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Mark Letter "Letterman" (Stuttgart)

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Träum nur weiter: Wie ich versuchte, in nur einem Jahr Handicap 0 zu erreichen
Träum nur weiter: Wie ich versuchte, in nur einem Jahr Handicap 0 zu erreichen
von John Richardson
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,99

14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spritzig, vergnüglich, inspirierend, 7. September 2011
Auf einem irischen Golfplatz wird eine verrückt klingende Wette geboren: John wettet mit einem Freund, er könne seine bisher wahrlich begrenzte Golf-Kunst soweit verbessern, dass er eine Runde Par spielen könne. Zu bedenken ist: Mit einem Handicap von 24 Plus lässt sich John wahrlich nicht als begnadeter Golfer bezeichnen. Außerdem hat er neben einem ziemlich anstrengenden Job als Golfclub-Caterer und Fish-and-Chips-Läden-Besitzer - und dem Traum, damit mindestens eine Million zu scheffeln - auch noch seine Frau Lesley und die kleine Tochter Aimee. Alles in allem sind das sicher nicht die besten Voraussetzungen, um auch noch die Energie aufzubringen, mit größtmöglichem Einsatz etwas nahezu Unmögliches zu schaffen. Allerdings reift die anfängliche Idee nach ihrem mentalen Erweckungserlebnis langsam aber sicher zu einem handfesten Traum heran. Irgendwann, 2004, nach langem Aufschieben, Zögern und Zaudern will er ENDLICH erfüllt werden.
"Träum nur weiter" zeigt, wie John mit einer Menge Disziplin, Durchhaltevermögen, Mut und gnadenloser Beharrlichkeit auf das Undenkbare zusteuert, an dem andere zweifeln. Viel harte Arbeit wartet dabei auf den Iren, der zwar schon in seiner Jugend davon träumte, ein großer Golfstar zu werden, der aber nicht damit rechnete, dass man für die Realisierung seiner Träume oft mehr als alles geben muss ...
Auf seinem beschwerlichen Weg vom Durchschnittsgolfer zum echten Könner begleitet ihn neben dem Manager des Golfplatzes (der ihm erlaubt, umsonst zu trainieren) und der Golfplatztrainerin Debbie Hanna (und anderen) das Vorbild seiner Kindheit: der Golfer Severiano Ballesteros. Ihn hatte John in lange zurückliegenden Kindertagen mit einigen seiner Freunde bei den Irish Open in Dublin live und in Farbe Golf spielen sehen. Und er hatte ihn nachhaltig beeindruckt. Ihn imaginiert er sich nun als fiktiven Begleiter während seines Golftrainings. Er begleitet John in dessen Phantasie hin zu DEM EINEN ZIEL: über sich selbst hinauszuwachsen und innerhalb eines Jahres die herbeigesehnte Runde Par spielen zu können.
Inspiriert durch eine Unmenge an 'Golfbibeln', Golfzeitschriften und diverse E-Mail-Kontakte mit Golfexperten macht sich John also eines Tages ans Werk und betritt, endlich, frohen Mutes, die Wette im Hinterkopf, beste Vorsätze im Herzen, den Golfrasen seines Golfclubs. Doch der Weg über den sattgrünen irischen Golfrasen wird durchaus steinig. Mehr als einmal scheint das Ziel weiter entfernt zu sein als der Mond. Auch als ihm das Par-3-Loch am siebten Tee fast zur Verzweiflung treibt, findet er eine Lösung. Düstere Wälder auf dem Platz, böse Wasserlöcher, sandige Bunker, fiese Plugs, miese Shanks und unberechenbare eine schier unbezwingbare Nervosität und die Angst vor Horrorlöcher werden langsam besiegt. Langsam aber sicher beginnt das Eisen nach vielen Rückschlägen und bösen Zweifelattacken zu tun, was sein Meister verlangt. Der letzte Satz aus diesem Buch über ein ungewöhnliches Traumverwirklichungserlebnis ist es dann, der die zentrale Lebensbotschaft zusammenfasst, und er heißt nicht "Träum nur weiter", sondern "Träumen Sie Ihren Traum". Und nach der Lektüre sollte man hinzufügen: "Leben Sie ihn!"

Ein Halbsatz des Kommentars der Irish Times auf der Buchrückseite bringt es wunderbar auf den Punkt: "Johns Geschichte ist eine Lehrstunde für das Leben." Ich empfand die Lektüre dieses Buches als sehr angenehm und unterhaltsam. Dem Autor ist ein kluges und inspirierendes Golf-Buch mit positiver Botschaft gelungen. Es ist spritzig und für mich thematisch neu. Es ist gut lesbar und nach meiner Leseerfahrung im besten Sinne ein Beitrag für vergnügliche Lese- und Lebensstunden für Golf-Fans, die ihre Lebensperspektiven auch abseits des Golfplatzes verändern wollen.


83 Tage: Der langsame Strahlentod des Atomarbeiters Hisashi Ouchi
83 Tage: Der langsame Strahlentod des Atomarbeiters Hisashi Ouchi
von NHK
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

37 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Tatsachenreportage: Nicht berührend, sondern markerschütternd, 29. Juni 2011
Inhalt: Eines Tages in Japan geschieht es: Beim Versuch, in der Uranaufbereitungsanlage in Tokaimura 1999 Uranbrennstoff zu bearbeiten geschieht ein großes Unglück. Zusammen mit einigen anderen Atomarbeitern wird Hisashi Ouchi durch einen "Kritikalitätsunfall" (bei dem gefährlichste Neutronenstrahlen freigesetzt werden) mit einer astronomisch hohen Strahlendosis bombardiert. Im Vergleich mit seinen Kollegen wird sein Körper von der gewaltigen Strahlenmenge überschwemmt. Das schreckliche Ergebnis des grauenhaften Ereignisses ist ein langsamer und sehr qualvoller Sterbeprozess. Ein riesiges Team von Ärzten und medizinischem Personal versucht, diesem Sterben etwas entgegenzusetzen, es mit aller Kraft zu verhindern. Umsonst.
Anfangs wirkt alles auf die betreuenden Ärzte und Schwestern fast harmlos. Bis auf leichte Rötungen und Schwellungen ist kaum etwas zu sehen. Auch der leitende Arzt ist sich jetzt (noch) sicher: Dieser Patient muss nicht sterben, wir können ihm helfen. Doch spätestens am 59. Tag wird deutlich, dass die Spuren der zunächst äußerlich harmlos wirkenden Verstrahlung unumkehrbar sind und zum grausamen Tod des Patienten führen werden. Der Unfall hat die Chromosomen von Herrn Ouchi geradezu zusammengewürfelt und damit den Bauplan seines Lebens. Das Immunsystems des Patienten bricht zusammen, bald darauf seine Organe, seine Haut wird langsam zerstört. Minutiös wird nachgezeichnet, welche medizinischen aber auch ganz persönlichen Herausforderungen an die Ärzte, Schwestern und Verwandten nach dem Unfall gestellt wurden.
Eine Nervenprobe für den Leser: Es ist wohl nur sehr schwer, zu ermessen, was hier von allen ertragen werden musste. Schon den 83 Tage andauernden Sterbeprozess von Hisashi Ouchi in dieser Reportage mitzuverfolgen, fand ich psychisch anstrengend. Und es wundert mich auch nicht, dass viele Menschen vor solchen Realitäten am liebsten die Augen verschließen möchte. Sich ihnen zu stellen und Konsequenzen zu ziehen, ist aber sicher die klügere Reaktion. Immer wieder musste ich mir selbst vor Augen führen, dass es sich hier nicht um eine fiktive Geschichte, sondern um erschreckend grausame Realität handelt. Dadurch wurde das Lesen für mich das ein ums andere Mal zur nervlichen Zerreißprobe.
Gespickt mit Informationen zur Nukleartechnik wurden die Details zum Unfall und zur anschließenden Zeit und dem Martyrium des Atomarbeiters Ouchi akribisch zusammengetragen. Schon die puren Fakten erschüttern oft genug. Doch zusammen mit dem Blick in die Seelen der betroffenen Verwandten, wie der Frau des Unfallopfers und auf das unglaublich tapfere Opfer selbst wird alles noch viel abgründiger. Hier habe ich von großen Schmerzen gelesen, von einer großen Angst, der Hoffnung, vom Nicht-wahr-haben-Wollens, und von großer Trauer. Wer kann sich vorstellen, dass so etwas möglich ist.
Manchmal habe ich mich gefragt, ob ich hier wider Willen zum Voyeur des Unglücks und seiner Folgen gemacht wurde. Doch dass diese "Geschichte" aufgeschrieben wurde und auf diese Weise für alle sichtbar wird, halte ich für wichtig. Nicht nur, um Herrn Ouchi ein Denkmal zu setzen, sondern auch, um ein schriftliches Mahnmal zu hinterlassen: Dieser Strahlenunfall mit tödlichen Folgen macht einmal mehr deutlich, dass die Zukunft der Atomenergie weltweit zu Ende gehen muss. Auch wenn der beschriebene Fall etwas ganz anderes ist als die jüngste, in ihren Konsequenzen noch immer nicht absehbare Katastrophe von Fukushima, wird ein weiteres Beispiel für die beängstigende Zerstörungskraft einer letztlich unbeherrschbaren Technologie deutlich: Seien es nun Reaktorstörfälle, Explosionen, mögliche Terroranschläge auf Atomkraftwerke oder - wie in diesem Fall - ein Kritikalitätsunfall. In jedem Falle sind die Folgen verheerend.
Ich finde, das menschliche Leid, das hier am Beispiel eines Einzelnen deutlich gemacht wurde, sollte weiterer Ansporn sein, dass jetzt neue Wege beschritten werden. Zunächst in Deutschland und dann auf der Welt. Nicht weil am deutschen Wesen die Welt genesen soll, sondern weil dies der einzig gangbare Weg sein kann.

Gesamteindruck: Dies ist eine sehr lesenswerte, markerschütternde Tatsachenreportage. Sie macht klar: Nicht erst seit Fukushima sollte endgültig Schluss sein mit dem Mythos der Sicherheit und Beherrschbarkeit der Nutzung nuklearer Energie. Mir hat die Atomtechnik hier jedenfalls nochmals sehr eindrücklich gezeigt, wie grausam sie sein kann.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 30, 2012 9:10 PM MEST


Land der Empörer: Euro-Krise, Integration, Schulden und Sozialstaat: Warum Deutschland nur mit Klartext seine wichtigen Probleme lösen wird
Land der Empörer: Euro-Krise, Integration, Schulden und Sozialstaat: Warum Deutschland nur mit Klartext seine wichtigen Probleme lösen wird
von Ulrich Stockheim
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit Klartext und hellsichtiger Analyse gegen den Empörungswahnsinn, 22. Juni 2011
Tatsächlich mag man dem Autor mehr als einmal zustimmen, wenn er unser 'Land der Empörer' beschreibt. Statt Entscheidungen zu treffen, wird zu oft mit passives Zaudern und feiger Zurückhaltung reagiert. Unbequem zu sein, andere Meinungen standhaft gegen den Mainstream zu vertreten und mit Rückgrat zu argumentieren, scheint hierzulande zu selten Meriten einzubringen.

Ich empfinde es als sehr wohltuend, dass Stockheim die gähnend langweilige und zugleich empörend nerv tötende Kultur einer eindimensionalen Meinungsdiktatur andauernd zelebrierter Empörung weichgespülter Berufsempörer und falscher Moralapostel kritisch unter die Lupe nimmt. In seinem Buch tut er, was er fordert: Er spricht schonungslos Klartext, deckt Zusammenhänge zwischen Sprache und Wirklichkeitsbildung auf und zeigt, welche Verschleierungstaktiken aufrichtige Lösungsstrategien verhindern.
Der von Stockheim vertretene Gegenentwurf von einer Kultur des gepflegten Klartexts ist für mich eine wohlklingende Stimme. Es wird sehr gut deutlich, warum es nicht angeht, dass abweichende Meinungspositionierungen mutiger Menschen zu oft durch perfide Aktionen einer künstlich betriebenen Empörungsmaschine und durch mediale Meinungsmanipulationen kleingehäckselt werden. Die Herausarbeitung der Bedeutung der Sprache für den Meinungsbildungs- und Meinungsverschleierungsprozess ist sehr gut gelungen. Dass Inhalte hinter die Bedeutung abwehrender Bewertungen und sprachliche Meinungshülsen zurücktreten, ist in der Tat nicht nur schwer erträglich, sondern auf Dauer für unser Land auch gefährlich.

Ulrich Stockheim zeigt eindrücklich, wie es möglich und warum es nötig ist, dass die politische Korrektheit nicht zu einem versteckten und zerstörerischen Zensurwahnsinn und einer Tabudiktatur verkommt: Die Entwicklung wahrer Lösungsmöglichkeiten wird auf Dauer große gesellschaftliche Probleme hervorrufen und die Entwicklung tragfähiger Lösungen in der BRD verhindern. Das Plädoyer für eine ehrliche und sachliche, dabei auch werteorientierte Auseinandersetzung und das Aushalten von Konflikten ist nicht nur mutig. Es auszusprechen war längst überfällig. Anstatt die Herausforderungen niederzureden und eine doppelzüngige Meinungshygiene durch verlogene Betroffenheitsorgien zu betreiben, ist mutiges Vorausdenken wirklich gefragter denn je.

Es ist gut, dass auf diesen Seiten gegen eine Schönfärberei angeschrieben wird und Debatten eingefordert werden, die auf neuem Realitätssinn fußen und Substanz dem Schein vorziehen. Gerade auch für eine zukunftsorientierte Lösung der Eurokrise, so zeigt Stockheim, ist mehr gefragt als pathetische Floskeln und leblose Totschlagargumente, die Fehlentscheidungen als "alternativlose" Allheilmittel verkaufen wollen.
Nach meinem Leseeindruck kann ich sagen: Die aktuellen Beispiele zusammen mit gut recherchierter Fakten, einer fundierten Sachkenntnis und einer hohen Darstellungsfähigkeit machen dieses Buch unglaublich wertvoll und lesenswert.

Ergo: Die "zehn Gebote für eine gelungene Debatte" aus Kapitel 8 sollten Stoff nicht nur für Rhetorik- und Kommunikationsseminare sein, sie sollten auch über den Konferenztischen und Rednerpulten unserer Republik hängen, genauso in unseren Köpfen - damit ideologische Scheuklappen endlich fallen und sachliche, differenzierte Auseinandersetzungen zu guten Entscheidungen führen.

Fazit: Ein glänzend geschriebenes Sachbuch von einem Autor mit großem Sachverstand und analytischem Geschick - mit Nutzen für den privaten wie beruflichen Bereich. Eine intelligente Gesellschaftsanalyse mit großem Mehrgewinn und politikrelevantem Weitblick. Höchst differenziert und niveauvoll wird das Problem der Empörungsmaschine hier beschrieben, deutlich Stellung bezogen und gezeigt, wie wir es besser machen könnten.


Sag nein ohne Skrupel: Die neue Methode zur Steigerung von Selbstsicherheit und Selbtbehauptung
Sag nein ohne Skrupel: Die neue Methode zur Steigerung von Selbstsicherheit und Selbtbehauptung
von Manuel Smith
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sinniger Ratgeber mit raffinierten Taktiken, 16. Juni 2011
Manchmal scheinen die in diesem Buch vorgeschlagenen Methoden und vorgestellten Taktiken zur Steigerung der Selbstbehauptungsfähigkeit zunächst etwas ungewöhnlich. Manchmal wirkt es auf den ersten Blick sogar so, als sei die Lösung einfach eine Unterwerfung unter den manipulierenden Angreifer, der frontal zuschlägt. Doch schon bald zeigt sich, dass Selbstsicherheit und Selbstbehauptung eben gerade nicht in der Fähigkeit begründet liegt, "zurückzuschlagen", sondern darin, passende Reaktionen zu kennen, anzuwenden und dabei bei aller Beharrlichkeit in der Sache stets flexibel zu bleiben. Vor allem 5 taktische Möglichkeiten schlägt der Autor Manuel Smith vor, mit denen sich in Kommunikationssituationen selbstbewusst handeln lässt. Veranschaulicht werden die Taktiken durch eine Vielzahl von Beispielen (durch Situationsbeschreibungen und Dialoge).

Smith zeigt, wie man sich durchsetzt, seinen Standpunkt verdeutlicht und auf Kritik antwortet, indem man:
1."freie Informationen" gibt
2. die "Selbstenthüllung" im Gespräch einsetzt
3. die "Vernebelungstaktik" anwendet
4. mit "negativer Befragung" reagiert
5. die für mich besonders nutzbringende "Schallplatte mit Sprung" nutzt.

Der Autor zeigt sehr anschaulich, wie man gerade durch die Mischung der genannten fünf Reaktionsmöglichkeiten sehr gute Ergebnisse erzielen kann. Durch die vielen Beispiele aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen und in verschiedenen Kontexten werden Anwendungsmöglichkeiten in der Praxis leicht nachvollziehbar gemacht.

Aus eigener Erfahrung anhand von Alltags-Experimenten kann ich berichten, dass sich durch Anwendung der genannten Methoden tatsächlich viele brenzlige Situationen entschärfen lassen. Bei manch kniffliger Diskussion haben mir die Methoden und Reaktionsmöglichkeiten schon geholfen, innerlich ruhig zu bleiben und meine Interessen souverän und ohne pseudoautoritären Auftritt deutlich zu machen. Zugeben muss ich, dass auch das ein oder andere Experiment gründlich daneben ging und ich dann zunächst ziemlich enttäuscht war. Die immer wieder fortgesetzte Lektüre der Beispiele und der theoretischen Hintergründe haben mir allerdings auch geholfen, meine Taktik stetig zu verbessern und an anderer Stelle wieder gelassen meine Wünsche durchzusetzen.

Obwohl dieses Buch für extrem introvertierte oder im Selbstbewusstsein sehr stark eingeschränkte Personen den Therapeuten wahrscheinlich nicht wird ersetzen können, liefert es viele (mir bisher völlig unbekannte) Reaktionsmöglichkeiten, die sich mit der Zeit zu Verhaltensmustern verfestigen. Diese haben nicht nur zu meinem Besten funktioniert, sondern auch zu dem meines Gegenübers. Sowohl in beruflicher wie in privater Hinsicht hat mich dieses Buch schon oft weitergebracht und mir auch Halt gegeben, wenn es mal nicht so klappte.
Speziell die Methode der so genannten "Vernebelungstaktik" fand ich anfangs etwas schwierig, weil es mir manchmal so vorkam, als würde ich meinem Gegenüber Recht geben, um selbst Ruhe zu haben. Mit der Zeit merkte ich aber, dass ich (vor allem zusammen mit der "Schallplatte mit Sprung" sowie der "negativen Befragung") gegen jeden noch so raffinierten Manipulationsversuch meines Gegenübers gewappnet bin und mich besser abgrenzen kann. Man muss allerdings wirklich bereit sein, diese neuen Ansätze zu durchdenken UND: konsequent immer wieder zu üben.

Einen besonderen Lerneffekt und Erfahrungsgewinn sehe ich darin, dass nicht nur zwischenmenschliche Druck-Situationen entschärft werden können, sondern dass ich auf Grundlage des hier erworbenen Wissens nicht selten bis heute neue Optionen von Verhaltensmöglichkeiten entdecke, die ich im Buch gar nicht gelesen habe.

Mein Fazit: Dieser sinnige Ratgeber erweitert vor allem für solche Menschen das Arsenal der Verhaltens- und Reaktionsmöglichkeiten, die ihre Interessen mit raffinierten Methoden durchsetzen möchten und den Wunsch haben, sich nicht mehr länger emotional erpressen oder manipulieren zu lassen.


Die Unbequemen: Wie Panorama die Republik verändert hat
Die Unbequemen: Wie Panorama die Republik verändert hat
von Anja Reschke
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hintergründe und Abgründe einer wunderbaren, investigativen Polit-Sendung, 31. Mai 2011
Schon so manches Mal hat mir das eine oder andere Thema, das mit Panorama ins heimische Wohnzimmer flimmerte, ziemlich die Zornesröte ins Gesicht getrieben, und sicherlich nicht nur mir. Der investigative, hochinformative Journalismus, der dort seit Jahrzehnten mit viel Engagement und Journalistischem Können betrieben wird, begeistert mich als (zugegeben unregelmäßig zusehenden) Zuschauer schon seit Jahren.

Dieses Buch mit dem Titel "Die Unbequemen" ist eine absolut überzeugende Zusammenschau wichtiger, tatsächlich für manche unbequemer Sendungen mit brennendheißen Sendethemen und ihren Hintergründen, die einmal die Republik bewegten und weiterhin bewegen werden. Die Moderatorin der Polit-Sendung hat diese Themen zusammengestellt und mit den notwendigen Zusatzinformationen angereichert. Jedes Kapitel führt meiner Meinung nach sehr eindrücklich vor Augen, was kritischer Journalismus eigentlich ist, was er bedeutet, wie hart er immer wieder erkämpft werden muss, wie unbeliebt er bei den Mächtigen ist - wie wertvoll für unsere Demokratie.

Die Zusammenstellung der Sendethemen und die Darstellung der Hintergründe der Entstehung ist wahrlich gelungen. Jedes Kapitel lässt die brisanten Themen, die mit viel Aufwand recherchiert wurden und in aufwendigen Reportagen präsentiert wurden, lebendig werden. Und mit jedem Kapitel werden auch "Aufreger"-Sendungen der jüngsten und jüngeren Vergangenheit wieder präsent. Hintergründe zur Entstehung des Sendeformats und Informationen zum Beginn der Sendung und ihrer Entwicklung hin zu ihrer heutige Gestalt werden mit teilweise erschütternden Rückblicken zu historischen, politisch wie gesellschaftlich brisanten Sendungen (z.B. Spiegel-Affäre, "Abtreibungsparagraf" 218) und Enthüllungen (z.B. die Todesurteile des Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten Filbinger) verwoben. Während die Autorin Sendungen mit gesellschaftskritischen Themen und kleinen wie großen politischen Verwirrungen Revue passieren lässt, bekommt man interessante Einblicke in das Innenleben der Redaktion. In ihre akribische Recherchearbeit. In ihr journalistisches Können. Aber auch in so manche peinliche Pannen, die so manches Redaktionsmitglied (bildlich gesprochen) den Kopf gekostet hat. (Besonders interessant und gelungen fand ich, dass zu manchen Themen die damaligen Beteiligten - Journalisten oder auch Politiker - in Interviewform oder kurzen Beiträgen Hintergrundinformationen geben, die in den Kapiteln mitabgedruckt sind und die Geschehnisse zusätzlich beleuchten.)

Begeistert hat mich der Querschnitt durch die 50 Jahre Sendungsgeschichte, außerdem die Bereitschaft der Autorin, sich auch kritisch mit dem eigenen, manchmal streitbaren und manchmal auch fehlerhaften Tun auseinanderzusetzen. So werden interessante Fernsehsendungen sowie Erfolge und Misserfolge aus den Archiven in Buchform nochmals sehr differenziert beleuchtet und lebendig.

Klasse, dass es mit der meinungsstarken Panorama-Sendung ein Flaggschiff deutscher Pressefreiheit gibt. Ich denke, ihr Wert kann nicht hoch genug geschätzt werden. Nachlesen zu können, was die Traditionssendung mit ihrer hartnäckigen Nachforschungsarbeit und Darstellungskraft alles getan hat, um der Macht und den Mächtigen auf die Finger zu sehen und ihnen auf die Zehen zu treten, ist eine feine Sache. Noch immer virulente Missstände und neue Themen werden sicher dafür sorgen, dass Panorama der Stoff auch in Zukunft nicht ausgeht. Damit wird das Polit-Magazin wohl noch so manche Debatte auslösen.

Also: Ein grandioses Buch über die Sendung, die politische Skandale aufdeckt, Betrüger in allen Gesellschaftsschichten entlarvt und geheime Machenschaften ans Licht bricht.


Inside Steuerfahndung: Ein Steuerfahnder verrät erstmals die Methoden und Geheimnisse der Behörde
Inside Steuerfahndung: Ein Steuerfahnder verrät erstmals die Methoden und Geheimnisse der Behörde
von Frank Wehrheim
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

23 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen überaus interessante skurrile, abenteuerliche Geschichten, 22. Mai 2011
Anhand überaus lesenswert geschriebener Geschichten bieten die Autoren in 'Steuerfahndung' einen abwechslungsreichen und interessanten Erfahrungsbericht über eine lange Zeit im Beruf des Steuerfahnders. Frank Wehrheim plaudert aus dem Nähkästchen und zeigt, dass hinter den Bürotüren der grauen Finanzbürokratie blitzgewiefte Menschen mit Hochdruck und oftmals viel detektivischem Spürsinn daran arbeiten, Steuersündern das Handwerk zu legen. Ans Licht der Welt kommen alle möglichen Betrügereien und Betrugsversuche einfallsreicher Bürger, die das Geld lieber im eigenen Geldbeutel sehen, als in den Händen eines (in ihren Augen) maßlosen Fiskus, der den Steuerzahler als Geldkuh betrachtet und ansonsten Geld im Unverstand verschleudert.

Ich lese aus diesen Seiten viel Sachverstand und Praxiserfahrung heraus. Von manchen Tricks der Steuerbetrüger aber auch der Steuerfahnder hatte ich schon gehört. Vieles aber las ich zum ersten Mal. Mehr als einmal habe ich über den manchmal skurrilen Kampf zwischen Finanzbehörden und Zahlungsmüden Steuerflüchtigen gestaunt. Manchmal wirkt das Katz-und-Maus-Spiel fast wie ein Räuber-und-Gendarm-Zeitvertreib zwischen Erwachsenen - oder wie soll man es anders beschreiben, wenn ängstliche Steuerbetrüger bei der Hausdurchsuchung noch schnell Seiten aus ihren Buchhaltungsbüchern aufessen, barfuß in den Garten flüchten oder wenn Menschen wegen ihrer großspurigen Prahlerei während einer Zugfahrt von einem Mitreisenden bei der Steuerfahndung angezeigt werden??? Nur zu oft aber wird auch deutlich, dass Steuertricks und Mauscheleien zu bitterernsten Konsequenzen führen können. Mal werden Steuersünder von ihren Ehefrauen verraten, die auf Rache sinnen, mal werden sie anonym angezeigt, mal liefern sie sich unfreiwillig selbst ans Messer, weil sie nicht in der Lage sind, ein absolut 'wasserdichtes Betrugskonstrukt' zu basteln, das den raffinierten Ermittlungsmethoden der Fahnder standhält.

Selbstverständlich zeigt dieses Buch etwas, was wir alle längst ahnen: Beim Arzt, dem Anwalt, dem Bänker, ja selbst beim Finanzbeamten bis hin zum Handwerker ist die Zahlungsmoral in allen Berufsgruppen eingeschränkt, die kriminelle Phantasie hingegen treibt energisch sonderbare Blüten aus. So verwenden beispielsweise Zahnärzte Zahngold dazu, um sich im wahrsten Wortsinne die Altersvorsorge mit einer Million Euro zu vergolden oder es wird versucht, Geldquellen durch abenteuerliche Rechenkünste unsichtbar zu machen.

Beim Blick in die Seelen von Steuersündern und auf die Tricks von Jagenden und Gejagten wird aber auch offenbar, was das ist: Ein Steuerfahnder. Etwas anderes nämlich als ein spießiger Bürokrat im grauen Anzug, etwas anderes aber auch als ein genialer Superheld mit Superverstand: einfach ein Mensch mit einer Menge Erfahrung, viel Fachwissen und Intuition, der oft genug im Bunde mit Kommissar Zufall ist. Es muss sie wohl geben, um das einzutreiben, was viele bauernschlau oder raffiniert in dieser Republik lieber in geheimen Bankschließfächern horten oder auf geheimen Schwarzgeldkonten im Ausland oder im Sparstrumpf der netten Tante lagern als es unserem Staat in die mal treuen, mal weniger treuen Hände zu geben: das liebe Geld.

Fazit: Diese Innensicht auf die Methoden der Steuerfahndung, gespickt mit vielen wahnsinnigen Storys über das geheimnisvolle Treiben von kleinen aber auch riesengroßen Fischen unter den Steuerbetrügern und ihren Jägern fand ich überaus interessant und lesenswert. Groteske, skurrile, traurige und mehr als einmal amüsante Geschichten ließen mich ganz schön staunen und mich mächtig wundern.


Best of Dilbert. Die wahnwitzigsten Episoden, besten Geschichten und skurrilsten Ratschläge
Best of Dilbert. Die wahnwitzigsten Episoden, besten Geschichten und skurrilsten Ratschläge
von Scott Adams
  Broschiert
Preis: EUR 16,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Skurriler Büroalltag mit tiefgründigen Comic-Kommentaren - sehr humorvoll, 26. März 2011
Bisher kannte ich Dilbert und Dogbert nicht. Ich freue mich allerdings, sie kennengelernt zu haben. Das Buch behandelt die Verrücktheiten im und rund um das Büro.
Die Realitäten, die alle kennen, die in großen oder auch kleinen Büros arbeiten, werden hier wunderbar witzig aufgearbeitet. Der Büroirrsinn wird erfrischend auf den Punkt gebracht und in den verschiedenen Schrift-Kapiteln auch durch den Comic-Kakao gezogen. Dilbert und sein Hund Dogbert enttarnen lächerliche Rituale in der Welt der Bürokratie.
Sie nehmen in den Kapiteln und in den Comic-Strips Chefs aufs Korn, aber auch die lieben, faulen, dummen, egoistischen und ignoranten Kollegen und Leidensgenossen, die beim Kampf um die Kaffeetasse ganz schön nerven können. Und auch solche, die auf der Schleimspur in Richtung Chefzimmer rutschen, um sich ins rechte Licht zu rücken. Dass besonders der Chef auf der Abschussliste der scharfen aber humorvollen Satire steht, sollte sowieso klar sein. Für mich war der Wiedererkennungswert insgesamt hoch. Viele, sehr viele Parallelen zum Büroleben konnte ich feststellen.

Dilbert und sein Hündchen kümmern sich um Themen wie das Management und das Verhältnis der Mitarbeiter zur doof-bösen Führungskraft. Außerdem zeigen sie die verschiedenen Regelverstöße gegen moralisches Verhalten und wagen einen wie immer nicht ganz ernst gemeinten Blick in die Zukunft.
Mich überzeugt die Art, mit viel Ironie und doppelzüngigem Zungenschlag über die manchmal ziemlich neurotischen und nicht minder depperten Taten und Untaten im Büro zu sprechen. Die kurzen Cartoons sind wunderbar geeignet, um sie zu kopieren (oder kopieren zu lassen!) und an diversen Ecken des Büros diskret anzukleben. Bei uns hat diese Aktion für lustigen Gesprächsstoff gesorgt.
Besonders bewundernswert finde ich, wie Comicmund Wahrheit kundtut, ohne zu verletzen. Es wäre wohl übertrieben, dem Buch eine therapeutische Wirkung zuzusprechen; diese ist sicher auch nicht ihr Ziel. Allerdings gelingt es dem Autor, durch die unverblümte und lustige Art und die eingestreuten Comic-Strips den alltäglichen Bierernstigkeiten etwas von ihrer Dramatik zu nehmen.

Zusammengefasst: Dieses im besten Sinne humorvolle Buch ist für mein Dafürhalten eine entspannende Lektüre. Bürohengste, Chefs, Abteilungsleiter kleine Bürolichter sowie Bürogroßmäuler werden alle ihr Vergnügen daran haben, wie das Leben in gemeinsamen Arbeitsräumen raffiniert auf den Arm genommen wird.
Tiefgang und Erkenntnisse verstecken sich hinter satirisch angelegten Kapiteln über das Arbeitsleben. Ich denke, jeder wird sich, seine Kollegen und vor allem den geliebten oder ungeliebten Chef oder Abteilungsleiter hier wiederfinden und darf ungestraft schmunzeln. Ich habe es häuft getan. Meine Empfehlung für dieses gelungene Projekt.


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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schlaraffia? Tatsächlich: Ja!, 22. März 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Bei der Suche nach einer günstigen Matratze für ein bei uns stehendes Bett stießen wir auf dieses Produkt. Da wir schon eine hochwertige Gelschaummatratze für über 1000.-EUR aus eigener Praxis kennen, waren wir zunächst sehr skeptisch, ob es wirklich eine gute Idee ist, eine Matratze zu diesem Preis und dazu aus dem Internet ohne Probeliegen zu kaufen. Und - es war eine gute Idee!
In einem überraschend kleinen und v. a. leichten Paket kam dieses Produkt direkt vom Hersteller innerhalb von zwei Tagen bei uns an. Die zusammengerollte Matratze entwickelte sich beim Öffnen der Plastikverpackung innerhalb weniger Minuten. Wir ließen sie einen Nachmittag auf dem Bettrost liegen, bevor wir uns am späten Abend erstmals darauf fallen ließen. Inzwischen war sie zur vollen Pracht "aufgegangen". Von irgendeinem Geruch konnten wir (anders als andere Kunden) in der Zimmerluft oder beim Liegen absolut nichts spüren!

Ich neige nicht gerne zu Übertreibungen, aber diese Matratze ist wirklich ein Traum. Sie hat eine angenehme Härte, die den Rücken angenehm stützt, ist aber gleichzeitig angenehm elastisch (Die Kopfseite ist - wie andere schon angemerkt haben - tatsächlich da, wo der Reißverschluss beginnt. Die richtige Schlafseite wiederum dort, wo die Gelschaumauflage aufliegt, die dünner ist als die doppelt so dicke Kaltschaumseite - dies kann man erkennen, wenn man den Reißverschluss ein Stück weit öffnet.) Weder sinkt man zu weit ein, noch drückt etwas oder fühlt man sich etwas wie auf einem Brett. Der 1000.-Euro-Gelmatratze steht dieses Produkt in nichts nach. Die Frage ist natürlich, ob die Matratze auch über längere Zeit ihre Eigenschaften behält und auch über Jahre diese hohe Qualität halten kann.

Noch ein Wort zur Kundenfreundlichkeit der Firma. Da ja einige Kunden den Kundenservice gelobt haben, machte ich den Test. Natürlich wollte ich sowieso mehr über die Matratze erfahren, weil wir sie ja nicht Probe liegen konnten. Also hatte ich E-Mail-Kontakt mit der Firma und stellt Fragen zur Härte und Belastbarkeit der Matratze. Die Antwort kam prompt innerhalb weniger Stunden. Freundlich, kompetent und umkompliziert wurde ich online beraten. Ich freue mich sehr, dass hier Qualität des Produkts mit dem Vertrieb bzw. dem Service derart überzeugen Hand in Hand gehen. Wenn das Produkt so konzipiert ist, dass es auch nach längerer Zeit noch voll überzeugt, sage ich dieser Firma mit ihrer Produkt- und Servicephilosophie rosige Zeiten voraus und wünsch weiterhin Erfolg.
Alle anfängliche Skepsis (aufgrund des Preises) hat sich absolut nicht bewahrheitet. Stattdessen liegen wir/und andere ohne Übertreibung auf dieser Gelmatratze (und einem billigen Federholzrost) fest, gut gestützt und trotzdem wie auf Wolken!

Mein Gesamturteil nach zweiwöchigem Praxistest: ein wirklich überzeugendes Produkt. Bei diesem unschlagbar günstigen Preis auf einer derartig bequemen Matratze und in Schlaraffia liegen zu können, haben wir nicht erwartet. Wir hoffen sehr darauf, dass wir das nach einem Jahr auch noch so überzeugt sagen können. Andernfalls lässt sich diese Rezension ja auch entsprechend anpassen. Gute Nacht!


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47 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Für: Bettrost Super28k 140x200 cm, 22. März 2011
Dieser Rostkauf war ein Versuch, da wir für unser Gästebett gerade auch eine neue Matratze brauchten. Wir wollten einfach einmal etwas Günstiges als Vergleichspunkt ausprobieren, und da der Preis bestechend war und ich mal wieder etwas "handwerkern" wollte, haben wir ohne viel zu überlegen zugeschlagen.

Das Material kam gut verpackt und bestens sortiert hier an. Da ich mir im Fall von Selbstaufbauten immer die Zeit nehme, das Material/Zubehör erst einmal zu ordnen und zurechtzulegen, ging der Aufbau in einer knappen Stunde ohne Hilfe über die Bühne.
Die Teile waren im Großen und Ganzen in sehr gutem Zustand, allerdings war eine der Federholzleisten ziemlich angestoßen und faserte oben aus, sodass ich sie abschleifen musste. Außerdem stellte sich beim Einlegen in den Bettrahmen heraus, dass er 139 cm breit und damit mehr als einen Zentimeter zu schmal war. Inzwischen habe ich gesehen, dass dies in der ausführlichen Produktbeschreibung angegeben war. Wer aber als Laie zuerst die angegebenen 140x200 cm liest, geht davon aus, dass es wie angegossen sitzt. Nun, dies kann mein Fehler sein, andere sollten dies aber bedenken und vor allem schauen, ob die Auflageleisten ihres Bettrahmens diesen fehlenden cm tolerieren, ohne dass der Bettrost bei Bewegungen von den Holmen rutscht und das böse Erwachen folgt. Die Folge war jedenfalls bei unserem Bettrahmen, dass ich die Auflageleisten am Bettrahmen verbreitern musste und zweitens der Rost im Bett bei Bewegungen verrutschte und quietschte; auch hier musste ich also handwerklich nachjustieren. Rechnet man also die zusätzlichen Veränderungen mitsamt der unnötigen Fahrt in den Baumarkt zusammen, waren es bei mir dann letztlich doch 3 Stunden und letztlich unnötiger Aufwand, bis der Bettrost auch wirklich zufriedenstellend seinen Dienst erfüllte.

Anders als andere "Produkttester" kann ich von abgebrochenen Schrauben nicht berichten. Mit einem Akkuschrauber und einem mitgelieferten Imbusschlüssel gingen die Schrauben insgesamt ins Holz als sei es Butter. Stattdessen waren die Schrauben zu meinen Gunsten falsch abgezählt, sprich, es waren insgesamt zu viele Schrauben. Und auch vom Zubehör zur Montage der Federholzleisten konnte ich drei Plastikteile als Ersatzteile zurücklegen - das hätte nicht sein müssen, aber beschweren tue ich mich darüber nicht.

Nun zu den Eigenschaften des zusammengebauten Produkts: Es wurde inzwischen schon 5 Mal (auch von uns) Probe gelegen. Mit unserer neuen Visco Gelschaummatratze (s. baldige Produktbesprechung) jedenfalls liefert der Rost beste Liegeeigenschaften. Die Möglichkeit zur Veränderung der Härte im Mittelbereich haben wir in Anspruch genommen und damit ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Nach meinen Veränderungen am Bettrahmen quietscht und wackelt nichts. Das verstellbare Oberteil funktioniert tadellos, rastet gut ein und wirkt auch bei stärkerem Gegendruck recht robust. Bei zwei Personen mit 60 und 75 Kilo, aber auch bei zwei Gästen von insgesamt 160 Kilo haben wir über die Schlafqualität nur Gutes gehört. (Natürlich hängt hier sicher viel auch von der Qualität der Matratze ab). Wir jedenfalls sind jetzt mit dem selbst erarbeiteten Gesamtzustand jetzt sehr zufrieden!

Mein Gesamturteil: Gemessen an einem sehr geringen Preis spreche ich für diesen Bettrost zum Selbstzusammenbauen eine bedingte Empfehlung aus. Mit etwas handwerklichem Geschick und - in meinem Fall unnötigen Mehraufwand (Zeit und Kosten) - hat man letztlich zumindest einen Bettrost, auf den man sich wirklich getrost betten kann. Weil das Endergebnis sich sehen lassen kann, der Ärger mit den Federholzleisten und der zu kleinen Größe aber nicht gerade leicht wiegt, hefte ich dem Hersteller 3 Sterne ans Revers. Hoffentlich arbeitet er für sich und seine Kunden in Zukunft an der Perfektionierung seines Produktes.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 16, 2014 6:08 PM MEST


Die perfekte Infografik: Wie man Zahlen, Daten, Fakten richtig präsentiert - und wie nicht
Die perfekte Infografik: Wie man Zahlen, Daten, Fakten richtig präsentiert - und wie nicht
von Donna M. Wong
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,95

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Intelligentes Buch, 18. Februar 2011
Oft genug muss man im Berufsleben Fakten oder Sachverhalte in Präsentationen auf den Punkt bringen. Wichtige Sachverhalte aber so zu präsentieren, dass sie überzeugen und dass auch etwas hängen bleibt ist nicht immer leicht. Auch ich selbst musste und muss immer wieder dazulernen und erfahren, dass die richtige Präsentation ganz sicher mehr (und anders) ist als eine kunterbunte überfrachtete Schaubildorgie. In "Die perfekte Infografik" zeigt Dona M. Wong, worauf es ankommt und wendet selbst an, wovon sie spricht.

Von besonderer Bedeutung ist meiner Ansicht nach die Darstellung der Dinge, die man tun sollte und vor allem der Dinge, die man unterlassen muss. In aller wünschenswerten Detailliertheit und doch ganz unkompliziert wird das Wissen mit immens vielen Beispielen dargestellt. Hauptziel der Autorin ist es, zu zeigen, wie man Inhalte direkt und ohne Spielereien in den Kopf des Betrachters bringt. Die Bedeutung des Einklangs aus gehaltvoller Information, ansprechender optischer Umsetzung und einer intelligenten Umsetzung wird zu meiner vollen Zufriedenheit deutlich und anschaulich gemacht.

Der Aufbau des Buchs (Kapitel und Seitenaufteilung) ist sehr übersichtlich. Schnell lernt man in prägnanten Lektionen, gute und schlechte Schaubilder zu unterscheiden, um die Macht der Grafiken gezielt und effizient einsetzen zu können. (Eine hilfreiche Zusammenfassung auf einer Seite - 143 - hilft, sich die wichtigsten Dinge einzuprägen oder immer wieder ins Gedächtnis zu rufen). Exakte Kernaussagen zu finden, die richtige Wahl bei der Schriftart und Farbwahl zu treffen, Fehler zu vermeiden, durch die Darstellung einprägsame Signale zu senden, das lehrt die Autorin durch ein gut nachvollziehbares Vorgehen in 4 Schritten. Mit den Schritten "Recherche", "Bearbeitung", "Umsetzung" und "Kritische Überprüfung" bekommt man eine klare Struktur geliefert, mit der man sein Vorgehen bei der Vorbereitung einer Präsentation in jedem Stadium überprüfen und perfektionieren kann. Soweit ich sehe, bleiben keine Fragen offen, weil kein Thema ausgespart wird, das im Zusammenhang mit Schaubildern denkbar ist. Zudem werden alle gängigen Schaubildarten (Liniendiagramme, Säulendiagramme, Balkendiagramme, Tortendiagramme, Piktogramme, Tabellen aber auch Karten) in aller zur Gebote stehenden Ausführlichkeit besprochen und Besonderheiten aufgeführt, die zu ihrer optimalen Darstellung unbedingt beachtet werden müssen.

Was ich noch hervorheben will: Besonders auch bei der Darstellung von Projektplänen, die ja als Kompass für die Zukunft eines Unternehmens fungieren, hilft dieses Buch in einem kurzen, aber umso hilfreicheren Kapitel. Organigramme, Flussdiagramme, Arbeitspläne, Zeitabläufe und Forschrittsberichte werden als interessante Methoden vorgestellt, um Entwicklungen zu visualisieren und zu neuen Taten anzuspornen.

Dieses Nachschlagewerk ist ein Muss für jeden, der Daten und Fakten pointiert, unterhaltsam und einprägsam präsentieren will. Also ist dies eindeutig ein Buch, das ohne viel Leseaufwand recht schnell bei der Entwicklung von Präsentationsfähigkeiten sehr viel leisten kann. Dieses wirkmächtige Instrument habe ich zur Vorbereitung von Präsentationen in Zukunft in Reichweite.


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