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Rezensionen verfasst von
P. Riolo "eleven59pm"

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Recharged
Recharged
Preis: EUR 9,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Linkin Park Energy Recharge für den Winter!, 26. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Recharged (MP3-Download)
Ich finde die CD echt gut. Wir bekommen fette, energiegeladene Elektro Beats von Dub Step bis Trance, harte, bedeutungsschwangere Rap-Passagen, immer wieder durchzogen von sphärisch aufgearbeiteten Gesängen. Ich finde das Album lässt die Melodien und Texte von Living Things wieder richtig schön aufleben- daher passt der Titel Recharged perfekt!

Living Things fand ich an sich ganz cool- es war ne gute Mischung aus Old School Linkin Park und einigen experimentelleren Songs. Dennoch hat sich ein Teil der Songs bei mir schnell abgenutzt- doch gepaart mit elektronischer Musik und dem hohen Tempo bilden die Melodien von Living Things dann doch wieder geniale Hooks! Ich kann echt nicht verstehen was daran schlecht sein soll- ausser eben dass es nicht den Geschmack von Leuten trifft, die eben nur Rock oder "Nu-Metal" mögen.

Wer aber immer noch rumflennt, dass Linkin Park nicht mehr Linkin Park ist, hat das Konzept der Band eigentlich immer noch nicht verstanden. Immer die gleiche Leier seit Jahren. Ich bin froh, dass jedes Album etwas anderes ist. Man hört einfach immer wieder neuen Sound auf einem Linkin Park Album. Die Atmosphäre der LP Songs ist dabei aber trotzdem immer unverkennbar. Und wären die Remixes hier irgendwie billig- würde auch ich einen Stern abziehen, aber hier bekommen wir mal wieder eine richtig fette Produktion, kräftige Beats und auch manch ein grooviger Moment- und eben nicht nur eine Neuauflage von Reanimation, sondern ein Remix Album, dass sich auch an der aktuellen Club Musik orientiert und deshalb einfach erfrischt.

Dennoch behalten Songs wie Lost In Echo ihre Kraft, der Refrain und die Raps werden mit kräftigen verzerrten Effekten unterlegt- die, die explosive Stimmung des Songs durch Klänge wiederspiegeln. Mitten drin wird dann auf einmal das Tempo reduziert- und die Gesänge atmosphärisch gesampled, um dann noch mal den Refrain explodieren zu lassen. Dann kracht Victimized als Hardcore Techno Song aus den Boxen- und lässt mich rumspringen und die Welt brennen sehen. Dann kommt ein langsames I'll be gone mit schönem neuen Programming daher- und einem fetzigen neuen Rap von Pusher T und M. Shinoda- am Ende steht dann wieder Chesters Gesang im Vordergrund- das ganze klingt dann wieder mit chilligen Low Tempo Beats aus.

Das waren jetzt nur 3 Songs die genau hintereinander stattfinden- aber diese Abwechslung zieht sich durchs ganze Album. Recharged ist für mich eine fette Elektro Platte die einem sowohl Feuer unterm Arsch- als auch Lust macht das Original Living Things wieder mal anzuhören. Im Tandem angehört macht es dann richtig Spaß die Songs reinterpretiert wieder zu finden. Und das ist dann wieder das gleiche Erlebnis wie bei Reanimation. Alles ist zwar irgendwie anders als früher- und doch bin ich wieder im Linkin Park Mikrokosmos. Und genau deswegen höre ich immer noch LP während alle andern "Nu Metal" Bands für mich einfach nicht mehr existieren.

Wer auf Elektro und Dub Step allergisch reagiert- der sollte die Finger von dem Album lassen. Alle andern können Linkin Park Songs neu erleben. Ich hab die MP3 Version des Albums gleich mal in meinen Tekken Soundtrack eingebaut- und klatsch seit dem alles um!

ÜBRIGENS Persönlich fand ich Thousand Suns das beste Album von Linkin Park. Ich nehme sie seit dem sogar ernster als je zuvor. Wer sich schon bei dieser Aussage an den Kopf langt- der wird auch diese Review nicht nachvollziehen können. Ich hab wahrscheinlich keine Ahnung von guter Musik- aber ich liebe was ich höre ;)


Aliens: Colonial Marines Limited Edition - [PlayStation 3]
Aliens: Colonial Marines Limited Edition - [PlayStation 3]
Preis: EUR 8,99

40 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lasst euch nicht abschrecken- es ist echt ein lustiges Alien Spiel!, 13. Februar 2013
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Also bin ich froh, dass ich es doch gekauft habe. Ganz ehrlich manche Reviews sind mir echt zu abgehoben. Ich brauch keine super intelligenten Aliens, und tiefgründigen psychologischen Horror! Manchmal hab ich das Gefühl alles was nicht Halo oder Crysis ist, ist gleich unten durch bei den Leuten. Ich will aber keine Stealth Taktik einlagen mit 5 Lösungswegen, und ich brauch auch kein in die längegezogenes Psychodram a la Dead Space. Wie mir die Dead Space Story zum Hals raushängt, ihr glaubt es nicht.

Nee Leute, ich will nur in dunklen engen Gängen von A nach B laufen und auf die echten Aliens aus dem Film ballern! Und den Marines dabei zuhören wie sie scheiße labern oder durchdrehen. Mit den Original Schauplätzen, ein paar neuen Viechern mit einigen neuen Story Elementen, und das ganze immer wieder.

Dieses Spiel spricht all diejenigen an, die in den 90gern aufgewachsen sind, von Alien 2 geflashed waren, selbst als Kiddies nachdem Alien im Fernsehen kam, gerne für 3 Tage Colonial Marines sein wollten,

Für mich ist das dass Alien Spiel das wir damals nicht bekommen haben. Es ist jetzt, 10 Jahre später endlich fertig geworden.

Ist die Grafik veraltet? Definitiv. Ist das Gameplay Egoshooter wie vor 10 Jahren? Absolut!

Ist das Spiel deswegen schlecht? Auf gar keinen Fall!

Es ist so Old School wie die Leute, die sich den Aliens Directors Cut auf VHS gekauft haben.

Zur Technik:
Die Ausleuchtung ist sehr gelungen, der Sound fetzt, die Framerate ist sehr gut. Die Leute flennen wegen Kantenflimmern und Pixeligen Displays, aber das macht doch im Spiel nichts aus. Ich meine klebt ihr ständig an der Wand oder was?

Kommt mal alle wieder runter, die Grafik muss doch nciht immer Millionen Teure State of the Art technologie sein, um einfach simplen Alien Spaß zu haben.

Und wie manche Leute es mit Dead Space vergleichen, hey ich hab keinen Bock mehr auf dieses Psychogefasel aus der Dead Space Serie. Aliens weiß wenigstens was es sein will, ein altmodischer Shooter wo es einfach nur darum geht, noch mal in der Alienwelt rumzumarschieren und als Marine Horden von Aliens zu schlachten. Ich will keine großen Innovationen, das hat das Spiel auch nie versprochen.

Sicher hätte ich auch gern ein Mega Alien Spektakel mal, aber das ist nun Mal einfach nciht drin. Aber ich finde Sega und Gearbox haben mit ihrem Budget das beste draus gemacht.

Ich kann allen altmodischen Fans nur folgendes Raten, stellt das Spiel gleich auf den höchsten Schwierigkeitsgrad Ultimate Bad Ass. Die Aliens sind agressiv und machen mächtig Schaden. So steigt der Nervenkitzel um einiges. Das Hud kann man auch nicht sehen, also weiß man wie im echten Leben nicht, wie lange man lebt. Simples Spiel simple Regeln, aber dafür ein guter Nervenitzel. Man muss zielen und sich konzentrieren. Die Leute heulen rum wegen unfairen Rücksetzpunkten, aber das ist ja grad des geile. Der Nervenkitzel entsteht einfach daraus nicht sterben zu wollen, weil man sonst alles nochmal machen muss. Und dann bekommt mantatsächlich Angst, die simple Videospiel Angst nciht schon wieder sterben zu müssen.

Was den Motion Tracker anbelangt, es geht weniger draum wann die Aliens auftauchen (scheißt auf billige gescriptete Schockeffekte, hat mich schon bei Dead Space 1 gelangweilt) es geht eher darum, mit dem Motion Tracker im Kampf zu sehen wo die Aliens gerade stehen und sich in die richtige Richtung zu drehen.

Und manchmal rennen sie ja tatsächlich weg und man muss sie aufspüren.

Ich muss das einfach nochmal sagen, und das gilt auch für die Presse, ihr seit abgehobene Pussys manchmal. Heul- es ist eine alte Engine, Heul- die Aliens sind zu doof zum Schach spielen und linear und unfair ist es auch. Mein Gott Leute, ich zock immer noch Doom 3 und finds geil. Es muss nicht alles Mega Hollywood Super Atom sein. Die Aliens sind DIE Aliens, die wollen einen einfach nur fressen oder infizieren. Wie kann man deswegen pikiert sein dass sie nicht in Deckung gehen oder super Angriffsmanöver bringen? Dafür springen sie durch die Gegend. Und wie kann man deswegen flennen das sie primär den Spieler angreifen, und nciht die NPCs? Wollt ihr zuschauen oder was???

Also wie gesagt, ich habe mit dem höchsten Schwierigkeitsgrad angefangen, ohne aufgebrezelten Waffen, und ich hab meinen Alien Survival Spaß. Ich brauchte schon für die erste Mission über 2 Stunden weil ich ständig Game Over gehe.

An alle die das Spiel in 6 Stunden durchgerast haben, hey wenn ihr euch dabei so gelangweilt habt, wieso habt ihr nicht dabei abgebrochen und von vorne mit nem höheren Schwierigkeitsgrad angefangen? Wenn ihr Hardcore seit dann spielt es Hardcore!

Und ganz wichtig für Neukäufer- stellt das SPiel auf ENGLISCH!!!!! (PS3 auf Englisch umstellen) Auch wenn es für manche so ein bißchen schwerter zu verstehen ist, so kompliziert ist die Story nicht. Deutsch ist einfach der absolute Stimmungskiller. Wir brauchen echt mehr Synchronsprecher in diesem Land...

Ich bin bei dem Spiel noch nicht so weit, ich weiß das Ende kommt schnell und ist nicht so toll. In dieser Hinsicht danke ich auch den Leuten, die die schlechten Reviews geschrieben haben. Ihr habt meine Erwartungen derartig in den Keller geschraubt, dass ich schon den ganzen Tag positiv überrascht werde.

Die Grafik Bugs, die gibt es, aber sie sind nicht mal halb so wild wie geschildert. Die Aliens sind nicht perfekt animiert, aber genauso gemein wie ich sie will (wenn man nicht im Pussy Modus spielt), und das Flair ist auf jeden Fall da.

Also ich geh jetzt weiterzocken! Multiplayer wird sowieso wieder Mordsgaudi! War bei AvP auch schon so. Mein Bro wird es nachher kaufen, und wir werden Online für Wochen fetzen.

Nur 4 Sterne weil- es hätte auch mehr sein können, es hätte wirklich sehr viel besser sein können, da haben alle Recht. Ich persönlich fand auch die Aliens aus AvP 2010 nen Tick flashiger.
Trotzdem 4 Sterne hat es verdient.

Denn das Kind in mir ist zu mächtig, es will einfach nur neue Aliens in der Alienwelt mit Alien Musik erschiessen. Horrah!!!!

Das Game ist solide, die Stimmung ist da, als Fan und Altzocker kann man damit ne Menge Spaß haben. Man kann auch sehr enttäuscht sein, aber im Prinzip ist es nur eine Frage der Herangehensweise.

Wahrscheinlich bin ich mit meinen 30 Jahren aber zu altmodisch...

Der Mega Aliens 4k HD MultiMillion Dollar Shooter mit einer 30 jährigen Charakterentwicklung wie von Sigourney Weaver alles in einem Spiel wird sicher eines Tages auch noch kommen.
Kommentar Kommentare (19) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 10, 2013 5:02 PM MEST


War of the Arrows
War of the Arrows
DVD ~ Park Hae-il
Preis: EUR 5,55

5.0 von 5 Sternen Überraschend fetter Film!!!, 6. November 2012
Rezension bezieht sich auf: War of the Arrows (DVD)
Endlich mal wieder ein koreanischer Film der so richtig rockt. In letzter Zeit waren mir diese zu langatmig- aber nicht hier!!

Super Darsteller, super Kulissen, ein glaubhaftes Szenario sind nur der Ausgangspunkt für eine wahrlich furiose Jagd. Der Film versteht es richtig Tempo aufzubauen, und trotzdem zwischen den Actionszenen die Gefühle der Protagonisten durchsickern zu lassen. Hier fühlt man den Hass, die Angst, die Verzweiflung, die Liebe und die Wut jedes einzelnen Charakters. Selbst die der Nebencharaktere. Die Schauspieler sind top.

Die Actionszenen sind schnell geschnitten aber so präzise gefilmt, dass sie richtig Spaß machen. Und die Pfeil und Bogen Duelle sind genial, bis zur letzten Szene hat man sich spannende Kampfsituationen ausgedacht.

Zur Story sag ich mal, es ist eine Art Apokalyptico im alten Korea (Choseon).

Manche Szenen sind echt etwas ähnlich, aber alles wirkt bodenständiger und weniger mystisch. Das Grundszenario ist sogar relativ historisch akkurat, wenn auch die Story an sich sicher fiktiv ist.

Es sind die tolle Inszenierung, die guten Charaktere und die tadellos authentische Austattung (die Kostüme und Bräuche bieten einen schönen Einblick) und ein fast schon sinnlicher Showdown, welche die mehr oder weniger vorhersehbare Geschichte trotzdem spannend und gefühlsbetont, für mich und meine Mitschauer echt mitreissend gemacht hat.

Unabhängig davon ob man koreanisches Kino besonders mag oder nicht, denke ich das man diesen Film uneingeschränkt empfehlen kann.

Schöner Filmsoundtrack übrigens auch. Ich werde zu meinen Freunden sagen, zieht euch War of the Arrows rein!!!


Resident Evil 6 (uncut) - [PlayStation 3]
Resident Evil 6 (uncut) - [PlayStation 3]
Wird angeboten von Laservideo24-Preise inkl. Mwst
Preis: EUR 19,95

12 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sehr genialer Resident Evil Höllenritt UPDATE, 8. Oktober 2012
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Ich kann die Kritik überhaupt nicht nachvollziehen. Für mich ist das ein famoses Spiel.

Als ich vor 15 Jahren Resident Evil 1 und bald darauf Resident Evil 2
dutzende Male durchgespielt habe, habe ich irgendwann angefangen mir
vorzustellen, wie es wohl wäre wenn all diese Biowaffen tatsächlich im
Krieg eingesetzt werden würden. Ich stellte mir vor was man wohl für
futuristische Mutantenkämpfer hätte. Denn schließlich, waren es damals
abgesehen vom Tyrant und später dem Nemesis, hauptsächlich
schiefgegangene Experimente. Erst in Resident Evil 4, mit Krauser,
hatten wir einen echten Soldaten mit biologischen Modifikationen. Jetzt
in Resident Evil 6, ist es dann soweit, wir stehen ganzen Armeen
gegenüber, die vollgepumpt sind mit verbesserten biologischen Waffen.
Die ganze Welt brennt, in Europa, USA und Asien.

Vom Horror im
Herrenhaus, sind wir nun weit entfernt. Doch trotzdem wenn ich so zurück
denke an meine Tagträumereien von damals, muss ich sagen, das neue
Resident Evil kommt dem ziemlich nahe. Und ich finde der Horror auf dem
Schlachtfeld steht den alten Teilen kaum nach. Aber es stimmt, das Spiel
ist voll von brachialer Action. Aber nicht nur Action! Das finde ich
ist eine Fehleinschätzung. In allen Kampagnen gibt es Showdowns mit
wirklich gruseligen, ekligen Monstern. Mir haben diese Monster Angst
gemacht, ich hatte wirklich Herzklopfen, wenn ich angespannt durch viele
enge düstere Gänge geschlichen bin und auf deren nächste Attacke
wartete.

Ich will hier nicht zu viele Beispiele nennen, denn ich
will niemanden zu sehr spoilern. Aber das Monsterdesign ist wirklich das
einfallsreichste und beeindruckenste was ich in meinen Zockerjahren
gesehen habe. Auch die normalen Gegner sind wirklich krass gemacht, man
sieht wie viele Biowaffen der Vergangenheit in die Mutationen mit
eingeflochten sind. Soldaten mit Spinnenbeinen die aber noch bei
Bewusstsein sind und auf einen schießen,während sie an Wänden
rumkrabbeln- das ist nur eine der vielen tollen, grausigen Ideen. Die
ehrfurchtgebietenden Bosse mit ihren spektakulären Mutationen
differenzieren es auch vom Genrekollegen Dead Space, das zwar etwas
gruseliger ist, aber solche hartnäckigen Ungetüme einfach nicht zu
bieten hatte. Deren Verwandlungen sind übrigens ganz große
Animationskunst!

Auch die Szenarien finde ich sehr gelungen. Oft
hab ich Kritik an den Texturen gelesen. Betrachtet man ein paar Ecken
ganz genau, ist die ein oder andere Oberfläche vielleicht nur
durchschnittlich gezeichnet. Aber bei der Fülle an Szenarien durch die
man wandert, ist das wirklich nur die Nadel im Heuhaufen. Vor allem der
China Abschnitt strotzt nur so vor Details! Und was da an Objekten und
Gegenständen rumliegt, das sucht meines Erachtens nach seines gleichen.
Ich bin jedenfalls sehr angetan von der Grafik und der ganzen
Ausgestaltung der Orte. Auch die Ausleuchtung des Spieles ist
fantastisch, das gilt für alle Orte in denen man unterwegs ist. Die
Atmossphäre ist immer beklemmend oder intensiv. Die Umgebung im
Zusammenspiel mit den Monstern und der Action erzeugt eine super
Stimmung. Es gibt immer neue Levels zu sehen, die das Geschehen in Szene
setzen und insgesamt sehr detailverliebt gestaltet wurden.

Ich
finde Resident Evil 6 erzeugt eine einzigartige Mischung aus
dramatischer Horror Action. Der Weg den man mit 4 angefangen hat, wurde
schrittweise weiterentwicklet. Das spiegelt sich im Design sowie im
Gameplay wieder. Es ist irgendwie fast ein eigenes Genre, in dem man
Action mit Horrorelementen verschmilzt, um einen hautnahen
Überlebenskampf zu inszenieren. Man merkt zumindest, dass die Entwickler
eine eigene Vision haben.

Der Zombiehorror ist vor allem in der
Leon Kampagne zu finden. Hier müsseb wir uns mit Zombies in allen
Varianten anlegen, und ich fühlte mich oft an Dawn of the Dead oder 28
Weeks Later erinnert. Ich hab das Spiel auf Veteran angefangen, denn ich
bin auch Resi-Veteran. Da muss man echt auf jede Kugel achten und sich
wirklich durchbeissen. Ich empfehle auch die Option das Hud
auszublenden. Somit hatte ich richtiges Survival Feeling, da ich mich
oft gegen eine Übermachtzombies nur noch mit wegrennen oder Nahkämpfen
durchkämpfen konnte oder bei einem Boss nur noch das Messer hatte. Das
mit dem Messer kam vor allem bei der Chris Kampagne vor. Das war auch
frustrierend teiweise, aber das auch das gehört dazu! Die Anspannung
steigt bei jedem Gegner, wenn man wenig Munition und Energie hat. Ich
hatte jedenfalls teiweise schon echt Angst wenn ein Zombiefettsack
angerannt kommt, oder der Zombie gepanzert ist, während ich frenetisch
am Boden liegend meine letzten Kugeln verschossen habe. Das
SurvivalHorror Feeling ist also immer noch da, man muss eben auch die
Herausforderung annehmen und die schweren Einstellungen ausprobieren.
Hier muss ich sagen, es gab echt wenig Muni manchmal, aber das Messer
lässt sich tatsächlich bei fast jedem Gegner anwenden. Es hat dann
irgendwann, mit Hilfe des KI Partners gut geklappt. Ansonsten kann man
sich ja auch Menschliche Hilfe holen. Jedenfalls haben mich manche
verzweifelten Kämpfe Resi 1 erinnert, wenn man versucht hat mit dem
Messer Munition zu sparen.

Die Nahkampfattacken ergänzen das
Spiel super finde ich, sie steigern einfach das Survival Feeling
zusätzlich. Und man kann gut Dampf ablassen. Ebenso ist die Funktion
sich hinzuwerfen ziemlich cool, da man so Schüssen oder Säurespritzern
etc. ausweichen kann, und es sich gut zielen lässt. Es gibt auch ein
Deckungssystem. Dies funktioniert etwas anders als in den meisten
anderen Spielen, da man mit dem Stick die Waffe in den Anschlag bringen
muss. Das ist zunächst verwirrend, aber ich finde man gewöhnt sich
daran. Ich habe es auch nur in ein paar Schießereien gebraucht, es fällt
also weder besonders positiv noch negativ ins Gewicht.

Die Funktion aus der Hüfte zu schießen (L1 und R1 schnell drücken), ist auch hilfreich. Man muss zwar kurz stehen bleiben, zielt aber besser, und kann sich so manchmal retten. Auch das wegducken wenn man X beim Zielen kurz antipp, hat so manches Messer oder Fangarm haarscharf über mein Haupt hinweg rasen lassen.

Alles in
allem, finde ich dass das Gameplay toll um viele Aspekte erweitert
wurde. Wobei ich mir gut vorstellen kann, das viele erstmal mit der Mechanik nicht so gut zu recht kommen, weil es so viele kleine Neuerungen gibt, und sich das Spie ldeshalb erstmal komisch anfühlt. Manches hab ich auch selber lange Zeit vergessen, zum Beisoiel das man mit Leon beidhändig schießen kann, wenn man bei der Handgun Dreieck drückt. (Jeder Charakter hat eine Waffe mit Spezialfunktion, bei Chris wechselt man Granaten im Granatwerfer, Jake kann zwischen MG und Granatwerfer on the Go umschalten).

Manchmal gibt es auch einfach Momente, wo einem die Umgebung übel
mitspielt. Zum Beispiel wurde ich mitten im Scharmützel von einem
Krankenwagen überfahren. Wie solche Skripts ins Spiel eingebaut werden
finde ich genial.

Ich hatte auch ehrlich nie große Probleme mit
dem an mancher Stelle als unausgegoren bezeichnetem Gameplay. Deshalb
kann ich die Kritik auch hier nicht richtig nachvollziehen. Bugs oder
Glitches, wie man sie auf Youtube sieht, sind mir auch nicht
aufgefallen. Die Framerate war nur im Prolog etwas lahm, danach war es
immer ein beeindruckendes sauberes Erlebnis. Nur ein eiziges Mal blieb
mein KI Mitstreiter hängen, sowas ist aber nicht der Rede wert. Auch die
Kamera ist okay, und lässt sich erstmalig komplett frei drehen. Sie ist
zwar noch immer sehr nah am Geschehen, und manchmal sieht man nicht
alles, aber das macht eben auch die Intensität und Panik im Kampf aus.
Das ist ein bißchen wie bei den Ur Resis, wo die Kamera bewusst so war,
um durch mangelnde Übersicht Anspannung zu erzeugen. So haben Games eben
ihre eigenen Regeln manchmal. Das ist kein technischer Fehler. Es ist
einfach Resi Style.

Ein weiterer Punkt zur Technik- der Sound vom
Spiel ist schon der helle Wahnsinn! Hat man Surround Sound bekommt man
tolle Effekte die wirklich für Stimmung sorgen. Jeder der viel Geld für
eine Anlage ausgegeben hat, wird sich bei diesem Spiel wieder mal selbst
auf die Schulter klopfen. Ich spiele das Spiel übrigens nur auf
Englisch, da ich die langjährigen Sprecher der Charaktere sehr schätze.

Zur
Story bleibt zu sagen, das man lange Zeit relativ wenig erfährt. Und
auch das gefällt mir aber. Denn die Protagonisten, die von einem
Schlamassel in den nächsten geraten, bekommen halt nicht alles erklärt.
Das ist wie mit Soldaten oder Agenten im echten Leben, und den Spielern
wird es lange zeit genauso gehen. Doch desto tiefer man eindringt, desto
mehr werden die Lücken gefüllt. Es gibt auch einige dramatische und
überraschende Wendungen, vor allem am Ende bei Chris. Zumindest für mich
als alten Resident Evil Hasen, der sich gerne auf hoch stiliertes
B-Movie Niveau einläss,t war es sehr spannend. Ich hab auch noch nicht
hundertprozentig alles gesehen, doch das meiste fügt sich, fügt sich
denke ich, wenn man alle Kampagnen gespielt hat.

Die Files werden
diesmal durch das Finden von Emblemen freigeschalten, und lassen sich
im Hauptmenü lesen. Ich finde das ziemlich sinnvoll. Man kann so nach
und nach in die Hintergründe des Spieles eintauchen, ohne das der
Spielfluss während der Schlachten unterbrochen wird. Auch wenn die
Ruhe-Momente der bishereigen Teile (der 5te hatte ja auch viele Files)
dadurch fehlen, vor allem wenn man im KOOP Modus mit Freunden spielt,
ist das sinnvoll, da jeder ein anderes Lesetempo hat. Es animiert auch
zum merhmaligen durchzocken, wenn man dadurch kleine Storydetails
bekommt.

Es gab während des ganzen Spieles nur einen Moment bei
dem ich kurz an Call of Duty dachte. Da wurde das Szenario in Leons
Kampagne ziemlich schnell gewechselt. Das hat mich ein bißchen aus der
Stimmung rausgerissen. Aber das fand ich nur einmal schlimm. In Chris
Kampagne passiert sowas durch Rückblicke. Dies fügt sich aber gut in die
Story ein.

Das man meist in eine Richtung läuft, und nicht oft
an einem Ort hin und her wie es sich viele Fans von früher wünschen,
schadet der Atmosphäre in meinen Augen auch nicht. Dadurch sind die Orte
einfach zu genial und atmosphärisch designed. Desweiteren haben wir kleine Such- oder
Geschicklichkeitsmomente, einige sehr epische Verfolgungsjagden und
Fluchten, epische Actionszenen mit intensiven Schießereien, gepaart mit
wirklich dunklen Orten mit ganz fiesen Monstern, und toll
choreographierte Quicktime Momente bringen wirklich so viel Abwechslung
ins Spiel, wie kein Resi je zuvor. Bereits jetzt werfe ich mir mit
meinen Freunden die Highlights um die Ohren. Ich wünschte ich würde im
Kino heutzutage sowas geboten bekommen!

Ihr seht, ich gerate ins
Schwärmen. Alles was ich bis jetzt geschrieben habe, bezog sich zunächst nur auf die Leon und Chris Kampagnen. Gestern bin ich jedoch mit Jake fertig geworden. Diese Kampagne ist aus der Sicht der Kinder der Bösewichte William Birkin und Wesker. Eine interressante Idee, den sie tragen beide ein dunkles Erbe mit sich. Daher war mir klar das diese Kampagne etwas aussergewöhnlich wird. Und ein Kapitel spielt sich auch wie der reinste Hong Kong Action Film. Auch die Martial Arts Fähigkeiten der Protagonisten spielen hier stärker mit rein. Trotzdem finde ich, passt das alles gut zu Resident Evil. Denn die Hetzjagd ist genau das was es sein soll, man hat eine neuartige Version von Nemesis. Ich finde hier gibt es ein paar grandiose Schleich und Panik Momente. In meinen Augen war die Kampagne sehr interessant, und da man diesmal selbst Protagonisten spielt, die Mutationen in sich haben, finde ich es passend das es Stellenweise etwas rasanter zu geht. Eines wird auch in langsam klar, man kämpft hier gegen die Organisation von Ada, die seit dem ersten Resident Evil wirklich alle aufs Kreuz legt. Da muss einfach die Post abgehen!

Chris ist jedoch dank der genialen Bossfights und der Munitionsknappheit meine Lieblingskampagne.

Aber ich kann es kaum glauben, dass ich die Ada
Kampagne und den Mercenary Modus vor mir habe!

Das muss man echt sagen,
man bekommt verdammt viel Spiel fürs Geld. Chris und Leon alleine hätten
ein Resident Evil ergeben, das etwas länger als die Vorgänger waren,
wenn auch etwas kompakter in der Präsentation. Doch das ist noch nicht
mal die Hälfte des Games. Der absolute Hammer was Capcom uns da an
Umfang abliefert, zumal trotz kleiner Überschneidungen (die sich dann
lustiger Weise zu viert Spielen lassen), jeder vor einem ganz eigenem
Abenteuer steht. Man bekommt hier eigentlich fast 3 Resident Evil
Spiele. Manche sagen es sei aufgeblasen, aber ich hatte jede Sekunde
Spass. Denn mal ist es Action, mal gemächlich, mal unheimlich, mal
bombastisch. Vor allem aber, muss man sich mal vorstellen wie viel
Arbeit die Leveldesigner und Szenario Programierer dabei hatten. Hut ab!

Ich
freue mich auch darauf die verschiedenen Online Funktionen
auszuprobieren. Im Spiel mal auf Fremde zu treffen, wie auch die
Protagonisten in der Story mal Fremde treffen müssen, oder andere
Spieler die Monster in meinem Spiel spielen zu lassen, um neue
Kampfsituationen zu erleben. Das sind nette kleine Online Funktionen
die das Erlebnis auch nach langer Zeit noch interressant halten.

Auch
das Skillsystem, welches das Aufrüsten der Waffen aus 4 und 5 ersetzt,
trägt seinen Teil dazu bei. Das macht den Online Koop auch
ausgeglichener, da keiner gleich mit Überwaffen kommt, sondern man eher subtilere Erleichterungen hat.

Ihr seht also, ich bin einer der Old School Fans,
die dem neuen Teil und der Entwicklung im Resident Evil Universum
insgesamt sehr positiv gegenüberstehen, für die es sogar deswegen etwas
Nostalgisches ist, weil es die in Erfüllung gegangene Zukunft der Spiele
ist, wie ich sie mir in meiner Jugend ausgemalt habe.

Ich finde
die Action Horror Linie und das globale Szenario sind eine gute
Weiterentwicklung der Geschichten um biologische Waffen, den Figuren die
sie missbrauchen und bekämpfen, und der Welt, die darunter leidet. An
einer bestimmten Szene in China während der Leon Kampagne, war ich richtig berührt von dem Ausmaß
all des Bioterrorismus. Hier lacht man einfach nicht, wenn Zombies überfahren werden, die eben noch um Hilfe schreiende Menschen waren. Das schreckliche ist hier nicht der Hund der durchs Fenster springt, sondern das Szenario um eine Welt, in der die Menschen immer machtloser werden. Es ist zwar alles irgendwo SciFi Trash Horror,
trotzdem nimmt sich die Serie ernst, und das liebte ich schon immer an
Resi.

Die Protagonisten sind gealtert, teils sogar verzweifelt,
es gibt eine junge Generation von heißblütigen neuen Helden, die Feinde
sind zahlreicher und perfektionierter, alles ist schneller, und es sind
noch viel mehr Krisengebiete als früher. Spiegelt das nicht auch
irgendwie unsere Realität wieder?

Ich hoffe viele Spieler finden
denselben Spaß an dem Spiel wie ich, und ich denke dass die Serie auch
viele neue Fans finden kann, da die Action und die leichten
Schwierigkeitsgrade auch Leute ansprechen, die keine Hardcore Horror
Spieler sind, das Spiel aber dennoch genügend Atmosphäre, Abwechslung
und Story bietet, um auch alte Fans immer noch zu begeistern und neue
Fans vielleicht noch zu Hardcore Horrorspielern macht. Wie gesagt,
vieles an der Kritik wird wegfallen, wenn man das Gameplay
verinnerlicht, und sich wirklich viel mit dem Spiel auseinandersetzt. Auch auf den höheren Schwierigkeitsgraden, ohne die Waffen aus dem alten Speicherstand.
Was sich für einen echten Resi Fan ohnehin so gehört!

Noch ein
klitzekleiner Punkt, der Vollständigkeit wegen, die Rätsel sind auch
hier nur im Hintergrund. Es gibt ein paar ganz kleine, das reicht mir
auch. Ich fande eigentlich die Rätsel der alten Teile auch nicht so
fordernd, als das ich diese vermissen würde. Seit Resident Evil 4 geht
es eher darum den Überblick in den Konfrontationen, zu behalten und sich
ständig auf neue Dinge gefasst zu machen, was auch mental fordert.
Zumindest um einiges mehr als Actionspiele wie Call of Duty, welche in
vielen Bereichen nicht an dieses Spiel hier herankommen (aber auch
andere Schwerpunkte haben), zumindest nicht für Spieler mit einem
ähnlichen Geschmack wie dem meinen. Ich finde Call of Duty hundert tausend mal Seelenloser und spielerisch langweiliger. Hab aber nur Black Ops durchgespielt und Modern Warfare 1 und 2 nur angezockt. Aber wie man da schlafenden Vietnamesen nebensächlich die Kehle aufschlitzt, welche nicht mal aufwachen wenn man vor ihnen rumspringt, und dafür auch noch Trophies bekommt, das ist weder Stealth Feeling noch Antikriegsfeeling, es ist einfach nur Möchtegern Rambo Bullshit. Das kann man nicht mal annähernd mit Resident Evil Vergleichen. Das ist auch brutal, aber um solche Moves zu machen, muss man erstens üben, und zweitens hat es auch Sinn, um Munition zu sparen und eben zu überleben weil man es tatsächlich mit Menschen zu tun hat, die zu Zombies wirden, und nicht nur wie in CoD so programmiert wurden.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 10, 2012 2:29 AM MEST


A Thousand Suns (Limited Edition)
A Thousand Suns (Limited Edition)
Wird angeboten von marvelio-germany
Preis: EUR 17,74

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich haben sie sich entfaltet!, 11. September 2010
Rezension bezieht sich auf: A Thousand Suns (Limited Edition) (Audio CD)
Ich will gar nicht groß rumlabern. Nur das sagen was ich fühle. Das ist das Linkin Park Album auf das ich immer gewartet habe. Seit dem ersten Mal als ich einen Song von ihnen hörte, wusste ich- die wissen wie man Gefühle rüberbringt.

Linkin Park sind für mich mit diesem Album dort angelangt, wo Nine Inch Nails vor vier Jahren waren. Sie entfalten sich unbefangen, sie sind frei sie machen genau das was sie tun wollen, und das hört man in jeder Sekunde. Das macht diese Musik schon für sich unantastbar.

Aber sie klingen trotzdem nicht wie Nine Inch Nails oder irgendjemand. Sie sind zwar auf einer ähnlichen Wellenlänge- aber sie machen es in ihrem Stil. Mit ihren Instrumenten, mit ihrer Art zu rappen, zu singen, Piano zu Spielen, zu scratchen, und zu überraschen.

Ob sie den Geschmack von irgendwelchen anderen treffen, ist mir egal. Dieses Album hat und wird mich bereichern. Ich finde es unglaublich.

Musik hören ist was persönliches. Und man sollte alles andere und vorherige ausblenden wenn man diese CD hört, und dann einfach auf sein Herz hören. Ich will hier keine Meinung beeinflussen, sondern nur daran erinnern, dass man das bei dieser Musik machen sollte. Denn nur darum geht es.


The Catalyst
The Catalyst

27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Richtig geile Musik!!, 18. August 2010
Rezension bezieht sich auf: The Catalyst (MP3-Download)
Also ich persönlich verstehe viele Linkin Park Fans überhaupt nicht. Für mich ist dieses Lied genau das was Linkin Park schon immer gemacht hat. Elektronische Soundgewänder, hymnenartiger Gesang- verstärkt durch eine Gitarrenwand- und ein Text der metaphorisch emotional wirkt. Das Shinoda nicht immer dazu rappt- ist ja auch keine Neuheit.

Dass einzige was auffällt ist- dass das elektronische Soundgewand, mit dem sie sich auf Minutes viel zu sehr zurückgehalten haben, hier stark im Vordergrund steht. Aber genau das gefällt mir, weil hier kommt die kompositorische Fähigkeit von Shinoda und Hahn mal voll raus. Nach mehrmaligem hören brennt sich die Melodie des Songs immer weiter ins Gehör. Manche sagen hier sie vermissen Aggressivität- dafür aber findet dich in dem Lied einiges an Intensität. Wenn bei Sekunde 1.36 eine weitere Tonspur in den Songkommt möchte ich sofort aufstehen und in einem dunklen Club in einer Menschenmenge tanzend untergehen. Dann kommt der chorartige Gesang unterlegt mit einer treibenden Gitarre, und dann eine Minute später der nächste Synthie Beat- es ist wie eine Achterbahnfahrt die immer schneller wird, Loops die sich immer schneller drehen-

und in dem Moment wo man denkt jetzt wirds zu einem Chaos, wird der ganze Rythmus verlangsamt, ein episches Piano wird eingespielt- Es ist wie als würde nach dem Geschwindigkeitsrausch alles in Zeitlupe erscheinen. Und dann verschmilzen die Sounds und die Stimme- Lift me up!! Let me Go!! -reisst mich absolut mit. Es ist wie eine Befreiung. Kein wunder dass dieser Song Catalyst heißt.

Für mich ist das endlich mal wieder innovative Musik, einfach frisch, futuristisch, intensiv und keiner Konvention folgend- keinen Erwartungen entsprechend.

Dieser Ansatz war das, was Linkin Park schon immer von anderen Nu-Metal Bands ihrer Zeit unterschieden hat. Die ersten beiden Alben waren nichts anderes als der Versuch einen eigenen Stil zu finden. Sie haben Crossover gemacht- weil das die Grund-Inspiration war. Aber wirklich eigenständig, wirklich zu sich selbst gefunden- haben sie meiner Meinung erst bei Minutes. Und jetzt erblühen sie, jetzt kommt diese Selbstfindung erst voll zur Geltung. Dieser Song hat bei mir eines erreicht- noch nie war ich so gespannt auf ein Album!

Trotzdem möchte ich noch was zum Text sagen, denn dieser ist nicht ohne. Er zeichnet ein düsteres Bild, fühlt sich an wie eine Nacht, in der tausend Gedanken zusammen kamen. Es scheint um Menschen zu gehen, die in einer Welt leben, voller Krieg, Unterdrückung, Fehler, Informationsüberflutung, und doch schreit der Song den Wille nach Leben und innerer Ruhe heraus.

Und das Liebe ich an den Linkin Park Songs. Gerade diese Ungenauigkeit! Die Band vermittelt einfach das Lebensgefühl dass sich aus ihrer Perspektive ergibt, ohne sich in den Details ihrer Perspektive aufzuhängen. Die Musik ist einfach emotionale Kraft, in all ihren Formen- welche wir mit unseren eigenen Gedanken füllen können.

Manch einer muss halt akzeptieren- dass emotionale Kraft nicht immer mit Aggressivität zu tun hat. Und trotztdem- um noch kurz auf das bevorstehende Album einzugehen, auch davon wird sicherlich genug vorhanden sein.

Linkin Park- ich lasse mich gern von Thousand Suns verbrennen. Bis dahin lodert The Catalyst wie ein Zündfunke in mir XDD
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 9, 2011 12:10 PM CET


Diamond Eyes
Diamond Eyes
Wird angeboten von Hausmusik
Preis: EUR 15,51

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen deftoned, 10. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Diamond Eyes (Audio CD)
Die Decke wölbt sich nach innen, die Schwere drückt einen auf den Boden und man versinkt in einem pechschwarzen Sumpf, ein gemeiner Sog zieht einen nach unten bis auf den tiefsten Grund, dort kugelt man sich ein und träumt 45 Minuten von der Schönheit von Sex und Gewalt, um dann reinen Herzens wieder aufzutauchen...


Minutes To Midnight
Minutes To Midnight
Preis: EUR 9,99

7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nichts für oberflächliche Metalheads, 15. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Minutes To Midnight (Audio CD)
Denn was Linkin Park hier abliefert ist grandios!
Linkin Park haben ihren Sound weiterentwickelt beziehungsweise neu erfunden, und klingen trotzdem einzigartig. Es langweilt mich schon seid Jahren das fast jedes Rockalbum voller 'wannabe' harter Lieder ist und dann provisorisch ein- zwei Balladen dazugemogelt werden, denn es sind gerade Ballladen die Songwriting und Harmonie hervorheben.

Und genau diesen Umstand drehen Linkin Park um, ein Album mit zwei, drei Harten Tracks, und sehr viel Melodie. Wobei man hier sagen sollte das einige Songs, vor allem die letzten beiden, am Ende noch sehr viel Energie bekommen.

Die Texte sind sehr dunkel und bei einigen zum Beispiel Valentines Day (mein Favorit), steckt mehr Persönlichkeit als in den älteren Songs, meiner Meinnung nach. Chester singt besser als jemals zuvor, Mike rappt nur zweimal auf dem ganzen Album, doch man merkt das er sich inzwischen in Sachen Flow hinter keinem Hip Hopper verstecken muß. Die Beats sind durchweg gut Produziert, und gerade In Pieces hat einen unverbrauchten coolen Klang (Hierbei sein angemerkt das diese größten Teils von Mike Shinoda selbst produziert wurden). Auch Linkin Parks DJ Joseph Han hat sichrelich diesmal etwas mehr zu tun auf den Live Konzerten.
Gleich im zweiten Song kommen Geigen zum Einsatz, wie gewohnt aufwendig aufgenommen, und die Gänsehaut lässt nicht lange auf sich warten. Auch wenn bei No More Sorrow die volle Härte von Linkin Park rauskommt (Chester Schreieinlagen sind so voller Kraft das man fast an Chino Moreno denkt, jeder Song ist so eingängig das man immer den Gedanken des Songs, oder seinen eigenen, hinterherschwelgt. Und sie sind auch einige Experimente eingegangen, vor allem Mike greift öfters mal auch zur Gitarre, singt mehrmals, einen Song sogar komplett und das nicht mal schlecht.
Außerdem kommen einige Hammergitarrensolos, und das obwohl die Songs eigentlich sehr ruhig sind, so passen sie dennoch immer perfekt zum ganzen. Meiner Meinung nach beweisen hier Linkin Park, daß sie technisch sehr viel mehr auf dem Kasten haben als ihnen bisher nachgesagt wurde.
Teilweise wurde hier sogar zu Instrumenten aus den 70gern gegriffen.
Und es lässst sich durchweg immer wieder anhören ohne langweilig zu werden, es wird eigentlich immer besser, und nur das ist dann richtig gute Musik!

Schlußendlich sollte man sagen, daß das Album auch seine politischen Untertöne hat, ohne dabei aufdringlich zu wirken. Im Gegenteil, sie gehen textlich immer auf die Gefühlswelt des einzelnen ein, was einen vielmehr über irgendwelche Dinge nachdenken lässt. Und gerade die Rhymes von Mike klingen sehr differenziert.

Ich finde gerade die Tatsache daß es ein so dermaßen melodiehaltiges und einfach gechilltes Album ist, macht die Platte alles andere als kommerziallisiert, denn sie hat ein grundlegend anderes Konzept, und ist sehr erfrischend und ausgewogen im Vergleich zu den meisten Rockalben der anderen Bands.

Ich kann mich jedenfalls schwer von den Songs losreißen, jedesmal wenn ich Valentines Day höre bin ich in einer andern Welt, genau wie bei Hands held High, und dem Oberhammer The Little Things, eigentlich die ganze Zeit.

Grandioses Album, voller Melancholie und Ideen, man muß sich einfach reinhören!


Year Zero (Digipak)
Year Zero (Digipak)
Preis: EUR 5,99

24 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Blütezeit der Nine Inch Nails, 9. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Year Zero (Digipak) (Audio CD)
Unglaublich! Ich habe so viele CDs in meinem Leben gehört, genauso wie ich viele Menschen kannte, und genauso wie bei Menschen, verliert man manchmal die Hoffnung jemanden zu treffen der einen derartig tief berührt. Doch genau dieses Gefühl hat dieses Album durch seine lebendige Energie zersplittert.

Doch was erwartet einen wenn man dieses Album anhört? Sind es wirklich noch die Nine Inch Nails die diese stetigen, jedoch langsamen Beats mit ihren Instrumenten verschmelzen und diese seltsam verdrehten Klangwelten erschaffen? Und wo sind sie hin die Emotionalen Lawinen aus Aggression und Melancholie der alten Alben?

Ja sie sind es in ihrer höchsten Form. Bei Nine Inch Nails ging es immer um eine geballte Ladung, Wut, Schmerz, Sehnsucht und Hass. Und irgendwo darunter versteckt war die Schönheit ihrer Melodien. Und so scheint es als wären all die harten Alben zuvor die Geburtswehen, der Schmerz des Entstehens dessen gewesen, was wir jetzt vor uns haben.

Die Wut ist weg, die Wildheit vielleicht besiegt, und was bleibt ist unglaubliches Selbstbewußtsein und Schönheit.

Denn man merkt einfach an diesem Album das die Band ihre musikalischen Visionen auslebt, egal was die Kritiker erwarten.

Das gesamte Weltbild in diesem Album, der gesamte Text strotzt nur so vor Härte, und dennoch zieht sich ein ruhiger stetiger Beat durch dieses Album wie der Herzschlag einer unaufhaltsamen Maschine. Das ist Industrial. Und trotz aller Synthetik liegt in der Komposition die reine Emotion. Vor allem in dem stillen knisterndem Klavierspiel kommt das zum tragen. Man merkt das Trent klarer als jemals zuvor durch die Welt geht, und genau das spiegelt sich in diesem ernstem und doch ruhigem Album wieder. Erst vor einer Woche sah ich NIN live spielen, sie rockten die Menge wie wahnsinnig, und jetzt dieses Album.

Der Kontrast macht dieses Album für mich noch mächtiger.

Wenn With Teeth eine Art Neuanfang oder Befreiung gewesen sein soll, dann ist die dieses Album die Blüte dessen, die logische Konsequenz des musikalischen Weges den Nin von Anfang an einschlug. Ich hätte nicht gedacht daß mich noch einmal eines ihrer Alben so umhauen würde, wie das erste NIN Album daß ich hörte. An alle Fans, NIN sind mit diesem Album einen Schritt weitergegangen, und JA sie hören sich anders an. Und genau das macht sie noch mehr zu NIN! Auch ich bin langjähriger Nine Inch Nails Fan, und deshalb gar nicht zu dem konservativen Denken fähig wie manch anderer Kritiker. So sprengt die Band ihre Ketten mit ihren nine inch nails...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 3, 2010 2:26 PM CET


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