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Rezensionen verfasst von
winterspross "winterspross"

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His Favorite, Vol. 1 (Yaoi Manga)
His Favorite, Vol. 1 (Yaoi Manga)
von Suzuki Tanaka
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,97

5.0 von 5 Sternen Vollkommen irre… aber gut!, 6. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich hatte genug von Standard-Shounen-Ai-Kost und war auf der Suche nach etwas Außergewöhnlichem. Lustig sollte es sein, möglichst realistisch und bitte keine Vergewaltigung im ersten Kapitel… Gefunden habe ich „His Favourite“ - und war begeistert.

Doch was macht den Manga so genial? Das Setting kann es nicht sein, denn zwei Jungs, die in der Schule feststellen, dass sie schwul sind und sich dann ineinander verlieben, sind nicht unbedingt innovativ. Auch in diesem Manga verliebt sich der Schulschönling Sato in den nicht sehr attraktiven Yoshida, der langsam, aber sicher feststellen muss, dass er auch Gefühle für seinen Mitschüler hat.

Die Autorin schafft es allerdings, dem abgelutschten Thema einen neuen Anstrich zu verpassen und macht den aktiven Teil Sato sadistisch-irre und gleichzeitig besitzergreifend, wenn auch wunderschön anzusehen. So einen Charakter gibt es in Shounen-Ai-Mangas öfter, gut, dafür gibt’s keine Pluspunkte in Kreativität. Aber den passiven Teil der Beziehung, Yoshida, unglaublich hässlich darzustellen (und ich meine übel hässlich für einen Shounen-Ai-Charakter, man werfe einen Blick aufs Cover), das ist neu.

Und es ist unglaublich komisch, denn Yoshida weiß, dass er nicht der Attraktivste ist – und alle anderen in seiner Schule wissen das auch. Diese Tatsache führt immer wieder zu absurden Situationen, die teilweise herzzerreißend romantisch, andererseits wieder zum Brüllen komisch sind, denn da werden schon mal Yoshidas nicht vorhandene, da nicht gezeichnete, Wimpern und sein Wissen über deren Absenz durch den Kakao gezogen – man bekommt also den Eindruck, dass sich der Manga im Gegensatz zu vielen anderen Boyslove-Mangas nicht allzu ernst nimmt und das ist auch gut so! ;)

Die Geschichte entwickelt sich langsam, wer also nach detaillierten Yaoi-Szenen im ersten Band Ausschau hält, wird hier nicht fündig werden. Dafür bekommt man eine Geschichte voller Humor, witzigen Charakteren und einem passablen Zeichenstil – auch wenn die Hintergründe zu wünschen übrig lassen, die Charaktere sind gut auseinanderzuhalten. Dazu wird auch noch eine süße Bonusgeschichte über zwei Freunde geliefert.

Fünf Sterne für diese genial irre Story – wer genug hat vom Shounen-Ai-Einheitsbrei, sollte definitiv einen Blick riskieren!


Vegan Cookies Invade Your Cookie Jar: 100 Dairy-Free Recipes for Everyone's Favorite Treats
Vegan Cookies Invade Your Cookie Jar: 100 Dairy-Free Recipes for Everyone's Favorite Treats
von Isa Chandra Moskowitz
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,40

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DAS vegane Cookie-Backbuch!, 13. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eins vorweg: Ich lebe nicht vegan, habe mir dieses Backbuch aber gekauft, da ich mich für veganes Backen interessiere. Im Allgemeinen wird veganem Backwerk ja nachgesagt, dass es trocken ist und „gesund“ schmeckt – Vegan Cookies Invade Your Cookie Jar zeigt aber, dass es auch anders geht.

AUFBAU, AUSSEHEN UND HANDLICHKEIT:

Der Aufbau des Buches ist praktisch, da vor den Rezepten eine Anleitung für perfekte Kekse zu finden ist. Hier findet man Beschreibungen von notwendigem Keksbackzubehör bis hin zu einer Problemlösungsseite, bei der man nachschauen kann, wenn man etwas falsch gemacht hat. Außerdem ist ein Kapitel dabei, wie man verschiedenen Zutaten durch andere ersetzen kann – sehr praktisch für BackanfängerInnen!
Das Buch ist eher klein und kommt mit vielen farbigen Abbildungen daher, sodass man sich gleich vorstellen kann, wie das Endergebnis ungefähr ausschauen sollte. Schön ist, dass die Kekse handgemacht aussehen – sie sind nicht perfekt, aber so ist man nicht frustriert, wenn das eigene Gebackene nicht so hübsch ist wie auf den Fotos. Das Buch lässt sich leicht öffnen, bleibt aber nicht gut offen liegen. Wenn man das Buch außerdem so oft benutzt wie ich, dann werden die Seiten schnell lose.
Problematisch wird das Buch etwas bei den Mengen, da alles in Cups, Tablespoons und Teaspoons angegeben ist. Da ich ein Cup-Set aus Amerika besitze, ist es für mich kein allzu großes Hindernis, die Rezepte nachzubacken, Menschen ohne ein solches werden wohl etwas im Internet recherchieren müssen, um alles mit Hilfe diverser Seiten umzurechnen.

SPRACHE:
Das Kochbuch ist in Englisch verfasst. Das sollte nicht abschrecken, denn die Rezepte sind leicht verständlich, und wenn man erst ein paar neue Vokabel intus hat, geht das Backen ganz von alleine. Besonders lustig sind die Rezeptbeschreibungen, denn sie sind sehr humorvoll, und wenn man etwas besser Englisch kann, dann lohnt es sich, das ganze Buch genau durchzulesen. Die beiden Autorinnen haben wirklich jede Menge Humor!

AUSPROBIERTE REZEPTE:
Toll fand ich, dass wirklich für jeden Geschmack etwas dabei ist. Vom klassischen amerikanischen Cookie bis zu abgedrehten Kreationen findet sich wirklich vieles. Schön ist, dass kein künstlicher Ei-Ersatz verwendet wird. Viele Zutaten lassen sich auch substituieren.

Chocolate Chip Cookies: Wurden bei mir recht fettig, aber nachdem ich sie eine Zeitlang auf Küchenpapier gelegt hatte, ging es.

Cowboy Cookies: Sehr leckere Chocolate Chip Cookies mit Nüssen, die sehr gehaltvoll sind.

Banana Everything Cookies: Schön knusprig und bananig.

Rocky Roads: Einer meiner Favoriten, da die perfekten Chocolate Chip Cookies.

Peanut Butter Crisscrossers: Etwas trocken.

Peanut Butter Agave Cookies: Eher auf der „gesünderen“ Seite.

Call me Blondies: Sehr saftige Minikuchenstücke.

Spiced Sweet Potato Blondies: Hier kann man Süßkartoffeln einmal anders genießen, sehr saftig!

Deluxe Cocoa Brownies: Stellen sogar normale Brownies in den Schatten.

Peanut Butter Chocolate Pillows: Alleine für dieses Rezept sollte man sich das Buch anschaffen. Grenzgenial!

Lazy Samoas: Die waren ganz gut, aber die Glasur ist recht schnell geschmolzen, was das Essen schwierig machte.

MEINUNGEN DER TESTESSER UND TESTESSERINNEN:
Niemand der Nicht-Veganer bemerkte, dass die Cookies ohne Tierprodukte auskamen. Sie wurden allesamt gelobt und gerne gegessen, besonders die Peanut Butter Pillows, die Brownies und die Rocky Roads waren der Hit auf allen Parties, Geburtstagsfeiern und Bake Sales.

Ich würde das Buch wieder kaufen und empfehle es auch allen backbegeisterten Veganern und Nichtveganern weiter.


Himmelwärts: Roman
Himmelwärts: Roman
von Rebecca Hohlbein
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Naja., 23. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Himmelwärts: Roman (Gebundene Ausgabe)
Himmelwärts stammt von der Tochter des berühmten Autors Wolfgang Hohlbein und schreiben kann sie so wie er, das steht fest. Auf über 600 Seiten schafft sie es durchaus Spannung zu erzeugen, denn der Mix aus Fantasy- und modernem Setting macht durchaus Spaß. Angesiedelt ist der Plot in Oberfrankenburg - Vampire, Engel, Dämonen und auch der Teufel persönlich werden losgelassen und geben sich ein buntes Stelldichein. Recht amüsante Dialoge, skurrile Figuren und die komplette unvorhersagbare Handlung machen das Buch zum kurzweiligen Vergnügen - zumindest an manchen Stellen.

Leider trägt die Handlung auch dazu bei, dass der ein oder andere Leser ungläubig den Kopf schütteln und das Buch auf der Stelle einheizen möchte. Hohlbein führt so viele Figuren und Handlungsstränge ein, dass einem ganz schwindlig beim Lesen wird, wenn man ihnen allen folgen möchte. (Die Figurenaufstellung am Beginn des Romans ist hier durchaus hilfreich, wenn man der Geschichte folgen möchte und wieder einmal nicht weiß, wo man all die Volchoks, Olegs, Lennarts hintun soll, die das kleine deutsche Dörfchen bevölkern.)

Die Namen der Charaktere und die Charaktere selbst sind das nächste Problem: Kein einziger Charakter des Romans scheint einen normalen Namen zu haben, auch haben sie alle mehr oder weniger skurrile Eigenschaften, Hobbys oder sehen einfach merkwürdig aus. Das wirkt nicht sehr glaubwürdig auf den Leser, auch wenn man schon anerkennen muss, dass die Autorin über eine sehr ausgeprägte Fantasie verfügen muss, da sie wirklich alle Charaktere (ja, auch die komplett unwichtigen!) mit einer interessanten Hintergrundgeschichte, Macken und besonderen Kennzeichen ausstattet. Das ist auf die Dauer sehr anstrengend und leider geht der Witz wie in anderen Werken (z.B. Trix Solier oder die Scheibenweltromane) nur in den seltensten Fällen auf - teilweise sind die Beschreibungen zwar ganz lustig, aber oft wird der Humor regelrecht mit dem Holzhammer in das Hirn des armen Lesers geprügelt.

Weiters schreibt die Autorin in einer merkwürdig anmutenden antiquierten Sprache. Diese steht in interessantem Kontrast zum modernen Setting und zeugt sehr schön vom linguistischen Können Hohlbeins, trägt aber zum Verständnis gewisser Szenen nicht unbedingt bei.

All diese Kritikpunkte sind aber vergleichsweise harmlos, wenn man sie mit den sinnlos brutalen Toden der unzähligen Haupt- und Nebencharaktere vergleicht, die in regelmäßigen Abständen im Buch stattfinden. Da sterben russische Bösewichte, freundliche Ärzte, todkranke Mütter und altersschwache Katzen auf die grausamste (wenn zugegebenermaßen aber sehr skurrile) Weise, nachdem sie zuvor seitenweise lang und breit eingeführt wurden. Diese Tode hinterlassen ein übles Gefühl in der Magengrube und man beginnt sich zu fragen, ob es wirklich notwendig ist, in einem Jugendbuch dermaßen viele Charaktere abkratzen - das Wort ist bewusst gewählt, denn gerade das passiert in Himmelwärts - zu lassen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Rebecca Hohlbein mit ihrem Buch beweist, dass sie durchaus in der Lage ist, einen spannenden Plot zu kreieren. Was sie aber noch nicht kann, ist, einen überzeugenden Roman zu schreiben.


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