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Rezensionen verfasst von
Andreas Riese (Oldenburg)
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Lookout 002121 - Caverna, Brettspiel
Lookout 002121 - Caverna, Brettspiel
Preis: EUR 59,95

23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Agricola reloaded, 19. November 2013
= Haltbarkeit:5.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:4.0 von 5 Sternen 
Frisch von der Spielemesse in Essen hatte ich die Gelegenheit, das neue Spiel von Uwe Rosenberg kennenzulernen. Wie die Überschrift schon sagt, ist Caverna offenbar eine Weiterentwicklung von Agricola. Doch bevor ich auf die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu sprechen komme, will ich zunächst schildern, worum es geht.

Caverna ist ein Workerplacement Spiel. Das heisst, man hat eine bestimmte Anzahl Spielfiguren ("Arbeiter") und plaziert diese reihum auf Aktionsfelder. Wenn ein Feld schon belegt ist, dann ist es halt belegt.
Die Arbeiter sind hier ein Clan von Zwergen und die Aufgabe ist, das eigene Tableau möglichst geschickt vollzubauen und - über Umwege - mehr Siegpunkte als die lieben Mitspieler zu ergattern.

Während bei Agricola ein Bauernhof aufzubauen ist, besteht hier das Tableau je zur Hälfte aus einer Höhle und dem angrenzenden Wald. Die Höhle gilt es auszubauen, während der Wald nach entsprechender Bearbeitung für Viehzucht und Ackerbau zur Verfügung steht.
Man startet mit zwei Zwergen, die sich im Laufe des Spiels vermehren können. Aber mehr Arbeiter bedeuten auch mehr hungrige Mäuler, die es zu stopfen gilt!

Was zunächst auffällt, ist der hohe Preis von derzeit über 60€. Der setzt sich offenbar aus der Fülle an Spielmaterial zusammen: Die erste Viertelstunde des Abends ist man mit Aufbau beschäftigt und auch für den ordnungsgemäßen Abbau sollte man genügend Zeit einplanen. Das Material selbst ist liebevoll gestaltet, das Spiel macht einen sehr hochwertigen Eindruck.

Der Hauptunterschied zu Agricola ist das fehlende Zufallselement (mit Ausnahme der Ermittlung des Startspielers). Es gibt keine Handkarten, diese sind durch offen ausliegende Sondergebäude ersetzt. Beim Spiel selbst fällt schnell auf, dass Caverna weniger ein Mangelspiel ist. Das Ernähren der Arbeiter fällt wesentlich leichter als beim Vorgänger, so dass man sich schneller auf die beste Strategie zur Siegpunktmaximierung stürzen kann.

Wie bei allen guten Strategiespielen gibt es viele verschiedene Wege zum Sieg. Baut man lieber Höhlen um Erz und Rubine zu schürfen oder holzt man den Wald ab, um Ackerbau und Viehzucht zu betreiben? Nutzt man das Erz, um die Zwerge mit Waffen auszurüsten und auf Streifzüge zu schicken? Und wieso belegt mein Mitspieler genau das Aktionsfeld, das ich jetzt brauche?

Auch das Problem ist bei Caverna angenehm gelöst: Es gibt ein Aktionsfeld "Nachahmung", mit dem man eine Aktion eines Mitspielers einfach nachahmen kann. Im Spiel zu siebt ist das erste Nachahmung-Feld sogar kostenlos, für alle anderen muss ein Obulus in Form von Nahrungseinheiten entrichtet werden.
Durch die Menge von Aktionsmöglichkeiten funktionert das Spiel auf mit 7 Personen wunderbar. Man sollte aber viel Zeit einplanen, die angegebene Dauer von 30 Minuten pro Mitspieler schafft man nur bei sehr zügigem Spiel.

Caverna ist ein sehr komplexes Spiel und richtet sich an Spieler, die die letzten Jahre mit Puerto Rico, Caylus und Co verbracht haben und denen die Siedler von Catan zu simpel und zu glückslastig sind. Die Lernkurve ist dabei etwas flacher als beim Vorgänger und Vorbild Agricola, aber gerade das gefällt mir ziemlich gut: Man ist weniger mit der Pflicht (Vermeidung von Minuspunkten) als mit der Kür beschäftigt.


Fly from Here
Fly from Here
Preis: EUR 19,93

31 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Des Dramas zweiter Teil, 1. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Fly from Here (Audio CD)
Rund 10 Jahre nach dem letzten Studioalbum Magnification veröffentlichen die alten Herren von Yes einen neuen Silberling. Die Abwesenheit Jon Andersons (der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr so viel touren möchte) haben eine Neuauflage des "Drama"-Lineups ermöglicht: Neben den Herren Squire, White und Howe sind die Buggles Trevor Horn (mittlerweile ein äußerst erfolgreicher Produzent) und Geoff Downes ergänzt um Sänger Benoît David ins Studio gegangen, um einen neuen Silberling zu produzieren.

Wie Bassist und Gründungsmitglied Chris Squire im Vorfeld verlauten lies, sollte das neue Album alles Yes Fans der wichtigsten Phasen in den 70ern und 80ern ansprechen: Ein 20 minütiger Longtrack plus radiotauglicher Pop, glatt produziert von Trevor Horn, der ja sich auch für 90125 mit dem Hit "Owner of a Lonely Heart" verantwortlich zeichnete.

Los geht es mit dem Longtrack: eine Suite bestehend aus einzelnen Songs. Wenn man genauer hinhört, findet man mehrere rote Fäden, die das ganze zusammenhalten: Das "Madman At The Screens" Thema z.B. wird schon in der Overture zitiert, das "We Can Fly" Thema kehrt am Ende wieder zurück. Die Übergänge gefallen mir nicht so gut: ein einzelner Song wird erst komplett ausgespielt, bevor der nächste beginnt. Da kommt nicht unbedingt das Gefühl auf, dass alles zusammengehört. Bis auf den Instrumentalteil "Bumpy Ride" (Howe) stammt alles aus der Feder der Herren Horn/Downes und wurde größtenteils Anfang der 80er Jahre zu Buggles/Drama Zeiten geschrieben. Die Qualität des Materials ist aber durchgehend gut: Knackiger Bass, stetes Gitarrengefiddel, dezente Keyboards und die glockenhelle Stimme Davids, der seine Sache wirklich gut macht.

Die zweite Hälfte des Albums besteht aus recht unterschiedlichen Songs: "The Man You Always ..." (Squire, der auch den Leadgesang übernimmt) und "hour Of Need" (Howe) sind simple gitarrenlastige Popstücke, die man auch im Radio hören könnte, "Life On A Film Set" wieder eine aufgepeppte Buggles-Nummer, "Solitaire" ein akustisches Steve-Howe-Solostück und zum Abschluß die einzige Bandkomposition: "Into The Storm", ein Rocker, der zunächst vor sich hin dudelt, aber in ein großartiges Finale mündet.

Im Gegensatz zu den letzten Yes-Alben fällt auf, dass ein Großteil der Songs von Gitarren geprägt wird: Fast immer eine Akustische im Hintergrund, die Leadgitarre hat auch ständig zu tun. Steve Howe hat sich bei den letzten Alben darüber beschwert, dass seine Gitarre in den Hintergrund gemischt wurde. Diesmal dürfte er nichts zu meckern haben.

Komme ich zum schwierigsten Teil dieser Rezension: der Punktevergabe. Man muss sich darüber im Klaren sein, in welchen Kontext Fly From Here gestellt werden muss. Mit Close To The Edge kann man das vorliegende Werk nicht vergleichen, muss man aber auch nicht. Nach mehrmaligem Hören bin ich der Meinung, dass hier das stärkste Album seit dem Ende der YesWest Ära vorliegt (hätte Horn doch nur auch Keystudio produziert ...). Die alten Herren werden sicher keinen Singlehit landen (in den von Lady Gaga dominierten Charts haben sie auch nichts zu suchen). Yes klingen frisch, sie bedienen ihre Zielgruppe perfekt und liefern glattpolierten Artpop mit sehr vielen Prog-Sprengseln. Ich runde daher 4,5 Sterne zu fünfen auf. Wohl wissend, dass Close To The Edge und Relayer auf dieser Skala mindestens 7 Sterne verdient hätten!
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 17, 2011 10:10 PM MEST


Drama
Drama
Preis: EUR 9,00

15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Drama? Und was für eins!, 19. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Drama (Audio CD)
Angeblich soll Drama ein äusserst umstrittenes Album sein, es teile die Yes-Fans in zwei Lager. Nur, wo ist heute das andere Lager, also das Lager, das Drama eher negativ sieht, geblieben? Zurecht!
Aber fangen wir vorne an: die Paris-Sessions waren gescheitert, Jon Anderson weg, Rick Wakeman im Schlepptau. Die verbliebenen Mitglieder bekamen Besuch von ihren Studio-Nachbarn: die Buggles Trevor Horn und Geoff Downes, die just mit "Video Killed The Radio Star" die Hitparaden stürmten. Da die beiden sich auch noch als Yes-Fans outeten, wurden sie kurzerhand in die Band aufgenommen. Downes an den Keyboards und Horn als Sänger und Produzent. Das vorliegende Album ist vom ersten bis letzen Ton ein Beweis, wie hervorragend diese Symbiose funktioniert hat. Traumhafte Melodien, eine stetig frickelnde Gitarre von Steve Howe, ein knackiger Bass von Chris Squire und darüber die klare Stimme von Trevor Horn. Mit Nummern wie "Machine Messiah", "Into The Lens" und "Tempus Fugit" rocken die Herren die Gehörgänge und laden zum Schweben mit geschlossenen Augen in anderen Dimensionen ein.
Für mich ist Drama die perfekte Blaupause für den Progressive Rock der 80er, wie er hätte sein können. Die vorliegende Ausgabe wurde reichlich um Bonustracks erweitert: Singles, Demos, Unveröffentlichtes, was das Sammlerherz begehrt. Volle 5 Sterne!
Tja, so hätte der Progressive Rock in den 80ern klingen können. Leider kam es anders: Trevor Horn erwies sich live doch nicht als stimmsicherer Nachfolger Andersons und verliess Yes nach der Tournee, um ein ganz großer Produzent zu werden. Howe und Downes gingen zu Asia. Yes lösten sich auf.
Squire und White gründeten mit dem südafrikanischen Musiker Trevor Rabin eine Band namens Cinema. Aber das ist eine ganz andere Geschichte ...


Elo 2
Elo 2
Preis: EUR 11,99

18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassik-Rock Experimente Teil 2, 2. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Elo 2 (Audio CD)
Der zweite Streich des Orchesters aus Birmingham/England klingt ähnlich experimentell wie das Debüt-Album, ist also noch weit entfernt vom Radiopop der Mittsiebziger Erfolgsalben wie "Out Of The Blue" oder "A New World Record". Dafür kommen die Fans des Progressive Rock voll auf ihre Kosten: Longtracks, Taktwechsel, reichhaltige Instrumentierung und Musiker, die etwas von der Materie verstehen.
Allen voran vermögen die beiden Boogies zu überzeugen: "In Old England Town" mit schleppendem Rhythmus und intelligentem Text und die pure Spielfreude in "From The Sun To The World". Auf eben diesen Tracks fiddelte Co-Gründer Roy Wood noch mit, bevor er die Band verließ und somit Jeff Lynne die Fäden als kreativer Kopf zog.
Dazu "Momma", nicht mehr als ein nettes Liedchen, das sicher auch als 3:30 Single funktioniert hätte. Und "Kuiama", bis heute der längste Track von ELO.
Am auffälligsten sticht jedoch eine Coverversion hervor: Chuck Berrys Klassiker wird von Beethovens Fünfter geradezu überrollt, eine perfekte Symbiose von Klassik und klassischem Rock'n Roll! Eine radiotauglich verkürzte Version wird zum Singlehit und live zeigen die Jungs im Verlauf der 70er Jahre zu eben diesem Stück, wie man als Rock'n Roller auch ein Cello virtuos malträtieren kann (ähnlich wie Angus Young mit seiner Gitarre).

Die vorliegende CD ist ein Remaster und siehe da: sie klingt, als wären die Mannen um Jeff Lynne erst gestern im Studio gewesen. Als weitere Kaufanreize wurden die 5 Stücke um 8 Bonustracks ergänzt: Neben der Single "Showdown" nebst B-Seite (eher überflüssige Instrumentalversion von "In Old England Town") gibt es frühe Studioaufnahmen und damals unveröffentlicht gebliebene Songs. Ich empfehle Roll Over Beethoven (Take 1) mit dem gelachten Intro!

Das zweite Album des Electric Light Orchestra sprüht nur so vor Ideenreichtum und läßt dabei allzu experimentelles Geschrammel außen vor - anders als auf dem ersten Album, das streckenweise doch zu sehr gegen des Rockfans Hörgewohnheiten verstößt. Fazit: Volle Punktzahl, auch weil die auswahl der Bonustracks zu überzeugen weiß!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 11, 2012 3:54 PM MEST


Mörderische Tage:: Julia Durants 11. Fall (Knaur TB)
Mörderische Tage:: Julia Durants 11. Fall (Knaur TB)
von Andreas Franz
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mäßig spannend, 2. November 2009
Vielleicht erwarte ich ja zuviel von einem deutschen Top-Krimiautor, dessen Trefferliste bei Amazon mehrere Seiten füllt. Vielleicht bin ich als Leseratte auch zu verwöhnt. Es ist nicht unbedingt der Schreibstil Franz', der mich stört. Vielmehr erwarte ich von einem Krimi, das er mich von der ersten bis zur letzten Seite fesselt.
Die von vielen Reszensenten bemängelte Häufung an Hochbegabten - naja, warum nicht. Könnte man eine gute Story draus machen. Was mich eher stört, ist:
- der Klappentext verrät viel zu viel. Von Anfang an wird die völlig ausgebrannte Ermittlerin Julia Durant in den Himmel gelobt mit ständigen Hinweisen auf den bevorstehenden wohlverdienten Erholungsurlaub. Leider erfährt der Leser auf der Rückseite von einem Ereignis, das sich erst sehr spät ereignet.
- statt Spannung zu erzeugen, ergeht sich Franz in blutrünstigen Schilderungen der Taten.
- und was mich persönlich auch immer stört: Mein persönlicher Tatverdächtiger Nummer Eins war es tatsächlich. Die Auflösung geschieht ziemlich plötzlich ohne weitere Überraschungen, als ob der Autor keine Lust mehr gehabt hätte und das Buch noch irgendwie zuende führen wollte.

Vorerst werde ich von diesem Autor jedenfalls meine Finger lassen.


E.L.O. 1
E.L.O. 1
Preis: EUR 11,99

16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wildes Cello-Geschrammel, 12. März 2007
Rezension bezieht sich auf: E.L.O. 1 (Audio CD)
Eines vorweg: Mit Alben wie Out Of The Blue und Eldorado, mit Hits wie Telephone Line, Evil Woman oder Mr. Blue Sky hat der Erstling des Orchesters aus Birmingham/England noch nicht viel zu tun.

Aus der Hitparadenband The Move (Fire Brigade, Blackberry Way, etc.), die zu dem Zeitpunkt aus Roy Wood, Jeff Lynne und Bev Bevan bestand, bildete sich das experimentelle Projekt Electric Light Orchestra. Das erste Album sollte der Versuch sein, die Vorstellungen von Wood und Lynne unter einen Hut zu bringen. Insbesondere die von Roy Wood stammenden Stücke wirken aus heutiger Sicht sehr sperrig. Kann Whisper In The Night noch durch Woods schaurig schönen Gesang überzeugen, wirkt Battle Of Marston Moor doch sehr befremdlich. Der Versuch, klassische Musik mit Rock zu kombinieren, resultierte in wildem Cello-Geschrammel.

Jeff Lynne sagte mal, ELO wollten da weitermachen, wo die Beatles mit I Am The Walrus aufgehört hatten. Der Opener (und erste kleine Single-Hit) 10538 Overture geht stark in diese Richtung: Ein rhythmischer Song mit Ohrwurm-Melodie und begleitenden Streichern, die sich nicht allzustark in den Vordergrund drängten. Vor allem in Hinblick auf den Ausstieg Roy Woods just nach diesem Album gibt dieses Stück noch am ehesten die Richtung vor, in die sich das Electric Light Orchestra in den darauffolgenden Jahren begeben sollte.

Ich habe mich entschieden, dem Album 4 Sterne zu geben. Abgesehen von einigen sehr gewöhnungsbedürftigen Passagen macht das Album einfach Laune. Anspieltipps: Neben dem schon erwähnten 10538 Overture: Mr. Radio und das Instrumental First Movement. Zu letzterem Stück die Stereo-Anlage voll aufdrehen, den Feudel schwingen und schon erledigt sich der Frühjahrsputz wie von selbst!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 30, 2013 3:57 PM MEST


Kaizers Orchestra - Viva La Vega
Kaizers Orchestra - Viva La Vega
DVD ~ Kaizers Orchestra
Wird angeboten von MEDIMOPS
Preis: EUR 23,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kaizers live im Wohnzimmer, 6. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Kaizers Orchestra - Viva La Vega (DVD)
Wer schon einmal das Glück hatte, die norwegischen Ölfassverklopper live zu erleben, wird dieses Erlebnis nicht so schnell vergessen. Mit dieser DVD wird das heimische Wohnzimmer zum kochenden Konzertsaal. Kaizers Orchestra vor einem dänischen Publikum zu erleben ist nicht mit den Konzerten, die ich bisher (in Deutschland) gesehen habe, zu vergleichen. Die große Textsicherheit des Publikums fällt sofort ins Auge und Ohr: Sogar ein komplettes Lied singen die dänischen Fans, nur begleitet von der Pumporgel!

Insgesamt 4 Stunden Laufzeit bietet diese DVD dem Kaizers Fan. Im Mittelpunkt steht natürlich das Konzert in voller Länge mit allen Zugaben. Daneben gibt es 4 Musikvideos und Dokumentationen über das Album, die Tour, Socken und Rock'n Roll.

Nur eines darf man mit dieser DVD nicht machen: sie zu leise hören. Am besten die Nachbarn auch mit dem Kaizers Fieber anstecken! Ompa!


Forever Faithless/Basic
Forever Faithless/Basic
Preis: EUR 7,99

19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Fans und die es werden wollen, 20. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Forever Faithless/Basic (Audio CD)
Nun sind auch Faithless 10 Jahre alt, ein Alter, in dem es sich lohnt, die größten Hits zu sammeln und unter's Volk zu werfen. Dabei gelingt ihnen der Spagat zwischen alteingesessenen Fans und Gelegenheitshörern ziemlich gut. Insomnia und God Is A DJ kennt sicher jeder, der diese Zeilen liest. Doch das Besondere an Faithless war stets dass breite Spektrum, in dem die Musik daherkommt.
Fans kennen natürlich die Versionitis, der Faithles verfallen sind: 5 Versionnen ein und desselben Stückes auf einer Single zuzüglich Albumversion, Remix-Albumversion und Bonustrack auf anderer Single sind schon normal für einen Faithless Hit (von Insomnia dürfte es locker 10 offizielle Versionen geben). Auf dieser Scheibe finden sich meistens die Radio-Versionen, die sich von den Album-Versionen mehr oder minder deutlich unterscheiden. Ausnahmen sind hier Insomnia (Monster Mix über 8 Minuten) und Salva Mea (10 Minuten Album Version). Wer also bisher vor dem Kauf der Maxi-CDs zurückschreckte, braucht Forever Faithless, um seine Sammlung zu ergänzen.
Daneben gibt es mit Reasons ein ganz neues Stück und von Why Go? eine neue Version (bei der ich allerdings feststellen muss, dass Boy George doch nicht so übel ist ...)
Natürlich gibt es auch Sachen die fehlen, so hätte ich mir das herrliche Crazy English Summer vom Outrospective-Album oder den wohl besten Faithless-Track Take The Long Way Home gewünscht. Aber wahrscheinlich hätte ein Album ausschließlich mit radiotauglichen 3 Minuten Stücken auch Anlass zum Meckern gegeben. Also genieße ich die Musik, die mir vorher unbekannten Versionen, die charismatische Stimme von Maxi Jazz und den fabelhaften Sound, der einfach nicht weniger als 5 Sterne verdient hat.


From Genesis to Revelation
From Genesis to Revelation
Wird angeboten von rockpile19
Preis: EUR 12,90

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mal was anderes, 18. November 2004
Rezension bezieht sich auf: From Genesis to Revelation (Audio CD)
4 geniale junge Musiker taten alles, um ihre erste Platte zu veröffentlichen. Leider war ihr damaliger Mentor Jonathan King Bee Gees-Fan und so mußten sich die frühen Genesis zumindest ansatzweise wie die Bee Gees anhören. Anders läßt sich "Silent Sun" auch nicht erklären.
Auf dem Album befinden sich eine Reihe recht eingänglicher Popsongs mit teilweise unerträglich süßlichen Streichern aufgepeppt. Eine leicht düstere Grundstimmung läßt sich vernehmen, Peter Gabriels Gesang sorgt immer wieder für Gänsehaut. Aber zum einen waren die vier (neben Peter Gabriel gehörten auch Mike Rutherford, Tony Banks und Gitarrist Anthony Phillips zu den Gründungsmitgliedern) künstlerisch nicht sonderlich angetan von ihrem Erstwerk, zum anderen wollte es damals fast keiner kaufen. Wer die folgenden Alben kennt, weiß, daß das auch besser so ist ...


United States of Blöedsinn (Limited Edition)
United States of Blöedsinn (Limited Edition)
Preis: EUR 22,13

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ab in den Ideenladen!, 3. November 2004
Dieser Sketch trifft das Dilemma des neuen J.B.O.-Albums genau: Man nimmt die billigsten, schlechtesten Ideen und versucht, das Ganze irgendwie zu verwursten. Das Ergebnis ist nach dem mäßigen "Sex Sex Sex" und dem genialen "Rosa Armee Fraktion" leider deutlich unter dem üblichen Niveau. Den zweiten Stern gibt es für "Satan ist wieder da" (macht einfach Laune) und "Tutti Frutti". Der Rest ist sehr unterdurchschnittlich, gegen Ende nur noch totaler Schrott. Zieht Euch lieber zum 743. Male die Explizite Lyrik rein! Die United States sind das Geld nicht wert.


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