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Rezensionen verfasst von
A. Schlaphorst "schlaphorst"
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Music of the Spheres
Music of the Spheres
Preis: EUR 9,49

49 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Da ist er wieder, DER Mike, 15. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Music of the Spheres (Audio CD)
Wie lange musste man auf einen solchen Moment warten? Ich selber habe ihn noch nie erlebt, denn beim letzten Mal, als Mike Oldfield ein derart gutes Album veröffentlicht hatte, war ich gerade einmal drei Jahre alt ("Amarok").
Nach den Alben, die uns der Ausnahme-Musiker in den letzten Jahren (und eigentlich seitdem sein Vertrag mit Virgin ausglaufen war) präsentierte, schien ein solches Meisterwerk nahezu unmöglich. Was sich für lange Zeit immer nur in Teilen seiner Stücke andeutete, ist nun endlich mal über ein komplettes Album zu genießen: Klasse und musikalische Klangmalerei.

Als ich zum ersten Mal hörte, dass dieses Werk vollständig orchestral produziert werden sollte, gefiel mir die Idee, aber dennoch war ich in Sorge. Ein komplettes Orchester - das kann schnell schiefgehen, wie uns Rockmusiker und -bands in den letzten Jahrzehnten des öfteren bewiesen.
Aber was auf "The Orchestral Tubular Bells" noch häufig unausgereift und (speziell im zweiten Teil) nervig wirkte, rettete das Album "Voyager" mit dem grandiosen "Mont St. Michel" - hier allerdings nur auf einer Länge von zwölf Minuten.
Ein weiteres Gegenargument: Es sollte noch nicht einmal die für Oldfield typische E-Gitarren geben! Jedoch wird man eine Erkenntnis sehr schnell beim Hören dieses genialen Stückes haben: Die Gitarre ist weit weniger entscheident, als Herr Oldfields Wille, epische Klanglandschaften zu erschaffen. Denn eigentlich stehen und fallen alle seine Kompositionen nur mit der Tatsache, ob er Lust dazu hat, oder lieber an schnöden Meldoiefetzen rumzulutschen und sie auf Überlänge aufzublasen (siehe: "Light & Shade"). Überdies kommt "Incantations", eines seiner ersten Werke (1978), in weiten Teilen ebenfalls ohne die E-Gitarre aus.

Was man jedoch beim ersten Hören beachten sollte: Harbinger, der erste Track des Albums, ist mal wieder "Tubular Bells", auch wenn mans eigentlich leid ist. Doch was danach folgt, lässt einen auch diese Tatsache vergessen. Irgendwie brauchte der gute Mann wohl einen Einstieg und wenn dieser ausreichte, in derart bezaubernde Klangwelten zu gelangen, soll es mir recht sein.
Ich finde zudem nicht, dass der erste Teil der schwächere ist. Das ist vermutlich Geschmacksache. Was jedoch bemerkenswert ist: Mit "Aurora" (zugleich das stärkste Stück des Albums) schafft er es zum ersten Mal, dass ein zweiter Teil wesentlich besser beginnt, als der erste. Bei seinen frühsten Werken fiel der zweite Teil immer ein wenig ab.

Insgesamt kann man sagen, dass es kein einziges schlechtes Stück auf dieser CD gibt - alle würden von mir mindestens vier Sterne erhalten! Oldfield und Klassik passten nie besser zusammen. Manche halten das hier dargebotene für kitschig. Ich halte es eher für eine Gratwanderung. Eigentlich haben alle guten Werke von Mike Oldfield Stellen, die man bereits als "kitschig" betiteln könnte. Das gehört einfach dazu, sonst wäre es nicht Mike Oldfield.
Für mich ist "Music of the Spheres" auf einer Stufe mit "Hergest Ridge", wenn auch etwas schwächer als sein absolutes Magnum Opus "Incantations".

Am Ende, wenn die CD ausgespielt ist, sitzt man glücklich und zufrieden unter seinen Kopfhörern und freut sich, dass man recht damit behalten hatte, dass Mike Oldfield es immer noch kann, wenn er denn möchte. Hoffentlich möchte er noch ein paar Male.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 9, 2008 2:45 PM CET


Volta
Volta
Preis: EUR 12,58

17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Probleme am Cover, sowie am Album, 18. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Volta (Audio CD)
Auf ihrem nun bereits sechsten Album hat Björk die Instrumente wieder entdeckt. Doch dabei hat sie einige andere (für sie typische Charakterzüge) diesmal außen vorgelassen. Am besten lässt sich dieses Problem am Cover diskutieren, denn dieses hat seltsamerweise die gleichen "Fehler":

Zunächst wäre da diese Idee mit dem Aufkleber, der die Schachtel zusammenhalten soll - was er ungefähr dreimal tut, bevor er nicht mehr klebt. Die Idee ist wirklich mal was anderes, aber bei der Ausführung haperts. So ist das auch mit dem Album: Es gibt interessante Neuerungen, Björk klingt extrovertierter (und - Track 9 - explosiver), aber diese Idee braucht keinen Nachfolger und wird an einigen Stellen etwas zu schnell langweilig.

Die zweite Gemeinsamkeit zwischen Cover und Songmaterial: Auf allen Alben von Björk gab es bisher ein Designkonzept, was in sich stimmig war. Mit einem Mal präsentiert sie uns jetzt zwei verschiedene Ideen("Björk in Plastik" und "Björk als Wilde im Feuer" nenne ich sie mal), die gegeneinander konkurrieren, beide schön sind, aber nicht wirklich zusammen passen. Zum Album: Beatlastige Tracks stehen neben ruhigen Stücken, die zum Teil noch weniger Struktur besitzen, als "Drawing Restraint 9" oder "Medúlla".

Warum? Dass Björk vielseitig ist, hat sie bewiesen, aber ein Björk-Album sollte in meinen Augen eine Einheit bilden.

Diese Kritikpunkte sind noch zu verschmerzen und hätten vielleicht 4 Sterne gegeben, womit man ein durchschnittliches Björk-Album gehabt hätte. Was aber noch wirklich schade ist, ist die Tatsache, dass viele Melodien und Stücke sehr beliebig klingen. Ich summe gerne mal "Jóga", "Isobel" und zuweilen sogar "Hidden Place" oder "Oceania" von ihren früheren Alben, aber mit "I see who you are" oder "My Juvenile" wird das sehr schwierig werden!

Fazit: Björk ist nach wie vor Björk und sie ist immer noch eine beeindruckende Klangkünstlerin. "Earth Intruders" ist wirklich toll und reißt einen mit, ebenso "Declare Independence" (man darf das Stück nicht so ernst sehen, wie der Text vermuten lässt, das war am Anfang mein Fehler)! Die Komponente, die durch männlichen Gesang auf "The Dull Flame of Desire" und "My Juvenile" hinzukommt, tut ihrem Stil gut - bitte mehr davon. Bläserensembles kann sie ebenfalls schön arrangieren, obwohl mir die Homogenic-Björk mit Streichern und die Vespertine- und Medúlla-Björk mit Chören besser gefallen hat.

Das Album ist häufig gelungen, aber man kann es sich nicht so oft anhören, wie ihre Vorgänger und die übertriebene Künstlichkeit früherer Werke ist ein Stil, den ich gerne bei ihrem nächsten Album wieder sehen würde.


Aerial
Aerial
Wird angeboten von zoreno-deutschland
Preis: EUR 15,47

51 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein voller Erfolg, 5. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Aerial (Audio CD)
Stellen Sie sich vor, Sie wären einer der erfolgreichsten Musiker ihrer Zeit, hätten jedoch seit 12 Jahren kein Album mehr veröffentlicht. Die Musikszene hat ein Jahrzehnt durchlaufen – ohne Sie. Sie hätten sich die Messlatte selber so extrem hoch gelegt, dass ein Scheitern nahezu vorprogrammiert ist. Was würden Sie tun?
Die Antwort ist so einfach wie genial: Sie stehen über diesem Zwang und machen einfach das, wonach Ihnen ist und genau dadurch wird das ein voller Erfolg. Als Leitfaden für so ein Experiment würde ich Ihnen auf jeden Fall Kate Bushs neustes Werk „Aerial“ empfehlen.
Am ehesten kann man den gewandelten Stil des neuen Albums bezeichnen als eine Mischung aus Songs wie „Moments of Pleasure“, „The Sensual World“ und „And Dream of Sheep“. Extreme wie „Breathing“, „Sat in your Lap“ oder „Waking the Witch“ wird man auf diesen über 80 Minuten nicht finden. Häufig reduziert sich die instrumentale Besetzung auf Piano, Gitarre, Bass und Schlagzeug. Alles ist ruhiger und entspannter geworden. Doch die musikalische Tiefe, die Kate Bush auf diesem Album erzeugt habe ich noch nie erlebt. Es ist fast schon erschreckend.
Ihr letztes Album „The Red Shoes“ (1993) klang an einigen Stellen gezwungen, sodass die Freude der fröhlichen Stücke aufgesetzt wirkte. Ohne Zweifel waren auch dort sehr schöne Stücke dabei („Moments of Pleasure“), doch die Klasse der früheren Alben wie „Hounds of Love“ erreichte es damit bei weitem nicht – selbst wenn „The Red Shoes“ in meinen Augen unterbewertet wurde.
Das ihr nun, nach einer so langen Pause nicht nur eine erfolgreiche Rückkehr gelungen ist, sondern sogar ein Album, dass das Potential hat, an ihr Meisterwerk HoL heranzureichen, hätte ich jedoch nicht vermutet.
Aber nun zum Album selber: „Aerial“ ist in zwei Hälften unterteilt, die mit „A sea of honey“ und „A sky of honey“ betitelt wurden. Der erste Teil besteht aus sieben einzelnen Stücken, die jedoch aufgrund ihrer Komplexität nicht unbedingt radiotauglich sein werden. Hier besingt sie unter anderem einen Waschgang, eine Unterwasserstadt, Elvis, ihren Sohn Bertie und – mit dem seltsamsten Song – die Zahl Pi: Hierbei besteht der Refrain aus den Ziffern der Zahl Pi, was darauf hinausläuft, das sie über mehrere Minuten nur Zahlen singt. Aber gerade das ist genial!
Doch bis dahin hat man die zweite Seite noch nicht gehört! Diese besteht eigentlich aus einem 42-minütigen Track, der in neun Teile unterteilt wurde. Man könnte sagen, dass dies der warme und ruhige Gegenpol zu „The Ninth Wave“ ist, dem Konzeptteil ihres Albums „Hounds of Love“.
Schon das einminütige „Prelude“ zeigt hier, warum Kate Bush auch jetzt noch zu den innovativsten Künstlerinnen gehört, die es gibt: Geschickt wird hier das Gurren einer Taube in den Rhythmus des Liedes verwoben, ehe das ganze in den nächsten Teil mündet. Alleine der Einsatz des Vogelzwitscherns, das immer wieder auftritt und Kates Gesang im Wechselspiel dazu ist einen Stern wert. Man könnte ewig weiter schwärmen ...
Bei dem riesigen Bedürfnis der Kate Bush Fans, ein neues Album in den Händen halten zu dürfen, hätte sie sich theoretisch alles erlauben dürfen. Viele Künstler in einer ähnlichen Position erlauben sich dann tatsächlich alles (zum Beispiel gab es da so einen genialen Mann, der mit Röhrenglocken, sogenannten „Tubular Bells“ vor dreißig Jahren noch wusste, wie man geniale Musik macht, das aber irgendwie im Laufe der Zeit zu vergessen haben scheint ...).
Bei Kate Bush muss man aber wirklich sagen, dass trotz der langen Auszeit nichts von ihrem Zauber verloren gegangen ist. Ihre Stimme klingt immer noch so eindrucksvoll wie auf ihren früheren Alben (wenn auch nicht mehr so hoch). Die Songstrukturen sind so komplex wie nie und bei vielen Stücken dominiert neben ihrer Stimme wieder das dezente Piano - was wirklich eine ihrer Stärken ist. Da computererzeugte Sounds bedacht eingesetzt wurden, unterstützen sie ihren Stil, statt ihn zu stören (was bei vielen anderen Künstlern heutzutage der Fall ist).
Was man hier zu hören bekommt, ist mit „The Dreaming“ und „Hounds of Love“ das Beste, was man je von ihr zu hören bekam und zeigt, dass Kate es einfach immer noch "drauf hat".
Dies ist definitiv das Album des Jahres 2005 und bekommt verdientermaßen nicht nur eine Kaufempfehlung für alle (nicht nur Fans), sondern auch volle 5 Sterne von mir!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 9, 2015 2:49 AM CET


Medúlla
Medúlla
Preis: EUR 7,49

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Intelligent, 13. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Medúlla (Audio CD)
Um ein vergleichbares Album in der heutigen Zeit finden zu können, wird man schon sehr weit suchen müssen. Das hat seine Gründe: Wer hört diese Musik, oder anders ausgedrückt, wer kann solche Musik überhaupt hören. Unter diesem Aspekt wird die am Anfang genannte Tatsache abgetan.
Doch man sollte nach tieferen Gründen suchen! Wenn einige behaupten, diese Art von Musik sei nichts Neues, so ist das zum Teil richtig. Natürlich haben andere mit ausschließlich auf Stimmen bestehenden Songs gearbeitet. Als deutsche Beispiele kann man alleine schon "Die Prinzen" oder die "Wise Guys" nennen, beide Gruppen sind erfolgreich. Björk geht aber noch einen Schritt weiter: Sie entfernt sich nicht nur von den Instrumenten, die unsere Musik so prägen, sondern auch von Harmonien und Rhythmen, die typisch für die meisten Kulturen dieser Welt sind.
Und hier liegt der springende Punkt. Auf diesem Album wird "völlig ungewohnte" Musik vorgetragen. Nur einige Gruppen/Sänger trauen sich heutzutage, den Mainstream zu verlassen und am Rande des Stroms nach neuen Wegen zu suchen. Aber wirklich nur ganz wenige, darunter Björk, verlassen völlig die Nähe dieses Flusses und stellen sich abgegrenzt an einen einzelnen Ort!
Die Schwierigkeit besteht für uns darin, das Genie einer solchen Leistung zu erkennen. Alleine die Tatsache, ein Album zu produzieren, das nicht den Erfolg eines alltäglicheren Albums erreichen wird, ist bewundernswert. Björk setzt ihren Namen und ihren Ruf für ein Projekt ein, dessen Erfolg nicht sicher ist.
Was allerdings die fünf Sterne meiner Wertung anbelangt: Medúlla ist wirklich gut! Songs wie "The Pleasure is all mine", "Who is it", "Mouth's Cradle" und vor allen Dingen "Oceania" begleiten mich zurzeit jeden Tag.
Und selbst "Ancestors", das man wohl als das mit Abstand am schwersten zu begreifende Lied einordnen kann (da nicht klar ist, ob es sich bei diesen komlizierten Strukturen, Rhythmen und Harmonien überhaupt noch um ein solches oder ein musikalisches Experiment handelt), höre ich mir gerne an.
Zugegeben: Einen ganzen Tag kann man nicht mit einer Musik in der Art von Medúlla verbringen, man muss einfach zwischendurch "normalere" Musik hören. Dennoch bereichert das Album die Musik um eine weitere, wundervolle Stilrichtung.
Obwohl dieser Punkt bei einigen auf Kritik stoßen wird, möchte ich trotzdem anmerken, dass mir dieses Album besser gefällt als "Vespertine", da viele Ideen nicht so ewig lang ausgewalzt werden und das Album abwechslungsreicher als der Vorgänger ist (wie gesagt: das ist meine Meinung).
Ich hoffe, es ist mir erlaubt, ein - wie ich finde - recht passendes Zitat einer früheren Rezension einzufügen: "Wer musikalische Grenzerfahrungen mag, der wird es lieben."


Tres Lunas (CD + CD-ROM)
Tres Lunas (CD + CD-ROM)
Preis: EUR 10,49

6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wie bekomme ich eine Idee von 30 Sekunden auf 4 Minuten?, 18. April 2004
Rezension bezieht sich auf: Tres Lunas (CD + CD-ROM) (Audio CD)
Wenn Sie sich diese Frage schon häufig gestellt haben, bisher aber nur verzweifelt gesucht haben, hat Mike Oldfield jetzt die Lösung für Sie: Hören Sie sich Tres Lunas an und sie werden nicht nur die Antwort finden, sondern auch noch entspannende Chill - Out Musik.
Wie passt das zusammen? Zum einen das Lob, zum anderen eine Anspielung auf den Inhalt der bei Mike Oldfield Fans alter Zeiten nicht gerade beliebter Platten. Ich möchte es so formulieren: Mike Oldfield hat mit dieser CD schöne, entspannte Musik abgeliefert, die man beim Autofahren, zum entspannen oder für den Hintergrung schön benutzen kann. Einige Lieder sind soger recht gelungen ("Fire Fly", "Tres Lunas"), aber wer Mike Oldfield wirklich kennt (von "Tubular Bells" über "Incantations" bis "Platinum" und später noch "Amarok"), der erwartet - milde gesagt - etwas mehr. Warum ich ihr trotzdem drei Sterne gebe? Nun, sie ist wirklich nicht schlecht, die CD, und auch ich habe ab und zu Lust zu entspannender Musik, aber wenn ich Mike Oldfield hören wollte, ist Tres Lunas eine der letzten Platten, die ich anstellen würde. Und dass man für das Computerspiel auf der zweiten CD noch einen Extra - Freischaltcode (zusätzlich 18€) braucht, ist wohl eher eine Unverschämtheit.
Doch so schlecht, können wir MO nicht stehen lassen. Er hat einfach mal etwas anderes ausprobiert, was in der heutigen Zeit gefragter ist und mit seinem nachfolgenden Album "Tubular Bells 2003" hat er gezeigt, dass er auch noch zu seiner alten Stärke fähig ist. Hoffentlich orientiert er sich mehr an "Tubular Bells", wenn er sein nächstes Album veröffentlicht. Wir wissen zumindest: Er kann es bestimmt!


Solaris
Solaris
DVD ~ George Clooney

55 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tiefgründiger, mutiger Film von Steven Soderbergh, 3. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Solaris (DVD)
Vor langer, langer Zeit, gab es mal eine Zeit in der Science Fiction Filme häufig philosophisch angehaucht waren und statt der vordergründigen Technik der Zukunft ganz andere Fragen über Moral, Liebe und Tod stellten. Diese Zeit ist nun schon mindestens 20 Jahre vorbei. Die wichtigsten Filme dieser Zeit waren wohl "2001" von Stanley Kubrik und die alte Fassung von "Solaris" von Andrej Tarkowskij. Während der erste Regisseur sich nur in "2001" mit diesem Genre beschäftigte, waren philosophische Fragen in der Science Fiction das Hauptthema sämtlicher Tarkowskij-Filme. Doch - wie gesagt - diese Zeit ist von all den "Star Wars" und "Star Treks" verdrängt worden; die Erwartungen des Publikums hatten sich einfach geändert.
Umso erstaunlicher ist die Neufassung von Solaris. Nicht nur, dass Steven Soderbergh, der durch Erfolge wie Ocean's Eleven glänzte, einen Film machte, bei dem von Anfang an klar war, dass er kein Kassenschlager werden würde, auch die Aufgabe ein so schweres und anspruchsvolles Thema als Remake zu verfilmen und dabei noch gegen ein beinahe unerreichbares Original anzutreten, sind als mutige Entschlüsse hervorzuheben. Wie auch in der alten Fassung weicht der Film an einigen Stellen stark vom Buch ab, macht ihn deswegen aber keineswegs schlecht. Vielmehr konzentriert sich der Regisseur auf einen kleinen Themenbereich, den er dafür aber ausführlicher als im Buch behandelt: Die Vorgeschichte der beiden Hauptdarsteller und die Liebe zwischen den beiden.
In einer älteren Rezension hieß es, der Film sei eine Ergänzung zum Buch, was ich genau so sehe. Das Ende finde ich jedoch nicht platt sondern für einen Film noch besser geeignet als das Buchende. Es fügt sich hervorragend in die Handlung dieses Films und führt die Geschichte zu einem passenden, wenn auch offenen Ende. Die Musik (oder Klanglandschaft) von Cliff Martinez ist wirklich gewöhnugsbedürftig, jedoch könnte ich mir keinen besseren Soundtrack zu den ästhetischen Bildern vorstellen.
Auffällig sind die vielen Details, die den Film ausmachen: So wurde zum Beispiel darauf geachtet, dass die Bilder auf der Erde in warmen, die auf der Raumstation, die um Solaris kreist, in kalten Farben gehalten sind. So ist auch dass "Gewirr" zwischen dem Jetzt und den Rückblenden zu entschlüsseln. Wer jedoch am Ende trotzdem nicht mitkommt: Das macht nichts! Es macht sogar eher Sinn, den Film so enden zu lassen, dass jeder seine eigene Meinung entwickeln kann/muss. Es war in diesem Genre üblich, die Filme unerklärt und unerklärlich aufhören zu lassen - man sehe sich nur die genannten Beispiele "2001" und das alte "Solaris" an!
Für alle die, die den Film als langweilig oder schlecht bezeichnen: Es handelt sich hierbei um ein Genre, was quasi ausgestorben ist. Und diese negativen Rezensionen sind genau der Grund dafür. Das allgemeine Publikum stellt sich unter Science Fiction das Gegenteil von diesem Film vor, nämlich Star-Wars-mäßig mit viel Action und Technik. Ich bin ganz ehrlich: Ich mag Star Wars, ich brauche auch ab und zu eine Ladung Action in einem Film und ich könnte mir auch nicht nur Filme im Stil von Solaris ansehen.
Aber das macht Solaris nicht schlecht! Science Fiction ist eben nicht gleich Science Fiction und das ist auch gut so!
Nun noch zum Schluss zu den Extras der DVD: Insgesamt etwas dürftig, ich würde mich über eine Special Edition sehr freuen. Es gibt zwei Hintergrundbrerichte, sowie einen Audiokommentar von Steven Soderbergh und Produzent James Cameron ("Titanic"), sowie Englisch, Deutsch und Spanisch als Sprache und Untertitel.
Jede/r sollte also überlegen, ob dieser Film etwas für sie/ihn ist. Falls das der Fall ist, rate ich zum Kauf.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 12, 2009 10:48 PM CET


Russian Ark
Russian Ark
DVD ~ Alexander Sokurov
Preis: EUR 16,99

22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein einzigartiges Erlebnis!, 2. Februar 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Russian Ark (DVD)
Die wirklich erstaunlichen Leistungen und Innovationen bringt heute nicht mehr Hollywood, das immer mehr auf die gleiche Erfolgsmasche setzt (wobei das nicht unbedingt immer schlecht ist), sondern ein "kleiner" Film, eine russisch-deutsche Produktion. Bei über 90 Minuten Länge hat dieser Film keinen einzigen Schnitt (!!!), sondern nur eine Kamerafahrt durch ca. 30 Räume der Eremitage in St. Petersburg. Es wurde auch nicht auf einen computertechnischen Trick zurückgegriffen, alles ist wirklich so aufgezeichnet worden, wie man es später sieht. Diese Dreharbeiten sind weitaus schwerer, als bei anderen Filmen, da alles in einer Einstellung gedreht werden musste. Umso erstaunlicher ist die beachtliche Leistung des Drehteams, dass dem ganzen Film einen reibungslosen Ablauf gibt, selbst bei komplizierten Bewegungen der Kamera.
Was man natürlich auch nicht vergessen darf, ist die großartige Arbeit der über 2000 Schauspielern und Statisten, die dem großen Gebäude Leben einhauchen.
Aber nicht nur diese Aspekte sind hervorzuheben, ebenso die ganze Arbeit im Hintergrund: Ohne ein perfekt ausgefeiltes Drehbuch hätte dieses Werk nicht so verwirklicht werden können. Und auch das Vorbeiziehen von 300 Jahren russischer Geschichte in einem Gebäude mit nur einer Kameraeinstellung ist sehr gut geglückt.
Man muss zudem kein Vorwissen zur Geschichte besitzen, um diesen Film zu verstehen und selbst wenn man an einigen Stellen nicht mitkommt, so entschädigt doch der visuelle Teil des Filmes mehr als genug.
Das Ganze steigert sich zum Schluss in einem Tanzsaal, in dem die Kamera fast 10 Minuten lang durch die tanzendern Paare und die Reihen des "live-spielenden" Orchesters fährt. Symbolisch schwenkt die Kamera ganz am Ende aus dem Fenster des Gebäudes und man sieht das kalte Meer wie bei dem Blick aus einer Arche. Die Eremitage steht ebenfalls für eine Arche zur Bewahrung der russischen Kunst und Geschichte.
Diese Leistung hat so noch keiner hinbekommen, auch nicht die großen Filmemacher, zu denen sich Alexander Sokurov nun endgültig mitzählen darf. Dieser Film hätte den Oscar für die beste Kamera mehr als verdient.
Ich rate zum Kauf dieses Films, da ich nicht der Meinung bin, dass dieser Film häufig im Fernsehen zu sehen sein wird.
Eine beachtliche Leistung - die gleichzeitig einen Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde bekam - und ein würdiger Film für die geschichtsreiche Eremitage (der eigentliche Hauptdarsteller des Filmes)!


URU: Ages Beyond Myst
URU: Ages Beyond Myst
Wird angeboten von Ihr-Heimkino-
Preis: EUR 27,49

13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DAS Myst-Spiel überhaupt, 22. November 2003
Rezension bezieht sich auf: URU: Ages Beyond Myst (Computerspiel)
Um gleich mit dem anzufangen, was bereits vor mir erwähnt wurde: Die Steuerung war für mich nicht so ein großes Problem. Klar, es bedarf einiger Übung, aber ziemlich schnell kann man sich zurechtfinden. Hierbei kann man viele Bewegungen sowohl mit der Maus, als auch mit der Tastatur ausführen. Zum zweiten Kritikpunkt vorheriger Rezensionen: Die Kameraführung. Auch ich habe sie mit Tomb Raider verglichen und ich muss sagen, dass die Steuerung von URU um vieles besser ist. Zum einen sind die Kamerafahrten weicher und bleiben dennoch immer am Spieler. Sie schaffen es zum anderen aber in nahezu künstlerischer Weise die Landschaft um einen herum einzufangen. An manchen Stellen macht es geradezu Spaß, den gleichen Weg noch einmal zu gehen, weil die Kameraführung so grandios ist. (Und wer trotzdem nicht zufrieden ist: Man kann mit "F1" auch in die First-Person Ansicht wechseln, ein Feature, über das Tomb Raider und viele andere Thrid-Person Spiele nicht verfügen!)
Insgesamt macht das Spiel einen hervoragenden Eindruck. Man merkt, dass Cyan, die Macher von Myst und Riven, wieder die Entwickler waren. Anders als Exile hat man wieder richtig das Gefühl, dass nicht nur schöne Grafik und Musik, sondern auch eine Geschichte und anspruchsvolle Rätsel mit im Spiel eingebaut sind. Zwar mutet die neue Funktion, sich frei bewegen zu können, anstatt sich durch vorgerenderte Bilder zu klicken nicht mehr ganz so "edel" an, aber dies wird durch die viel lebhaftere Welt wieder ausgeglichen. Neben dem Original und seinem Nachfolger Riven ist dies das dritte wahre Myst Spiel! Und dadurch, dass die ganze Benutzerführung verändert wurde dürfte es anderen Spielern, die die Myst-Reihe eher als Schlaftablette bezeichneten mehr zusagen. Ich war auf jeden Fall sprachlos und bin noch gespannt auf die Weiterführung des Spiels im Internet. Wer sich dieses Spiel entgehen lässt, hat wirklich etwas verpasst! Die wenigsten Spiele werden heutzutage noch mit dieser Liebe zum Detail entwickelt.


Voyager
Voyager
Preis: EUR 7,99

13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mike Oldfield mal irisch-entspannend, 19. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Voyager (Audio CD)
Mike Oldfield und traditionelle, irische Musik? Zuerst konnte ich mir nicht vorstellen, was das bei MO zu bedeuten haben könnte, aber da ich irische Musik gut finde, kaufte ich mir "Voyager". Und man kann sagen: Wer diese tradtionelle Musik erwartet, der bekommt fast eine Stunde gute, irische Stücke vorgesetzt, an denen auch klangtechnisch nicht zu rütteln ist. Vom Typ ist sie mit dem Vorgänger "The Songs of distant Earth" vergleichbar.
Aber! Wer den alten Mike Oldfield erwartet, wie wir ihn von "Tubular Bells" über "Incantations" bis "Discovery" kennen, der wird enttäuscht. Bei vielen Liedern plätschert die Melodie über fünf Minuten teilweise zu belanglos vor sich hin. Man kann sie häufig gut als Entspannungs- oder Hintergrundmusik benutzen.
Die Platte enthält zehn Stücke, die alle instrumental sind. Zudem findet sich auch wieder ein längeres Lied am Schluss. Es stammen nur vier Lieder von MO selber, die restlichen sind traditionelle, irische Melodien. Manche, wie "Women of Ireland" sind sehr berühmt, auch außerhalb Irlands. Stanley Kubrick verwendete sie in seinem Film "Barry Lyndon" und Kate Bush benutzte sie auch einmal für ein Lied: "Mna na h'Eireann" (irisch für: Women of Ireland). Somit ist die CD interessant, aber für mich unter Mike-Oldfield-Niveau. Im letzten Lied, "Mont St. Michel", merkt man jedoch: MO kann es noch! Dieses Lied erinnert stark an sein Album "Ommadawn" und erreicht stellenweise fast sogar seine Klasse. Aber eben nur fast. MO hat sie noch, die Ideen, aber er lässt sie nicht vollständig raus.
Meine Bitte für Ihr nächstes Album, Herr Oldfield: Lassen Sie's mal wieder richtig raus!
Insgesamt ist die CD natürlich trotzdem empfehlenswert, wenn auch weit zurück hinter seinen früheren Platten.


Homogenic
Homogenic

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Björk auf ihrem Höhepunkt!, 25. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Homogenic (Audio CD)
Wenn ich mich für ein Album von Björk entscheiden müsste, ich würde Homogenic wählen. Beinahe jedes Stück auf dieser CD hat seinen eigenen, persönlichen Reiz. Bei ihren Alben Debut und Vespertine vermisst man doch manchmal die Abwechslung, die uns Björk hier (oder auch auf Post) bietet. Zu Beginn geht es mit Hunter ein wenig düster und ruhig los, wobei es ihr gelingt, eine wundervolle Mischung aus Streichern und elektronischen Effekten zu schaffen. Die Textzeile "I'm going hunting/I'm the hunter" ist - so einfach und doch genial - eine der berühmtesten Zeilen der isländischen Ausnahmekünstlerin. Doch es bleibt nicht dabei: Im zweiten Lied, "Jóga", steigert sich der Gesang und die Einsatz der kraftvollen Streicher zu einer der schönsten Melodien, die es von Björk überhaupt gibt. Das Musikvideo hierzu zeigt computergenerierte Landschaften von Island, auf die auch im Liedtext verwiesen wird. Ich möchte jetzt nicht auf jedes Lied dieser CD eingehen, obwohl jedes eigentlich einer genaueren Betrachtung bedarf, aber eins ist unbedingt noch zu nennen, da es sich wirklich von diesem meist ruhigen Album und auch von der riesigen Masse an Liedern der letzten Jahre abhebt: "Pluto"! Obwohl ich überhaupt nicht auf Techno stehe, ist dies das wohl genialste Kunstwerk auf Homogenic. Ich habe nopch nie in meinem Leben einen Popsong erlebt, der so wütend, so abgehackt und mit so vielen Halbtonschritten präsentiert wurde. Allerdings muss man sagen, dass sich hier die Geister scheiden werden. Viele werden es mögen, viele jedoch werden sich nie in diesem "hässlichen Dschungel" an Geräuschen zurechtfinden. Björks Stimme klingt besonders im zweiten Teil des Liedes so schrecklich, da sie sich unter anderem bei der Aufnahme extra viel zu nah vor das Mikrofon stellte und einfach nur noch reinschrie, mehrere Male, fast eine Minute lang - und wer so etwas einmal selber zuhause bei einem Aufnahmegerät probiert hat, weiss wovon ich spreche. Der Text des Liedes besteht nur aus wenigen Worten, die aber so eindringlich und klar sind, dass dies bereits reicht, um die Situation zu beschreiben. Alleine die ersten Worte sagen alles: "Excuse me/But I just have to/explode". Dieses Lied ist bei vielen umstritten - wie einst Strawinskys "Frühlingsopfer" von 1913. (Tipp: Wer also auf Pluto steht sollte dieses klassische Werk auch einmal versuchen.)
Abschließend kann man also zusammenfassen: Homogenic ist ein Muss für alle, die auf ein Musikerlebnis der ungewöhnlichen (manchmal schockierenden) Art stehen. Für Einsteiger könnte das Album allerdings ein schwer verdauliches Stück Musikkunst werden.


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