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"open_veins"

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The Undying Darkness
The Undying Darkness
Wird angeboten von music-center
Preis: EUR 38,18

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein weiterer Knaller., 28. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: The Undying Darkness (Audio CD)
Ja, Caliban klingen immer noch nicht wieder wie auf 'A Small Boy And A Gray Heaven', 'Vent' und 'Shadow Hearts'. Ja, Caliban *sind* "eingaengiger" und "zugaenglicher" geworden. Nein, das aendert nichts daran, dass dieses Album von allen gekauft werden MUSS, die sich eh schon jede halbgare aktuelle Metalcore-Veroeffentlichung reinpfeifen, denn Caliban exerzieren diesen Stil um viele Kanten und Ecken perfekter und sympathischer als so ziemlich alle ihrer Kollegen, die langjaehrige Erfahrung macht's.
Auch wenn der unglaublich brutale Druck von 'Shadow Hearts' weg ist und der sehr genial uebersteuerte Treble von 'The Opposite From Within' fast voellig vermindert wurde, besteht 'The Undying Darkness' aus etlichen zielsicheren und dem Moshpit sicher brilliant dienlichen Riffs, die sich mitsamt den wundervollen Refrains zusammen im Kopf festsetzen und nicht wieder zu entfernen sind, da kann einem dann auch egal sein, wenn von diversen "Experten"-Seiten Plagiatvorwuerfe angesegelt kommen. Und wenn ich jetzt schon bei den Refrains bin: Gitarrist Denis Schmidt liefert von saemtlichen klaren Saengern aller Caliban-Alben die beste Leistung ab, keine Diskussion. Stimmlich in hoeheren Regionen angesiedelt als der Mann von TOFW - und wer gestern die Rockpalast-Show im WDR sah, hat an seiner Mimik wohl gesehen, dass er sich dafuer auch ganz gut anstrengen muss ;)-, haut er hier eine goettliche Gesangslinie nach der anderen raus, die allesamt an Melancholie in diesem Genre meiner Meinung nach kaum zu uebertreffen sind. Als Anspieltipps seien hierfuer "It's Our Burden to Bleed", "Nothing Is Forever", "I Refuse to Keep On Living.." und "Sick of Running Away" genannt.
Allerdings hat sich auch Andy stark verbessert, die Erweiterung seiner vokalen Bandbreite war ja schon auf der 2. Split mit Heaven Shall Burn deutlich auszumachen, doch auch da hat sich jetzt nochmal was getan im Vergleich zu TOFW und vor allem den anderen Alben, das Keifen beherrscht er immer noch so gut wie jetzt auch tiefere Tonlagen(darunter auch manchmal ein Grunzen) und durchaus auch schwarzmetallisch gefaerbte Einsprengsel.
Auf zwei Songs kamen dann auch noch GastsaengerInnen zum Zuge: "Moment of Clarity" mit der deutschen Thrash-Legende Mille Petrozza von Kreator, ein Stueck, das mit herrlicher Old School-Aggression dahergerumpelt kommt, und eine Frau namens Tanja Keilen(Sister Love), die dem Bjoerk-Cover "Army of Me" hilft, es mehr als einfach nur einen guten (ca.) Industrial Metal-Track sein zu lassen.
Ich habe nur zwei Dinge mehr oder weniger zu bemaengeln:
1.)Das Cover. Zwar netter anzusehen als jenes von TOFW, aber trotzdem immer noch einfach nur grausig, trotz des vielleicht kultigen Trash-Faktors. Warum greift man nicht wieder auf Seth zurueck? 'Shadow Hearts' wurde von dem Mann doch grossartig veredelt.
2.) Die Texte. Orthographisch besser als vorher, jedoch immer noch nicht das Gelbe vom Ei. Man merkt, dass sie von Menschen kommen, deren Muttersprache nicht Englisch ist, aber das ist bei den meisten europaeischen Bands so, die nicht aus dem UK sind. Thematisch auch persoenlich, vielleicht manchmal sogar etwas zu sehr, aber teilweise arg plakativ im Ausdruck.
Beides allerdings wirklich nur aeusserst marginal stoerend, an der - jetzt benutze ich es doch noch - geilen Musik aendert das absolut gar nix. Und als Fan seit 'Vent' wird es, denke ich, auch langsam mal Zeit, dass ich die Band dann im Mai auch endlich mal live sehe.


Things Viral
Things Viral
Preis: EUR 17,69

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Busfahrplaene., 23. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: Things Viral (Audio CD)
Anfang 2005, eine offene Station irgendeiner Psychiatrie: es war schon langsam dunkel und ich lag auf meinem Bett in einem Zimmer, das so karg eingerichtet war wie mein Innenleben anno dunnemal. Ich lag also da und war froh ueber die physische und psychische Abstinenz meines hyperaktiven und ziemlich beknackten Zimmerkollegen, der mir keine einzige Nacht meine Ruhe lassen wollte, obwohl ich eh schon nicht schlafen konnte, sondern stundenlang seine Yugioh-Karten sortieren und dabei extrem beaengstigende Kommentare dazu abgeben musste. Nicht beaengstigender allerdings als dieses Album. Denn als ich da so lag, den Discman - der nach meiner Entlassung nicht mehr lange halten sollte - auf dem Bauch und 'Things Viral' darin, doeste ich mit der untergehenden Sonne, die sich vermutlich in meinen Augen reflektierte, langsam beinahe weg. Beinahe. Nach kurzer Zeit naemlich begann die Band zu wirken, und wie. Ich war in diesem Zustand, der nichts Halbes und nichts Ganzes ist und habe darin mental nicht sonderlich viel Beinfreiheit, sodass derartige Musik ziemlich merkwuerdige Auswirkungen auf meinen Verstand hat. Das abartige Geschrei machte mich nach und nach ziemlich paranoid, ich bekam Panik, Schweissausbrueche und Bilder, die aehnlich denen aus meinem Review zum Debut waren, und war nach 60 Minuten reichlich entgeistert und -kraeftet, lag noch ca. 30 Minuten rekonvaleszierend auf der harten Matratze und wurde durch meinen Zimmerkollegen und seine Familie zurueck in die Realitaet gerissen.
Moechte zum Schluss noch anmerken, dass die Texte des Vorgaengers doch ganz gut interpretierbar sind, ich hatte da wohl auf jene DIESES Albums verweisen wollen, die naemlich wirklich komplett krank sind.


Gun
Gun
Wird angeboten von dvdseller24
Preis: EUR 29,97

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ganz in Ordnung., 29. Dezember 2005
Rezension bezieht sich auf: Gun (Videospiel)
Die TV-Spots machen vermutlich mehr Hunger, als man dann schlussendlich davon gesaettigt wird: "Gun" geht hoechstens als Zwischenmahlzeit durch. Zu den einzelnen Punkten:
- Story: Eigentlich ziemlich klasse, wenn auch wenig innovativ, steht klassischen Filmproduktionen nur geringfuegig nach, boete also genuegend Stoff, um selbst umgesetzt zu werden, vor allem das Ende ist mitreissend und spannend anzusehen. Und die Sidequests sind toll.
- Charaktere: Hier waere ein wenig mehr Tiefgang nicht uebel gewesen, denn auch der steinharte und herzlose Cowboy, der sich spaeter als etwas an sich ganz Anderes herausstellen soll, ist schon mal dagewesen, genauso der korrupte Diener Gottes, der durchgedrehte Ex-Soeldner(was auch immer Hollister war) mit seiner riesigen Armee etc. Gut, es ist prinzipiell ein reines Actionspiel, deshalb ist da nichts in Richtung "Shenmue" zu erwarten, egal. Dennoch Unmengen erstklassiger und schlagfertiger Sprueche + ein grosses Lob an die Synchronsprecher(Kris Kristofferson, Lance Henriksen etc.), die es wirklich perfekt geschafft haben, die Hauptfiguren glaubwuerdig klingen zu lassen.
Falls es da draussen allerdings eine Frau gibt, nach der Jenny erschaffen wurde: Mail schreiben!;)
- Action: Viel. Kann hier nicht mit "Red Dead Revolver" vergleichen, da immer noch nicht gespielt, aber ich hatte am Ende etwas mehr als 1000 erledigte Gegner, das spricht fuer sich, schaetze ich.
- Gewalt: Ueberraschenderweise hat "Gun" ein paar mehr oder weniger heftige Zwischensequenzen zu bieten, vor allem, was die Ermorderung zweier Frauen anbetrifft(Axt durch Schirm in den Kopf, Kehle durchgeschnitten etc.) und es werden auch schon mal Leuten ein Ohr abgetrennt oder Finger einzeln abgeschossen.
- Grafik: Etwas altmodisch, habe mich oefter gefragt, wann das Spiel fertiggestellt wurde, auf jetzigem Niveau ist hier naemlich nix. Zudem gibt es ein paar starke Grafikfehler: nachdem ich einmal mit der Faehre fahren wollte, den Mann ansprach und direkt wegdrueckte, stand ich ploetzlich ueber dem Strom, waehrend die Faehre einfach weiterfuhr. Nunja.
- Steuerung: Gut, haette zu keiner Zeit Probleme damit, abgesehen davon, dass es mir manchmal so vorkam, als schoesse man irgendwie zeitverzoegert zum tatsaechlichen Betaetigen des jeweiligen Knopfes.
- Waffen: Hat alles zu bieten, gegen Ende sind sie nur ein wenig *zu* stark, wenn man selbst Bosse mit 4-5 Schuessen besiegen kann. Die "Boni", die man erhaelt, sobald das Spiel durch ist, sind aufgrund der Tatsache, dass es keine Missionen mehr, sondern hoechstens noch Banditenueberfaelle gibt, reichlich unnoetig.
- Schwierigkeitsgrad: Ich kann nur zu "normal" etwas sagen, der mir, nachdem ich mich eingewoehnt hatte, dann doch eher nach "leicht" aussah, mit Ausnahme vom Endkampf, ich habe seit "Golden Eye: Rogue Agent" - das einzige Spiel ueberhaupt, das ich nie zuende gespielt habe, weil es einfach ueberzogen unfair und schwierig ist - nicht mehr dermassen geflucht, bis ich dann den "Trick" rausfand.
- Soundtrack: Neben Jenny vermutlich der Glanzpunkt des Spiels, auch wenn es kaum Variation gibt. Die Musik, die auf der Ranch laeuft: goettlich! Haette ich gerne das gesamte Spiel ueber gehoert, das aktuelle Earth-Album haette allerdings auch gepasst, waere das Spiel etwas duesterer gestaltet.
Insgesamt lohnt sich das Spiel durchaus, sofern man nicht wie viele andere den Fehler begeht und hier ein Wild West-GTA erwartet, sondern sich klarmacht, dass es ein paar Stunden Zeitvertreib inkl. den ein oder anderen nostalgischen Augenblick bietet und nicht mehr.


See You on the Other Side
See You on the Other Side
Wird angeboten von ZUMM
Preis: EUR 9,98

7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Jonathan Davis - See You On The Other Side, 30. November 2005
Rezension bezieht sich auf: See You on the Other Side (Audio CD)
"Frontmann Jonathan Davis hat es zusammen mit den Hitmachern The Matrix and Atticus geschrieben und produziert. Es enthält die Single 'Twisted Transistor' und klingt klarer und härter als die Vorgängeralben." Von MTVs Prelistening-Sektion zum Album und diese beiden Saetze sagen schon ziemlich viel aus: KoRn besteht an sich nur noch aus Davis und es ist zu bezweifeln, dass die nach Heads Weggang ausser ihm verbliebenen Mitglieder ueberhaupt etwas damit zu tun hatten, ausser auf "For No One" hoert sich naemlich kein Song darauf an, als waere er von der urspruenglichen Band eingespielt worden. Auf die Haertegrad-Behauptung gehe ich spaeter noch ein.
Zur Musik selbst also, ohne jeden einzelnen Song einer Dissektion zu unterziehen: an sich die Fortsetzung dessen, was ich in meiner Rezension zur Greatest Hits bemaengelte, naemlich das "Word Up"-Cover, das mit Sicherheit nicht nur ich fuer einen Spass hielt.
"Twisted Transistor" besteht allerdings aus aehnlich unfassbar peinlichen Dance Pop-Sounds und kraftlosen Vocals, ohne die Entschuldigung vorweisen zu koennen, aus der Feder eines anderen Musikers zu stammen.
"Politics" und "Hypocrites" sind unterdurchschnittliche New Rock-Songs ohne jegliche Aggression.
Bei "10 Or A 2-Way" findet der von etlichen Fans immer wieder geforderte Dudelsack Verwendung, allerdings ohne dem Song irgendwie dienlich zu sein, der passt da absolut nicht hin und hat keinerlei Funktion und soll wohl nur Reminiszenz an "glorreiche Zeiten" darstellen.
Bis "Open Up" passiert dann nichts, das auch nur ansatzweise erwaehnenswert waere - ausser dem Titel "Love Song".. wow, Jonathan, dein Zynismus ist so wundervoll subtil!-, und jenes Stueck endet mit daemlichen Elektrosounds und etwas, das wohl einem Hip Hop-Part gleichkommen soll. Teilweise hatte ich den Eindruck, als waere hier das grossartige "With_Teeth" der NIN verwurstet worden, minus dessen Intelligenz und Qualitaet.
Nun noch schnell das einzige Markenzeichen KoRns, das beibehalten wurde, abgesehen von Jons "bickering"(rhamdaslkdfhksdf, ihr wisst schon), das ueberhaupt nicht zur luftigen Musik passt, naemlich Fieldys Bass in "For No One", angesprochen und dann kann ich auch endlich etwas Positives ueber SYOTOS schreiben: "Tearjerker" ist KEIN RHCP-Cover!
Fazit: dieses Album ist, entgegen der wohl vom Label an MTV geschickten Beschreibung, nicht einmal haerter als "Untouchables" oder die erste Linkin Park-Veroeffentlichung und es geht mir nicht in den Kopf, warum man nach dem gutklassigen TALITM wieder so rumexperimentieren musste(ich habe nichts gegen Experimente, "Untouchables" gefiel mir schliesslich auch). Ich war durchaus einmal sowas wie ein Fan dieser Band, als ich das Debut damals hoerte und auch noch lange Zeit darueber hinaus, aber, auch unter der Praemisse, voreilige Schluesse auf das weitere Schaffen der "Gruppe" zu ziehen, hiermit sind KoRn fuer mich gestorben. Soll dieser Egozentriker solche Alben doch unter seinem eigenen Namen veroeffentlichen, denn mit KoRn hat das nichts mehr zu tun.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 18, 2008 2:57 PM MEST


Greatest Hits Vol.1 (Limited Edition CD + DVD)
Greatest Hits Vol.1 (Limited Edition CD + DVD)
Preis: EUR 12,27

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lohnenswerte Anschaffung., 3. Januar 2005
Diese Zusammenstellung der groessten KoRn-Hits lohnt sich selbst fuer die, die bereits alle regulaeren Alben ihr Eigen nennen koennen, denn man sollte diese CD als das sehen, was sie ist: eine Kollektion der besten Songs dieser einst richtungsweisenden Kombo, nicht mehr und nicht weniger. Hier hat man einfach den Vorteil, dass man sich nicht immer die kompletten Studioalben anhoeren muss, um in den Genuss von Stuecken wie "Blind" oder "Falling Away From Me" zu kommen, denn gibt es da doch auch beim Debut so manchen Fueller zu verzeichnen. Jedenfalls zeigen diese Songs auch nach teilweise 10 Jahren ihre komplette Effektivitaet, sprich: man moechte am liebsten alles kurz und klein hauen, was sich in naeherer Umgebung befindet.
Fazit: definitiv sein Geld wert, vor allem mit der Bonus-DVD im Gepaeck. Ein Stern Abzug allerdings fuer dieses furchtbare "Word Up"-Cover, das haette wirklich nicht sein muessen.


Vol.3: The Subliminal Verses (Ltd. Edition)
Vol.3: The Subliminal Verses (Ltd. Edition)
Wird angeboten von DVD Overstocks
Preis: EUR 10,62

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unerwartet gut!, 25. Mai 2004
Nachdem ich bereits im Vorfeld Schlechtes ueber die Platte gehoert hatte, fing ich langsam selbst an, skeptisch zu werden, und "Duality" fand ich anfangs ehrlich gesagt auch nicht spitze. Jetzt habe ich den ersten Durchlauf hinter mir und bin begeistert und nicht ganz hoffnungslos, dass das auch auf laengere Zeit so bleiben wird. Zuallererst fuehlte ich mich durch Rick Rubins wundervolle Produktion etwas an das selbstbetitelte Roadrunner-Debut erinnert, "Prelude 3.0" wuerde ich trotzdem als (einzigen) Ausfall der Platte bezeichnen, das konnte meine Aufmerksamkeit nicht so recht auf sich ziehen.
Zu den ersten beiden richtigen Songs kann ich jetzt konkret nichts sagen, aber "Duality" finde ich inzwischen doch richtig gut, fuer das Album aber nicht wirklich repraesentativ. Spaetestens nach "Opium of the People" aber sass ich dann mit heruntergeklappter Kinnlade da und mein erster Gedanke war: "Das sollen dieselben Slipknot sein, die sich gegenseitig auf der Buehne verpruegeln?" Man liess ja schon vorher verlauten, dass es diesmal Soli geben wird, aber so ein Geschrubbe hatte ich dann echt nicht erwartet.
Ansonsten will ich nur noch erwaehnen, dass selbst die beiden Balladen vollkommen ueberzeugen koennen, da gibt es wirklich nichts auszusetzen.
Ich verstehe auch nicht ganz, warum hier Sachen wie "Das hat nichts mit mehr mit Slipknot zu tun." geschrieben werden!? Duerfen sich Slipknot etwa nicht weiterentwickeln? Waere es euch lieber, wenn sie auch noch auf ihrem 10. Album wie ein Haufen Atavisten rumbolzen und -bruellen? Dass sich das Album wie eine Stone Sour-Kopie anhoeren soll, nur weil Corey oefter mal richtig singt und es 2 ruhige Songs gibt, ist auch voelliger Bloedsinn, das hier sind immer noch Slipknot, wenn auch in einem progressiveren Stadium.
Kaufen und selbst ueberzeugen!


The Tracy Chapter
The Tracy Chapter
Preis: EUR 11,92

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gut., 25. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: The Tracy Chapter (Audio CD)
Das neueste Zugpferd von Lifeforce beweist mit diesem Album, dass es durchaus das Potential hat, in die Oberliga europaeischer Metalcore-Bands aufzusteigen, auch wenn man sich hier eher an amerikanischen Vorbildern orientiert, anstatt sich an schwedischem Death Metal zu bedienen, wie es Caliban und Heaven Shall Burn gerne tun. Und um DAS Vorbild dann auch gleich beim Namen zu nennen: Poison the Well. Die Produktion ist um einiges druckvoller, die Songs abwechslungsreicher und der Gesang klingt nicht ganz so aggressiv, dafuer ein wenig verzweifelter(es gibt auch mehr cleane Parts), aber ansonsten haetten einige der Songs auch auf "The Opposite of December.. A Season of Separation" Platz finden koennen.
Einziges Manko: textlich wird teilweise schon arg dreist geklaut, man vergleiche "Passing Moments"(tolles Video uebrigens) mal mit PTWs "Nerdy". Ansonsten sei hiermit eine klare Kaufempfehlung ausgesprochen.


Kein Titel verfügbar

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Hart.", 23. Mai 2004
Im Gegensatz zu seinem Labelkollegen Sido(ich kenne nicht viel von A.i.d.S., aber das klingt mir doch recht unprofessionell und ganz und gar nicht nach Talent), der mit seiner penetranten Stimme eher einer etwas "boeseren" Version von Eko gleichkommt, kann Bushido wirklich Authentizitaet vorweisen. Der Mann kommt mit seiner dunklen, aggressiven Stimme wirklich glaubwuerdig rueber, dazu passt dann auch, dass er seine Songs mit Mobb Deep-Samples,(aus "What U Rep" von Prodigys 2000er Soloalbum "H.N.I.C."), Stellen aus "American History X" und Pistolenschuessen unterlegt.
Die Beats stammen alle aus eigener Hand, knochentrocken und auf das Noetigste reduziert, intensiv, nur selten begibt er sich auf stupides Club- und Bounce-Niveau.
Seine Texte handeln vom "Leben im Ghetto" in Berlin, die Geschichten duerften fuer 90 % seiner Hoerer nicht nachzuvollziehen sein, ehlich gesagt kann ich mir selbst auch nicht so recht vorstellen, dass es da so zugehen soll, eine solche Menge Drogen, Abzockerei, Pruegel und Mord verbinde ich eher mit Queensbridge. Aber man sollte die Texte eh nicht allzu ernst nehmen, ich hatte mehr als nur den ein oder anderen herzlichen Lacher beim Zuhoeren, das ist teilweise fast schon Comedy("Ich zieh' die Knarre und schlag' auf ihn ein so drauf wie ich bin"). Das Intro zu "Pussy" hoert sich nebenbei sehr nach Briana Banks an, oder doch Krystal Steal?;)
Einen Stern Abzug allerdings fuer die wirklich aetzenden, anbiedernden weiblichen Hintergrundgesaenge.


The Opposite of December
The Opposite of December
Wird angeboten von ImLaden
Preis: EUR 15,28

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker.., 15. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: The Opposite of December (Audio CD)
.. des modernen Metalcore und einer der Wegbereiter fuer etliche andere "Floridacore"-Gruppen. Die Entwicklung auf "You Come Before You" bedauere ich ein wenig, weil sich Jeff da in den cleanen Passagen anhoert wie Stephen Brodsky auf der letzten (furchtbar langweiligen) Cave In-Platte, dementsprechend wenig konnte ich damit dann auch anfangen. Hier wird allerdings noch viel Wert auf die typischen, dem Moshpit dienlichen Breakdowns und gelegentliche akustische Passagen gelegt, der Szenehit "Nerdy" sticht hierbei besonders heraus. Sowieso zaehlen die ersten 5 Songs zu den absoluten Highlights der Platte, was Emotionaleres duerfte in dem Bereich (auch heute noch) schwer zu finden sein. Das betrifft auch gleichzeitig die Texte, die sehr persoenlich gehalten sind und in den ersten 4 Songs von einem/r Selbstmoerder/in erzaehlen, was, wenn man die Rueckseite des Booklets betrachtet, nur auf persoenlichen Erfahrungen beruhen und auch aus Interviews interpretiert werden kann. Wie bereits zu Anfang erwaehnt, kamen PTW nach "The Opposite of December.. A Season of Separation" leider selbst nie mehr an die Klasse selbigen Albums heran, obwohl die Experimentierfreudigkeit natuerlich durchaus zu loben ist. Wer weiss, ob sich das beim naechsten Mal nicht vielleicht doch wieder aendert..


Khanate
Khanate
Wird angeboten von thebookcommunity
Preis: EUR 79,74

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Willkommen in Negativland!, 18. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Khanate (Audio CD)
Kaum eine andere Band duerfte so stark rueckkopplungs- und feedbackbesessen sein wie Khanate, nicht einmal EyeHateGod(r.i.p.). Das verbunden mit den aeusserst psychopathischen Vocals und der unglaublichen Zaehe des Songmaterials ergibt einen Strudel, dem man sich nicht mehr entziehen kann, so sehr man sich auch windet. Man wird gezwungen, sich selbst mit seinen ureigensten Aengsten, den Gedanken, die man begraben hatte und die nun wieder ans Tageslicht geraten, zu konfrontieren, waehrend der Verstand Bilder heraufbeschwoert, die genauso gut in David Lynchs "Eraserhead" Platz gefunden haetten. Bilder von riesigen, leerstehenden Hallen, in deren duesterster Ecken Gestalten zu erkennen sind, die an sich gar keinen Sinn ergeben, Loecher, die wie aus dem Nichts im Boden erscheinen und aus denen man die Schreie gequaelter Seelen vernehmen kann, waehrend draussen unbarmherzig eine Uhr tickt, die gar nicht da ist und der Wind, der unablaessig an den Fenstern entlangweht und surrt und spuckt und zu einem spricht.
Dann ist die CD zuende und man liegt schweissgebadet im Bett/auf der Couch/am Boden und hat keine Ahnung, was da gerade die letzten 57 Minuten ueber einen hereingebrochen kam. Wie eine Krankheit breitet sich diese Musik in einem aus, wird zu einer Sucht, bei der keine Entzugsklinik der Welt mehr helfen kann.
Es ist unmoeglich, irgendwas Passendes zu den Texten zu sagen, da sie voellig krank und fast gaenzlich uninterpretierbar sind.
Musik von Freaks fuer Freaks.


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