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Coletrader

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Nuramon: Ein Elfenroman
Nuramon: Ein Elfenroman
von James A. Sullivan
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nuramon: "Ein Elfenroman" ?, 15. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nuramon: Ein Elfenroman (Broschiert)
Bereits kurz nach der Ankündigung von "Nuramon: Ein Elfenroman" hatte ich das Buch voller Erwartung bei Amazon vorbestellt. Endlich sollte die Geschichte um den letzten verbliebenen Elfen in der Menschenwelt weitergehen! Auch wenn Bernhard Hennen an diesem Band nicht mitgearbeitet hatte so nahm ich an würde doch der Mitautor des ersten Elfenromans, James A. Sullivan, die Elfen-Saga ebenfalls fortführen können. Eine Fehleinschätzung wie sich noch herausstellen sollte.

Aber der Reihe nach:

Zunächst sollte jedem Leser bewusst sein, dass die Geschichte von Nuramon nicht direkt an die Ereignisse aus den Elfen anschließt sondern sofort einen Zeitsprung von 80 Jahren vollzieht. Alle bisherigen Ereignisse auf die die Leser des ersten Buches eigentlich gespannt gewartet haben werden lapidar in wenigen Seiten in simpler Erzählform dargelegt. Nuramon wanderte hier hin, Nuramon suchte einen Rückweg nach Albenmark, Nuramon nähert sich den Menschen an, Nuramon schließt Freundschaft mit den Menschen, usw. usw. Das wären die Geschichte gewesen die ich eigentlich lesen wollte!

Stattdessen springt die Handlung sofort auf der ersten Seite in die Beschreibung eines Krieges von dem man nicht versteht warum er da ist und vorallen Dingen wie der Elf Nuramon da überhaupt reingeraten ist. Der Autor gibt dem Leser keine Chance überhaupt einen Bezug zu den weiteren Charaktären aufzubauen, geschweige denn den neuen Nuramon kennenzulernen. Dieser handelt, geht man vom Abschluss des ersten Elfen-Romans aus, vollkommen willkürlich, nicht nachvollziehbar und kann auf einmal zaubern wie einst vielleicht Yullivee oder Emerelle. Begründet wird dies damit, dass er sich ja nun die Reinkarnationen seiner früheren Leben erinnen könnte. Doch sinnvoll dargelegt wird dies nicht, stattdessen wird die komplexe Charakterentwicklung einfach in einem 80 Jahre Zeitsprung als gegeben dargestellt.

Diese Zeitsprünge im Allgemeinen sind sowieso ein ständiges Ärgernis, da einfach enorm viel story-relevante Tatsachen in wenigen Seiten einfach so dahin geklatscht werden. Auch in den Elfen gab es enorme Zeitsprünge von teilweise hunderten Jahren, diese fügten sich jedoch in die nahtlos in die Gesamtgeschichte ein, da zwischenzeitlich die Handlungsstränge anderer Personen erzählt wurden.

Sehr enttäuschen finde ich diesbezüglich den sogenannten "Orakelblick" vor, bzw. nach einzelnen Abschnitten des Buches. Dieses Stilmittel, welches Hennen in seinen Büchern noch grandios mit kurzen Einschüben aus historischen Berichten aus der Bibliothek von Iskendria, Tagebucheintragungen oder Erzählungen unbeteiligter Personen nutzt um die Geschichte voranzutreiben verkommt bei Sullivan zu bloßen Tatsachenbeschreibungen wie "Dann war der Krieg vorbei, Sie reisten hier und dort hin, sie verliebten sich usw. usw."

Die bereits von anderen Rezensenten angesprochene Problematik mit den seltsamen, nichtsagenden und verwirrenden Namen ist mir auch bereits nach wenigen Seiten aufgefallen. Kostprobe gefällig?:

"Ich bin Daoramu Yannaru", sagte Sie und beugte ihr Haupt vor Yangor. "Ich bin die Tochter des Feldherrn Borugar, des Grafen von Doranyr und kam im Namen des Fürsten von Yannadyr nach Varmul.

Und so geht das das ganze Buch. Wer glaubt irgendwann einmal durchzublicken wird sich bitter böse täuschen. Hieran sind sicherlich auch die vollkommen farblosen Charaktäre Schuld. Man hat überhaupt kein Bild der handelnden Personen vor Augen, weil Sullivan es auch einfach nicht schafft diese ordentlich zu beschreiben oder mit Charaktereigenschaften zu versehen. Man ertappt sich beim lesen des Buches ständig dabei sich zu fragen wer die gerade erwähnte Person überhaupt sei oder was es mit dem beschriebenem Landstrich überhaupt auf sich hat. Da hilft auch ständiges blättern zur im Einband enthaltenen Karte nicht viel.

Im Allgemeinen ist das Erzählniveau von Sullivan meiner Ansicht nach irgendwo zwischen Schulaufsatz und erster Geschichtenveröffentlichung einzuordnen. In all den Seiten schafft er es fast nie auch nur einen Hauch von Spannung an der Handlung aufkommen zu lassen oder den Leser in die von ihm geschaffenen Welt eintauchen zu lassen. Dazu tragen auch maßgeblich die vorab beschriebenen Zeitsprünge und Orakelblicke bei. Aber auch mitten in der Erzählung reien sich diese emotionslosen Beschreibungen Zeile um Zeile aneinander. Anstelle einen neuen Charakter in Dialogen, Handlungen oder Beschreibungen anderer Personen einzuführen so dass sich der Leser selbst ein Bild machen kann wird einfach eine Charakterbeschreibung wie: "Sie erkannte, dass er ein Mann von Witz und Humor war" hingeknallt. Na super...

Man glaubt sich die ganze Zeit eher in einem Reisebericht oder Wikipedia-Artikel zu befinden als in einem Roman. Irgendwann habe ich es dann auch aufgegeben und das Buch vorerst zur Seite gelegt.

Wenn ein Buch als Elfenroman beworben wird, dann muss es sich auch daran messen lassen. Nich mehr und nicht weniger. Hieran scheitert Sullivan jedoch dermaßen kläglich, dass ich mich ernsthaft frage welchen Teil er zum ersten Elfen Buch tatsächlich beigetragen hat.

Als Fazit, kann ich "Nuramon" keinem Leser von "Die Elfen" empfehlen. Sparen Sie sich die Entäuschung und bleiben Sie besser bei Ihren eigenen Überlegungen wie die Geschichte um den letzten Elfen weitergehen könnte. Damit stehen Sie auch nicht schlechter da als Leser dieses Buches.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 2, 2014 5:47 PM MEST


Kleiderständer MILA - Farbauswahl -, Farbe:Schwarz
Kleiderständer MILA - Farbauswahl -, Farbe:Schwarz
Wird angeboten von mobilia24
Preis: EUR 21,00

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut empfehlenswert, 31. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich besitze den Kleiderständer seit kurzen und muss sagen, dass ich in allen entscheidenden Punkten zufrieden bin.

- Die tatsächliche Lieferung erfolgte trotz Angabe "Versandfertig in 2-3 Tagen" bereits innerhalb von 2 Werktagen und auch versandkostenfrei. Dies sind zwar keine echte Produkteigenschaften aber in jedem Fall positiv zu erwähnen, da der Vertrieb anscheinend nur über einen einzelnen Amazon-Händler erfolgt.

- Die Verarbeitung der Einzelteile ist trotz des recht günstigen Preises einwandfrei. Es gibt keine Macken in der Lackierung und alle Teile sind absolut passgenau. Das Material selbst macht einen wertigen und stabilen Eindruck.

- Der Aufbau selbst lässt sich problemlos innerhalb von 10-15 Minuten erledigen. Die Teile werden einfach der Reihe nach ineinander gesteckt, bzw. verschraubt. Empfehlenswert ist hier einen größeren Imbusschlüssel zu verwenden um insbesondere den Fuß des Kleiderständers richtig festzuziehen. Mit dem im Lieferumfang enthaltenen kleinerem, typischem "Ikea-Schlüssel" geht dies zwar auch, ist jedoch mühselig.

- Aufgebaut steht der Kleiderständer wirklich stabil. Man hat nicht den Eindruck, dass einem das Teil nach zwei aufgehängten Jacken direkt entgegenfällt. Dies liegt an dem massivem Fuß, der dem Ständer einen guten Stand verleiht und gleichzeitig den Schwerpunkt nach unten verlagert. Dies ist in jedem Fall eine bessere Lösung als die ebenfalls verfügbaren "4-Füßer".

- An die drei unteren Haken lassen sich gut kleinere Jacken, Taschen oder Rucksäcke hängen. Dies ist in jedem Fall sehr praktisch eine eine zusätzliche nützliche Eigenschaft.

- Derzeit hängen 5 Jacken auf Kleiderständer und man hat den Eindruck, dass man problemlos noch weitere aufhängen könnte. Den ersten "Wintermantel-Test" hat er auch problemlos überstanden.

Alles in allem kann ich das Produkt absolut weiterempfehlen. Das Preis-Leistungsverhältnis ist ebenfalls top, deshalb gibts auch 5 Sterne von mir.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 13, 2013 6:22 PM MEST


The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D - [Nintendo 3DS]
The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D - [Nintendo 3DS]
Preis: EUR 35,99

8 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nur etwas für Nostalgiker?, 18. März 2013
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem ich Ocarina of Time mangels Nintendo 64 in meiner Jugend nie im Original gespielt hatte, habe ich mir das Spiel nun für den Nintendo 3DS zugelegt. Unter anderen angesichts der Vielzahl an Toprezensionen dachte ich mir, dass ich hier überhaupt nichts falsch machen kann.

Nunja, leider wurde ich dann doch eines besseren belehrt, bzw. hätte vielleicht einen genaueren Blick auf die Rezensionen werfen sollen. Stammen diese doch soweit ich das überblicken kann größtenteils von Spielern die das Original damals in den 90ern bereits gespielt hatten. Hier hat man natürlich einen komplett anderen Blick auf die Dinge, als jemand der ein Spiel zum ersten Mal spielt. So könnte ich beispielsweise heute noch jederzeit eine Partie Command & Conquer 1 zocken, während Spieler der aktuellen Generation sich angesichts der veralteten Steuerung, Menuführung und Grafik sich sofort abwenden würden.

Hier scheint dann auch das grundlegende Problem zu liegen, weswegen ich mit dem Spiel nicht warm geworden bin. Steuerung, Grafik und Leveldesign entprechen einfach nicht mehr dem heutigem Standart. Das fängt bei Kleinigkeiten an, wie das man nach jedem speichern und neu laden wieder im Startdorf aufwacht und dann erstmal 10 Minuten inklusive Kämpfe durch die halbe Welt latschen muss. Weiterhin bietet das Spiel für Einsteiger, trotz der neuen "Spoiler-Steine" relativ wenig Hilfestellung. Viele grundlegende Dinge wie Kampftechniken, Bewegungen und grundlegende Spielmechaniken muss man sich langwierig selbst erarbeiten. Das allerhöchste der Gefühle ist hier mal ein kleines Schild, das irgendwo in der Gegend steht und So habe ich erst nach geschätzen 10 Spielstunden herausgefunden, dass Link auch eine Vorwärtsrolle gegen Bäume ausführen kann...

Über das alles konnte ich ja weitesgehend hinweg sehen. Nach einer Zeit hat man die grundlegendsten Techniken erlernt und vermag diese auch einzusetzen. Die Bosskämpfe und ersten Dungeons sind durchaus packend und auch die Rätsel überzeugen ohne allzu unfair zu sein. Blöcke verschieben, Bomben legen, sich an Wachen vorbeschleichen und auch Schalter betätigen sind allesamt wirklich nett gemacht. An allen Ecken und Enden gibt es auch allerlei Geheimnisse zu entdecken.

Das Design der Welt rund um die vorgenannten Dungeons vermag dann aber irgendwie nicht richtig zu überzeugen. Nach einer erfüllten Aufgabe stellt man sich immer wieder die selbe Frage: "Was jetzt?" Obwohl einen ständig diese eine nervige Fee umkreist, gibt es doch kaum Hinweise welchen Ort der großen Welt man nun als nächstes bereisen soll. Da bleibt einem nichts anderes übrig, als jede bereits bereiste Location nun nocheinmal abzulatschen und sich zu überlegen wo sich nun ein neuer Weg geöffnet haben könnte. Durch irgendeine neue Eigenschaft, wie beispielsweise das Tragen vom Bomben zum sprengen von lockeren Wänden, bessere Lungenkapazität für tieferes tauchen oder ähnlichem kann man nun an einer bestimmten Stelle weiter machen. Ich muss sagen, dass dies schon durchaus frustrierend ist.

Alles in allem hat man nahezu jede Location nach einer Zeit unzählige Male bereist und sich daran dann auch satt gesehen. Man sollte erwähnen, dass die dortigen Monster jedoch ständig von neuem auftauchen und besiegt werden wollen. Mangels XP-System und dank ständig voller Edelsteintasche hat der Spieler hiervon jedoch nichts. Obwohl ich ein Spiel gerne ersteinmal selbst erkunde und auch ein Fan von knackigen Rätseln und offenen Welten bin, habe ich dank des nicht sehr stringeten Leveldesigns dann doch irgendwann einen Walktrough zur Hilfe genommen und mich Stück für Stück vorangetastet.

Eh schon einigermaßen gefrustet davon, dass ich mit einer Handheldkonsole in der Nähe eines PCs mit Internetanschluss spielen musste um überhaupt zügig voranzukommen, gab dann ein Dungeon meiner Motivation den endgültigen Todesstoß. In meiner ganzen Spielerlaufbahn ist mir kaum ein frustrierenderes Level wie dieser komische Fischbauch untergekommen. Jaja jetzt werden die altgedienten N64 Spieler innerlich lachen und über den nichtskönnenden Neuling grinsen. So scheint es sich hierbei um den berühmt berüchtigten "Wassertempel" zu handeln, der wenn ich micht richtig informiert habe in der 3DS Variante sogar abgeschwächt wurde. Hier manifestiert sich das frustriernde, veraltete und überhaupt nicht lineare Leveldesign in extremer Form

Nunja, was damals auf dem N64 schon ein Gradmesser gewesen ist, ist es nun auch auf dem Nindendo 3DS. Nachdem ich diese eine Fischprinzessin 10 Mal durch den gesamten Dungeon getragen hatte und immer noch nicht weitergekommen war, habe ich den 3DS schließlich in die Ecke gelegt. Für so etwas ist mir meine Lebenszeit dann doch zu schade...

Was bleibt also festzuhalten? N64 Veteranen können bei Zelda Ocarina of time 3DS bedenkenlos zugreifen. Alle anderen Neulinge sollten jedoch gewarnt sein, damit es ihnen am Ende nicht so ergeht wie mir. Ein kaum veränderter 15 Jahr alter Klassiker passt eben nicht in jedem Fall in den aktuellen Zeitgeist. Insgesamt kann ich hier angesichts der Kritikpunkte aus Neuspielersicht nicht mehr als 3 Sterne vergeben. 2 Sterne für den Spielspaß angesichts der Tatsache, dass ich das Spiel nicht zuende gespielt habe. Verbleibt eine klare Kaufempfehlung für Veteranen, die ich für alle Neulinge so nicht ausgeben kann.
Kommentar Kommentare (11) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 7, 2014 7:46 PM MEST


StarCraft II: Teufelskerle
StarCraft II: Teufelskerle
von Christie Golden
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,95

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Platte Stereotypen, 12. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Heute Morgen fiel mir beim aufräumen das zweite Buch zur Spieleserie Stracraft 2 in die Hände und ich begann zu überlegen was mir denn von diesem Buch, ca. einen Monat nach dem lesen, im Gedächtnis geblieben ist. Den Gesamteindruck können Sie im Titel zu dieser Rezension nachlesen, aber der Reihe nach:

Der zweite Band zum erfolgreichen Echtzeitstrategietitel Starcraft 2 soll die Lücke zwischen Jim Raynors Armeezeit, welche im erstem Band beschrieben wird, und seinem Job als Sherrif der Kolonie auf Mar Sara schließen. Oder kurz der Wandel vom Gesetzlosen zum Gesetzeshüter. Die Storyline selbst liest sich auf den ersten Blick garnicht so platt wie der Gesamteindruck es im Nachhinein dann erscheinen lässt. Es gibt durchaus einige Storywendungen und Überraschungen, die man so nicht vorhergesehen hat, doch im Endeffekt scheitert die Autorin hier an den Details.

So wirken die beiden beiden Charaktäre Raynor und Finlay über das gesamte Buch dermaßen überzeichnet, dass sie einfach extrem an Glaubwürdigkeit einbüßen. Man fühlt sich kaum in der Lage mit den Protagonisten des Buches wirklich mitzufiebern, da deren Gedankengänge so komplett binär sind. Es gibt keine dezenten Grauschatierungen bei der Charakterentwicklung, sondern eigentlich nur reine schwarz/weiß Bilder. Auf der einen Seite sind die "Guten" Jim und Finlay sofort zu erkennen, auf der anderen Seite die diversen "Bösewichte".

Leider scheitert die Autorin aber auch hier an der Darstellung. So sollen Jim und Finlay dem Leser als eine Art Haufen lustiger Freibeuter im Stile Robin Hood oder Jack Sparrow verkauft werden. Also stehlen von der bösen Konförderation aber mit einem gewissen moralischem Anspruch. Bei ihren Überfällen versuchen sie keine Unschuldigen zu verletzen, aber beide scheinen keine Skrupel zu haben mehrere Wachleute eines Geldtransporters zu erschießen.

Das erbeutete Geld wird dann für das eigene Vergnügen auf den Kopf gehauen, was bei Gesetzloses, welche Jim und Finlay sein sollen, ja auch in Ordnung ist. Nur die beschriebenen Vergnügen, die sich die beiden gönnen, sind über das gesamte Buch hinweg dermaßen platt und Klischeehaft geschildert, dass man merkt, hier eine "Aussenstehende" schreibt. Nach einem Überfall geht es direkt "stilecht" in einen Stripschuppen, wo das Geld dann für teuren Alkohol und Frauen auf den Kopf gehauen wird. Dies erscheint auf den ersten Blick ja nachvollziehbar, aber die Beschriebung dessen ist einfach dermaßen kitschig und überzeichnet, dass man nur noch mit dem Kopf schüttelt. So wacht Finlay natürlich jeden morgen mit 4 Frauen im Bett auch (lol) und Jim säuft sich fast jeden Tag die Hucke zu um am nächsten Morgen wieder Topfit zu erwachen. Ja die Autorin schreibt, dass er einen Kater hat, aber man merkt davon in seinen Handlungen wenig.. Der Leser gewinnt den Eindruck, dass hier einfach nur die üblichen Klischees bedient werden ohne dem Handlungen in irgendeiner Form emotionalen Tiefgang zu vermitteln.

Stellen Sie sich vor Kathrin Müller-Hohenstein würde 90 Minuten lang ein Fußballspiel kommentieren. Sie würde sicherlich die ganze Zeit die richtigen Begriffe einwerfen und hätte auch 90 Minuten was zu erzählen. Doch am Ende hätte man den Eindruck, dass hier jemand über Dinge redet, die derjenige garnicht in der Tiefe versteht. Und so ist auch der Gesamteindruck zu diesem Buch.

Bleibt noch das Fazit zu ziehen: Von einer Durchschnittsbewertung mit 3 Sternen ziehe ich persönlich aufgrund der enorm platten Charatäre nochmal einen Stern ab. Fans der Spieleserie (zu denen ich auch zähle) können, wenn Sie dies nicht stört und wissen möchten wie die Story des ersten Buches weitergeht, auch wieder noch einen Stern addieren. Ich bleibe aber dennoch bei meinem Fazit: Dieses Buch muss man wirklich nicht gelesen haben..


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