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Rezensionen verfasst von
I. Wodni "sabine_wodni" (Wien, Österreich)
(REAL NAME)   

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Veronika beschließt zu sterben. Roman
Veronika beschließt zu sterben. Roman
von Paulo Coelho
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,00

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Ode an die Verrücktheit, 29. November 2010
Dieses Buch vermittelt eine einfache Botschaft: Um sich umzubringen, muss man nicht verrückt sein. Um zu leben, schon.
So einfach die Botschaft klingt, so kompliziert ist sie und noch schwieriger ist es, sie nachzuvollziehen. Egal, welche Einstellung der Leser zum Leben und Sterben hat, "Veronika beschließt zu sterben" wirkt - und es wirkt intensiv. Die Geschichte einer jungen Frau, die beschließt, sich umzubringen, ungewollt doch noch ein paar Tage leben muss, erkennt plötzlich, dass sie niemals gelebt hat und steht nun vor einem Wettlauf gegen die Zeit. Es ist aber nicht nur Veronikas Geschichte, die erzählt wird, sondern auch die eines Arztes und von drei weiteren Insassen einer psychatrischen Anstalt, in denen Veronika die letzten Tage ihres Lebens verbringen soll. Die Geschichten lassen erkennen, dass kein Verrückter wirklich verrückt ist bzw. dass im Endeffekt alle Menschen verrückt sind.
Der Grundriss der Geschichte mag kitschig klingen, womöglich ist das Buch sogar kitschig. Aber das ist nebensächlich, taucht man als Leser erst in das Buch ein und lässt zu, dass es einen mitreißt. Paulo Coelho gelingt es, Perspektivenwechsel (die ich persönlich normalerweise überhaupt nicht mag) fließend darzustellen, ohne dem Leser den Überblick zu nehmen.
"Veronika beschließt zu sterben" ist ein besonderer Roman, kurz und kompakt, einfach zu lesen und doch ein literarisches Meisterwerk. Dieses Buch kann ein Leben verändern. Tut es das nicht, bietet es trotzdem auf jeden Fall ein paar Stunden pures Lesevergnügen und der Kauf muss keinesfalls bereut werden.


Wir töten Stella / Das fünfte Jahr: Novellen
Wir töten Stella / Das fünfte Jahr: Novellen
von Marlen Haushofer
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perspektivenwechsel, 15. November 2008
Marlen Haushofers Bücher sorgen nach wie vor vielerorts für sehr kontoverse Meinungen. Ein Vorwurf, den ich zu einem kleinen Teil unterstützen kann, wäre beispielsweise, dass im Prinzip immer eine Frau im Zentrum steht, die versucht, sich selbst zu finden, sich bereits aufgegeben hat oder einfach nur mit sich und der Welt unglücklich ist. Dieses tatsächlich immer wiederkehrende Motiv muss einen natürlich nicht interessieren (wobei bei Haushofer ein Zwischen-den-Zeilen-Lesen immer Voraussetzung ist).

Aber diese beiden Novellen sind anders. Natürlich ist Marlen Haushofers Stil unverkennbar. Immer wieder wird in der Erzählung vorgegriffen, wodurch ein Überraschungseffekt nicht wirklich gegeben ist. Aber vielleicht ist es gerade das, was die Novellen, insbesondere "Wir töten Stella", so beklemmend macht. Man sieht den Untergang des Mädchens kommen, kennt auch bald die Gründe und liest dennoch gebannt weiter. Diese Erzählung regt sehr zum Nachdenken an und fällt so gänzlich aus dem Rahmen aller anderen Haushofer-Bücher.
Mehr als erwähnenswert ist auch die zweite Novelle in diesem Band, "Das fünfte Jahr". Aus der Sicht des vierjährigen Mädchens Marili lernt der Leser ein Jahr lang das Leben jenes Mädchens bei seinen Großeltern am Land kennen. Haushofer verzichtet dabei auf die Ich-Perspektive und gerade diese Entscheidung lässt die Geschichte so authentisch wirken. Nicht selten hat man das Gefühl, sich im Kopf des kleinen Mädchens zu befinden und lässt man es zu, hat man durch die einfühlsame Erinnerung die Chance, die Welt kurzfristig noch einmal mit Kinderaugen zu sehen. Etwas Derartiges schafft nur Haushofers Werk ... zumindest bei mir. Sollte man nicht ganz so sehr in das Gefühlsleben Marilis eintauchen, bleibt es dennoch ein durchaus einprägsames Leseerlebnis. Das gilt natürlich auch für "Wir töten Stella".

Zwei wunderbare Geschichten, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen, kurz und intensiv erzählt, schnell und einfach zu lesen.


Final Destination 3 (Ungeschnittene Kinofassung)
Final Destination 3 (Ungeschnittene Kinofassung)
DVD ~ Kris Lemche
Preis: EUR 8,99

3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sadistisch, sonst nichts, 4. April 2007
Dennoch gebe ich drei Sterne, denn etwas anderes kann man von Final Destination ja kaum erwarten. Der erste Teil war noch überraschend originell, sehr makabere aber auch mitreißende Elemente waren erhalten ... alles ganz neu. Der zweite Teil ließ da schon mehr zu wünschen übrig, hatte aber immer noch einige Überraschungen parat.

Hier sieht die Sache anders aus. Von Anfang an ist klar, was passieren wird, es bleibt nur abzuwarten auf welche grausame Art die nächsten Opfer umkommen werden. Der Drehbuchautor ließ sich einiges einfallen, vom Verbrennen im Solarium, über das Durchtackern eines Kopfes mit langen Nägeln bis hin zu einem mordenden Fitnessgerät ist alles dabei. Sieht man sich so etwas gern an, dann bleiben wohl kaum Wünsche offen. Eine eigentliche Handlung vermisst man hier aber.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 4, 2008 6:15 PM MEST


Die Wand
Die Wand
von Marlen Haushofer
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Geschichte einer Frau auf dem Weg zur Selbstfindung, 4. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Wand (Taschenbuch)
Sehr geteilte Meinungen habe ich über dieses Buch gehört, bevor ich es selbst gelesen habe. Das ist auch an den Rezensionen hier erkennbar. Ich kann mich jetzt ohne Bedenken all den begeisterten Menschen anschließen, die dieses einmalige Werk mit fünf Sternen gewürdigt haben.

In dieser Geschichte gibt es nur eine sehr kurze Einleitung, der Höhepunkt, wie man ihn bei vielen Büchern erwartet, kommt erst gegen Ende. Dieses ist sehr offen und dennoch schafft es die Autorin, viele Fragen zu klären und neue in den Raum zu stellen, ohne den Leser zu verwirren geschweige denn zu langweilen. Eine große Wende sollte nicht erwartet werden, dann ist es möglich, sich beim Lesen auf die wesentlichen Aussagen zu konzentrieren. Was genau die wesentlichen Aussagen sind, bleibt der Interpretation des Lesers überlassen.

So unrealistisch die Geschichte ist, so glaubwürdig ist sie. Denn im Grunde geht es nicht um die Wand, die die Erzählerin davon abhält, ins "normale" Leben zurückzukehren. Viel eher geht es darum, was sich hinter der Wand abspielt. Wie sie ihr neues Leben meistert, welche Rolle die ihr zugelaufenen Tiere dabei spielen. Ob sie tatsächlich aus der Isolation ausbrechen will, bleibt anzuzweifeln. Aber zuviel soll an dieser Stelle nicht verraten sein.

"Die Wand" ist ein unglaubliches, sehr nahe gehendes und unvergleichliches Buch, das es schafft, den Leser mitzureißen, ohne dabei in das übliche Action-Klischee zu verfallen. Die Sprache ist einfach, aber dennoch oder gerade deshalb sehr schön. Wer sich etwas Zeit nehmen kann und zu neuen Erforschungen in das eigene und andere Leben bereit ist, wird von der "Wand" zweifellos fasziniert sein.


Tristan & Isolde
Tristan & Isolde
DVD ~ James Franco
Preis: EUR 8,79

57 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine der ältesten Liebesgeschichten romantisch und actionreich umgesetzt, 17. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Tristan & Isolde (DVD)
Diese Neuverfilmung von "Tristan und Isolde" könnte man zwar leicht mit Filmen wie "Braveheart" vergleichen, besonders wenn man sich auf die mittelalterlichen blutigen Schlachten bezieht, die in solchen Filmen bekanntlich nie zu kurz kommen ... aber "Tristan und Isolde" ist dennoch ganz eigenständig, individuell ... etwas ganz Besonderes.

Kostüme und Ausstattung versetzen den Zuseher direkt und glaubwürdig ins Frühmittelalter. Die Darsteller, allen voran die Hauptdarsteller James Franco und Sophia Myles, sind ausnahmslos grandios und sehr überzeugend. Die Drehorte (Irland und Tschechien) wurden fabelhaft gewählt.

Jemand, der sich hier einen schnulzigen Liebesfilm erwartet, ist fehl am Platz ... natürlich lässt es sich nicht abstreiten, dass manche Szenen hart an der Grenze zum Kitsch dahingleiten, aber das wird durch die Intrigen, die für Spannung sorgen, und die Kämpfe, die für Action sorgen, wieder mehr als wett gemacht.

Den Inhalt der Geschichte selbst werde ich hier nicht aufschreiben ... viel zu bekannt ist die tragische und von Missverständnissen und Lügen geprägte Sage von Tristan und Isolde. Es handelt sich hier um ein historisch-legendäres Liebespaar, das Romeo und Julia in nichts nachsteht.

Viel mehr bleibt mir nicht zu sagen ... dieser Film hat so viel zu bieten, dass garantiert für jeden etwas dabei ist. Also kann ich den Kauf nur empfehlen!


The New World
The New World
DVD ~ Colin Farrell
Wird angeboten von audiovideostar_2
Preis: EUR 11,45

21 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Herausforderung der Extraklasse für jeden Filmfan, 13. August 2006
Rezension bezieht sich auf: The New World (DVD)
Wie man an all den Rezensionen hier unschwer erkennen kann, ist dieser Film wirklich absolute Geschmackssache. Manche finden ihn beeindruckend, andere misslungen oder schlicht und einfach langweilig.

Ich für meinen Teil kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, wie man dieses Meisterwerk - denn genau das und nichts anderes ist "The New World" - mit auch nur einem einzigen negativen Wort beschreiben kann. Eine mögliche Erklärung wären vielleicht falsche Erwartungen. Die Vorschau im Kino versprach brutale und beinah sadistische Kampfszenen und auch das Cover der DVD wurde dermaßen schlecht gewählt, dass man den Film mit den blutigsten aller bisher dagewesenen Filme verwechseln könnte.

Tatsächlich sieht man in diesem monumentalen und historisch-legendären Werk nicht einmal einen Tropfen Blut. Es gibt eine einzige länger andauernde Kampfszene und andere Szenen, in denen die Brutalität zweifellos angedeutet, aber niemals in ihrer ganzen "Pracht" gezeigt wird; beispielsweise, als John Smith ausgepeitscht wird ... nichts sieht man, man hört nur das Schnalzen der Peitschenhiebe, der Kameramann vermeidet aber geschickt jeden tieferen Einblick in diese Folter. Trotzdem wird dem Zuschauer unmissverständlich klar gemacht, was gerade geschieht.

Die Liebesgeschichte zwischen John Smith und der jungen Indianerin Pocahontas (dieser Name wird während des ganzen Filmen pointierter Weise kein einziges Mal erwähnt) ist wunderschön dargestellt, allerdings ohne kitschig oder zu sentimental zu werden. Aus Colin Farrells (John Smith) Blick lässt sich Verzweiflung, Melancholie und Unentschlossenheit herauslesen. Er brilliert in dieser Rolle ebenso wie die nur 15jährige Q''Orianka Kilcher, die ein absolutes Naturtalent ist. Ihr kauft man sowohl das verspielte und übermütige kleine Mädchen, wie auch die erwachsene, nachdenkliche und vom Leben bereits gezeichnete junge Frau und Mutter ab. Auch der Rest der hochkarätigen Besetzung ist grandios.

Geredet wird in 'The New World' sehr wenig, nur das Nötigste wird gesagt. Und dabei handelt es sich meistens um eindringliche Monologe von John Smith oder Pocahontas. Vielmehr als auf Worte setzt der eigenwillige Regisseur auf atemberaubende und unvergleichliche Naturaufnahmen und Gesten wie Gesichtausdrücke der Kolonisten und Eingeborenen. Diese Bilder sprechen für sich und machen jede lange und ausführliche Kommunikation einfach überflüssig.

Wer diesen Film verstehen und genießen will, braucht auf jeden Fall eines: Zeit. Hier heißt es eintauchen, sich reinfühlen und alles andere um sich herum vergessen. Vor der großen Kinoleinwand ist das natürlich einfacher als zu Hause vor dem Fernseher. Dennoch ist es nicht unmöglich, sich von '"The New World'" fesseln zu lassen. Vorausgesetzt, man ist bereit und offen für etwas komplett Neues und Anderes. Ein Fan von Actionfilmen wird hier vielleicht eher enttäuscht sein. Aber 'langweilig' ist trotzdem unter keinen Umständen das richtige Wort, um den Film zu beschreiben. Vielmehr: Eigensinnig, anders, einnehmend, herausfordernd und unvergleichlich. Jeder muss sich hier seine eigene Meinung bilden. Für mich zählt '"The New World'" ohne Zweifel zu den besten Filmen, die es je gegeben hat.


Tess
Tess
DVD ~ Nastassja Kinski

36 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besinnlich, ergreifend und zugleich spektakulär, 21. April 2006
Rezension bezieht sich auf: Tess (DVD)
Roman Polanski beweist vor allem mit Filmen wie "Der Pianist" und dem Klassiker "Tanz der Vampire", dass er ein Meister seines Faches ist. Mit "Tess" wird das noch unterstrichen, denn hier ist ihm schlicht und einfach ein Meisterwerk gelungen.

Ich kenne keinen anderen Film, bei dem die Entwicklung eines Charakters durch verschiedene Umstände so genau und fesselnd dargestellt wird wie bei diesem. Natassja Kinski ist eine brilliante und tadellose Besetzung, ebenso wie alle anderen Darsteller.

Über die Handlung will ich hier gar keine Worte verlieren. Mehr als das soll nicht gesagt sein: Die Ungerechtigkeit in der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts und die Verbissenheit, für die wahre Liebe zu kämpfen, wird dem Zuseher hier so deutlich und ergreifend vor Augen geführt, dass mir schlicht und einfach die Worte fehlen.

Daher meine Empfehlung: "Tess" ansehen und sich selbst eine Meinung bilden. Klar ist nur eines ... wer diesen Film als "kitschige Schnulze wie viele andere" abtut, dem fehlt es zweifellos an Tiefsinn.


The Monk (Oxford World's Classics)
The Monk (Oxford World's Classics)
von Matthew Gr. Lewis
  Taschenbuch

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckend, erschütternd und fesselnd!, 18. Dezember 2005
Dieses Buch hat mich dermaßen fasziniert, dass ich unschlüssig darüber bin, wie ich meine Begeisterung am besten in Worte fassen soll.
Gelesen habe ich es auf Deutsch, aber trotzdem merkt man, in welch großartiger Sprache und mit welcher Wortgewandtheit der junge Autor dieses Meisterwerk verfasst hat. Matthew Gregory Lewis war, als er dieses Buch schrieb, gerade 19 Jahre alt und ich glaube nicht, dass es leicht ist, ein zweites dermaßen frühreifes literarisches Talent zu finden.
Aber genug der Lobreden über den genialen Autor, wenden wir uns dem Inhalt von "Der Mönch" ("The Monk") zu:
Im Wesentlichen geht es eigentlich grob gesagt um zwei Schicksale - das von Agnes Medina, der Schwester Lorenzos und Verlobten des Marquis Raymond de las Cisternas, und das von Ambrosio, dem Mönch. Ziemlich früh merkt man, dass diese Schicksale miteinander verknüpft sind und auf eine gemeinsame Katasrophe hinauslaufen. Ambrosio, der Abt des Kapuzinerklosters in Madrid, wird von allen in der spanischen Hauptstadt für einen Heiligen gehalten. Tatsächlich hat er mit seinen 30 Jahren die Klostermauern noch nie von außen gesehen, hatte nie Interesse an einer Frau und gab sich mit Leib und Seele seinem Dasein als Mönch und Prediger hin. Allerdings geht es ihm dabei mehr um seinen Ruhm, nicht um Ergebenheit zu Gott.
Schließlich enthüllt ihm ein vermeintlicher Novize, Rosario, mit dem Ambrosio seit 2 Jahren eine innige Freundschaft verbindet, dass er in Wirklichkeit nicht Rosario, sondern eine Frau namens Matilda sei, die den Mönch über alles liebe. Zunächst verhält sich Ambrosio zurückhaltend und skeptisch, aber schließlich gelingt es Matilda, Ambrosio zu verführen und mit einem Schlag wird ihm klar, was er bisher in seinem tristen Klosterleben, das ihm wie der Himmel auf Erden vorgekommen war, alles versäumt hat. Deshalb packt ihn eine regelrechte Wollust, die die schlimmsten Folgen nach sich zieht ...
Zeitgleich ereignet sich auch das Zusammentreffen von Raymond de las Cisternas und seinem besten Freund Lorenzo Medina. Raymond erzählt Lorenzo sehr ausführlich (2 Kapitel lang), lebendig und ergreifend, wie sehr er sich in Agnes (die Schwester Lorenzos) verliebt habe. Agnes erwidert Raymonds Gefühle und alles könnte perfekt sein, aber die beiden dürfen nicht heiraten, da Agnes von Geburt an für das Klosterleben bestimmt ist und demnächst in das Konvent von Santa Clara eintreten soll. Mehrere Fluchtversuche des Paares scheitern, schlussendlich landet Agnes im Kloster, aber Raymond und sie treffen sich nachts immer im Klostergarten. Diese geheimen Treffen haben ebenfalls fatale Folgen, denn Agnes wird schwanger und Ambrosio - der zu diesem Zeitpunkt noch keusch und die Heiligkeit in Person ist - kommt ihrer Schwangerschaft auf die Schliche, als er einen Brief von Raymond an Agnes in die Hände bekommt. Ambrosio hört nicht auf Agnes' Flehen und teilt der Äbtissin mit, was für ein Treiben sich einer ihrer Schützlinge erlaubt hatte. Agnes erwartet eine unmenschliche Strafe und ein unfassbares Schicksal, das den Leser beizeiten vergessen lässt, dass Ambrosio die Hauptperson ist.
Dann muss noch erwähnt sein, dass Lorenzo sein Herz an die unschuldige, kindliche und hübsche Antonia verliert und sie heiraten möchte. Aber auch Ambrosio hat ein Auge auf das Mädchen geworfen ...
Auch, wenn es auf den ersten Blich vielleicht so aussieht, ich habe nicht zuviel verraten. "Der Mönch" bietet so viele unfassbare Überraschungen, dass man meine Erzählungen vielleicht gerade mal als "Vorspeise" bezeichnen könnte. Ich habe dieses Buch verschlungen und kein anderes hat mich bis jetzt mehr in den Bann gezogen. Natürlich gibt es Leute, die den Inhalt der Geschichte als "krank", "pervers" oder "lächerlich" bezeichnen, aber das ist für mich nicht wirklich nachvollziehbar und reine Geschmackssache. Mich wundert es jedenfalls nicht, dass "Der Mönch" zur Weltliteratur zählt und die Zeiten bis heute überdauert hat.
In diesem Werk wird überdeutlich geschildert, wie der Mönch, der zuerst für alle wie ein Gott ist, immer tiefer fällt ... er gibt sich der Lust hin, vergewaltigt und mordet und schließlich ereilt ihn selbst ein grauenhaftes und verdientes, aber auch sehr unrealistisches Schicksal. Allerdings ist in dem Buch nicht viel Unrealistisches ... da kann man getrost über die Ausnahmen hinwegsehen und eigentlich ist es auch gut, dass so etwas wie der Teufel in dem Buch vorkommt, denn dadurch erwacht man zwischendurch wieder und erinntert sich daran, dass die Geschichte nur erfunden ist und sich glücklicherweise nie zugetragen hat.
Zurecht gilt der Mönch als "Schauerroman". Aber auch viele gesellschaftskritische Themen sind hineingepackt, wie z.B. die düsteren Geheimnisse, die sich früher in Klöstern zugetragen haben, die Unsinnigkeit mancher katholischer Ansichten und die Tatsache, dass manche Liebe verhindert wird, nur weil man abergläubisch ist oder weil der Stand einer Familie nicht "ausreichend" ist ...
Aber jetzt hör ich auch endlich auf und möchte nur noch eine Empfehlung loswerden: LESEN!


Das Phantom der Oper (Limited Edition inkl. Swarowsky Crystal Tattoo)
Das Phantom der Oper (Limited Edition inkl. Swarowsky Crystal Tattoo)
DVD ~ Gerard Butler

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Erlebnis!, 1. Oktober 2005
Ich hatte leider bisher nie das Glück, Das Phantom der Oper als Musical auf der Bühne zu erleben. Da ich aber ein riesengroßer Musical-Fan bin, konnte ich mich natürlich nichts selbst über so ein berühmtes Stück im Dunklen stehen lassen ... kurzum, diese Verfilmung kam wie gerufen, um mir einen Einblick in eines von Andrew Lloyd Webbers unsterblichen Meisterwerke zu gewähren. Und ich war begeistert!
Ich kann zwar die Leute verstehen, die scharfe Kritik an Uwe Kröger als Phantom auszusetzen haben, da er nicht wirklich - oder nur sehr selten - furchteinflößend wirkt; aber da mir die Vergleismöglichkeiten fehlen, bin ich ganz einfach mehr als zufrieden mit der Auswahl der Synchronisten. Dass Uwe Kröger einer der größten Musicalstars ist, brauche ich nicht weiter zu erläutern, denn das ist allgemein bekannt und keine Neuigkeit mehr. Also war es auch naheliegend, ihn darum zu bitten, seine Stimme der Hauptrolle in einer großen Musicalverfilmung zu leihen und er macht seine Sache großartig. Jana Werner verzaubert mit der deutschen Stimme der Christine im Nu und mit diesen beiden Rollen ist der Grundstein für dieses Meisterwerk gelegt.
Die Schauspieler selbst sind großartig und hätten nicht besser ausgesucht werden können. Gerard Butler - von dem ich noch nie zuvor etwas gehört habe - gibt ein phantastisches Phantom ab. Jede Gemütsschwankung, jeder Gefühlsausbruch und jede noch so kleine Regung wird von ihm mit einer Genialität rübergebracht, der zu beschreiben es mir an Worten mangelt. Emmy Rossum ist es nicht anzusehen, dass sie zur Drehzeit erst 18 Jahre alt war, so viel Erfahrung und Können bringt sie in diesen Film mit. Sie ist eine hinreißende und entzückende Christine und beweist, dass man noch keinen Stern am Walk of Fame haben muss, um die Herzen aller Film- und Musicalfans im Sturm zu erobern.
Auch Patrick Wilson zieht in seiner Rolle als Raoul, Christines großer Liebe, alle schauspielerischen Register.
Zur Geschichte selbst möchte ich keine weiteren Worte verlieren, das wäre unnötig. Der Film / das Musical versteht es, den Zuschauer vom ersten Augenblick an in seinen Bann zu reißen und man taucht völlig in das ergreifende und beeindruckende Geschehen an der Pariser Oper des 19. Jahrhunderts ein. Da ist nur ein einziger, winziger wunder Punkt in "Das Phantom der Oper" ... die Highlights kommen alls bereits im ersten Teil / Akt des Musicals vor. Hintereinander kommen die drei schönsten Lieder ("Engel der Muse", "Das Phantom der Oper", "Musik der Nacht"), wodurch man eigentlich auf nichts Besseres mehr warten muss. Dennoch wird der Film nicht langweilig und verliert nichts von seinem Zauber. Und es folgen noch ein paar vereinzelte berührende Lieder, wie z.B. das himmlische Duett "Mehr will ich nicht von dir" und Christines ergreifendes Solo "Könntest du doch wieder bei mir sein". Die Musik ist durch die Bank wundervoll, aber die zweifellos besten Lieder sind, wie gesagt, schon früh abgehakt.
Die Musik, die Bilder, einfach alles ist atemberaubend.
Auch an der DVD selbst habe ich nichts auszusetzen. Es wäre zwar ein Making of interessant gewesen, aber auch so bietet die DVD schon genug. Sie enthält ein Booklet mit Informationen über Andrew Lloyd Webber, Joel Schumacher (Regisseur) und die Hauptdarsteller. Ein kleines Kristall-Tattoo von Swarovski ist als kleines Extra auch mit dabei und es ist wichtig und großartig, dass man "Das Phantom der Oper" auch in der englischen Originalfassung bewundern kann.
Ich kann nur empfehlen: Kaufen! Man muss kein Musical-Fan sein, um diesen Film zu lieben.


Amor im Hause Habsburg
Amor im Hause Habsburg
von Sigrid-Maria Größing
  Taschenbuch

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ergreifende Liebesgeschichten aus einem großen Herrscherhaus, 4. September 2005
Rezension bezieht sich auf: Amor im Hause Habsburg (Taschenbuch)
Die Autorin übetrifft sich mit diesem Buch zweifellos selbst ... die schönsten Liebesgeschichten der Habsburger sind hier wunderbar erzählt, ohne dass es kitschig oder romanhaft wirkt und ohne dass der Sachverhalt verloren geht. Es wird hier alles beschrieben, was in der Geschichte romantisch genannt werden kann ... die Geschichten von Maximilian I. & Maria von Burgund, Philipp dem Schönen & Johanna der Wahnsinnigen, Franz Stephan & Maria Theresia, Joseph II. & Isabella von Parma, Karl & Zita etc. ... auch von den "Skandalen" wird hier erzählt; der Ehe von Erzherzog Ferdinand mit der bürgerlichen Kaufmannstochter Philippine Welser und die von Reichsverweser Johann mit der Postmeistertochter aus dem Ausseer Land: Anna Plochl. Nicht zu vergessen die morganatische Verbindung von Thronfolger Franz Ferdinand und seiner innig geliebten Gräfin Sophie Chotek, die mit ihm in Sarajewo ein gemeinsames, tragisches Ende fand, das die Weltgeschichte entscheidend beinflussen sollte.
Aber zuviel soll ja hier nicht verraten sein ... der Schreibstil ist jedenfalls wundervoll und ungemein berührend. Die Geschichten sind kurzweilig, sehr interessant und mir persönlich sind sie auch alle sehr zu Herzen gegangen. Aufgrund mehrerer unterschiedlicher Quellen weiß ich, dass in diesem Buch nichts Schmalziges dazugedichtet wurde, sondern alles auf sachlichen Ebenen beruht, auch wenn es noch so unwirklich und herzergreifend scheint. Nur bei zwei oder drei Stellen wirkt alles ein bisschen übertrieben ("Sie war sein ganzes Glück!"), aber diese Ausnahmen sind minimal und beinah belanglos. Die Autorin beschränkt ihre Erzählungen in diesem Buch wirklich auf die Liebe, von Politik und ähnlichen Dingen wird nur das Nötigste erwähnt.
Kurzum: Das Buch ist extrem interessant und damit unverzichtbar für jeden Habsburger-Fan. Aber auch Leute, die einfach gerne wahre, schöne Geschichten lesen, so wie sie das Leben schreibt, sind hier richtig.


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