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Ervaude "ervaude"

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Fantasy Flight Games VA11 - Descent: Journeys in the Dark, englische Ausgabe
Fantasy Flight Games VA11 - Descent: Journeys in the Dark, englische Ausgabe
Wird angeboten von M and N Media US
Preis: EUR 297,68

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nichts für Zwischendurch, 6. Juli 2009
= Haltbarkeit:5.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:2.0 von 5 Sternen 
In Descent: Journeys in the Dark treten bis zu vier Helden gemeinsam gegen einen Overlord an. Das Spiel und alle bisher erschienen Erweiterungen (Fantasy Flight Games VA28 - Descent: Well of Darkness Expansion, englische Ausgabe, Fantasy Flight Games VA43 - Descent: Altar of Despair Expansion, englische Ausgabe, Fantasy Flight Games VA41 - Descent: Road to Legend Expansion, englische Ausgabe und Fantasy Flight Games VA59 - Descent: Tomb of Ice Expansion, englische Ausgabe) ist uneingeschränkt empfehlenswert für jeden Fantasyfreund. Bisher ist nur eine Erweiterung in deutscher Sprache erhältlich, daher beziehen sich meine Kommentare auf die englische Originalversion, die ich ohnehin vorziehe. Meine Einschätzungen zu wichtigen Aspekten des Spiels:

Zeitaufwand: Ein Descentlevel nimmt in jedem Fall mehrere Stunden in Anspruch. Auch erfahrene Spieler können sich schonmal 5 Stunden in einem Dungeon aufhalten. Die Auf- und Abbauzeit nimmt durchschnittlich auch nochmal eine Stunde ein. Descent ist also kein Spiel für Zwischendurch, sondern füllt problemlos einen Nachmittag und Abend. Spielt man sogar die Kampagnenerweiterung 'Road to Ledgend' sind 100 Spielstunden locker drin. In diesem Modus ist das Spiel aber speicherbar, also keine Sorge - niemand muss 100 Stunden am Stück spielen.

Komplexität: Je mehr Erweiterungen, desto mehr Monster, Fallen, Helden, Fähigkeiten, Gegenstände, Tränke, Geländearten, Hindernisse, Begleiter, Overlordkarten usw usw. Die Kombinationsmöglichkeiten sind schnell sehr groß. Allein das Basisspiel bietet schon eine Vielzahl an Möglichkeiten.
Nachdem die Regeln einigermaßen sitzen, ist Descent ein Taktikspiel. Es geht darum als Heldengruppe die Ausrüstung, die Positionierung und Fähigkeitennutzung zu Optimieren und Strategien zu entwickeln um die Ziele des jeweiligen Quests zu erfüllen. In jedem Fall ist Descent ein anspruchsvolles Spiel.

Material: Die Helden und Mosterfiguren sind von bemerkswerter Qualität. Detailreich und Präzise dargestellt sind sie stabil. Auch potentiell gefährdete Teile wie Äxte oder Fahnen brechen nicht leicht ab. Alle Figuren werden einfarbig geliefert (Monster rot und weiß, Helden grau). Das Spiel gewinnt enorm an Stil wenn man sich die Mühe macht, die Figuren zu bemahlen. Die Dungeonteile bestehen aus robuster Pappe und können Puzzelteilartig zusammengesteckt werden. Die Verbindungsstücke erwiesen sich auch als äußerst robust. Tränke, Truhen, verschiedene Untergründe, Hindernisse, Gold, Zustandsmarker usw. sind in Form von Pappplättchen vorhanden. Aus dem gleichen Material bestehen auch sämtliche Währungen (Gold, Thread, Conquest, Wounds, Fatigue usw). Schließlich gibt es noch eine Vielzahl an Karten. Einzig die Türen haben durch die Standfüße etwas Schaden genommen, ohne aber den Spielspaß zu mindern. Aus der Menge der Bestandteile eines Levels ergibt sich auch: Descent braucht Platz.

Langzeitspaß: Descent sind praktisch keine Grenzen gesetzt. Wem die Grundidee des Spieles zusagt, der kann mit der Fülle an Material jede Menge eigenen Szenarien und Dungeonmechaniken entwerfen und seine Heldengruppe damit konfrontieren. Die mitgelieferte Levelanzahl ist leider etwas gering ausgefallen, so dass man schnell an die Grenze stößt. Zwar bietet jede Erweiterung neue Level, wirkliche Abhilfe für langfristigen Spielspaß ohne eigenen Level schafft aber nur die Kampagnenerweiterung 'Road to Ledgend'. Die Handlungsmöglichkeiten des Overlords variieren zwar durch das bereits in der ersten Erweiterung eingeführte Treachery-System etwas von Level zu Level sind aber in der Basis immer gleich. Hier wäre etwas mehr Abwechslung schön gewesen. Auch das Balancing zwischen Overlord und Heldengruppe ist im Basisspiel teilweise nicht so gut gelungen. In den Erweiterungen wird an diesem Problem aber gearbeitet und es entwickelt sich mMn ein spannendes Spiel, dass sowohl der Overlord als auch die Heldengruppe gewinnen kann.

Fazit: Für eine Fantasybegeisterte Spieler(innen)runde wird es wohl auf absehbare Zeit kein besser ausgearbeitetes Spiel als Descent geben. Wer aber ein Gelegenheitsspieler ist und ein Gesellschaftsspiel für Zwischendurch sucht, sollte sich gut überlegen ob er diesen Brocken auffahren will. Es wird in jedem Fall eine Herausforderung.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 27, 2010 3:46 PM MEST


Schiiten (Diederichs kompakt)
Schiiten (Diederichs kompakt)
von Wilfried Buchta
  Gebundene Ausgabe

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gute Einführung in ein unerschöpfliches Thema, 9. Januar 2005
Wilfried Buchta liefert eine gut lesbare Einführung in die Religion der Schiiten, die keinerlei Vorkenntnisse erfordert. Die Geschichte der Schia, das Schicksal der Imame, die Verbreitung der Schiiten heute, die spezielle Entwicklung der Schiiten in Iran und die Wirkungen der islamischen Revolutionen unter Khomeini. Eine aktuelle Übersicht der schiitischen Gruppen im Irak und eine Einschätzung ihrer Rolle im Transformationsprozess schließt das Buch ab.
Lesenswert!


Traktat über die menschliche Natur / Über den Verstand
Traktat über die menschliche Natur / Über den Verstand
von Theodor Lipps
  Taschenbuch

20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich, 2. Juni 2004
David Humes Traktat über die menschliche Natur ist eigentlich von ihm selbst zu Lebzeiten abgelehnt und durch die Abhandlung: "Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand" ersetzt worden. Hume sieht in seinem Jugenwerk (er war zarte 21 als er die Treatises schrieb) zu viele Schwachstellen. Besagt Schwachstellen sind für den Einsteiger, Anfänger und Laien allerdings eher nebensächlich.
"Wie funktioniert Denken überhaupt? Was steuert und lenkt meine Gedanken? Was ist Wissen?" Wer sich solche Fragen stellt, oder sich zumindest für ebend solche interessiert, findet hier eine Theorie in verständlicher Sprache und in über weite Strecken klarer Formulierung.
Humes Ansatz: Alles, was wir uns vorstellen, muss zuvor wahrgenommen worden sein. Jeder Eindruck (Impression), bzw. jede Wahrnehmung erzeugt eine Vorstellung (Idea) im Geist. Unsere Erfahrung ist somit das A und O der Erkenntnis, weswegen die philosophische Richtung auch Empirismus heißt. Viele der elementaren Grundzüge der Humeschen Theorie finden sich übrigens schon bei John Locke dem Begründer des Empirismus in seinem "Versuch über den menschlichen Verstand".
Es steckt also viel in diesem Buch. Prädikat: interessant und verständlich für jedermann - ein echter Klassiker.
Ein Hinweis noch für alle nicht-ganz-Laien: Hume ist der erste Philosoph, der das Induktionsproblem erkennt, bzw. formuliert. Kant bedankte sich später bei Hume für diese Erkenntnis da sie ihn aus seinem "dogmatischen Schlummer" geweckt habe und somit den Weg zur "Kritik der reinen Vernunft" zumindest mit ebnete.


Der Staat
Der Staat
von Platon
  Gebundene Ausgabe

10 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geschlossene Gesellschaft !?!, 30. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Der Staat (Gebundene Ausgabe)
Platon lässt in diesem wichtigen Werk den Sokrates im Dialog mit Freunden den besten Staat entwerfen. Die Frage nach dem Wesen der Gerechtigkeit bringt ihn auf dieses Thema und lässt ihn nicht aufgeben bis sein Staatsgebilde steht. Für Platon ist der Staat, den er beschreibt ein Ideal, ein Staat des Glücks und ein Staat der Philosophen. Klare Abgrenzung der drei Stände: Philosophenkönig(e), Wächter und Volk. Es steckt natürlich mehr in diesem Büchlein als der starre Abriss eines Staates. Man erhält Einblicke in Platons Ideenlehre uns seinen Meinungen zu anderen Staatsformen. Beim Lesen sollte man allerdings nie vergessen, dass Platon "der Staat" im Athen vor 2400 Jahren verfasste.
Nach Lektüre des Werkes empfehle ich Karl Poppers "Offene Gesellschaft I" in dem Popper den platonischen Staat scharf kritisiert, Platon selbst des Historizismus überführt und die offene Gesellschaft verteidigt.


Politik als Beruf.
Politik als Beruf.
von Max Weber
  Broschiert

13 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geltungsanspruch nicht verloren., 29. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Politik als Beruf. (Broschiert)
Dieser 1919 gehaltene Vortrag behandelt die Entwicklung der politischen Machtverhältnisse bis zur Gegenwart. Weber nennt drei Rechtfertigungsmöglichkeiten für politische Herrschaft:
1. traditionale Herrschaft
2. charismatische Herrschaft
3.(durch Satzungen und Regeln)legale Herrschaft
Er unterscheidet außerdem zwischen Berufspolitikern, die "für" und denen, die "von" der Politik Leben und zeigt die Problematiken der Gesinnungs- und Verantwortungsethik auf.
Diese kurze Übersicht der prägnanten Inhalte sollte genügen, um einen Überblick über die wichtigsten Begriffe zu geben, die bis heute verwendet werden. Webers Vortrag ist über weite Strecken allgemeingültig und doch spezifisch.
Ich sehe von einer detaillierteren Inhaltsangabe ab, weil ich denke, diese 66 Seiten sollte und kann man in der weberschen Sprache lesen - sie gehören mit Sicherheit zu den wichtigsten der Politiktheorie.


Das Glasperlenspiel
Das Glasperlenspiel
von Hermann Hesse
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

1 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lehre einer Lebensphilosophie, 24. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Das Glasperlenspiel (Taschenbuch)
Viele Menschen empfinden (wie auch ich) die Gegenwart und vor allem ihre mediale Präsentation belastend. Wankend unter der Gewissheit breitflächiger Werteverluste in menschlich-moralischer Hinsicht weiß ich um so mehr die Lichtblicke zu schätzen und um dem im augenscheinlichen Siegeszug der Trivialitäten lauernden Wahnsinn nicht zu verfallen, brauche ich Bücher wie das Glasperlenspiel.
Tatsächlich kann dieses Meisterwerk viel zur Prüfung und Veränderung der eigenen Lebensphilosophie beitragen. Ist doch das Wertvolle im Leben des Josef Knechts sein authentischer Anspruch auf eine Vorbildfunktion. So wird er zum Lehrer einer Lebensauffassung, die in denen, die gewollt sind ihm zuzuhören eine kleine oder, je nach Intensität der Leidenschaft, große Sehnsucht nach dem eigenen Kastalien weckt. Hermann Hesse war in der Lage verinnerlichte Prioritäten völlig neu zu sortieren. Plötzlich erscheinen Probleme und Ärgernisse im Lichte der knechtschen Lebensweise nahezu lächerlich und die Frage drängt sich auf: Was hindert mich daran die Lernaufforderung anzunehmen und mein reales Leben zu bereichern? Fast drängt sich die Antwort im gleichen Maße auf: Nichts!
Auch auf mich hat dieses Buch tiefen Eindruck gemacht, hat Spuren hinterlassen und mich dazu aufgefordert, ja verpflichtet überall zu werben und zu hoffen, dass die Anzahl derer, die daran wachsen beständig größer wird.


Buddenbrooks. Verfall einer Familie. Roman
Buddenbrooks. Verfall einer Familie. Roman
von Thomas Mann
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lasst euch mitnehmen!, 18. Oktober 2003
Theoretisch handelt dieses Buch lediglich von mehreren Generationen einer Familie und deren persöhnlichen, wie geschäftlichen Glück- und Unglücksfällen. Theoretisch müsste sich ein Leser allein des Verhältnises "Inhalt zu Umfang" wegen langweilen. Zu diesem Schluss mögen all die Unwissenden kommen, die sich bisher haben abschrecken lassen von dahingeklatschten Inhaltsangaben und Aussagen solcher, die beispielsweise in der Schule eher unfreiwillig in den "Genuss" dieses Werkes kamen.
Die Wahrheit aber ist: Thomas Mann nimmt den Leser mit ins 19. Jahrhundert. Zeigt ihm auf einzigartige Weise Werte, Alltag, Sitten und Brisanz dieser Zeit. Ermöglicht den Einblick in eine Familie ohne auch nur andeutungsweise zu langweilen. Schnell fühlt man sich mit den buddenbrookschen Problemen, ja mit der buddenbrookschen Situation vertraut und verschmilzt mehr und mehr mit ihrer Geschichte - erlebt ihr Schicksal.
Obwohl mir die abschließende Wertung: ein großes Werk, leicht über die Lippen geht, kann ich mir die Warnung an all jene nicht verkneifen, die nicht gewillt sind, sich von Thomas Mann mitnehmen zu lassen: Dieses Buch braucht die richtige Einstellung und Erwartung!


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