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Beiträge von Alexander Hoefer
Top-Rezensenten Rang: 268
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Rezensionen verfasst von Alexander Hoefer "Animus" (Pähkinäkolo)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Greyfriars Bobby - Oder der treuste Hund der Welt wird "Ehrenbürger" von Edinburgh, 13. Januar 2012
Die wahre Geschichte - Greyfriars Bobby - spielt Mitte des 19. Jahrhunderts in Schottland, eine Zeit, in der noch Lampenanzünder abends durch die Straßen gingen und die Öllaternen mit Feuer versorgten. Der kleine Skye-Terrier Bobby ist eigentlich ein herrenloser Hund, der aber stets dem einsamen alten und sehr kranken Schäfer Auld Jock Gesellschaft leistete. Da die wirtschaftliche Situation in diesem Jahr sehr schlecht war, und sich die Farmerfamilie den Schäfer nicht mehr länger als Arbeitskraft leisten kann, verlässt Auld Jock gleich zu Beginn des Filmes die Farm, schenkt aber zuvor noch der kleinen Farmertochter Alice den äußerst intelligenten Terrier. Bobby ist mit dieser Entscheidung allerdings überhaupt nicht einverstanden, büchst deshalb gleich darauf aus, und läuft seinem bisherigen Herrchen die zwanzig Meilen bis nach Edinburgh hinterher, wo er wie immer pünktlich zum 12-Uhr-Kanonenschlag das Restaurant von Mr. Traill betritt, und dort sofort seine Suche nach Auld Jock beginnt. Da er seinen Freund bei Mr. Traill nicht finden kann, läuft der Terrier alle ihm bekannten Straßen und Plätze von Edinburgh ab, und findet ihn schließlich am späten Abend völlig durchnässt am Straßenrand in einem alten Karren liegend. Gemeinsam übernachten sie in einer schäbigen und stinkenden Herberge, die einer Kloake durchaus Konkurrenz machen könnte. Leider schläft Auld Jock in der Nacht für immer ein. Tags darauf wird er auf dem Greyfriars-Friedhof begraben. Fortan schläft der Hund verbotener Weise jede Nacht auf dem Friedhof, genauer gesagt, auf Auld Jocks Grab. Alle Versuche des Friedhofwärters Mr. Brown den Hund von dort zu vertreiben scheitern kläglich, denn der intelligente Bobby findet immer wieder eine neue Möglichkeit, um ungesehen in den Friedhof hineinzukommen, und seinem verstorbenen Freund auf dessen Grab seine Treue zu erweisen. Schon bald schlägt nicht nur das Herz von Mr. Traill für diesen sympathischen kleinen Terrier, den er mittlerweile jeden Tag mit Essen versorgt, sondern auch die bettelarmen Kinder aus der Nachbarschaft haben einen großen Narren an Bobby gefressen, denn er ist längst zu ihrem liebsten Spielgefährten geworden. Auch die Frau des Friedhofswärters fängt an für diesen außergewöhnlichen Hund zu schwärmen, und so darf Bobby - gegen die Regel - weiter auf dem Friedhof übernachten. Dieser Verstoß gegen die Stadtverordnung bleibt natürlich nicht ungeachtet, und Mr. Traill, der dem Hund täglich in seinem Restaurant etwas zu essen serviert, muss sich bald vor dem Gesetz verantworten, weil er für "seinen" Hund noch keine Hundesteuer entrichtet hat. Es beginnt ein in Schottland noch nie dagewesener Prozess über einen Hund, der mit einem völlig unerwarteten und historischen Urteil enden sollte. Auch wenn der Film ein bisschen von der Schottischen Sage abweicht, ist den Filmemachern von Walt Disney mit - Greyfriars Bobby - ein unglaublich herzergreifender Unterhaltungsfilm für die ganze Familie gelungen, der auch in der Deutschen Synchronisation, aufgrund der vielen bekannten Stimmen, voll und ganz überzeugt. Das Bild und der Ton sind zwar nicht auf dem neusten Stand der Technik, aber für einen Film, der mittlerweile 50 Jahre auf dem Buckel hat absolut akzeptabel. Wer also einen Familienfilm sucht, der eine besondere Geschichte erzählt, der kann mit diesem Film überhaupt nichts falsch machen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Ich habe keine Angst - Oder, wer Andern eine Grube gräbt...!, 12. Januar 2012
Der italienische Film - Ich habe keine Angst - erzählt von dem neunjährigen und recht großgewachsenen Michele und seinen Freunden, die tagsüber gemeinsam durch die vielen Gerstenfelder der Umgebung streifen, und sich dabei auch an einem verlassen Gasthaus - einer Ruine - gefährlichen Mutprobe stellen. Eines Tages verliert Micheles Schwester ihre Brille auf dem Gelände des Gasthauses und Michele eilt noch einmal zurück, um sie zu suchen. Als er dabei die sich auf dem Boden befindlichen Wellbleche hochhebt, stößt er auf einen grausigen Fund, nämlich in dieser verborgenen höhlenähnlichen Grube versteckt sich, ein bis auf die Knochen abgemagerter Junge in seinem Alter, der wie ein Strafgefangener mit einer Fußkette an der Wand angebunden ist, und regelrecht wolfsähnliche Verhaltenszüge aufweist. Den ersten Schrecken überwunden versorgt er fortan den Jungen täglich mit Wasser und Brot, und baut wenig später eine gute und recht freundschaftliche Beziehung zu ihm auf. Dennoch bleibt die ganze Sache bezüglich des Jungen absolut mysteriös. Nur ganz langsam dringt Michele zu dem eigentlichen Geheimnis vor, das sich hinter der Fassade dieses armen Jungen verbirgt, der felsenfest davon überzeugt ist, dass es tot sei. Erst als Michele im weiteren Verlauf des Filmes dann doch die Wahrheit herausfindet, und vor lauter Hilflosigkeit auch noch seinem besten Freund das große Geheimnis rund um den Jungen verrät, beginnt für ihn ein lebensgefährlicher Wettlauf, denn er muss sich beeilen, um das Leben des verwahrlosten Höhlenkindes zu retten. Ich habe keine Angst - ist ein enorm spannender, thrillerähnlicher Film, der sich in einer Landschaft abspielt, wo sich eigentlich Fuchs und Hase "Gute Nacht" sagen, und der am Ende durchaus dem berühmten Sprichwort gerecht wird: "Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein!" - nur diese harte Wahrheit kann am Ende wirklich unglaublich schmerzhaft sein.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Wunderschöne Verfilmung des Mark-Twain-Klassikers aus dem 19. Jahrhundert, 11. Januar 2012
Der amerikanische Schriftsteller Mark Twain hat ja viele Geschichten für die Kinderherzen geschrieben. Neben den Abenteuern von Tom Sawyer und Huckleberry Finn, gehört natürlich auch das Werk - der Prinz und der Bettelknabe - zu seinen ganz großen Jugendliteraturklassikern. Ähnlich wie die Abenteuer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn wurde auch dieses Buch mehrfach verfilmt, wobei mir diese Version aus dem Jahre 2000 mit Abstand am allerbesten gefällt, weil sie nicht nur das Ambiente der damaligen Zeit hervorragend einfängt, sondern auch die Zwillinge Jonathan und Robert Timmins als Eduard II und Tom, sowie Adian Quinn als Freund und Retter Miles Handon schauspielerisch auf ganzer Linie überzeugen. Die Geschichte des Prinzen und seinem Bettelknaben spielt im 16. Jahrhundert, einer Zeit, in der die hart durchgreifende Exikutive noch gnadenlos und ohne große Rechtssprechung Frauen beim lebendigen Leibe als Hexen verbrannte, Männer oder auch Kinder auf dem Marktplatz erhängte, und die Bürger auf den Straßen ihres Lebens nicht wirklich sicher waren. Gleich zu Beginn des Filmes werden am gleichen Tage zwei Jungen in unterschiedliche Familien hineingeboren, die sich wie ein Haar dem anderen gleichen. Der eine ist des Königs Sohn Edward II (Prince of Wales), und der andere Tom Canty, ein Sohn einer Bettlerfamilie, dessen Vater ein Gauner ist. Beide wachsen in zwei extrem unterschiedlichen Familienverhältnissen auf. Während Eduard II im Schloss seines Vaters in Saus und Braus lebt, und alles bekommt, was er begehrt, wenn er nur mit dem Finger schnippt, kann Tom froh sein, wenn er tagtäglich einen Apfel auf dem Markt als milde Gabe ergattern kann, um etwas zu Essen für sich zu haben. Eines Tages wird Tom Zeuge, wie sein Vater einen Mann beraubt und ihn mit dem Messer niedersticht. Tom flüchtet aus Angst vor seinem Vater und kann sich nach einer rasanten Verfolgungsjagd in den Hof des Schlosses retten. Dort macht er Bekanntschaft mit seinem "Zwilling" dem Prince of Wales Eduard II. Da der Königssohn bisher immer nur abgeschottet und streng bewacht im Schloss gewohnt hat, und er gerne einmal mit gleichaltrigen spielen würde, bzw. auch einmal das bürgerliche Leben draußen kennenlernen möchte, tauschen die beiden Jungen ihre Kleider aus und damit auch gleichzeitig ihre Rollen. Fortan beginnt ein gefährliches Katz- und Mausspiel, bei dem Eduard II zusammen mit seinem Freund Miles Handon um sein Überleben kämpft, weil Toms Vater ihm dicht auf den Fersen ist, und Tom sich mit der Situation konfrontiert sieht, dass er Entscheidungen über Leben und Tod treffen muss. Der Prinz und der Bettelknabe - ist ein absolut lehrreicher und sehenswerter Film, der uns aufzeigt, dass Kleider doch keine Leute machen, wie es das Sprichwort sagt, und dass es im Leben vor allem nur darauf ankommt, was man im Herzen für ein Mensch ist, und welche Gerechtigkeit am Ende tatsächlich gerecht ist. Nur schade, dass es von dieser wunderschönen Verfilmung wieder mal keine Deutsche Version gibt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Wann werden wir endlich lernen, dass jedes Kind seine eigenen Fähigkeiten besitzt?, 10. Januar 2012
Wann werden wir endlich akzeptieren, dass es nicht wirklich sinnvoll ist, wenn alle Kinder in der Schule das Gleiche lernen - lesen, schreiben, rechnen oder malen - müssen, weil dadurch unweigerlich sehr viele Fähigkeiten und Talente von vielen Kindern für immer unentdeckt bleiben? - Wann werden wir endlich einsehen, dass die Methode des Frontalunterrichts nur einen ganz kleinen Teil der Schüler wirklich effektiv erreicht, und vor allem kontraproduktiv ist, weil man spätestens 20 Jahre nach seiner Schulzeit nahezu alles wieder vergessen hat, was man irgendwann einmal (unnötig) in der Schule für eine Klassenarbeit oder Prüfung gelernt hat? - Wann werden wir endlich verinnerlichen, dass jedes Kind anders lernt und vor allem anders wahrnimmt, und deshalb auch nicht jedes Kind mit der gleichen vorgeschriebenen Lernmethode arbeiten kann, sondern dass das Lernen, oder der Erwerb von Wissen, ein individueller Prozess ist, und daher auch individuell gefördert werden sollte oder sogar müsste? - Und wann werden wir endlich begreifen, dass es für das persönliche Leben eines Menschen eigentlich überhaupt nicht wichtig ist, was er lernt, sondern dass er etwas lernt, was ihn interessiert (!?) - Die Antwortet lautet: "Wahrscheinlich niemals!", selbst auch dann nicht, wenn alle Menschen dieser Welt diesen wunderschönen Film - Like Stars On Earth - gesehen und verinnerlicht haben. Like Stars On Earth - beschäftigt sich auf ganz eindrucksvolle Weise mit dem Problem der Dyslexie bei Kindern, und erzählt dabei absolut realistisch das große Schicksal des achtjährigen indischen Jungen Ishaan, der nicht nur seinen Eltern, sondern auch seinen Lehrern mit seinem untypischen Verhalten sehr viel Ärger bereitet. Ishaan ist vor allem für seinen Vater eine ganz große Lebensenttäuschung, weil er im Gegensatz zu seinem anderen Sohn Yohan - ein Vorzeigeschüler und Topsportler - überhaupt gar nichts richtig auf die Reihe bekommt. Auch von den Klassenkameraden wird Ishaan, der gerade die Dritte Klasse wiederholt, tagtäglich nur verhöhnt und verspottet. Als die Situation eines Tages eskaliert, entscheidet sein Vater ihn sofort auf ein Internat zu schicken, wo der Junge buchstäblich vom Regen in die Traufe kommt, denn hier erfährt er anfangs von den Lehrern noch ein viel größeres Unverständnis für sein "Lerndefizit" als bisher. Obwohl Ishaan in dem gehbehinderten Rajan einen sehr guten Freund findet, verschließt sich der Junge aufgrund dieser ständigen Demütigungen und Enttäuschungen wenig später völlig vor sich und seiner Umwelt, und hört auf zu sprechen, auf zu arbeiten und sogar auf zu malen. Erst als der neue Vertretungslehrer Ram Nikumbh die Klasse übernimmt, und mit völlig neuen Unterrichtsmethoden die Kinder regelrecht begeistert, ändert sich ganz langsam das Verhalten des Jungen. In Ram findet Ishaan erstmals einen Menschen, der ihn nicht verurteilt, sondern der ihn versucht zu verstehen. Vor allem erkennt Ram sehr schnell, dass Ishaan unter Dyslexie leidet, eine "Lernschwäche" die überwiegend bei Kindern auftritt, deren rechte (kreative) Gehirnhälfte, um ein Vielfaches stärker ausgeprägt ist, als die linke, die ja hautsächlich für das Erlernen von Lesen, Schreiben oder Rechnen verantwortlich ist. Kinder mit Dyslexie können nicht mit der herkömmlichen Methode das Lesen und Schreiben erlernen, sie benötigen, wie ich das bereits schon eingangs in meiner Rezension erwähnt habe, andere Lernmethoden, um sich diese Fähigkeiten anzueignen. Genau diese anderen Methoden werden in diesem Film besonders schön und sehr eindrucksvoll dargestellt, denn der Lehrer Ram Nikumbh arbeitet nicht nur zusätzlich in seiner Freizeit mit Ishaan individuell, sondern er verwendet dabei auch überwiegend kinästhetische Methoden, also Methoden, die hauptsächlich das Erlernen durch Fühlen, Tasten und Gestalten beinhalten. Der Film - Like Stars On Earth - zeigt absolut wirklichkeitskonform, dass Kinder mit einer Dyslexie (nicht zu verwechseln mit Kindern, die eine akute Lese- und Rechtschreibschwäche aufweisen) - ungeahnte, und sowohl im herkömmlichen Schulalltag, als auch im alltäglichen Leben, nicht entdeckte und außerordentliche Fähigkeiten besitzen können, und dass sie in der Lage sind, das Lesen, Schreiben und Rechnen genauso gut zu erlernen wie die anderen "normalen" Kinder auch, vorausgesetzt, dass seitens der Lehrer andere Lernmethoden angewendet werden. Perfekt agierende Schauspieler, allen voran der kleine Darsheel Safary, und auch die regelmäßige Auflockerung mit sehr melodischer und textlich anspruchsvoller indischer Popmusik vollenden diese Geschichte zu einem emotionalen Filmerlebnis, das Fünf Sterne mehr als verdient hat.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Ein zauberhafter Familienfilm über das mysteriöse Verschwinden eines sehr vernachlässigten Mädchens, 9. Januar 2012
Ben und sein Vater Koos sind eines Abends total begeistert von einer Zaubershow des superschnellen Illusionisten Hans Smid, und fahren nach der Vorstellung völlig euphorisch nach Hause. Dort angekommen fasst Ben für sich den Entschluss selbst Zauberer zu werden, und beginnt sofort damit sich mit der Materie intensiv auseinanderzusetzen. Ben hat aber mit einer sehr großen Schwierigkeit zu kämpfen, denn in seiner Schulklasse ist er nicht nur ein absoluter Außenseiter, sondern er erfährt auch von seinen Mitschülern regelmäßig nur Ablehnung und Spott; nicht zuletzt auch deshalb, weil sein Vater seine Arbeitsstelle als Förster durch eine kuriose Schussligkeit verloren hat. Erst die neue Mitschülerin Sylvie - die aus einer sehr reichen Familie herausstammt, aber deren Eltern entweder so gut wie nie zu Hause sind, oder wenn sie zu Hause sind, niemals Zeit für sie haben - kann sich für den im Abseits stehenden Jungen regelrecht "bezaubern", und hilft ihm fortan als Assistentin seinen Traum als Zauberer zu verwirklichen. Auch Bens Vater packt wenig später das Zauberfieber, mit dem er letztendlich seine Not zur Tugend macht. Gemeinsam mit seinem Sohn sucht er einen Illusionisten auf, der sie ganz langsam in die Geheimnisse oder Nichtgeheimnisse der Zauberei einweiht, ohne ihnen jedoch bestimmte Zaubertricks zu verraten. In der nächsten Zeit erwerben sich Vater und Sohn eine Reihe von anschaulichen Kunststücken, die sie zuerst vor den Familienmitgliedern, danach im näheren Bekanntenkreis und wenig später auch der Öffentlichkeit im Rahmen einer Zaubershow zum Besten geben. Bei ihrer bislang größten Show kommt es dann zu einem entsetzlichen Dilemma, denn beim letzten Trick, dem großen Finale der Vorführung, lässt der Vater zwar wie geplant Sylvie verschwinden, kann sie aber nicht mehr "zurückzaubern". Auch nach einer intensiven Durchsuchung sämtlicher Theaterräume bleibt Sylvie wie vom Erdboden verschwunden. Der Skandal um das verschwundene Mädchen macht schon sehr bald seine Runde, und in der Folgezeit ist die Familie nicht nur dem Schmierentheater der Mediengesellschaft, sondern auch dem entsetzlichen Klatsch und Tratsch der Bevölkerung so gut wie hilflos ausgeliefert. Auch Koos versucht in dieser Situation der Polizei vergeblich seine Theorie glaubhaft (weiß) zu machen, dass es beim Zaubern wahrscheinlich einen "Zwischenraum" zwischen der Erde und dem Himmel gäbe, indem sich Sylvie jetzt wahrscheinlich befände, und er sie im Moment von dort leider nicht mehr zurückzaubern könne, weil ihm hierfür noch die dazugehörigen Fähigkeiten fehlen würden. Einzig und allein Ben kommt durch seine intensiven Nachforschungen hinter das große Geheimnis, das sich hinter dem mysteriösen Verschwinden seiner Freundin verbirgt, aber er bewart dieses Geheimnis wie einen Zaubertrick für sich. Het Geheim - ist ein zauberhafter Familienfilm, der den Zuschauern nicht nur ein ganz großes Unterhaltungskino auf höchstem künstlerischem Niveau bietet, sondern sie am Ende sogar mit zwei sehr wertvollen und würdevollen sozialen Lebensbotschaften überrascht. Bleibt nur noch zu hoffen, dass es diesen Film auch bald in einer deutschen Synchronisation gibt, damit auch unsere Kinder ein wenig verzaubert werden können, von der magischen Botschaft dieses tollen holländischen Filmes.
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Lorenzos Öl
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| DVD ~ Nick Nolte |
| Wird angeboten von audiovideostar_2 |
| Preis: EUR 17,99 |
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Die authentische Verfilmung darüber, wie zwei medizinische Laien ein Medikament für eine unheilbare Krankheit finden, 8. Januar 2012
Kurz nachdem der kleine Lorenzo Odone aus Afrika zurückkommt, stellen die Erzieher im Kindergarten eine starke und völlig unerklärliche Verhaltensänderung bei ihm fest. Lorenzo schlägt grundlos andere Kinder, verletzt sich beim Spielen völlig untypisch selbst und zerstört absichtlich oder auch unabsichtlich Gegenstände. Beunruhigt kontaktieren die Eltern daraufhin einen Arzt nach dem anderen, aber alle Untersuchungsergebnisse deuten eindeutig darauf hin, dass Lorenzo ein gesundes Kind sein muss. Erst eine genauere Untersuchung der Genetik konfrontiert die Eltern Lorenzos mir der traurigen Gewissheit, dass ihr Sohn unter der sehr seltenen Krankheit - Adrenoleukodystrophie - kurz ALD genannt leidet, eine bis Dato noch nicht therapierbare Fettsäurewechselstörung, die zuerst zum systematischen Verfall des Gehirns und dadurch wenig später auch unweigerlich zum Tod führt. Die Odones können und wollen sich mit dieser Diagnose und dem Todesurteil ihres Sohnes allerdings nicht abfinden, und setzen fortan alle Hebel in Bewegung ihrem Sohn zu helfen. Dazu führen sie unzählige Telefonate mit Wissenschaftlern und kontaktieren zahlreiche Ärzte, Professoren, Spezialisten und sogar eine Selbsthilfegruppe. Parallel dazu arbeiten sich die beiden Erwachsenen fieberhaft in dieses medizinische Fachgebiet ein, und wälzen dazu in der Bibliothek ein Fachbuch nach dem anderen. Zwischenzeitlich verschlechtert sich jedoch der Zustand Lorenzos drastisch. Er bekommt Krämpfe, spastisch ähnliche Anfälle und muss ab sofort sogar olfaktorisch (durch die Nase) ernährt werden. Das große Leid hilflos mit ansehen zu müssen, wie einem das eigene Kind unter der Hand wegstirbt, ohne dass man etwas dagegen tun kann, kombiniert mit der ernüchternden Tatsache, dass es offensichtlich auf dem wissenschaftlichen Sektor wirklich keine Studie zu diesem seltenen Fachgebiet gibt, und auch noch kein Medikament zur Bekämpfung dieser Krankheit vorhanden ist, stellen die Ehe der Odones vor eine ganz harte Zerreißprobe. Gerade als die Konflikte und Spannungen zwischen den Eheleuten eskalieren entdecken die Odones die Studie eines polnischen Wissenschaftlers, der zur Behandlung der Krankheit ungesättigtes Rapsöl in Betracht zieht. Da die Odones weder von ärztlicher noch von wissenschaftlicher Seite Unterstützung erhalten, da die Verabreichung von Rapsöl noch zu unerforscht und daher auch viel zu risikoreich ist, und ihr Sohn sowieso dem Tod geweiht ist, verabreichen sie ihm dieses Öl auf eigenes Risiko mit dem Erfolg, dass sich Lorenzos Werte in ganz schneller Zeit um 50% verbessern. Die Verabreichung des Rapsöls bleibt allerdings nicht ohne heftigste Nebenwirkungen, und so arbeitet Augusto fortan wie besessen daran etwas zu finden, was seinem Sohn helfen könnte, und schreib schon bald eine wissenschaftlich sehr überzeugende Studie, die durchaus einer Doktorarbeit gleichkommt. Lorenzos Öl - ist ein absolut sehenswerter und lehrreicher Film, der uns zeigt, dass man im Leben niemals aufgeben darf, und dass man auch das Unmögliche schaffen kann, wenn man sein Ziel nicht aus den Augen verliert.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Alabama Moon - Der Kampf für Freiheit im oftmals ungerechten und Widersache getränkten Abenteuer Leben, 7. Januar 2012
Alabama Moon erzählt die Geschichte des kleinen Moons, der zusammen mit seinem Vater als Outlaw in den Wäldern lebt. Von seinem Vater bekam Moon nicht nur das Leben ohne Technik und unnötigen Firlefanz von klein auf beigebracht, sondern auch das Überleben in freier Natur. So verfügt der Junge über gewaltige Ressourcen und enorm ausgeprägte Überlebensinstinkte. Gleich zu Beginn trägt er seinen Vater, der aufgrund fehlender ärztlicher Versorgung an einer Blutvergiftung stirbt, eigenhändig zu Grabe, und versteckt sich gleich danach vor dem Gesetz ganz tief im Wald. Trotz seiner geschickten Art sich zu tarnen, gelingt es dem Revierpolizisten Sanders eines Tages doch Moon zu überwältigen, und ihn gleich darauf in ein hochsicherheitstraktähnliches Heim zu bringen. Mit dieser neuen und überforderten Situation - erstmals mit Gleichaltrigen hinter Gittern eingesperrt zu sein und in Gemeinschaftsräumen schlafen müssen - kann sich der naturverbundene Moon überhaupt nicht anfreunden, und so findet er schon sehr schnell eine geniale Idee wie er aus dem Heim auszubrechen könnte. Zusammen mit der Hilfe seiner beiden ersten Freunde Hal und dem gesundheitlich sehr kranken Kit flüchtet er ins Abseits der Zivilisation, wo sich die drei an einem nahezu unauffindbaren Ort verstecken. Fortan beginnt ein sehr gefährliches Katz und Mausspiel, denn der Polizist Sanders ist ihnen mit seinem Hund schon sehr dicht auf den Fersen, und auch der gesundheitliche Zustand von Kit verschlechtert sich von Minute zu Minute. Solle seinem kranken Freund aufgrund der fehlenden ärztlichen und medizinischen Versorgung tatsächlich das gleiche Schicksal widerfahren, dass auch schon seinem Vater zu Beginn des Filmes widerfuhr? Und schafft es Moon am Ende doch der Obrigkeit ein Schnippchen zu schlagen? Diese beiden Fragen sollten die Neugier auf diesen Film mehr als geweckt haben. Alabama Moon - ist ein spannender, lehrreicher und sozial sehr wertvoller Film, der einerseits zeigt, wie unratsam es ist einen Jungen mit aller Gewalt aus seiner gewohnten Lebenswelt herauszureißen, und andererseits absolut realistisch aufzeigt, dass Verantwortliche keine Skrupel davor haben sogar bis zum Äußersten gehen, um ihr Ziel am Ende zu erreichen oder einen Fehler geschickt zu retuschieren. Schön zu sehen, dass aus Amerika auch mal wieder ein Film kommt, der uns nicht nur mit einer inhaltsleeren Thematik und einer überprofessionellen Action bombardiert, sondern uns wirklich ein ganz großes Familienkino bietet.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Koulu on kaunis ja tärkeä - Oder der couragierte Kampf finnischer Kinder für das Recht auf eine Schule und anständige Bildung, 6. Januar 2012
Ich habe sehr lange überlegt welchen Film ich als meine 500-ste Jubiläumsrezension hier bei Amazon bewerten sollte, und habe mich, sowohl aus beruflichen als auch aus persönlichen Gründen, für den Finnischen Film - Valo & Ville - entschieden. Die Geschichte von - Valo & Ville - basiert auf den Tagebuchaufzeichnungen eines finnischen Kindes aus dem vorigen Jahrhundert, und spielt in Viiritsa einem kleinen Dorf, das tagtäglich und rund um die Uhr von der Polizei überwacht wird. Weil die nette und liebevolle neue Lehrerin Marian Neuhonen den Kindern, zur Verärgerung der kleinbürgerlichen Dorfbevölkerung, das "obszöne" Buch David Copperfield des Englischen Schriftstellers Charles Dickens vorliest, und der Kontrolldienst wenig später bei einer nächtlichen Visite eine Zeichnung in ihrem Lehrerpult findet, die den dortigen Polizeichef als Teufel darstellt, schließt die radikal durchgreifende Exikutive gewaltsam die Schule. Der mutige und äußert intelligente Valo, der später einmal Lehrer werden möchte, organisiert daraufhin eine Schule in der Scheune hinter seinem Haus. Erstmals kann auch sein Freund Ville, der regelmäßig von seinem betrunkenen Vater schwer misshandelt wird, und bisher noch niemals die Schule besuchen durfte, heimlich an den Unterrichtseinheiten partizipieren, die von einer russischen Krankenschwester "illegal (!?)" durchgeführt werden. Valos Idee mit der Scheunenschule schlägt ein wie eine Bombe, und die Kinder sind bereits am "ersten Schultag" mit großer Freude und Feuereifer dabei etwas zu lernen. Doch die Kinder haben ihre Rechung leider ohne die primitive und ungebildete Bauerngesellschaft gemacht, die mich aktuell, aufgrund ihrer professionellen Widersache, und der Art und Weise, wie sie mit aller Macht ALLES zerstören, was sich die Kinder mühevoll und würdevoll aufgebaut haben, unweigerlich an meine deutsche Heimatgemeinde erinnert. Fortan führen die Kinder einen couragierten und unerbittlichen, aber vor allem solidarischen Kampf für etwas, wofür die Deutschen Kinder noch niemals gekämpft haben, und wofür sie auch niemals solidarisch kämpfen würden. Sie kämpfen für das Recht auf eine Schule und eine anständige Bildung, und treten in diesem Kontext auch noch mutig und ehrenhaft für die Würde des Kindes und seiner Rechte ein. Sieht man den Film unter den aktuellen schulischen Erkenntnissen, dann kann man durchaus sagen, dass die Finnen, im Gegensatz zu uns Deutschen, gerade was das Schulsystem betrifft, aus ihrer schrecklichen Vergangenheit nicht nur etwas gelernt haben, sondern sehr viel gelernt haben, denn sie schufen nach dem Zweiten Weltkrieg das mit Abstand beste Schulsystem Europas - Ein Schulsystem, das einerseits die mit Abstand wenigsten Schulversager produziert, und andererseits, trotz der extrem schwierigen Sprache, die beste Lese- und Rechtschreibkompetenz bei Kindern hervorruft. Sie entwickelten ein Schulsystem, das vor allem der Würde und der Fähigkeiten des Kindes gerecht wird, und nicht dem enormen Druck der Eltern sowie deren oftmals rein subjektiven Leistungskriterien standhalten muss. Und wer weiß, vielleicht kannten die Gründer des Finnischen Schulsystems ja auch diese Tagebuchaufzeichnungen, die uns hier in diesem Film absolut authentisch und mit einer tief berührenden sprachlichen Wärme präsentiert werden. Nur schade, dass auf der DVD leider keine Originaltonspur enthalten ist, denn ich hätte mir den Film sehr gerne auch einmal auf Finnisch angeschaut.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Das traurige Schicksal eines menschlich sehr wertvollen Schneeprinzen in einem landschaftlich beeindruckenden Winterkleid, 5. Januar 2012
Obwohl ich kein einziges Wort Japanisch verstehe, habe ich mir den Film in der Japanischen Version, allerdings mit Englischen Untertiteln angeschaut. Daher kann ich jetzt auch nichts zu der Qualität der Deutschen Synchronisation sagen. Die Originalversion des - Schneeprinzen - war allerdings unglaublich bezaubernd anzuschauen. In eine märchenhaft bildschöne japanische Winterlandschaft inszenierten die Filmemacher eine Geschichte, die es in der Tat wert ist, sehr vielen Menschen auf der Welt weitererzählt zu werden. Der 10-jährige Waisenjunge Sota lebt zusammen mit seinem körperlich sehr gebrechlichen aber weisen Großvater in sehr armen Verhältnissen. Gleich zu Beginn des Filmes rettet Sota zusammen mit seiner Freundin Sayo, einem Mädchen, das aus einer wirtschaftlich reich betuchten Familie herausstammt, einen süßen Akita-Welpen. Diesen taufen sie auf den Namen Chibi, der fortan bei Sota und seinem Großvater lebt. Obwohl der überstrenge Vater Sayos nicht duldet, dass sich seine Tochter mit diesem armen "Taugenichts" trifft, verbringen die beiden Kinder nahezu jede freie Minute miteinander. Schon schnell stellt sich heraus, dass Sota ein ganz großes künstlerisches Talent besitzt und bildschön zeichnen und malen kann. Leider ist der Großvater so arm, dass er seinem Enkel den Besuch einer Schule nicht bezahlen kann. So bleibt das große Naturtalent des Jungen bestehen, ohne jedoch groß gefördert zu werden; im Gegensatz zu Sayos Klaviertalent, das die Eltern aufgrund ihres Reichtums bedenkenlos finanzieren. Als Sayos Vater eines Tages die beiden Kinder verbotener Weise in einem Schuppen erwischt verbietet er seiner Tochter ab sofort Sota zu treffen. Nur die Mutter von Sayo merkt wie stark die Gefühle ihrer Tochter für diesen Jungen sind, und ermöglicht ihr heimlich ihren Schneeprinz regelmäßig zu treffen. Zusammen erleben die beiden Kinder nun eine schöne Zeit miteinander, und lernen in diesem Zusammenhang auch einen Zirkusclown kennen, der sogar ganz tief in das Herz von Sota hineinhören kann. Der Schneeprinz - ist ein anmutiger, lehrreicher aber auch sehr weiser Familienfilm, der einerseits aufzeigt, was man mit dem Unterbinden einer großen Liebe alles zerstören kann, aber andererseits auch deutlich macht, dass die schönsten Dinge des Lebens nicht mit Geld bezahlt werden können, und so kommt der Film auch zu einem überraschenden, aber durchaus wahren Ende. Genauso sind Geschichten, die das Leben schrieb. Erzählt sie weiter.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Der verlorene Soldat - Oder eine verbotene Erinnerung, 4. Januar 2012
Der holländische Ballett-Choreograph Jeroen wird in den Achtziger Jahren bei seiner Arbeit urplötzlich von seinen Kindheitserinnerungen aus der Besatzungszeit von 1944 eingeholt, und lässt den Zuschauer gleich darauf an seinen Erlebnissen teilhaben. Jeroen wurde damals als Zwölfjähriger wie sehr viele holländische Stadtkinder weit draußen auf dem Land versteckt, um ihn vor dem Krieg in Sicherheit zu bringen. Dort lebt er zusammen mit mehreren Kindern in einer sehr verständnisvollen und herzensgütigen Bauernfamilie, und lernt dabei die Gepflogenheiten des Landlebens ganz genau kennen. In der wunderschönen Umgebung des holländischen Nordens ist vom zweiten Weltkrieg weit und breit nichts zu spüren, nur dass die letzten Deutschen Besatzer vor den anrückenden Alliierten fliehen. Alsbald erreichen Kanadische Truppen das kleine Dorf, indem Jeroen lebt. Begeistert feiert er noch am gleichen Abend zusammen mit seinen Mitmenschen den Tag der Befreiung, und lernt dabei den jungen Soldaten Walsh kennen, der ihm sofort sehr viel Sympathie entgegen bringt. Aus dieser anfänglichen Sympathie wird aber schon bald mehr, und es entsteht zwischen den beiden eine, aus gesellschaftlicher Sicht, verbotene Liebesbeziehung, die unser Volksmund häufig als "Pädophilie" charakterisiert. Ob Walsh tatsächlich pädophil ist geht aus dem Film allerdings nicht hervor, denn eine sexuelle Beziehung zu einem Minderjährigen ist nicht zwingend pädophil. Nur der oftmals triviale und gerade in diesem Thema häufig sehr ungebildete Volksmund bezeichnet eine derartige Beziehung als pädophil, weil das Deutsche Gesetz den Minderjährigen besonders schützt. Der sexuelle Kontakt zwischen einem 19-jährigen Erwachsenen und einem 12-jährigen Mädchen ist in Deutschland sogar strafbar, während der wesentlich häufigere sexuelle Kontakt zwischen 14- und 15-jährigen absolut straffrei ist (?). Macht das Sinn? - Oder, wo ist der Unterschied, ob nun zwei 15-jährige Teenager miteinander schlafen, oder die 15-jährige mit ihrem 18-jährigen Freund? Einen 28-jährigen, der sich in eine 15-jährige verliebt, sehen wir als Pädophilen, während es völlig in Ordnung ist, wenn sich ein 31-jähriger in eine 18-jährige (gleicher Altersunterschied) oder ein 55-jähriger in eine 22-jährige verliebt. Roberto Blancos neue Frau ist 40 Jahre jünger (die könnte sogar seine Enkelin sein) - Ist Roberto Blanco jetzt pädophil? Heißt es im Sprichwort nicht: "Liebe kennt keine Altersgrenze?" Der 28-jährige, der sich in eine 15-jährige verliebt, ist genauso wenig pädophil, wie die 14-jährige, die sich in ihren 35-jährigen Lehrer verknallt. Pädophilie ist immer erst dann vorhanden, wenn Erwachsene ausschließlich Minderjährige als Opfer zu ihrer sexuellen Befriedigung missbrauchen. Das ist in der Beziehung zwischen Walsh und Jeroen allerdings nicht der Fall. Aus meinem beruflichen Alltag als Sozialpädagoge weiß ich allerdings, dass die oftmals gerade, was dieses Thema betrifft, ungebildete und unwissende Bevölkerung viel zu leichtfertig mit dem Begriff "pädophil" um sich wirft, und dass sie viel zu schnell Menschen verurteilt pädophil zu sein oder ihnen sogar unterstellt pädophile Neigungen zu haben. Ich kenne in diesem Zusammenhang eine Reihe alleinerziehender Mütter, die keine Skrupel davor haben einen Mann selbst schon dann der Pädophilie zu bezichtigen, wenn dieser nur mit ihren Kindern redet oder in einem Park zusammen Boule spielt. Der Film - Der verlorene Soldat - zeigt welche wunderschöne Erinnerung eine von der Gesellschaft verbotene Liebe doch sein kann. Dass es diesen Film natürlich nicht auf Deutsch gibt, sollte allein schon aufgrund meiner Rezension klar sein.
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