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Rezensionen verfasst von
Quadrophobia

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Familiars
Familiars
Preis: EUR 8,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "No guilt, no sorry speeches", 15. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Familiars (Audio CD)
Was für ein Album! Wenn man wie die Antlers schon mal ein absolutes Meisterwerk (Hospice) abgeliefert hat, wird man sich als Band immer daran messen müssen. Außer man macht noch ein weiteres grandioses Album, dass dem Leitwerk in nichts nachsteht aber doch völlig anders ist. Auch Familiars ist ein ruhiges, atmosphärisches Album mit ausbrüchen wie bei Hospice. Dennoch ist das Grundkonzept ein völlig anderes. Familiars setzt über weite Strecken auf Bläser und füllt seine Songs immer mehr aus. Gerade mal ein Song bleibt unter fünf Minuten und selbst das nur knapp. Die Songs sind keine Hits, taugen nicht für kompakte Singles und sind für sich allein nicht einmal halb so ausdrucksstark wie im Ganzen. Familiars ist ein Werk an dem jeder Song seinen festen Platz hat.
Schon der Opener und gleichzeitig Vorabsong "Palace" schafft eine wunderschöne, leicht traurige Atmosphäre aus Klavier und Bläsern, die zum Ende kraftvoll ausbricht, "Director" lässt die eher seltene Gitarre durch sein Outro wabern, das fast achtminütige "Revisited" rückt den Gesang, umspielt von Klavier und sanften Gitarren, in den Vordergrund, lässt dann aber wiederum Raum für ein zweiminütiges Gitarrenspiel. Dieses freischweben der Songs ohne sie in klassische Songmuster zu zwängen lässt Familiars sehr authentisch wirken. An diesem Album ist nichts überproduziert, der Instrumentensatz ist bedacht und stimmig und Sänger Peter Silbermann lässt den Songs viel Raum sich zu entfalten.
Lediglich das etwas schwergängige "Doppelganger" verliert sich in seinen sieben Minuten Spielzeit ein wenig, findet zu keinem Höhepunkt und ist damit als zweiter Track ein wenig sperrig. Wenn man sich allerdings auf das Album als ganzes einlässt finder man auch an "Doppelganger" Gefallen. Alles in allem ein außergewöhnlich gutes Album.


Ghost Stories [+digital booklet]
Ghost Stories [+digital booklet]
Preis: EUR 9,69

7 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Pathos Stories, 20. Mai 2014
Wer ernsthaft noch erwartet, dass ein Coldplay Album noch einmal klingt wie "A Rush Of Blood To The Head" dürte sicherlich spätestens seit "Mylo Xyloto" als unverbesserlicher Optimist gelten. Denn davon haben sich Coldplay inzwischen meilenweit entfernt. Das wäre an sich gar nicht so schlimm - alte Alben neu aufzuwärmen war ja auch noch nie sonderlich erfolgreich - wäre die Richtung nicht dieser unerträgliche Pathos Pop. War das auf "Viva La Vida Or Death And All His Friends" noch relativ moderat durchgezogen und immerhin von schönen Melodien geprägt war "Mylo Xyloto" schon an vielen Enden schmierig und künstlich. "Ghost Stories" setzt aber noch einen drauf. Zwar hatte die erste Vorab Auskopplung "Midnight" Hoffnung auf ein interessantes und facettenreiches Album gemacht, das Gesamtwerk hat damit aber leider nur sehr wenig zu tun. Die Single "Magic" ist furchtbar öder und seichter Radiopop, der nirgendwo anecken und überall durchgehen soll. "Another's Arms" und "Oceans" schließen direkt daran an. Richtig grausam wird es bei "A Sky Full Of Stars". Wie eine ernstzunehmende Band wie Coldplay jemals auf die Idee kommen konnte einen Song von Avicii Co-produzieren zu lassen bleibt mir ein Rätsel. Dessen Beitrag zu diesem Song könnte unpassender nicht sein. Seichten Pathos Pop mit Mainstream Electro zu vermischen ist zwar keine neue Idee, so brutal unecht klang das aber bisher selten. Wer so etwas nötig hat sollte sich fragen ob er sich tatsächlich noch als Musiker verstehen kann oder als Produzent für verkaufsfördernde Massenware.
Neben diesen völlig unnötigen Mainstream-Electro Ausfällen steht an manchen Stellen tatsächlich der Versuch nicht vollkommen monoton zu klingen. Eine Gitarre, die nicht den Takt trifft, wie in "True Love" und die Chorälen Hintergrundgesänge in" Another's Arms" wirken aber auch eher deplatziert und konstruiert.
Auch textlich ist dieses Album leider sehr seicht geblieben. Alles Songs behandeln ausnahmslos das Thema Liebe und Trennung. Nicht, dass Coldplay in letzter Zeit ein allzu großes Spektrum an Themen behandelt haben, aber es bleibt das Gefühl, Chris Martin würde in jedem Song das gleiche erzählen wollen und nur die Metaphern wechseln. Das wirkt arg gezwungen und aufgesetzt.
Positiv bleibt, dass das Album an manchen Stellen, wenn auch leider nur sehr kurz, seine stärken offenbart. Intro und Bridge im Opener "Always In My Head" machen im Ohr durchaus Spaß, im letzten Drittel bricht "Another's Arms" aus der langweiligen Monotonie des Albums aus und "Midnight" ist für sich allein ein schöner Song. Auch "O" ist eine durchaus gelungene Ballade, die, reduziert auf Klavier und Gesang den Pathos der Vorgängersongs liegen lässt und tatsächlich Emotionen zu vermitteln weiß.
Trotzdem bleibt diesem Album nicht viel, wenn man den klebrigen Pathos Pop und seichten Radiokitsch herausnimmt. 4/10


Turn Blue
Turn Blue
Preis: EUR 14,99

14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Fans und solche, die es werden wollen, 13. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Turn Blue (Audio CD)
Seien wir mal ehrlich. Man kann sich keine acht Alben lang an das exakt gleiche Genre klammern. Wer das akzeptiert und mit etwas Offenheit an "Turn Blue" herangeht findet darin ein tolles Album einer tollen Band, die eben ein wenig anders daherkommt als bei ihrem Debüt. Natürlich wird man kein Thickfreakness oder Countdown auf Turn Blue finden, aber wieso sollte man das auch wollen?
Der Opener Weight Of Love legt schon zu Beginn mit knapp 7 Minuten ordentlich vor. Der Refrain klingt teilweise etwas nach Broken Bells, deren eine Hälfte Danger Mouse, der die Black Keys Alben ja nun schon seit Jahren produziert. Das ganze mischt sich gen Ende mit ausschweifenden Gitarrensoli klingt langsam aus.
Durch das ganze Album klingen die Songs ein wenig glatter und zugänglicher als auf den früheren Alben, was allerdings dem Hörvergnügen an sich keinen Abbruch tut. Die erste Single Fever zum Beispiel hat eine extrem schräge Synthie Line in Intro und Refrain, welche aber so catchy ist, dass man den Song schlecht wieder aus dem Ohr bekommt. Das kann zwar vor allem für Fans der älteren Alben arg gewöhnungsbedürftig sein, macht aber beim wiederholten hören richtig Spaß. Generell setzen die Black Keys hier mehr Synthesizer oder Klavier ein als auf allen anderen Alben, allerdings ohne dabei sie dabei die Songs dominieren zu lassen. In fast allen Songs funktioniert das ziemlich gut. Für sich allein würden die schrillen Töne in 10 Lovers wahrscheinlich furchtbar klingen, sind aber auch hier perfekt in den Song eingebaut.
An sich also ein rundum gutes Album, dass neues wagt, ohne sich zu weit vom typischen Black Keys Sound zu entfernen.
Ob das ganze live, ohne die Produktion, immer noch so gut klingt wird sich zeigen müssen.


Dr. Oetker: Studentenfutter - Best of
Dr. Oetker: Studentenfutter - Best of
von Dr. Oetker
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht zu Ende gedacht, 24. Januar 2014
Ich habe dieses Kochbuch zum Geburtstag geschenkt bekommen und mich eigentlich darüber gefreut. Nachdem ich aber ein paar mal danach gekocht habe muss ich ernüchternd feststellen, dass es an vielen Stellen total undurchdacht ist. Positiv finde ich die vielen einfachen Rezepte oder die schnellen Gerichte. Pluspunkte gibt es auch für den Cocktail Teil.Darüber hinaus sehe ich aber nicht inwiefern das ein Kochbuch für Studenten sein soll. Weder sind die Gerichte besonders preiswert, noch auf eine bis zwei Personen zugeschnitten (mit Ausnahmen). Viele Gerichte bedienen sich geringer Mengen mancher Zutaten, die ich in dem Gericht an sich für überflüssig halte(z.B. Creme fraiche UND Joghurt im Kräuterquark). Desweiteren finden sich Rezepte, die den Eindruck machen als seien sie nur abgedruckt um das Buch zu füllen. Ich halte jeden, in der Küche noch so unbegabten Studenten für fähig sich Rührei zu machen. Das Rezept wird auch dadurch nicht besser, dass verschiedene Vorschläge gemacht werden, wie man es variieren kann. Das wirkt nämlich arg aufgesetzt. Und auch das aufspießen von Würstchen und Paprika auf den gleichen Spieß traue ich den meisten Erwachsenen zu.
Was mir wirklich aufgestoßen ist, war ein Gericht, dass als vegetarisch angepriesen wird, aber dennoch Schinken enthält. Ich bin kein Vegetarier und man würde dieses Rezept als Vegetarier wohl auch einfach ohne den Schinken kochen können. Was mich daran stört ist nur, dass ich mich fragen muss, ob die Autoren tatsächlich wert auf die Rezepte an sich gelegt haben, oder ob nicht das ( durchaus gelungene) Design des Buches im Vordergrund stand.


Hinterland (Limited Edition im Digipack)
Hinterland (Limited Edition im Digipack)
Wird angeboten von media-shop
Preis: EUR 25,99

93 von 105 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hinter sich lassen, 28. September 2013
Was erwartet man als Casper Fan von Hinterland? XoXo 2.0 ? Hin zur Sonne Revival? Wer mit solchen Erwartungen an dieses Album herangegangen ist wird sicherlich ein Bisschen enttäuscht sein. Denn Caspers drittes Album gibt sich keine Mühe betont zu klingen wie der erfolgreiche Vorgänger. Sicher,eine Neuauflage von XoXo wäre einfach gewesen, würde nicht anecken und sich gut verkaufen. Aber es passt so überhaupt nicht zu Casper sich den Erwartungen der Massen an (neuen) Fans zu Unterwerfen und sich streng an dem zu orientieren, was er ja schon mal gemacht hat. Stattdessen wirft er lieber alles einmal um und beginnt von vorne. Ähnliche Themen wie auf XoXo, musikalisch aber irgendwie ganz anders.
Der Opener Im Ascheregen legt mit 2 Minuten Intro irgendwo zwischen Arcade Fire und Get Well Soon vor und greift zusammen mit dem Titeltrack die Hassliebe auf das Hinterland auf,in dem Benjamin Griffey aufgewachsen ist. Die fantastischen 20qm und Lux Lisbon umreißen Liebe und ihre Schattenseiten ohne dabei auch nur im Ansatz kitschig zu werden. Ariel verarbeitet den Tod eines nahestehenden Menschen,wie schon Michael X auf XoXo, lässt aber dieses mal einen Optimismus dastehen, der der Vorgänger Platte meist völlig fremd war. Eine Hymne auf das Hier und jetzt wie Ganz schön okay hätte auf XoXo beispielsweise nie Platz gefunden, wirkt aber auf Hinterland wie die einzig logische Konsequenz der letzten Jahre. Ebenso sticht Jambalaya heraus,strotzt von Selbstbewusstsein, spielt ironisch mit Caspers Image und zeigt,dass es eben nicht immer tiefgründige Songs sein müssen. Das XoXo nicht das Maß aller Dinge ist. Das Casper sich nicht viel um Leute schert die behaupten er wäre besser gewesen, als er noch unbekannt war oder um Plattenkritiken die Hinterland zerreißen,weil es eben nicht XoXo ist.
Hinterland ist großartig geworden, weil es neue Einflüsse verarbeitet. An vielen Stellen klingt die Get Well Soon Produktion durch, Mal Arcade Fire (Im Ascheregen),mal Vampire Weekend (Ganz Schön Okay) mal The Shins( ... nach der Demo gings bergab),und weil Casper stolz auf solche Referenzen ist und sich nicht scheut seinem Album einen starken Touch Indie Pop zu verpassen. Oder quer durch die Platte Turbostaat, Tomte, Wir Sind Helden, Oasis und nicht zuletzt sich selbst zu zitieren.Hinterland bleibt besonders deswegen so hängen, weil kein Song klingt wie der andere. Dass das häufig näher am Indie-Mainstream ist als an Rap stört nur Leute,die das stören will. Und Vor Fans die den Vorgänger wieder aufgewärmt haben wollen muss man sich sowieso nicht rechtfertigen.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 1, 2013 11:10 AM MEST


Kveikur
Kveikur
Preis: EUR 9,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kraftvoll und beängstigend, 22. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Kveikur (MP3-Download)
Und es geht doch noch. Sigur Ros sind doch nicht mit Valtari zu guten, aber dennoch nicht sonderlich aufregenden Ambient Spezialisten geworden. Nach dem doch etwas durchwachsenden Vorgänger war das warten auf Kveikur mit etwas Zweifel verbunden. Aber spätestens mit der Brennistein EP wird klar: Nach Valtari zieht die Band einen klaren Schlussstrich um sich neu zu orientieren. Und die Skepsis weicht grenzenloser Vorfreude. Vor allem das Dominante und etwas einschüchternde Brennistein selbst steigert die Erwartungen an das Album enorm.
Und Kveikur wird den Erwartungen gerecht. Das besagte Brennistein als kraftvoller Opener erzeugt eine leicht beängstigende Atmosphäre mit massiver Wall of Sound, die vom etwas verhaltenden Hraftinna jedoch ohne weiteres durch ein sich sanft aufbauendes Klangmuster abgelöst wird. Isjaki übernimmt die Atmosphäre des Vorgängers und spielt sich zu einem fast fröhlichen, fast poppigem Song hoch, der obwohl er weiter nicht vom Rest des Albums entfernt sein könnte, doch sehr gut in die sonst eher düsteren Songs hineinpasst.
Die folgenden Stücke ziehen sich an den drei ersten entlang, Yfirbord schwächelt ein wenig, spätesten Stormur bringt die Platte dann aber wieder auf Kurs.
Der Titeltrack ist, wenn auch nicht der beste, wohl der bezeichnendste des ganzen Albums. Düster und verstörend, durchzogen von experimentellen Sounds, einem drückenden Schlagzeug und einem hohen Mehrstimmigem Chor da wo bei anderen Bands die Hookline wäre.
Rafstraumur lässt die drückenden Elemente erneut hinter sich und versucht sich an einem offenerem, leicht fröhlichen Arrangement. Das gelingt nicht zu 100%, dennoch wirkt es nicht deplatziert und kann dank einem starken letzten Drittel auch für sich allein stehen gelassen werden, ohne dass zweifel an der Daseinsberechtigung aufkommen. Auch Blapradur braucht rund zwei Minuten, um zu voller Stärke aufzuspielen, aber das ist ja nicht untypisch für Sigur Ros Songs. Ein "Festival" ist es aber dennoch nicht. Mit Var verpassen Sigur Ros dem Album einen sehr ruhigen Schlusssatz, bestehend aus einem tragenden Klavier, leisen Streichern und vollkommen ohne Gesang. Ein sehr offenes Ende ohne pompöse Instrumentalisierung wie Brennistein oder Kveikur. Einfach nur ein ruhiges und gefühlvolles Instrumental

Als Gesamtkunstwer ist Kveikur ein sehr gelungenes Album, dass sich trotz der verstörenden Grundatmosphäre nahtlos an das debüt Von anschließen könnte, lägen zwischen den beiden nicht mehr als 15 Jahre. Kveikur ist vermutlich das beklemmendste Album, das Sigur Ros je aufgenommen haben, es schweift aber niemals in Depression ab, sondern geht kraftvoll gerade heraus. Besonders Live wissen die neuen Songs zu beeindrucken und werden wohl nur die wenigsten Fans enttäuscht dastehen lassen.


Trouble Will Find Me
Trouble Will Find Me
Preis: EUR 12,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie immer genial, 25. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Trouble Will Find Me (Audio CD)
The National werden seit Boxer immer schlechter. Und das will einiges heissen, wenn man sich anhört, wie grandios dieses Album geworden ist. Dennoch reicht"Trouble will find me" nicht an eines der Vorgängeralben heran. Aber Wozu auch? Ein schlechtes Album können The National sowieso nicht fabrizieren, also warum nicht einige kleine Experimente wagen? Demons bleibt nicht so ewig im Kopf wie Bloodbuzz Ohio, I Should Live In Salt verzaubert nicht schon zu Anfang so sehr wie Fake Empire.
Der Hauptunterschied zum Vorgänger ist wohl, dass der auf High Violett vorherrschende Groove auf dieser Platte häufiger gebrochen wird. Das ist weniger linear und sorgt gleichzeitig für mehr Abwechslung und weniger Unisono der Songs. Aber auch nach Abzug der feinen Abstriche gegenüber den früheren Werken, bleibt dieses Album eines der besten des laufenden Jahres. Wenn nicht sogar das beste.


#willpower
#willpower
Wird angeboten von B68 Solutions
Preis: EUR 5,99

5 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen #willtrauer, 21. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: #willpower (Audio CD)
Will.I.Am ist so eine Sache.... er zeichnet sich verantwortlich für einen Großteil der musikalischen Entwicklung der Black eyed Peas. Die waren zwar immer schon recht poppig, haben aber auf früheren Alben tatsächlich noch ein paar tolle Songs untergebracht. Das Projekt hat sich aber irgendwann so festgefahren in House und Dance Tracks ohne Hintergrund, dass Will.i.am lieber eine Solokarriere macht. Um genau das auch auf seinen Soloalben zu produzieren. Natürlich geht das mit viel Alkohol und wenig anspruch bei der feierwütigen Meute gut rein, vorallem wenn sich Britney Spears gesanglich darauf prostituiert.Aber so banal muss nichtmal radio-dance sein. Wer auch immer dies Beats gebaut hat, hat genau das getroffen, was zwar nach einem Sommer niemand mehr im Gedächtnis behält aber bis dahin jede Menge Profit abgeworfen hat, und zwar simple beats mit wenig Melodie und viel bass. Dazu dann Texte, die langsam aber energisch und mit reichlich Effekt auf den Beat montiert werden und der disco floorfüller ist fertig. Bewegt sich am unteren Rand des musikalischen Spektrums...


Love Lust Faith + Dreams
Love Lust Faith + Dreams
Preis: EUR 6,66

15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Weniger ist mehr, 18. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Love Lust Faith + Dreams (Audio CD)
4 Jahre ist es her, dass das letzte Studio album "This is War" 30 seconds to mars endgülting den Sprung auf die grossen internationalen Bühnen und in de Radios aller Welt ermöglichte. Love, Lust, Faith + Dreams versucht deshalb konsequent das erfolgreiche Konzept weiterzuführen. Das 30 Seconds to Mars dabei gerne mal zum Pathos neigen ist bekannt, dennoch strotzt diese Platte sosehr von überproduzierten, überinstrumentalisierten, kitschigen Popsongs, dass das Gesamtwerk eher ein zäher Fluss ist. Wenn auch der Vorgänger schon musikalisch nicht viel hermachte, so waren die Songs doch als energischer Radio Rock-Pop durchaus gut. Dem neuen Album fehlt es aber vollkommen an jeglicher Lockerheit, die einzelnen Stücke sind bewusst dramatisch aufgemacht und beschwören große Ereignisse. Doch die fehlen dann auf der Plattee irgendwie vollkommen.

Track by Track :

1. Birth : Das ist als opener schonmal irgendwie misslungen. Orchesterartig baut eine Bläserformation plus Streicher im Hintergrund Matthew Bell... äh Jared Letos Gesang langsam auf um dann nach recht kurzer Zeit in ein multiinstrumentales, irgendwie bedeutungsschwangeres Intro zum zweiten Song Conquistador aufzugehen. Das klingt insgesamt so, als hätte es auch auf The Second Law von Muse den opener machen können. Und das verheisst nicht soviel gutes.

2 Conquistador : Legt sofort los und schließt nahtlos da an wo Birth aufgehört hat. Die Drums drücken den Song nach vorne, was zwar gut gelingt, aber irgendwie überhaupt nicht mit der leicht nasalen und aalglatten Gesangsspur harmonieren will. Sobal die Synthesizer einsetzen ist das aber weitaus weniger auffällig. Der Refrain hat viel Power, besteht jedoch hauptsächlich aus skandierten "oohoohoo's" und ist schenll wieder vorbei. Auch die Hintergrundgesänge in der Strophe tun dem Song nichts gutes. Alles in Allem sind die Instrumente nicht wirklich raffiniert, aber bis ins letzte detail ausproduziert. Noch mehr Pathos.

3. Up in the air : Der Inbegriff des modernen Radio Pops. Viele Effekte auf Gesang und instrumenten. Elektrolastige Synthies, dicke, aber einfache Schlagzeug Beats und ein simpler Text mit vielen Wiederholungen. Das hört sich anfangs noch etwas künstlich an, wird aber im Laufe des Songs immer besser und macht richtig Spaß zu hören. kein Wunder, dass es die erste Single Auskopplung ist. Ausserdem klingt der Track nicht ganz so nach the 2nd Law, wie die beiden Anfangsstücke.

4. City of Angels : Klingt etwas kitschig und etwas nach dieser Band, die mal die Killers waren. Baut sich gemächig auf und unterlegt nett die Gesangsspur. Die tragende Synthie Melodie nervt aber spätestens in der Mitte des Songs. Dazu kommt, dass der halleffekt auf der Stimme und die nach und nach einsetztenden Instrumente dem Song eher im weg stehen als ihn zu verbessern. Aber man hört tatsächlich mal ein natürliches Klavier durch.

5. The Race : Hier wirds ehrlich grausam. Der Song basiert auf einer Unsäglichen Bassdrum und ist mit soviel Elektro zugekleister, dass das einfach nurnoch total schmierig klignt. Dazu ein klischeehafter Text mit null Aussage aber jeder Menge Drama. Die "Heyey's" im Refrain als Call and reponse funktionieren überhaupt nicht und geben dem ganzen einben geradezu lächerlichen touch. Dann ein break im Song nach dem sich der Song wieder in Richtung Brith und damit unweigerlich the 2nd Law bewegt. Das ist nicht nur unnötig, weils es das ja so schon gibt, sondern treibt den Einsatz der Mehrstimmigen "Heyey's" im Hintergrund so auf die Spitze,, dass man ernste zweifel ha, dass diese Band noch Ideen für vernünftige Texte überhat. Unbedingt weiterskippen.

6. End Of All Days : Zu Beginn macht der Song einiges her, vor allem, weil nicht mehr einfach haufenweise Instrumente eingesetzt werden. Ein Klavier, ein hauch von einem Effekt und Leto's langsam einsetztnde Stimme lassen das ganze sehr natürlich wirken. Zwar bauen sich im Verlauf des Liedes immer mehr Effekte ein, jedoch ohne das ganze überladen wirken zu lassen. Wäre echt gut, wäre da nicht dieser Text. Zwar passt die weltuntergansstimmung zum Titel und auch irgendwie zum ruhigen Instrumental. Am Kitsch der Zeilen ändert das aber nichts. Dazu sei gesagt, dass Jared Leto die komische Angewohnheit hat viele seiner Texte geradezu ins Mikrofon zu stöhnen. Auf dem langsamen und ruhigeren Song fällt das nochmal besonders Negativ auf.

7. Pires of Varanasi : fängt abermals bedeutungsschwer mit dunklen Streicherklängen an, auf die sich die gleiche 4/4 Basedrum legt wie in "The Race", nur etwas schneller. dazu pompöse Synthesizer. Im Hintergrund läuft "Eine Insel mit zwei Bergen. irgendwie schräg. Dennoch klingt das ziemlich gut. Allerdings wäre hier ein kosequenter Instrumentaltrack genug gewesen. Letos " Gesang" ( In Ermangelung eines besseren Wortes dafür) klingt wie die Predigt eines Muezzin. Das klingt auf dem Beat total lächerlich.

8. Bright Lights : Der definitiv beste song der Platte. Kommt ohne allzuviel Kitsch aus, moderater Instrumenteinsatz und Effekte an den richtigen Stellen. Außerdem kommt das Gefühl auf, dass Leto endlich mal etwas zu sagen hat. Der Text ist kein Meisterwerk und wiederholt sich oft, ist aber bei weitem nicht so belanglos wie der Rest der Platte.

9. Do or Die : Ein Song der Live sicherlich Potenzial hat. Von der Songstruktur und vom Tempo sehr gut gemacht. Aber auch hier mal wieder vollkommen überladen mit Synthesizern und Effekten. Dazu kommt, dass der Refrain den gleichen "Text" hat wie Conquistador. Die tieferen Bedeutung der Oohoohoos erschließt sich mir nicht. Trotzdem einer der besten Songs des Albums

10. Convergence : Beginnt etwas seltsam auf Xylophon und sporadischen Drums und Gitarren. Ist zwar eher ein Skit, aber ein schönes Instrumental.

11. Northern Lights: Die Basedrum ist auch hier zentraler Beatgeber, was das ganze langsam etwas richtung Langeweile abdriften lässt. Letos Gesang wechselt zwischen säuseln und druckvoll. Wiedermal sehr bedeutungsschwanger mit Streichern und viel Effekt unterlägt und ausproduziert bis zum geht nicht mehr. Erinnert etwas an die neune Sachen von Linkin ParK: Viel Getue um nichts.

12. Der Effekt auf Letos Stimme ist so ekelhaft, dass man am liebsten weiterskippen möchte. das ändert sich auch nicht dadurch, dass das erste mal eine Gitarree im Vordergrund steht. Dann wieder Streicher, Syhntesizer und Fanfahren. Stopp. Gute Nachtmusik ? Ach du Sch****

Fazit: Das ganze Album klebt förmlich vor Schleim und Kitsch. Der Großteil der Songs ist hoffnungslos verfahren und überladen. Einige wenige Songs stechen positiv heraus, kommen jedoch nicht gegen das vorherrschende Pathos an, das mit Pauken und Trompeten (und jeder Menge Streichern) großspurig in Szene gesetzt wird. Es bleibt einfach nichts hängen, weil jede Instrumentalspur im der Masse der Effekte verschwindet. 3/10
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 26, 2013 11:33 AM MEST


Die Ferienbande-Box
Die Ferienbande-Box
Preis: EUR 19,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterhaltung ohne Ende, 29. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Ferienbande-Box (Audio CD)
Die Ferienbande wird bestimmt nicht jedem efallen, denn sie verlangt schon einen etwas abgefahrenen Humor. Ausserdem wird man viele der Witze nicht verstehen, wenn man sich nicht ein wenig mit TKKG oder den Drei Fragezeichen auskennt. Ist das aber der Fall wird man mit deiser Box viel Spass haben. Die volle Dröhnung Ferienbande auf 6 Geschichten, die sich gegenseitig in Sachen bescheuerter Humor übertreffen. Die Box sieht zudem gut aus, macht sich schön im Regal und die CD's fliegen nicht rum. Für den niedrien Preis klare 5*


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