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faustino888 (Tokyo)

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Bhagwan, Che und ich: Meine Kindheit in den 70ern
Bhagwan, Che und ich: Meine Kindheit in den 70ern
Preis: EUR 5,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zeitreise ohne Belehren zu wollen ..., 7. Juni 2013
Die Autorin laesst uns teilhaben an einer Bewegung, die besonders in den 1970-ern fuer emotionale Auseinandersetzungen auf verschiedenen politischen und gesellschaftlichen Ebenen gefuehrt hat. Antiautoritaere Erziehung der 68-er war das Resultat einer Auseinandersetzung mit den Normen und Werten der Kriegsgeneration, die ein Grossteil der jungen Menschen in dieser Form weder praktizieren noch weitergeben wollte. Aufbegehren und Demonstrationen gegen das bestehende Gesellschaftssystem und seine Vertreter und das Ausprobieren alternativer Lebensformen praegten neben dem Terrorismus seinerzeit das Bild der Bundesrepublik Deutschland. Bhagwan/Osho inszenierte sich als indischer Weltverbesserer und fand Gehoer, Bewunderung und Zulauf aus der Jugend der westlichen, vor allem europaeischen Welt. Ob es seine Inhalte waren, die voellig neue, zuvor fremde Philosophie oder einfach nur der Umstand, dass Bhagwan besonders von den Eltern und zumeist Etablierten abgelehnt wurde, was ihn in den AUgen seiner zumeist jungen Juenger so attraktiv erscheinen liess, sei dahingestellt. Die Autorin zumindest raeumt mit dem Urteil auf, dass tatsaechlich mit den 68-ern alles besser und menschlicher wurde. Besonders mit dem Mythos antiautoritaere Erziehung hat sie so ihre Probleme und weist sie das eine oder andere Mal als Unfaehigkeit der Eltern, Verantwortung zu uebernehmen bzw. als Desinteresse an den eigenen Kindern und puren Egoismus aus. Kinder konnten auch stoerend sein bei dem Versuch, das Leben zu geniessen. Aehnliche Skepsis befaellt sie bei den "Machenschaften" von Bhagwan und seinen Juengern, ohne ihn und diese dabei zu verteufeln.
Trotz der eigenen Betroffenheit gibt die Autorin ein scheinbar sehr objektives und emotionsfreies Bild der damaligen Zeit wieder, in der nicht alles Gold war, was glaenzte und Glorifizierung keineswegs angebracht erscheint. Dennoch hat diese Zeit einen immens grossen und bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung der Bundesrebublik Deutschland bis hin in unsere heutigen Tage gehabt, was angesichts der Ausfuehrungen nur zu erahnen ist. Ein wichtiges Zeitdokument zur Einordnung gesellschaftlicher Veraenderungen.


Einfache Gewitter: Roman
Einfache Gewitter: Roman
von William Boyd
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein wenig überzeugendes Ende ..., 15. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Einfache Gewitter: Roman (Taschenbuch)
Boyd beherrscht das gesamte Spektrum literarischer Darbietungen. Von der Satire bis hin zum Kriminalroman weiss er zu gefallen, auch wenn der vorliegende Roman, ohne dabei zu detailliert auf die Inhalte eingehen zu wollen, ein wenig an der Oberfläche bleibt und mit einem Ende aufwartet, das keineswegs zu überzeugen, geschweige denn zu gefallen weiss. Boyd nimmt die Idee auf, einen Menschen, Adam Kindred, mit einem Mord, den er nicht begangen hat, in Berührung zu bringen und ihn daraufhin seiner Identität zu berauben. Der Flüchtige taucht unter und findet sich auf der Kehrseite des Lebens wieder. Sein ehemaliges Leben ist dahin, er muss auf den Strassen Londons überleben, ohne sich in das normale Leben integrieren zu können. Parallel zu Adams Leben verläuft das der weiteren Akteure, die seinem Leben nachstellen bzw. mit dem Fall verbunden sind. Boyd schafft es, immer wieder zu springen und die Schicksale schlüssig miteinander zu verbinden. Kurzweilig, spannend und bis zu einem bestimmten Punkt, wenn auch konstruiert, auch logisch. Bis auf das Ende, das so plötzlich erscheint, wie es "hingeschmiert" scheint, als hätte Boyd keine Lust mehr gehabt. Nicht überzeugend, dennoch für den Verlauf noch eine durchschnittliche Bewertung. Ob das reicht, um zum Roman zu greifen, muss jeder für sich entscheiden.


Gefährliche Begierde
Gefährliche Begierde
von Tess Gerritsen
  Broschiert

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Welche Begierde?, 13. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Gefährliche Begierde (Broschiert)
Gerritsens Kriminalromane entstammen häufig dem Medizinbereich und sind, einfach ausgedrückt, überdurchschnittlich spannend. Das kann man vom vorliegenden Kriminalroman leider nicht behaupten. Ohne explizit auf den Inhalt eingehen zu wollen, ist dieser zu fast jedem Zeitpunkt vorhersehbar und frei von jeglichen Überraschungen und Wendungen, die eine Geschichte erst spannend und lesenswert machen. Hinzu kommen Klischees, von denen man fast behaupten möchte, das diese typisch amerikanisch sind und das Lesen des Romanes keinesfalls zum Spass machen und eine gewisse Leere beim Leser hinterlassen, der das Gefühl bekommt, seine Zeit mit einem Roman zu verschwenden, der es eigentlich nicht wert ist, gelesen zu werden. Warum dieser Roman überhaupt nach so vielen Jahren noch ins Deutsche übersetzt wurde, will sich mir nicht erschliessen, denn er ist keineswegs dazu angetan, den guten Krimiruf der Autorin zu untermauern. Im Gegenteil


Gefährliche Liebschaften (insel taschenbuch)
Gefährliche Liebschaften (insel taschenbuch)
von Choderlos de Laclos
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfides Treiben ohne Rücksicht auf andere, 7. Februar 2013
Liebe, Tod, Leidenschaft, Betrug sind die zentralen Themen dieses Briefromanes, der im 18. Jahrhundert geschrieben, mit seinen Inhalten auch heute noch Gültigkeit besitzt. Die Sprache ist dabei für heutige Zeiten gewöhnungsbedürftig, ebenso die Form des Briefwechsels, in dem die Geschichte erzählt wird. Für de Merteuil und de Valmont ist Liebe ein Spiel, in dem man sich anderer Menschen bedient, um zu bekommen, wonach die Natur schreit. Das dabei die jeweils anderen, die Gefühle investieren, auf der Strecke bleiben, interessiert sie nicht. Es geht für sie ausschliesslich um sie selbst. In Briefform werden die jeweiligen ANsichten und Absichten dokumentiert und dem Leser deutlich gemacht, mit welch perfiden Methoden um die Gunst derer gebuhlt wird, die ausgenutzt werden sollen. Auch heute noch in dieser Form von Gültigkeit. Lesenswerter Einblick in das Denken und Handeln, aber auch in die Werteskala der reichen und Mächtigen in zurückliegender Zeit. Zeitdokument.


Ecstasy: Drei Romanzen mit chemischen Zusätzen
Ecstasy: Drei Romanzen mit chemischen Zusätzen
von Irvine Welsh
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

3.0 von 5 Sternen Leben in extremer Ausprägung, 7. Februar 2013
Welsh beschreibt in seinen Romanen das Leben von Menschen, die den meisten Lesern in ihrer Ausprägung und Verhalten völlig fremd erscheinen werden. So auch im vorliegenden Band, dass sich mit den Randfiguren unserer Gesellschaft befasst. Um sie uns näher zu bringen bedient sich Welsh einer Sprache, die mit kraftvoll noch vorsichtig umschrieben ist. Seine Sprache ist oftmals ordinär und aggressiv, so wie das Leben derer, die zu Hauptakteuren bei Welsh werden. Die Geschichten sind nicht immer nachvollziehbar und Welsh beschreibt die Aussenseiter, ohne sie uns in ihrem Denken und Handeln wirklich naeher bringen zu können. Vielleicht ist das auch gar nicht möglich und so bleibt der Leser distanziert und wird unterhalten ohne Anspruch auf Belehrung. Welsh kommt oftmals nicht über eine Bestandsaufnahme hinaus. So ist es und so bleibt es. Anspruch auf Änderung nicht möglich. Also machen wir weiter wie bisher und werden zu Beobachtern, gar Voyeuren, von Menschen und Situationen, die uns fremd sind und fremd bleiben. Gott sei dank, möchte man an manchen Stellen sagen.


Der Mythos des Sisyphos
Der Mythos des Sisyphos
von Albert Camus
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sinn durch Sinnlosigkeit, 5. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Mythos des Sisyphos (Taschenbuch)
Camus stellt die Fragen aller Fragen: Welche Sinnhaftigkeit liegt unserem Dasein zugrunde? Gibt es einen Sinn? Warum versuchen wir in unserem Leben einen Sinn zu suchen, wenn schon die Endlichkeit unseres Lebens eine Absurditaet darstellt? Menschen sind die einzigen Lebewesen, die ihrem Dasein einen Sinn (und damit eine Legitimation und Berechtigung) versuchen abzuringen. Doch die gibt es nicht. Auch unsere Versuche, Sinnhaftigkeit durch die Existenz von Gott zu erlangen, ist absurd. Wir haben die Leere unseres Lebens zu akzeptieren, nur so und erst dann werden wir in der Lage sein, diese Sinnlosigkeit durch unseren taeglichen Kampf zu überwinden. Obwohl Camus Werk vor vielen Jahrzehnten geschrieben wurde, regt es heute mehr denn je an, sich über den Sinn und Unsinn seines Lebens Gedanken zu machen und im Idealfall Schlüsse daraus abzuleiten, die dem einzelnen ein mehr selbstbestimmtes und damit sinnhaftes Leben ermöglicht. Auch wenn diese Möglichkeit absurd erscheint, ist es die einzige, die die Absurditaet unseres Daseins überwindet.


EURO 2012: Das Turnier
EURO 2012: Das Turnier
von Detlef Vetten
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen deutlich über dem Durchschnitt liegende Chronik zum Grossereignis EM 2012, 1. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: EURO 2012: Das Turnier (Gebundene Ausgabe)
Während sich die meisten Sportbücher zur EM 2012 auf das reduzieren, was im Grunde dem Betrachter und Leser bereits bekannt ist und eigentlich nur als Erinnerung hervorgerufen werden soll, ist das vorliegende Machwerk eine positive Überraschung auf einem Sportbuchmarkt, der eher durch Schnelligkeit (direkt im Anschluss an das Ereignis muss das Buch vorliegen) als durch Recherche, gute Informationen und ansprechende Texte auffällt. Im vorliegenden Fall ist der Autor durchaus in der Lage, den Leser durch zusätzliche und bisher unbekannte Informationen zu überraschen und den Inhalt kurzweilig zu halten. Die Bilder und Fotoaufnahmen sprechen ebenfalls für sich und der Statistikteil ist durchaus dazu angetan, dass man sich in einigen Jahren noch durchaus an dieses Grossereignis erinnern wird. Nicht nur deshalb, weil die deutsche Mannschaft zu gefallen wusste, sondern auch, weil der Autor sich als Chronist für die Nachwelt hervortut. Kaufempfehlung.


Trabbel für Henry
Trabbel für Henry
von Tom Sharpe
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sprache und Inhalt aus der Feder eines wahren Meisters, 1. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Trabbel für Henry (Taschenbuch)
Genialitaet laesst sich wohl kaum in die Worte einer Rezension fassen und so ist es mir fast unmöglich, nicht überschwenglich über den Herrn der Sprache zu berichten. Sharpe ist ein Meister seines Faches. Er weiss mit Sprache umzugehen, dass es dem Leser schon fast nicht mehr auf den Inhalt ankommen mag. Doch eine interessante Geschichte kommt bei Sharpe immer noch hinzu. Die uns bereits aus Puppenmord bekannten Charaktere laufen erneut zu Höchstform auf und scheinen an den Gesetzmässigkeiten des Lebens zu scheitern. Trotz aller Versuche, sich in diesem zurechtzufinden, sind es immer wieder kleine Episoden, die sie verzweifeln lassen und dem Leser ein lautes Lachen entreissen und dem weniger freien Zeitgenossen wenigsten ein Grinsen ins Gesicht zaubern. Die Geschichte beginnt mit Alltaeglichem und steigert sich in eine konstruierte Terroristengeschichte, die den Akteuren alles abverlangt und dennoch ihre Durchschnittlichkeit unterstreicht. Ein schöner Umstand, denn er ermöglicht es uns, eindeutig Stellung zu beziehen. Ein herrlicher Spass, der auch durch die hervorragende Übersetzung nicht geschmällert wird!


Lonely Planet Reiseführer Hongkong & Macao
Lonely Planet Reiseführer Hongkong & Macao
von A Stone
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Let's go Hong Kong ..., 1. Februar 2013
Keine Stadt der Welt, kein Land der Welt lässt sich durch ein Buch erfahren. Erst recht nicht durch einen Reiseführer, der oftmals schon in dem Moment überholt und veraltet ist, in dem er gedruckt wird. Hinzu kommt die Konkurrenz durch das Internet, das gezielt und aktuell Informationen zu jedem Ort der Welt bereithält. Warum also ein Reiseführer für Hongkong und Macao? Ganz einfach, einen Reiseführer nimmt man mit und kann ihn während seiner "Reise" durch die Stadt immer wieder zu Rate ziehen. So auch mit dem vorliegenden Lonely Planet Exemplar geschehen, das überaus interessante Informationen zur Verfügung stellt und keineswegs den Eindruck machte, sich selbst überholt zu haben. Neben Nützlichem gibt es Interessantes und Historisches zu berichten, dass sich auch im Internet nicht besser dargestellt finden wird. Besonders hervorzuheben sind die Karten, die man sicherlich auch von der Tourist Information abgreifen kann, die sich jedoch daheim sicherlich länger halten werden und dazu angetan sind, nach einigen Jahren Reminiszenz zu halten und sich der schweisstreibenden Aktivitäten in Hongkong zu erinnern, die sich längs des Stadtplanes abgespielt haben. Sehr empfehlenswert für Reisende ohne Vorkenntnisse von Hongkong.


Verachtung: Der vierte Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q Thriller
Verachtung: Der vierte Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q Thriller
von Jussi Adler-Olsen
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Was war das denn? Sind dem Adler etwa die Flügel gestutzt ...?, 1. Februar 2013
Ich oute mich gerne als ausgesprochenen Adler Olsen Fan. Doch diesmal war der Kriminalroman aus seiner Feder, wenn er es denn ist, keineswegs das, was ich unterhaltsam, spannend, interessant und kurzweilig finde. Die Akteure sind die gleichen wie immer, zumindest auf der Seite der Guten, die nicht vorbehaltlos gute Eigenschaften ihr eigen nennen und gerade deshalb so sympathisch wirken. Die Geschichte, die eigentlich keine Erwaehnung verdient, so langweilig und voraussehbar ist sie, beginnt trotz allem recht ansprechend. Das Thema (ohne es hier breit auszutreten) scheint anfaenglich interessant und gerade für uns deutsche Leser nicht ohne Brisanz. Wir scheinen zu erahnen und zu wissen, wovon Adler Olsen sprechen und schreiben wird und wir sehen, dass über unsere Grenzen hinaus Unrecht stattgefunden hat. Recht schnell sind dann auch die Themen angesprochen und die Hauptrollen verteilt. Die Kommissare treffen recht schnell auf die Übeltäter und es bedarf einiger konstruierter Zufälle, um diese dingfest zu machen und hinter Gitter zu bringen. Ein bisschen Selbstjustiz als Motiv lässt erahnen, wie sehr die schlechten Menschen den guten Menschen zugesetzt haben müssen. Am Ende wissen wir dann, was sich am Anfang des Romanes bereits deutlicher, als es uns lieb sein dürfte, abgezeichnet hatte: Eine Geschichte, die voraussehbar recht schnell den handelnden Akteuren ihre Rollen in dem gekünzelt wirkenden Spiel zuweist. Kaum Überraschungselemente, von denen ein Krimi lebt. Das kann er besser, der Adler Olsen.
Trotz alledem für diejenigen, die die ersten 3 Teile der Serie noch nicht kennen: "Erbarmen" und "Erlösung" vom gleichen Autor sind Belege für herausragende Kriminalromane.


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