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Rezensionen verfasst von
Thomas Czypionka (Hamburg)
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   

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Björk - Live At The Royal Opera
Björk - Live At The Royal Opera
DVD ~ Björk
Preis: EUR 22,82

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kloß im Hals, 8. August 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Björk - Live At The Royal Opera (DVD)
Björk ist eine der wenigen Künstlerin in der Musikwelt, die den Namen Künstlerin wahrlich verdient. Sie polarisiert durch ihr Schaffen, nur ihre Musik alleine zu hören scheint zuwenig zu sein.
Ihre Videos, ihr Erscheinungsbild, die Perfomance, kurzum dies Alles schafft sie zum einem Phänomen.
Einen solchen Erfolg mit dieser Musik zu haben, die alles andere als Radiotauglich ist, ist höchst bemerkenswert. Sicherlich kann man hier auch anführen, das die eindruckvollen, bislang schaurig schönen, teilweise verkappt erotischen Videos erheblich dazu beitragen. Hier sei die DVD "Greatest Hits" angeführt. Dabei zeigt sich Björk extrem mutig von ihrer sentimentalen Seite, mal Vamp, mal verletztlich. Immer offen und atemberaubend!
Diese DVD ist ein Teil der Vespertine-World-Tour. Dieses beeindruckendste Album von ihr (Rezension "Vespertine") erscheint beim hören eigentlich für eine Live-Show zu unrealisierbar um den gleichen Gänsehaut-effekt zu erreichen.
Aber man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben, und so wird dieses Konzert gleich im "Royal Opera House" angesetzt.
Gleich zu Beginn öffnet sich der gigantische Vorhang, Björk sitzt im weißen Kleid auf einem Stuhl und spielt auf einem gläsernen Laierkasten, während es weiße Blüten regnet.
Die Athmosphäre des alten Hauses passt zu den einsetzten Streichern, "Frosti" und "Ouverture" gehen unbemerkt ineinander über, bis mit "All is full of love" unter wundervoller Mithilfe eines Inuit-Chors der erste kleine Kloß im Hals Form annimmt. Björk gibt sich stimmlich keine Blöße, fast niedlich ist ihr "thank you" nach jedem Stück in härtestem Akzent. Unterstützt von Zeena Parkins u. a. an der Harfe und nicht zuletzt des Elektroduos Matmos gelingt ein geradezu außergewöhnliches Konzert. Es werden ungekannte Klänge wie Kartenmischen und Schritte in Kies mit Elektrobeats, choralem Gesang, klassischen Arrangements und Björks eigenwilligem Organ zu einem einzigartigem Kunstgenuß kombiniert. Man möchte dabei gewesen sein!
Highlights des sich zum Ende steigenden Konzert sind "Pagan Poetry", "Unison", "Human behaviour" und nicht zuletzt die Zugabe "Its in our hands", bevor Mrs. Björk, mittlerweile umgezogen im blutroten, klingenden Pailetten-Federkleid flugs hinter der Bühne verschwindet.
Außergewöhnliche Konzerte begeisterten mit schon immer, welcher Art auch immer. Aber selten hat mich ein Konzertmitschnitt dermaßen beeindruckt.
Björk fast pur, perfekt inziniert und nie aufgesetzt wirkend.
Man hat nach dem Genuß dieser DVD entweder Gänsehaut, einen Kloß im Hals, oder beides!


Infected
Infected
Preis: EUR 8,43

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Definition des Indiependent, 6. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Infected (Audio CD)
INFECTED! Eigentlich fehlt auf dem Cover das Ausrufezeichen. Der Titel verspricht, was Matt Johnson auch hält. Hinter TheThe verbirgt sich ein Konzept, wie es Jahre später von Leuten wie Trent Reznor mit Nine Inch Nails in anderer Musikrichtung weitergetrieben wird: Ein genialer Kopf, Texter, Komponist und Musiker, setzt seine Ideen um und holt sich über die Jahre wechselnde Mitwirkende. Mehr oder weniger bekannt, zum spielen oder mitsingen. Jedenfalls immer perfekt ergänzend zum "Projekt" TheThe, wobei die Sage von mittlerweile fast 300(!) die Runde macht.
Mit INFECTED, was nun doch schon über zwanzig Jahre auf dem Buckel hat, ist Johnson sein größter und zeitlosester Coup gelungen. Gleich das erste Stück, der Titelgeber, raubt einem den Atem. Dabei hat diese Stück doch TheThe fast zu einer Erfolgsband werden lassen: Es lief doch ein paar Mal auf einer legendären Musiksendung names Formel Eins. Hämmernde Drums, mal echt, mal aus der Drummaschine, kombiniert mit Syntheziser-Sequenzen, die sich auch heute noch gut machen, mischen sich mit Piano und Saxophonklängen, die auch einer Cocktailbar entspringen könnten. Dazu kommt der sehr eindrucksvolle Gesang des Mr. Johnsen. Hätte TheThe in den achtzigern den Durchbruch geschafft, bei Castingshows hätte absolut niemand diesen emotionalen, wütenden und intensiven Vocal auch nur ansatzweise nachahmen können!
Mit "Slow train to dawn" bekommt man ein Duett mit Neneh Cherry. Auf dem Nachfolgealbum "Mind bomb" mußte Sinnead O`Conner dafür herhalten, wobei mir das Duett besser gefällt.
Die kritischen, sarkastischen und zynischen Texte über den american-way- of-life bekommt man jederzeit um die Ohren gehauen. Am meisten jedoch bei "Sweet little bird of truth". Wie bezeichnend der Titel doch ist, wenn man bedenkt das es sich hierbei um die Betrachtung der amerikanischen Bombenangriffe auf Lybien 1985 handelt. Die Funksprüche am Anfang sollen angeblich die echten der damaligen Piloten sein....
Wie bei anderen Musikrichtungen kann man Infected als Maßstab für den Indiependent und das Werk schlechthin für Matt Johnson bezeichnen. Das Konzept des diktatorischen Künstlers, der seine Ideen kompromisslos verwirklicht und die Besetzung permanent ändert, ging voll auf. Ein Meilenstein der innovativen-ja was nun-Musik ist. Immer noch topaktuell, da es nie modern war.
Leider war der Zenith von TheThe damit fast überschritten. Es wurde gemässigter mit den Nachfolgealben. Aber für jemanden, der hieran gefallen gefunden hat sei der Vorgänger "Soul Mining" ans Herz gelegt!


Playing the Angel Limited (SACD +DVD)
Playing the Angel Limited (SACD +DVD)
Preis: EUR 28,66

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Retrosynthierock, 29. Juli 2007
Was soll von einer Band, welche eine ganzen Musikrichtung geprägt, wenn nicht erfunden hat, nach 25 Jahren den noch kommen? DM ist eine der ganz wenigen Ausnahmen der Gruppen, die in den Achzigern groß geworden ist, welche es bis heute nicht nur geschafft hat. Sondern auch permanent eine gewisse Entwicklung oder Veränderung durchgemacht haben.
Andere Kultbands dieser Zeit waren zu revolutionär, als das es sie noch gibt (TalkTalk). Andere wiederum bleiben ihren eingetreten Pfaden treu und liefern seit Jahren das gleiche ab (U2).
Mit "Playing the Angels" bekommt man etwas, was einen ähnlich wie "Exciter" beim ersten hören verstört zurückläßt. Harte Gitarrenriffs zu Anfang, ein einziges rauf und runter von "a pain that..." beeindruckt. Kein angepasster Sythiesong zum seichten mitdudeln. Und mit "John the revelator" gleich das nächste hinterher, was wesentlich mehr an innovativen Rock als den an Plastikpop der Achtziger erinnert. Nicht daß dieser Bereich auch abgedeckt wird: Mit dem auf "Enjoy the silence"-Niveau bekannten "Precious" und dem absoluten Retrostück "Lilian" wird an die gute, alte Zeit von Gore und Co. angeknüpft. Aber eben halt nur kurz! Und das macht dieses Album auch aus. Dave Gahan steuerte mit "Suffer well", "I want it all" und "Nothing`s possible" drei nie gedachte Tracks bei, die sich auch in der Aufteilung des Albums pefekt machen. Sie ergänzen das wimmernde "Demaged people", gesungen von Gore, aufs beste.
Als Bonus ist die DVD zu sehen, auf der die Entstehung des auf das Album leider nicht geschafften "I`ll never be free" sowie eine wundervolle, akustische Variante von "Clean" zu sehen und zu hören ist. Und ein kleines "Aha, so nehmen die also auf"... Nebst Gahans Stummübungen.
Unterm Strich: Mit "Playing the Angels" ist Depeche Mode in ihrer Historie ein großer Wurf gelungen, wie man ihn nach dem Vorgängeralbum nicht erwartet hätte. Es besticht durch eine verblüffende Kombination aus Sythieklängen, die mal sanft, mal innovativ, mal altbekannt sind. Und ganz nebenbei ist es auch rockiger geworden, als man es vor ein paar Jahren hätte erwarten können.
So manche "Rockband" kann sich da eine Scheiben abschneiden.


How to Dismantle An Atomic Bomb
How to Dismantle An Atomic Bomb
Preis: EUR 14,49

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die größte Rockband aller Zeiten?, 26. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: How to Dismantle An Atomic Bomb (Audio CD)
Dieses Album von U2 beginnt eigentlich noch bevor es richtig begonnen hat: Werbewirksam werden die Mastertapes in Frankreich geklaut. Und die Musikwelt hält den Atem an wie das Werk nun heißen soll? Tja, ob wahr oder nicht. So viel zur Geschichte des kleinen Kanninchen`s.
Bono und seine Mannen sind ihrer Art und Weise treu geblieben, machen keine Experimente und liefern das ab, was man schon lange kennt und auch erwartet. In mancher Hinsicht drängte sich für mich immer ein Vergleich zur den Sythiepoppern von DepecheMode auf: Mit Flood den gleichen Produzenten, mit Anton Cobaijn den gleichen Artwork-Mitarbeiter, teilweise die gleichen Erscheinungsdaten neuer Alben. Während DM nicht nur experiementierfreudiger ist und sich weiterentwickelte, blieb U2 mit ihrem Nimbus "beste Rockband der Welt" aus der Zeit von Joshua Tree und Achtung Baby auf der Stelle stehen.
Konkret zum Album: In bekannter Manier mit dem I-Pod-Trailer "Vertigo" rockt es los. Mit dem dritten Stück besingt Bono verzweifelt den Tod seines Vaters, so das es den Zuhörer selbst zu Tränen rührt. Und selbstverständlich wird auch das Elend der Welt mit "Love and Peace or else" richtig ins Licht gerückt. Man hat gerade drauf gewartet das solche Sätze wie "Lay down your guns" fallen.
Es gibt, ebenfalls natürlich, mit "city of blinding lights" und "crumbs from your table" auch Knaller eines Formates wie "the streets have no name". Mein persönlicher Hit ist der zugegeben sehr überraschende Song "A man and a woman". Einfach klasse, eben mal nicht typisch U2!
Bei U2 scheiden sich die Geister: Die einen vergöttern sie, die anderen können es einfach nicht mehr hören. Ich schwanke bei diesem Album dazwischen. Diese Scheibe beweist: Unverzichtbar für jeden Fan, aber mittlerweile zu angestaubt um sich "beste Rockband aller Zeiten" zu nennen. Da gibt es mittlerweile innovativere...


Mark Hollis
Mark Hollis
Preis: EUR 7,99

15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gut daß es das gibt, 15. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Mark Hollis (Audio CD)
Da bringt der totgeglaubte TalkTalk Frontmann völlig unbeachtet des Restes der Welt eine Soloscheibe heraus, und man fragt sich nach dem hören warum überhaupt. Kommerziell mit den beiden letzten Talk Talk Alben Selbstmord begehend, aber musikalisch unsterblich geworden. Vielleicht will Mark Hollis uns damit aufmerksam machen, was doch für Schrott in der "Musikwelt" gehandelt wird. Vom Carisma hat er auf jeden Fall missionarische Ansätze, die er auch nie verborgen hat.
Nach dem hören dieser Scheibe, die eigentlich eine Fortsetzung der Diskographie von TT ist, wird man automatisch sensibeler gegenüber dem Mainstreamtrash, mit dem wir tagtäglich berieselt werden daß wir es eigentlich nicht mehr hörten. Und es wird Stille kostbarer, Stille auch in Form solcher wertvoller Alben wie dieses!
Eigentlich fällt mir keiner ein dem ich dieses Album empfehlen kann. Es ist nicht nur zum hören, sondern zum erleben wie geschaffen. Durch die Aufnahmetechnik und die Arrangements wird jedes noch so kleines Geräusch zum Bestandteil eines der faszinierenden Alben überhaupt.
Letztendlich ist es doch für Musikkenner, die nicht nach Schubladen hören, die wirklich hören, und die auf hohen Niveau entspannen wollen. Selten nimmt man eine CD nach dem hören so beeindruckt aus dem Spieler!


Sensor
Sensor
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Konzeptalbum der anderen Art., 1. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Sensor (Audio CD)
Camuflage hieß ja eigentlich immer verächtlich "deutsche Depeche Mode". Mit diesem Album gelang dem deutschen Sythiepop-Trio ein ganz großer Wurf, der denen von DM und Konsorten (wen gäbe es da noch?) in absolut nichts nachsteht.

Zu Beginn bekommt man in der Art "großer" Band mit "Me and you" einen einigermaßen bekannten Hit. Die eigentliche Überraschung ist mit "Perfect" schon das zweite Stück, gefolgt vom düsteren "Harmful". Das vierte Stück "Here she comes" ist eine sehr langsame Ballade, die dadurch besticht das man immer damit rechnet: Jetzt geht`s richtig los.

Bevor ich aber alle 13 Stücke nach und nach durchgehe - es wechseln sich langsamere gut gemachte mit schnelleren, hitverdächtigeren ab. Es kommt nie Langeweile auf, obwohl das Album sehr ruhig ist. Die macht "Sensor" zu einem Konzeptalbum der anderen Art. Die Songs sind alle perfekt produziert, ausgesteuert und werfen die Frage auf: Warum sind hier nicht ein paar Hit`s rausgekommen? Das Zeug dazu hätten z. B. Stücke wie "I can`t feel you" allemal!

Kurzum ist diese Scheibe eine echte Empfehlung für alle Sythie-Fans und solche die es werden wollen und nicht auf Depeche Mode fixiert sein möchten. Hier sei auch die Liverpooler Band MESH angeführt...


Tomcats Screaming Outside
Tomcats Screaming Outside
Wird angeboten von la-era
Preis: EUR 10,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ganz anders und doch wie immer., 11. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Tomcats Screaming Outside (Audio CD)
Die Art von Orzabals geschaffenen Werken, sowohl als TfF als auch solo, sind immer wieder auf eine ganz eigene und doch bekannte Weise gekonnt. Es werden Keyboards als auch Gitarrenriffs gleichemaßen so gekonnt eingesetzt und zu unkonventionellen Stücken arrangiert, wie man es selten in der Popmusik kennt. Wobei Popmusik meistens immer einen negativen Beigeschmack hat, da zu angepasst für eine bestimmte Richtung. Kommerz und Mainstream statt Mut was zu wagen.

Bei Roland Ozabal ist das dann doch ganz anders, und wird nach seinen letzten zwei Soloscheiben als Tears for Fears mit diesem Album am Besten verdeutlicht.

Mit dem Anfangsstück "Ticket to the world" beginnt ein ganz eindringliches und leises zugleich. Leise in der Weise, das Orzabals markante und etwas melancholische Stimme eher unterdrückt wird. Als potentiellen Hit könnte man "Bullet for brains" sehen, ein vom Rhytmus des Basses getriebenen Stückes, welchen zum mitgehen animiert. Während der direkte Nachfolger "For the love of cain" schon etwas von einem Lückenfüller hat, so einfach ist es.

Ebenfalls anspielbar ist "Under either", ein nicht zuerwartendes, düsternes Stück welches sich aber trotzdem harmonisch in die Reihe einfügt. "Snowdrop" ergänzt zum Beispiel hervorragend den Synthiepop-Bereich auf`s Beste. So gibt es das gesamte Album über eine große facettenreiche Abwechslung von Musikrichtungen, und es Beweist das Popmusik a la Roland Orzabal beinichten Mainstreambehaftet und für den schnellen Genuß ist, sondern auch anspruchsvoll sein kann.

Absolut empfehlenswert, nicht nur Freunde der 80er!


Vespertine
Vespertine
Preis: EUR 7,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kuschelrock auf höchstem Niveau, 28. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Vespertine (Audio CD)
Mit "Vespertine" hat Björk mit ihren bis dato erschienen Alben das ruhigste und ausgeglichensten geschaffen. Man könnte natürlich meinen, das jemand wie Björk dadurch ihren Charakter und Kompromisslosigkeit verliert. Aber der Erfolg mit ihren vorherigen Alben gibt ihr aber recht.

Und Mainstream kann man ihr bestimmt nicht vorwerfen.

"HiddenPlace" als Anfangsstück bestimmt mit unglaublichen, dröhnenden Rythmen. Kombiniert mit dem verzweifelten Organ der Interpretin wird daraus eine herzerreißende Ballade, ohne je kitschig zu wirken.

Während "Cocoon" unter Umständen zu etwas nervig werden droht, bestechen gerade die unbekannten Stücke wie "Undo", "Sun in my mouth" und "Heirbloom", kurzum der gesamte Rest.

Das absolute Highlight kommt mit "Unison" zum Schluß. Ein unglaublich schönes Album von einer Individualistin, wie man es nur selten zu hören bekommt. Eben Kuschelrock auf absolut höchstem Niveau!


Counterfeit 2
Counterfeit 2
Wird angeboten von all-my-music-rheingau
Preis: EUR 14,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfekte Idee, 28. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Counterfeit 2 (Audio CD)
Die Soloscheibe eines genialen Songschreibers einer jahrezehnte-langen, erfolgreichen Band, welche eine gesamte Musikrichtung geprägt, ja sogar erfunden hat, läßt einiges erwarten! Aber was Martin Gore mit Counterfeit2 gemacht hat, ist ein genialer und unerwarteter Schachzug zugleich:

Hier kommen keine neu geschriebenen Stücke zur Veröffentlichung. Dabei könnte durchaus der Eindruck entstehen, es wären Sachen die es auf DMs-Alben nicht geschafft haben. Stattdessen hat Mister Gore Songs gecovert, die bei weitem keine Hits waren. Aber durchaus von Hitschreibern geschaffen worden sind.

Diese Idee ist schlichtweg genial: Die Sücke werden neu interpretiert, haben alle eigenen Charakter und ergeben in der Gesamtzusammenstellung ein geradezu wundervolles Album.

Hier werden elektronische Töne von M.G. so gekonnt umgesetzt, wie man es bei DM selten zu hören bekommt. Kritiker von elektronischer Musik werden überzeugt, da die Arragements nie zu aufdringlich wirken.

Die Stimme Gores wirkt kräftiger als auf DEPECHE-MODEs Scheiben, unterstreichen aber immer die Konzepte der Stücke.

Als Intro fängt "In my time of Dying" ganz langsam an, "Stardust" hatte schon fast Hitcharakter bei der Erscheinung, und die folgenden Stücke bringen ein romantisches Gefühl. Mein persönliches Highlight ist hierbei "In my other world" und "Oh my love". Und "Loverboy" läßt auch erahnen, das dies Stück von Nick Cave kommt.

Letztendlich ist "Das Lied vom einsamen Mädchen", welches nicht von Kurt Weill stammt, ein weiteres Glanzstück.

Interessant ist auch die Tatsache, das als Zusatzmusiker lediglich mit Peter Gordeno einer der DepecheMode Live-Gastmusiker auf der Platte agiert. Während auf der, als Ergänzung zu empfehlenden Soloscheibe "Paper Monster" von Dave Gahan der andere DM-Unterstützer Christian Eigner tätig ist.

Unterm Strich eine absolut empfehlenswerte Scheibe für Freunde zeitgenössischer Musik, Elektrofans und sanfter Töne.


Short Bus
Short Bus
Preis: EUR 19,17

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwangsjacke, 20. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Short Bus (Audio CD)
Beim hören von "Short bus" kommt mir immer der erste Kontakt mit FILTER im TV in den Sinn. Es war auf VH-1 eine Modenschau, auf der in zwei V-förmig aufgestellten Laufstegen die Modells marschierten. Während in der Mitte Filter "Hey man nice shot" spielte, und Richard Patrick in Zwangsjacke ins Mikro brüllte.

Was war die Band eine Wohltat nach der ganzen Grunge-Berieselung. Eine ganz neue Art von Rock im weitesten Sinne, aggressiver als die bis dato erschienen NIN-Geschichten (um auch die Paralelle abzuarbeiten).

Eine leicht verschnupfte Stimme scheucht uns von einem Hochgefühl zum nächsten. Das Intro-Strück wird zum "Hit", Soundtrack in diversen Kinofilmen, das Video auf MTV runtergedudelt. Nur viele Teenager sind erschrocken was auf der Scheibe nach "Hey man nice shot" kommt.

Heftige Drums, ganze Stücke durch, eine Wut, mal mehr mal weniger, erfordern doch ein gewisses einhören. Was man von Contra-Eltern-Band wie Nirvana nicht mehr gewohnt war.

Bis zum achten Stück reitet die Scheibe so weiter, mit "Gerbil" komt das nächste hit-taugliche Stück. "Consider this" macht hier das Trio voll, bevor man mit dem wirklich überraschenden "So cool" eine Art Abspann genießt.

Filter`s Debütscheibe ist keineswegs ein Abklatsch von NIN, allerdings die mit Abstand Beste der bis jetzt gemachten Filter-platten!

Empfehlenswert!


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