ARRAY(0xad0b3e88)
 
Profil für Ein Kunde > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Ein Kunde
Top-Rezensenten Rang: 281
Hilfreiche Bewertungen: 6134

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Ein Kunde
(TOP 500 REZENSENT)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
Geschichten übern Gartenzaun - DDR TV-Archiv ( 3 DVD's )
Geschichten übern Gartenzaun - DDR TV-Archiv ( 3 DVD's )
DVD ~ Rolf Herricht

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geschichten übern Gartenzaun auf DVD, 19. Mai 2011
Inhalt
Sieben Episoden erzählen, eingebunden in ein jahreszeitliches Raster, aus dem Alltag der Kleingartenanlage »Ulenhorst«. Im Zentrum der Geschichten steht das neue Mitglied der Kleingartenanlage: Eine Frau mit vier Kindern! Das Tohuwabohu ist vorprogrammiert und das Kleingarten-Idyll wird ordentlich aufgemischt.

Mit den erzählten "Geschichten übern Gartenzaun" kommt einer der ganz großen Serienerfolge des ehemaligen DDR-Fernsehens durch das Label "ICESTORM", in Zusammenarbeit mit der "Telepool", zur Veröffentlichung auf DVD. Die sieben Teile dieser Reihe, welche mit der hier vorliegenden 3er-DVD-Box zur Veröffentlichung kommen, waren erstmals vom November bis Dezember 1982 beim damaligen ersten Fernsehprogramm der DDR zu sehen.

Unter der Regie von Horst Zaeske ("Barfuß ins Bett", "Rentner haben niemals Zeit", "Bereitschaft Dr. Federau") entstanden die rund um die Mitglieder einer Kleingarten-Idylle in der fiktiven Sparte "Ulenhorst" angelegten und erzählten Geschichten dieser Reihe. Die zentrale Figur in dieser ersten Staffel, nimmt dabei die neu in die Sparte hinzukommende geschiedene "Claudia Hoffmann" (Monika Woytowicz), mit ihren vier halbwüchsigen Kindern ein. Besonders die Kinder sorgen für reichlich Wirbel und frischen Wind bei den Kleingärtnern in der Sparte "Ulenhorst".

Die von Ursula-Damm und Horst-Ulrich-Wendler geschriebenen Geschichten, orientieren sich zeitlich am Zyklus der Jahreszeiten und der dort jeweils anfallenden und zu erledigenden Gartenarbeiten. Dabei sind alle Geschichten geprägt von zwischenmenschlichen wie auch nachbarschaftlichen Beziehungen der einzelnen Spartenmitglieder untereinander, wie auch den Ereignissen in deren unmittelbaren privaten wie auch beruflichen Umfeld. Die Geschichten werden glaubhaft und authentisch erzählt und zeigen so zugleich ganz beiläufig auch ein Abbild des Alltags und Lebensgefühls der Menschen jener Zeit in der DDR.

In den sieben, jeweils um die 59 Minuten laufenden einzelnen Episoden, kommt eine Vielzahl der damals wie auch noch heute sehr beliebten Darsteller aus der ehemaligen DDR, zum Einsatz. Es gibt ein wundervoll nostalgisches, oder hier noch passender geschrieben, "OSTtalgisches" Wiedersehen mit allesamt hervorragend aufspielenden Mimen jener Tage. Namen wie die von Herbert Köfer, Helga Göring (1922-2010), Gudrun Okras (1929-2009), Günther Schubert (1938-2008), Uta Schorn oder auch Rolf Herricht (1927-1981) u.v.a. mehr, sind ein Garant für schauspielerische Leistungen die durchweg überzeugen und zu begeistern verstehen.

Die vergangenen beinahe dreißig Jahre seit Produktion und Dreh dieser ersten Staffel lassen sich, wohl für jeden verständlich, nicht vollkommen bei der zur Ansicht kommenden Bildqualität der einzelnen Folgen von den drei DVDs der vorliegenden Veröffentlichung übersehen.

Neben den üblichen, zu erwartenden und zu akzeptierenden, bisweilen auch etwas verstärkt in Erscheinung tretenden Schwächen im Kontrast oder bei der Schärfe der Bilder, wirkt das Bild insgesamt recht gut erhalten. Die bisweilen nicht ganz natürlich und ein wenig schwach ausgeprägt wirkenden Farben, sind wie das zu bemerkende leicht erhöhte Bildrauschen, kaum auffällig oder gar störend. So kann dann das im Bildformat 4:3 mit einer Gesamtlaufzeit von ca. 407 Minuten zur Ansicht kommende Bild, auch mit seinen zu bemerkenden und während der Serienproduktion in den Achtzigern entstandenen produktionsbedingten Mängeln, dennoch im Gesamteindruck als zu akzeptieren gewertet werden.

Die DVD-Menüs kommen in ihrer Gestaltung wieder passend bereits zuvor veröffentlichter Boxen der Reihe "DDR-Archiv" zur Ansicht. Versehen mit einigen Animationen und der im Hintergrund zu hörenden Titelmusik von Henry Krtschil, sind die DVD-Menüs übersichtlich und einfach zu bedienen. Leider fehlt die Möglichkeit alle Folgen einer DVD "am Stück", also hintereinander und ohne Unterbrechung abspielen zu können. Ein Kapitelmenü kommt nicht zur Ansicht, jedoch sind die einzelnen Episoden in sich mit einigen Markern versehen. Als Extra finden sich auf der dritten DVD einige ICESTORM-Trailer zu Veröffentlichungen verschiedener Genres innerhalb der Reihe "DDR-Archiv". Sehr interessant ist auch ein speziell für diese DVD-Veröffentlichung ca. 12 Minuten dauerndes und mit Herbert Köfer geführtes Interview. In diesem erinnert sich Herbert Köfer an die damaligen Dreharbeiten und Produktion von "Geschichten übern Gartenzaun".

Tonbewertung:
Wie schon beim Bild machen sich verständlich auch hier beim Ton, die vergangenen Jahre seit Produktion der Serie hin und wieder in der Qualität des zu Gehör kommenden Tons von den DVDs der vorliegenden Box bemerkbar. Alle Episoden dieser Veröffentlichung finden sich im Tonformat Dolby Digital 2.0, in deutscher Sprachfassung, mit einer in sich zumeist guten Verständlichkeit in ihren Dialogen auf den drei DVDs der Box. Vom Klang her wirkt der Ton recht mittig gemischt. Ein an einigen ruhigeren Tonpassagen leicht verstärktes Grundrauschen, macht sich hin und wieder in zu akzeptierender Intensität bemerkbar. Leider werden von den DVDs dieser Veröffentlichung keinerlei Untertitel angeboten.

Gesamturteil:
Schön, dass es mit der vorliegenden DVD-Box, nun auch eine der erfolgreichsten Serienproduktionen des ehemaligen DDR-Fernsehens in die Veröffentlichung geschafft hat. Das Label "ICESTORM", bringt hier in Zusammenarbeit mit der "Telepool" sieben liebenswert und heiter beschwingt erzählte "Geschichten übern Gartenzaun" zur gelungenen Veröffentlichung auf DVD. Jede der einzelnen Folgen bietet in sich, bestens gelungene und familientaugliche Unterhaltung, welche zugleich zu einer Reise zurück in den Alltag der DDR, inmitten der Achtziger, einlädt. Top Empfehlung.

Autor: Torsten
Fernseh-Serien-Auf-DVD.de


Straßenfeger 21 - Das Kriminalmuseum I [6 DVDs]
Straßenfeger 21 - Das Kriminalmuseum I [6 DVDs]
DVD ~ Helmuth Ashley
Preis: EUR 35,59

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die 1. Box zum Kriminalmuseum auf DVD, 18. Mai 2011
Inhalt
Der sterile Flur eines öffentlichen Gebäudes. Die Kamera fährt langsam aber gezielt auf ein Schild zu. Es enthält die Aufschrift "Kriminalmuseum". So beginnt jede Folge dieser Erfolgsreihe. Eine Sprecherstimme sagt: "Nicht jeder darf, so wie wir das jetzt tun, eines der Kriminalmuseen betreten, die sich im Polizeipräsidium einiger deutscher Großstädte befinden..." Beweisstücke stehen dort zur Schau, die von skurrilen und grausigen Verbrechen zeugen: Die hier ausgestellten Einbruchswerkzeuge, Gangsterrequisiten, Waffen und Mordinstrumente standen einmal im Mittelpunkt eines Verbrechens", erklärt die Stimme.

In der durch das Studio Hamburg ins Leben gerufenen Reihe mit dem Titel "Straßenfeger", gab es in der Vergangenheit bereits zahlreiche wundervolle Veröffentlichungen wahrer Schätze aus den TV-Archiven vergangener Tage. Diesmal hat man mit "Das Kriminalmuseum", eine der wohl mit legendärsten deutschen TV-Serien-Produktionen, welche wenn sie im Fernsehen zu sehen war im wahrsten Sinne des Wortes die "Straßen leer fegte", hervorgeholt.

Nun also ist es soweit und verteilt auf drei DVD-Boxen innerhalb der Reihe "Straßenfeger", kommen insgesamt einundvierzig Folgen dieser von 1963 bis 1970 erstmals beim ZDF zu sehenden und auf einer Idee von Fernsehlegende Helmut Ringelmann (1926-2011) beruhenden Serie zur Veröffentlichung.

Die jeweils zwischen 60 bis zu 75 Minuten laufenden einzelnen Folgen wurden im Auftrag des ZDF durch die "Intertel München", in der Helmut Ringelmann geschäftsführender Produzent war, umgesetzt und produziert. Von den sechs DVDs der hier vorliegenden Straßenfeger-Box 21 kommen die ersten sechszehn Episoden mit Geschichten in Bezug zu und über "Das Kriminalmuseum" zur Ansicht. Ihre Erstausstrahlung erlebten diese Folgen vom April 1963 bis Juli 1965. Regie führten in wechselnder Häufigkeit Helmuth Ashley, Wolfgang Becker, Jürgen Goslar und Theodor Grädler. Die Bücher zu den einzelnen Folgen wurden von verschiedenen Autoren geschrieben, was der Reihe gut tat, da so immer wieder neue Ideen und Handlungsebenen mit in die Folgen einflossen.

Die einzelnen Folgen wurden mit immer wieder wechselnden Darstellern besetzt. Es gab also kein festes Ermittlerteam wie in einigen anderen Krimireihen. Dabei kommt hier bei "Das Kriminalmuseum" ein wahrhaftes Staraufgebot an den bekanntesten und beliebtesten Leinwand- und Fernsehgrößen jener Tage zum Einsatz. Namen wie die von Horst Niendorf, Reinhard Glemnitz, Horst Naumann, Herbert Tiede oder auch Gustav Fröhlich und René Deltgen, sind an dieser Stelle wirklich nur einige Beispiele aus der höchst prominenten Besetzungsliste bei dieser Produktionsreihe. Alle der hier so hervorragend aufspielenden Mimen zu nennen würden den Rahmen dieser Rezension sprengen.

Die gezeigten Kriminalfälle zeigen sich insgesamt sehr glaubhaft und authentisch in Szene gesetzt. Sicher ein Grund mit dafür liegt in der Tatsache, dass die Drehbücher und die Serie sich in ihren Episoden behandelnden Fällen an originale Unterlagen der Kripo orientiert und hält. Es geht um Mord, Einbruch, Entführung und Falschgeld. Aber auch um eine Lösegeldforderung oder einen Giftmord, Rauschgift und Fahrerflucht. Zeit für Langeweile bleibt da auch nicht nur einen Moment bei den sechzehn Folgen dieser ersten Box. Dabei ist es schön, dass eine jede Folge in ihrer Handlung in sich abgeschlossen ist.

Auch wenn das farbig gestaltete Cover der Veröffentlichung im ersten Moment einen anderen Eindruck vermittelt, so kommen doch alle Folgen von den sechs DVDs dieser Veröffentlichung im Schwarz-Weiß-Bild daher. Mit einer laut Cover angegebenen Gesamtlaufzeit von ca. 978 Minuten zuzüglich des Bonusmaterials präsentiert sich das hier zu erlebende Bild im Format 4:3 (1.33:1). Natürlich darf und kann man natürlich von einer weit mehr als vierzig Jahre zurückliegenden TV-Produktion nun nicht ein Bild wie vom allerneuesten Kinofilm erwarten. So gibt es auch qualitative Unterschiede zwischen den einzelnen Folgen. Im Gesamteindruck aber überrascht die für meinen Geschmack zumeist gute bis sehr gute zur Ansicht kommende Bildqualität der einzelnen Episoden, in Bezug zum Zeitpunkt der Entstehung der Filmaufnahmen, äußerst angenehm. An dieser Stelle haben die Techniker, bei der Bearbeitung des alten Filmmaterials und der technischen Umsetzung für die Veröffentlichung auf DVD, wirklich ganze und vor allen auch sehr gute Arbeit geleistet. Dennoch wird zu Beginn einer jeden DVD noch mit einer kurz zu sehenden Texttafel um Verständnis für Einschränkungen in der Bild- oder Tonqualität gebeten.

Die Gestaltung der Menüs bei den DVDs dieser Veröffentlichung erfolgte wieder im Stil bereits zuvor innerhalb der Reihe "Straßenfeger" verlegter Boxen. Versehen mit einigen animierten Filmsequenzen und der im Hintergrund zu hörenden Titelmusik der Reihe von Musiklegende Martin Böttcher, zeigen sich diese stimmungsvoll und gut bedienbar. Während die vier ersten DVDs mit jeweils drei Folgen daher kommen, bieten die fünfte und sechste DVD bei dieser Veröffentlichung je zwei Episoden. Die Folgen können direkt aus dem sich nach Einlegen in den Player öffnenden Menü heraus zur Einzelwiedergabe gestartet werden. Die Möglichkeit alle Folgen einer DVD "am Stück" also ohne Unterbrechung abspeilen zu können besteht nicht. Ein Kapitelmenü wird nicht geboten, jedoch sind innerhalb der einzelnen Episoden einige Marker gesetzt.

Von drei der DVDs bei dieser Veröffentlichung kommen einige Extras zur Ansicht. Gleich die erste DVD bietet unter dem Titel "Straßenfeger Phase III" mit einigen Trailern zu US-Remakes und Krimi-Spielfilmen Informationen zu Veröffentlichungen. Von der fünften DVD kommt ein exklusiv für diese Veröffentlichung mit dem Filmkomponisten Martin Böttcher geführtes Interview, mit einer Laufzeit von ca. 25 Minuten, zur Ansicht und zu Gehör. Die sechste DVD zeigt in einem ca. drei Minuten dauernden Beitrag der "Hallo Deutschland-Redaktion" ein Kurzporträt von Fernsehlegende Helmut Ringelmann (1926-2011), anlässlich dessen fünfundsiebzigsten Geburtstages. Einige "Programmtipps", zu weiteren Veröffentlichungen innerhalb der Reihe "Straßenfeger", schließen die angebotenen Extras von den DVDs dieser Veröffentlichung ab.

Verpackt in einen dem bisherigen Veröffentlichung der Reihe passend gestalteten Pappschuber in Hochglanzoptik, finden in selbigen verteilt auf zwei Digipack die sechs DVDs dieser Box ihren Platz. In den beiden aufklappbaren ebenfalls aus Hartpapier und in Hochglanzoptik gefertigten Digipacks, lagern in Klarsichteinlegern je eine DVD einzeln und zwei übereinander versetzt. Ein beiliegendes zwölfseitiges und farbig bebildertes Booklet gibt Infos über Cast und Crew. Zu jeder der zu sehenden sechzehn Folgen von dieser ersten Box, finden sich kurze Inhaltsangaben und das Datum der Erstausstrahlung, über mehre der Seiten verteilt, im Booklet. Ein Beileger informiert über die DVD-Veröffentlichungen der Boxen 1 bis 20 innerhalb der Reihe "Straßenfeger".

Tonbewertung
Wie schon bei der Beurteilung des Gesamteidrucks beim Bild darf man natürlich auch hier beim Ton nicht die weit mehr als vierzig vergangenen Jahre seit Entstehung der Aufnahmen vergessen. So dürfte wohl ein jeder das Verständnis für ein bisweilen mal zu hörendes Knacken oder auch etwas stärkeres Rauschen im hier zu Gehör kommenden Ton haben. Glücklicherweise sind diese zu akzeptierenden kleineren Mängel aber eher selten. Insgesamt kann der hier im Format Dolby Digital 2.0 Mono zu Gehör kommende Ton mit zumeist gut verständlichen Dialogen überzeugen. Schade, dass sich bei dieser sonst so gelungenen Veröffentlichung keinerlei Untertitel für Hörgeschädigte oder Gehörlose finden.

Gesamturteil
Ich für meinen Teil bin nahezu restlos begeistert über diese gelungene erste Box mit den sechszehn von ihr kommenden allerersten Folgen des Fernsehkults "Das Kriminalmuseum". Schon die als Offstimme von Reinhard Glemnitz gesprochene Einleitung, im Vorspann einer jeden neuen Folge, bringt den unvergänglichen und einmaligen Charme, welcher dieser Reihe inne liegt in das heimische Pantoffelkino.

Ein wahres Staraufgebot an den zur damaligen Zeit beliebtesten und bekanntesten Darstellern und abwechslungsreich gezeigte und erzählte Fälle, beruhend und erstellt auf Unterlagen der Kripo, überzeugen. Die zudem gelungene und wohl auch bestmöglich machbare Bild- und Tonqualität machen diese Veröffentlichung aus dem Hause "Studio Hamburg" unter dem Vertrieb von "AL!VE", zu einer ganz klaren Top-Empfehlung für Freunde diesen Filmgenres.

Autor: Torsten
Fernseh-Serien-Auf-DVD.de


Die Heartbreakers (Fernsehjuwelen)
Die Heartbreakers (Fernsehjuwelen)
DVD ~ Uwe Bohm
Preis: EUR 14,99

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Heartbreakers auf DVD..., 17. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Heartbreakers (Fernsehjuwelen) (DVD)
Inhalt
Mitte der sechziger Jahre verhöhnt im Ruhrgebiet ein Polizist Mick Jagger. Freytag und Schmittchen sehen deshalb die Zeit gekommen, selbst eine Rockband auf die Beine zu stellen und gründen gemeinsam mit Guido und Hörnchen die Heartbreakers. Unter den Fittichen ihres Möchtegern-Managers Pico wird der große Durchbruch angepeilt, doch zunächst ernten die Jungs nur Spott. Die Bitte des Mädchens Lisa, sie in der Band singen zu lassen, wird abgelehnt. Dann steht ein Beat-Wettbewerb in Recklinghausen an...

Mit den 1983 in die deutschen Kinos gekommenen Film "Die Heartbreakers", bringt das innovative Label "Fernsehjuwelen" unter dem Vertrieb von "AL!VE" abermals einen kleinen cineastischen Schatz vergangener Tage erstmals zur Veröffentlichung auf DVD.

Die äußerst liebevoll und warmherzig umgesetzte und erzählte Geschichte über das Gefühl und Leben der Jugend zum Ende der Sechziger hin entstand in einer Coproduktion der "Pro-ject Filmproduktion" mit "Tura-Film" und dem WDR. Regie bei dieser Produktion führte Peter F. Bringmann, der bereits zuvor 1980, mit "Theo gegen den Rest der Welt" mit Marius Müller-Westernhagen in der Hauptrolle, einen grandiosen Erfolg bei Publikum und Kritik erzielen konnte. Das Buch zu dem hier auf DVD vorliegenden Film stammt aus der Feder von Matthias Seelig, der auch schon das Buch zu "Theo gegen den Rest der Welt" schrieb.

Eines kann man diesem Team aus Autor und Regisseur ohne Wenn und Aber attestieren. Es ist ein schon beinahe unglaubliches Gespür für eine stimmige Authentizität und den hohen Bezug zur Realität, von dem die in ihrer Zusammenarbeit entstandenen Filme regelrecht strotzen. So überzeugt auch hier bei "Die Heartbreakers" die in diesem Film erzählte Geschichte mit ihrer Darstellung des Zeitgefühls der Jugend in den Sechzigern, in denen die Handlung angesiedelt ist. Dabei geht es weniger um tief greifende politische Aufarbeitungen bestehender Widersprüche in dieser Zeit, sondern vielmehr um den Beat, die Musik jener Generation. Damals wie heute war und ist Musik auch Protest, lebensbejahende Aussage aber auch Mittel des Ausdrucks der eigenen Persönlichkeit.

Und genau hier setzt der Film an. Eine recht wilde und in ihren Persönlichkeiten höchst unterschiedlich geprägte Truppe Jugendlicher findet sich Mitte der Sechziger, zu einer Zeit als die Beatmusik auch hier in Deutschland immer populärer wird, in Recklinghausen, inmitten des Ruhrgebiets, zusammen. Sie alle eint die Liebe zur Musik und der Wunsch so zu werden und zu sein wie ihre großen Vorbilder, die da wären "Beatles", "Rolling Stones", "Kinks", "Animals" und die vielen andere Bands jener Zeit. Was liegt da also näher, als nach dem ersten Aufeinandertreffen und Kennenlernen auf einer Polizeiwache, im Anschluss an ein Konzert der "Rolling Stones" in Essen, selber eine eigene Band zu gründen. Nach einigen ersten Startschwierigkeiten steht die Besetzung der Band mit "Freytag" (Sascha Disselkamp), Schmittchen (Uwe Enkelmann), "Horn" (Mark Eichenseher) und "Guido" (Hartmut Isselhorst) recht schnell. Bald gesellt sich mit dem etwas zu kurz geratenen "Pico" (Michael Klein), auch noch ein Manager mit zur Band. Eigentlich wäre da auch noch "Lisa" (Maria Ketikidou), welche gerne als Leadsängerin mit in die Band einsteigen würde. Das scheitert aber am entschiedenen Protest von "Freytag".

Bald steht auch der erste Auftritt der Band an, der dann auch beinahe schon wieder der Letzte sein soll. Insgesamt stürzen die Band und deren Mitglieder im Laufe der Handlung beinahe ständig von einem Fiasko in das nächste. Für den Zuschauer freilich bedeutet dies allerbeste und nie Langweile aufkommende Unterhaltung während der insgesamt 109 Minuten Gesamtlaufzeit, mit der dieser Film daherkommt. Überhaupt hat mich die wirklich sehr gelungene Besetzung aller zu verkörpernden Rollen in diesem Film überzeugt. Sein es die bis dahin bis auf Uwe Enkelmann noch alle recht unbekannten Hauptdarsteller oder auch die in den kleineren Nebenrollen zu erlebenden Darsteller. Ein wahres "Fernsehjuwel" für mich ist es hier bei "Die Heartbreakers", die wohl den meisten aus dem "Großstadtrevier" bekannte Schauspielerin Maria Ketikidou am Beginn ihrer Schauspielkarriere, sie müsste beim Dreh so um die 16-17 gewesen sein, zu erleben. Einfach nur herrlich auch der übereifrige Polizist. Was habe ich gelacht, als dieser die Jungs auf dem Polizeirevier fragt "Sagt mal, warum wackelt dieser Mik Jääger eigentlich immer so mit dem A.?(Zensur vorgenommen) Hat der Hämorieden oder ist der schwul?" In der Rolle des Vaters von "Lisa", sieht man in diesem Film Rolf Zacher.

Das mit einer laut Cover angegebenen Gesamtlaufzeit von ca. 109 Minuten zur Ansicht kommende Bild der vorliegenden DVD präsentiert sich im Format 4:3-Letterbox. Auf Rückfrage beim veröffentlichenden Label wurde mir mitgeteilt, das hier die in den Archiven noch vorliegende besterhaltene Kopie des Films als Master für die Herstellung der DVD verwendet wurde. Man darf eben nicht vergessen, dass seit dem Dreh nun beinahe dreißig Jahre in das Land gezogen sind. Diese lassen sich dann bei dem hier von der DVD zur Ansicht kommenden Bild natürlich nicht ganz verleugnen.

Im Gesamteindruck kann das Bild mit recht natürlichen, wenn bisweilen auch etwas differenziert daherkommenden Farben aufwarten. Schärfe und Kontrast zeigen sich in ihren Einstellungen in den zu erwartenden Werten einer TV-Produktion Anfang der Achtziger gesetzt. Trotz einiger bisweilen zu bemerkenden Unschärfen und Doppelkonturen kann das Ergebnis als akzeptabel und dem Produktionsalter angemessen beurteilt werden. Besonders unter schwierigen Lichtmomenten machen sich im Bild Längsstreifen bemerkbar, die anscheinend vom bei der Produktion verwendeten MAZ-Band mit übernommen wurden. Bildrauschen und Unruhen, wie auch Verunreinigungen und mechanische Beschädigungen am und im zu sehenden Bild fallen relativ gering aus und sind nicht sonderlich auffällig oder gar störend.

Abschließend kann man sagen, dass sich das von der hier zur Veröffentlichung zur Ansicht kommende Bild sicher nicht als Reverenz weißend bezeichnen kann, es aber dennoch versucht wurde, aus den vorhandenen betagten Filmmaterial noch das Beste zu machen. Es ist nun einmal schlichtweg auch finanziell nicht machbar jeden auf DVD zur Veröffentlichung kommenden älteren Film höchst kostenaufwendig komplett zu bearbeiten und zu restaurieren.

Die DVD-Menüs der vorliegenden Veröffentlichung präsentieren sich im stimmungsvollen schwarz/weiß mit pinkfarbener Schrift . Sie sind dabei übersichtlich und gut bedienbar, mit einigen kleineren Animationen, Szenenbildern und zu hörender Hintergrundmusik gestaltet. Unmittelbar nach Einlegen der DVD in den Player kann der Film zur Wiedergabe gestartet werden. Über "Kapitel", aus dem Hauptmenü heraus, gelangt man zu zwei sich separat öffnenden weiteren Menüs mit insgesamt zwölf auf der DVD gesetzten Kapiteln, welche in Textform dargestellt, bei Bedarf angewählt werden können. Als Extras bietet die DVD einige Trailer zu weiteren Veröffentlichungen innerhalb der Reihe "Fernsehjuwelen" sowie den Kino-Teaser.

In dem einfachen Klarsicht-Amaray-Case zur Aufbewahrung der DVD, welches sich in einem Hochglanzpappschuber ohne FSK-Kennzeichnung befindet, liegt noch ein vier Seiten umfassendes Booklet bei. In diesem finden sich, neben kurzen Biografien zu den Hauptdarstellern und Regisseur Peter F. Bringmann, zudem noch ein über zwei Seiten verteiltes Interview mit Herrn Bringmann.

Tonbewertung:
Einen Großteil und ganz besonderen Charme in und bei diesem Film macht natürlich die in ihm zu Gehör kommende und in den Bann ziehende und grandios ausgewählte Musik der Sechziger aus. Schon beinahe automatisch dreht man beim Ansehen der DVD hier den Ton etwas lauter. Ein in seinen Dialogen zumeist gut verständlicher Ton im Format Dolby Digital 2.0 kommt hier zu Gehör.

Er ist vom Klangvolumen und in seinen Höhen und Tiefen gut abgemischt, wenn auch bisweilen etwas mittig. Weder die Musik noch die Hintergrund- und Nebengeräusche überlagern das gesprochene Wort. Größere Auffälligkeiten oder Mängel im zu hörenden Ton während der Wiedergabe der DVD, fielen mir nicht erwähnenswert auf. Untertitel finden sich leider keine auf der vorliegenden Veröffentlichung.

Gesamturteil:
Mit "Die Heartbreakers", kommt hier durch das Label "Fernsehjuwelen", unter dem Vertrieb von "AL!VE", viel mehr wie "nur" ein Musikfilm aus dem Jahr 1982 zur erstmaligen Veröffentlichung auf DVD. Die stimmungsvoll und sympathisch in Szene gesetzte und erzählte Geschichte über eine sich gefundene Truppe höchst unterschiedlicher Charaktere, steht beispielgebend für das Lebensgefühl einer ganzen Generation von Jugendlichen inmitten der Sechziger in ganz Deutschland. Dabei ist die sie alle begeisternde Musik zugleich Bindeglied und Mittel um ihre Hoffnungen und Träume, aber auch Enttäuschungen, eben ihren Alltag zu verarbeiten. Ein wunderbar witziger, in leisen wie auch kraftvoll ruppigen Tönen erzählter Film, der selbst noch heute, beinahe dreißig Jahre nach seiner Uraufführung, nichts von seinem ganz besonderen Charme und Flair verloren hat. Top-Empfehlung.

Autor: Torsten
Fernseh-Serien-Auf-DVD.de


Ende der Unschuld - Grosse Geschichten 21 (2 DVDs)
Ende der Unschuld - Grosse Geschichten 21 (2 DVDs)
DVD ~ Rolf Hoppe
Preis: EUR 20,50

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ende der Unschuld auf DVD..., 11. Mai 2011
Inhalt
6. August 1945: Am Tag, als in Hiroshima die erste Atombombe fällt, beginnt Geheimdienst-Mitarbeiter Julien Green mit der Befragung zehn namhafter deutscher Wissenschaftler, die für Hitlers Atomforschung tätig waren. Die Nazis schafften es zwar nicht, die Bombe zu bauen. Aber sie waren verdammt nah dran!", sagt Green. Wollte eigentlich jeder von ihnen die Bombe bauen?", fragt der Major. Green: Genau das will ich herauskriegen."

Rückblende: 1938 gelingt es Otto Hahn und Fritz Straßmann am Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie in Berlin erstmals, einen Atomkern zu spalten. Daraufhin starten die USA in Alamos das Manhattan-Projekt. Während die Amerikaner fieberhaft an der Bombe arbeiten, verkennen Hitler und seine Militärs die Bedeutung einer Superbombe. Kurz vor dem Zusammenbruch gelingt es fast noch, einen Reaktor in die kritische Phase zu überführen, aber es fehlt an Uran...

Nicht erst mit dieser, der inzwischen einundzwanzigsten Box der Reihe "Grosse Geschichten" zeigt sich der hohe Anspruch, welcher dieser Reihe inne liegt. Unter der Veröffentlichung durch das "Studio Hamburg" kommt mit "Ende der Unschuld" ein ebenso packender wie auch emotional berührender Zweiteiler auf den Markt. Der mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Streifen entstand 1991 im Auftrag des WDR in einer Zusammenarbeit der Allianz-Filmproduktion mit Beteiligung der BBC.

Allein schon ein Blick auf die hochkarätige Besetzungsliste und die Namen derer, welche hinter dieser Produktion stehen, dürfte wohl bei so ziemlich jedem Filmfreund, des Genres sich mit zeitgeschichtlichen Themen beschäftigender Filme, die Augen vor Verzückung hell aufleuchten lassen. Es ist kein Geringerer wie der legendäre Frank Beyer (1932-2006), u.a. bekannt durch Filme wie "Spur der Steine" (1966) oder den Einzigsten je für einen Oskar nomenierten DDR-Film "Jakob der Lügner" (1974), der hier bei "Ende der Unschuld" die Regie übernahm. Das Buch zum Zweiteiler über das "Ende der Unschuld" stammt von Wolfgang Menge, der u.a. auch hinter der Kultserie "Ein Herz und eine Seele" (1973-1976) mit "Ekel Alfred Tetzlaff" und den Büchern zur legendären Fernseh-Krimi-Reihe "Stahlnetz" (1958-1968) steht.

Die Besetzungsliste beim Zweiteiler "Ende der Unschuld" bietet in sich zahlreiche Namen der ganz Großen und profiliertesten deutschen Schauspieler. Neben Darstellern wie Rolf Hoppe, Jürgen Hentsch, Udo Samel und Fred Düren u.v.a.m., gibt es auch ein Wiedersehen mit Ulrich Mühe (1953-2007), Gerry Wolff (1920-2005) oder der Schauspielerin und Brecht Tochter Hanne Hiob (1923-2009).

Der Film in sich beschäftigt sich mit der Frage nach der Schuld und Verantwortung der Wissenschaftler inmitten Hitlers diktatorischer Herrschaft und darüber hinaus. Er beginnt mit einem Kameraschwenk auf eine Gruppe von mehreren Männern, auf einen idylisch anmutenden Landsitzes im Süden von England, die zum sportlichen Wettkampf angetreten sind und einen mit sich zufriedenen Eindruck vermitteln. Die Männer, welche sich hier an diesem 06. August 1945 in einem Internierungslager der Engländer befinden, zählten mit zur Elite der deutschen Atomforscher.

Als sie an diesen Tag, dem des Abwurfs der ersten Atombombe der Amerikaner über Japan hören, reagieren sie jeder für sich auf ganz eigene Art. Mit Beginn der Befragung der deutschen Wissenschaftler durch den Geheimdienst-Mitarbeiter "Julien Green" (Ulrich Mühe) setzt bei allen ein Überlegen über ihr Wirken und ihrer Verantwortung als Wissenschaftler aber auch ihren Platz in der Gesellschaft und dem bisherigen geführten Leben ein. Es ist Carl Friedrich von Weizsäcker (Götz Schubert), einer der Männer aus dieser Gruppe, der noch am Tag des Abwurfs der Atombombe über Japan die Frage "Hätten wir alle gewünscht, daß Deutschland den Krieg gewinnt", hätten wir es schaffen können?", in den Raum stellt.

Der Zweiteiler vermag es, mit einer interessant umgesetzten Inszenierung anhand zahlreicher Rückblenden, einen chronologischen Ablauf über die Entwicklung der Atombombe in Deutschland aufzuzeigen. Beginnend bei der ertsmalig geglückten Atomspaltung durch Otto Hahn und Fritz Straßmann (Rolf Hoppe und Walter Kreye) 1938, bis hin zu den Versuchen am Forschungsreaktor Haigerloch 1945, durch Werner Heisenberg und Carl Friedrich von Weizsäcker (Jürgen Hentsch und Götz Schubert), spannt sich der Bogen in der gezeigten Geschichte in dem hier zu erlebenden Zweiteiler. Aber auch in Bezug zur Entwicklung der Atombombe stehende weltweite und internationale Ereignisse und Personen wie zb. die von Albert Einstein oder Franklin D. Roosevelt, werden fachkundig und passend mit in den Handlungsfluss der hier erzählten Geschichte eingebaut.

Überhaupt wirkt dieser Zweiteiler im Gesamteindruck äußerst präzise recherchiert und aufgearbeitet. Sicher mit von entscheidener Bedeutung hierbei war, dass dem Autor Wolfgang Menge, mit Erich Rudolf Bagge (1912-1996), ein überaus kompetenter Fachberater zur Seite stand. Erich Bagge wirkte als Kernphysiker noch selbst am deutschen "Uranprojekt" und so auch maßgeblich an der Vorantreibung des vom Heereswaffenamt geförderten Unterfangens, hin zur geplanten Atombombe, mit.

Die Produktion dieses Zweiteilers, der mit einer vom Label angegebenen Gesamtlaufzeit von ca. 180 Minuten und im Bildformat 4:3 zur Ansicht kommt, liegt nun auch schon wieder mehr als zwanzig Jahre zurück. Leider macht sich dieser Umstand im zu sehenden Bild dann doch recht deutlich bemerkbar. Was hier wirklich auffällig wird, ist, das oft sehr unruhig wirkende und mit starkem Filmkorn durchsetzte Bild. Stellenweise scheint das Bild schon regelrecht "grieselig". Die hin und wieder zu bemerkenden leichteren Unschärfen machen sich in zu akzeptierender Intensität und Quantität bemerkbar. Recht gut in seinen Werten und Einstellungen präsentieren sich die Einstellungen beim Kontrast. Eher selten zeigen sich hier einige Überzeichnungen oder Kanten- und Bewegungsunschärfen. Die Farben können in ihrer zur Ansicht kommenden Intensität und Wahl der Töne, bis auf einige Ausnahmen, meist als gut beurteilt werden.

Die Aufmachung der bei der hier vorliegenden Veröffentlichung zu erlebenden DVD-Menüs kommt im Stile bereits zuvor veröffentlichter Boxen innerhalb der Reihe "Grosse Geschichten" zur Ansicht. Jede der beiden DVDs beinhaltet hier je einen der in Spielfilmlänge daherkommenden Teile. Diese können unmittelbar aus dem nach Einlegen der DVD in den Player zur Ansicht kommenden, mit einigen Filmszenen animierten und mit Musik hinterlegten Menü heraus, zur Wiedergabe gestartet werden. Zu den einzelnen Folgen kann von beiden DVDs eine "Kapitelauswahl", in einem sich separat öffnenden weiteren Menü, geöffnet und genutzt werden.

Beide DVDs der vorliegenden Veröffentlichung bieten einige Extras.
Neben den üblichen Extras in Form einiger Trailer bietet die erste DVD ein wirklich sehr interessantes ca. 49 Minuten dauerndes Audio-Vorwort. In diesem gibt der Sprecher Jürgen Holdorf, Gedanken und Überlegungen von Wolfgang Menge, dem Autor diesen Zweiteiler, vom Dezember 1990 wieder. Die zweite DVD bietet ein Interview mit Wolfgang Menge, geführt von dessen Sohn Jacob, über ca.17 Minuten Laufzeit an.

Als wiederum sehr gelungen, empfinde ich die Art der Gestaltung und Verpackung bei dieser Veröffentlichung. Im aufklappbaren und aus Hartpapier gefertigten Digipack in Buchform finden sich die beiden einzeln, in Klarsichteinlegern lagernden DVDs der vorliegenden Box. Im Digipack mittig fest integriert, gibt es ein bebildertes und sechzehn Seiten umfassendes Booklet in Hochglanzoptik. Neben Informationen zu Cast und Crew, finden sich auf elf Seiten Erinnerungen und Gedanken vom Autor Wolfgang Menge, aus dem Dezember 1990, in Textform dargestellt. Einige bebilderte Informationen zu weiteren Veröffentlichungen, innerhalb der Reihe "Grosse Geschichten", schließen das Booklet inhaltlich ab.

Tonbewertung:
Ein zumeist gut verständlicher Dolby Digital 2.0 Mono-Ton kommt von den beiden DVDs dieser Veröffentlichung zu Gehör. In seinen Dialogen ist er zumeist sehr gut verständlich und kann im Gesamteindruck ohne größere oder auffälige Mängel beurteilt werden. Ein hin und wieder zu bemerkendes leichtes Hintergrundrauschen oder minimale Klangverschiebungen sind kaum auffälig oder gar störend.

Als sehr stimmig und passend empfinde ich die musikalische Gestaltung in diesem Zweiteiler. Hinter der zu hörenden Musik bei dieser Produktion steht mit Günther Fischer einer der wohl mit populärsten und erfolgreisten Musiker Deutschlands. Von ihm stammen u.a. auch die Musik zu Filmen und Serienerfolgen wie zb. "Hallo Onkel Doc", "Der letzte Zeuge", "Unser Lehrer Dr. Specht" oder auch zu "Solo Sunny" und "Einer trage des anderen Last", um hier nur einige wenige zu benennen. Leider finden sich keine Untertitel auf den beiden DVDs dieser Veröffentlichung.

Gesamturteil:
Der von dieser einundzwanzigsten Box innerhalb der Reihe "Grosse Geschichten" hier durch das "Studio Hamburg" zur Veröffentlcihung kommenden Zweiteiler "Ende der Unschuld" aus dem Jahr 1991, wirft die Frage nach der Verantwortung deutscher Atombomben-Entwickler auf. Dabei gelingt es Regieseur Frank Beyer, mit der geschickt und interessant gehaltenen Inszenierung und Umsetzung, des von Wolfgang Menge so hervorragend recherchierten und geschriebenen Drehbuchs, ein wahres Meisterstück. Die hochkarätige Besetzung und das Spiel der Darsteller, angelegt in einer die Entwicklung chronologisch mit Rückblenden aufzeigender Darstellung ist sehr gelungen. Sie bietet dem Zuschauer ohne ihn zu bevormunden oder die Entscheidung abzunehmen die Möglichkeit, sich mit der Thematik eingehend zu beschäftigen und seine eigenen Schlüsse zu ziehen.

Autor: Torsten
Fernseh-Serien-Auf-DVD.de


Grosse Geschichten 30 - Die Auflehnung
Grosse Geschichten 30 - Die Auflehnung
DVD ~ Jan Fedder
Preis: EUR 21,27

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine weitere Grosse Geschichte auf DVD...., 6. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Grosse Geschichten 30 - Die Auflehnung (DVD)
Inhalt
Frank Wittmann ist Fischmeister in der dritten Generation. Mit seiner Frau Sophie und der Tochter Ute führt er seine Teichwirtschaft durch wirtschaftlich schwere Zeiten. Als der erste Kormoran in die Teiche einfällt, ist Frank Wittmann alarmiert. Die Vögel bedrohen seine Existenz. Frank Wittmann lehnt sich auf und greift zur Waffe, um sich gegen die Fischräuber zu wehren. Franks Bruder Willy Wittmann,ein renommierter Teeverkoster, verliert seinen Geschmackssinn und steht vor dem Nichts. Willy flieht aus Hamburg, um sich am Ort seiner Kindheit eine Auszeit zu nehmen.

Mit der nun schon dreizigsten Veröffentlichung innerhalb der Reihe "Grosse Geschichten", bringt hier das "Studio Hamburg" eine weitere Literaturverfilmung des großartigen Siegfried Lenz an den Start. Das Drehbuch zu dieser dritten Siegfried-Lenz-Verfilmung unter Federführung des NDR stammt vom Autor Lothar Kurzawa, der auch schon für die beiden anderen zuvor abgedrehten Literaturverfilmungen "Das Feuerschiff" und "Der Mann im Strom" das Drehbuch schrieb.

Auch bei der Besetzung der Hauptrolle blieb man sich treu und so übernimmt diese bei "Die Auflehnung" abermals Jan Fedder, wie schon bei den beiden zuvor angeführten Produktionen auch. Für mich eine gute Entscheidung, steht doch gerade Jan Fedder wie wohl kaum ein anderer als geradezu beispielhaft für den Ruf des nordischen Typs und kämpferischen Raubeins, eben genau für das, was die von ihm hier in "Die Auflehnung" zu verkörpernde Rolle verlangt.

Die Regie lag diesmal in den Händen von Manfred Stelzer, der sich in der Vergangenheit u.a. schon mit zahlreichen seiner Arbeiten für den "Polizeiruf 110" und den "Tatort" einen verdient guten Namen gemacht hat und als einer der profiliertesten Fernsehregisseure Deutschlands gilt. Hier in "Die Auflehnung" gefällt er mir besonders mit seiner ruhigen, sich die Zeit nehmenden Art in der filmischen Umsetzung, der von Siegfried Lenz in seinem 1994 erstmals verlegten Roman erzählten Geschichte.

Die von der DVD in dem Film erzählte Geschichte lebt u.a. von den in ihr zu erlebenden höchst unterschiedlichen Charakteren ihrer Akteure. Hier zeigt sich die gelungene Besetzung aller Rollen und das Spiel der Darsteller, die ihre Rollen überzeugend regelrecht zu Leben erwecken und glaubhaft und authentisch verkörpern. Der Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Geschichte zweier Brüder, die wohl unterschiedlicher und verschiedener nicht sein können. Da wären auf der einen Seite der Fischzüchter "Frank Wittmann" (Jan Fedder). Ihm gegenüber steht sein Bruder "Willy" (André M. Hennicke). Beide haben ihre Sorgen und Nöte und gehen auf ihre ganz eigene Art damit um.

Fischzüchter "Frank" versucht, mit seiner schon buchstäblichen nordischen Schroffheit, alle Probleme aus dem Weg zu räumen oder auch einfach zu verdrängen. Er wehrt sich beinahe gegen alles, egal ob Banken oder die Polizei, vertreten durch Dorfsheriff "Henning Holmsen" (Rainer Piwek). Selbst vor der Zuneigung ihm wohlgesonnener Familienmitglieder wie zb. die seiner Frau "Sophie" (Kirsten Block) und der Tochter "Ute" (Jodie Leslie Ahlborn) flüchtet er regelrecht. Ein besonderer Dorn im Auge sind ihm die Kormorane, in denen er eine Gefährdung seiner Existenz sieht.

Sein Bruder hingegen ist der sensiblere von beiden. Er steckt gerade in einer Lebenskrise. Er hat aufgrund des verloren gegangenen Geschmackssinns seinen Job als Teeverkoster aufgegeben und ist von der Frau verlassen worden. Er will auf dem Land, bei seinem Bruder, wieder zu sich selbst finden. Dabei entwickelt sich eine zaghafte und sanfte Zuneigung zur viel jüngeren "Corinna" (Daniela Schulz), die im hiesigen Tee-Haus serviert. Wird ihm diese Zuneigung helfen einen neuen Anfang zu finden? Oder wird sie "Willy" nur noch in ein tieferes Loch ziehen?

Es ist ein Wechselbad der Gefühle und der "kleinen Großen Momente", die es in diesem Film zu erleben gibt. Hinzu kommen neben der stimmig in Szene gesetzten Filmhandlung zudem noch ein Großteil gelungen schöner, durch Kameramann Wedigo von Schultzendorff eingefangener Landschaftsmomente und Augenblicke.

Das von der DVD zur Ansicht kommende Bild erfüllt die qualitativen Erwartungen einer 2010 erstmals im TV zu erlebenden Produktion. Die in einer Koproduktion des NDR zusammen mit der "Aspekt Telefilm" entstandene Literaturverfilmung bietet in sich kraftvolle und in vielen Tönen und Nuancen ausgeprägte Farben von zumeist recht natürlicher und gut ausgeprägter Intensität. Der Kontrast überzeugt beinahe immer mit gut gesetzten Einstellungen. Bei der Schärfe treten eher selten einige kleinere Schwächen auf. Leider macht sich auch hin und wieder, besonders unter erschwerten Licht- und Aufnahmebedingungen, ein leicht erhöhtes Bildrauschen bemerkbar. Wirklich extrem störend, beim Ansehen der DVD, ist dies dann aber auch wieder nicht.

Die DVD-Menüs wurden passend zu bereits anderen Veröffentlichungen innerhalb der Reihe "Grosse Geschichten" gestaltet. Sie sind zum Teil mit einigen Animationen und Soundeffekten versehen und dabei übersichtlich und bedienfreundlich. Aus dem nach Einlegen der DVD in den Player zur Ansicht kommenden Menü heraus kann der Film unmittelbar zur Wiedergabe gestartet werden. Eine sich in einem separaten weiteren Menüfenster öffnende Kapitelauswahl ermöglicht die direkte Anwahl bestimmter Szenen und Momente im Film. Außer einigen Trailern zu weiteren DVD-Veröffentlichungen finden sich leider keine weiteren Extras auf der vorliegenden DVD.

Sehr ansprechend und gelungen präsentiert sich auch die DVD-Box in ihrer Art und Gestaltung. Hier hat man sich wirklich Mühe gegeben und präsentiert die eine DVD dieser Veröffentlichung in einem schmucken, aus Hartpapier gefertigten, aufklappbaren Digipack in Buchform. In der Box findet sich ein fest integriertes zehnseitiges Booklet mit einigen interessanten Informationen. Neben Namen von Darstellern, wie auch an der Produktion Beteiligter werden noch Siegfried Lenz und Jan Fedder in einem kurzen Lebenslauf vorgestellt. Vier der Seiten im Booklet beschäftigen sich mit Siegfried Lenz künstlerischer Bedeutung seines Schaffens und dem seiner Werke in Vergangenheit und Gegenwart. Einige Hinweise auf weitere Veröffentlichungen innerhalb der Reihe "Grosse Geschichten" bilden den Abschluss des Booklets.

Die gelungene Literaturverfilmung hält sich in ihrer filmischen Umsetzung schon recht nahe an ihre literarische Vorlage. Dennoch kann so ein neunzig Minuten laufender Film nur schwer alle die im Buch erzählten und beschriebenen Gedanken und Geschichten wiedergeben. Daher möchte ich an dieser Stelle allen Interessierten das beim Deutschen Taschenbuch Verlag erschienene und 386 Seiten umfassende Buch, mit dem Roman "Die Auflehnung" von Siegfried Lenz, ans Herz legen.

Tonbewertung:
Im Format Dolby Digital 2.0 Stereo, kommt der von der DVD dieser Veröffentlichung zu erlebende Ton zu Gehör. Insgesamt präsentiert sich der in seinen Dialogen meist recht gut verständliche Ton in zu akzeptierender Qualität ohne größere Auffälligkeiten. Die Musik für diese Literaturverfilmung stammt von Jörg Lemberg. Untertitel für Hörgeschädigte oder Gehörlose werden von den DVDs dieser Veröffentlichung leider nicht angeboten.

Gesamturteil:
Erneut bringt das "Studio Hamburg" unter dem Vertrieb von "AL!VE" mit "Die Auflehnung" eine beachtenswerte und gelungene Literaturverfilmung, basierend auf einem Werk von Siegfried Lenz, innerhalb der Reihe "Grosse Geschichten" zur Veröffentlichung. Der so typische Schreibstil des Autors der literarischen Vorlage und die zeitgemäße, im Hier und Heute angekommene passende Inszenierung und Umsetzung durch den Regisseur Manfred Stelzer zusammen mit allen Darstellern, sind etwas Besonderes. Ohne Übertreibung eben passend zur Edition "Grosse Geschichten".

Autor: Torsten
Fernseh-Serien-Auf-DVD.de


Kommissarin Lund - Das Verbrechen (Staffel II, 3 Disc) [Blu-ray]
Kommissarin Lund - Das Verbrechen (Staffel II, 3 Disc) [Blu-ray]
DVD ~ Sofie Grabol
Wird angeboten von berlinius
Preis: EUR 21,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die 2. Staffel von Kommissarin Lund..., 6. Mai 2011
Inhalt
Im Zentrum von Kopenhagen wird die Leiche der Rechtsanwältin Anne Dragsholm an einem nationalen Kriegerdenkmal aufgefunden. In einem Video, aufgenommen kurz vor ihrem Tod, verliest sie eine Botschaft an das dänische Volk, in der Rache an getöteten Muslimen in Afghanistan, Palästina und dem Irak geschworen wird. Das Video wurde an den neu ernannten Justizminister Thomas Buch geschickt.

Sarah Lunds alter Chef, Lennart Brix, weiß, dass er für diesen brisanten Fall die suspendierte Kommissarin dringend für sein Einsatzteam braucht. Er lässt Lund aus der Provinz, in die sie nach dem letzten Fall strafversetzt wurde, zurückholen. Mit dem Fund einer zweiten Leiche überschlagen sich die Ereignisse.

Ist Lund der politischen Dimension der Mordfälle gewachsen? Gelingt ihr die Aufklärung der schrecklichen Taten?

Nachdem 2008 "Kommissarin Lund", einfach wunderbar gespielt durch Sofie Gråbøl, sich zum ersten Mal den deutschen Zuschauern vorstellte und in dem brutalen Mordfall an "Birk Larsen" ermittelte, geht es nun, zwei Jahre später, mit einem neuen Fall weiter. Dieses Mal als Fünfteiler, unter dem Titel "Kommissarin Lund-Das Verbrechen II", gilt es erneut, wie schon in der ersten Staffel, in packender und spannend erzählter Art einen neuen Fall zu klären. Dabei setzt die Handlung des dänischen TV-Krimiserienerfolgs, der vorliegenden Veröffentlichung mit der zweiten Staffel, unmittelbar an den Schluss der hier in Deutschland bereits schon seit einiger Zeit auf DVD und Blu ray erhältlichen und ebenfalls durch die "Edel Motion" veröffentlichten ersten Staffel, an.

In einer Zusammenarbeit von "Danmarks Radio" mit dem "ZDF", sind es wiederum der Autor Søren Sveistrup und Regisseur Kristoffer Nyholm, welche hier erneut einen zugleich höchst anspruchsvollen und mit politischer Brisanz und landestypischen Lokalkolorit in sich geprägten Thriller der Extraklasse äußerst gelungen filmisch umsetzen. Das Besondere ist wiederum, dass es sich auch in dieser zweiten Staffel inhaltlich anfänglich eigentlich nur um die Aufklärung eines einzigen Falls dreht. Der Thriller kommt aber derart geschickt und mit zahlreichen überraschenden Wendungen in Szene gesetzt daher, dass während des gesamten Fünfteilers auch nicht nur eine Sekunde Langeweile aufkommt.

Kommissarin Lund, wurde nach dem Abschluss und der Aufklärung des Mordes an Birk Larsen aufs Land strafversetzt. Plötzlich tritt man, mit der Bitte um Unterstützung bei der Aufklärung eines Mordes mit politisch geprägtem Hintergrund, an die für ihre oft unkonventionellen Ermittlungsmethoden bekannte Kriminalistin heran. "Lennart Brix" (Morten Suurballe), der ehemalige Vorgesetzte der Kommissarin, steht hinter der Zurückberufung. Zusammen mit "Ulrik Starnge" (Mikael Brikkjaer), dem Nachfolger in ihrer zuvor ausgeübten beruflichen Stellung, soll sie den Mord an der in Kopenhagen aufgefundenen Leiche einer Rechtsanwältin aufklären. Diese wurde noch kurz vor ihrem Tod gezwungen, eine auf Video aufgenommene Botschaft zu verlesen, in der dem dänischen Volk Rache für getötete Muslime angekündigt wird.

Als weitere Opfer folgen, erkennt das Ermittlerteam, dass diese zuvor alle als Soldaten in Afghanistan im Einsatz waren. Auch kristallisiert sich ebenfalls recht schnell, der nicht zu leugnende Zusammenhang innerhalb dieser Mordserie, hin zu der Person des neu ernannten Justizministers "Thomas Buch" (Nicolas Bro) heraus. Die Ereignisse überschlagen sich geradezu, als mit dem in die Psychiatrie verbannten Soldaten "Jens Peter Raben" (Ken Vedsegaard), zudem auch noch die Involviertheit des dänischen Militärs in den sich immer weiter verzweigenden Fall aufzeigt.

Immer mehr spitzt sich die Lage und Spannung bei der Suche nach den Tätern zu. Für den Zuschauer bedeutet das Hochspannung pur, die regelrecht an den Fernsehsessel fesselt und einen nicht mehr loslässt. Geschickt schafft es der Fünfteiler, die in ihm erzählte Geschichte in einem feinsten Geflecht aus Verdächtigen und in sich unvorhersehbaren Wendungen schon geradezu hochgradig explosiv und spannungsgeladen zu halten.

Ich muss zugeben, dass ich als Besitzer der DVD-Ausgabe dieser Miniserie, schon etwas skeptisch war, ob die Blu ray gegenüber der DVD einen erkennbaren Unterschied in der Bildqualität sichtbar machen würde.

Schließlich "lebt" die Atmosphäre in dieser Krimireihe geradezu von ihren stimmungsvollen Lichtszenarien, die zum Teil schon eine beinahe fühlbare und in den zu sehenden Bildern erlebbare, geheimnisumwobene und spannungsgeschwängerte Grundstimmung erzeugt. Aber gerade hier können die drei Blu ray dieser Veröffentlichung, die mit einer Gesamtlaufzeit von ca. 570 Minuten und im Bildformat Aspect Ratio 1,77:1 [1080i] zur Ansicht kommen, ganz klar für sich punkten. In den vielen Momenten voller dunkler Szenerie überzeugen die im Bild vorhandenen kraftvollen Schwarzwerte zu hundert Prozent. Das Bild wirkt im Zusammenspiel mit den zurückhaltenden aber durchaus passenden stimmungsvollen Farbakzenten voller Natürlichkeit und Intensität sehr detailreich und lebendig. Auch die Einstellungen bei Schärfe und Kontrast sind gut gesetzt und bieten kaum Anlass oder Grund zu Kritik. Trotz des teilweise zu bemerkenden Einsatzes von Antirauschfiltern macht sich im Bild, besonders in dunkleren Szenen, hin und wieder ein erhöhtes Rauschen bemerkbar. Durch die eingesetzten Filter wirkt das Bild in solchen Momenten dann auch zum Teil etwas weicher und weniger kontrastgeschwängert. Im Gesamteindruck kann man sagen, dass für eine TV-Serienproduktion das hier zur Ansicht kommende Bild, trotz einiger kleinerer Schwächen, doch recht gelungen ist.

Die DVD-Menüs wurden mit einigen Animationen und der im Hintergrund zu hörenden Titelmusik übersichtlich und gut bedienbar gestaltet. Auf den beiden ersten Blu rays finden sich jeweils zwei der insgesamt fünf Folgen umfassenden Miniserie. Demzufolge bringt die dritte Blu ray die fünfte Episode dieses TV-Krimis zur Ansicht. Die einzelnen in Spielfilmlänge daherkommenden Folgen können unmittelbar nach dem Einlegen der jeweiligen Blu ray zur Wiedergabe gebracht werden. Ein Menü für eine Kapitelanwahl wird nicht angeboten, jedoch finden sich innerhalb der einzelnen Episoden einige Marker gesetzt, welche bei Bedarf genutzt werden können. Über "Einstellungen" gelangt man zu den Wahlmöglichkeiten der Audioeinstellungen für die Wiedergabe.

Die dritte Blu ray der Veröffentlichung bietet zudem noch einige interessante Extras. Auf ihr finden sich mehrere Interviews, in denen neben einigen der Hauptdarsteller auch die Produktionsdesignerin der Reihe zu Wort kommt. Angenehm war ich davon überrascht, dass diese Interviews neben dem Originalton zusätzlich noch mit einer deutschen Offstimme versehen wurden. Anzumerken wäre an dieser Stelle noch, dass bei den Extras das Bild mit den Interviewten sich nicht in voller Bildschirmgröße präsentiert. Das Bild zeigt sich vielmehr mittig vor einem blauen Hintergrund, der den Bildschirm füllt.

Tonbewertung:
In gleich drei verschiedenen Formaten in deutscher Sprache kommt der Ton bei dieser Veröffentlichung zu Gehör. Dabei überzeugen sowohl der Dolby Digital 2.0 wie auch der im gut gemischten 5.1-Format zu hörende Ton, mit sehr gut verständlichen Dialogen in sich. Gleiches gilt für den im Format DTS-HA Master Audio 5.1 vorliegenden Ton. Mir fielen keine erwähnenswerten Mängel oder Auffälligkeiten während der Wiedergabe der drei Blu rays von der mir vorliegenden Veröffentlichung auf. Die deutsche Synchronisation entstand unter Verwendung der Bücher von Uwe Gaube und Johannes Keller bei der "Bavaria Synchron". Leider finden sich keinerlei Untertitel auf den Blu-rays dieser sonst gelungenen Veröffentlichung.

Gesamturteil:
Wer schon von der ersten Staffel dieser so spannungsgeladenen und intelligent erzählten und in Szene gesetzten Reihe begeistert war, wird auch von der hier vorliegenden zweiten Staffel nicht enttäuscht sein. Aber auch allen anderen Freunden und Liebhabern niveauvoller und fesselnder Thrillerkost kann diese Fortsetzung der dänischen Krimiserie einfach nur wärmstens empfohlen werden. Sicher nicht ohne Grund wurden die Rechte an diesem Krimiformat inzwischen für den amerikanischen Markt erworben, um die Reihe dort als US-Version neu zu verfilmen. Im Übrigen ist es auch ohne zuvor die erste Staffel gesehen zu haben möglich und macht genauso viel Vergnügen, die hier vorliegende zweite Staffel zu erleben.

Autor: Torsten
Fernseh-Serien-Auf-DVD.de


Kommissarin Lucas - Folge 7-12 auf 3 DVDs
Kommissarin Lucas - Folge 7-12 auf 3 DVDs
DVD ~ Ulrike Kriener
Preis: EUR 30,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die nächste Box "Kommissarin Lucas"...., 6. Mai 2011
Inhalt
Kommissarin Lucas ist Spezialistin für Schwerstkriminalität und an besonders harte Fälle gewöhnt, doch dann wird ihr Kollege Stefan Deuter (Thure Riefenstein) selbst Opfer eines Verbrechens. Der Vater eines Kindes, das Stefan in Notwehr erschießen musste hat ihn niedergestochen und ihn lebensgefährlich verletzt. Schuld und Sühne?

Nachdem im Oktober 2010 eine erste DVD-Box mit sechs Folgen dieser mit Anspruch in Szene gesetzten Krimireihe durch das Label "Aviator-Entertainment" zur Veröffentlichung kamen, folgen nun, mit den Folgen 7 bis 12, sechs abermals höchst brisante und spannungsgeladene Fälle in Spielfilmlänge. Seit dem März 2003 werden in unregelmäßigen Abständen immer wieder neue Folgen, dieser durch die "Olga-Film" im Auftrag des ZDF produzierten Krimiserie, im Fernsehen gezeigt.

Die von den drei DVDs der hier vorliegenden Veröffentlichung zu erlebenden Folgen hatten ihre Erstausstrahlung im Zeitraum vom April 2008 bis Juni 2010. Mich überzeugen und begeistern die hier zur Ansicht kommenden sechs neuen Fälle mit ihrer in die Tiefe gehenden Art der Inszenierung und Machart genauso wie schon die vorhergehenden von der ersten DVD-Box zu erlebenden. Neben den packenden und oft auch Tabuthemen behandelnden Fällen, in denen "Kommissarin Lucas" und ihr Team ermitteln, ist es vor allem wiederum auch Ulrike Kriener, die hier in der Rolle als "Kommissarin Ellen Lucas" einfach nur grandios ist und restlos überzeugt. Mit voller Berechtigung wurde sie für ihre Darstellung dieser Rolle neben dem "Bayerischen Fernsehpreis" zudem noch mit zahlreichen weiteren Ehrungen und Auszeichnungen bedacht.

Aber auch all die anderen Darsteller können in und mit denen von ihnen verkörperten Charakteren und Rollen ganz klar für sich punkten. Neben einem relativ festen Stamm an Schauspielern wie zb. Anke Engelke, Alexander Lutz, Thure Riefenstein, Michael Roll und Tilo Prückner, sind auch zahlreiche Gastauftritte bekannter Darsteller in den einzelnen Episoden zu erleben. Namen wie die von Florian Panzer, Maria Kwiatkowsky, Ronald Zehrfeld, Nadja Bobyleva, Johann von Bülow u.v.a. mehr, sprechen da schon alleine für sich. Florian Stetter als Kriminalkommissar "Leander Blohm" kommt innerhalb der Reihe für den ausscheidenden Thure Riefenstein neu hinzu.

Anke Engelke, als die Schwester von "Kommissarin Lucas" innerhalb der Reihe überzeugte mich mit der von ihr hier verkörperten Rolle, einmal fernab von "Ladykracher" und als "Ulknudel", ungemein. Einfach nur herrlich Tilo Prückner als wunderbar dargestellter knurriger Vermieter von "Kommissarin Lucas" mit viel Herz. Insgesamt empfinde ich die gesamte Umsetzung und Art dieser TV-Krimireihe als angenehm authentisch, stimmig und glaubhaft dargestellt. Es macht einfach nur richtig Freude, sich die einzelnen allesamt spannenden und bestens unterhaltenden Folgen anzusehen.

Die Regie bei den von der hier vorliegenden DVD-Box zu erlebenden sechs Folgen lag in den Händen von Christiane Balthasar (7, 8, 9, 10) und Thomas Berger (11 und 12). Drehbuchautoren waren Barbara Jago, Thomas Berger, Sabine Kalinowski, Jörg von Schlebrügge und Patrick Weber. Die Dreharbeiten und Aufnahmen für die Reihe fanden in Regensburg und Umgebung sowie zum Teil in München statt.

Gleich in der ersten Folge von der hier vorliegenden DVD-Box geht es wieder in die Vollen und es wird höchstgradig spannend als Kriminalkommissar "Stefan Deuter " (Thure Riefenstein) während einer Beisetzung niedergestochen wird. Der Täter ist der verzweifelte Vater eines Jungen, den "Stefan" während eines Einsatzes in Notwehr erschossen hatte. Aber auch die fünf anderen zur Ansicht kommenden Fälle präsentieren sich nervenaufreibend und höchst brisant.

So geht es in den zu erlebenden Fällen dieser Veröffentlichung u.a. um Kindesmissbrauch und Mord, einem Killerpärchen auf der Flucht und einer Jugendgang, die als "pain attack" die Stadt in Angst und Schrecken versetzt. Als sich die Schwester "Rike" (Anke Engelke) der "Kommissarin Lucas" auf eine Beziehung mit dem verurteilten Gewaltverbrecher "Robert Jandt" (Ronald Zehrfeld) einlässt, schrillen bei der Kommissarin alle Alarmglocken. Wird sie mit ihren schlimmen Befürchtungen Recht behalten? Neben aller Spannung und den Nervenkitzel, welchen die einzelnen Episoden bieten, ist es auch immer wieder das so persönliche, schon beinahe zerbrechliche in der Art der Darstellung der Hauptfigur, was hier grandios durch Ulrike Kriener in ihre Rolle als "Kommissarin Ellen Lucas" mit eingebracht wird. Einfach nur toll und sehenswert.

Das von den drei DVDs dieser Veröffentlichung zu erlebende Bild präsentiert sich mit einer laut veröffentlichendem Label angegeben Gesamtlaufzeit von ca. 540 Minuten im Bildformat 16:9. Die Aufnahmen für die einzelnen Folgen der Reihe entstehen zumeist im Herbst. Sicher trägt auch das mit zur oft etwas düsteren Atmosphäre und Stimmung in den Bildern bei. Insgesamt wirken die Farben bisweilen etwas schwach ausgeprägt mit wenig Kraft in sich. Der Kontrast findet sich in seinen Einstellungen zumeist sehr gut getroffen und lässt so im Bild viele Details erkennen. Nicht ganz so gelungen zeigen sich leider hin und wieder die Werte im Schärfegrad der zu sehenden Bilder. Zwar stören die hier zu bemerkenden leichten Schwächen nicht erheblich, lassen sich aber eben wie auch die bisweilen im Bild zu bemerkende Unruhe und Bildrauschen nicht gänzlich übersehen. Im Gesamteindruck kann das zur Ansicht kommende Bild als akzeptabel und gut, mit einigen Schwächen in sich, beurteilt werden.

Die DVD-Menüs von den drei DVDs der hier vorliegenden Veröffentlichung zeigen sich mit einigen Filmsequenzen und stimmigen Animationen gestaltet. Direkt nach dem Einlegen einer DVD, zeigen sich dargestellt in Textform, die jeweils zwei Episoden pro Datenträger.

Jede der Einzelfolgen kann direkt und unmittelbar angeklickt und so zur Wiedergabe gestartet werden. Es gibt kein separates Kapitelmenü, jedoch werden innerhalb der einzelnen Folgen gesetzte Marker zur optionalen Anwahl geboten. Extras finden sich auf keiner der DVDs dieser Veröffentlichung. Ein vierseitiges Booklet bietet neben einigen Informationen zu Cast und Crew noch zwei in Textform dargestellte Interviews mit Regisseurin Christiane Balthasar und dem Schauspieler Florian Stetter.

Tonbewertung:
Erwartungsgemäß kommt von den drei DVDs dieser Veröffentlichung der für eine deutsche und für das Fernsehen entstandenen Serienproduktion zu erwartende Ton im Format Dolby Digital 2.0 zu Gehör. Dabei kann der hier angebotene deutsche Ton mit einer sehr guten Verständlichkeit bei den Dialogen für sich punkten. Insgesamt wirkt der zu hörende Ton dabei kraftvoll und stimmungsvoll gemischt ohne dass der Hauptton von Nebengeräuschen oder Filmmusik überlagert wird. Höhen und Tiefen kommen nuancenreich und gut ausgeprägt zu Gehör. Schade nur, dass bei dieser sonst gelungenen Veröffentlichung, auf Untertitel für Hörgeschädigte und Gehörlose gänzlich verzichtet wurde.

Gesamturteil:
Ich für meinen Teil bin von den auf den drei DVDs dieser Veröffentlichung aus dem Hause "Aviator-Entertainment" befindlichen weiteren sechs Folgen von "Kommissarin Lucas" abermals restlos begeistert. Anspruchsvolle TV-Krimikost mit Niveau, die mich vor lauter Spannung geradezu an den Fernsehsessel fesselt und mitfiebern lässt. Top-Empfehlung.

Autor: Torsten
Fernseh-Serien-Auf-DVD.de


Joe, der Galgenvogel
Joe, der Galgenvogel
DVD ~ Terence Hill
Preis: EUR 10,89

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Joe, der Galgenvogel auf DVD..., 2. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Joe, der Galgenvogel (DVD)
Inhalt
Revolverheld Joe hat seine wilde Zeit hinter sich und will mit seiner Frau eigentlich nur ein ruhiges Leben führen. Doch als der einflussreiche Senator David Barry einen Goldtransport überfallen lässt und Joe's Frau ums Leben kommt, sinnt Joe auf Rache. Da er gegen die Übermacht des Politikers allein nichts ausrichten kann und auch der "Dicke" sich anderen Orts die Sonne auf den Wanst scheinen läst, greift er zu einer List: Er lässt sich zum Friedensrichter und Henker ernennen, rettet aber das Leben der unschuldig Verurteilten. Mit seiner Bande der Gehenkten startet Joe seinen schlagkräftigen Rachefeldzug.

Im Jahr 2009 beging einer der ganz Großen und wohl mit erfolgreichsten und bekanntesten Köpfe des europäischen Films und Kinos seinen runden siebzigsten Geburtstag. Am 29.03.1939 erblickte Mario Girotti, der sich dann später den Künstlernamen "Terence Hill" zulegte, das Licht dieser Welt. In den fünfziger Jahren kamen erste Filmangebote. Anfangs waren es zumeist bildgewaltige Monumentalfilme, in denen Mario Girotti an der Seite von so bekannten Größen wie Alain Delon oder auch Claudia Cardinale und Burt Lancaster mitwirkte. In den Sechzigern war der mütterlicherseits deutschstämmige in einigen der legendären deutschen Karl-May-Verfilmungen unter der Produktion von Horst Wendlandt zu sehen. Zum Ende der Sechziger hin, widmete er sich verstärkt dem Filmgenre der Italowestern.

Bereits 1959 traf Mario Girotti erstmals, während der Dreharbeiten zu einem Film, auf "Carlo Pedersoli", welcher sich im Laufe seiner beruflichen Entwicklung den Künstlernamen "Bud Spencer" zulegte. Der 1967 von beiden zusammen gedrehte Film "Gott vergibt ... wir beide nie" kann als der Anbeginn einer beispiellosen Filmkarriere und Ära eines der wohl mit erfolgreichsten europäischen Schauspielerduos aller Zeiten gesehen werden. Maßgeblich können sich die beiden die Entwicklung und Prägung eines eigenen und höchst erfolgreichen Filmgenres mit auf ihre Fahnen schreiben. Durch viele ihrer gemeinsamen Filme, die sich vor allem mit coolen und kalauernden Sprüchen nebst wüsten Schlägereien hervor taten, gelten die beiden als Mitbegründer des Genres des "Haudrauf-Italowesterns" und vieler anderer ähnlich gelagerter Filme.

Zahlreiche der Kinogeschichte schreibenden Filme diesen Duos kommen nun unter dem Leitspruch "Wir sind zurück! Besser und digitaler denn je! NEW DIGITAL REMASTERED auf DVD und Blu-ray", durch das Label "3L" zur Neuveröffentlichung. Neben ihren vielen gemeinsamen Filmen, standen die beiden aber auch in einigen Soloprojekten vor der Kamera. Einige der erfolgreichsten Filme dieses Schaffens bringt "3L" innerhalb dieser Reihe in bestmöglichster Bild- und Tonbearbeitung und Qualität, zuzüglich neu designter und einheitlich gestalteter Wende-Cover zur Veröffentlichung auf DVD.

Von der vorliegenden DVD ist es dieses Mal ein, bereits1967 unter der Regie von Ferdinando Baldi (1927-2007) mit dem italienischen Original-Filmtitel "Preparati la bara!", als knallharter Western, entstandener Film. Neben dem legendären Italowestern "Django, der Rächer" (1966), mit Franco Nero in der Hauptrolle, entstanden unter der Regie von Ferdinando Baldi noch einige weitere Filme diesen Genres.

Bei dem hier von der DVD zu erlebenden Filmtitel "Joe, der Galgenvogel", handelt es sich um eine gekürzte und vollkommen neu synchronisierte Fassung des zuvor in den deutschen Kinos als "Django und die Bande der Gehenkten" zu sehenden Western.

Einige fragen sich jetzt sicher, warum man eigentlich ein und denselben Film gleich zweimal für die deutsche Veröffentlichung synchronisiert und geschnitten hat. Zum einen dürfte hier der Grund mit in dem im Original vorhandenen und zu sehenden hohen Gewaltpotenzial liegen. Mit der Neusynchronisation und dem herausschneiden vieler brutaler Szenen konnte für "Joe, der Galgenvogel", eine Freigabe durch die FSK ab 12 Jahre erhalten werden. Der wohl aber den Hauptausschlag gebende Grund dürfte hier wohl vielmehr in der Geldgier der damaligen Verleihfirma liegen. Nach großen Erfolgen mit der nachträglichen deutschen "Schnodderdeutsch-Neusynchronisation" bei zahlreichen Filmen des Duos Spencer und Hill, wollte man mit diesem Konzept auch bei "Django und die Bande der Gehenkten" Umsatz an den Kinokassen machen. So wurde aus "Django" mal auf die Schnelle "Joe" und am Film derart rumgeschnipselt, dass es bisweilen schwer fällt der aufgrund fehlender Szenen unschlüssigen Filmhandlung noch folgen zu können.

Eigentlich mag ich die meisten der herrlich abgedrehten und wirklich humorvoll entstandenen deutschen Neusynchronisationen in bzw. bei diversen Filmen mit Bud Spencer und Terence Hill. Aber hier bei "Joe, der Galgenvogel" geht dieser Versuch voll nach hinten los. Es wirkt einfach nur deplatziert wenn ein als harter Western abgedrehter und produzierter Film, nun mit aller Gewalt auf "Lustig" getrimmt werden soll. Wenn dann auch noch viele der Dialoge asynchron oder nur als eine Art Monolog des Hauptdarstellers in Tagebuchform, als "Offstimme" zu Gehör kommen, bleibt einem das Lachen im Halse stecken.

Regelrecht nervig empfand ich, dass "Joe" ständig, zum Teil mehrfach innerhalb weniger Minuten, Sätze mit Inhalten und Bezug zum "Dicken" (Bud Spencer), der hier überhaupt nicht mitspielt und zu sehen ist, in den Mund gelegt werden. Folgend einige Beispiele: "Das war mal wieder so ein Tag, an dem ich gewünscht hätte, dass der Dicke bei mir wäre.", "Wenn der Dicke da wäre", "Was würde der Dicke dazu sagen", "Wenn der Dicke mich jetzt sehen könnte" und, und, und.

Dabei hat Terence Hill, der mir mit seiner schauspielerischen Darstellung selbst übrigens sehr gut in diesem Film gefällt, einen durchaus würdigen Gegenspieler mit an seiner Seite. Kein Geringerer wie der unvergessene Horst Frank (1929-1999) steht ihm hier als Film-Bösewicht gegenüber. Dieser hat seine Finger bei einem Überfall auf einen von "Joe" begleiteten Goldtransport mit im Spiel. Bei diesem Überfall stirbt auch die an der Seite von"Joe" befindliche junge Frau. "Joe" sinnt fortan auf Rache gegen den gerade neu gewählten und intriganten Senator "Barry" (Horst Frank). Um sein Ziel zu erreichen, lässt er sich als Friedensrichter und Henker berufen. Aber anstatt die Unschuldigen hinzurichten, rettet er diese vor dem Galgen und stellt aus ihnen nun seine eigene Rachetruppe gegen den korrupten Senator zusammen. Aber schon bald kommt es zu Unstimmigkeiten innerhalb der Gruppe.

Ein im Gesamteindruck für die mehr als vierzig seit der Produktion vergangenen Jahre überraschend gutes Bild, kommt von der DVD hier mit einer Gesamtlaufzeit von ca. 82 Minuten und im Bildformat 16:9 Widescreen (1,78:1) anamorph, laut Cover, zur Ansicht. Die Farben sind gut ausgeprägt und wirken zumeist auch natürlich. Schärfe und Kontrast sind in ihren mittleren Einstellungen, in den zur Ansicht kommenden Bildern als gelungen zu beurteilen. Unruhen bzw. ein Rauschen im Bild fielen mir kaum während der Wiedergabe der DVD auf. Nur ganz selten machen sich einige kleinere Verschmutzungen und minimale Defekte am und im Bild bemerkbar. Ohne auffallende oder erwähnenswerte Mängel digitaler Art in sich, kann die Umsetzung und Bearbeitung des doch recht betagten Filmmaterials für das Medium DVD, als sehr gelungen bezeichnet werden. Hier hat sich die digitale Bearbeitung und Restauration der alten Filmaufnahmen durch "3L" wirklich gelohnt und bietet ein überzeugendes Ergebnis in dem zur Ansicht kommenden Bild dieser Veröffentlichung.

Die DVD-Menüs sind wiederum stimmungsvoll und dem Stil der Reihe angepasst, mit kleineren Animationen und der im Hintergrund zu hörenden Titelmusik gestaltet und übersichtlich gehalten. Neben dem direkten "Film Starten" wird noch der Zugriff auf ein separat zu öffnendes "Kapitelmenü" und zu den "Extras" zur optionalen Anwahl geboten. Als Extras gibt es u.a. einen original deutschen Trailer von der DVD. Neben einer ca. 47 Sekunden dauernden animierten und mit Musik gestalteten "Slideshow", finden sich in Form von Texttafeln noch einige Informationen über den persönlichen wie auch beruflichen Werdegang von Terence Hill, in Form von "Filmografien und Biografien", auf dieser Veröffentlichung.

Tonbewertung:
Leider nur ein deutscher Ton, im aber zumeist gut verständlichen Dolby Digital 2.0 kommt von der DVD dieser Veröffentlichung zu Gehör. Beim Ton machen sich bisweilen neben seiner unauffälligen "Mittigkeit" auch die etwas fehlenden Höhen und Bässe bemerkbar. Untertitel, wie auch der Original-Ton oder gar weitere andere Sprachen, werden hier nicht angeboten. Wie auch in vielen anderen Produktionen aus der Ära der Spencer/Hill - Filme macht die Filmmusik, auch hier bei "Joe der Galgenvogel", einen ganz besonderen Flair beim Film aus. Die im Film zu hörende Musik stammt im Original von Gianfranco Reverberi.

Gesamturteil:
Von der technischen Seite aus wird die hier durch "3L" zur Veröffentlichung kommende DVD dem auf ihren Cover in Bezug zum Bild zu sehenden Hinweis "New Digital Remastered" gerecht. Für den Filmschnitt mit dessen ca. um 7 Minuten gekürzten Szenen und der Neuynchronisation selbst, kann das veröffentlichende Label nichts. Empfehlenswert ist die hier vorliegende Veröffentlichung wohl wirklich nur knallharten Fans. Allen anderen sei an dieser Stelle die ebenfalls unter "3L" zur Veröffentlichung gekommene DVD mit "Django und die Bande der Gehenkten" ans Herz gelegt.

Autor:Torsten


Helge Schneider - Komm hier haste ne Mark!/Live
Helge Schneider - Komm hier haste ne Mark!/Live
DVD ~ Helge Schneider
Preis: EUR 13,84

7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Helge auf DVD...., 28. April 2011
Inhalt
Helge Schneider ist eine lebende Legende, ein Multitalent! Als Komiker, Komponist, Musiker, Entertainer, Autor, Schauspieler, Regisseur & Zeichner ist er einzigartig u. unverwechselbar. Mit seinen Live-Shows begeistert er seit Jahren ein riesiges Publikum. Das Programm "Komm hier haste ne Mark!" - aufgenommen im Berliner Admiralspalast - ist seine allererste Live-DVD überhaupt!

Den Menschen und das künstlerische Ausnahmetalent Helge Schneider ausschweifend und ins Detail gehend vorzustellen ist beinahe unmöglich und ich denke auch weder in seinem eigenen noch dem Interesse seiner Fans. Dafür ist Helge viel zu sehr Individualist und Lebenskünstler, als dass er sich in irgendein Schubfach schieben lassen würde oder auch nur annähernd in ein solches passen würde.

Er ist ein Multitalent, welches mit seiner nun schon über Jahrzehnte andauernden erfolgreichen Arbeit als Entertainer, Musiker, Schauspieler und Regisseur aber auch Autor und Zeichner und, und, und von sich reden macht.

Dabei ist er polarisierend, sucht sein Publikum und dabei das künstlerische und konstruktive Zwiegespräch mit und zu diesen. Seine Liveshows sind etwas ganz Besonderes. Helge ist kein Künstler, welcher sich auf die Bühne stellt, um sein Publikum nur einfach zu berieseln. Nein, ganz und gar nicht. Er bietet viel, fordert aber auch von seinem Publikum einiges. Hinter all der Clownerie in seinen Bühnenprogrammen und Liedern steht ein intelligenter und höchst sensibilisierter Mensch. Mit wachen Augen und Geist betrachtet Helge die Welt um sich herum, um sie dann gleich einem Spiegel wiederum seinem Publikum vor das Gesicht zu halten und für sich entdecken zu lassen. Dass er sich dabei seines unbestreitbar vorhandenen musikalischen Talents zu bedienen weiß, ist unter Freunden und Fans dieses Ausnahmekünstlers schon lange kein Geheimnis mehr.

Helge Schneider ist ohne Zweifel etwas ganz Besonderes, Einzigartiges und auf jeden Fall auch Unverwechselbares. Er hat viele Freunde, andererseits aber auch Menschen, die mit ihm und seiner Art der Sicht der Dinge und deren künstlerischer Umsetzung durch Helge nun absolut nichts anfangen können.

Seine höchst eigene Meinung kann sich nun ein jeder mit und von dem hier als "Helges weltweit erste Konzert DVD!" beworbenen und durch das Label "Sony Music-Spassgesellschaft" zur Veröffentlichung gekommene Produkt selber bilden. Aufgenommen im März 2010 im Berliner "Admiralspalast", zeigt sich von der vorliegenden DVD ein bestens gelaunter und mit der ihn so auszeichnenden gehörigen Portion Schalk im Nacken behafteter Helge, mit seinem Bühnenprogramm "Komm hier haste ne Mark!". Mit an seiner Seite, vor den gut gefüllten Publikumsrängen im "Admiralspalast", kommt seine ebenso charismatische Band, nebst obligatorischen "Teekoch Bodo" und "Sergej", der bekannt für seinen "Ausdruckstanz" ist, daher.

In der vom veröffentlichenden Label angegebenen Gesamtlaufzeit von ca. zwei Stunden bietet die DVD das in Teil 1 und 2, in dreizehn aufgeführten Kapiteln, untergliederte Bühnenprogramm zuzüglich dem Live Bonus-Material. Dabei schafft man es, mit dem Bild, welches hier im Format 16:9 zur Ansicht kommt, eine gewisse Grundstimmung der Atmosphäre eines solchen Live-Events hin in das heimische Wohnzimmer zu vermitteln. Natürlich kann eine DVD das nie und nimmer gänzlich vermitteln, hier ist es aber dank einiger interessanter Kameraeinstellungen und Schnitte im Bild recht überzeugend gelungen. Dass Helge auf der Bühne ein Improvisationstalent ist, dürfte hinlänglich bekannt sein. Daher sei den Kameramännern die eine oder andere verpasste Einstellung großzügig verziehen.

Die DVD kann im Gesamteindruck mit einem qualitativ zumeist gelungenen Bild überzeugen. Hin und wieder zu bemerkende kleinere Unschärfen im Bild dürfen hier der Tatsache, dass es eine Liveaufzeichnung ist, zugesprochen werden. Gerade da sich diese nun nicht wirklich häufig oder gar extrem auffällig störend bemerkbar machen. Die gewählten Werte und Einstellungen beim Kontrast und im Schwarzwert in den zu sehenden Bildern empfinde ich passend gesetzt. Die Farben wirken frisch und lebendig und sind dabei in ihrer Intensität gut ausgeprägt.

Als ein echter Hingucker entpuppen sich die der DVD zugedachten Menüs. In einer Endlosschleife sieht man hier Helge beim Versuch ein Motorrad zu starten. Erst bei der Anwahl eines der angebotenen Menüpunkte gelingt es ihm die Maschine in Gang zu setzen und mit einem aufsitzenden Beifahrer davon zu knattern. Die Menüs bieten die Möglichkeit über "Alles Abspielen", das auf der DVD befindliche Bühnenprogramm sozusagen "am Stück" also ohne Unterbrechung wiederzugeben. Aber auch die Anwahl bestimmter Programmpunkte innerhalb der Show ist über eine sich separat auf zwei Seiten öffnende "Kapitelauswahl" möglich. Über "Bonuskapitel" gelangt man aus dem Hauptmenü zu den Extras. Hinter dem Menüpunkt "Einstellungen" verbergen sich die Wahlmöglichkeiten für Ton und Untertitel bei der hier vorliegenden Veröffentlichung.

Als Bonusmaterial kommen von der DVD Live-Aufnahmen von "Es gibt Reis, Baby", "Disco, Disco" und "Take the "A" Train" und einer in der Art eines Bauchredners daher kommenden Nummer mit dem "Rache-Huhn".

Die Extras bringen es zusammen auf eine Laufzeit von ca 25 Minuten. Bei "Take The "A" Train" kommt dann auch Sergej Gleitmann mit seinem schon als legendär zu bezeichnenden "Ausdrucks-Tanz" einmal etwas länger ins Bild.

Tonbewertung:
Der von der DVD zu Gehör kommende Ton präsentiert sich zum Großteil sowohl in einem deutschsprachigen Dolby Digital 5.1 wie auch 2.0 Format. Die Verständlichkeit der Dialoge ist stets gegeben. Das Klangbild wie auch das Volumen zeigen sich über die gesamte Laufzeit der DVD ausgeglichen wie auch stimmig gemischt. Als Besonderheit kann das "Radiospektakel Nordpol" neben dem deutschen auch mit türkischem wie auch englischem Ton im Format 5.1 wiedergegeben werden. Während der Wiedergabe der DVD besteht die Möglichkeit auf Wunsch und bei Bedarf optional englische wie auch türkische Untertitel anzeigen zu lassen.

Gesamturteil:
Die Erwartungen sind hoch, wenn ein zudem noch mit den Worten "Helges weltweit erste Konzert DVD!" beworbenes Produkt auf den hiesigen heiß umkämpften Markt gebracht wird. Von der Verpackung im silberfarbenen Amaray-Case mit separatem Schuber und beilegenden Booklet, bis hin zum im Gesamteindruck gelungenen Bild und Ton, hat hier das veröffentlichende Label "Sony Music-Spassgesellschaft" solide Arbeit geleistet. Helge schafft es wie immer hervorragend zu polarisieren. Für die einen ist er wohl das Nonplusultra an Improvisationshumor, während andere rein gar nichts mit ihm anfangen können. Die Möglichkeit sich nun seine höchst eigene und persönliche Meinung bilden zu können, bietet die hier vorliegende DVD nun einem jeden. Der stimmige Mix aus von der DVD zu sehenden Beiträgen in Wort und Musik bietet dazu jede Menge gelungener Vorlagen.

Autor: Torsten
Fernseh-Serien-Auf-DVD.de


Die Welt im Krieg - Box 3 [4 DVDs]
Die Welt im Krieg - Box 3 [4 DVDs]
DVD ~ Hugh Raggett
Wird angeboten von docu-films
Preis: EUR 27,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die 3. und letzte Box zur Reihe..., 25. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Welt im Krieg - Box 3 [4 DVDs] (DVD)
Inhalt
"Die Welt im Krieg" ist die umfassendste und aufwendigste Dokumentationsserie über den Zweiten Weltkrieg, die jemals produziert wurde. In über vier Jahren wurden weltweit Wochenschauaufnahmen zusammengetragen, die einen Gesamtüberblick der Geschehnisse des Zweiten Weltkrieges vermitteln. Der Blick auf den Verlauf und die Wirklichkeit des Kriegsgeschehens wird mit einer unübertroffenen Dichte und Authentizität erweitert. Dieser Meilenstein der Zeitgeschichte erscheint jetzt erstmalig komplett und in der ungeschnittenen Originalversion - mit viel bisher in Deutschland unveröffentlichtem Bildmaterial.

Es gibt zahlreiche filmische Dokumentationen, die sich mit der Geschichte und der Bedeutung des Zweiten Weltkriegs beschäftigen.

Wohl kaum ein anderes Geschehen hat Millionen von Menschen und die zeitgeschichtliche Entwicklung derart geprägt wie dieser Krieg mit all seinen durch ihn verursachten Schmerz und Leid. Erstmals kommen nun auch hier in Deutschland mit "Die Welt im Krieg" alle sechsundzwanzig produzierten Folgen einer der aufwendigsten Dokumentationsserien über den Zweiten Weltkrieg, die jemals produziert wurden, ungekürzt zur Veröffentlichung auf DVD. Durch das hier veröffentlichende Label "Black Hill" wurde die komplette Dokumentationsreihe bildtechnisch aufwendig restauriert und mit einer neuen deutschen Tonspur versehen. Unter dem Vertrieb von "KochMedia" erscheint die Erstauflage der kompletten Reihe auf drei DVD-Boxen in einer limitierten Sonderverpackung mit Metall-Case.

Die durch die britische "Thames Television" produzierte und 1973 erstmals im Fernsehen zu erlebende Dokumentationsreihe, besticht vor allem durch ihre schon geradezu akribisch zu benennende Aufarbeitung und Auseinandersetzung mit den Ereignissen diesen Krieges. In einer mehr als vier Jahre dauernden und höchst aufwendigen Recherche wurden weltweit Wochenschauaufnahmen zusammengetragen und gesichtet. Interviews mit Zeitzeugen wie zb. Albert Speer, Lord Mountbatten oder Traudl Junge, Hitlers Sekretärin, unterstützen die packende Thematik dieser einzigartig gelungenen und in ihrer Aussage und Bedeutung so eindringlich auf den Betrachter wirkenden Reihe.

Von den vier DVDs der hier vorliegenden Box Drei der Reihe kommen acht weitere der unter der Regie von Hugh Raggett und Martin Smith u.a. entstandenen und jeweils um die 52 Minuten laufenden Folgen dieser Dokumentationsreihe zur Veröffentlichung. Dabei befasst sich jede der einzelnen Folgen in beeindruckender Detailliertheit und Dichte mit einem thematischen Schwerpunkt inmitten eines festgelegten Zeitfensters in der Geschichte. Im Einzelnen geht es in den Folgen von dieser Veröffentlichung um folgend aufgeführte Themen:

19. Zangenmanöver / August 1944 - März 1945
20. Völkermord / 1941 - 1945
21. Der Zusammenbruch / Deutschland Februar - Mai 1945
22. Japan / 1941 - 1945
23. Schauplatz Pazifik / Februar 1942 - Juli 1945
24. Die Atombombe / Februar - September 1945
25. Abrechnung / 1945 und danach
26. Erinnerungen

Mit einer laut Label angegebenen Gesamtlaufzeit von ca. 416 Minuten und im Bildformat 16:9 (1.78 :1) kommt das Bild von den vier DVDs dieser Veröffentlichung zur Ansicht. Im Gesamteindruck kann das Bild in schwarz/weiß und zum Teil in Farbe, als gelungen gewertet werden. Es dürfte wohl einem jeden klar sein, dass die zum Teil mehr als siebzig Jahre alten Filmaufnahmen, trotz aufwendiger Bildrestauration und digitaler Bearbeitung für diese Veröffentlichung, nicht mehr heute gewohnten Standards entsprechen können. Dennoch ist es aber durchaus gelungen ein den produktionsbedingten Möglichkeiten und Alter der Aufnahmen angemessenes und akzeptables Ergebnis zu erzielen. Es sind einzigartige und zum Teil in Deutschland so noch nie gezeigte Aufnahmen und historische Filmdokumente, welche in und mit dieser bemerkenswerten Dokumentationsreihe der Extraklasse gezeigt werden.

Aus den mit kleineren Animationen und der im Hintergrund zu hörenden Musik gestalteten Menüs heraus, können die jeweils zwei Folgen pro DVD unmittelbar zur Wiedergabe gestartet werden. Auch die Möglichkeit alle Folgen einer DVD "am Stück", also ohne Unterbrechung, anzusehen, wird über die Funktion "Alles Abspielen" angeboten. Über "Sprachen" kann die gewünschte Tonart während der Wiedergabe ausgewählt werden. Extras finden sich leider keine bei der hier vorliegenden Veröffentlichung.

Tonbewertung:
Die vier DVDs der vorliegenden Box offerieren sowohl einen deutschen wie auch englischen Dolby Digital 2.0-Ton. Der in beiden Varianten in seinen Dialogen zumeist gut verständliche Ton kann als gelungen beurteilt werden. In der englischen Sprachfassung ist es der unvergessene Sir Laurence Oliver (1907-1989) der die Reihe mit seiner Stimme begleitet. Für die deutsche Synchronfassung konnte man den erfahrenen und profilierten Schauspieler und Synchronsprecher Uwe Friedrichsen, der u.a. schon Peter Falk in "Columbo" oder auch Donald Sutherland bei "M.A.S.H." seine Stimme lieh, gewinnen. Schade nur, dass sich keine Untertitel auf dieser sonst so gelungenen Veröffentlichung finden.

Gesamturteil:
Mit "Die Welt im Krieg" bringt das hier veröffentlichende Label "Black Hill" unter dem Vertrieb von "KochMedia" eine der wohl umfassendsten und beeindruckendsten Dokumentationsreihen über den Zweiten Weltkrieg zur Veröffentlichung. In aufwendig digital restaurierter und neu kommentierter Fassung, kommt erstmals die komplette und ungeschnittene, insgesamt sechsundzwanzig Folgen umfassende Reihe, nun auch hier in Deutschland auf den Markt. Zweifelsohne eines der beeindruckendsten filmischen Umsetzungen und Werke mit Bezug zur Geschichte des Zweiten Weltkriegs. Top Empfehlung für diese beachtenswerte und höchst aufwendig produzierte Dokumentationsreihe der Extraklasse für alle Genreinteressierten.

Autor: Torsten
Fernseh-Serien-Auf-DVD.de


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20