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Rezensionen verfasst von
Roland Harth "harth70"
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Killers
Killers
Preis: EUR 8,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Iron Maidens zweiter Angriff, der einen nicht mehr los lässt, 11. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Killers (Audio CD)
Nach dem exzellenten Debütalbum bestätigen Iron Maiden mit ihren Songwriting und musikalischen Fähigkeiten, dass sie das erste Album in fast allen Aspekten noch übertreffen konnten. Dennis Stratton wurde auf diesem Album durch Adrian Smith ersetzt, was meiner Ansicht nach eine gute Entscheidung war. Es war zugleich die letzte Platte mit Di'Anno was abhängig von der jeweiligen Meinung unterschiedlicher Fans entweder gut oder schlecht sein kann.

Das Album beginnt großartig mit dem rockenden Instrumentalstück "The Ides Of March", das durch das donnernde Gitarrenduo von Dave Murray und Adrian Smith geprägt wird. Es enthält auch einige erstaunliche Percussions von Clive Burr. "The Ides Of March" geht dann in eine der Hymnen der Band "Wrathchild" über. Ein toller Rocker mit starkem Bass von Steve Harris und dem charakteristischen Gesang von Paul Di'Anno. Der nächste Titel "Murder in the Rue Morgue" beginnt langsam, geht dann aber schnell in eine Nackenbrechergeschwindigkeit über und ist wild, dass es einem das Gesicht zerfetzen könnte. "Another Life" kommt als nächstes mit tollen Gitarren daher.

Das Highlight des Albums lässt sich nicht ohne weiteres festlegen, weil jeder Titel seine Momente hat. "Wrathchild" ist ein einprägsamer Titel, der mit einem kurzen Bassintro beginnt und dann in einen melodischen Midtempotitel mit Soli zwischen den Refrains übergeht. Der zweite Instrumentaltitel des Albums "Genghis Khan" wechselt zwischen schnellen und langsamen Teilen hin und her. Das Bassintro des Titelstücks wird von eindrucksvollen Schreien von Di'Anno begleitet, bevor der vielleicht beste Riff des Albums beginnt. Der Refrain ist einprägsam und es gibt tolle Soli zu entdecken. "Purgatory" ist ein weiterer schneller Titel mit einer tollen Melodie.

Killers ist sicherlich ein Klassiker, der bedauerlicher Weise manchmal von dem Debütalbum oder der Dickinson-Ära überschattet wird. Aber es ist immer noch ein phantastisches Album das weit vorne in der Liste der besten NWOBHM Alben rangiert. Somit ist es für mich unverständlich, dass die Di'Anno Ära oft von Fans nicht beachtet wird, da die Band einige großartige Klassiker herausbrachten die für diese Zeit sehr viel rohe Gewalt und Energie hatten.


Peace Sells But Who's Buying
Peace Sells But Who's Buying
Preis: EUR 10,99

12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Thrash Metal Meisterstück, 3. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Peace Sells But Who's Buying (Audio CD)
Im Gegensatz zu "Killing is my business" gibt es einige Verbesserungen auf "Peace Sells". Da ist zum einen die bessere Produktion und zum anderen sind die Midtempo Stücke dieses Mal besser.

Wie auf dem Debüt stellt die Vielfältigkeit des Materials den Schlüssel zu dem Album dar. Die Titel reichen von Midtempo bis Uptempo-Wahnsinns-Thrash.

Mit dem Titelstück ist einer der besten Megadeth Klassiker auf diesem Album enthalten. Der Titel startet mit einem Bassintro und entwickelt sich dann zu einem Midtempo Hammer mit einprägsamem Refrain. "Devil's Island" ist schlagender Thrash der nach zwei Minuten durch einen Riff verschärft wird, der auch von "Killing is My Business" stammen könnte. Ein weiteres Highlight ist der mächtige Thrasher "Black Friday". Man kann sagen was man will, aber die Riffs von Megadeth bei Uptempo Liedern sind einfach unerreicht.

Die instrumentale Virtuosität die von Dave Mustaine und Chris Poland ausgehen ist sehr eindrucksvoll. Dave Mustaine hat ein tiefgehendes Gespür für Riffs und Songstrukturen, was sich in jedem einzelnen Titel der CD bestätigt. Die Soli von Chris Poland sind einzigartig und stellen eine Mischung aus kraftvollem technischem Können und einer ungewöhnlichen Sanftheit dar.
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 2, 2012 2:50 PM MEST


Killing Is My Business
Killing Is My Business
Preis: EUR 24,57

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach ausgezeichnet, 5. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Killing Is My Business (Audio CD)
Ich habe noch keinen richtigen Metal Fan getroffen, der dieses Album nicht mochte. Das sagt doch schon viel aus. Meiner Ansicht nach gehört "Killing is my Business... and Business is Good" sogar zu den besten drei Megadeth Alben.

Aus gutem Grund werden gerade bei diesem Album immer wieder Vergleiche zu Metallica gezogen. Das Debüt von Megadeth bietet meiner Ansicht nach mehr technische Riffs und besseres Drumming als "Kill 'em All". Persönlich gefällt mir jedoch trotzdem das langsamere "Four Hoursemen" besser als "Mechanix" wegen des Gesangs und der Dynamik. Ansonsten bieten Megadeth meines Erachtens nach bessere Riffs als Metallica auf ihrem Debüt. Die Riffs in "Love You To Death", dem Titelstück und "Rattlehead" sind unbeschreiblich.

Für mich sind die besten Titel des Albums die drei eben genannten "Love You To Death", "Rattlehead" und "Killing Is My Business". Diese schnellen Titel beherrschen das Album. Nicht dass ich die langsameren Stücke nicht mag, aber die schnelleren auf "Killing is my Business" sind einfach effektiver. "Chosen Ones" und "Looking Down The Cross" sind eher Speed Metal mit Thrash Einflüssen.

Ein großartigen Debüt, das mit "Peace Sells" und "Rust in Peace" zu den drei besten Alben von Megadeth zählt.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 17, 2008 5:39 PM CET


Master of Reality (Jewel Case CD)
Master of Reality (Jewel Case CD)
Preis: EUR 12,98

9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Essentielle Metal CD für Sammler, 31. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Master of Reality (Jewel Case CD) (Audio CD)
Wenn man sich Master Of Reality anhört, dann wird man in einen mystischen Schleier gehüllt der einem die Sinne bedeckt und mitten in die Musik zieht. Für mich ist es eines von Sabbaths düstersten und heaviesten Alben. Wenn man sich darauf besinnt, dass es aus dem Jahre 1971 stammt, dann wird das Album noch einzigartiger und spezieller. Sie waren ihrer Zeit wahrlich voraus.

Von Beginn an gibt "Sweet Leaf" das extrem starke und klasse Feeling vor auf dem der Rest des Albums aufbauen kann.

Ich war immer schon fasziniert wie Geezer sein technisches Bassspiel einbringt. "After Forever" ist ein überwältigendes Beispiel für seinen verblüffenden Stil. In diesem Titel ist er unschlagbar. Eine große Stärke von Sabbath ist die Auswahl der unterschiedlichen Stücke. Sie kombinieren einfache und komplexe Stücke miteinander. Die vielen Veränderungen und geschickten Zwischenspiele stellen eine mehr oder weniger progressive Art dar. Wie zum Beispiel die genialen Soli von Iommi, die phänomenal klingen.

Die Sabbath Hymne "Children Of The Grave" ist zwar etwas einfacher aber trotzdem hervorragend. Bill Wards variantenreiches Drumming gibt dem Titel eine spezielle Dynamik.

Orchid ist eines von Iommis besten Instrumentalstücken. Eine sanfte, harmonische Reise die den Weg zu der mystischen Magie von "Lord of this World" einleitet. Ein stark groovendes Stück mit fantastischem Gitarren- und Bassspiel. Der Rhythmusteil ist nicht überwältigend, aber er hält den Titel zusammen.

Von der einzigartigen und bezaubernden Atmosphere von "Solitude" wird man sofort gefesselt. Der ernsthafte und gefühlsbetonte Gesang passt sehr gut und die faszinierende Flöte gibt dem Ganzen noch mehr Tiefe. Die akustische Gitarre und der Bass bilden das Fundament und bleiben dennoch im Hintergrund.

Danach explodiert "Into The Void" plötzlich mit einem der wildesten Riffs von Iommi. Die Veränderung von schneller Intensität und ultralangsamen Grooves gibt dem Schlusstitel eine sehr interessante Struktur. Es gibt in diesem Titel wie in dem gesamten Album sehr viele coole Details zu entdecken.

Wenn die letzten Klänge der Musik nach nur 34 Minuten Spielzeit verstummen, dann bleibt der Wunsch nach mehr. Es fällt mir schwer irgendetwas Negatives an der CD zu erkennen. Jeder Riff, jeder Refrain und jede Kleinigkeit scheint seinen guten Grund zu haben, der letztendlich die Qualität mitbestimmt. Alle Musiker haben auf dem Album ihren einzigartigen Stempel hinterlassen und es hat etwas Magisches, wie die Bandmitglieder harmonieren.

Die Texte handeln von Glaubens- und Existenzfragen, Liebe und der Hoffnung auf eine bessere und friedlichere Welt. Sie sind nicht sehr direkt aber trotzdem klar verständlich. Der Sound ist gut auf der remasterten CD.


Wheels of Steel
Wheels of Steel
Preis: EUR 16,80

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Muss für Old School Metal Fans, 27. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Wheels of Steel (Audio CD)
1980 war ein hervorragendes Jahr für Heavy Metal: Back in Black von AC/DC, Wheels of Steel von Saxon, British Steel von Judas Priest, das Debüt von Iron Maiden, usw., usw.

Wheels of Steel legte den Grundstein für die Karriere von Saxon. Mit dem fantastischen Opener "Motorcycle Man" donnert Saxon mit 9 Stücken durch das Album. Es ist ein Stück Metal Geschichte. Neben den Hits "Motorcycle Man" und "747 (Strangers In The Night)" sind weitere ebenbürtige Titel vertreten, wie das Titelstück "Wheels Of Steel", "Suzi Hold On", "Stand Up And Be Counted" und "Freeway Mad". Neben dem kraftvollen Sänger Biff Byford waren vor allem das Gitarrenduo Paul Quinn und Graham Oliver verantwortlich dafür, dass sich die Band von vielen anderen der Zeit abhob.

Wie viele ihrer NWOBHM Kollegen sind Saxons Leistung auf Wheels of Steel das rohe, fist-punching Musikangebot. Energie ist der Name des Spiels und Saxon machen reichlich Gebrauch davon. Es hat seinen guten Grund, warum Saxon für ihr zweites Werk so viel Anerkennung erhielten. Der solide, konsequente Rhythmus, der die Riffs für zugängliche Lieder hervorbringt ist der Hauptantrieb. Praktisch jeder Titel enthält mindestens einen Moment in dem das Gitarren Tandem Quinn/Oliver ihre rhythmischen Talente zeigen.

Wheels of Steel war Saxons zweites Album und gilt als eine der stärksten Leistungen der Band. Diese CD ist ein Klassiker des Heavy Metal mit tollen Riffs und Soli, allesamt getragen durch den Gesang von Biff.


Stained Class
Stained Class
Preis: EUR 6,99

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Painkiller der Siebziger!, 2. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Stained Class (Audio CD)
Was bleibt einem noch über dieses Album zu sagen, was nicht schon gesagt wurde? Es ist mit Sicherheit ein Heavy Metal Konzentrat, das alles definiert was für das Gerne gilt. Das Album enthält alle positiven Dinge des Metal - es hat Thrash Elemente, berührende Balladen die begeistern und Killerhymnen die man schon beim erstmaligen Hören mitsingen kann. Kurz gesagt, das Album hat alles was es braucht.

Der erste Titel "Exciter" ist einer der härtesten Titel seiner Zeit und eines der ersten Thrash Meisterwerke. Der Anfang des Liedes erinnert ein wenig an Painkiller oder Overkill von Motörhead und er ist ähnlich gut. Halfords Schreie zusammen mit den schneidenden Gitarren Soli setzen das Album gut in Szene und man weiß von der ersten Minute an, dass dieses Album abgehen wird.

Die nächsten beiden Titel "White Heat, Red Hot" und der Coversong "Better By You, Better Than Me" sind etwas langsamer und leben von dem Schwung den "Exciter" hinterlassen hat auf. "Better By You, Better Than Me" inspiriert sofort zum Mitsingen. Es handelt sich dabei um ein Cover von Spooky Tooth (die ich allerdings nicht kenne).

Danach kommen wir zu einem weiteren überwältigenden Titel, der wirklich sehr heavy für die Zeit war. Es ist der Titelsong "Stained Class". Es beginnt mit einem Riff, der zum headbangen animiert, gefolgt von einem Refrain, den man mitsingen möchte. Das Solo in der zweiten Hälfte scheint nicht von dieser Welt zu sein.

"Invader" erinnert ein wenig an eine langsamere Version von Invaders von Iron Maiden von 1982. Es ist nicht schlecht, kann aber mit dem exzellenten Titel "Stained Class" davor nicht mithalten.

Der nächste Titel "Saints in Hell", braucht ein wenig. Aber spätestens nach dem dritten Durchlauf wird er aufgrund des Riffs am Anfang und dem verblüffend einprägsamen Bassspiel zu gefallen wissen. "Savage" ist nicht der beste Titel auf dem Album, aber auch kein schlechter, ein cooler Headbangersong.

Den nächsten Titel braucht man nicht vorzustellen, es handelt sich natürlich um "Beyond the Realms of Death". Er ist ein komplettes Meisterstück der Musikwelt, ein zeitloser Klassiker. Egal ob die traurige, drückende Ballade, die Explosion des Refrains mit dem epischen Riff oder die Soli, die ein Gefühl von Schmerz mitbringen, der Titel ist perfekt!

"Beyond the Realms of Death" wäre ein perfekter Schußtitel für das Album gewesen. Aber es folgt noch "Heros End" dem das gleiche Schicksal wie "Invader" widerfährt. Es ist kein schlechter Titel, aber er steht im Schatten des direkten Vorgängertitel.

Als Bonus Titel gibt es dann noch "Fire Burns Below". Es handelt sich dabei um ein Demo von den Ram It Down Aufnahmen. Es ist eine Balade mit Potenzial, bedauerlicherweise stört jedoch der Drumcomputer. Dann gibt es noch eine Liveversion von "Better By You, Better Than Me" aus dem Jahre 1990. Ich glaube das ist die einzige offizielle Liveversion des Titels.

Es handelt sich um eines der besten Judas Priest Albem. Anspieltipps: "Exciter", "Stained Class" und "Beyond the Realms of Death".


Once Sent from the Golden Hall
Once Sent from the Golden Hall
Wird angeboten von Fulfillment Express
Preis: EUR 18,85

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kraftvolle Wikingerreise, 28. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Once Sent from the Golden Hall (Audio CD)
Das Debüt von Amon Amarth "Once Sent From the Golden Hall" ist ein solides Werk, eine harte und reine Art des Melodic Death Metal. Das Album klingt stark nach Göteborg Schule mit melodischen Leads, knurrendem Gesang und einem sehr aktiven Doppelbass. Trotzdem unterscheiden sich Amon Amarth von der Horde der Bands die sich in diesem Stil bewegen. Der Sound ist nichts für Herzkranke, die Gitarren klingen rau, die Drums sind aggressiv wie die Hölle, der Bass schüttelt einen durch und der Gesang - oho dieser Gesang! Er ist nicht nur allein für das Album grandios, sondern auch für das ganze Gerne. Hier werden Standards für andere Death Metal Sänger gesetzt.

Es gibt nicht einen schlechten Titel auf dem Album, alles Amon Amarth Meisterwerke. Vielleicht ist "Victorious March" der bekannteste Titel, aber alle anderen sind auch super. Überwältigende Riffs und donnernde Drums bilden die Basis eines jeden Titels und Johan schreit dazu über Wikinger und nordische Götter. Die Aggression des Albums ist absoluter Wahnsinn. Jeder Titel ist schnell, fast thrashig und härter als andere Death Metal Stücke - einfach nur gut.

Die Texte machen Amon Amarth unverwechselbar. Die Wikinger Themen in den Texten, verbunden mit der energischen Musik erzeugen ein idealisiertes Bild der Wikinger Kriegsführung. Der Gesang dazu ist eine Mischung aus Death und Black Metal.

Der einzige kleine Mangel ist, dass alle Lieder irgendwie dem gleichen Muster folgen. Nichts desto trotz ist es ein sehr gutes Album, das jeden Cent wert ist und das man sehr oft und mit sehr viel Spaß hören wird.


On Parole
On Parole
Preis: EUR 4,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessant für Fans und historisch wertvoll, 31. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: On Parole (Audio CD)
Beim Hören des Motörhead Albums "On Parole", merkt man sofort, dass es ganz anders ist und die sonst gewohnte Aggression fehlt, die den Rock basierten Speed Metal dieser einzigartigen Band symbolisiert.

Es ist nicht so schnell wie spätere Motörhead Alben und die Musik ist sehr viel softer. Es ist weder Speed noch Heavy Metal. Motörhead gehen zurück zu den Wurzeln des Rock und Blues und nutzen dies um ein hervorragendes Album zu kreieren mit exzellenten Solis und Gitarrenriffs und einem akzeptablen Drumming.

Die Stimme ist ebenfalls anders. Lemmy hat nicht diesen rauhen Gesangsstil sondern eine Art angetrunken klingenden, cleanen Gesang, der sehr angenehm zu hören ist.

Das Album beginnt mit dem donnernden "Motörhead", das Lemmy ursprünglich für Hawkwind geschrieben hatte. Aber weit entfernt von dem Space Rock Sound seiner früheren Band ist "Motörhead" hier ein eindeutiger Rock Titel, unaufhaltsam wie der Sound des Mortorrad-Intros. Natürlich fehlt das Geigensolo und andere psychedelische Hawkwind Elemente, stattdessen zerreißt es einem sofort das Gesicht mit einer brutalen Wildheit und einer ungezügelten Geschwindigkeit, die es bis 1975 noch nicht gab.

Lemmys Ode an die Hells Angles "Iron Horse/Born To Lose" klingt fast so wie ein Titel von einer dieser alten Blueslegenden. Sicherlich ist diese Version des Titels ein extremer Kontrast zu späteren Versionen des gleichen Stückes. Diese Version ist leiser, entspannter Blues und total anders als das Riffmonster späterer Versionen. Aber der Titel kickt total mit ein paar Bierchen in der Sommersonne. Der gleiche Stil ist auch bei "On Parole" erkennbar. Lemmy sagte immer wieder, dass Motörhead eine laute Blues beeinflusste Rock 'n' Roll Band sind. Dies ist auf diesem Album klarer erkennbar als auf allen anderen der Band. Die Geschwindigkeit und die "Everything louder than everything else" Produktionsphilosophie entwickelten sich erst und der scharfkantige Blues Sound klingt durch. Es ist sicherlich kein Metal nach heutigen Maßstäben.

"Vibrator" ist ein Punktitel der von Larry Wallis gesungen wird. "City Kids" ist ebenfalls ein Punk orientierter Titel, der von Wallis alter Band Pink Fairies stammt. "On Parole" und das alte Motown Cover "Leaving Here" sind grundlegend Rock 'n' Roll. Die meisten psychedelischen Überbleibsel sind noch im Hawkwind Titel "The Watcher" und "Fools" (Ein Titel für alle Manager und Vertreter!) zu finden. "Fools" wird ebenfalls von Wallis gesungen. Es erinnert mich ein wenig an "Am I Going Insane" von Sabbath.

Es ist ein sehr ruhiges Album, das sich anhört, als ob sich ein paar Freunde in einer Garage getroffen hätten, um ein paar Blues- und Rockstücke zu spielen. Das Ganze mit einer Menge Alkohol in der Birne und einer großen Leidenschaft für Rock 'n' Roll. Das ist klasse! Das Material ist ein Gemisch aus Titeln von den Exbands der Bandmitglieder, Coverversionen und einiger neuer Titel.

Die Probleme von Motörhead mit Labels mussten irgendwann beginnen und so passt es dass United Artists gleich das Debütwerk verwarf und es erst vier Jahre später veröffentlichte als sich der Erfolg der Band eingestellt hatte. Das Album wurde dann bis zum Überdruss immer wieder in neuen Versionen veröffentlicht. Diese Version enthält vier Bonus Titel. Es handelt sich dabei um ältere Demoversionen der Stücke "On Parole", "City Kids", Motörhead" und "Leaving Here" mit einem anderen Produzenten. Taylor war bei den Bonus Titeln noch nicht involviert, so dass bei allen Lucas Fox an den Drums sitzt.


School's Out
School's Out
Preis: EUR 7,49

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Muss für alle Alice Cooper Fans, 31. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: School's Out (Audio CD)
"School's Out" brachte die Alice Cooper Gruppe wegen des zeitlosen, klassischen Titelstücks auf den Plan. Dieser Titel wurde zum höchsten Single Chartplatz für die Band. Der Rest des Albums ist ebenfalls exzellent. Die Musik ist weniger "psychedlisch" als alles andere, was sie bis dahin herausgebracht hatten. Dafür war sie kompositionell viel komplexer. Lieder wie "Gutter Cat Vs. The Jets/Street Fight" und "My Stars" sind ebenso denkwürdig wie das Titelstück. Für mich sogar noch interessanter.

Die Theatralik des gesamten Albums ist ziemlich hoch. Zwei weitere vergessene Juwelen die sich auf dem Album befinden sind "Blue Turk" und "Public Animal #9". "Blue Turk" ist ein wunderbares kleines Stück makabere Romanze, deren Jazz Einflüsse durch keinen anderen Titel der Band geschlagen werden konnte. "Public Animal #9" sollte ähnlich hoch wie "No More Mr. Nice Guy" als Anti-Establishment Hymne gesehen werden. Aber irgendwie scheint der Titel gegen die einprägsameren Riffs von "School's Out" unter zu gehen. Alices Stimme ist darin ein gefährliches Knurren voller Bedrohung und Bosheit.

"School's Out" ist eines der besten Alben, die in den Siebzigern von der Alice Cooper Group veröffentlicht wurden. Bedauerlicher Weise wurde dem original Album Cover, das man wie eine Schulbank öffnen konnte, in keiner Weise in der CD Ausgabe Rechnung getragen. Das Booklet der CD enthält eine kurze Bandbiographie.


Hungry Years
Hungry Years
Preis: EUR 10,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Exzellente Titel Auswahl, sehr durchschnittliche Aufmachung, 21. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Hungry Years (Audio CD)
Es ist die Qualität und nicht die Quantität die diese Zusammenstellung der frühen, aggressiven Stücke des Accept Kataloges ausmacht. Hungry Years besteht nur aus neun digital neu gemischten Stücken, aber jeder einzelne Titel geht unendlich ab.

Von Anfang an besteht die Auswahl aus starken Aufnahmen, begonnen mit dem reißenden "Fast As A Shark", gefolgt von "Burning" und "Son Of A Bitch". "Princess Of The Dawn" fährt das Tempo deutlich zurück, trotzdem bleibt der Titel heavy. "I'm A Rebel", "Breaker", "Restless And Wild", "The King" und "Midnight Highway" vervollständigen diesen donnernden True Metal Angriff.


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