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Rezensionen verfasst von
Dr.Köppl

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In Zeiten des abnehmenden Lichts: Roman einer Familie
In Zeiten des abnehmenden Lichts: Roman einer Familie
von Eugen Ruge
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dank für höchsten Lesegenuss, 6. Februar 2012
Den begeisterten Kommentaren kann ich mich nur anschließen! Auch für einen "Wessi" wie mich wurden die Romanfiguren höchst lebendig. Das Hin- und Herspringen zwischen den Zeitebenen gibt dem Roman eine historische Tiefenschärfe, die den Vergleich mit den "Buddenbrooks" rechtfertigt, auch die bewundernswerte Stimmigkeit der Dialoge, der Detailreichtum, der feine hintergründige Humor, der die Romanfiguren ironisisert, aber nie denunziert. Dank dem Autor für höchsten Lesegenuss!


Der Fall Collini: Roman
Der Fall Collini: Roman
von Ferdinand von Schirach
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

21 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Guter Verteidiger, schlechter Schriftsteller, 6. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Fall Collini: Roman (Gebundene Ausgabe)
Mit einer Grippe karnk im Bett hatte ich endlich Zeit, die Weihnachtsgeschenke zu lesen. Romane, die sich mit der jüngeren deutschen Geschichte befassen, sind zu Recht aktuell. Schirach hat das Pech, dass ich seinen "Fall Collini" nach Eugen Ruges "In Zeiten des abnehmenden Lichts" gelesen habe. Bei Ruge ein vielschichtiges, lebendiges Figurengemälde über mehrere Generationen, das selbst einen in der BRD aufgewachsenen Menschen wie mich immer auf der Höhe der in verschiedenen Zeitebenen angeordneten Erzählung bleiben läßt, stimmig bis ins Detail, humorvoll, bei aller ironischen Distanz immer mit einem liebenden Blick auf die Romanfiguren. Um so enttäuschender die nachfolgende Lektüre des "Falls Collini": eine auf dem Papier konstruierte Geschichte, deren Figuren - mit Ausnahme des jungen Anwalts Leinen, in dem man wohl ein idealisiertes Selbsportrait des Autors vermuten darf - papieren bleiben wie die Paragraphen, die verhandelt werden, eine Sprache, die vom Lakonischen gelegentlich ins Banale abgleitet, die ganze Geschichte für einen Roman viel zu dünn, zu eindimensional, zu leicht durchschaubar. Von Ruge würde ich gerne mehr lesen. Von Schirach würde ich mich gern verteidigen lassen, wenn ich es denn nötig hätte - sein "Fall Collini" als Roman ist verzichtbar.


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