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Beiträge von Judith Schmidt
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Rezensionen verfasst von
Judith Schmidt "Bücherschreckse"
(REAL NAME)   

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Ontika: Das Vermächtnis des Drachen
Ontika: Das Vermächtnis des Drachen
von Manfred Theisen
  Gebundene Ausgabe

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Kölle, das hast du nicht verdient!, 17. Juni 2009
Die durchweg positiven Rezensionen hier haben mich schwer erstaunt. Sicher, im Grunde hat "Ontika" alles, was eine ordentliche (wenn auch nicht besonders originelle) Fantasy-Geschichte braucht:
Eine verborgene Welt, die unter anderem von Zwergen, Elfen, Trollen und Drachen bevölkert wird. Einen jungen Helden, der laut Prophezeiung zum Retter dieser Welt bestimmt ist. Eine Gruppe von unterschiedlichen Freunden, die zusammen mit demselben auf Weltrettungsmission gehen. Und schließlich grausame und verschlagene Gegner, die alles daran setzen, den Heldentrupp aufzuhalten.
Nur leider ist diese Geschichte so schlecht geschrieben, dass es zum Heulen ist! Ich habe wirklich selten einen Fantasy-Autoren mit so wenig Fantasie und Erzähltalent gelesen. Die reichlich stereotypen Personen werden einem ohne irgendwelche Einleitungen einfach vor die Nase geknallt. Genauere Beschreibungen - ob nun der Charaktere oder der Umgebung - gibt es nur, wenn sie unbedingt notwendig sind, und auch dann gehen sie nie über die gängigsten Fantasy-Klischees hinaus. Das Schlimmste aber ist, dass die gesamte Handlung in einer Art Telegrammstil verfasst ist, der sich etwa so liest:

Maron stieg zusammen mit den Ältesten in die Höhle. "Endlich bist du da", begrüßte ihn der Drache. "Maron, du bist auserwählt und musst unsere Welt retten, wenn ich nicht mehr da bin." Der Drache unterbrach sich, um einen Schluck aus seiner Quelle zu nehmen. Doch was war das? Ein merkwürdiger Geschmack breitete sich auf seiner Zunge aus, er wand sich in Krämpfen und fiel kurz darauf tot um. Die Ältesten sahen sich erschrocken an. Dann wandten sie sich an Maron: "Du musst uns schneller retten als wir gedacht haben. Am besten du brichst sofort auf." "Das werde ich tun", sagte der Junge, verließ die Höhle, packte und brach auf.

Gut, ich übertreibe natürlich etwas, aber leider ist diese Parodie immer noch viel zu nah an der traurigen Realität. Verstärkt wird dieser Telegramm-Effekt dadurch, dass mehrere Handlungsstränge gleichzeitig verfolgt werden und der Autor nach manchmal nur drei, vier dürren Seiten schon wieder an einen anderen Ort springt. Dass so keinerlei Atmosphäre aufkommen kann, versteht sich von selbst. Von Spannung will ich gar nicht reden, schließlich weiß man dank der Schablonenhaftigkeit der Charaktere, Dialoge und Entwicklungen sowieso immer im Voraus, was passieren wird. Und spätestens auf Seite 50 ist einem dann herzlich egal, ob die Welt Ontika nun gerettet wird oder nicht.
Schade um die nette Grundidee einer unterirdischen Fantasy-Welt unter dem Kölner Dom - mit etwas schriftstellerischem Talent hätte sich daraus sicher ein richtig gutes Buch machen lassen.


Benjamin: Orange
Benjamin: Orange
von Bin Zhang
  Broschiert

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Pubertärer Weltschmerz in stylishen Bildern, 15. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Benjamin: Orange (Broschiert)
Dem Verlagstext zufolge möchte der chinesische Zeichner Bin Zhang in seinen Comics das Lebensgefühl einer "kranken chinesischen Jugend" einfangen. Mir erscheint die Geschichte unter der stylishen Oberfläche aber inhalts- und sinnlos und der pubertäre Weltschmerz der Heldin Orange sowie die Coolness ihrer Zufallsbekanntschaft Dashu wirken aufgesetzt. Das Nachwort des Autors, in dem er im Ton eines altklugen 16-Jährigen über das Leben und seine Ideale philosphiert, hat mich auch nicht unbedingt beeidruckt.
Was die Zeichnungen betrifft, ist Bin Zhang durchaus talentiert und offensichtlich ein Profi im Einsatz von Zeichenprogrammen, aber sein Zeichenstil hat nichts Originelles und ich mag es außerdem nicht, wenn mir jedes Bild förmlich zubrüllt: "Ich bin aus dem Computer!"
Fazit: "Orange" ist ein Comic über depressive und orientierungslose chinesische Teenager, der auf mich sowohl inhaltlich als auch grafisch gekünstelt und oberflächlich wirkt. Keine Kaufempfehlung.


Drei Schatten
Drei Schatten
von Cyril Pedrosa
  Broschiert

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine bewegende Geschichte von Liebe und Tod, 15. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Drei Schatten (Broschiert)
Schon lange hat mich kein Comic mehr so beeindruckt wie "Drei Schatten", der sowohl zeichnerisch als auch inhaltlich außergewöhnlich ist.
Die Bilder, die auf den ersten Blick an ein Kinderbuch erinnern und stellenweise unfertig und skizzenhaft wirken, entfalten eine solche Ausdruckskraft und eigene Schönheit, wie sie nur ein echter Zeichenkünstler zu Papier bringen kann.
Die Handlung bedient sich märchenhafter Elemente, um eine berührende Geschichte über elementare menschliche Erfahrungen zu erzählen, zu denen auch die Unausweichlichkeit des Todes gehört. Mehr darf (und möchte) ich nicht verraten. Das Ende ist zugleich traurig und tröstlich und bildet den perfekten Abschluss eines wunderbaren Comics, den ich nicht so schnell vergessen werde.


Die Mütter-Mafia
Die Mütter-Mafia
von Kerstin Gier
  Taschenbuch

88 von 125 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Klischees und Langeweile, wohin man schaut, 4. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Mütter-Mafia (Taschenbuch)
Die Inhaltsangabe zu "Die Mütter-Mafia" klang ganz nach einem typischen Frauenroman und damit nicht besonders verlockend für mich. Aber die über 200 begeisterten Rezensionen hier brachten mich ins Grübeln. Vielleicht hatte ich es ja tatsächlich mit der Ausnahme von der Regel zu tun und der Roman war ein humoristisches Meisterwerk? So viele Leser können sich schließlich nicht irren, oder?
Oh doch, und wie sie das können! Denn dieses Buch, bei dem man angeblichen vor Lachen vom Sofa fällt, war für mich vor allem eins: Schrecklich langweilig. Das liegt zuallererst an den komplett überzeichneten Personen. Sicher, ein satirischer Roman kann nur funktionieren, wenn er übertreibt. Aber wenn die Charaktere zu einer Ansammlung wandelnder Klischees verkommen, ist das nicht mehr lustig, sondern nur noch öde. Einzig und allein die Heldin der Geschichte, Constanze, zeigt Anflüge von Persönlichkeit, benimmt sich aber über weite Strecken dermaßen naiv und dumm, dass man ihr ihr Unglück gönnt. Die übrigen Beteiligten - ob nun die eingebildeten und kindfixierten Übermuttis, der fiese Ex-Ehemann, die super nette Nachbarin oder das ewig meckernde alte Ehepaar - sind schlicht zu eindimensional, um unterhaltsam oder auch nur interessant zu sein.
Humor konnte ich beim Lesen auch sonst nirgendwo entdecken. Okay, ein, zwei Mal habe ich geschmunzelt, aber was die anderen Rezensenten an dem Buch so furchtbar komisch finden, bleibt mir schleierhaft. Constanzes Tochter, die während der Filmvorführung im Kino den Furz-Klingelton ihres neuen Handys ausprobiert? Den lispelnden kleinen Jungen, der ständig "Asloch" sagt? Constanze, die ihrem Anwalt an den Kopf wirft, seine Mutter habe ihn wohl zu früh aufs Töpfchen gesetzt? Tut mir Leid, aber über solche Witze kann ich frühestens nach einer Flasche Schnaps lachen. Mindestens einer.
Zu dieser Art von "Humor" und den vielen Stereotypen gesellt sich dann noch eine absolut vorhersehbare Handlung inklusive eines lahmen Friede-Freude-Eierkuchen-Endes, so dass mir nur ein Fazit bleibt: Jeder Häkelkurs ist unterhaltsamer als dieses Buch und ich mache in Zukunft wieder einen großen Bogen um alles, das wie ein "lustiger Frauenroman" aussieht.
Kommentar Kommentare (12) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 2, 2014 1:00 PM MEST


Die Revolution von Fräulein Mindermann
Die Revolution von Fräulein Mindermann
von Truxi Knierim
  Taschenbuch

3.0 von 5 Sternen Wo lank de Nacht! - Wat slikt de Tid!, 1. Juni 2009
Das Buch erzählt vom Leben der Bremer Dichterin und Schriftstellerin Marie Mindermann, die 1808 als Tochter eines Drechslermeisters geboren wurde und sich gegen die damaligen Konventionen für ein unabhängiges Leben nach eigenen Vorstellungen entschied.
Den Hauptteil der Geschichte nehmen die Ereignisse der Jahre 1848 bis 1852 ein - die Auseinandersetzungen zwischen der konservativen Oberschicht, die dem reaktionären Vorbild Preußens folgen will, und den demokratischen Reformern, die von Pastor Dulon angeführt werden. Marie steht auf Seiten der Letzteren und erregt Aufsehen mit mehreren anonymen Schriften, in denen sie Dulons Gegner scharf und oft satirisch angreift.
Jedem Kapitel ist entweder ein Gedicht Maries (einige davon in Plattdeutsch) oder ein kurzes zeitgenössisches Textdokument vorangestellt. Die Autorin hat (augenscheinlich gut recherchierte) historische Fakten mit fiktiven Personen und Ereignissen verwebt und versucht, sich in die Hauptperson hineinzudenken und ihre Gefühle und Beweggründe wiederzugeben. Das ist ihr auch durchaus gelungen und nach einem kurzen Anlauf zieht einen das Buch in Marie Mindermanns Leben und die damaligen Ereignisse hinein. Dennoch hätte meiner Meinung nach die Autorin ruhig noch etwas mehr fiktive Ausschmückungen einbringen können, denn Maries Privatleben wirkt sehr bieder und manchmal sogar etwas langweilig. Entschieden nicht gefallen hat mir das sehr abrupte Ende nach nur wenig mehr als 180 Seiten. Vielleicht sind ja die späteren Lebensjahre des Fräuleins Mindermann tatsächlich nicht mehr so interessant, aber auch dann hätte Frau Knieriem einen runderen Abschluss ausarbeiten sollen.
Alles in allem also drei Sterne für ein nicht vollkommenes, aber lesenswertes Buch über eine (mir bis dato völlig unbekannte) Bremer Dichterin und Schriftstellerin.


China. Gestern und heute
China. Gestern und heute
von Pearl S Buck
  Broschiert

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Verklärte Erinnerungen gepaart mit politischer Blauäugigkeit, 21. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: China. Gestern und heute (Broschiert)
Pearl Bucks Roman "Peonie" hat mich so beeindruckt, dass ich gerne mehr über die Autorin erfahren wollte. Also habe ich zu "China gestern und heute" gegriffen, in dem sie sich an ihr Leben in China erinnert - an ihre chinesische Amme, an Professor Kung, der ihr das Schreiben und Lesen beibrachte, an ihre Freunde, den Krieg und schließlich die Revolution. Dabei geht sie nicht streng chronologisch vor, sondern greift mal vor, mal zurück, philosphiert über das chinesische Wesen an sich, überlegt, was sich unter Mao wohl alles verändert hat und wie die Zukunft Chinas aussehen wird.
Mit "China gestern und heute" habe ich Pearl Buck also tatsächlich besser kennengelernt - allerdings nicht nur von ihrer guten Seite. Sie beschreibt ihre Kindheit und Jugend anschaulich und mit viel Wärme und bemüht sich, den "Westlern" das chinesische Denken und Fühlen näher zu bringen. Dabei schlägt ihre Liebe zu Land und Leuten aber häufig in Lobhudelei um und sie stellt die Chinesen immer wieder kritiklos als das klügste, friedlichste und fortschrittlichste Volk der Welt dar. Die chinesische Kultur und Geschichte in allen Ehren - hier übertreibt Frau Buck nicht nur ganz gewaltig, sondern ignoriert auch eine ganze Reihe geschichtlicher Fakten.
Schlimmer noch als diese äußerst einseitige Sicht ihrer Herzensheimat sind für mich jedoch die politischen Ansichten der Autorin, die man nur als haarsträubend naiv bezeichnen kann. An ein, zwei Stellen macht sie sich Sorgen, dass der Kommunismus die chinesische Gesellschaft unumkehrbar beschädigen und verändern könnte, dann tut sie Maos Revolution aber als unbedeutende und harmlose Episode in der langen und erhabenen Geschichte Chinas ab und ist überzeugt, dass überhaupt keine Umwälzung der Großartigkeit der Chinesen etwas anhaben kann. Im Übrigen meint sie, dass Mao und seine Leute auf keinen Fall so schlimm sein können, wie behauptet wird und klagt darüber, dass ihre Landsleute, die Amerikaner, so dumm seien, sich den so viel älteren und weiseren Chinesen politisch zu widersetzen. Dabei wolle die Volksrepublik China doch nur Frieden und Wohlstand für alle! Und daher solle sich der Westen auch nicht in interne chinesische Angelegenheiten wie die Besetzung Tibets und das Streben nach der "Wiedereingliederung" von Taiwan einmischen.
Heute weiß man sicherlich mehr über die Verbrechen der kommunistischen Diktatur Maos als Anfang der 70er Jahre, als Pearl Buck dieses Buch schrieb. Dennoch war auch damals schon bekannt, dass während des "Großen Sprungs nach vorn" und der "Kulturrevolution" Millionen von Menschen getötet und unzählige Kulturschätze vernichtet wurden. Da stößt so ein blauäugiges Gequatsche bitter auf.
Kurz zusammengefasst: Die Teile des Buches, in denen Pearl Buck von ihrer Kindheit und ihren Freunden erzählt, sind gut geschrieben und interessant, ihre politischen (und teils auch ihre philosophischen) Überlegungen ärgern durch ihre Naivität und Voreingenommenheit.


Sheroes: Genderspiele im virtuellen Raum (Cultural Studies)
Sheroes: Genderspiele im virtuellen Raum (Cultural Studies)
von Birgit Richard
  Taschenbuch
Preis: EUR 15,00

2.0 von 5 Sternen Eingeschränkt interessant, 14. Mai 2009
In "Sheroes - Genderspiele im virtuellen Raum" analysiert die Autorin virtuelle Spieleheldinnen unter Gender- und medientheoretischen Aspekten. Sie untersucht also, wie diese Frauen dargestellt werden, welche Verhaltenscharakteristika ihnen verliehen wurden, welche Rolle sie in dem jeweiligen Spiel übernehmen, wen sie primär ansprechen sollen, inwiefern sie Geschlechter-Stereotype wiedergeben oder eben auch nicht und wie sich das Frauenbild in Videospielen über die Jahre verändert hat. Dabei kommt Birgit Richard durchaus zu einigen interessanten und teils auch überraschenden Feststellungen, aber insgesamt war ich von "Sheroes" doch eher enttäuscht.
Erstens ist das Buch ziemlich dünn ausgefallen - gerade mal 120 Seiten inklusive Quellenangaben und einiger Bilder mäßiger Qualität.
Zweitens handelt es sich bei den analysierten Spielen größtenteils um europäische oder amerikanische Produkte, wobei besonders ausführlich auf die "Tomb Raider"-Reihe und Lara Croft eingegangen wird. Abgesehen von den schon etwas älteren Spielen "Virtua Fighter", "Kagero" und "Oni" - von denen ich keines kenne - gibt es hier nichts über japanische (oder allgemein asiatische) Videospielheldinnen zu lesen. Wahrscheinlich deshalb, weil es sich dabei meistens nicht um Computer- sondern um Konsolenspiele handelt. Schade ist es trotzdem, denn gerade das hätte mich besonders interessiert.
Drittens und letztens ist die Ausdrucksweise der Autorin an vielen Stellen ein echtes Lesehindernis. Dass sie in einem Buch dieses Themas Fachbegriffe aus den Bereichen Psychologie, Medientheorie, feministische Theorie und Gender benutzt, kann man ihr wohl nicht vorwerfen. Das Ausmaß, indem sie das tut, schon. Immer wieder wird man auch an Stellen, an denen man den Gegenstand ohne viele Fremdwörter klar und einfach ausdrücken könnte, von verschwurbelten Satzkonstruktionen und Vokabeln wie "heterosexuelle Geschlechtermetaphysik", "essentialistische Projektionen" und "bodily intelligibility" erschlagen. Vieles wird außerdem meiner Ansicht nach schlicht überinterpretiert - etwa wenn Lara Crofts Familienverhältnisse unter dem Aspekt von Freuds Kastrationskomplex analysiert werden.
Fazit: "Sheroes" bietet einen Blick auf Computerspiele aus der Perspektive der Gender-Studien und in der Folge eine Reihe interessanter Erkenntnisse. Dennoch ist der Band a) zu kurz, beschränkt sich b) auf eine zu enge Gruppe von Spielen und wirft c) mit entschieden zu viel Fachchinesisch um sich. Daher reicht es leider nur zu zwei Sternen.


Spicy Pink 01
Spicy Pink 01
von Wataru Yoshizumi
  Taschenbuch
Preis: EUR 6,50

5.0 von 5 Sternen Liebe auf den zweiten Blick, 2. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Spicy Pink 01 (Taschenbuch)
Wer auf der Suche nach einem besonderen Zeichenstil und/oder einer Handlung voller Action und Aufregung ist, der ist bei "Spicy Pink" sicher falsch. Wataru Yoshizumis Geschichte über eine Liebe auf den zweiten Blick hat nämlich weder das eine noch das andere. Dafür bietet der Manga einen ansprechenden Shojo-Zeichenstil, nicht nur sympathische, sondern auch relativ realistische Charaktere, eine unterhaltsame Handlung mit Einblicken in das Berufsleben einer Mangaka und neben Gefühlen auch ein großzügiges Maß an Humor. Dass die Hauptpersonen alle erwachsen sind und sich auch dementsprechend benehmen, ist für mich ein weiterer dicker Pluspunkt dieser Serie.
Wer also zwischendurch einfach mal eine humorvolle Liebesgeschichte lesen und gute Laune bekommen möchte, kann mit "Spicy Pink" nichts verkehrt machen.


Rin, Band 1
Rin, Band 1
von Satoru Kannagi
  Taschenbuch

3.0 von 5 Sternen Kein Schuss ins Schwarze, 29. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Rin, Band 1 (Taschenbuch)
Vorsicht: Rezension aller drei Bände, enthält geringe SPOILER!

Honamis Zeichnungen sind angenehm klar und leicht, mit Hintergründen geizt sie ebenfalls nicht, so dass "Rin" auf alle Fälle schön anzusehen ist. Einen Minuspunkt gibt es allerdings dafür, dass sich die meisten Personen recht ähnlich sehen und ich die drei großen blonden Bishonen der Geschichte - Sou, Matsunae und Akira - nur anhand ihrer leicht unterschiedlichen Frisuren auseinanderhalten konnte.
Die Liebesgeschichte zwischen dem unsicheren Katsura und seinem Freund Sou beginnt in Band 1 ziemlich niedlich und hat auch später noch sehr schöne Momente, weicht aber an keiner Stelle von dem abgegriffenen Schema "Kindlich-unsicherer Uke und starker Beschützer-Seme" ab. Katsuras Unsicherheit geht einem dann auch spätestens im zweiten Band gehörig auf die Nerven, als er fast ausschließlich damit beschäftigt ist, an seinen Fähigkeiten zu zweifeln und sich darüber zu sorgen, dass er möglicherweise von den Mitgliedern des Bogenschießklubs nicht als neuer Vizekapitän akzeptiert werden könnte. Dazu gibt es eine Menge des in Sport-Manga üblichen "Mit der richtigen Einstellung kannst du alles schaffen!"-Gelabers, bei dem ich immer herzhaft gähnen muss. Im dritten und letzten Band wird dann noch schnell ein Rivale für Sou eingeführt, um endlich mal wieder für etwas Dramatik zu sorgen, aber schließlich lösen sich ohne weitere Höhepunkte alle Sorgen und Probleme in Wohlgefallen auf.
Meiner Ansicht nach fehlt es "Rin" insgesamt an Spannung - von originellen Ideen ganz zu schweigen. Die Zeichnerin gesteht im Nachwort selbst, dass der ursprüngliche Handlungsumpfang nicht auf ganze drei Bände ausgelegt war, und das merkt man der Geschichte auch an. Daher gibt`s nicht mehr als durchschnittliche drei Sternchen.


Peking Reijin-Sho 2
Peking Reijin-Sho 2
von Natsuki Sumeragi
  Broschiert

3.0 von 5 Sternen Geschichten aus dem Peking der 20er Jahre, 19. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Peking Reijin-Sho 2 (Broschiert)
Auch "Peking Reijin Sho 2" besteht aus mehreren kurzen Geschichten, die im China der 20er Jahre spielen. Verbunden werden sie diesmal nicht durch den Peking-Opern-Star Yang Luoxian, sondern durch zwei junge Frauen: Caipin, ein rebellisches Fräulein aus gutem Hause, und Min Hong, ihre besonne Freundin. Daher spielt die Peking-Oper hier leider so gut wie keine Rolle.
Die Geschichten über brutale Ehemänner, arme Nebenfrauen und verfolgte Studenten sind an sich nicht uninteressant, wirken aber etwas platt. Das liegt vor allem daran, dass die Kapitel einfach viel zu kurz sind, um der Handlung und den Figuren Tiefe zu geben. Dazu kommt noch Sumeragis Zeichenstil, der die Personen wie als Chinesen verkleidete Europäer aussehen lässt und mich schon im ersten Band gestört hat.
Letztendlich gebe ich trotzdem auch "Peking Reijin Sho 2" drei Sterne. Einfach deshalb, weil ich den Manga zwar nicht wirklich gut, aber auch nicht wirklich schlecht finde.


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