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Ein Kunde
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Straßenfeger 23 - Das Kriminalmuseum III [6 DVDs]
Straßenfeger 23 - Das Kriminalmuseum III [6 DVDs]
DVD ~ Helmuth Lohner
Wird angeboten von tvhits
Preis: EUR 34,99

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die 3. und letzte Box zur Serie..., 9. Juni 2011
Inhalt
Der sterile Flur eines öffentlichen Gebäudes. Die Kamera fährt langsam aber gezielt auf ein Schild zu. Es enthält die Aufschrift "Kriminalmuseum". So beginnt jede Folge dieser Erfolgsreihe. Eine Sprecherstimme sagt: "Nicht jeder darf, so wie wir das jetzt tun, eines der Kriminalmuseen betreten, die sich im Polizeipräsidium einiger deutscher Großstädte befinden..." Beweisstücke stehen dort zur Schau, die von skurrilen und grausigen Verbrechen zeugen: Die hier ausgestellten Einbruchswerkzeuge, Gangsterrequisiten, Waffen und Mordinstrumente standen einmal im Mittelpunkt eines Verbrechens", erklärt die Stimme.

Ich fühlte mich bereits von den beiden schon verlegten DVD-Boxen mit deren neunundzwanzig Folgen des TV-Kults "Das Kriminalmuseum" aus den Sechzigern, bestens unterhalten. So musste ich auch nicht lange überlegen, bis ich mich dazu entschloss, mir auch die nun hier vorliegende dritte Box, mit sechs weiteren DVDs und den Folgen 30 bis 41 zuzulegen.

Es ist einfach nur schön, dass nun alle der insgesamt einundvierzig Folgen dieser von 1963 bis 1970 erstmals beim ZDF zu sehenden und auf einer Idee von Fernsehlegende Helmut Ringelmann (1926-2011) beruhenden Reihe zur Veröffentlichung auf DVD gekommen sind. Wie schon bei den neunundzwanzig Folgen zuvor entstanden auch die mit dieser Veröffentlichung zur Ansicht kommenden zwölf Episoden der Reihe "Das Kriminalmuseum", abermals im Auftrag des ZDF durch die "Intertel München".

Oft wird im Zusammenhang mit den offiziell bezifferten insgesamt einundvierzig für die Reihe "Das Kriminalmuseum" produzierten Folgen, durch Insider und Experten von noch einer weiteren existierenden, einer zweiundvierzigsten Episode mit dem Titel "Die Tauben" gesprochen. Als Bonus kommt von der sechsten DVD bei dieser Veröffentlichung der ca. 90 Minuten laufende und nach dem Buch und unter der Regie von Gerd Oelschlegel produzierte Film "Die Tauben", zur Ansicht. Dabei entstand dieser Film allerdings nicht wie die anderen 41 Folgen der Reihe durch die "Intertel München", sondern in Produktion durch die "Bavaria-Film".

Die jeweils zwischen 60 bis zu 75 Minuten laufenden zwölf offiziellen Folgen der Reihe erlebten ihre deutsche Erstausstrahlung vom Mai 1967 bis in den August 1970. Regie bei den hier zu sehenden dreizehn Folgen führten unter anderem Georg Tressler, Helmuth Ashley, Erich Neureuther, Jürgen Goslar, Wolfgang Becker, Dietrich Haugk und Rudolf Jugert. Die Bücher zu den einzelnen Folgen wurden von verschiedenen Autoren geschrieben, was der Reihe gut tat, da so immer wieder neue Ideen und Handlungsebenen mit in die Folgen einflossen.

Die einzelnen Folgen wurden mit immer wieder wechselnden Darstellern besetzt. Es gab also kein festes Ermittlerteam wie in einigen anderen Krimireihen. Dabei kommt hier bei "Das Kriminalmuseum" ein wahrhaftes Staraufgebot an den bekanntesten und beliebtesten Leinwand- und Fernsehgrößen jener Tage zum Einsatz. Namen wie die von Hannelore Elsner, Elisabeth Volkmann, Horst Tappert, Monika Peitsch oder auch Günter Pfitzmann, Walter Sedlmayr und Günther Ungeheuer, sind an dieser Stelle wirklich nur einige Beispiele aus der höchst prominenten Besetzungsliste bei dieser Produktionsreihe. Alle der hier so hervorragend aufspielenden Mimen zu nennen würde den Rahmen dieser Rezension sprengen.

Die gezeigten Kriminalfälle zeigen sich insgesamt sehr glaubhaft und authentisch in Szene gesetzt. Sicher ein Grund mit dafür liegt in der Tatsache, dass die Drehbücher und die Serie sich in den in ihren Episoden behandelnden Fällen an originale Unterlagen der Kripo orientiert und hält. So geht es in den diesmal zu erlebenden Fällen u.a. um einen Sprengstoffanschlag, Versicherungsbetrug, einen Raubüberfall und diverse Morde. Aber auch um eine Einbruchsserie in einer Villengegend oder das Verhältnis einer Rechtsanwältin zum Kopf einer Einbrecherbande. Auch bei der hier vorliegenden dritten Box mit deren Folgen bleibt abermals auch nicht nur ein Augenblick Zeit für Langeweile. Dabei ist es wiederum schön, dass eine jede Folge in ihrer Handlung in sich abgeschlossen ist.

Auch wenn das farbig gestaltete Cover der Veröffentlichung im ersten Moment einen anderen Eindruck vermittelt, so kommen doch alle Folgen (außer die Bonusfolge "Die Tauben"), von den sechs DVDs dieser Veröffentlichung, im Schwarz-Weiß-Bild daher. Mit einer laut Cover angegebenen Gesamtlaufzeit von ca. 805 Minuten zuzüglich des Bonusmaterials präsentiert sich das hier zu erlebende Bild im Format 4:3 (1.33:1).

Natürlich darf und kann man von einer mehr als vierzig Jahre zurückliegenden TV-Produktion nun nicht ein Bild wie vom allerneuesten Kinofilm erwarten. So gibt es auch hier wieder qualitative Unterschiede zwischen den einzelnen Folgen. Im Gesamteindruck aber überrascht die für meinen Geschmack zumeist gute bis sehr gute zur Ansicht kommende Bildqualität der einzelnen Episoden, vor allem in Bezug zum Zeitpunkt der Entstehung der Filmaufnahmen, angenehm. Abermals haben hier die Techniker, bei der Bearbeitung des alten Filmmaterials und der technischen Umsetzung für die Veröffentlichung auf DVD, wirklich ganze Arbeit geleistet. Dennoch wird zu Beginn einer jeden DVD noch mit einer kurz zu sehenden Texttafel um Verständnis für Einschränkungen in der Bild- oder Tonqualität gebeten.

Die Gestaltung der Menüs, bei den DVDs dieser Veröffentlichung, erfolgte wieder im Stil bereits zuvor innerhalb der Reihe "Straßenfeger" verlegter Boxen. Versehen mit einigen animierten Filmsequenzen und der im Hintergrund zu hörenden Titelmusik der Reihe von Musiklegende Martin Böttcher, zeigen sich die Menüs stimmungsvoll und gut bedienbar. Fünf der DVDs bei dieser Veröffentlichung bieten je zwei Episoden. Eine Ausnahme macht hier nur die fünfte DVD, welche gleich drei Folgen zeigt. Die einzelnen Folgen können direkt aus dem sich nach Einlegen der jeweiligen DVD in den Player öffnenden Menü heraus zur Wiedergabe gestartet werden. Die Möglichkeit alle Folgen einer DVD "am Stück", also ohne Unterbrechung abspielen zu können, besteht nicht. Ein Kapitelmenü wird nicht geboten, jedoch sind innerhalb der einzelnen Episoden einige Marker gesetzt.

Von fünf der DVDs bei dieser Veröffentlichung kommen Extras zur Ansicht. Gleich die erste DVD bietet unter dem Titel "Straßenfeger Phase III" mit einigen Trailern Informationen zu US-Remakes und Krimi-Spielfilmen. Die zweite wie auch die dritte DVD bringen Trailer zu weiteren Veröffentlichungen innerhalb der Reihe "Straßenfeger" zur Ansicht. Die vierte DVD bietet ein ca. 30 Minuten dauerndes und durch "fischer TV+Film" exklusiv für die "Straßenfeger-Edition" erstelltes Interview mit Schauspieler, Drehbuchautor und Produzent Til Erwig. Von der sechsten DVD kommt als Bonus der bereits zum Anfang meiner Rezension erwähnte Film "Die Tauben". Dieser präsentiert sich dann, im Gegensatz zu den zwölf offiziellen Episoden über "Das Kriminalmuseum", sogar in Farbe.

Verpackt in einem den bisherigen Veröffentlichungen der Reihe passend gestalteten Pappschuber in Hochglanzoptik, finden in selbigen verteilt auf zwei Digipack die sechs DVDs dieser Box ihren Platz. In den beiden aufklappbaren ebenfalls aus Hartpapier und in Hochglanzoptik gefertigten Digipacks lagern in Klarsichteinlegern je eine DVD einzeln und zwei übereinander versetzt. Ein beiliegendes zwölfseitiges und farbig bebildertes Booklet gibt Infos über Cast und Crew. Zu jeder der zu sehenden Folgen von dieser dritten Box der Reihe finden sich kurze Inhaltsangaben und das Datum der Erstausstrahlung im Booklet. Ein Beileger informiert über die DVD-Veröffentlichungen der Boxen 1 bis 20 innerhalb der Reihe "Straßenfeger".

Tonbewertung
Wie schon bei der Beurteilung des Gesamteindrucks beim Bild darf man natürlich auch hier beim Ton nicht die mehr als vierzig vergangenen Jahre seit Entstehung der Aufnahmen vergessen. So dürfte wohl ein jeder das Verständnis für ein bisweilen mal zu hörendes Knacken oder auch etwas stärkeres Rauschen im hier zu Gehör kommenden Ton haben. Glücklicherweise sind diese zu akzeptierenden kleineren Mängel aber eher selten. Insgesamt kann der hier im Format Dolby Digital 2.0 Mono zu Gehör kommende Ton mit zumeist gut verständlichen Dialogen überzeugen. Schade, dass sich bei dieser sonst so gelungenen Veröffentlichung keinerlei Untertitel für Hörgeschädigte oder Gehörlose finden.

Gesamturteil
Wie schon von den beiden vorhergehenden Boxen mit deren neunundzwanzig Folgen des TV-Kults "Das Kriminalmuseum", bin ich auch von dieser dritten Box mit den letzten zwölf der insgesamt 41 produzierten Folgen begeistert. Alle drei veröffentlichten Boxen, der nunmehr kompletten Reihe über "Das Kriminalmuseum", haben einen Ehrenplatz in meinem DVD-Regal gefunden und werden sicher noch des Öfteren für spannende und mit zauberhaft nostalgischen Flair behaftete Krimizeit sorgen.

Schon die als Offstimme von Reinhard Glemnitz gesprochene Einleitung, im Vorspann einer jeden neuen Folge, bringt den unvergänglichen und einmaligen Charme, welcher dieser Reihe inne liegt in das heimische Pantoffelkino. Ein wahres Staraufgebot an den zur damaligen Zeit beliebtesten und bekanntesten Darstellern und abwechslungsreich gezeigte und erzählte Fälle, beruhend und erstellt auf Unterlagen der Kripo, überzeugen. Die zudem gelungene und wohl auch bestmöglich machbare Bild- und Tonqualität machen diese Veröffentlichung aus dem Hause "Studio Hamburg" unter dem Vertrieb von "AL!VE", zu einer ganz klaren Top-Empfehlung für Freunde diesen Filmgenres.

Autor: Torsten
Fernseh-Serien-Auf-DVD.de
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 19, 2012 8:57 AM CET


Nonstop Nonsens - Box 2 [3 DVDs]
Nonstop Nonsens - Box 2 [3 DVDs]
DVD ~ Dieter Hallervorden

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die 2. Box zur Serie..., 9. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Nonstop Nonsens - Box 2 [3 DVDs] (DVD)
Inhalt
Mit "Nonstop Nonsens" schuf Dieter Hallervorden 1975 einen Meilenstein der deutschen Comedy-Geschichte. Bis 1980 sorgte die Slapstick-Figur "Didi" im Fernsehen für ungeahnte Einschaltquoten wie sie heute bestenfalls Fussball-WM-Endspiele erreichen. Neben den rasanten und Action geladenen Filmeinspielern, in denen Didi stets von einem Unglück ins nächste schliddert, wurden auch die Sketche und die legendären "gespielten Witze" zum absoluten Kult. Wer kennt nicht den Satz "Palim Palim! Ich hätte gerne eine Flache Pommes Frites"? Oder die Geschichte vom tragischen Ableben der "Kuh Elsa"? Oder die Suche nach dem "Mittelteil von Doktor Schiwago"?

Die DVD-Box 2 enthält neben der Folgen 13 bis 20 von 1978 bis 1980 (in den ungeschnittenen Originalversionen von jeweils 42 Min.) auch ein Grußworrt von Dieter Hallervorden, ein ausführliches Booklet mit Sketchguide sowie eine randvolle Bonus-DVD.

Schon mit der ebenfalls erhältlichen ersten Box der "Dieter Hallervorden Collection", setzte das hier veröffentlichende Label "Turbine Medien" ein Achtungszeichen und dem Altmeister des deutschen Comedy mit seiner "Nonstop-Nonsens-Reihe" ein würdiges Denkmal. Die nun hier vorliegende "Box 2" übertrifft die erste Box, mit den auf ihr befindlichen Folgen eins bis zwölf, sogar noch um einiges. Neben den acht noch ausstehenden Folgen, dieser von 1975 bis 1980 erstmals im Fernsehen zu erlebenden und insgesamt zwanzig Folgen umfassenden Reihe, kommen von der zweiten Box noch zahlreiche Extras zur Ansicht.

Dabei repräsentieren die hier in einer Neuauflage durch das Label "Turbine Medien" und unter dem Vertrieb von "AL!VE", von den drei DVDs der hier veröffentlichten zweiten Box zur Ansicht kommenden acht Episoden der Reihe "Nonstop Nonsens", den Zeitraum der Erstausstrahlung vom Juni 1978 bis in den Februar 1980.

In der von Hallervorden bereits in den Siebzigern entwickelten Figur des "DIDI" besticht er auch in den hier vorliegenden Folgen von "Nonstop Nonsens" als wahrer Meister des Slapsticks mit seiner geradezu als legendär zu bezeichnenden "Gesichtsakrobatik" in immer wieder neuen Kostümen in klamaukigen Filmszenen und gespielten Sketchen. Sein und auch das Spiel der anderen Mitwirkenden bei "Nonstop Nonsens", mit den immer wieder so punktgenau gesetzten Pointen, wirken dabei geradezu "wie so nebenher und aus dem Ärmel geschüttelt". Dabei steckt dahinter aber eine unglaublich detailverliebte und harte Arbeit nebst perfektem Timing und Spiel aller Darsteller.

In vielen der insgesamt zwanzig entstandenen Folgen arbeitete Dieter Hallervorden mit einem relativ festen Stamm an Darstellern zusammen. Zu diesen zählten neben seiner ersten Ehefrau Rotraud Schindler auch der unvergessene Kurt Schmidtchen (1930-2003) oder auch Gerhard Wollner (1914-1997). Neben den eben genannten, spielen in einigen der Folgen auch Dieter Hallervordens Kinder aus erster Ehe, Tochter Nathalie und Sohn Dieter Hallervorden jr. mit. In einigen der Folgen gibt es auch prominente Gastauftritte. So geben sich u.a. Eberhard Cohrs, Hildegard Krekel, Claus Jurichs, Eckehard Dagge oder auch Herbert Fux und v.a. mehr die Ehre.

Dieter Hallervorden ließ es sich als Ideengeber der Reihe natürlich nicht nehmen an den Drehbüchern mit zu arbeiten. Neben ihm gab es noch wechselnde andere Autoren wie zb. Wolfgang Menge, Klaus-Dieter Lang, Ralf Gregan oder Bred Ashton u.a. mehr. Die Regie in allen Folgen der Reihe führte Heinz Liesendahl. Dabei ließ Regisseur Liesendahl seinen Darstellern in seiner Art der Inszenierung und Umsetzung der Drehbücher viel Platz für eigene Interpretationen und deren Spiel. So entstanden zahlreiche und unvergessliche Momente und Augenblicke deutscher Fernsehgeschichte. Noch heute, mittlerweile mehr als dreißig Jahre nach der Erstausstrahlung, besitzen viele der in den Sketchen und Filmen bei "Nonstop Nonsens" gezeigten Gags wahren Kultstatus und haben sich zum Teil sogar in den deutschen Sprachgebrauch etabliert. Beispielgebend sein hier nur "Palim-Palim" oder "Pech für die Kuh Elsa" und "Hach ist das aufregend" genannt. Neben den in jeder der Folgen zu erlebenden Mix aus Filmeinspielern und den vor dem Publikum gespielten Sketchen war stets der "gespielte Witz" zum Ende der Sendung regelrecht Kult und legendär. Als geradezu Paradebeispiel kann hier wohl ohne Übertreibung der Sketch mit der "Flasche Pommes frites" genannt werden.

Die hier vorliegende Box Zwei, mit weiteren acht Folgen der Reihe, präsentiert sich von ihren drei DVDs mit einer Gesamtlaufzeit von ca. 500 Minuten und im Original-Bildformat von 4:3 Vollbild. Dabei finden die einzeln gelagerten und entnehmbaren DVDs ihren Platz in einem Klarsicht-Jumbo- Amaray-Case mit Wendecover. Erfreulich, dass sich von dem zugehörigen stabilen und in Hochglanzoptik gefertigtem Pappschuber, der FSK-Aufkleber einfachst entfernen lässt.

Sehr erfreulich ist, dass alle der hier zur Ansicht kommenden Folgen mit jeweils um die 42 Minuten Laufzeit, in der ungeschnittenen Version der Erstausstrahlung, von den DVDs dieser Veröffentlichung vorliegen. Bei Wiederholungen im TV wurden oft nur die auf 28 Minuten gekürzten Fassungen gezeigt. Zudem hat man sich um eine Verbesserung der Bildqualität der zum Teil recht betagten und mitgenommenen Aufzeichnungen der Reihe für die Veröffentlichung auf DVD bemüht. Mit der "Imagion AG" wurde ein Partner gefunden, dem es gelang den oft mehrfach kopierten und zum Teil recht schlechten Ausgangsmaterialien für diese DVD-Veröffentlichung zumindest von den gravierendsten Fehlern zu befreien. Das hierbei nun keine Top-Qualität wie von dem allerneuesten Hollywood-Kinofilm zu erwarten ist, dürfte wohl ein jeder verstehen. Dennoch können alle drei DVDs dieser Veröffentlichung im Gesamteindruck, als in ihrer zu erlebenden Bildqualität akzeptabel und gelungen, wenn auch mit altersbedingten kleineren Schwächen in sich, beurteilt werden.

Die Gestaltung der DVD-Menüs mit einem sich öffnenden Vorhang und animierten Filmausschnitten, nebst der im Hintergrund zu hörenden Titelmusik der Reihe, ist stimmungsvoll und übersichtlich gelungen.

Direkt aus dem sich nach Einlegen in den Player öffnenden Hauptmenü heraus können über "Alle Folgen abspielen" die jeweils vier Folgen pro DVD zur Wiedergabe "am Stück" gestartet werden. Ein Klick auf die einzelnen Folgen lässt in einem sich öffnenden Menü die einzelnen Kapitel bzw. Sketchbezeichnungen, in Textform dargestellt, sichtbar werden. Von hier aus können selbige zur direkten Wiedergabe gestartet werden, wobei im Anschluss, die DVD weiter läuft.

Hielt man sich bei der ersten Box der Reihe mit Extras noch sehr zurück, strotzt die zweite Box regelrecht davon. Der gesamten dritten DVD wurde hier einzigst der Platz für die zahlreichen Extras bei dieser Veröffentlichung zugedacht. Den Anfang macht die im Februar 1980 als Spezialausgabe gezeigte und ca. 42 Minuten laufende Folge "Nonsens nach Noten". Hier kommen Titel wie "Ich bin der schönste Mann in unserer Mietskaserne" oder "Soll ich oder soll ich nicht" u.v.m., gesungen von Dieter Hallervorden zu Gehör und mit witzigen Filmszenen gestaltet, zur Wiedergabe.

Mit dem Titel "Das Beste vom Besten" kommt mit ca. 43 Minuten Laufzeit ein Zusammenschnitt von Highlights aus allen der zwanzig produzierten Folgen der Reihe zur Ansicht. Etwas mehr wie sieben Minuten zeigt das Extra "Ungesendete Sketche" verworfene und so nie gezeigte Szenen. Sehr informativ und interessant ist das 2005 entstandene Interview unter dem Titel "Die Akte Nonsens" mit Dieter Hallervorden, in dem er ca. 34 Minuten in Erinnerungen über seine Arbeit und die Reihe spricht. Hinter dem Extra "Hommagen und Montagen" verbergen sich neben den "Jugenderinnerungen des Oliver K." auch noch ein zusammen von Didi mit Ingo Oschmann "Gespielter Witz". In einem ca. zwei Minuten laufenden Zusammenschnitt von Spielszenen wie auch Bildern, wird an einige der bereits verstorbenen Darsteller aus und bei "Nonstop Nonsens" erinnert.

Höchst beachtenswert war, dass Dieter Hallervorden alle Stunts bei "Nonstop Nonsens" selber umsetzte. In dem Extra "Dieter Hallervordens beste Stunts" gibt es einige dieser in etwa zwei Minuten zusammengefasst zu sehen. Neben einer Fotogalerie kommen als weiteres Extra in Textform dargestellte Biografien von Dieter Hallervorden, Rotraud Schindler, Gerhard Wollner und Kurt Schmidtchen zur Ansicht. In der "Dieter Hallervorden Trailershow" werden auf DVD erhältliche Kinofilme von ihm vorgestellt. Als letztes Extra kommt der ca. 40 Minuten laufende Bonusfilm "Herr S. kommt nicht zum Zuge", aus dem Jahr 1976, mit Dieter Hallervorden in der Hauptrolle zur Ansicht.

Ein beiliegendes zwanzigseitiges Booklet bietet außer einigen Informationen zur DVD-Veröffentlichung selbst und den in Textform benannten Namen der Folgen noch einen "Sketch-Guide". Dieser zeigt in Form von kleinen Szenenbildern zusammen mit einer kurzen Inhaltsbeschreibung die einzelnen Sketche der jeweiligen Folgen an. Auf mehreren Seiten wird im Booklet zudem "Die Komik des Dieter Hallervorden" in Textform analysiert.

Tonbewertung:
Erwartungsgemäß kommt von den drei DVDs dieser Veröffentlichung ein deutscher Ton im Format Dolby Digital 2.0 Mono zu Gehör. Insgesamt kann dieser mit zumeist gut verständlichen Dialogen überzeugen. Vom klanglichen Volumen her ist er ausgewogen gemischt, wenn auch dem Alter entsprechend ohne viele Höhen und Tiefen in sich. Er ist insgesamt also recht mittig, was aber bei einer derart betagten Fernsehproduktion auch nicht anders zu erwarten war. Ein leicht verstärktes Grundrauschen fällt nur hin und wieder, dabei aber kaum störend auf. Untertitel für Hörgeschädigte oder Gehörlose finden sich leider nicht auf den DVDs.

Gesamturteil:
Man kann das hier veröffentlichende Label "Turbine Medien" wirklich nur zu der Idee, hier in einer Neuauflage nochmals alle der zwanzig je entstandenen Folgen der Reihe "Nonstop Nonsens" zur Veröffentlichung zu bringen, beglückwünschen. Dieter Hallervorden oder eben uns aller "DIDI", ist Fernsehkult in Reinkultur. Ein Stück deutscher Fernsehgeschichte, welches bis in die heutige Zeit einzigartig und beispielgebend für das Genre der Slapstick-Comedy steht. Punktgenau gesetzte Pointen in temporeich inszenierten Sketchen, mit herrlich schrägen Typen und Figuren, prägten diese Kult-Comedy-Reihe, die erstmals ab 1975 im deutschen Fernsehen zu erleben war. Wenn aus heutiger Sicht bisweilen sicher etwas angestaubt ist mir der Humor eines Dieter Hallervordens, der noch über sich selbst lachen kann, tausendmal lieber wie die sogenannter "Comedians", die ihre Späße nur auf Kosten anderer machen. Die liebevolle Umsetzung und Einzigartigkeit dieses TV-Meilensteins hat eine ganz klare Top-Empfehlung verdient.

Autor: Torsten
Fernseh-Serien-Auf-DVD.de


Evelyn Hamanns Geschichten aus dem Leben - Vol. 4 [3 DVDs]
Evelyn Hamanns Geschichten aus dem Leben - Vol. 4 [3 DVDs]
DVD ~ Evelyn Hamann
Preis: EUR 9,97

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die 4. Box zur Serie..., 8. Juni 2011
Inhalt
Die unvergleichliche Evelyn Hamann spielt in dieser Reihe in Geschichten, wie nur das Leben sie schreiben kann. Sie überrascht mit ihrem großen komödiantischen Talent immer wieder in neuen Rollen, in denen sie die ganze Bandbreite ihres Könnens zeigt. Lustig, spannend, manchmal anrührend und immer voller Warmherzigkeit.

Als ungeschickte Bibliothekarin Marianne besucht sie eine Flirtschule, doch peinlicherweise nimmt der von ihr umschwärmte Mann am gleichen Kurs teil. Als Standesbeamtin Petra kann sie es nicht zulassen, dass ihr Ex-Freund eine kaltschnäuzige Frau namens Sabine heiratet. Als resolute Witwe Elvira will sie endlich ihren 35-jährigen Sohn Jens verkuppeln. Und als gnadenlose Richterin "Höchststrafen-Heidi" sitzt sie plötzlich selbst auf der Anklagebank.

Selbstverständlich ist es einfach nur schön, dass hier nun bereits die vierte Box, mit der unvergessenen und einzigartigen Evelyn Hamann in deren erzählten "Geschichten aus dem Leben", durch das Label "Pandavision" und unter dem Vertrieb von "Ascot Elite" zur Veröffentlichung kommt. Zugleich machen die von den drei DVDs dieser Veröffentlichung zu erlebenden elf Folgen mit deren insgesamt 22 Episoden, nur allzu klar deutlich, welche unersetzbare Lücke Evelyn Hamann mit ihrem viel zu frühen Tod im Oktober 2007 hinterlassen hat. Stets hatte man in und bei allen von ihr verkörperten Rollen das Gefühl, das sie diese nicht nur spielt, sondern geradezu lebt.

So ist es auch in den von den DVDs dieser Veröffentlichung zu erlebenden Episoden, in denen sie abermals, in immer wieder neuen wechselnden Rollen und erzählten Geschichten mit ihrem Spiel, in den unterschiedlichsten Charakteren und Kostümen, unverwechselbar und einfach nur fantastisch brilliert. Es sind heitere, zum Teil recht schräge Geschichten, die das Leben jeden Tag so oder auch ähnlich schreiben könnte oder bei dem einem und anderen sogar schon geschrieben hat. Geschichten, die mal lustig dann wieder spannend, berührend aber auch wehmütig oder nachdenklich und im nächsten Moment voll absurder Situationskomik daher kommen, prägen das Gesicht der einzigartig gelungenen "Geschichten aus dem Leben" von dieser DVD-Box. Dabei eint alle diese Geschichten eines, sie sind immer liebenswürdig und zutiefst menschlich und voller Wärme in ihrer Inszenierung erzählt und durch Evelyn Hamann und die anderen Mimen, dargestellt.

Die auf dieser Veröffentlichung enthaltenen Episoden wurden im Auftrag des ZDF im Zeitraum von 2001 bis 2004 durch die "Aspekt Telefilm Produktion" umgesetzt und produziert. Neben Evelyn Hamann, die bereits in den berühmten Sketchen von und mit Loriot oder auch in der ebenso erfolgreichen Reihe "Adelheid und ihre Mörder", ihr Talent sowie enorme Wandlungsfähigkeit bewies, sind es hier bei den "Geschichten aus dem Leben" noch die Gastauftritte von zahlreichen Film- und Fernsehstars, die der Reihe sozusagen noch das "Sahnehäubchen" obenauf setzen. Zu erleben sind Stars und Größen wie u.a. Inge Meysel, Fritz Wepper, Peter Heinrich Brix, Horst Krause, Dietmar Steiner, Walter Kreye, Gerd Baltus oder Hildegard Krekel, um wirklich nur einige zu nennen.

Das Bild mit seinen ca. 470 Minuten Gesamtlaufzeit, im Format 4:3 Vollbild (1.33:1) von den DVDs dieser Veröffentlichung, zeigt sich qualitativ mit den von der Ausstrahlung im TV bekannten soliden und akzeptablen Werten. Die Farbe kommt natürlich und in konstanter Intensität zur Ansicht. Die Einstellungen bei Schärfe und Kontrast ermöglichen ein Bild, das in seiner zur Ansicht kommenden Qualität als gelungen bezeichnet werden kann, wenn es auch, besonders in den Schärfeeinstellungen, nicht immer zu hundert Prozent überzeugt. Ab und an machen sich ein leicht verstärktes Bildrauschen und auch eine gewisse Unruhe im Bild bemerkbar. Aber selbst mit diesen zu verschmerzenden und nun auch nicht wirklich störenden kleineren Mängeln bei der bildlichen Qualität, überwiegt doch vor allem die Freude über das Wiedersehen mit Evelyn Hamann und den vielen anderen Darstellern in den liebevoll inszenierten und erzählten Geschichten von den DVDs dieser Veröffentlichung.

Gut gelungen ist die Gestaltung der zum Teil mit Filmausschnitten animierten und mit Soundeffekten unterlegten DVD-Menüs. Es wurde geschafft, die Menüs trotz der doch beachtlichen Anzahl von immerhin insgesamt 22 Einzelepisoden, dennoch übersichtlich und bedienerfreundlich zu halten.

Ein erstes Hauptmenü, welches nach dem Einlegen der DVD in den Player zur Ansicht kommt, zeigt zunächst die bis zu vier auf den einzelnen DVDs dieser Veröffentlichung befindlichen Folgen. Jede der um die 43 Minuten laufenden Folgen beinhaltet in sich zwei Episoden. Nach Anwahl einer der angebotenen insgesamt elf Folgen öffnet sich ein weiteres Menü. Von diesem aus können dann die beiden Episoden der jeweils zuvor gewählten Folge zur Einzelwiedergabe oder auch zusammen gestartet werden.

Etwas vermisse ich die Möglichkeit alle Folgen einer DVD "Am Stück", also ohne Unterbrechung und Neustart der Wiedergabe, ansehen zu können.

Extras, außer der Trailer zu zwei weiteren Veröffentlichungen, finden sich leider keine auf den DVDs dieser Veröffentlichung.

Verpackt in einem Klarsicht-Jumbo-Case finden die drei DVDs dieser Veröffentlichung ihren Platz. Dabei liegt eine der DVDs einzeln und zwei versetzt übereinander lagernd. Zur Aufbewahrung des Case gibt es noch einen in Hochglanzoptik gefertigten Pappschuber ohne FSK-Logo, welcher sich in seiner Gestaltung passend den bereits veröffentlichten anderen drei Boxen der Reihe zeigt.

Tonbewertung:
Ein stets gut verständlicher Ton im Dolby Digital 2.0 in Deutsch kommt zu Gehör. Er ist wenig auffällig und bietet einen als gelungen zu bezeichnenden, von einer TV-Produktion in seiner Qualität zu erwartenden Ton, ohne größere Auffälligkeiten oder erkennbarer und hörbarer Mängel in sich. Untertitel oder weitere Sprachversionen, außer der bereits erwähnten Deutschen, gibt es nicht von den drei DVDs dieser Veröffentlichung.

Gesamturteil:
Diese gelungene Veröffentlichung mit der vierten Box von Evelyn Hamanns "Geschichten aus dem Leben", durch das Label "Pandavision" und unter dem Vertrieb von "Ascot Elite", bietet acht Stunden beste und einzigartige Unterhaltung voller intelligentem Witz und ganz besonderem Charme. Schon beinahe fühlbar spürt man beim Ansehen der zweiundzwanzig Geschichten von den DVDs, welch eine große und unersetzbare Lücke Evelyn Hamann durch ihren viel zu frühen und plötzlichen Tod menschlich wie auch medial hinterlassen hat. Top-Empfehlung und ein Garant für kurzweilige und allerbeste Unterhaltung für Serien-Fans diesen Genres. Schon jetzt freue ich mich auf die bereits für den November 2011 angekündigte fünfte Box mit den noch ausstehenden acht Folgen und vierzehn Episoden der Reihe.

Autor: Torsten
Fernseh-Serien-Auf-DVD.de
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 1, 2012 6:59 PM CET


DDR Ahoi! Kleines Land auf großer Fahrt - Die ostdeutsche Seefahrtsgeschichte
DDR Ahoi! Kleines Land auf großer Fahrt - Die ostdeutsche Seefahrtsgeschichte
Wird angeboten von UAP Video GmbH Leipzig
Preis: EUR 14,95

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen DDR Ahoi auf DVD, 4. Juni 2011
Inhalt
Die Schiffe am Ostseehorizont wecken im begrenzten Land Träume und Sehnsüchte. Die zweiteilige Dokumentation erzählt vom Aufstieg und Niedergang der DDR als Seefahrernation. Für die DDR sind die Voraussetzungen, eine Seefahrernation zu werden, denkbar ungünstig....

Vom Aufstieg und Niedergang der DDR als Seefahrernation erzählt die zweiteilige Dokumentation "DDR ahoi! - Kleines Land auf großer Fahrt".

Selbst die Macher hinter der von dieser DVD mit dem Titel "DDR ahoi!" durch die "UAP Video GmbH" zur Veröffentlichung kommenden zweiteiligen Dokumentation waren etwas vom großen Erfolg sowohl bei den Zuschauern wie auch der Kritik überrascht. So verwundert es auch nicht weiter, dass bereits jetzt an einer Fortsetzung gearbeitet wird. Verdient ist auf jedem Fall auch die Ehrung mit dem renommierten Grimme Preis für das Jahr 2011 in der Kategorie "Information und Kultur" für diese zugleich interessant wie auch unterhaltend umgesetzte Dokumentation. Die Möglichkeit, sich sein eigenes Urteil und Bild zu und über diese in einer Zusammenarbeit und im Auftrag von MDR und NDR durch die "Hoferichter & Jacobs GmbH" produzierte Doku zu machen, bietet die DVD nun einem jeden selbst.

Mir persönlich gefiel bei dieser unter dem Filmemacher Lutz Pehnert entstandenen Dokumentation der Stil und die Art in der Umsetzung der gezeigten inhaltlichen Thematik. Hier wird ohne einen nostalgisch verklärten Blick oder getrieben von rührseliger Seefahrerromantik ein interessantes Stück jüngster deutscher Geschichte gezeigt. Die Dokumentation schafft es ein ehrliches und vielfältiges Gesicht über den Alltag und die Bedeutung der Seefahrt in der damaligen DDR aufzuzeigen. Der gewählte Mix, aus historischen wie aktuellen Bildern, zusammen mit Gesprächen mit Zeitzeugen zeigt ein facettenreiches und weit umfassendes Spektrum in der Berichterstattung bei dieser Dokumentation.

Gekonnt aufgezeigt erlebt man so den Anbeginn der Seefahrtsgeschichte in der DDR und den Weg hin zu einer der bedeutendsten Seefahrernationen der damaligen Zeit im europäischen Raum, bis hin zu deren Aus mit Verschwinden der DDR.

Dabei waren die Gründungsbedingungen zum Ende der vierziger Jahre hin, eigentlich eher schlecht. Die gerade eben erst gegründete DDR besaß auch nicht nur einen einzigen einsatzbereiten Frachter. Die Häfen waren zumeist noch vom Krieg zuvor zerstört und Reparaturleistungen an die russischen Sieger zehrten an der Substanz.
Aber die DDR-Führung hatte früh erkannt, welche immense wirtschaftliche wie auch gesellschaftlich politisch relevante Rolle der Entwicklung der Seefahrt zukam. Mehr als 15.000 Menschen standen zeitweilig bei der deutschen Seereederei, der Handelsflotte und Hochseefischerei wie auch bei der Volksmarine und in den Fischkombinaten und anderen Bereichen in Bezug zur Seefahrt in der damaligen DDR.

Die beiden Dokumentationen vermögen es hervorragend, diese vielen verschiedenen Facetten und die Wege in der Entwicklung der Seefahrtsgeschichte in der DDR aufzuzeigen. Die künstlerischen wie auch stilistischen Mittel hierfür sind weit gefächert und gewählt. Man schafft es, mit und in den beiden Dokus interessante Etappen der Entwicklung der DDR-Seefahrtsgeschichte fesselnd und spannend, dabei aber zugleich auch unterhaltend aufzuzeigen. Sowohl die politisch reglementierten aber eben auch privaten, oft auch harten Erlebnisse und Geschehnisse dieser Tage, werden in einen dokumentarischen aber dabei nie ermüden lassenden Erzählstil vermittelt und gezeigt. Die Dokumentation bliebt so stets glaubhaft und authentisch, lässt aber auch hin und wieder etwas Zeit für Sehnsucht und Seefahrerromantik.

Jede der beiden Dokumentationen, welche von der hier in einem schlichten Amaray-Case verpackten DVD zur Ansicht kommen, läuft in etwa ca. 45 Minuten. So erklärt sich dann auch die laut veröffentlichendem Label auf dem Cover angegebene Gesamtlaufzeit von der DVD mit ca. 90 Minuten. Als Bildformat wird 16:9 deklariert, wobei hier positiv anzumerken ist, dass viele der alten Fotos und Filmaufnahmen im ursprünglichen Format 4:3 belassen wurden und nicht künstlich weit aufgezoomt oder gar beschnitten wurden. Die Bildqualität zu beurteilen gestaltet sich nicht einfach. Zu verschieden sind hier nachvollziehbar die unterschiedlichsten Quellen und Materialien, die für diese Dokumentation verwendet wurden. So kommen neben oft mehrere Jahrzehnte alten privaten wie auch aus Archiven vorliegenden Film- und Bildmateriealien auch zeitnah gefertigte Aufnahmen und Interviews zur Ansicht. Es wird wohl hier ein jeder, dass Verständnis dafür aufbringen, dass es hier extreme Unterschiede in der zu erlebenden Bildqualität zu verzeichnen gibt. Die Einzigartigkeit der Zeitzeugnisse der Bilder vergangener Tage lässt aber schnell deren eben nicht immer hundertprozentige Bildqualität vergessen und in den Hintergrund rücken.

Das DVD-Menü bei dieser Veröffentlichung ist recht minimalistisch in seiner Gestaltung. Ein Szenenfoto und kleinere Animationen und im Hintergrund zu hörende maritime Musik ermöglichen die Anwahl und den Start der beiden Folgen dieser Dokumentation. Über den Menüpunkt "beide Filme abspielen", kann zudem genau das, dann eben ohne Neustart der Wiedergabe nach Ansehen des ersten Teils, angewählt werden. Bedauerlich finde ich, dass es leider kein Kapitelmenü oder zumindest in den Folgen gesetzte Marker gibt. Extras, außer einem Booklet zu weiteren Veröffentlichungen auf DVD, finden sich keine bei dieser Veröffentlichung.

Tonbewertung:
Die Dokumentation wird als Offstimme von der sehr angenehmen und professionellen Stimme von Thomas Dehler begleitet. Die Verständlichkeit ist hierbei zu jeder Zeit gegeben. Die im Tonstudio gelungen umgesetzte Abmischung lässt Nebengeräusche und Musik nie das gesprochene Wort überlagern. Untertitel für Gehörlose oder Hörgeschädigte werden leider keine von der DVD dieser Veröffentlichung angeboten.

Gesamturteil:
Mit dem Zweiteiler "DDR ahoi!" kommt hier unter der Veröffentlichung durch die "UAP Video GmbH" eine fesselnde und äußerst gelungene Dokumentation zur Ansicht. Der in dieser Dokumentation verwendete Mix der zugleich kurzweilig wie auch höchst informativ in seinem Stil und der Art der Umsetzung der gezeigten und erzählten Geschichte der ostdeutschen Seefahrt zeigt, wirkt authentisch und glaubhaft. Es gelingt ein realistisches und objektives Bild dieser Geschichte vom Anbeginn und der Entstehung zum Ende der Vierziger, bis hin zum Ende und Aus in den Neunzigern, einhergehend mit dem Untergang der DDR, aufzuzeigen. Top-Empfehlung!

Autor: Torsten
Fernseh-Serien-Auf-DVD.de


Nonstop Nonsens - Box 1 [3 DVDs]
Nonstop Nonsens - Box 1 [3 DVDs]
DVD ~ Dieter Hallervorden

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Box 1 von Nonstop Nonsens...., 3. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Nonstop Nonsens - Box 1 [3 DVDs] (DVD)
Inhalt
Mit "Nonstop Nonsens" schuf Dieter Hallervorden 1975 einen Meilenstein der deutschen Comedy-Geschichte. Bis 1980 sorgte die Slapstick-Figur "Didi" im Fernsehen für ungeahnte Einschaltquoten wie sie heute bestenfalls Fussball-WM-Endspiele erreichen. Neben den rasanten und Action geladenen Filmeinspielern, in denen Didi stets von einem Unglück ins nächste schliddert, wurden auch die Sketche und die legendären "gespielten Witze" zum absoluten Kult. Wer kennt nicht den Satz "Palim Palim! Ich hätte gerne eine Flache Pommes Frites"? Oder die Geschichte vom tragischen Ableben der "Kuh Elsa"? Oder die Suche nach dem "Mittelteil von Doktor Schiwago"?

Die DVD-Box 1 enthält neben der ersten 12 Folgen von 1975 bis 1978 (in den ungeschnittenen Originalversionen von jeweils 42 Min.) auch ein Grußworrt von Dieter Hallervorden und ein ausführliches Booklet mit Sketchguide.

Bei älteren Fernsehserien ist man oft sehr schnell geneigt sie mit Worten wie "Kult" zu umschreiben. Oft spielt bei dieser Wortwahl der nostalgisch verklärte Blick zurück, eine nicht zu vernachlässigende Komponente. Aber wenn es jemand wirklich verdient hat, ihn und sein Wirken als Kult und die deutsche Comedy-Entwicklung maßgeblich mit vorantreibend zu benennen, dann ist es Dieter Hallervorden. In einer Neuauflage kommen nun durch das Label "Turbine Medien", unter dem Vertrieb von "AL!VE", alle der insgesamt zwanzig produzierten und erstmals ab 1975 bis 1980 im Fernsehen zu erlebenden Folgen der Reihe "Nonstop Nonsens", zur Veröffentlichung auf DVD. Die von den drei DVDs der hier vorliegenden Box zur Ansicht kommenden ersten zwölf Episoden repräsentieren den Zeitraum der Erstausstrahlung vom März 1975 bis in den Mai 1978.

In der von Hallervorden bereits in den Siebzigern entwickelten Figur des "DIDI" (hier in den beiden ersten Folgen noch "Herr Slap"), besticht er bei "Nonstop Nonsens" als wahrer Meister des Slapsticks mit seiner geradezu als legendär zu bezeichnenden "Gesichtsakrobatik" in immer wieder neuen Kostümen in klamaukigen Filmszenen und gespielten Sketchen. Sein und auch das Spiel der anderen Mitwirkenden bei "Nonstop Nonsens", mit den immer wieder so punktgenau gesetzten Pointen, wirken dabei geradezu "wie so nebenher und aus dem Ärmel geschüttelt". Dabei steckt dahinter harte Arbeit und perfektes Timing.

In vielen der insgesamt zwanzig entstandenen Folgen arbeitete Dieter Hallervorden mit einem relativ festen Stamm an Darstellern zusammen. Zu diesem zählen neben seiner ersten Ehefrau Rotraud Schindler auch der unvergessene Kurt Schmidtchen (1930-2003) oder auch Gerhard Wollner (1914-1997). Neben den eben genannten, spielen in einigen der Folgen auch Dieter Hallervordens Kinder aus erste Ehe, Tochter Nathalie und Sohn Dieter Hallervorden jr. mit. In einigen der Folgen gibt es auch prominente Gastauftritte. So geben sich u.a. Eberhard Cohrs, Berti Vogts, Brigitte Mira oder auch Volker Prechtel und v.a. mehr die Ehre.

Dieter Hallervorden ließ es sich als Ideengeber der Reihe natürlich nicht nehmen an den Drehbüchern mit zu arbeiten. Neben ihm gab es noch wechselnde andere Autoren wie zb. Wolfgang Menge, Klaus-Dieter Lang, Ralf Gregan oder Bred Ashton u.a. mehr. Die Regie in allen Folgen der Reihe führte Heinz Liesendahl. Dabei ließ Regisseur Liesendahl seinen Darstellern in seiner Art der Inszenierung und Umsetzung der Drehbücher viel Platz für eigene Interpretationen und deren Spiel. So entstanden zahlreiche und unvergessliche Momente und Augenblicke deutscher Fernsehgeschichte. Noch heute, mittlerweile mehr als dreißig Jahre nach der Erstausstrahlung, besitzen viele der in den Sketchen und Filmen bei "Nonstop Nonsens" gezeigten Gags wahren Kultstatus und haben sich zum Teil sogar in den deutschen Sprachgebrauch etabliert. Beispielgebend sein hier nur "Palim-Palim" oder "Pech für die Kuh Elsa" und "Hach ist das aufregend" genannt. Neben den in jeder der Folgen zu erlebenden Mix aus Filmeinspielern und den vor dem Publikum gespielten Sketchen war stets der "gespielte Witz" zum Ende der Sendung regelrecht Kult und legendär. Als geradezu Paradebeispiel kann hier wohl ohne Übertreibung der Sketch mit der "Flasche Pommes frites" genannt werden.

Die hier vorliegende Box Eins, mit den ersten zwölf Folgen der Reihe, präsentiert sich von ihren drei DVDs mit einer Gesamtlaufzeit von ca. 500 Minuten und im Original-Bildformat von 4:3 Vollbild. Dabei finden die einzeln gelagerten und entnehmbaren DVDs ihren Platz in einem Klarsicht-Jumbo- Amaray-Case mit Wendecover. Erfreulich, dass sich von dem zugehörigen stabilen und in Hochglanzoptik gefertigtem Pappschuber, der FSK-Aufkleber einfachst entfernen lässt.

Sehr erfreulich ist, dass alle der hier zur Ansicht kommenden Folgen mit jeweils um die 42 Minuten Laufzeit, in der ungeschnittenen Version der Erstausstrahlung, von den DVDs dieser Veröffentlichung vorliegen. Bei Wiederholungen im TV wurden oft nur die auf 28 Minuten gekürzten Fassungen gezeigt. Zudem hat man sich um eine Verbesserung der Bildqualität der zum Teil recht betagten und mitgenommenen Aufzeichnungen der Reihe für die Veröffentlichung auf DVD bemüht. Mit der "Imagion AG" wurde ein Partner gefunden, dem es gelang den oft mehrfach kopierten und zum Teil recht schlechten Ausgangsmaterialien für diese DVD-Veröffentlichung zumindest von den gravierendsten Fehlern zu befreien. Das hierbei nun keine Top-Qualität wie von dem allerneuesten Hollywood-Kinofilm zu erwarten ist, dürfte wohl ein jeder verstehen. Dennoch können alle drei DVDs dieser Veröffentlichung im Gesamteindruck, als in ihrer zu erlebenden Bildqualität akzeptabel und gelungen, wenn auch mit altersbedingten kleineren Schwächen in sich, beurteilt werden.

Die Gestaltung der DVD-Menüs mit einem sich öffnenden Vorhang und animierten Filmausschnitten, nebst der im Hintergrund zu hörenden Titelmusik der Reihe, ist stimmungsvoll und übersichtlich gelungen.

Direkt aus dem sich nach Einlegen in den Player öffnenden Hauptmenü heraus können über "Alle Folgen abspielen" die jeweils vier Folgen pro DVD zur Wiedergabe "am Stück" gestartet werden. Ein Klick auf die einzelnen Folgen lässt in einem sich öffnenden Menü die einzelnen Kapitel bzw. Sketchbezeichnungen, in Textform dargestellt, sichtbar werden. Von hier aus können selbige zur direkten Wiedergabe gestartet werden, wobei im Anschluss, die DVD weiter läuft.

Extras finden sich, bis auf ein sechzehnseitiges Booklet, keine bei dieser Veröffentlichung. Das Booklet bietet außer einigen Informationen zur DVD-Veröffentlichung selbst und den in Textform benannten Namen der Folgen noch einen "Sketch-Guide". Dieser zeigt in Form von kleinen Szenenbildern zusammen mit einer kurzen Inhaltsbeschreibung die einzelnen Sketche der jeweiligen Folgen an.

Tonbewertung:
Erwartungsgemäß kommt von den drei DVDs dieser Veröffentlichung ein deutscher Ton im Format Dolby Digital 2.0 Mono zu Gehör. Insgesamt kann dieser mit zumeist gut verständlichen Dialogen überzeugen. Vom klanglichen Volumen her ist er ausgewogen gemischt, wenn auch dem Alter entsprechend ohne viele Höhen und Tiefen in sich. Er ist insgesamt also recht mittig, was aber bei einer derart betagten Fernsehproduktion auch nicht anders zu erwarten war. Ein leicht verstärktes Grundrauschen fällt nur hin und wieder, dabei aber kaum störend auf. Untertitel für Hörgeschädigte oder Gehörlose finden sich leider nicht auf den DVDs.

Gesamturteil:
Man kann das hier veröffentlichende Label "Turbine Medien" wirklich nur zu der Idee, hier in einer Neuauflage nochmals alle der zwanzig je entstandenen Folgen der Reihe "Nonstop Nonsens" zur Veröffentlichung zu bringen, beglückwünschen. Dieter Hallervorden oder eben uns aller "DIDI", ist Fernsehkult in Reinkultur. Ein Stück deutscher Fernsehgeschichte, welches bis in die heutige Zeit einzigartig und beispielgebend für das Genre der Slapstick-Comedy steht. Punktgenau gesetzte Pointen in temporeich inszenierten Sketchen, mit herrlich schrägen Typen und Figuren, prägten diese Kult-Comedy-Reihe, die erstmals ab 1975 im deutschen Fernsehen zu erleben war. Wenn aus heutiger Sicht bisweilen sicher etwas angestaubt ist mir der Humor eines Dieter Hallervordens, der noch über sich selbst lachen kann, tausendmal lieber wie die sogenannter "Comedians", die ihre Späße nur auf Kosten anderer machen. Die liebevolle Umsetzung und Einzigartigkeit dieses TV-Meilensteins hat eine ganz klare Top-Empfehlung verdient.

Autor: Torsten
Fernseh-Serien-Auf-DVD.de


Glühender Himmel: The Burning Shore (4 DVDs) (Fernsehjuwelen)
Glühender Himmel: The Burning Shore (4 DVDs) (Fernsehjuwelen)
DVD ~ Isabelle Gélinas
Preis: EUR 22,49

16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Glühender Himmel auf DVD, 29. Mai 2011
Inhalt
Frankreich im ersten Weltkrieg: Comtesse Centaine de Thiry rettet dem Piloten Michael Courteney das Leben, verliebt sich in ihn und wird schwanger. Doch Michael kommt ums Leben. Centaine beschließt in seine Heimat Südafrika zu reisen. Nachdem ihr Schiff torpediert wurde, erreicht Centaine mit Müh und Not die Küste. Sie wird von Eingeborenen gefunden und bringt ihren Sohn Sasha zur Welt. Später lernt die junge Frau den Banditen Lothar de la Rey kennen und verliebt sich in ihn. Auch ihm schenkt sie einen Sohn, Manfred. Doch de la Rey entpuppt sich als grausamer Tyrann und Centaine verlässt ihn und Manfred. Sie erwirbt einen Berg, in dem eine riesige Diamantenmine verborgen ist und wird eine der reichsten Frauen Südafrikas. Doch ihr Glück ist in Gefahr. Lothar de la Rey will sich an ihr rächen.

Ich muss zugeben, dass ich anfangs, diesem 1991 in einer deutsch-italienisch-französischen Koproduktion (Tricom, Titanus, SFP) in Zusammenarbeit von Reteitalia, TF 1, ORF und SAT 1 entstandenen Vierteiler, eher verhalten und recht skeptisch gegenüberstand. Zu sehr erweckte der Film zunächst bei mir die Erwartung auf ein vor lauter Gefühlen triefendes Rührstück.

Aber die bisherigen guten Erfahrungen mit und zu Filmen innerhalb der Reihe des hier gleichnamigen veröffentlichendem Label "Fernsehjuwelen", ließ mich dann doch zugreifen. Und um es kurz zu machen...ich bin hin und weg und regelrecht von dieser Miniserie, die hier unter dem Titel "Glühender Himmel" daherkommt, begeistert und sogar ein wenig verliebt.

Der nach den von Wilbur Smith geschriebenen Millionenbestsellern "Glühender Himmel" (The Burning Shore-1985) und "Wer aber Gewalt sät" (Power of the Sword-1986) entstandene Vierteiler bietet aber auch wirklich alles, was zu einem gelungenen Abend vor dem heimischen "Pantoffelkino" dazugehört. Neben einer spannend und fesselnd erzählten Geschichte kommen hier auch die großen Gefühle und beeindruckende und wundervolle Aufnahmen in dieser kurzweiligen und dabei bestens unterhaltenden Mini-Serie zur Ansicht. Im wahrsten Sinne des Wortes eben genau das, was das hier veröffentlichende Label schon in seinem Namen verspricht, ein wahres "Fernsehjuwel" eben. Das Drehbuch hierfür stammt aus der Feder von Sergio Donati und wurde unter der Regie von Jeannot Szwarc gekonnt und mit viel Gefühl für die Feinheiten der Geschichte in Szene gesetzt.

Der Vierteiler erzählt über die Ereignisse im Leben von "Centaine", einer wunderschönen aber auch intelligenten und starken Frau, hier einfach nur traumhaft und einzigartig verkörpert durch Isabelle Gélinas. Den Anfang nimmt die erzählte Geschichte in Frankreich zu Tagen des Ersten Weltkriegs. Als die noch blutjunge "Centaine" dem notgelandeten englischen Flieger "Michael" (Jason Connery) das Leben rettet, erwachen alsbald tiefe Gefühle zwischen den beiden. Schon bald ist ein Kind unterwegs und die Hochzeit geplant, als sich das Schicksal dem Glück der beiden entgegenstellt. "Centaine" verliert die Liebe ihres Lebens und findet nur noch die Zeit ihrem "Michael" zu versprechen, dass ihr gemeinsames Kind, in der Heimat des Vaters, in Afrika, das Licht der Welt erblicken und aufwachsen soll. So macht sich "Centaine" zusammen mit "Ana" (Marina Vlady) auf den gefährlichen Weg hin auf den für sie vollkommen unbekannten Kontinent. Aber auch hier meint es das Schicksal nicht gut mit "Centaine". Torpediert von einem deutschen U-Boot, findet sie sich nach einer tagelangen Odyssee auf offener See, plötzlich vollkommen allein und auf sich gestellt, an Land. Wie wird "Centaine" mit dieser neuen Herausforderung fertig? Welche Abenteuer warten in dem neuen Land auf sie und das Kind unter ihrem Herzen?

Ich möchte an dieser Stelle hier nun nicht noch mehr vom Inhalt verraten. Aber es lohnt sich wirklich, sich die in diesem Vierteiler erzählte und gezeigte filmische Umsetzung der Romanvorlage von Wilbur Smith anzusehen. Mir zumindest ging es so, dass ich einmal angefangen, gar nicht mehr aufhören wollte, mir diese so spannende und von allen Darstellern in deren Rollen so grandios dargestellte Geschichte, anzusehen. Die tollen, von Kameramann Sergio D'Offizi eingefangenen Bilder tun ein Übriges, um einen für diese Mini-Serie zu begeistern.

Die vier DVDs der Veröffentlichung finden einzeln gelagert und entnehmbar ihren Platz in zwei transparenten Doppel - DVD - Slim - Case. Diese finden ihren Platz in einem stabilen aus Hartpapier gefertigten Schuber in Hochglanzoptik ohne FSK-Logo.

Ihre deutsche Erstausstrahlung erlebten die vier Teile dieser Miniserie ab November 1991. Diesem Datum entsprechend und angemessen zeigt sich auch das in seiner Qualität von den vier DVDs dieser Veröffentlichung zur Ansicht kommende Bild. Die Farben zeigen sich zumeist gut ausgeprägt und in ihren Nuancen und Facetten recht natürlich. Schärfe und Kontrast finden sich in ihren Einstellungen in gut gesetzten mittleren Werten. Die kraftvollen Schwarzwerte im Bild lassen Details erkennen und auch Aufnahmen unter schwierigen Lichtverhältnissen ansprechend wirken. Nur hin und wieder machen sich einige Unruhen und ein leicht erhöhtes Rauschen im zu sehenden Bild bemerkbar. Mechanische Beschädigungen am Filmmaterial sind vorhanden aber kaum auffällig. Im Gesamteindruck war ich mit dem von den DVDs dieser Veröffentlichung zur Ansicht kommenden Bild zufrieden und kann mit den wirklich minimalen und bei einer zwanzig Jahre alten Produktion zu verschmerzenden Mängeln leben. Die Gesamtlaufzeit aller vier DVDs beträgt laut veröffentlichendem Label ca. 400 Minuten und kommt im Bildformat 4:3 Vollbild zur Ansicht.

Die DVD-Menüs zeigen sich recht stimmungsvoll und zum Teil mit Animationen von Darstellern und der im Hintergrund zu hörenden Titelmusik von Michel Legrand gestaltet. Jede der vier DVDs bei dieser Veröffentlichung beinhaltet einen Teil, der unmittelbar nach Einlegen in den Player, aus dem sich öffnenden Hauptmenü heraus, gestartet werden kann. Zu jeder Folge können in einem sich separat zu öffnenden weiteren Menü, die in Textform dargestellten Kapitel aufgezeigt und angewählt werden.

Extras, außer einigen Trailern mit Empfehlungen zu weiteren "Fernsehjuwelen", finden sich keine auf den DVDs der hier vorliegenden Veröffentlichung.

Tonbewertung:
Ein in seinen Dialogen stets gut verständlicher deutscher Ton im Format Dolby Digital 2.0 kommt von den DVDs dieser Veröffentlichung zu Gehör. Das Klangbild ist in seinem Mischverhältnis ausgewogen und stimmig, mit einem konstanten Volumen und guten Höhen und Tiefen ausgestattet. Untertitel wie auch andere Sprachvarianten finden sich nicht auf der hier vorliegenden DVD-Box.

Gesamturteil:
War ich anfänglich noch etwas skeptisch, bin ich im abschließenden Urteil zu dieser Veröffentlichung mit der kompletten vierteiligen Mini-Serie, über die Geschichte von "Centaine", einer Frau und deren Weg vom verliebten jungen Mädchen hin zu einer selbstbewussten Frau, restlos begeistert. Beste Unterhaltung mit einer abenteuerlich und spannungsgeladen in Szene gesetzten Literaturverfilmung eines Millionenbestsellers von Wilbur Smith. Die einzigartig und geradezu verzaubernde Hauptdarstellerin Isabelle Gélinas, passt wunderbar in das auch sonst als einfach nur brillant zu benennende Team aller Darsteller bei und in dieser Miniserie, die hier durch das Label "Fernsehjuwelen" unter dem Vertrieb von "AL!VE" zur Veröffentlichung auf DVD kommt. Top-Empfehlung.

Autor: Torsten
Fernseh-Serien-Auf-DVD.de


Straßenfeger 22 - Das Kriminalmuseum II [6 DVDs]
Straßenfeger 22 - Das Kriminalmuseum II [6 DVDs]
DVD ~ Klaus Schwarzkopf
Wird angeboten von media4world
Preis: EUR 24,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die nächsten Folgen vom Kriminalmuseum..., 28. Mai 2011
Inhalt
Der sterile Flur eines öffentlichen Gebäudes. Die Kamera fährt langsam aber gezielt auf ein Schild zu. Es enthält die Aufschrift "Kriminalmuseum". So beginnt jede Folge dieser Erfolgsreihe. Eine Sprecherstimme sagt: "Nicht jeder darf, so wie wir das jetzt tun, eines der Kriminalmuseen betreten, die sich im Polizeipräsidium einiger deutscher Großstädte befinden..." Beweisstücke stehen dort zur Schau, die von skurrilen und grausigen Verbrechen zeugen: Die hier ausgestellten Einbruchswerkzeuge, Gangsterrequisiten, Waffen und Mordinstrumente standen einmal im Mittelpunkt eines Verbrechens", erklärt die Stimme.

Nachdem ich mir die DVD-Box mit den ersten sechzehn Folgen des "Kriminalmuseums" unter der Veröffentlichung des "Studio Hamburg" angesehen hatte, stand für mich fest, dass auch diese zweite Box ihren Platz in meiner Sammlung finden muss. Wie schon bei und mit allen der vorhergehenden Veröffentlichungen, innerhalb der Reihe der "Straßenfeger", bleibt man sich auch bei dieser zweiundzwanzigsten Box dem sich selbst auferlegtem hohen Anspruch treu und präsentiert hier abermals ein wahrlich als Schmuckstück zu benennendes Highlight vergangener Fernsehtage auf DVD.

Von den sechs DVDs der hier vorliegenden Veröffentlichung kommen diesmal die Folgen 17 bis 29 der auf einer Idee von Fernsehlegende Helmut Ringelmann (1926-2011) beruhenden Serie zur Veröffentlichung. Insgesamt entstanden von dieser im Auftrag des ZDF durch die "Intertel München" produzierten Reihe ganze einundvierzig Folgen. Von 1963 bis in das Jahr 1970 konnten diese erstmals beim ZDF gesehen werden. Die jeweils zwischen 60 bis zu 75 Minuten laufenden einzelnen Folgen von den sechs DVDs dieser Veröffentlichung erlebten ihre deutsche Erstausstrahlung vom Oktober 1965 bis in den Mai 1967. Regie bei den hier zu sehenden dreizehn Folgen führten unter anderem zb. Helmuth Ashley, Wolfgang Becker, Jürgen Goslar und Theodor Grädler. Die Bücher zu den einzelnen Folgen wurden von verschiedenen Autoren geschrieben, was der Reihe gut tat, da so immer wieder neue Ideen und Handlungsebenen mit in die Folgen einflossen.

Die einzelnen Folgen wurden mit immer wieder wechselnden Darstellern besetzt. Es gab also kein festes Ermittlerteam wie in einigen anderen Krimireihen. Dabei kommt hier bei "Das Kriminalmuseum" ein wahrhaftes Staraufgebot der bekanntesten und beliebtesten Leinwand- und Fernsehgrößen jener Tage zum Einsatz. Namen wie die von Klaus Schwarzkopf, Willy Semmelrogge, Klaus Löwitsch oder auch Hannelore Elsner und Günther Ungeheuer, sind an dieser Stelle wirklich nur einige Beispiele aus der höchst prominenten Besetzungsliste bei dieser Produktionsreihe. Alle der hier so hervorragend aufspielenden Mimen zu nennen würden den Rahmen dieser Rezension sprengen.

Die gezeigten Kriminalfälle zeigen sich insgesamt sehr glaubhaft und authentisch in Szene gesetzt. Sicher einer der Gründe mit dafür liegt in der Tatsache, dass die Drehbücher und die Serie sich in ihren Episoden und behandelnden Fällen an originale Unterlagen der Kripo orientiert und hält. Es geht um Versicherungsbetrug, einen Überfall auf ein Juwelier-Geschäft und eine Bank aber auch um Mord oder um die Aufklärung einer ganzen Einbruchserie. Dies alles sind natürlich nur einige der Szenarien und Fälle, um die es in den hier zu erlebenden dreizehn Folgen dieser zweiten Box geht. Zeit für Langeweile bleibt da auch nicht nur einen Augenblick. Dabei ist es schön, dass eine jede Folge in ihrer Handlung in sich abgeschlossen ist.

Auch wenn das farbig gestaltete Cover der Veröffentlichung im ersten Moment einen anderen Eindruck vermittelt, so kommen doch alle Folgen von den sechs DVDs dieser Veröffentlichung im Schwarz-Weiß-Bild daher. Mit einer laut Cover angegebenen Gesamtlaufzeit von ca. 901 Minuten zuzüglich des Bonusmaterials präsentiert sich das hier zu erlebende Bild im Format 4:3 (1.33:1). Natürlich darf und kann man von einer mehr als vierzig Jahre zurückliegenden TV-Produktion nun nicht ein Bild wie vom allerneuesten Kinofilm erwarten. So gibt es auch qualitative Unterschiede zwischen den einzelnen Folgen. Im Gesamteindruck aber überrascht die für meinen Geschmack zumeist gute bis sogar sehr gute zur Ansicht kommende Bildqualität der einzelnen Episoden, in Bezug zum Zeitpunkt der Entstehung der Filmaufnahmen, äußerst angenehm. An dieser Stelle haben die Techniker, bei der Bearbeitung des alten Filmmaterials und der technischen Umsetzung für die Veröffentlichung auf DVD, wirklich ganze und vor allem auch sehr gute Arbeit geleistet. Dennoch wird zu Beginn einer jeden DVD noch mit einer kurz zu sehenden Texttafel um Verständnis für Einschränkungen in der Bild- oder Tonqualität gebeten.

Die Gestaltung der Menüs, bei den DVDs dieser Veröffentlichung, erfolgte wieder im Stil bereits zuvor innerhalb der Reihe "Straßenfeger" verlegter Boxen. Versehen mit einigen animierten Filmsequenzen und der im Hintergrund zu hörenden Titelmusik der Reihe von Musiklegende Martin Böttcher, zeigen sich die Menüs stimmungsvoll und gut bedienbar. Fünf der DVDs bei dieser Veröffentlichung bieten je zwei Episoden. Eine Ausnahme macht hier nur die erste DVD, welche gleich drei Folgen zeigt. Die einzelnen Folgen können direkt aus dem sich nach Einlegen der jeweiligen DVD in den Player öffnenden Menü heraus zur Wiedergabe gestartet werden. Die Möglichkeit alle Folgen einer DVD "am Stück", also ohne Unterbrechung abspielen zu können, besteht nicht. Ein Kapitelmenü wird nicht geboten, jedoch sind innerhalb der einzelnen Episoden einige Marker gesetzt.

Von fünf der DVDs bei dieser Veröffentlichung kommen einige Extras zur Ansicht. Gleich die zweite DVD bietet ein ca. 48 Minuten dauerndes und durch "fischer TV+Film" exklusiv für die "Straßenfeger-Edition" erstelltes Interview, mit dem Regisseur Erich Neureuther. "Programmtipps" zu weiteren Veröffentlichungen innerhalb der Reihe "Straßenfeger" bieten sowohl die dritte wie auch vierte der DVDs bei dieser Veröffentlichung. Unter dem Titel "Straßenfeger Phase III" zeigt DVD 5 einige Trailer zu US-Remakes und Krimi-Spielfilmen nebst Informationen zu weiteren Veröffentlichungen der Reihe. Die sechste DVD zeigt in einem etwas mehr wie zwei Minuten dauernden Beitrag der "Hallo Deutschland-Redaktion" ein Kurzporträt über die Fernsehlegende Helmut Ringelmann (1926-2011), anlässlich dessen achtzigsten Geburtstages.

Verpackt in einem den bisherigen Veröffentlichungen der Reihe passend gestalteten Pappschuber in Hochglanzoptik, finden in selbigen verteilt auf zwei Digipack die sechs DVDs dieser Box ihren Platz. In den beiden aufklappbaren ebenfalls aus Hartpapier und in Hochglanzoptik gefertigten Digipacks lagern in Klarsichteinlegern je eine DVD einzeln und zwei übereinander versetzt. Ein beiliegendes zwölfseitiges und farbig bebildertes Booklet gibt Infos über Cast und Crew. Zu jeder der zu sehenden dreizehn Folgen von dieser zweiten Box der Reihe finden sich kurze Inhaltsangaben und das Datum der Erstausstrahlung im Booklet. Ein Beileger informiert über die DVD-Veröffentlichungen der Boxen 1 bis 20 innerhalb der Reihe "Straßenfeger".

Tonbewertung
Wie schon bei der Beurteilung des Gesamteindrucks beim Bild darf man natürlich auch hier beim Ton, nicht die mehr als vierzig vergangenen Jahre seit Entstehung der Aufnahmen vergessen. So dürfte wohl ein jeder das Verständnis für ein bisweilen mal zu hörendes Knacken oder auch etwas stärkeres Rauschen im hier zu Gehör kommenden Ton haben. Glücklicherweise sind diese zu akzeptierenden kleineren Mängel aber eher selten. Insgesamt kann der hier im Format Dolby Digital 2.0 Mono zu Gehör kommende Ton mit zumeist gut verständlichen Dialogen überzeugen. Schade, dass sich bei dieser sonst so gelungenen Veröffentlichung keinerlei Untertitel für Hörgeschädigte oder Gehörlose finden.

Gesamturteil
Wie schon von der ersten DVD-Box mit deren Folgen bin ich auch von der mir hier vorliegenden zweiten Box, mit weiteren dreizehn Folgen des Fernsehkults "Das Kriminalmuseum" nahezu restlos begeistert.

Wieder ist es allein schon der Anfang einer jeden Folge, mit der von Reinhard Glemnitz gesprochenen Einleitung, die den nach wie vor unvergänglichen und einmaligen Charme, welcher dieser Reihe inne liegt, in das heimische Pantoffelkino bringt. Dazu kommen noch ein wahres Staraufgebot an den zur damaligen Zeit beliebtesten und bekanntesten Darstellern und die abwechslungsreich gezeigten und erzählten Fälle, beruhend und erstellt auf Unterlagen der Kripo, welche das Ansehen dieser Reihe zu einem Erlebnis werden lassen. Die zudem gelungene und wohl auch bestmöglich machbare Bild- und Tonqualität machen diese Veröffentlichung aus dem Hause "Studio Hamburg", unter dem Vertrieb von "AL!VE", zu einer ganz klaren Top-Empfehlung für Freunde diesen Filmgenres. Schon jetzt freue ich mich auf das Ansehen der bereits verlegten dritten DVD-Box mit weiteren Episoden und mysteriösen Fällen aus und über "Das Kriminalmuseum".

Autor: Torsten
Fernseh-Serien-Auf-DVD.de


Sherlock Holmes und die sieben Zwerge [2 DVDs]
Sherlock Holmes und die sieben Zwerge [2 DVDs]
DVD ~ Alfred Müller
Preis: EUR 10,49

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sherlock Holmes und die sieben Zwerge auf DVD, 27. Mai 2011
Inhalt
Ein schwarzer Magier bringt das Märchenland mächtig durcheinander: Unter seiner Führung kämpfen die Hexe aus Hänsel und Gretel, der Wirt aus Tischlein deck dich und Hans im Glück gegen das gute Ende aller Märchen. Denn das Böse soll auch mal siegen. Dieser Märchenwelt entsprungen, sitzen eines Abends die 7 Zwerge im Wohnzimmer des pensionierten Kriminalhauptkommissars Hans Holmes und bitten um seine Mithilfe: Schneewittchen ist entführt worden! Nur Holmes, seine Enkel Anne und Martin sowie ein geheimnisvoller Barocksessel können die Märchenwelt jetzt noch retten.

Also eigentlich bin ich ja, rein vom Alter her gesehen, aus dem Alter raus in dem man sich noch Märchenfilme ansieht. Aber bei der hier innerhalb der Reihe "DDR-TV-Archiv" durch das "Studio Hamburg" verlegten achtteiligen Miniserie "Sherlock Holmes ...und die sieben Zwerge" machte ich da nur allzu gerne eine Ausnahme. Dabei waren es nicht nur nostalgische oder hier wohl noch passender geschrieben "OSTtalgische" Kindheitserinnerungen, die mich zum Kauf dieser DVD-Box bewegten. Es war vielmehr die zauberhafte und so liebevoll erzählte Geschichte und deren farbenprächtige Umsetzung, die mir selbst viele Jahre später noch immer im Gedächtnis war. Umso erfreuter war ich, als ich sah, dass sich auf den beiden DVDs dieser Veröffentlichung nicht nur die bisweilen im Fernsehen gezeigte und dort zumeist auf Spielfilmlänge zusammengeschnittene Filmfassung befand, sondern die komplette achtteilige Serie.

Das Drehbuch zu der 1991/92 durch das DEFA-Studio in Babelsberg im Auftrag und in der Zusammenarbeit von MDR, ORB, SFB und NDR entstandenen Produktion, stammt von Günter Meyer und Andreas Püschel. In den Händen von Günther Meyer, sozusagen als "Spuk-Experten", lag zugleich hier bei "Sherlock Holmes ...und die sieben Zwerge", die Regie. Günther Meyer hatte sich in den Jahren zuvor bereits mit den Drehbüchern und der Regie zu und bei Kultserien des DDR-Fernsehens wie "Spuk unterm Riesenrad" (1979), "Spuk im Hochhaus" (1982) und "Spuk von draußen" (1987) einen verdient guten Namen im Bereich fantasievoll umgesetzter Kinderfilme gemacht.

Auch hier bei "Sherlock Holmes ...und die sieben Zwerge" ist es u.a. auch der ganz besondere Mix in der erzählten Geschichte, die sowohl im Märchenreich, wie auch in der real existierenden Welt spielt und der Miniserie so einen ganz besonderen und traumhaft verzaubernden Charme und Reiz gibt. Den Anfang nimmt die Handlung mit dem Tag der Pensionierung von Kriminalhauptkommissar "Hans Holmes", hier wunderbar gespielt von Alfred Müller (1926-2010). Von seinen Kollegen erhält er zum Abschied einen geheimnisvoll anmutenden Barocksessel geschenkt. Eigentlich könnte "Hans Holmes" sich nun zusammen mit seiner agilen Freundin "Helene" aufs gemütliche Altenteil setzen. Aber dazu kommt es erst gar nicht. Plötzlich stehen die beiden Enkel "Anne" (Ulrike Haase) und Martin (Stefan Limprecht) in der Tür und sollen für einige Zeit beim Opa bleiben.

Es dauert auch nicht lange, bis Opa Holmes zusammen mit seinen Enkeln hinter das große Geheimnis des Sessels kommt. Urplötzlich tauchen mitten im Wohnzimmer, aus dem Sessel heraus, die "Sieben Zwerge" aus dem Märchenreich auf und bitten den Kriminalhauptkommissar a. D. um seine Hilfe bei der Suche nach dem verschwundenen Schneewittchen. Zusammen mit den Enkeln und den Zwergen macht sich "Holmes" mit Hilfe des Sessels auf in das Märchenreich, um den Fall zu klären. Dort versucht gerade ein böser "Schwarzer Magier" (Reiner Heise), zusammen mit anderen finsteren Gestalten der Märchenwelt, die Macht an sich zu reißen, um den Lauf der Märchen zu ändern. Zusammen mit seinen Enkeln stellt sich "Holmes" dem "Schwarzen Magier" und seinen Sympathisanten und deren Plänen entgegen.

Es macht einfach nur richtig Spaß die kurzweilig und bestens unterhaltenden acht jeweils um die dreißig Minuten laufenden Folgen dieser Miniserie zu sehen. Die so liebevoll dargestellten einzelnen Charaktere und Rollen in der Menschenwelt aber auch die Märchenfiguren wie Hexe, Hans im Glück, Rumpelstilzchen, Froschkönig u.v.a. mehr, laden ein zu einer Reise durch die Welt der Werke der Gebrüder Grimm. Die Worte sind schon durchaus passend, mit denen die Serie auf dem Cover des Amaray-Case beworben wird ..."Ein Tatort frei nach den Brüdern Grimm". Die Miniserie bietet wirklich von allem und für jeden etwas, eben im wahrsten Sinne des Wortes allerfeinste und beste familiengerechte Unterhaltung ganz ohne Längen.

Das zur Ansicht kommende Bild von den beiden DVDs dieser Veröffentlichung zeigt sich im Format 4:3 mit einer vom veröffentlichenden Label angegebenen Gesamtlaufzeit von ca. 250 Minuten. Als ich zum Anfang der Wiedergabe den in Textform dargestellten Hinweis und die Entschuldigung für altersbedingte Schäden und Qualitätseinschränkungen sah, war ich schon auf das Schlimmste gefasst. Aber ganz im Gegenteil. Alle acht Folgen der Reihe präsentieren sich mit geradezu knackigen und kraftvoll natürlichen Farben. Schärfe und Kontrast gehen mit ihren gut gesetzten Einstellungen einher mit satten Schwarzwerten im Bild. Die eher selten auftretenden mechanischen Beschädigungen, wie Laufspuren oder auch hin und wieder zu bemerkende kleinere Mängel im Bild, fallen so gut wie nicht auf.

Die Menüs der beiden DVDs sind in ihrer Art und im Stil passend bereits zuvor innerhalb der Reihe "DDR-TV-Archiv" erschienener Veröffentlichungen gestaltet. Mit der im Hintergrund zu hörenden Titelmusik der Reihe von Thomas Natschinski und einigen animierten Filmszenen zeigen sie sich übersichtlich und ansprechend gestaltet.

In Textform dargestellt kann jede der vier Folgen pro DVD zum unmittelbaren Wiedergabestart gebracht werden. Die Möglichkeit alle Folgen einer DVD "am Stück" also ohne Unterbrechung hintereinander abspielen zu können besteht leider nicht. Ein Kapitelmenü wird nicht angeboten, jedoch bieten die einzelnen Folgen in sich einige gesetzte Marker, die bei Bedarf gerne genutzt werden können.

Neben der üblichen Trailershow finden sich noch zwei interessante Filmbeiträge von 1991 als Extras auf den DVDs bei der hier vorliegenden Veröffentlichung. Im Ersten stellt Regisseur Günter Meyer, in etwas mehr wie fünf Minuten, die "Arbeit einer Schnittmeisterin" vor. Bei der für die "Flimmerstunde" gefertigten "Produktionsreportage" ist man ca. sechs Minuten am Set während der damaligen Filmaufnahmen zu der Miniserie mit dabei. Schade nur, dass es bei der Erstellung dieser im Jahr 1991 anscheinend Probleme mit dem Ton gegeben hat. Der Nebenton überlagert derart das gesprochene Wort, dass es schon recht schwerfällt noch etwas zu verstehen. Außerdem gibt es auch noch ein achtseitiges bebildertes und sehr informatives Booklet. Neben Angaben zur Crew und Darstellern finden sich in diesem ein 1990 entstandener Beitrag über "Das Kinderfernsehen der DDR". Fünf weitere im Jahr 1992 erstellte Beiträge stellen den Regisseur Günther Meyer, den Kameramann Wolfgang Braumann sowie die Darsteller Alfred Müller, Ellen Schwiers und Stefan Limprecht vor.

Tonbewertung:
Ein stets in seinen Dialogen sehr gut verständlicher Ton im Format Dolby Digital 2.0 ohne Auffälligkeiten, kommt von den beiden DVDs der vorliegenden Veröffentlichung zu Gehör. Leider werden keinerlei Untertitel für Gehörlose oder Hörgeschädigte angeboten.

Wie schon bei der Regie mit "Spuk-Experten" Günter Meyer blieb man sich auch beim Verantwortlichen für die Musik hier bei "Sherlock Holmes ...und die sieben Zwerge" treu. Mit Thomas Natschinski gewann man abermals einen der profiliertesten und meist beschäftigten Komponisten Deutschlands auch für diese Miniserie. Neben im Laufe seiner beruflichen Arbeit entstandenen mehreren Hunderten Filmmusiken und Ohrwürmern stand er so zb. auch vier Jahre an den Tasten der DDR-Kultband "Karat". Das Team von "Fernsehserien auf DVD" freut sich sehr, den Lesern dieser Rezension einen ganz persönlichen Gruß von Thomas Natschinski, verbunden mit Wünschen für eine "tolle Unterhaltung bei Sherlock Holmes und die sieben Zwerge", übermitteln zu dürfen.

Gesamturteil:
Mit der achtteiligen Miniserie "Sherlock Holmes ... und die sieben Zwerge" bringt das Label "Studio Hamburg" eine wahrlich verzaubernde und herzerwärmende Serienproduktion zur Veröffentlichung auf DVD. Hier stimmt einfach alles. Eine wunderbar fantasievoll und mit Liebe in Szene gesetzte und erzählte Geschichte, nebst allesamt grandios aufspielenden Darstellern. Auch die zur Ansicht kommende Bild- wie auch Tonqualität lässt kaum Wünsche offen. Ganz klare Topempfehlung.

Autor: Torsten
Fernseh-Serien-Auf-DVD.de


Die Verbrechen des Professor Capellari - Limited Edition - Die komplette Serie auf 9 DVDs!
Die Verbrechen des Professor Capellari - Limited Edition - Die komplette Serie auf 9 DVDs!
DVD ~ Sissy Höfferer

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Prof. Capellari komplett auf DVD..., 22. Mai 2011
Inhalt
Professor Viktor Capellari ist Kriminologe an der Uni München. Doch die Theorie allein reicht dem charmanten Junggesellen nicht aus. Immer wieder betätigt sich Capellari als Hobby-Detektiv. Von seinem etwas in die Jahre gekommenen Haus am beschaulichen Starnberger See aus geht der Professor regelmäßig auf Verbrecherjagd und hilft den "echten" Ermittlern zuverlässig auf die Sprünge.

Nachdem in der Vergangenheit, verteilt auf drei Boxen, bereits alle Folgen über "Die Verbrechen des Professor Capellari" auf DVD verlegt wurden, kommt nun, in einer schmucken und auf nur 500 Stück limitierten Collectors Box, die komplette Serie zur Veröffentlichung.

Die komplette Serie, das heißt, siebzehn Folgen in Spielfilmlänge oder auch insgesamt mehr als fünfundzwanzig Stunden Krimizeit der ganz besonderen Art. Es ist das Label "Aviator Entertainment", welches hier alle der von 1998 bis 2004 entstandenen insgesamt siebzehn Folgen, zuzüglich einiger Extras, in dieser einzigartigen Box auf den Markt bringt. Die neun DVDs der hier vorliegenden Collectors Box finden sich zu jeweils drei Stück, einzeln gelagert und entnehmbar, auf drei Jumbo-Amaray-Case verteilt. Ihren sicheren Platz finden die drei DVD-Case zudem in einem passend gestalteten Pappschuber.

Ich gebe gerne zu, das der Darsteller, der des dieser ganz besonderen Krimireihe ihren Namen gebenden "Professor Viktor Capellari", gespielt von Friedrich von Thun, einer meiner absoluten Favoriten unter den deutschen Schauspielgrößen ist. Er spielt hier aber nicht nur die Hauptrolle, sondern lieferte zugleich auch noch die Idee zur Reihe und ist zum Teil auch mit an den Drehbüchern beteiligt.

Neben der durch Friedrich von Thun mit viel Feinheit und einer herrlich erfrischend dargestellten gehörigen "Portion Schalk im Nacken" verkörperten Rolle des Dozenten für Kriminologie an einer Münchner Uni, überzeugen aber auch all die anderen zu erlebenden Darsteller bei und in dieser Reihe. Eigentlich hat hier wirklich eine jede, der in dieser Krimireihe zu sehenden Figuren, mit ihren so liebenswert aufgezeigten Wesen, in ihrer Art der schauspielerischen Umsetzung, größtes Lob verdient.

Ganz besonders gefällt mir, der in den ersten acht zu lösenden Fällen der Reihe, als Vater des "Professors Viktor Capellari" zu erlebende Schauspieler Karl Schönböck (1909-2001). Dieser gibt seinem Jungen, zusammen mit dessen Haushälterin "Hermine Feichtlbauer" (Irm Hermann), mehr wie nur einmal Rückendeckung, wenn sich "Professor Viktor Capellari", der in seiner Freizeit in bester "Sherlock Holmes-Manie" als passionierter Freizeit-Detektiv unterwegs ist, wieder einmal selbst höchst verdächtig gemacht hat.

Nicht selten gerät "Professor Viktor Capellari" während seiner Ermittlungen dabei mit den eigentlich für den Fall verantwortlichen Profiermittlern, dargestellt in der Figur der Kommissarin "Karola Geissler" (Sissy Höfferer) und der des Kommissars "Horst Kreulich" (Gilbert von Sohlern), aneinander.

Dabei verbindet dem Professor mit der Kommissarin "Geissler" eine schon recht offensichtliche, aber von beiden anfänglich zumindest noch ungern zugegebene, Sympathie miteinander. Für den Zuschauer freilich bedeutet dieses immer wieder neue Katz-und Mausspiel zwischen den beiden, gepaart mit deren einfach nur köstlich zu benennen spitzfindigen Wortgefechten voller Ironie, einfach nur allerbeste Unterhaltung.

In späteren Folgen bekommt der Professor dann auch noch mehr oder weniger als Unterstützung zu bezeichnende Hilfe durch seinen Halbbruder Bruno Buchwald (Dietrich Siegl). Ebenfalls eine nicht unerhebliche Rolle spielt in einigen der Fälle, die beim Professor zur Untermiete wohnende und sehr attraktive Studentin "Maria Contro" (Liane Forestieri).

Mit einer laut dem Label angegebenen Gesamtlaufzeit von immerhin stolzen ca. 1540 Minuten kommen die insgesamt neun DVDs dieser Veröffentlichung, im Bildformat 16:9, zur Ansicht. Präsentieren sich die Farben zumeist noch recht ausgewogen und natürlich, sind besonders bei den etwas älteren Folgen die Einstellungen bei Schärfe und im Kontrast leider nicht immer optimal getroffen. Gerade auch bei diesen Folgen machen sich dann hin und wieder, besonders unter erschwerten Lichtverhältnissen und Aufnahmemomenten, Rauschen im Einklang mit zum Teil auftretenden Unruhen, bis hin zu einem grobkörnig wirkenden Bild bemerkbar. Zwar wird das Bild im Laufe der Zeit und zunehmender Folgenzahl in seiner Qualität etwas besser, jedoch kann es für eine so relativ zeitnah entstandene Produktion nicht gänzlich überzeugen.

Mit einigen interessanten Animationen und der Titelmusik im Hintergrund zeigen sich die übersichtlich und bedienerfreundlich gehaltenen Menüs im einheitlichen Stil bei allen DVDs dieser Veröffentlichung. Bis auf die Neunte beinhaltet jede der anderen DVDs bei dieser Veröffentlichung jeweils zwei Folgen der Reihe, welche unmittelbar aus dem Menü heraus zur Wiedergabe gestartet werden können. Ein Kapitelmenü kommt nicht zur Ansicht, jedoch sind innerhalb der Episoden einige Marker gesetzt. Die Extras fallen etwas dürftig aus. In einem ca. sieben Minuten laufenden Extra unter dem Titel "Interview mit Friedrich von Thun", sieht man Selbigen, zuzüglich einiger Filmszenen, in der Sendung "Mittags-Magazin" von der zweiten der DVDs. Auf nicht einmal eine ganze Minute Laufzeit, bringt es das zweite Extra "Am Set mit Ulrike Folkerts" von der dritten DVD bei dieser Veröffentlichung. Auf leider auch gerade einmal knapp zwei Minuten beläuft sich das dritte Extra, welches auf der neunten DVD dieser Box zu finden ist. In diesem ist Friedrich von Thun unter der Beitragsüberschrift "Gentleman auf Verbrecherjagd" in der ZDF-Sendung "Leute heute" zu Gast.

Tonbewertung:
Ein in seinen Dialogen zumeist gut verständlicher deutscher Ton im Format Dolby Digital 2.0, kommt von den DVDs dieser Veröffentlichung zu Gehör. In seinen klanglichen Eigenschaften ist er relativ mittig und unauffällig. Größere erwähnenswerte Mängel fielen mir nicht während der Wiedergabe auf. Leider fehlen die Untertitel für Hörgeschädigte oder Gehörlose.

Gesamturteil:
Etwas ganz Besonderes kommt hier mit der auf nur 500 Stück limitierten Collector Box mit der kompletten Serie und deren siebzehn Folgen in Spielfilmlänge, durch das Label "Aviator Entertainment", zur Veröffentlichung. Die Reihe besticht mit einer geradezu einmalig gelungenen Art der Umsetzung mit einem Mix aus bestens unterhaltenden und in Szene gesetzten kriminalistischen Fällen, die zudem auch noch zusätzlich mit jeder Menge Humor in sich, überzeugen. Ein hervorragend aufspielender Friedrich von Thun als Professor "Viktor Capellari" nebst all den anderen überaus passend besetzten Rollen lassen die mehr als fünfundzwanzig Stunden Gesamtlaufzeit von den neun DVDs der hier zur Veröffentlichung kommenden Box, wie im Fluge vergehen. Top-Empfehlung.

Autor: Torsten
Fernseh-Serien-Auf-DVD.de


Straßenfeger 19 - Kommissar Freytag [4 DVDs]
Straßenfeger 19 - Kommissar Freytag [4 DVDs]
DVD ~ Konrad Georg
Preis: EUR 19,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kommissar Freytag auf DVD..., 21. Mai 2011
Inhalt
Der äußerst charismatische Kommissar Freytag hat es in seinen Fällen mit den unterschiedlichsten Straftaten von Erpressung über Raub bis Mord und Totschlag zu tun. Zu Freytags Team gehören sein Assistent Peters sowie der Kriminalbeamte Junkermann und Inspektor Steinauer. Interessante Hinweise liefern auch die Laborchemiker Dr. Kamberger und später Dr. Stephan. Zu Hause wird Freytag von Ehefrau Hilde und seiner Tochter Franziska unterstützt.

Die Krimiserie Kommissar Freytag ist nicht nur eine beliebige Serie unter vielen. Die aus dem Jahr 1963 stammende Krimiserie ist der Vorläufer der deutschen TV-Krimis.

In insgesamt 39 Folgen, von denen 37 Folgen veröffentlicht wurden, ermittelte Kommissar Freytag rund um München jeweils 25 Minuten (bis Folge 14 nur 21 Minuten). Die durchweg spannenden Geschichten schrieb Bruno Hampel, dessen Handschrift Kultserien wie Der Kommissar", Der Alte" , Derrick" und sogar Tatort" prägte.

Die Machart erinnert stark an die zu dieser Zeit sehr erfolgreiche Edgar Wallace Reihe, wenn bereits im Vorspann ein nicht zu identifizierender Mann begleitet von eindringlicher Musik nachts durch einen unheimlichen Stadtteil läuft, der Fokus auf die überlauten Schritte des Mannes gelenkt wird, nur um ihn dann am Ende einer Treppe ins Licht treten zu lassen und als Kommissar Freytag zu enttarnen.

Trotz des hohen Alters von mehr als 40 Jahren, ist die Bildqualität außerordentlich gut. Dies liegt vor allem daran, dass Veröffentlichungen aus der Strassenfeger-Reihe digital restauriert wurden. Erfreulicherweise wurde dies so dezent durchgeführt, dass keine Verfälschungen des Bildeindrucks durch die Bearbeitung entstehen. Auch wenn einzelne Verschmutzungen und Beschädigungen des Ausgangsmaterials auf diese Weise noch zurückbleiben, fallen diese kaum störend ins Gewicht und müssen als altersbedingt unvermeidbar eingestuft werden. Insbesondere TV-Serien mit einem Alter von deutlich über 40 Jahren, sind technisch bedingt nicht mehr in perfektem Zustand.

Überraschend gut fallen Bildschärfe, Helligkeit und Kontrast aus. Andere Schwarz-Weiß-Produktionen leiden häufig unter Schärfe- und Kontrastproblemen. Aufgrund guter Bildbearbeitung wurden diese Probleme vermieden, soweit es das Ausgangsmaterial erlaubte. Typische Schwierigkeiten überstrahlender und damit erheblich störender weißer Flächen bleiben daher ebenfalls aus. Das Bild erscheint insgesamt durchgehend ausgewogen und in sich stimmig.

Die Inszenierung ist für die endenden 60er Jahre typisch ruhig und einfach. Weder gewaltige Actionszenen, noch Kamerafahrten oder dergleichen lenken von der Handlung ab. Die Handlung verläuft ruhig und behäbig, die Auflösung der Fälle erfolgt jedoch laufzeitbedingt sehr schnell und in einer ruhigen Erzählweise. Auch die Schauplätze sind einfach gehalten. Abgesehen von wenigen Außenaufnahmen rund um München, spielt die Handlung überwiegend in für die Zeit typischen Wohn- und Büroräumen.

Das Menü der DVDs erlaubt die Auswahl zwischen den einzelnen Krimifolgen und Werbefilmen über die Straßenfeger-Reihe. Das Menü ist einfach und funktional, aufgrund der Animation aber sehr ansehnlich. Für Fans der Reihe besonders erfreulich ist die Konstanz der optischen Gestaltung des Menüs über die ganze Reihe.

Tonbewertung
Der Ton liegt im Format Dolby Digital 2.0 Mono vor. Zeittypisch wurde dieses Format aufgrund der recht einfachen Endgeräte als völlig ausreichend ausgewählt. Aufgrund der ruhigen und dialoglastigen Erzählweise fällt dem Zuschauer die Einfachheit des Tones kaum auf. Lobend zu erwähnen ist's daher auch, dass auf technische Erweiterung des Tonformates durch Neuabmischung verzichtet wurde. Sprachauswahl ist naturgemäß nicht vorhanden, auf Untertitel wurde verzichtet.

Die Dialoge sind gut zu verstehen, auch wenn zeittypisch in vielen Szenen Musik als Mittel zur Steigerung der Dramaturgie eingesetzt wird. Aus heutiger Sicht eher ungewohnt, würde gerade Krimis der 60er Jahre ein wichtiges Element fehlen, welches das Flair der Filme ausmacht. Und wenn auch die Musik zeitweise etwas zu laut wirkt, ist gerade dieser Umstand schon bei Produktion der Serie beabsichtigt gewesen und daher keinesfalls der Veröffentlichung zuzuschreiben.

Insgesamt dürfte der Ton zwar deutlich basslastiger ausfallen, jedoch ist dies ein häufig auftretendes Phänomen, welches wohl auf der in dieser Zeit gängigen Aufnahmetechnik zuzuschreiben ist. Daher kann das Tonerlebnis als altersgemäß sehr gut eingestuft werden.

Gesamturteil
Kommissar Freytag ist das Urgestein des deutschen Fernsehkrimis, das an Spannung auch aus heutiger Sicht nichts verloren hat. Auch wenn Kommissar Freytag sicherlich heute im Vergleich zu anderen Fernsehkrimis etwas altbacken wirken mag, macht es nicht zuletzt aufgrund der erstklassigen Besetzung Spaß, die Ursprünge des deutschen Krimis zu Verfolgen. So kann man etwa einen noch unbekannten Rolf Schimpf als Tatverdächtiger bewundert werden, der später mit Der Alte" seine eigene Krimiserie bekommen soll. Nicht zuletzt aufgrund der nur kurzen Laufzeit von unter einer halben Stunde bekommt der geneigte Krimifan die perfekte Unterhaltung für zwischendurch.

Autor: Christian
Fernseh-Serien-Auf-DVD.de


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