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Rezensionen verfasst von
C. Yorick (Frankfurt)

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Der Hiob ist weg
Der Hiob ist weg
von Martin Beer
  Broschiert
Preis: EUR 9,95

5.0 von 5 Sternen Bratfisch in Höchstform, 9. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Hiob ist weg (Broschiert)
Aber nicht nur sein Protagonist Kurt Bratfisch ist in Höchstform, auch Martin Beer, der in seinem neuen Roman "Der Hiob ist weg" wieder einmal zeigt, wie ein Regional-Krimi geschrieben sein muss: Schnodderig im Ton und klar in der Sache. Bratfisch hat es diesmal nicht nur mit seinem Praktikanten (Leser der ersten Bratfisch-Krimis kennen Kanonen-Robert bereits) zu tun, sondern auch mit einem aus dem Frankfurter Dom verschwundenen Gemälde, dem "Hiob". Zunehmend fühlt sich Bratfisch allerdings selbst wie dieser, denn die schlechten Nachrichten häufen sich. Aber weder obskure russlandhessische Schutzgelderpresser noch groteske Andrea-Sawatzki-Doubles können verhindern, dass er auch diesen Fall löst. Naja, zu einem guten Ende bringt. Beste Unterhaltung!


Nordic Stalking
Nordic Stalking
von Martin Beer
  Broschiert
Preis: EUR 9,80

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bratfisch! Großartig! Kaufen!, 28. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Nordic Stalking (Broschiert)
Hurra, der neue Bratfisch ist da - und der Held, frischgebackener Privatdetektiv, steht gleich vor zwei Problemen: Zum einen ist er vom Schicksal zum Nichrauchen gezwungen, zum anderen beauftragt ein C-Promi-Model ihn mit der Beschattung der eigenen Villa. Beides geht schief, zum Rauchen wir Bratfisch ausgerechnet von der Polizei gezwungen, in der Villa des Models fällt plötzlich ein Schuss, eine Leiche liegt vor dem Flatscreen und alles ist anders als erwartet. Um das alles aufzuklären braucht es mehr als nur ein paar Bier. Das alles erzählt Martin Beer in einer fruchtigen Sprache, die in der deutschen Krimi-Szene nur wenige drauf haben - treffend, sarkastisch und umwerfend lustig. Also: Unbedingt bestellen - und alles andere von Beer gleich mit.


The Tokyo Diaries: Einblicke in ein unbekanntes Japan
The Tokyo Diaries: Einblicke in ein unbekanntes Japan
von David Schumann
  Taschenbuch

11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Fremdsaufen, 24. Juli 2011
Um es gleich vorweg zu sagen: Über Japan erfährt man in diesem Buch eher nichts, außer dass es in Tokio (bzw. Tôkyô" wie Schumann schreibt) eine U-Bahn gibt, man sich an jeder Ecke fröhlich besaufen kann, jeder von Karaoke begeistert ist und dass die Japanerinnen sich merkwürdigerweise zieren, mit einem großflächig tätowierten deutschen "Asiproll" (Selbstbeschreibung) ins Bett zu gehen. Letzteres hält den Autor nicht davon ab, Anstrengungen in diese Richtung zu unternehmen, was einerseits absehbar erfolglos ist, dem Buch aber tatsächlich ab und an so etwas wie Spannung verleiht. Das war es dann aber auch schon, denn der Autor beschreibt ansonsten auf 321 Seiten das Leben eines deutschen Austauschstudenten, der sich herzlich wenig für sein Gastland zu interessieren scheint, wenn man mal von japanischen Frauen und japanischem Bier absieht. Wer mal eben fünfzig Seiten weiterblättert hat jedenfalls nichts verpasst. Den Stil kann man mögen, er kann einem aber auch nach kurzer Zeit ziemlich auf den Zeiger gehen: "Backstage lerne ich einen Hammertypen kennen [...] Wir haben uns von Anfang an derbst viel zu sagen und werden sofort Homies." Was die beiden sich zu sagen haben, erfährt man allerdings nicht, man kann nur ahnen, dass sie die gleiche Musik gut finden (bzw. krass into die gleiche music sind, um es mal in Schumachers Diktion zu sagen), aber das ist eigentlich auch wurscht, denn seinen neuen Homie trifft der Autor auf den verbleibenden 140 Seiten dann sowieso nicht wieder. Fazit: Sich selbst zu besaufen und um die Häuser zu ziehen ist der Lektüre allemal vorzuziehen, aber da sich das ja nun nicht immer einrichten lässt, zumal in Tokjo, bietet das das Buch die nicht zu unterschätzende Möglichkeit, einem über die Schulter zu schauen, der das professionell beherrscht.


Allein unter 1,3 Milliarden: Eine chinesische Reise von Shanghai bis Kathmandu
Allein unter 1,3 Milliarden: Eine chinesische Reise von Shanghai bis Kathmandu
von Christian Y. Schmidt
  Taschenbuch

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen China ohne Abenteuer, 6. Dezember 2010
Bei Christian Y. Schmidts "Allein unter 1.3 Millarden" wird das Problem vieler zeitgenössischer Reiseberichte deutlich: Es gibt keine Abenteuer mehr. Eine Reise durch China (oder sonst irgendeine ferne Gegend) verhieß früher Abenteuer, Spannung, Wegelagerer, Suppe, in der Augen schwimmen und Menschen, die meinen sie müssten jeden Fremden mit Steinen verjagen. Aber heute kann man kommod mit dem Bus von Shanghai nach Nepal fahren, ohne chinesische Schriftzeichen lesen zu können - und nichts passiert. Die Zivilisation ist längst in China angekommen, samt McDonalds und Kaffeehausketten und Chinesen, die die alleinreisende Langnase mit fröhlichem Hallo begrüßen. Dank Christian Y. Schmidt ist trotzdem ein ebenso interessantes und intelligentes wie amüsantes und kurzweiliges Buch daraus geworden. Während andere Reiseschriftsteller daran scheitern, dass scheinbar nichts passiert, erklärt Schmidt ein China, dass bei uns so niemand kennt, fern von allen Klischees die heute darüber gerne verbreitet werden und dem vermeintlichen Wissen, dass wir zu haben glauben. Und das ist fast so gut und fast so lustig wie Schmidt "Bliefe von Dlüben", das von mir glatte fünf Sterne bekommen würde.


Der Blitzer: Ein Frankfurt-Krimi
Der Blitzer: Ein Frankfurt-Krimi
von Martin Beer
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein fulminantes Krimi-Erlebnis - unbedingt lesen!, 20. April 2010
Dass es so etwas noch gibt! Ein Frankfurt-Krimi, überhaupt ein Krimi mit regionalem Bezug, bei dem die Stadt mehr als nur eine beliebige Kulisse abgibt, dazu brillant formuliert, genau beobachtet, mit erstaunlicher Handlung und dabei ebenso intelligent wie komisch von der ersten bis zur letzten Seite: Als der frischgebackene Aushilfsdetektiv Kurt Bratfisch mitten in der Nacht unter einem Dinosaurier aufwacht, lässt die Pistole in seiner Hand nur einen Schluss zu: Hier soll ihm perfide etwas untergeschoben werden, unangenehmerweise ein Mord. Mit einem ungewöhnlichen Ermittlungs- und Unterstützerteam macht er sich auf die Suche nach dem tatsächlichen Mörder. Die aberwitzige Jagd führt durch Ost-, West- und Nordend, Kleingärten, Trinkhallen und Kneipen, einschließlich einer Tretbootverfolgungsjagd auf dem Main. Super! Davon will ich mehr lesen!


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