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Hilfreiche Bewertungen: 524

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Rezensionen verfasst von
Jens Legler
(REAL NAME)   

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Echt wahr!: 999 Fakten, die Google nicht weiß
Echt wahr!: 999 Fakten, die Google nicht weiß
von John Lloyd
  Broschiert
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Erstaunliche Fakten: unterhaltsam, kurzweilig, witzig, kurios, 15. Mai 2016
Wussten Sie, dass Zuckerwatte in der Afrikaans-Übersetzung "Geisteratem" genannt wird?
Wussten Sie, dass Babys dreimal so viele Geschmacksknospen wie Erwachsene haben?
Dass es in einigen Gebieten der Antarktis in den vergangenen 2 Millionen Jahren weder geregnet noch geschneit hat?
Dass Kunga-Kuchen ein Gericht ist, das aus Millionen zerstoßenen Mücken zubereitet wird?
Dass der Mädchenname von Buzz Aldrins Mutter "Moon" war?
Dass der Arbeitstitel von "Yesterday" (Beatles) "Scrambled Eggs" ("Rührei") war?

999 Fakten haben die drei Autoren zusammengetragen: erstaunliche Fakten, die meist kurios, oft witzig, in jedem Fall aber äußerst unterhaltsam sind!
Einiges lässt Rückschlüsse zu, wodurch man (durch Ableitungen) weiterführend sogar etwas lernen kann.

Das Buch ist ein Garant für viele kurzweilige Stunden.
Auch gerade als Geschenk sehr zu empfehlen!


Analogue
Analogue
Preis: EUR 7,99

5.0 von 5 Sternen originelle, blutvolle Produktion mit Liveathmosphäre / tolle Songs trotz geringem Hitfaktor, 15. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Analogue (Audio CD)
Jedem a-ha-Album liegt eine produktionstechnische Grundidee, ein Konzept zugrunde.
Das führt dazu, dass jedes Album einen in sich geschlossenen Sound hat, den man dann mehr oder eben weniger mag.
Bei einer Band dieses Bekanntheitsgrads ist das nicht selbstverständlich, wenn man bedenkt, dass viele Bands einfach immer wieder ihr Grundkonzept und ihren Grundsound duplizieren (bis sie ihre eigene Kopie sind).
"Memorial Beach" war bspw. ein sehr gitarrenlastiges rockiges Album, das "Analogue"-Nachfolgealbum "Foot Of The Mountain" stellt zu "Analogue" den denkbar größten Kontrast dar: dieses klingt nach Synthie-Pop der 80er mit (weitestgehend) Drumcomputer und nach programmierten Keyboards.
"Analogue" jedoch klingt eindeutig wie ein live eingespieltes Album mit nach vorn treibenden rockigen Drums und nicht zu wenig Gitarren.
Das eigentlich spannende ist, dass fast jedes Stück einen dominierenden Klavierpart hat, der mit äußerst interessanten Synthieklängen gekoppelt ist, die des öfteren auch analog klingen (vielleicht daher der Albumtitel?).
Die Sounds klingen satt, kräftig und blutvoll und obwohl sie viele experimentelle Komponenten beinhalten, ist das Album durchaus eingängig.
Die gaaanz große Hits fehlen (das verbindet "Analogue" mit "Memorial Beach"), aber bis vielleicht auf 1, 2 Songs sind keinerlei Durchhänger dabei.
a-ha sind wie eh und je sehr melodiebezogen.
Der Song zählt eben in erster Linie.
Auch wenn sich a-ha wie ein Chamäleon gelegentlich ein neues Soundkostüm überziehen, die Band hat immer die gleiche (einzigartige) Grundstimmung.
Vielleicht sorgt der Sound dieses Albums dafür, dass sich einige von der Band zurückziehen, einige andere aber dafür um so mehr aufhorchen.
Wenn man Fan der Band ist, liebt man ohnehin (fast) alles.

Für meinen Geschmack das unmittelbar ansprechendste, das am meisten in sich geschlossene, das satteste und interessanteste a-ha-Album.
Bereits das erste Durchhören überzeugte sofort, und beim weiteren Hören kann man überraschend viele kleine (meist soundtechnische) Details entdecken.


Mr. Wonderful
Mr. Wonderful

4.0 von 5 Sternen Peter Green: Bluesgitarre nuancenreich, intensiv, feinfühlig, expressiv, 4. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Mr. Wonderful (Audio CD)
Bis vor kurzem war mir vollkommen neu, dass Peter Green nur auf den ersten drei "Fleetwood Mac"-Alben spielte.
Neu war mir auch, dass diese frühe Bandphase kaum etwas mit der allgemein weit bekannteren Phase (mit Sängerin Stevie Nicks) zu tun hatte. Die Stevie-Nicks-Alben gelten gemeinhin für viele als DIE Fleetwood-Mac-Alben - und dabei gibt es doch diese Frühphase, die erstaunlicherweise noch dazu kommerziell äußerst erfolgreich war.
Die so ziemlich einzige Gemeinsamkeit aller "Phasen" ist, dass Drummer und Bassist (Mick Fleetwood und John McVie) identisch sind.
Die beiden laufen wie ein Uhrwerk: in der Zeit, in der das Album eingespielt wurde (1968) war es keine Selbstverständlichkeit, dass der Trommler sparsam, sehr geschmackvoll (und kaum mit Breaks) spielte und noch dazu so derart exakt im Timing liegt, dass er unüberhörbar als Motor die ganze Band anschiebt.
Viele Trommler wollten sich gerade in den sechziger Jahren durch (heute absolut antiqiert und veraltet klingende) Breaks profilieren, aber Mick Fleetwood groovt, hat einen tollen Sound und klingt dennoch nie spartanisch und "seelenlos".
Das ist schon einmal e i n e Besonderheit auch dieses Albums.

Die z w e i t e (für mich entscheidende) Besonderheit und das Highlight der CD/LP sind die Stücke und das Spiel von Peter Green.
Man muss wissen, dass hier abwechselnd Kompositionen von Peter Green und Jeremy Spencer gespielt werden, zu denen der jeweils andere nichts (oder wenig) beiträgt.
Beide sind Sänger, Gitarrist und Songschreiber zugleich (Spencer covert gelegentlich).
Spencer ist daran zu erkennen, dass er Bottleneck-("Slide"-)Gitarre spielt, dass er bei weitem nicht so nuancenreich wie Peter Green spielt und leider auch oft recht affektiert singt. (Wahrscheinlich kommt das durch den unmittelbaren Vergleich mit Peter Green so deutlich zum Vorschein, obwohl Spencer kein schlechter Musiker ist.)
Zu Peter Green:
Er war so prägend für viele Gitarristen, dass der großartige Gary Moore eigens ihm ein Album widmete: "Blues for Greeny" (auf der Gitarre eingespielt, die hier zu hören ist / Gary Moore erwarb sie von Peter Green mittels "pro-Forma-Tausch", allerdings eher als Geschenk Peter Greens zu betrachten).
Das ist singulär und unterstreicht seinen Stellenwert.
Peter Green klingt ein wenig wie das Verbindungsglied zwischen BB King und Gary Moore, womit man ihm damit allein natürlich nicht gerecht wird. Das umreißt vielleicht ein wenig seinen Stil und seine Bedeutung.
Er spielt rhythmisch ebenfalls extrem exakt und klingt dabei dennoch intuitiv.
Greens Vibrato ist sicher dem Vibrato BB Kings entlehnt.
Auf den Gitarren Peter Greens ist hier keinerlei Hall zu hören, wodurch die vielen technischen und dynamischen Nuancen noch deutlicher, unmittelbarer und eindringlicher wirken.
Quasi ungefiltert und sehr spartanisch ist das "Setup": das Gegenteil sein Spiel und der Sound seiner Gitarre.
Die Direktheit ist komplett.
Jede Phrase und jeder Ton sind ein Statement und nichts ist überflüssig.
Seine Phrasierung ist vorbildhaft und kostbar.
Alles klingt kurioserweise sowohl bedacht und sehr sorgfältig als auch unmittelbar und spontan.
Ein Spaghat, den sich viele Musiker wünschen.

Beim ersten Album (schlicht "Fleetwood Mac" betitelt) ist Peter Greens Spiel noch nicht so häufig zu hören (häufiger dort sein - übrigens tolles - Harmonica-Spiel), während es bei "Mr. Wonderful" ganz deutlich dominiert und exemplarisch für ihn stehen kann!
Peter Green ist (allein schon durch "Mr. Wonderful") in einem Atemzug mit BB King, Jeff Beck oder Jimi Hendrix zu nennen.
Hendrix spielte allerdings bspw. eher extatisch und ausufernd, spielte oft mit Effekten und Klangfarben (Wah-wah, Feedback, "Univibe", "Octavia" etc.) - Peter Green ist hingegen fast ein "Gegenentwurf" zum genialen und innovativen Hendrix: eher ein Meister der geschmackvollen, extrem detaillierten Töne, er kann allerdings auch (vor allem bei schnelleren Stücken) prägnant, sehr akzentuiert und groovig spielen.
Die leisen Töne (Titel "Love that burns"!) kommen mit extrem großer Intensität und sehr feinfühlig daher.

"Mr. Wonderful" ist ein reines Bluesalbum, wobei die vielen Bläsersätze eine jazzige und/oder Soul-mäßige Farbe hineinbringen.
Wer mit Blues nichts anfangen kann, kann mit diesem Album vermutlich nichts anfangen.

Vier statt fünf Punkte, weil Jeremy Spencers Beiträge definitiv nicht auf der Höhe Peter Greens sind.
Das Cover zeigt n i c h t Peter Green und sollte wohl - obwohl es verstörend und verschreckend sein könnte - ein Scherz sein. :-)


Der Auftrag - Für einen letzten Coup ist es nie zu spät!
Der Auftrag - Für einen letzten Coup ist es nie zu spät!
DVD ~ John Travolta
Preis: EUR 9,99

13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen spannend, teils etwas traurig / sehr gute Schauspieler, 16. Januar 2016
Travoltas Präsenz prägt diesen Film recht stark und es ist eine Freude, ihm beim Agieren zuzusehen, da er doch nach wie vor als ein äußerst charismatischer Schauspieler zu überzeugen weiß.
Er spielt einen Kunstfälscher, der aufgrund eines halbseidenen Deals vorzeitig entlassen wird.
Darauf lässt er sich nur ein, da er - nunmehr in Freiheit - die Möglichkeit hat, seinen todkranken Sohn in dessen letzten Monaten begleiten zu können.
Einige Nahaufnahmen schmeicheln Travolta nicht unbedingt und sie bringen keinen auf Coolness gestylten Typen (ohne Ecken und Kanten), was aber die Wirkung der seelischen Regungen umso deutlicher zeigt.

Jede Menge Verwicklungen meist krimineller Art sorgen für kurzweilige anderthalb Stunden.
In denen dominiert die Spannung, aber es bleibt auch ein gewisser Raum für die traurigen Momente.
Alle weiteren Schauspieler neben Travolta sind ebenfalls klasse: der populäre Christopher Plummer in der fast witzigen Rolle des knorrigen Vaters des Kunstfälschers, Tye Sheridan in der Rolle des krebskranken Sohns.

Es gibt anrührende Momente, etwa als die medikamenten- und drogenabhängige Ex-Frau ihren Sohn auf dessen Wunsch noch einmal sieht.
Etwas seltsam und realitätsfern ist der Einfall, ein derart berühmtes Werk wie Monets "Femme à l'ombrelle" ins Zentrum des Films zu rücken: eben dieses Werk kann sicher nicht so ohne weiteres mal auf die Schnelle kopiert und ausgetauscht werden (wie es der Film schildert).

Der Film bietet viel Spannung, Charme und hat eine schöne und unaufgeregte Erzählweise.
Recht behutsam und sorgfältig, mit Sensibilität.
Action bietet der Film hingegen kaum - wenn auch das Cover und der Filmtitel etwas anderes suggieren.
Und mit mehr Action in Teilen des Films wäre dieser vielleicht noch ein wenig besser geworden.
Somit ist der Film sicher nicht voll und ganz das gewesen, was ich erwartete - dennoch ist es ein sehr guter Film, den man jedem, der Travolta und/oder eine gute Story mag, ruhigen Gewissens empfehlen kann.


Victoria
Victoria
DVD ~ Laia Costa
Preis: EUR 11,97

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen großartige Leistung / sicher ein Meilenstein des deutschen Films, 31. Dezember 2015
Rezension bezieht sich auf: Victoria (DVD)
Kein e i n z i g e r Schnitt also im gesamten Film: das heißt, die Protagonisten müssen andauernd Unwägbarkeiten sowie Tempo, Dramaturgie und Timing des Großen und Ganzen im Kopf haben.
Sie können sich nicht ein einziges Mal zurücklehnen, müssen dennoch in der Lage sein, frei zu spielen und zu agieren.
Dies ist eine sehr radikale und höchst erstaunliche Ungeheuerlichkeit.
Man setzte eine extrem hohe und aberwitzige Messlatte an.
Der Druck - vor allem bei Darstellern und dem Kameramann - muss immens gewesen sein, auch da man sich ständig zu 100 Prozent aufeinander verlassen m u s s.
"Victoria" lässt oft an einen Dokumentarfilm denken, was in der Natur der Sache liegt.
Er ist u.a. eine Milieustudie der Kleinkriminellen und vor allem ein grandioser Spielfilm.
Der Zuschauer kann viel unmittelbarer am Fluss der Handlung teilzuhaben als bei einer "Hochglanzproduktion".

Die Direktheit und Impulsivität des Films überträgt sich sofort.
Fieberhafte Grundstimmung in der zweiten Filmhälfte.
Anrührend, wie die Hauptdarstellerin gegen Filmende Rotz und Wasser weint - erstaunlich dabei die Professionalität der Dame, will das ja in die über zwei Stunden Film dramaturgisch perfekt eingebettet sein.
Alles muss bedacht und exakt geplant sein, der Film wirkt aber dennoch - im wahrsten Sinne des Wortes - wie aus einem Guss und ganz und gar nicht konstruiert.

Ein sehr beeindruckendes, mitreißendes, spannendes und bewundernswertes Meisterwerk!
Mich packte der Film und ich ziehe meinen Hut vor dem Konzept und vor allen Beteiligten.
Ich bin perplex, dass das möglich ist und dass "Victoria" so voller Kraft und Leben ist.
Das Experiment ist nicht nur gelungen, sondern trifft künstlerisch ins Schwarze, ist ein emotional befriedigender Kraftakt und saugt einen buchstäblich in die Handlung hinein.
Wer Hollywood-Hochglanz (den ich auch schätze) sucht, dem sagt der Film ggf. weniger zu.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 25, 2016 11:25 AM CET


Bacewicz: Complete String Quar
Bacewicz: Complete String Quar
Preis: EUR 9,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen zählt zu den wertvollsten Streichquartett-Schöpfungen des 20.Jahrhunderts, 22. September 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bacewicz: Complete String Quar (Audio CD)
Streichquartett-Kompletteinspielungen dieser polnischen Komponistin sind nicht gerade in Hülle und Fülle zu haben.
Dafür ist es umso erfreulicher, dass mit dieser CD der Reigen einer neuen Gesamteinspielung eröffnet wurde: in herausragender klanglicher und interpretatorischer Qualität!
Für letzteres bürgt das hervorragende "Lutoslawski Quartett", welches - der Name lässt bereits darauf schließen - ebenso wie die Komponistin Gracyna Bacewicz (1909 - 1969) aus Polen stammt.

Vier Streichquartette (die nicht chronologisch angeordnet sind) machen nun den Anfang der Reihe, die so vielversprechend in ihrem quicklebendigen Abwechslungsreichtum, ihrer Fülle an musikalischen Ideen und ihrer Originalität sind, dass ich mir die bald folgenden weiteren Einspielungen der Reihe auch kaufen werde.
Exemplarisch ist der "Opener" der CD: im 6.Streichquartett sind sehr viele klangfarbliche und instrumentatorische "Finessen" eingesetzt, vor allem zahlreiche Glissandi (Portamenti).
Das macht nun noch lange keine gute Komposition, könnte man meinen. Wenn man allerdings hört, wie vielgestaltig Bacewicz mit diesen Möglichkeiten umgeht, fällt es schwer, (noch) von reinen "Effekten" zu sprechen.
Ausnahmslos jeder Satz hält eine(n) große(n) Spannung(sbogen) und ist substanzreich, ohne anstrengend zu sein.
Weit und breit nichts von einem monochromen Streichquartettklang zu hören...

Ich war selten spontan von Streichquartetten so stark beeindruckt, erfasst und begeistert.
Der Bekanntheitsgrad dieser Streichquartette ist unverdient gering.
Diese Streichquartette verdienen die Etikette "Klassiker der Moderne / des 20.Jahrhunderts".

Wer nur Mozart oder Beethoven-Quartette mag und mit dem 20.Jahrhundert nicht viel anfangen soll, kann hier kurz in alle Sätze hineinhören, um abschätzen zu können, ob sich die Anschaffung lohnt.
Jedes der vier Quartette hat einen in sich geschlossenen Stil und differiert von den anderen (abgesehen von der kompositorischen Meisterschaft).


Percussion In Concert (Eloquence)
Percussion In Concert (Eloquence)
Preis: EUR 5,99

5.0 von 5 Sternen Entdeckungen, 6. September 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Percussion In Concert (Eloquence) (Audio CD)
Der Titel "Percussion in Concert" ist ein wenig irreführend, suggeriert er doch Live-Aufnahmen.
Es sind auf dieser CD allerdings K o n z e r t e (genau genommen ein Konzert und 2 Concertinos) zu hören - also Konzerte als Gattungsbezeichnung.
Weiterhin kürzere Einzelstücke vorrangig wenig bekannter Komponisten (mit Ausnahme vielleicht von Xenakis und E. Carter) .

Diese Einzelstücke - für Marimbaphon, Vibraphon, Pauke und Percussion - sind in der gegebenen Auswahl sehr abwechslungsreich und stellen kurzweilige, interessante Kompositionen dar.

Herzstück (und auch Eröffnung der CD) ist vielleicht das Konzert für Marimba, Vibraphon und Orchester von Darius Milhaud.
Der 1. Satz wird vom Solisten auf dem Marimbaphon, der 2. Satz auf dem Vibraphon gespielt - dann beim 3. Satz wechselt der Solist zwischen den beiden (!) Instrumenten hin und her.
Kurioserweise, aber der Farbigkeit sehr dienlich.
Die 2 Concertinos (eines für Marimba vom großartigen, aber leider fast unbekannten Paul Creston und eines für Vibraphon und Streichorchester vom sehr verdienstvollen Siegfried Fink) sind spannende und nie banale Kompositionen.

Der Solist Peter Sadlo ist sowohl (rhythmisch) ungeheuer präzise als auch dynamisch äußerst feinfühlig und nuancenreich - einfach ein Hörgenuss!
Als Orchester hört man u.a. die Bamberger Symphoniker, die ich sehr schätze.

Eine originelle, lebendige CD mit vielen Entdeckungen, für meinen Geschmack am meisten für das Marimbaphon.


Che Bella
Che Bella
Preis: EUR 13,33

5.0 von 5 Sternen sehr expressiv, 13. August 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Che Bella (Audio CD)
Die Mezzosopranistin Dagmar Pecková singt Mozart-Arien aus "Figaro", "Don Giovanni", "Cosi" und "Tito" sehr beseelt, ja geradezu expressiv.
Insofern ein wenig überraschend, hört man auf den meisten Mozart-"Portrait"-CDs doch immer wieder die gleichen zwei Sichtweisen auf Mozart: zum einen - und zum Großteil - die Auslotung subtiler Heiterkeit und zum anderen Koloraturfeuerwerke (z.B. Natalie Dessay).
Dass es der tschechischen Sängerin weder um das eine noch um das andere, vielmehr vorwiegend um engagierte Auslotung des Textes und die Psychologie der Frauenrollen geht, hebt sie überraschend und wohltuend nicht nur aus der abträllernden Dutzendware, sondern auch aus den vielen sehr, sehr guten Einspielungen heraus.
Das ist nicht nur interessant, sondern auch mitreißend.
Ich kann mich nur an Dorothea Röschmann erinnern, die Mozart ähnlich intensiv "deutete" und dabei überzeugend agiert.
Im Booklet kommt die Sängerin zu Wort und bestätigt ihre unkonventionellere Mozart-Sicht.
Auf Klangschönheit muss man nicht im geringsten verzichten: ein sehr ausgeglichener, voller Mezzosopran mit keinerlei intonatorischen Schwierigkeiten, dessen Timbre süchtig machen kann.
Die Stimme ist sehr modulationsfähig und kräftig, so dass man nicht weiß, ob es der Dame oder der Tontechnik geschuldet ist, dass das sehr gute Prager "Chamber Philharmonic Ensemble" des Öfteren an die Wand gedrückt wird (was mich hier allerdings nicht weiter stört).
Selbst das überreich und verschwenderisch eingesetzte Vibrato wirkt nie affektiert, sondern verstärkt das expressive Element.

Am Rande sei erwähnt, dass sie aus dem "Figaro" nicht nur Donna Elvira-Arien sondern auch zwei Arien von Zerlina singt : insofern spannend, weil Zerlina neben Barbarina, Blondchen und Dorabella zu den typischen Soubrettenparts gehört und somit ein anderes Stimmfach "verlangt".
Dagmar Pecková nimmt sich entsprechend etwas diskreter zurück und sorgt so dafür, dass dies ebenso überzeugt.

Eine herausstechende und tolle, eher unkonventionelle Mozart-CD.


Loopified
Loopified
Preis: EUR 12,49

5.0 von 5 Sternen musikalisch überragendes Debüt / überzeugender Stilmix / mehr Groove geht nicht / extreme Virtuosität, 6. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Loopified (Audio CD)
Die drei Schweden sind extrem virtuose Ausnahmetalente, die Groovefunk und Pop mit einigen Jazz-Zutaten (komplexere Harmonik als im Pop üblich / Improvisationen) äußerst geschickt und musikalisch verbinden.
Das ganze auf einem unfassbar überlegenen Niveau, dass man sich nicht wundern würde, wenn die Bandmitglieder Allmachtsfantasien entwickeln :-)

Die wenigen Spuren an aufdringlichen, penetranten Techno-Keyboard(sound)s schluckt man (fast) klag- und anstandslos, da sie den allergeringsten Teil des Gesamtsounds der „Dirty Loops“ bilden.
(Das bringt aber vielleicht wiederum Teenager und Chart-Konsumenten, die sich nicht mit Funk oder Jazz beschäftigen, dazu, ihre Bandbreite und ihren Geschmack zu erweitern. Sicher nicht ganz unclever.)
Bei Jazzpop/Jazzrock-Projekten mit Gesang ist dieser im allgemeinen häufig ohne Attitüde und „Eier“ gesungen (sehr oft fließt zäh, pseudo-melancholisch und öde die langweilige, unterkühlte und süßliche Soße lahm und kraftlos vor sich hin) und die Kompositionen scheinen Vehikel für (nicht ganz so langweilige Instrumental-)Improvisationen zu sein.
Das interessante und erstaunlichste bei dieser Band: die Popsong(strukturen) gewinnen deutlich an Format, da sie die musikalische Substanz aufpumpen.
Der „Dirty Loops“-Sänger verfügt über einen sehr großen Stimmumfang und hat seine größten Momente in Balladen, er singt jedoch auch in den Uptempo-Nummern sehr e m o t i o n s g e l a d e n und hat die Technik und die Energie von Soulsängern.
Sein Timbre erinnert stark an Stevie Wonders Stimme, der sich neben Schwergewichten wie Steve Lukather und Quincy Jones als Fan der „Dirty Loops“ bekannte.
Der Sänger spielt auch die Keyboards: und diese Keyboard-Wände sind es vorwiegend, die sowohl den Pop-, (gelegentlich Techno-) als auch den Jazzeinfluss in die Band bringen.

Die Musik pumpt, groovt und marschiert nach vorn und die zahlreichen, oft sehr witzigen ultravirtuosen Fill-Ins und c l e v e r e n Arrangements sorgen dafür, dass einem in schöner Regelmäßigkeit (vor allem bei den schnelleren Stücken) die Kinnlade herunterklappt.
Die Virtuosität der „Dirty Loops“ ist kein sinnentleertes „Schneller-Höher-Weiter“, sie ist eingebunden in die Songs und bringt an den richtigen Stellen die richtigen Dinge: nicht „nur“ technisch überragende überlegene Souveränität, auch eine für so eine junge Band unfassbare Reife.
Eine Verknüpfung dieses stilistischen Mixes mit Virtuosität dürfte auf dem Niveau weltweit (fast?) beispiellos sein!

Am erstaunlichsten der Bassist, der nicht nur Kunststück an Kunststück reiht und sich die Hölle aus den Fingern slappt, sondern neben atemberaubenden Grooves sehr g e s c h m a c k v o l l und auch d r a m a t u r g i s c h geschickt spielt.
Dennoch klingt das nicht durchkonstruiert und bemüht, sondern wie eben spontan aus dem Ärmel geschüttelt.
Das sind keine oberflächlichen Tricks, sondern da steckt Intelligenz, Effizienz und Musikalität dahinter.
Der Trommler spielt ebenfalls spieltechnisch überragend und ziemlich aggressiv nach vorn und hat eher eine Rock- denn eine Jazzhaltung (bzw. „Approach“ :-) ,wenn man überhaupt Musiker so pauschal einteilen will).
Genauso gut kann er sich komplett zurücknehmen und sehr sparsam spielen, wenn es der Song „erfordert“.

Hörempfehlungen: die Groovenummern „The Way She Walks“, „Hit Me“ und das wunderschöne „Wake Me Up“ (einer der beiden Coversongs, die deutlich an Format gewinnen).

Übrigens: Level 42 mischten ähnliche Stilistiken auf ganz ähnliche Weise wie die „Dirty Loops“: die 3 Schweden bringen aber einen weitaus moderneren und zeitgemäßeren Sound. Für mich persönlich eine DER Entdeckungen der letzten 10, 15 Jahre in Pop/Rock/Funk/Jazz!


Ingmar Bergman Edition [10 DVDs]
Ingmar Bergman Edition [10 DVDs]
DVD ~ Ingmar Bergman
Preis: EUR 62,89

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen der vielleicht genialste Regisseur mit einigen seiner Hauptwerke, 3. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Ingmar Bergman Edition [10 DVDs] (DVD)
Einige der bekanntesten Filme Bergmans (abgesehen natürlich von "Fanny und Alexander" und von "Die Zeit mit Monika") sind in dieser 10-DVD-Box enthalten.
Allen voran die Klassiker "Wilde Erdbeeren", "Das Schweigen", "Persona" und "Das Siebente Siegel", weiterhin der Oscar-preisgekrönte (vielleicht etwas zähe) Film "Die Jungfrauenquelle", das locker-leichte "Lächeln einer Sommernacht", das Kammerspiel "Herbstsonate" mit Ingrid Bergman (übrigens nicht mit Ingmar Bergman verwandt), der stark symbolbehaftete (Kunst)film "Schreie und Flüstern" (auch Oscar-prämiert) sowie die "Szenen einer Ehe".
Bis auf die beiden drei letztgenannten, in den siebziger Jahren gedrehten Filme sind alle weiteren Werke im Zeitraum 1955 bis 1965 entstanden: sie gehören somit weder zu den frühen noch den späten Filmen.
Des weiteren ist eine DVD "über Leben und Werk" enthalten, die ich nicht so wahnsinnig spannend finde, obwohl ich Ingmar Bergman-Filme liebe.

Die wenigsten Filme werden einen Großteil der Bevölkerung spontan ansprechen, da man gute Laune und schnelle oder actionreiche Schnitte hier kaum findet. Hier wird psychologisiert und in die Tiefe gegangen und zwar vor allem dorthin, wo es am meisten wehtut.
Entweder man wird spontan von den Filmen Bergmans erfasst oder man kann damit absolut nichts anfangen.
Ich gehöre zur ersten Kategorie, finde aber nicht ausnahmslos alles grandios, was Bergman gemacht hat: so gefallen mir "Schreie und Flüstern" weit weniger als etwa "Das Schweigen" oder "Wilde Erdbeeren".

Die Box anzuschaffen ist weit günstiger als die Einzel-DVDs zu kaufen.
Dennoch würde ich jedem raten, der die Filme Ingmar Bergmans nicht kennt, sich erst einmal mit "Fanny und Alexander" oder "Die Zeit mit Monika" vertraut zu machen.
Falls man dann noch einen Film wie etwa "Persona" gesehen hat und dann all diese Filme mag, sollte man die Box kaufen.
Für mich selbst unabdingbar.


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