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Rezensionen verfasst von
DogManX

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The Unraveling
The Unraveling
Preis: EUR 18,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene Aktualisierung, 21. August 2013
Rezension bezieht sich auf: The Unraveling (Audio CD)
Es ist wohl unzweifelhaft, dass Dir en grey im Laufe ihrer Karriere ihre Wurzeln komplett hinter sich gelassen haben. Es gibt wohl keine andere Band, die einen derart krassen Stilwechsel zu verzeichnen haben, und da ist es wohl nicht verwunderlich, dass auf aktuelleren Liveshows und diversen neueren Releases "alte" Songs regelrecht durch den Fleischwolf gezogen werden. Ein perfektes Beispiel ist dafür wohl "Tsumi to Kisei", einstmals bekannt als "Tsumi to Batsu", Paradebeispiel eines Visual-Rocksongs der 90er, heute als gnadenlos runtergetunter, böser Sludge-Metal-Monolith vorgespielt.
Zwar nicht ganz so krass, aber ähnlich verhält es sich auch mit dem Großteil der restlichen Songs. "Kasumi" und "The Final" klingen da noch am ehesten vertraut, wobei "Kasumi" durch die fettere Produktion und die neuen Gitarrenspuren eine mehr als befriedingende Alternative zum Original ist. "Unknown...despair...Lost", formal bekannt als das wohl blatanteste Luna-Sea-Ripoff der Visual-kei-Geschichte, klingt da eher unbefriedigend, so als hätte das Original mit "Bugaboo" (aus dem Album Uroboros) ein Kind gezeugt. Zu stockend, zu merkwürdig, vor allem zu erzwungen. Glücklicherweise ist das aber der einzige Ausfall, die restlichen nicht genannten Songs überzeugen mit Mut zur Kreativität und genialer Neuinterpretation. Oben drauf gibts den neuen Song "Unraveling", der wie ein Gemisch aus "Akatsuki" und einer Sped-up-Version von "The Blossoming Beelzebub" (beide Songs aus dem Album Dum Spiro Spero) klingt. Superverrückt, wird aber relativ schnell langweilig und liegt definitiv Meilen hinter dem vorab releasten "Rinkaku" zurück.

Halten kann man vom neuinterpretieren, was man will. Das Konzept ist sicherlich riskant, gerade treue Fans des Originalmaterials laufen Gefahr, an den Kopf gestoßen zu werden. Trotz allem sollte man sich das Album auf jeden Fall antun, entweder als Fan, oder als Neueinsteiger. Die Produktion überzeugt, die Songs ganz im Stil der neueren Releases. Besonders wer ein Fan von Uroboros, Dum Spiro Spero und Rinkaku ist, wird mit diesem Album nichts falsch machen. Für den vollen Genuss des Albums sollte man sich allerdings die ltd.Edition mit dem Bonustrack "Macabre" zulegen. Die vier Bonustracks dieser Edition kann man sich alternativ auch über die angegebenen Singles zulegen. Kostet zwar leider mehr, doch ohne den 16 Minuten-Gigant "Macabre" hat man die volle Pracht von "The Unraveling" definitiv nicht erlebt.


Bondage Goat Zombie
Bondage Goat Zombie
Preis: EUR 8,91

4.0 von 5 Sternen Smack dat ass!, 29. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bondage Goat Zombie (MP3-Download)
Belphegor haben mit Bondage Goat Zombie einen überzeugenden Nachfolger von Pestapokalypse VI fabriziert. Produktion ist fett, die Songs dreschen in altbekannter Brutalität, doch auch beinahe episch melodische Stücke wie "Stigma Diabolicum" fügen sich gut in dieses Metalpaket ein. Auch das Thema Sex in seinen, ja, diabolischsten Formen, kommt hier niemals zu kurz. Für jeden Fan bösesten Black Deaths eine dringende Empfehlung!

Hörtipps: Stigma Diabolicum, Justine: Soaked In Blood, Chronicles Of Crime


The Marrow of a Bone
The Marrow of a Bone
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 57,95

3.0 von 5 Sternen Nicht alles, was hart ist, ist aus Metall, 7. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: The Marrow of a Bone (Audio CD)
Grade hätte man gedacht, man wüsste, wie Dir en grey drauf sind, machen die 5 Jungs erneut eine Kehrtwende und pfeffern den Zuhörern harten Schmackes in die erstaunten Fressen. War Withering to Death noch ein stimmiges Hardrock-Album und als solches nur bedingt härter als die zahlreichen Vorgänger, entwickelt sich "The Marrow of a Bone" zum Metallkracher. Alle Fangirls, die noch immer dem dezent aufgetragenen Lidschatten und der einen oder anderen farbigen Strähne hinterherrannten, kommen bei diesem Album an einen Scheidepunkt. Denn nun ist entgültig Finito mit auch nur den kleinsten visuellen Acessoires, Dir en grey sind zu "Normalos" geworden, die vollstens die Musik im Auge haben.

Und das merkt man diesem Album deutlich an. Wildes Geschrei, hämmernde Drums, schreddernde Gitarren; Auf diesem Album warten nur Extreme auf. Und dabei beginnt "The Marrow of a Bone" noch vergleichsweise harmlos und nostalgisch mit der Ballade "Conceived Sorrow". Die folgenden Tracks beweisen dann aber Mut zur Hässlichkeit. Von "Lie Buried With A Vengeance" bis "Grief" wird die Melodie auf ein Minimum zurückgestellt, im Vordergrund steht Geschrei und hämmernde Percussions. Das ist grundsätzlich ja nichts schlechtes, jedoch erscheint das bei Dir en grey extrem amateurhaft und unausgeglichen. Dazu kommt ein Grad an Unvirtuosität, der so bei der Band noch nie zu hören war. Viel mehr als eine Band, die sich aus eigener Kraft in diese Richtung durchschlägt, hört man hier eine Band, die sich bei den letzten US-Touren mit namhaften Bands einfach gerne hier und da was abgeguckt hat. Track 9 und "The Pledge", beide durchaus anhörliche Powerballaden, sind dann schon wahre Brandungen in den tosenden Wogen der gezwungenen Brutalität, die sich von dort an bis zum Ende des Albums durchzieht. Sicherlich, manche dieser Tracks haben durchaus was auf dem Kasten, so z.B. das stampfende "Repetition of Hatred" oder die Vorabsingle "Agitated Screams Of Maggots", die wirklich schön ordentlich brettern. Auch "Rotting Root" kann durchaus grooven, wenn es will. Doch für den Rest kann ich keine gute Punktzahl vergeben. Zu offensichtlich sind die gezwungene Brutalität und die Einflüsse dazu. Zu platt ist die Durchführung.

Eine bessere Produktion hätte wa wohl durchaus Abhilfe geschaffen. Die Drums scheppern, als hätte man sie grade in der Kneipe nebenan aufgenommen. Selbiges gilt für Gitarren und Gesang. Zur Rohheit mag das durchaus beitragen, doch manche Tracks wie "Lied Buried With A Vengeance" oder "The Deeper Vileness" hätten eine druckvollere und voluminösere Produktion doch schon gut vertragen können.

Für ein paar Totalausfälle und das gänzliche Fehlen von Perlen auf diesem Album also leider nur 3/5 Sternen.


Withering to Death
Withering to Death

4.0 von 5 Sternen Der Sturm nach dem Sturm, 3. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Withering to Death (Audio CD)
Dir en grey sind weder Visual-Kei, noch "J-Rock"(eine nichtexistende Genrebezeichnung), sie sind Die en grey. Und sie haben Lust auf den Westen. Was man in Stückchen angedeutet schon auf Vulgar hören konnte, manifestiert sich auf WtD schließlich mit großer Kraft. Stücke wie "C", "The Final", "Jesus Christ R'nR" oder "Kodou" klingen so massenkonform wie schon lange nicht mehr. Zufall? Glaube ich eher weniger. Und doch schaffen es die 5 Jungs, ihre eigene Note in diesem Interessenfingerzeig nicht untergehen zu lassen. "Merciless Cult", "Saku", sowie die Balladen mit den langen Namen(...) klingen auf gleiche Weise vom Wahn besessen, verträumt und verzweifelt wie man es von den Jungs eben erwartet. Dezenter Hardrock mit Hardcore-Anleihen, Punk und..was weiß ich. Dir en grey sind irgendwie hart. Und sie machen Rockmusik. Harte Rockmusik. Mehr muss man nicht wissen und mehr könnte man auch nicht erklären, dafür sind Dir en grey einfach zu talentiert darin, in der momentanen Masse der Musikgüter als Unikate herauszustechen. Und neben sehr vielen westlich klingenden Stücken hat die Band auch auf WtD wahre Markenkracher zu bieten, so z.B. "Dead Tree" und "Machiavellism", die vor Power nur so strotzen. Als Lückenfüller dienen immerhin nur zwei Songs, "Garbage" und "Beautiful dirt", das ist verkraftbar bei den Fülle an Songs, die vielleicht nicht die originellsten sind, aber dennoch gut klingen.

Die Produktion beendet die Euphorie, die ich hier darlege, nun schlagartig. Denn es gehört schon Kunst dazu, Tracks derart zu ÜBERmixen, dass sie kaum mehr nach Instrument denn nach Computer klingen. Besonders an den Drums, denen man wirklich nichts natürliches mehr abhören kann, ist dies deutlich. Etwas mehr Natürlichkeit und etwas weniger Bass hätte dem Mix sicher nicht geschadet. Ansonsten ein gutes Album!

Hörtipps:
Saku
Machiavellism
Dead Tree
愛しさは腐敗につき


Kisou
Kisou
Wird angeboten von japazon
Preis: EUR 114,70

5.0 von 5 Sternen Das letzte Visual Kei-Abenteuer der Band: Natürlich, ungezwungen und verdammt krank!, 3. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kisou (Audio CD)
Hach, man schwelgt in Erinnerungen an Gauze-Zeiten wenn man hört, dass Kyo wieder mit hochklassig verstörenden Texten über Inzest, Vergewaltigung und sterbende Embryonen trällert. Umsomehr haut einen die musikalische Umsetzung um. War man zu Zeiten der Debüt-LP noch daran interessiert, die psychotischen Lyrics in massentauglichem Rockgewand zu kleiden, schreddern und jammern die Gitarren hier mit den armen Opfern der kleinen Geschichten, die Kyo in fast jedem Song erzählt.
Atonalität und Taktungebundenheit prägen das Erstbild der Platte, besonders die fetzigen Opener "Kigan" und "Zomboid" veranschaulichen instrumental eindrücklich, dass es gerade wahrscheinlich nicht um Twilight-Lovestories geht. Das japanische ist da nur das Schirmchen auf dem Eisbecher und trägt dazu genial zum Klangbild bei. Doch auch in den folgenden Tracks beweist Kisou Vielsschichtigkeit und kann in dem Punkt locker mit Vorgänger Macabre mithalten. Von Hardrock-Krachern wie "Bottom of the death valley" und "Filth" bis zu emotional geladenen Balladen wie "Embryo" und "mushi" fährt die Band alle Geschütze hoch, die sie hat, um ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Dabei binden sie wie noch nie zuvor die klangliche Verdeutlichung der kranken Textwelten ein, die Avant-gardistische Züge annehmen, hochklassig! Zum Schluss gibts noch den sehr ungewöhnlich, da so positiv klingenden Rocksong "Jessica", dessen genial bösartiger Nachfolger "karasu" den Zuhörer dann wieder schnell daran erinnert, dass immer noch Dir en grey und nicht Silbermond im Laufwerk rotiert.

Die Produktion ist im Vergleich zum Vorgänger extrem roh und natürlich, besonders an den Drums wurde so wenig wie möglich gefeilt. Das mag im Bezug auf die manchmal etwas dominant preschenden Bassdrums hin und wieder etwas nerven (besonders beim Finisher "Pink Killer"), jedoch passt diese raue Produktion perfekt zur allgemein sehr schwer verdaulichen Musik. Der E-Bass ist unzweifelhaft präsent, vielleicht noch nie so präsent wie je zuvor, dafür hat sich Basser Toshiya aber auch geniale Lines einfallen lassen, um die Symbiose mit den Gitarren zu perfektionieren. Diese wiederum werden hier von Gitarreros Die und Kaoru so sadistisch bearbeitet wie nie zuvor und machen die Platte um einiges brutaler als die Vorgänger. Schließlich kommt noch Kyo, der seinen Kreuzzug gegen die Konformität auf Kisou fortsetzt und sich die geschundene Seele aus dem Leib jammert, schreit..und eben auch singt. Mit der Gangart, die Dir en grey auf dieser Platte präsentieren, haben sie sich jedenfalls schon längst von den Kollegen des Visual-Rock getrennt, Kisou klingt um einiges reifer und ernster als alles, was die Jungs jemals fabriziert haben.

Für alle, die Fans der Band sind oder im Begriff sind, sie mal unter die Lupe zu nehmen: Kaufen, hören, begeistert sein.


Six Ugly
Six Ugly

3.0 von 5 Sternen Gut, aber nicht herausragend, 21. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Six Ugly (Audio CD)
Insgesamt kann man wohl sagen, dass Six Ugly das schlichteste Album ist, das Dir en grey bis jetzt hervorgebracht haben. Songs wie Mr.Newsman, Umbrella oder Children könnten glatt einer amerikanischen Punkband entspringen. Und wären es nicht Dir en grey, würde sicher nur die Hälfte der Fans Interesse für diese Art von Songs zeigen. "Ugly" könnte dank seiner Simplizität und seines stampfenden Beats glatt von Rammstein stammen (was ich jedoch durchaus feiere, denn Dir en grey meistern diesen Stil in diesem Fall souverän), und der zweite wirklich gute Song "Byou-Shin" ist nicht mal so neu, sondern eine Neuauflage eines der ältesten Songs der Band, und behält daher seine Virtuosität der alten Zeiten, was ihn vom Rest der Platte abhebt.

Für Sammler ein gutes Stück, um den musikalischen Werdegang der Band nachzuverfolgen, für Neulinge eher nicht geeignet. Da haben Dir en grey echt schon besseres geliefert. Insgesamt klingt diese Platte wie der trotzige Versuch, sich aus dem Visual-Kei-Stil im musikalischen Sinne herauszuschälen, und ums Verrecken eben anders zu klingen. Das Konzept dazu bildet sich eben erst auf der genialen Nachfolgerplatte VULGAR heraus.
Für den hier dargebotenen Preis bloß nicht kaufen!!!


Merveilles [Japan]
Merveilles [Japan]
Preis: EUR 52,01

5.0 von 5 Sternen Überwältigendes Meisterstück!, 3. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Merveilles [Japan] (Audio CD)
Wer kennt sie nicht, die Meister des progressiven Visual Kei der 90er Jahre, oder kurz Malice Mizer? Nun, wer meint, mit Visual Kei der jahrhundertneuen Schule (à la Nightmare oder the Gazette) alles Nötige für dieses Genre zu besitzen, liegt fatal falsch. Tatsächlich hat diese Band trotz ihrem Ableben im Jahre 2001 der Nachwelt eindrucksvolle Geschenke hinterlassen, darunter Meisterkomponist Közi, Moi Dix Mois-Leader Mana und natürlich Gackt, einen der bis dato erfolgreichsten japanischen Solokünstler im Heimatland und (wenn auch mäßig) darüber hinaus.

Malice Mizer ist eine Band der Extreme. Pendelnd zwischen Gothic, Punk, Poprock, Neoklassik, Techno, Trance und schlussendlich sogar Metal erforschte diese Band Spektren, die gewissermaßen Welten verband. Mittendrin in diesem verträumten, vom französischen Barock und Romantik angehauchten Neoklassik-Stil befindet sich merveilles, das wohl facettenreichste Album der Band.
Symphonische Elemente in Syunikiss~'''''' führen zum techno-lastigen Kracher ILLUMINATI, das wiederum den Weg freigibt für das atmosphärische '''~''''''''' und schließlich mit dem fetzigen Neoklassik-Meisterstück '''''' endet. Dazwischen geniale Songs zwischen Energie, Nostalgie und Verträumtheit.

Ein Tipp für jeden aufgeschlossenen Erkunder der japanischen Musik-und Subkulturwelt.


Awake-Evoke the Urge [CD+Dvd l
Awake-Evoke the Urge [CD+Dvd l
Wird angeboten von samurai_media_JPN4DE
Preis: EUR 2.526,35

4.0 von 5 Sternen Eingängig, fett, gut, 5. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Awake-Evoke the Urge [CD+Dvd l (Audio CD)
Dieses CD-Package bietet passablen Alternative Metal aus dem guten alten Japan. Im Unterschied zum Vorgänger "Genocide and mass murder" bestreiten Deathgaze hier einen etwas geradlinigeren Weg auf kompositorischer Ebene. Die etwas fehlende Vielschichtigkeit wird aber durch die durchweg hoch gehaltene Wertigkeit der Songs ausgeglichen. "unchain wing" oder "amends" sorgen für den Drang, die Wiederholungstaste wieder und wieder zu drücken. "quench" und "fuck me" sind Ohrwurm-Kandidaten, und bis auf den offensichtlichen Hardcore-Quotensong "-1" und das etwas zu kommerziell angehauchte "evoke the world" ist die CD für jeden Alternative-Liebhaber ein guter Tipp. Die Produktion ist für eine Visual (-Nagoya) Kei Band dieses Bekanntheitsgrades auffällig gut, die Bässe drücken und die Drums preschen, während die Gitarren sauber und dominant ihren Job machen. Auch der notdürftig eingewechselte Sänger Ai, der zuvorige Bassist der Band, macht einen recht guten Job im Schreien sowie Singen.

Die DVD enthält das (nicht unbedingt nötige) Musikvideo zum Single-Song "abyss", sowie ein Making-of davon und Tour-Footage aus dem Jahre 2008.


In Crisis
In Crisis

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Krach reloaded, 12. Oktober 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: In Crisis (MP3-Download)
War die letzte Scheibe noch clean, aber sehr dünn produziert, bekommen wir mit In Crisis ein Krach-Inferno... leider nicht vom Feinsten. Der Rawsound der ohnehin viel zu präsenten Drums nervt schon im dritten Track gehörig.
Gitarren werden von Bassdrum, Snare und Hi-Hat regelrecht in die Ecke gedrängt, und das in einer Death-Metal-Band! War der E-Bass im letzten Album teils noch für interessante Tonmalereien zuständig, versucht er in diesem Album eher verzweifelt, auf äußerst aggressive Weise gehört zu werden. Was er während der Blastbeatpassagen teils besser hinbekommt als die Klampfen. Allgemein kann man der Band ihr Konzept, den Bass intelligent und innovativ in brutalen Death Metal-Knüpplern einzusetzen, auch in diesem Album nicht absprechen. Ein cleanerer Sound hätte aber sicherlich auch dem Bass nicht geschadet. Die Growling Vocals haben sich jedoch kaum verändert. So bleiben sie auch hier schön rau und kehlig, jedoch nicht wirklich präsent. Was übrig bleibt, ist ein Kampf der Instrumente, jeder gegen jeden, und im Zweifelsfall sind die durchaus gekonnten, brachial dreschend aber nie uninteressant werdenden Drums eben die Sieger.
Sehr Schade, da sich für den geübten Hörer hinter der Müllhaldenkulisse geniale und vor allem einzigartige Kompositionskunst verbirgt. Würde es mir allein ums Songwriting gehen, hätte dieses Album locker 5 Sterne verdient. Lethal Agitator, Retrogression, In Crisis und Resentment Without End sind spontane Anspieltipps. Wen die völlig überzogene Produktion nicht stört, der wird mit diesem Album ein interessantes und vor allem kurzweiliges Stück Brutal Death Metal vor sich haben.


Dan
Dan

5.0 von 5 Sternen galaktisch gut!, 23. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Dan (MP3-Download)
Dieses neue Material gibt Lust auf mehr! Xodiack warten mit fast komplett neuem Lineup auf und das ist deutlich zu hören. Die alten Schwächen sind ausgebügelt, was man hier hört, ist feinster "Galaxy Metal", sollte sich daraus tatsächlich mal ein Genre entwickeln.
Auf dieser Single gibts keine halben Sachen mehr, mit "Deprival and Naturally" (--> DaN) beweisen die Jungs ihre Vielseitigkeit, Death Growls und Engelsgesang unter einen Song gebracht, dazu deftige musikalische Untermalung. "Silence Mind" überzeugt als mitreißende Powerballade und zu guter Letzt wartet das beinharte "Meteoroid" mit altbekannten Stilmitteln aus dem Vorgängeralbum als Headbanger-Kandidat auf. Das Techno-Metal-Intro ist ganz fein, aber nicht wirklich erwähnenswert. Wie so oft bei Intros eben.

Das produktivste, das Neo Visual Kei in letzter Zeit herausgebracht hat. Diese Band wird noch ganz groß rauskommen. Kaufempfehlung!!!


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