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Rezensionen verfasst von
Mark Letter "Letterman" (Tübingen)
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Wertschöpfung statt Verschwendung: Die Zukunft gehört der Kreislaufwirtschaft
Wertschöpfung statt Verschwendung: Die Zukunft gehört der Kreislaufwirtschaft
von Peter Lacy
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wertschöpfung und Nachhaltigkeit am Beispiel der „Circular Economy“ genial erklärt – eine spannende intellektuelle Reise, 5. Januar 2016
Weihnachtszeit und die Tage „zwischen den Jahren“ sind ideal, um sich der Lektüre spannender oder interessanter Bücher zu widmen (die man teilweise unter dem Weihnachtsbaum liegen hatte?). In den Tagen danach dann ist es wohl angebracht, über das Gelesene nachzudenken und es niederzuschreiben:

Dieses Buch über die Circular Economy (Kreislaufwirtschaft) veranschaulicht, wie innovatives und nachhaltiges Wirtschaften in unserer globalisierten Welt aussehen kann. Die Autoren zeigen eindrücklich, wie aus der Rückbesinnung auf Produktions- und Konsummodelle aus Zeiten vor der hochindustriellen Phase und aus einem schonenden Umgang mit wertvollen natürlichen Ressourcen Umweltschutz und wirtschaftliche Weiterentwicklung inklusive nachhaltiger Wertschöpfung erwachsen. Nachhaltigkeit im besten Sinne bedeutet in dieser Form von Produktion, Vermarktung und Konsumsteuerung, dass wertschöpfend agiert wird, ohne an anderer Stelle moralisch, ökologisch oder wirtschaftlich Raubbau zu betreiben. Im Gegenteil: Kreislaufwirtschaft und sein ökonomischer Erfolg basieren gerade auf dem Synergieeffekt aus Innovation und Umweltschutz.

Die Autoren untersuchen und zeigen am Modell und an konkreten Fallbeispielen von fünf – aus ihrer Sicht zukunftsweisenden – Geschäftsmodellen, wie sich in der Kreislaufwirtschaft ökonomisches Wachstum und ökologische Nachhaltigkeit miteinander verbinden. Obwohl die Autoren ganz offensichtlich vom Erfolg der Kreislaufwirtschaft an sich überzeugt sind und dafür auch viele bestechende Argumente liefern, gelingt es ihnen auch, sich kritisch mit den Modellen und Umsetzungen auseinanderzusetzen. Mir gefällt es, dass aus der Mischung akkurater und detaillierter Darstellung und Problematisierung ein sehr differenziertes Bild des Themas entsteht. Die Autoren verdeutlichen, dass der Weg hin zu innovativen und nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen zwar betreten wurde. Es wird aber auch deutlich, dass es noch einiges zu tun gibt, damit die Neuerungen aus der Kreislaufwirtschaft Kunden auch langfristig überzeugen. Wichtig für den Erfolg wird es sein, dass sich diese Form des Wirtschaftens in den Köpfen etabliert und im Handeln aller Beteiligten (Konsumenten wie Produzenten/Anbieter) niederschlägt.

Ich halte dies für einen sehr wertvollen Beitrag, der zum Umdenken anregt. Er zeigt, dass Prosperität und Entwicklung nicht nur trotz Umweltschutz (und Beachtung ethischer Standards) möglich ist, sondern sogar gerade deswegen. Wer bereit ist, die Chancen der Kreislaufwirtschaft (auch und gerade im digitalen Zeitalter) als Motor für die Beschleunigung des Umweltschutzes zu sehen und gleichzeitig auch ihr wirtschaftliches Potential erkennt, wird merken, dass der Einsatz erneuerbarer Ressourcen und neuer Geschäftsmodelle aus Visionen Wirklichkeit werden lassen kann. Mir wurde beim Lesen von „Wertschöpfung statt Verschwendung“ das revolutionäre Potential dieses neuen wirtschaftlich-ethischen Denkens und Handelns – das mehr ist als Carsharing und Duales System – deutlicher denn je. Gleichzeitig wurde mir bewusst, dass diese Revolution wohl eher als eine Art „Evolution“ daherkommt – es wird dauern, bis sie sich voll entfaltet und es wird ein steiniger Weg mit Hindernissen …

Mein Gesamtergebnis: Dieses Buch ist eine absolute Bereicherung für unsere Bibliothek. Seine Autoren erklären anhand vieler Beispiele die Bedeutung und das Zukunftspotential der Kreislaufwirtschaft im Zeitalter modernen und nachhaltigen Wirtschaftens in einer globalisierten Welt. Sie zeigen eindrücklich, wie der Einsatz neuer Produktions- und Geschäftsmodelle Wachstum und Wohlstand schafft, ohne an anderer Stelle negative Auswirkungen zu haben (z. B. Product as a Service, erneuerbare Ressourcen, Recycling, Cradle to Cradle, Share Economy, Kollaborationsplattformen etc.).
Wie nachhaltiges Wirtschaften durch „Wachstum statt Verschwendung“ und mit ökologischem sowie wachstumsorientiertem Fokus tatsächlich klappen kann und auch nachfolgenden Generationen eine lebenswerte „bessere Welt“ hinterlässt? Ich finde, dieses Buch zeigt neue Wege auf und schärft den positiven Blick in die Zukunft. Ich freue mich, aus dieser spannenden intellektuellen Reise viel Inspirierendes mitgenommen zu haben!


Ich verbitte mir diesen Ton, Sie Arschloch!: Über den Niedergang der Umgangsformen
Ich verbitte mir diesen Ton, Sie Arschloch!: Über den Niedergang der Umgangsformen
von Andreas Hock
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit feingeistiger Ironie und provokantem, sarkastisch-zynischem Unterton gegen den Verfall der Umgangsformen, 19. November 2015
In diesem Buch widmet sich Andreas Hock, wie der Untertitel verrät, dem Niedergang der Umgangsformen. Tatsächlich zeichnet er in 11 Kapiteln mit schwarzem Stift die noch schwärzeren Entwicklungen auf dem Gebiet des Benehmens. Dabei blickt er zurück in die „gute alte Zeit“, um von da aus auf die Benehmens- und Verhaltenskultur in den Häusern und Wohnungen, aber auch auf Straßen, in Klassenzimmern und öffentlichen Verkehrsmitteln dieser Republik zu schauen.

Bereits im Vorwort macht der Autor sein Programm deutlich. Darin wagt er ausgehend von der Erwähnung grauenhafter Exzesse menschlicher Abartigkeiten aus der jüngsten Vergangenheit einen kurzen aber intensiven Parforceritt durch die Geschichte des Benehmens vom dunklen Mittelalter bis in die Moderne. Darin zeigt er, wie sich die Zeiten, Tugenden, Sitten und Verhaltensformen änderten. So bereitet der Autor den Boden für seinen provokanten Fokus auf Beispiele, die zeigen, dass es tatsächlich auch heute noch Sinn machen könnte, vor anderen (im übertragenen Sinne) den Hut zu ziehen, nach den Nachbarn zu sehen, mit Kameraden Skat oder Schafkopf zu spielen, Briefe auf Papier zu schreiben oder gar so etwas wie einen Tanzkurs zu besuchen. – Oder man könnte sich zumindest daran erinnern, was man aus diesen altmodischen Beschäftigungen heute zum Wohle der Gesellschaft in unsere Zeit retten könnte …

In jedem der folgenden Kapitel arbeitet der Autor dann jeweils eine gefährdete (oder ausgestorbene?) Umgangsform heraus: Respekt, Hilfsbereitschaft, Kameradschaft, Rücksicht, Aufrichtigkeit, Geduld, Loyalität, Zurückhaltung und schlicht „Benehmen“. Jeweils setzt er sich mit der Frage auseinander, woran man deren (schleichenden oder rapiden) Verfall beobachten kann. Um dies zu veranschaulichen, gibt er eine Menge negativer Beispiele. Durch die Kontrastierung von „früher“ und „heute“, führt er vor, warum es für unsere Gesellschaft durchaus auch in unseren Tagen noch sinnvoll sein könnte, sich an das Verhalten von Oma und Opa zu erinnern. Möglicherweise zeigt sich an Ihnen, dass es Sinn machen könnte, die oben genannten Tugenden im alltäglichen Umgang mit anderen Menschen wieder mit Leben zu füllen …

Abschließend kann der/die Leser/-in am Ende des Buchs dann noch in einem (durchaus ernsten und interessanten) Test testen „wie knigge“ er ist. Zur Beantwortung der 50 Fragen rund um das Thema Verhalten und Benehmen darf man sich dann jeweils eine der drei Antwortmöglichkeiten heraussuchen. So kann man zu guter Letzt ein Stück weit erfahren, wie es um die eigene Fähigkeit zu gesellschaftsfähigem Benimm bestellt ist.

Ich kann mir vorstellen, dass mancher anmerken mag, dass einige der genannten Tugenden wie „Kameradschaft“ oder gar „Respekt“ zurecht vom Zahn der Zeit angenagt worden sind. Manch einer mag heute auch denken, dass sie als Grundlage für ein angemessenes Verhalten in der heutigen Zeit nicht mehr taugen. Viel eher sind sie vielleicht antiquierte Relikte längst überholter Tage und verstauben zurecht und überleben herumgeisternd höchstens noch in grauen Köpfen alter oder altmodischer Menschen? Warum also sollte es Sinn machen, wenn jemand in einem Buch wie diesem deren Untergang beklagt?

Ich finde, dass der Autor auf die genannten Fragen gute Antworten gibt – gerade dadurch, dass er z. B. die Werte und Umgangsformen seiner Großeltern einigen unliebsamen Verhaltensphänomenen der heutigen Zeit gegenüberstellt. Was dabei herauskommt, ist keine idealisierende Nostalgie! Es ist vielmehr eine mahnende Erinnerung daran, dass es manchmal aus guten Gründen sinnvoll sein kann, sich auf „alte“ Werte zu besinnen und sie zur Grundlage auch der modernen Verhaltenskultur zu machen. Gerade die kontrastierende – und absichtlich überspitzte – Darstellung von „Früher“ und „Heute“ streut hier meiner Ansicht nach Salz (und Pfeffer) in die Wunde der Gesellschaft. Damit macht der Autor deutlich, dass früher sicher nicht alles besser war, dass wir aber in Sachen Werte und mitmenschliche Umgangsformen auch durch den Blick zurück einiges lernen könnten.

Meine Zusammenfassung: Ich habe dieses Buch über den Niedergang der Umgangsformen sehr gerne gelesen. Es geizt trotz seiner teilweise harten und bewusst provokant schwarzweißmalerischen Kontrastmalerei nicht mit feingeistiger Ironie und gezielt eingesetztem Sarkasmus mit zynischen Einschlägen. Inhalt und Darstellungsform fand ich bedenkenswert und amüsant. Gleichzeitig blieb mir auch manchmal das Lachen im Halse stecken. Wer also beim Lesen eines Buchs über „Benehmen“ mit gekräuselter Stirn die Mundwinkel freudig-erschüttert zittern lassen möchte, der kann hier zugreifen. Er/sie wird zudem – über den oben beschriebenen Umweg – vielleicht mit ganz neuen Perspektiven auf das Thema „Umgangsformen“ belohnt. Und schließlich kann er/sie sich auf Grundlage dieses Buchs mit der Bedeutung gelebter Werte (die im Verhalten sichtbar werden) für unsere Gesellschaft auseinandersetzen. Für mich war das eine lohnende Lektüre.


Wenn Medien lügen: Ein Blick hinter die Kulissen von manipulierten Medien und gekauften Journalisten
Wenn Medien lügen: Ein Blick hinter die Kulissen von manipulierten Medien und gekauften Journalisten
von Heiko Haupt
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen lesenswert, weil luzide argumentierend, informativ und im besten Sinne „kritisch“, 14. November 2015
Diese Untersuchung hat meiner Meinung nach trotz seines durchaus provokanten Titels eine konstruktive kritische Stimme. Dem Autor gelingt es, einen gut austarierten Mittelweg zwischen dem Pegida-Dauervorwurf „Lügenpresse“ und dem übertriebenen Loblied des allseits objektiven und sauber recherchierenden Journalismus zu finden. Dabei überwiegen allerdings ganz eindeutig die kritischen Töne und Beispiele offensichtlichen Versagens der Journalistenzunft.

Wie man als Leser unschwer erkennt, hat der Autor die – auch meiner Meinung nach absolut berechtigte – Sorge, der Journalismus könnte immer mehr zum verlängerten Arm von Marketingansprüchen, Politik(er)interessen und Stimmungsmachern verkommen. Gründe für diese Sorge liefert Haupt zu Genüge. Anhand zahlloser Beispiele vielfältigster Formen von Verfehlungen der Medienbranche untermauert er seine Sorge. Die erschreckenden Befunde: Viele Beispiele aus Print- und Fernsehmedien zeigen, dass Wahrheitsverdrehungen oder gar Manipulationen durch Journalisten (auch durchaus „seriöser“ Medienorgane) nahezu an der Tagesordnung sind. Während bei den einen alte oder fragwürdige „News“ als vermeintliche Neuigkeiten „verkauft“ werden, liefern andere Journalisten „gekaufte“ Meinungen, die von Unternehmen bezahlt oder von der Politik beeinflusst werden. Dabei sind sowohl die Formen und Gründe für falsche Berichterstattung als auch die Formen versuchter Meinungsmanipulation oder der Beeinflussung von Meinungen vielschichtig – und diesen Facettenreichtum beleuchtet Heiko Haupt meiner Meinung nach sehr luzide. Er kritisiert unhinterfragt abgeschriebenen Pressemitteilungen, die eher Marketingbotschaften gleichen als journalistischem Inhalt, genauso wie Berichte, die die Sensationsgeilheit eines übersättigten Publikums befriedigen sollen. Er kritisiert auch die gängige Praxis, Halbwissen aus zweiter Hand in souveränem Ton zu verbreiten. Und er kritisiert die (absichtlich und unabsichtlich) falsche Verwendung von Fotos und bewegten Bildern oder die Verbreitung von Mutmaßungen oder Mutmaßungen über Mutmaßungen, Gerüchte … und vieles mehr.

Ich denke, „Medien lügen“ ist eine hochkritische Darstellung unleugbarer Missständen innerhalb der Medienbranche. Der Autor zeigt auf eindrückliche Weise, welche negativen Auswüchse fehlgeleiteter Journalismus im schnelllebigen Medien-Mainstream von heute haben können. Und er diskutiert ausgiebig die Gründe aber auch die Gefahren, die mit dieser Entwicklung zusammenhängen. Die Befunde mögen zusammengenommen in dieser geballten Form wirken wie ein Abgesang auf den objektiven und fundierten Journalismus. Für mich ist es allerdings viel eher der Versuch, eine Branche durch eine Bestandsaufnahme und kritische Analyse aufzuwecken. Ich denke, dass es noch viele solche Beiträge geben muss. Dies ist nötig, um in den gesellschaftlichen Diskurs und in die Köpfe von „Medienmachern“ und Journalisten einzusickern. Indem ein Journalist die eigene Berufsgruppe aufs Korn nimmt und „Systemkritik“ übt, erhofft er sich sicher auch, die negativen Auswüchse des Berufsstands zu begrenzen. Ob dies tatsächlich eine heilsame Wirkung entfalten und den Journalismus wieder glaubwürdig(er) machen wird, das bleibt abzuwarten …

Dieser Beitrag jedenfalls las sich für mich letztendlich wie ein heimlicher Liebesbrief an eine Branche, die sich aus den verschiedensten Gründen in großen Teilen immer weiter in eine rein eigennützige Industrie verwandelt und ihren „eigentlichen Auftrag“ immer mehr zu vergessen scheint. Ich denke, wenn wir als Bürger und Medienkonsumenten die öffentlichen Medien als ernstzunehmende vierte Gewalt im Staat erhalten wollen, müssen wir (und Journalisten sowie andere Menschen der Medienzunft) Stimmen wie dieser Gehör schenken.

Zusammenfassung: Das ist eine ernstzunehmende Auseinandersetzung mit den negativen Entwicklungen des Berufsstands des Journalisten. Hier geht es um das Thema „Manipulation von, in und durch Medien“. Der Autor – selbst Journalist – Heiko Haupt diskutiert anregend und argumentiert mit einleuchtenden Beispielen. Er nimmt den Leser (Bürger und Medienkonsumenten) mit auf eine interessante und überaus lehrreiche Entdeckungsreise. Dabei spart er nicht mit deutlichen Worten und prangert Missstände an. Am Ende dieser Lektüre sollte jedem klar sein, warum uns die aktuellen Entwicklungen der überhitzten Medienwelt nicht kaltlassen sollten.


Ich erklär dir die Philosophie: anhand der wichtigsten Fragen des Lebens
Ich erklär dir die Philosophie: anhand der wichtigsten Fragen des Lebens
von Eric Kaplan
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Philosophie für und über die grauen Zellen und das Leben – lesenswertes, ziemlich anspruchsvolles Gedankenfeuerwerk, 13. November 2015
Ausgehend von der Frage „Existiert der Weihnachtsmann“ nähert sich Eric Kaplan epistemologischen und letztendlich lebensphilosophischen Fragestellungen. Anhand aller möglichenGedankenexperimente, Annahmen und Fragen versucht sich der Autor an nichts weniger als daran, in letzter Konsequenz auch die Frage nach dem Sinn des Lebens zu beantworten.
Die erkenntnistheoretischen Überlegungen entfaltet er anhand einer Vielzahl von Beispielen, die er mit den wichtigen Fragen des Lebens verbindet. Dabei führt er auch alle möglichen Formen menschlicher Denkproblematiken auf und untersucht sie mit den verschiedensten philosophischen Denkansätzen. Sie führen ihn von Überlegungen zu den Themen Logik, Rationalität und theoretischen Vernunft bis hin zur Frage, welcher Versuche man sich bedienten könnte, die Paradoxien unserer Existenz aufzulösen … Dies alles geschieht, indem der Leser direkt angesprochen wird oder – in guter philosophischer Tradition von Sokrates und Platon – in Manier kurzer Dialoge. Alleine diese abwechslungsreiche Darstellungsform macht auch die komplizierteren Gedanken durchaus angenehm „konsumierbar“.

Über alle Seiten hinweg schwebt der Weihnachtsmann (oder besser gesagt, die Geschichte vom Weihnachtsmann) über und zwischen den Zeilen. Er ist Bezugs-, Dreh- und Angelpunkt aller Überlegungen und Gedankenexperimente. Mal sind es einzelne Personen, mal ist es die Gesellschaft selbst, deren Glaube und Unglaube – oder gleichzeitiger Glaube und Unglaube – nach ihren Ursprüngen untersucht werden. Dann wieder sind es einzelne Religionen oder die Mystik selbst, die Antworten auf die drängende Frage nach der Existenz des Weihnachtsmanns geben soll. Doch auch die zeitgenössische Neurowissenschaft oder auch die (jüdische) Esoterik finden bei Kaplan ihren (ironisch und witzig überformten) Platz.
Der „Weihnachtsmann“ ist – so oder so ähnlich erklärt es der Autor – letztendlich „nur“ eine Metapher für das, an was jeder von uns glaubt und zugleich nicht glaubt. Jeder hat seinen „persönlichen Weihnachtsmann“ und sollte lernen, sich mit diesem zu versöhnen. Der Versuch, sich diesem eigenen Weihnachtsmann zu „nähern“, ist zugleich also immer verbunden mit dem Versuch, den Sinn unseres Lebens zu ergründen. Und als wäre das nicht schon schwer genug, wirft der Autor (natürlich) gleich auch die Frage auf, wie denn dieses Leben überhaupt einen Sinn haben KANN? …

Ich fand diese Lektüre sehr spannend und überaus herausfordernd zugleich. Die Argumentationsweise zusammen mit den Beispielen und den raffinierten Verstrickungen philosophischer Ansätze und ganz persönlicher Ideen ist und war für mich schon auch eine gedankliche Grenzerfahrung. Ich finde es schon überraschend, zu welcher gedanklichen Leistung und produktiven „Spielerei“ manche Menschen fähig sind. Zusammen mit der Fähigkeit, diese Gedankenwelt niveauvoll und trotzdem auch humorvoll zu präsentieren hat der Autor alles, was für mich einen Erfolgsautor philosophischer Sachbücher ausmacht. Mich hat diese Lektüre im besten Sinne inspiriert, deswegen lautet heute …

… mein Fazit: Dieses Buch über Philosophie, Erkenntnistheorie und das Leben selbst ist nichts für Liebhaberinnen seichter Unterhaltungsliteratur. Und es verlangt dem/der Leser/-in ganz eindeutig viel mehr ab als die Lektüre von Gaarders „Sofies Welt“. Man muss sich teilweise ganz schön anstrengen und konzentriert lesen, um den Gedankengängen dieses Autors folgen zu können. Wer Zeit und Mühe investiert, wird aber mit richtig interessanten Erkenntnissen belohnt, die mit wunderbaren Gedankenexperimenten, gedanklichen Spielereien sowie einer Menge Intellektualität und intelligenten Formulierungen in fast jeder Seite herausgekitzelt werden. An einem Tag hat man (jedenfalls ich) dieses Buch nicht gelesen. Für mich war und ist das ein ziemlich beeindruckendes Gedankenfeuerwerk, das ich schon vor Abschluss der Lektüre (derzeit auf S. 105) mit fünf Sternen am Amazon-Firmament belohne.


Alles, was man wissen muss - in 140 Zeichen: Umfassende Allgemeinbildung in kleinen Häppchen
Alles, was man wissen muss - in 140 Zeichen: Umfassende Allgemeinbildung in kleinen Häppchen
Preis: EUR 8,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschichts-, Kultur-, Sozial- und Wissenschaftswissen in 140 Zeichen – leckere Wissenshappen, 13. Oktober 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Allgemeinwissen in 140 Zeichen? Klingt merkwürdig. Klingt, … als ob die sinnvolle Umsetzung unrealistisch ist. Klingt aber auch interessant. Weil ich diese drei Gedanken irgendwie wohl gleichzeitig im Kopf hatte, bestellte ich mir dieses Buch, sobald es auf dem Markt war (ich hatte es zuvor in einer Büchervorschau für den Herbst entdeckt). Gestern kam es hier an und heute Morgen hatte ich an meinem „freien“ Tag gleich Zeit, für zwei Stunden hineinzulesen. Hier meine Eindrücke:

Das Vorwort des Autors Oliver Kuhn enthüllt zunächst den Hintergrund, was es mit der Idee „Allgemeinwissen in 140 Zeichen“ auf sich hat: Wir leben im „digitalisierten Informationszeitalter“, dort geht es darum, der überbordenden Informationsflut Herr zu werden, indem man Wissen (nach den Kriterien „relevant“ und „weniger wichtig“) filtert und zusammenführt. Dabei gilt es, immer wieder einen Bildungskanon zu amalgamieren, der sich aus verschiedenen Wissensteilen zu einem kohärenten Ganzen zusammensetzt. Dieses Buch soll ein Beitrag sein, um die Wissensgrundlage des Einzelnen zu verbreitern.

Nach meinem Eindruck ist die Rechnung des Vorworts aufgegangen. Der Autor präsentiert in seinem Buch in jeweils kurzen Sätzen Allgemeinwissen aus den Bereichen Geschichte, Kunst, Kultur und Wissenschaft. Dabei geht es um Themen Musik, Philosophie oder Sprache genauso wie um Religion. In 140 Zeichen kann man natürlich nur komprimiert und durch diese Verkürzung auch stark vereinfacht „Wissen“ bieten. Solche Sätze und „Wissensbruchstücke“ können allerdings ein sehr guter Ausgangspunkt für eine (kleine oder große) Bildungsreise sein, die man selbst unternimmt. Mir waren manche dieser Wissensteile komplett neu, vieles davon reaktivierte allerdings vorhandenes Wissen oder ergänzte bereits vorhandenes Wissen durch kleinere oder größere Zusatzinformationen. Das galt vor allem für den Bereich Geschichte, wo ich mir vieles wieder ins Gedächtnis rufen konnte. Doch auch Rubriken wie Literatur Philosophie hatten für mich einiges zu bieten. Interessant fand ich z. B. auch wie hier verschiedene Begriffe in einer knackigen Definition oder der Inhalt von Büchern sehr gut auf den Punkt gebracht werden!

Um aus diesem (Fakten-)Wissen wirklich Bildung zu machen, muss der Einzelne sicher noch viel tun. Er muss lesen, diskutieren, nachdenken, vielleicht eine „Bildungsinstitution“ besuchen etc. Letztendlich ist dieses auf den ersten Blick ziemlich unspektakuläre Buch ein guter Beitrag, um sich neues Wissen anzueignen oder Wissen zu festigen. Außerdem finde ich, dass es neugierig auf die eigene Erforschung so mancher Wissensgebiete macht. Ich halte es für eine gute Idee, denn durch diese Sammlung aus dem Steinbruch des Wissens kann jeder nach seinem Geschmack quasi „nebenbei“ seine Bildungslücken schließen.
Als kleine Kritik am Schluss meiner Bewertung: Da ich ein eher akribischer Typ bin, wäre es mir wichtig, dass in Quellenangaben darüber informiert wird, woher das Wissen kommt. (Soweit ich aus eigener Recherche weiß, stimmt der Inhalt der 140-zeichigen Wissensätze allerdings. Und natürlich findet man auch über das Internet genügend Hinweise auf weiterführende Literatur usw.; trotzdem hätte ein kleines Literaturverzeichnis das Ganze für mich perfekt abgerundet).

Meine Zusammenfassung: Oliver Kuhn serviert in diesem ungewöhnlichen Taschenbuch leicht konsumierbare und durchaus raffiniert verpackte Allgemeinwissenshappen auf den verschiedensten Gebieten. Wie ich hier gesehen habe, kann man tatsächlich einiges an Allgemeinwissen in 140 Zeichen packen. Dabei darf man natürlich keine Zusammenhänge oder wissenschaftlich ausformulierte Abhandlungen erwarten. Das ist vielleicht nicht „ALLES, was man wissen muss“, aber zumindest „Sehr Vieles, das man wissen sollte“. Ich fand es überraschend, zu sehen, dass ich auf diese Weise noch einiges Faktenwissen dazugewinnen oder bereits vorhandenes Wissen auffrischen konnte. Außerdem können einige der Wissenshappen ein wunderbarer Ausgangspunkt sein, um sich über das Internet oder Fachbücher neues Wissen anzueignen. Für mich war diese gute Buchidee (und ihre Umsetzung) einen Kauf wert. Mir hat schon die bisherige Kurzlektüre einiges gebracht. Ich freue mich über diese Entdeckung.


Brilliant Tafeldecke - Rund 140 cm - Dunkelblau Blau Tischdecke UNI Einfarbig mit Lotus Effekt
Brilliant Tafeldecke - Rund 140 cm - Dunkelblau Blau Tischdecke UNI Einfarbig mit Lotus Effekt

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen robust, auch noch nach mehreren Monaten sind Farbe und Stoff gut aussehend, 6. Oktober 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Man muss um eine Tischdecke keinen großen Wind machen. Trotzdem schreibe ich eine Kundenbewertung, weil uns diese Tischdecke durch eine (leider wie es scheint schon langsam endende) Balkonsaison begleitet (hat). Außerdem ist klar, dass wir an dieser Tischdecke auch nächstes Jahr noch Freude haben werden.

Nur soviel: Die Tischdecke (blau) macht sich zusammen mit unserem runden Teaktisch und den zugehörigen Stühlen optisch sehr gut. Sowohl der Stoff als auch die Verarbeitung des Saums (Naht) ist von guter Qualität. Die Kanten der Tischdecke fallen schön. Und zu guter Letzt: Auch nach mehrfachem Waschen sind Stoff, Farbe und Kanten tadellos. Wir haben diese Tischdecke nun seit einigen Monaten auf unserem Tisch liegen (stark sonnenbeschienener Balkon ); dies hat offensichtlich bisher noch keinen Einfluss auf die Leuchtkraft der Farbe gehabt.

Zum „Lotuseffekt“ der Tischdecke. Tatsächlich perlt Flüssigkeit an der Oberfläche ab (ebenfalls nach mehrfachem Waschen noch, wobei dieser Effekt mit der Zeit nachlässt). So oder so muss man die Flüssigkeit schnell mit einem Tuch abnehmen, da sie sonst durch den Stoff sickert. Immerhin hat man ein paar Sekunden Zeit, um Kaffee-, Tee- oder Wassertropfen zu entfernen, bevor die Tischplatte etwas abbekommt. So effektiv wie bei einer Wachstuch- oder Plastikdecke ist der Effekt allerdings nicht! Allerdings hat man eine richtig gut aussehende Stofftischdecke, die zumindest nicht sehr fleckenempfindlich und tadellos waschbar ist.

Mein Fazit: Wir haben schon Erfahrungen mit einigen Tischdecken gemacht, die schon nach ein paar Wochen aussahen wie ein ausgelutschter Lappen. Nach mehrmonatigem Gebrauch, ständigem Liegen auf einem stark sonnenbeschienenen Tisch und mehrfachem Waschen sieht diese Tischdecke noch aus, wie am ersten Tag! Sie ist von sehr guter Qualität und auch optisch absolut ansprechend. Weder mehrfaches Waschen noch starke Sonnenbestrahlung schaden der Farbe (Erfahrung nach ca. 6 Monaten). Der Lotus-Effekt ist vorhanden, nutzt aber mit der Zeit etwas ab, trotzdem schützt er die Tischoberfläche für ein paar Sekunden, wenn mal „etwas daneben geht“. Bei diesem attraktiven Preis-Gesamtleistungs-Verhältnis gebe ich ohne mit der Wimper zu zucken fünf Sterne.


Die Baufinanzierung: Der beste Weg zu Haus oder Eigentumswohnung
Die Baufinanzierung: Der beste Weg zu Haus oder Eigentumswohnung
von Thomas Hammer
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen fundierter Überblick, kompakt und leicht verständlich, 17. September 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Natürlich ist in diesen Zeiten die Investition in eine Immobilie DIE Alternative zur Geldanlage in Wertpapiere oder Ähnliches. Und doch ist sie risikobehaftet, wenn man die eigene finanzielle Belastbarkeit falsch einschätzt. Gleichzeitig kann es eine attraktive Option sein, das Geld eher in die Tilgung eines Kredits zu stecken als in Form einer monatlichen Mietzahlung, die letztlich nur das Vermögen anderer Leute vermehrt. Daher sehen wir uns immer wieder nach einem eigenen Haus um, und machen uns jetzt auch konkret Gedanken über diesen „großen Schritt“. Mit diesem Buch wollten wir uns abseits eines Bankberaters ansehen, ob und wie wir eine sichere Finanzierung schultern können – und ob es sich für uns lohnt, dieses wirtschaftliche Risiko wirklich einzugehen.

Dieses Buch gibt einen sehr fundierten Überblick über die Möglichkeiten der Bau- oder Kauffinanzierung eines Hauses bzw. einer Eigentumswohnung. Es liefert eindeutige Empfehlungen und unterstützt mit hilfreichen Beispielrechnungen dabei, den eigenen finanziellen Spielraum zu ermitteln. Neben ausführlichen Darstellungsteilen bringen Beispiele in orangefarbenen Schaukästen die Theorie auf den Punkt und helfen beim Verständnis.

Für mich zeichnet sich der Ratgeber vor allem dadurch aus, dass er hilft, persönlich Finanzierungspläne zu erstellen, mit denen man die eigenen Möglichkeiten aber auch den Finanzierungsbedarf ermitteln kann. Dabei werden die klassischen „Hypothekendarlehen“ (S. 42-70) und ihre Feinheiten genauso berücksichtigt wie allgemeine steuerliche Förderungen oder die Förderung durch das sogenannte Wohn-Wohn-Riester (S. 118-132). Sehr hilfreich ist auf jeden Fall die Darstellung der so genannten „Bausparfinanzierung“ (S. 71 ff.), die auch mit anderen Finanzierungsmöglichkeiten kombiniert werden kann.

Für uns hat sich der Tipp als interessant erwiesen, dass man (gerade in Niedrigzinsphasen wie jetzt) Kredite mit unterschiedlicher Garantiezinsdauer vergleichen sollte (S. 90/91). Wir haben bei verschiedenen Banken angefragt und auch in Zeiten aktueller Niedrigzinsen noch sehr viele Unterschiede ausgemacht. Diese würden auf Dauer bares Geld bedeuten, wenn wir uns tatsächlich zum Kauf entscheiden. Gleichzeitig fanden wir die klare Aussage sehr hilfreich, dass man von der sogenannten Fondstilgung die Hände lassen soll, weil diese Form der Spekulation auf Kredit einem Vabanquespiel mit unberechenbarem Ausgang gleichkommt.

Das hinten im Buch angehängte ABC der Baufinanzierung ab S. 150 (bis Seite 161) ist eine gute Grundlage, um in die Tiefen der Finanzierungsmöglichkeiten auch abseits des Buchs weiter vorzudringen. Ausgehend von den Informationen in diesem Ratgeber haben wir im Internet nach Finanzierungsmöglichkeiten Ausschau gehalten. Wir konnten dabei bei Begriffen von A wie „Annuitätendarlehen“ bis Z wie „Zwischenfinanzierung“ beruhigt zum Ratgeber greifen, der unkompliziert und schnell erklärt, worum es geht.

Mein Fazit: Dieses Buch bietet fundierte und solide Information rund um die Bau- oder Kauffinanzierung einer Immobilie auf aktuellem Stand (2014). Wir haben es uns zusammen mit dem Verbraucherzentrale-Ratgeber „Kauf eines gebrauchten Hauses gekauft“. Für uns bietet „Die Baufinanzierung“ mit Finanzierungs- und Berechnungsbeispielen sowie mit Checklisten alles, was man braucht, um sich durch eine solide Vorbereitung durch eine günstige Finanzierung bestens zu rüsten.


Neuer Schwung!: Golf mental - das Praxisbuch
Neuer Schwung!: Golf mental - das Praxisbuch
von Bernd H. Litti
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen neuer Schwung im Kopf – anschaulich geschrieben, erfreulich praxisorientiert, 7. September 2015
Dieses Golfbuch widmet sich dem mentalen Training von Golfsportlern. Damit liefert es vom Ansatz her eine wertvolle Bereicherung zum technischen Training. Da meiner Meinung nach sowieso mindestens 50 % der Leistung im Kopf stattfindet (getreu dem Motto des Titelzusatzes: „Dein Handicap ist nur im Kopf“), halte ich es auf jeden Fall für wichtig, sich Konzepten zum mentalen Training zuzuwenden, wenn man wirklich Fortschritte machen will. Einerseits hilft der Ratgeber damit heraus aus der Routine. Andererseits hilft er dabei, gerade eine neue Routine (vor allem „Schlagroutine“) zu entwickeln. Das bringt tatsächlich viel Ruhe ins Training und den „Schlagabtausch“ im „Ernstfall“ (Turnier).

Ich halte diesen Golf-Ratgeber für einen wertvollen Begleiter eines Mentaltrainings. In jedem der fünf Kapitel habe ich wertvolle Hinweise für mich herausgenommen und vieles über mich selbst gelernt. Knackig formulierte Merksätze fassen das Wichtigste jeweils zusammen und machen das Werk didaktisch wertvoll.

Ich halte mich nicht für besonders stressanfällig oder psychisch instabil (weder auf dem Platz noch im Leben). Allerdings merke ich, dass ich – vor allem nach nicht so gelungenen Schlägen – manchmal unkonzentriert werde – das rächt sich fast noch schlimmer als bei Ärger über schlechte Schläge. Außerdem tendiere auch ich manchmal etwas zu zwanghaftem Training und vergesse dadurch ab und zu den Spaßfaktor. Auch hierzu hat der Ratgeber viel Heilsames zu bieten.

Manchmal sind es ganz einfach die Hilfen zur Selbstreflexion, aus denen ich am meisten Positives gelernt habe. Dazu gehören die Tipps zum entspannten Golfspiel … und auch hier sind es wieder die mentalen Faktoren, die sich der Autor im Einzelnen ansieht und aus denen er konkrete Hinweise für die Golfpraxis ableitet. Hier kann man von den so genannten „Scorekarten“ besonders profitieren; ich habe sie – anfangs etwas widerwillig – angewendet, konnte aber schnell ihren Sinn wertschätzen und arbeite inzwischen sehr gerne damit.

Meine Zusammenfassung: Ich habe von diesem Golfbuch sehr profitiert. Es bringt neuen Schwung in den Kopf, ist anschaulich geschrieben und erfreulich praxisorientiert. Es liefert ein breites Spektrum an Mental-Wissen abseits gängiger Technikratgeber und hilft, aus der Golf-Routine herauszukommen. Viele Erkenntnisse aus dem sogenannten Mental-Coaching waren für mich brandneu und sehr interessant. Die verschiedenen Übungen zur Vergrößerung der mentalen Stärke sind praxisorientiert und (bei konsequenter Anwendung) wirksam. Ich habe einige Wochen mit dem Ratgeber gearbeitet und profitiere auch im privaten Leben von mehr Besonnenheit und Ruhe, die ich in brenzligen Situationen bewusst abrufen kann. Von daher sehe ich einen Vorteil dieser Lektüre auch abseits des Golfrasens.


Der ewige Gärtner (The Constant Gardener)
Der ewige Gärtner (The Constant Gardener)

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen diese Stücke ziehen in ihren Bann, 1. September 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Schon das erste Stück zieht mich richtig in seinen Bann. Die ruhigen aber tiefen, melodiösen Klänge gehen direkt ins Herz. Das gilt auch für die folgenden Stücke. Meist ohne Gesang (allerdings Ausnahmen als sehr angenehme Abwechslung) und mit unterschiedlichster Instrumentierung wird ein sehr buntes Programm geboten, das eben auf die unterschiedlichen Filmszenen abgestimmt ist. Der „Kothbiro“-Song ist natürlich ein Höhepunkt des Soundtracks, den man vielleicht schon anderswo (zufällig) gehört hat. Ich war sehr froh, ihn auf dieser CD entdeckt zu haben, weil ich ihn ein oder zwei Mal im Radio und einmal in einem Restaurant gehört hatte, ohne herausfinden zu können, wer der Interpret ist oder wie das Lied heißt. Jetzt war ich sehr froh, dass das Lied ganz unverhofft auftauchte, als ich den Film ansah. Schon alleine wegen dieses wunderschönen außergewöhnlichen Stücks lohnt es sich meiner Meinung nach, sich diese CD zuzulegen.

Neben den melodiösen Stücken finden sich auch einige perkussionlastige. Nicht immer darf man dabei mit absoluten Höhepunkten rechnen. Doch gerade für einen ruhigen Entspannungsabend finde ich das sehr angenehm. Ein anderer Rezensent spricht in diesem Zusammenhang von „Redundanzen“ und „Leerläufen“. Ich finde sie – eingestreut zwischen den sehr gelungenen Stücken – sehr angenehm.
Auch haben die Stücke mit afrikanischen Klangmustern und Trommelklängen auch abseits des Films meinen Geschmack getroffen . Insgesamt ist die Mischung aus vorsichtig orchestrierten Stücken, eher rhythmuslastigen kurzen Einstreuern und kreativen Überraschungen (z. B. Track 5) eine runde Sache. Überhaupt finde ich, dass dieser Soundtrack sich dadurch auszeichnet (und von vielen Konkurrenten abhebt!), dass hier nicht die großen und bombastischen Töne im Vordergrund stehen. Der Reiz dieser CD liegt also eher in der tiefgründigen Stille vieler Stücke, die ergänzt wird durch lebendige Tracks – mit auch mal schrägeren Tönen, die keine Lethargie oder Langeweile aufkommen lassen. Für mich ist das die ideale
Hintergrundbegleitung für einen entspannenden Abend nach einem anstrengenden Tag.

Vergleiche ich diesen Soundtrack mit anderen in unserer Sammlung, dann ist dies einer auf der Qualitätsstufe des oberen Drittels. Da wir aber noch bessere Soundtracks besitzen, die wir auch noch öfter anhören, und weil noch Luft nach oben sein muss, gebe ich für den „Ewigen Gärtner“ vier Sterne. (Für den unglaublich anrührenden und interessanten Film wären es übrigens glatte fünf Sterne!)

Zusammenfassung: Ich finde diesen ruhigen Soundtrack mit abwechslungsreichen, ungewöhnlichen Tracks richtig gut. Das liegt unter anderem sicher auch daran, dass mich der Film richtig begeistert hat. Ich würde dazu raten, sich erst einmal den Film anzuschauen. Doch auch ohne den Film zu kennen, findet man auf dieser Soundtrack-CD richtig gute kurze Musikszenen, die ans Herz gehen. Abwechslungsreich, weil auf unterschiedliche Filmszenen abgestimmt, ergibt sich trotzdem ein großes und rundes Ganzes, das ich als angenehmes Hörerlebnis immer wieder in unseren CD-Spieler lege. Für mich insgesamt ein Vier-Sterne-Soundtrack zu einem Fünfsternefilm.


Bogenschießen: Trainings- und bewegungswissenschaftliche Grundlagen
Bogenschießen: Trainings- und bewegungswissenschaftliche Grundlagen
von Oliver Haidn
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 59,80

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen unglaublich umfangreich und fundiert – Volltreffer ins Gold, 27. August 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Fachbuch bietet fundiertes, gut recherchiertes Bogenwissen und ist eindeutig ein Standardwerk. Sowohl Profischützen als auch ambitionierte Hobbysportler im olympischen (Stichwort Recurve) wie im „traditionellen“ Schießen finden hier die Grundlagen des Bogenschießens – für das Training, den Wettkampf oder einfach eine verbesserte Leistung im Verein.

Dieses Buch macht einmal mehr klar, dass Bogenschießen eine Wissenschaft für sich ist und man sie nur durch jahreslanges beharrliches Training und intensive Beschäftigung mit der Materie wirklich versteht. Es bietet ein breit gefächertes Gesamtwissen – angefangen von der Geschichte des Bogenschießens über ein fundiertes Trainingswissen (Technik und Bewegungswissenschaft, Physik, Physis, mentale Voraussetzungen, Ernährung, Taktik, Wettkampflehre etc.). Viele Zahlen, Fakten und Tabellen runden die Informationen der Kapitel jeweils ab und eine ausführliche Bibliografie sowie ein Sachregister machen das Buch zu einem wertvollen Nachschlagewerk. Wer sich neben dem Training auch theoretisch intensiv mit dem Bogensport auseinandersetzen möchte, kommt an diesem Buch meiner Meinung nach nicht vorbei.

Leider ist das Buch durch seine wissenschaftliche Präzision und die Ernsthaftigkeit der Beschreibungen in den Kapiteln manchmal für meinen Geschmack etwas (zu) trocken geraten. Auch muss man aufgrund des wissenschaftlichen Anspruchs und des Darstellungsstils schon etwas an Zeit investieren, um sich durch die Kapitel zu arbeiten. Allerdings lohnt sich die Mühe! Ich konnte innerhalb eines halben Jahres meine Leistung erheblich steigern. Das lag zum einen daran, dass ich insgesamt mehr trainierte, aber einen großen Anteil gebe ich der Lektüre dieses Buchs. Ich kram(t)e es immer wieder hervor, um Trainingseinheiten vor- oder nachzubearbeiten. Außerdem gab und gibt mir das Buch immer wieder Anlass, mit meinem Trainer und mit Bogenfreunden über so manche Erkenntnis lebhaft zu diskutieren und damit mein Wissen weiter auszubauen. Damit bleiben bei mir (bis auf einen etwas humorvolleren und „bunteren“ Darstellungsstil) keine Wünsche offen.

Mein Gesamtergebnis: Bogenschießen lernt man hier von trainingswissenschaftlicher Seite „theoretisch“ von der Pike auf. Dieses Wissenskompendium ist eindeutig eine gigantische Fundgrube und wertvoller Trainingsbegleiter für Profis und ambitionierte Hobbyschützen sowie für Trainer. Den stattlichen Preis dieses Bogenfachbuchs rechtfertigt eine überaus fundierte Darstellung des Bogensports, seiner Grundlage und der Durchführung eines effektiven Trainings. Für mich ist dieses Bogen-Fachbuch ein beachtlicher Volltreffer ins Gold und damit jeden Cent wert.


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