne Sensoren ausliest.
- bis hin zur Kommunikation mit externen Mikrocontrollern via Bluetooth.

In dem Buch wird Schritt für Schritt gezeigt, wie man mit einfachsten Mitteln ohne Java-Kenntnisse und ohne Informatikfachwissen Android Apps erstellen kann. Das fängt an mit einfachen interaktiven „Grafik-Spielereien“ und endet bei fast schon professionellen Apps, die auf Datenbanken zugreifen.
Die vielen Beispiele bauen aufeinander auf und werden bis zum Ende des Buchs immer komplexer.
Als einzigen Detailinhalt habe ich nur die Verbindung zum „Physical Computing“ vermisst, also z.B. wie ein Smartphone mit einem Arduino Mikrocontroller kommunizieren kann (siehe z.B. „Making Things Talk“ von T. Igoe).

Das Buch ist aber auch wertvoll für den, der am Ende den „professionellen“ Weg der Androidentwicklung weiter gehen will: Alle Beispiele lassen sich als Eclipse-Projekte exportieren, so dass man nichts umsonst gelernt hat und nahtlos tiefer in das Thema eintauchen kann.
Sehr gelungen finde ich am Beginn des Buches den Vergleich von Processing im Java-Modus (die App läuft dann auf dem PC) zum Android-Modus (selber Quellcode läuft auf einem Smartphone). Damit wird didaktisch sehr gut die Ähnlichkeit von Smartphones zu PCs gezeigt.

Im Gegensatz zur iPhone Welt sind Androidgeräte von ihrer verbauten Elektronik sehr heterogen. Aus diesem Grund darf man bei diesem Buch nicht erwarten, dass alle Beispiele auf jedem Android Smartphone oder Tablet gleich, gleich gut oder überhaupt laufen. Auf meinem Motorola Defy+ laufen z.B. die Kamera Apps nicht (was aber in Foren ein bekanntes Problem ist).
Aus diesem Grund muss ich leider den großen Enthusiasmus des Autors in Sachen Geräte bzw. Versionsunabhängigkeit etwas dämpfen.
Wenn man als Dozent auf solche Probleme stößt, dann lassen sich diese oft durch einige Internet-Recherchen klären. Für Studierende sind solche Probleme aber sehr sehr frustrierend.

Dies ist die andere Seite der Medaille: Auf der einen Seite nimmt einem Processing die gefühlt „tausend“ nötigen Einstellungen unter Eclipse ab. Auf der anderen Seite hat man mit Processing aber fast keine Möglichkeit, einen Fehler in einer App zu finden.

Mein Fazit: Für (vom Dozenten gut vorbereitete) Studentenprojekte ist dieses Buch sehr gut geeignet. Auch für den Einstieg in die Androidprogrammierung (ohne viel Informatik-Vorkenntnisse) ist dieses Buch die schmerzloseste Variante der vielen „Android-Einsteiger-Lehrbücher“.

Um weitgehend „bugfreie Apps“ zu erstellen die auf möglichst vielen Androidgeräten laufen, kommt man jedoch um die Entwicklung unter Eclipse am Ende nicht herum. Aber hierfür ist dieses Buch zumindest ein guter Einstieg.


Making Things Talk: Using Sensors, Networks, and Arduino to see, hear, and feel your world
Making Things Talk: Using Sensors, Networks, and Arduino to see, hear, and feel your world
von Tom Igoe
  Taschenbuch
Preis: EUR 22,95

5.0 von 5 Sternen Für mich das Standardwerk in Sachen "Physcal Computing", 23. März 2013
Diese Buch ist für mich das Standardwerk in Sachen „Physical Computing“. Physical Computing bedeutet, ein Programm nicht nur isoliert auf einem Computer oder Mikrocontroller ablaufen zu lassen. Vielmehr soll es über Sensoren und Aktoren mit seiner Umwelt kommunizieren. Dies ist eine Kombination aus Mechanik, Elektronik und Informatik, was als Ausbildungs-/Studienfach mit dem Begriff Mechatronik bezeichnet wird.
Mechatronik ist normalerweise recht teuer und selten Open Source, was man immer dann erlebt, wenn mal wieder irgendein Aggregat im Auto nicht funktioniert... ;-)

Dieses Buch hier behandelt jedoch die Mechatronik auf Basis der Open Source Hard- und Software Plattform Arduino. D.h. Mechatronik für wenig Geld und allen Informationen verfügbar, um das System zum Laufen zu bringen.
Es besteht aus einer Reihe von Projekten, die auch Leute ohne Ingenieursausbildung erfolgreich realisieren können. Dabei können sie sich professionelles Wissen auf dem Gebiet der Mechatronik aneignen.
Zum Beispiel wird in einem Projekt gezeigt, wie man ein Stofftier mit Sensoren ausstattet, diese Sensoren über den Arduino Mikrocontroller ausliest, via Bluetooth-Funktechnik an einen PC sendet und dort damit ein selbst programmiertes Retro-Videospiel über die Armposition des Stofftiers steuert. Dafür ist Elektronik im Wert von ca. 40 € und ansonsten nur Open Source Freeware nötig (sowohl für das Programmieren des Mikrocontrollers als auch für die Grafikprogrammierung des Spiels).

Dieses Buch ist sehr ansprechend gestaltet und enthält viele Bilder. Didaktisch ist es derart gut, dass man wirklich nur absolute Grundkenntnisse in Elektronik und C-Programmierung braucht, um ein solch komplexes Projekt wie oben beschrieben zum Erfolg zu führen.
Aber auch für Leser auf Hochschulniveau bietet das Buch zu fast jedem Thema vertiefende Informationen.
Daher verwenden wir dieses Buch sogar im Bachelorstudium der Mechatronik an der Hochschule Reutlingen, z.B. in einem Praktikum auf dem Gebiet der Sensortechnik. Mir als Dozent hat dieses Buch geholfen, die ansonsten manchmal farblosen Praktika für die Studenten ansprechend und motivierend zu gestalten.

Der Autor Tom Igoe, ein Mitbegründer der Arduino-Plattform, ist schließlich eine weiterer Hinweis auf die hohe Qualität dieses Buchs.

Wie zu allen Büchern dieser Reihe „Learning by Discovery“ gibt es eine Internetseite mit weiterführenden Informationen und auch dem Quellcode der Projekte zum Herunterladen. Gerade Letzteres finde ich sehr wichtig, denn man lernt am besten, wenn man ein bestehendes Programm abändert und nicht, indem man einen Quellcode aus einem Buch abtippt...


Eclipse IDE - kurz & gut
Eclipse IDE - kurz & gut
von Ed Burnette
  Broschiert

3.0 von 5 Sternen Eher als Nachschlagewerk für erfahrene Programmierer geeignet, 23. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Eclipse IDE - kurz & gut (Broschiert)
Als ich dieses Buch in einem Online Shop gesehen hatte, kam es mir sehr preiswert vor. Als ich es dann in der Hand hatte wusste ich warum: Das Buch hat das Format eines Taschenbuchs und zählt „nur“ ca. 150 Seiten. Es ist also definitiv kein ausführliches Lehrbuch sondern ein kompaktes Nachschlagewerk, das man beim Programmieren neben die Tastatur legt.
Eclipse ist meiner Ansicht nach die am weitesten verbreitete Entwicklungsumgebung (=“IDE“) nicht nur für Java sondern für eine ganze Reihe von Programmieraufgaben. An der Hochschule Reutlingen im Studienbereich Mechatronik verwende ich als Dozent Eclipse z.B: für die Android-Programmierung oder für das Programmieren von Mikrocontrollern.
Diese Buch beschränkt sich ausschließlich auf Eclipse für die Programmierung in Java. Möchte man z.B. Android Apps programmieren, was ja zum Großteil in Java geschieht, so ist man mit diesem Buch jedoch nicht sonderlich gut bedient.

Generell ist mir der Sinn dieses Buches nicht so ganz klar geworden:
Für den Neu-Einstieg in Eclipse ist es definitiv nicht geeignet. Es ist z.B. noch nicht einmal erklärt, wie man Projekte schließen, umbenennen oder löschen kann.
Steigt man gleichzeitig auch neu in einer Programmiersprache ein, dann ist man erheblich besser bedient mit einem Buch, das die Programmiersprache und Eclipse gleichzeitig erklärt.
In diesem Sinne empfehle ich für Android unter Eclipse z.B. das Buch „Java für Android“ von C. Bleske.

Gut an dem Buch „Eclipse IDE – kurz & gut“ finde ich die eindeutige Empfehlung des Übersetzers (?) bei der englischen Sprachversion von Eclipse zu bleiben. Studenten bevorzugen oft deutsche Übersetzungen, doch die Verwendung derselben führt beim Programmieren meist zu einem kompletten Chaos, da die Hilfen aus Büchern und aus dem Internet mehrheitlich englischsprachig sind.

Das Buch behandelt zu einem erheblichen Teil auch Funktionen von Eclipse wie z.B. die Quellcodeverwaltung, die man zumindest als Student am Anfang zum Glück noch nicht braucht.

Zusammenfassend ist dieses Buch also weniger für Einsteiger und Hobbyprogrammierer geeignet. Es leistet gute Dienste als Nachschlagewerk für Leute, die schon Grundkenntnisse besitzen und eher professionell Java-Programme entwickeln.


Arduino Kochbuch
Arduino Kochbuch
von Michael Margolis
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 44,90

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Standardwerk, sehr umfassend und sehr gut strukturiert, 23. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Arduino Kochbuch (Gebundene Ausgabe)
Der Arduino ist inzwischen die bedeutendste und auch die beste „Physical Computing“ Plattform in der Lehre an Schulen und Hochschulen sowie für „Bastler“. Selbst in der Industrie werden Arduinos sehr oft für Prototypen-Aufgaben verwendet.
Physical Computing bedeutet, dass man ein Programm nicht nur isoliert auf einem Computer oder Mikrocontroller abläuft sondern über Sensoren und Aktoren mit seiner Umwelt kommuniziert – letztendlich also die Kombination aus Mechanik, Elektronik und Informatik, was als Ausbildungs-/Studienfach mit dem Begriff Mechatronik bezeichnet wird.
An der Hochschule Reutlingen im Studienbereich Mechatronik verwenden ich als Dozent Arduinos in der Vorlesung, in den Praktika, in Abschlussarbeiten und in Schülerprojekten.
Die Komplexität dieser Projekte reicht von Programmen, die einfach nur eine LED blinken lassen bis zu komplexen autonomen Roboterflugzeugen mit Android Smartphones als Bedienterminals.

Der Arduino steht bei diesen Projekten im Mittelpunkt – was liegt also näher als hierfür dieses Buch zu verwenden, bei dem ebenfalls der Arduino das zentrale Thema ist.
Und ich kann nur sagen, dass sich diese Buch auf jeden Fall bezahlt macht. Man erhält zwar alle Informationen darin auf irgend einer Wiki-Seite oder in irgend einem Forum. Doch hier in diesem Buch sind alle Informationen gebündelt, didaktisch gut aufbereitet und gut strukturiert.
Die Zeitersparnis beim Nachschauen in diesem Buch gegenüber dem ewigen Verirren auf den von Google vorgeschlagenen Internetseiten ist enorm. Ein weitere Vorteil dieses Buches ist es, dass man der Qualität der Inhalte auch vertrauen kann.
Das haben inzwischen auch viele meiner Studenten erkannt, weshalb die für die Bibliothek bestellten Exemplare derzeit permanent entliehen sind.

Dieses Buch ist mit seinen über 600 Seiten sehr umfangreich. Es behandelt sowohl die Hardware Aspekte (z.B. wie man Sensoren oder Schnittstellen anschließt) und gleichzeitig auch wie man den Arduino in seiner C-ähnlichen Sprache programmiert.
Dabei beschränkt sich dieses Buch nicht nur auf Tipps und Beispielprogramme/-schaltbilder sondern erklärt auch die technischen Hintergründe. Die Gliederung der einzelnen Kapitel in „Problem“, „Solution“ und „Discussion“ finde ich sehr gut, dies ist eine Strukturierung die später auch für Praktikumsberichte oder Abschlussarbeiten anwendbar ist.

Problematisch bei diesen Büchern ist lediglich deren geringe Halbwertszeit bezüglich der inhaltlichen Aktualität.: Ende 2012 ist z.B. der neue Arduino Due auf den Markt gekommen. Dieser unterscheidet sich sich erheblich vom Arduino Uno/Duemillanove/Leonardo, auf den sich dieses Buch bezieht. Hier sind die Informationen im Internet natürlich wesentlich aktueller.

Aber bisher (Stand Frühjahr 2013) spielt der neue Arduino in der Lehre und bei den Bastlern nur eine untergeordnete Rolle zumal er auch mehr als doppelt so teuer ist.

Falls jemand schwankt zwischen der deutschen und der englischen Ausgabe dieses Buchs: Ich empfehle eindeutig die Ausgabe in englischer Sprache: Erstens kostet sie erheblich weniger, zweitens lernt man dadurch sehr gut technisches Englisch und drittens sind Datenblätter oder Infos im Internet sowieso in Englisch. Wieso dauernd hin – und herwechseln zwischen den beiden Sprachen?
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 9, 2014 7:41 AM MEST


Make: Arduino Bots and Gadgets: Six Embedded Projects with Open Source Hardware and Software (Learning by Discovery)
Make: Arduino Bots and Gadgets: Six Embedded Projects with Open Source Hardware and Software (Learning by Discovery)
von Tero Karvinen
  Taschenbuch
Preis: EUR 22,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle "Physical Computing" Projekte, Android-Programmierung super erklärt, 23. März 2013
Neben „Making Things Talk“ ist dies ein weiteres sehr gutes Buch aus der Reihe „Learning by Discovery“.
Es zielt auch auf das Thema „Physical Computing“ ab. Physical Computing bedeutet, dass man ein Programm nicht nur isoliert auf einem Computer oder Mikrocontroller abläuft, sondern über Sensoren und Aktoren mit seiner Umwelt kommuniziert – letztendlich also die Kombination aus Mechanik, Elektronik und Informatik, was als Ausbildungs-/Studienfach mit dem Begriff Mechatronik bezeichnet wird.
Mechatronik ist normalerweise recht teuer und selten quelloffen (Open Source), was man selbst schmerzhaft erlebt, wenn mal wieder irgendein Aggregat im Auto nicht funktioniert... ;-)

Dieses Buch hier benutz als Basis die populäre Open Source Hard- und Software Plattform Arduino – also Mechatronik Low Cost und und mit allen nötigen Informationen dazu.
Es besteht aus einer Reihe von Projekten, die man auch ohne Ingenieursausbildung erfolgreich realisieren kann, und womit man sich professionelles Wissen auf dem Gebiet der Mechatronik aneignen kann.
Es ist z.B. ein einfaches Projekt dabei, bei dem ein Gerät entwickelt und gebaut wird, das einen Stalker meldet: Dies ist ein kleines Kästchen mit einem Arduino, einem Ultraschallsensor und einem Vibrations-Aktor (=Vibrationsalarm), das am Rücken an der Gürtelschnalle getragen wird. Der Ultraschallsensor detektiert einen Verfolger, was über einen Vibrationsalarm gemeldet wird.
Dieses einfache „Mechatronik-System“ ist wirklich sehr verständlich mit vielen Bildern von A bis O erklärt.
Es folgen komplexere Projekte, wie Laufroboter oder sogar ein einfacher Fußballroboter.

Was mir aber an diesem Buch besonders gut gefallen hat, sind die Kapitel zur Android-Programmierung und die Kapitel über die Steuerung von Robotern via Bluetooth-Funktechnik.
Ich kenne kein anderes Buch, in dem das Erstellen einer Android App unter Eclipse mit Grafikanimation und Sound so einfach erklärt ist wie in diesem Buch. Zusätzlich zur Benutzung von Eclipse als IDE ist hier ist wirklich fast jeder Abschnitt des Quellcodes erklärt.
Darüber hinaus ist in einem Projekt sehr gut Schritt für Schritt erklärt wie man einen selbstgebauten Arduino-Roboter über die Sensoren eines Android-Smartphones fernsteuern kann. Ich bin begeistert davon, wie gut und einfach diese sehr komplexe Angelegenheit erklärt ist.

Das Buch bietet sowohl auf dem Basisniveau (z.B. wie funktioniert ein Modellbau-Servo?) als auch auf einem sehr hohen Niveau (z.B. wie werden parallele Prozesse in einer App organisiert?) absolut hilfreiche Informationen.

An der Hochschule Reutlingen im Studienfach Mechatronik empfehle ich als Dozent dieses Buch meinen Studenten für den technischen Einstieg in Praktikumsprojekte oder Abschlussarbeiten.

Auch für jeden Bastler ist dieses Buch erstens ein sehr guter Ideen-Fundus und zweitens die optimale Starthilfe, um ein Hobbyprojekt zum Laufen zu bringen.
Es erspart einem endlose Recherchen im Internet und die Frustration, Stunden nach trivialen Fehlern suchen zu müssen. Wie bei jedem Buch dieser Reihe gibt es auch hier wieder weiterführende Infos in Internet (botbook.com). Die Quellcodes liegen dort zum Herunterladen, so dass man zuerst einmal das Projekt aus dem Buch 1:1 nachbauen kann, um anschließend daraus Schritt für Schritt sein eigenes Projekt weiter zu entwickeln.


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